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Thema: Dänemark: Stempel bestimmen
Das Thema hat 30 Beiträge:
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Baldersbrynd Am: 23.11.2013 23:53:34 Gelesen: 15428# 6 @  
@ carsten [#5]

Hallo Carsten,

es ist kein Bahnpoststempel, sondern ein Abgangstempel. Bekannt zwischen 21.9.1877 und 24.10.1884. P. = paa (auf), Falst = Falster, ein Insel.

Viele Grüße
Jørgen
 
carsten Am: 24.11.2013 01:04:57 Gelesen: 15421# 7 @  
Hallo Jørgen,

herzlichen Dank für die Erklärung.

Gruß
Carsten
 
DL8AAM Am: 26.12.2013 02:10:28 Gelesen: 15299# 8 @  
Ich bin gerade dabei, meine IRC-Sammlung für unsere Stempeldatenbank aufzuarbeiten,



denn es finden sich dort oftmals recht interessante bzw. auch ungewöhnliche Stempel, wie diese aus Dänemark hier:



"LYNGBY 7 / POSTINDLSTED / -5 JAN. 1984 / 2800"

Möglicherweise ist das auch eine Art von Innendienststempel? Wobei mir der Zusatz "Postindlsted" (ggf. auch "Postindl.Sted"; Sted = Ort?) vollkommen unklar ist. Selbst Google.dk kennt dieses Wort nicht. Hat jemand nähere Informationen zu diesem Stempel bzw. zum Text?

Gruß
Thomas
 
juni-1848 Am: 29.12.2013 17:07:13 Gelesen: 15255# 9 @  
@ DL8AAM [#8]

Moin Thomas,

"Postindlsted" steht für "Beitrag statt", "Beitrag anstelle", ist also auf IRC durchaus sinnvoll.

Sammlergruß, Werner
 
Mondorff Am: 28.03.2014 13:00:04 Gelesen: 15152# 10 @  
Dänemark-Stempeldatum

Guten Tag allerseits!

Das Streifband (Michel S 2, wie ich bisher herausfand) ist sicher nicht sonderlich schön, nur ist es (wenn ich das Ausgabejahr zugrunde lege) der bisher älteste Beleg Dänemark-Luxemburg den ich bisher fand.



Obwohl rückseitig ein Ankunftstempel abgeschlagen ist, frage ich mich: Wo finde ich das Abgangsdatum auf dem Stempel aus Kopenhagen?

Kann da bitte jemand helfen?

Mit Dank im Voraus
DiDi
 
ostsee63 Am: 28.03.2014 19:44:50 Gelesen: 15119# 11 @  
Ein Hallo an den Luxemburger,

der abgeschlagene Stempel ist aus der Zeit vom 24.03.1890 bis zum 21.12.1894 bekannt.

Es gibt beim "Kjøbenhavns Philatelist Klub" eine phantastische Stempeldatenbank. Fast alle Stempel aus dieser Zeit kommen ohne die Jahreszahl aus.

Leider fehlt auf dem Streifband eine Marke, denn der Portosatz betrug vom 01.04.1879 bis 31.12.1920 = 5 Oere je 50 Gramm. Wahrscheinlich klebte noch eine weitere 3 Oere Marke auf dem Streifband.



beste Grüße
von einem Dänemarksammler
 
Mondorff Am: 28.03.2014 21:38:03 Gelesen: 15104# 12 @  
@ ostsee63 [#11]

Herzlichen Dank und Moin an den "Dänen" von der Ostsee, für die erschöpfende Auskunft zu meinem Streifband.

Es ist natürlich schade, dass da eine Marke fehlt. Ein bei Streifbändern, bei denen die Marke(n) oft zur Befestigung des Inhalts dienten, leider häufig zu verzeichnendes Malheur. Das aber war beim Kauf und ohne Tarifkenntnis leider nicht zu erkennen.

In der Beschreibung der Ausstellungssammlung muss das schon erklärt werden. Und, es ist wahr: Ankunftstempel MONDORF-LES-BAINS vom 31.1.1894.

Für mich wirklich interessant ist aber der Empfänger: Der Dichter Auguste Liesch (1874-1949), Schöpfer unseres Nationalepos' " d'Maus Ketti", wurde hier in meinem Wohnort geboren.



Hier ein zu Ehren der Maus und ihres Schöpfers errichteter Brunnen.

Nochmals Dank für die Auskunft.
DiDi
 
LOGO58 Am: 23.07.2014 16:26:26 Gelesen: 14772# 13 @  
Hallo,

gibt es einen Spezialisten für moderne dänische Maschinenstempel, der helfen kann? Ich zeige die im Tintenstrahlverfahren aufgebrachten Stempel der Postcenter Østjylland und Sydjylland. Analog aufgebaut sind die Postcenter Nordjylland und København.



Bisher haben wir die Zahlen/Buchstaben innerhalb der Stempel (8 / u10 bzw. 16 / u10) in unserer Stempeldatenbank als Unterscheidungszeichen angesehen. Ich würde es aber doch gerne etwas genauer wissen, zumal die Zeichenfolgen "u10" in allen Postcentern festzustellen ist (Maschinentyp o.ä.?). Nur die obere Zahl variiert zwischen ein- und zweistellig.

Ich bin gespannt.

Grüße aus dem Norden
Lothar
 
LOGO58 Am: 18.08.2014 17:44:13 Gelesen: 14645# 14 @  
@ LOGO58 [#13]

Hallo,

leider hat mir aus dem Forum niemand geantwortet, daher habe ich mich an das Sydjyllands Postcenter in Fredericia gewandt. Zu meiner ganz großen Freude traf heute eine Antwort ein. Hier noch einmal die nachgefragten Stempel (siehe auch Beitrag [#13]):



Der Antworttext lautet übersetzt:

Ich kann informieren, dass die Zahlen im oberen Teil des Stempels die Nummer der Maschine angeben, die den Brief gestempelt und sortiert hat.
Maschine Nr. 8 befindet sich in Østjyllands Postcenter in Aarhus und Nr. 9, 15 und 16 in Sydjyllands Postcenter in Fredericia.
Darunter befindet sich das Datum, an dem der Brief gestempelt wurde und unter dem Datum wird das Gewicht des Briefes angegeben. In diesem Fall u10, was bedeutet, dass der Brief unter 10 g wog.


Erstaunlich, dass in einem Stempelkopf einer Stempel- und Sortiermaschine das Gewicht des Briefes angegeben wird.

Grüße aus dem Norden
Lothar
 
Gerhard Am: 25.09.2016 16:07:03 Gelesen: 12404# 15 @  
@ Baldersbrynd
und Andere

Hallo zusammen,

habe eine Frage zum Stempel auf der Portomarke Mi.-Nr.12, kann ihn weder lesen noch ist mir die Form bei meinen dänischen Marken bislang begegnet. Kann mir da jemand weiterhelfen?

Gerhard


 
ostsee63 Am: 25.09.2016 18:08:39 Gelesen: 12387# 16 @  
Hallo Gerhard,

dieser Linienstempel stammt aus der internen Verwendung. Bei Portomarken kommt das häufiger vor. Leider sind diese Abschläge auf einzelnen Marken kaum zu richtig zu lesen. Häufig wurde auch noch blaue Stempelfarbe verwendet, die im Wasserbad dann natürlich noch verschwimmt.

Hier noch ein Beispiel auf einem Ausschnitt. Falls du einen besseren Scan machen kannst von deinem Exemplar oder die Buchstaben erkennst können wir ja nach dem Ort suchen.

beste Grüße von einem Norden Sammler


 
Gerhard Am: 26.09.2016 11:56:59 Gelesen: 12349# 17 @  
@ ostsee63

Habe die Marke jetzt nochmal ohne spiegelnde Steck-Reihen gescannt, lese irgendwas von ..OLDIFUR.., kannst Du die "interne Verwendung" erklären. Welchen Sinn hatte das? Überlege ob ich die Marke aus dem Dublettenstatus in die Sammlung aufnehmen soll.

Danke für die Infos und Mühe im Voraus,

Gerhard


 
ostsee63 Am: 28.09.2016 13:08:33 Gelesen: 12269# 18 @  
@ Gerhard [#17]

Hallo Gerhard,

es hat zwar etwas gedauert, doch nun kann ich deine Fragen hoffentlich beantworten:

Als für die interne Verwendung vorgesehen bezeichne ich die Stempel, die nur auf postinternen Dokumenten angebracht wurden. Das sind verschiedenste Formulare, die die Verwaltung erzeugte. Solche Stempel kamen auf Marken zur Anwendung, wenn kein normaler Tagesstempel im Büro vorhanden war und der Beamte den Weg zum Postschalter sparte. Das kam gar nicht so selten vor.

Sammelwürdig sind solche Stempelabschläge immer, denn sie dokumentieren auch ein Stück Postalltag. Richtig schön sind sie natürlich auf Belegen. Deshalb habe ich ein paar Abbildungen gesucht, die den Normalfall der Entwertung (mit Tagesstempel) und die Linienstempel zeigen.

Das einzige Problem an deinem Stempelfragment ist nur, das ich den Ort noch nicht ermittelt habe und auch keine Angaben zum Zeitraum des Gebraus machen kann.

Hier die Variante: Entwertung mit dem Tagesstempel im Auslieferungspostamt



und noch drei mal Linienstempel





beste Grüße
aus dem Norden
 
Pepe Am: 18.03.2022 22:06:14 Gelesen: 2348# 19 @  
Kann jemand den Stempel vervollständigen?



1902 11 17, Mi 35 ZB

Nette Grüße Pepe
 
Koban Am: 18.03.2022 22:22:06 Gelesen: 2345# 20 @  
@ Pepe [#19]

NØRRE NEBEL könnte passen. Ein kleiner Ort im Westen Dänemarks.

Gruß,
Koban
 
Pepe Am: 18.03.2022 22:53:31 Gelesen: 2337# 21 @  
@ Koban [#20]

Danke für die schnelle Hilfe. Ich schicke gleich noch einen hinterher.



1875 08 17, Mi 30 I Y



Gleiche Marke, wobei die Jahresangabe geschätzt ist.

Nette Grüße Pepe
 
Koban Am: 20.03.2022 02:26:45 Gelesen: 2298# 22 @  
Pepe Am: 20.03.2022 20:36:42 Gelesen: 2270# 23 @  
@ Koban [#22]

Hut ab und vielen Dank für diesen Volltreffer. Das freut mich immer wieder. Da wird Ihnen geholfen. Und weil eine kleine Klassiksammlung DK bis 1900, aber auch ein starker Tausch und Dublettenbestand ein jahrzehnte langen Dornröschenschlaf führt, bin ich mal tiefer eingetaucht. Mir fehlt leider die Zeit und im Alter schafft man eh nicht mehr soviel.

Ich zeige wieder einen satten Vollstempel, den würde ich glatt als 'Zielscheibe' bezeichnen. Sind wir wieder beim Volltreffer.



1851 04 01, Mi 1 I, Altsigniert WAHL

Wie ist die genaue Stempelbezeichnung und welcher Ort?

Nette Grüße Pepe
 
Koban Am: 20.03.2022 22:09:42 Gelesen: 2263# 24 @  
@ Pepe [#23]

Die stummen 4-Ring Stempel mit Punkt wurden ab April 1851 (erste Markenausgabe) bis zur Einführung der 3-Ring Nummernstempel (Oktober 1852) im ganzen Land zur Markenentwertung verwendet.

Gruß,
Koban

[1] https://tywkiwdbi.blogspot.com/2020/01/cancellations-on-denmarks-first-postage.html
 
Pepe Am: 21.03.2022 22:05:21 Gelesen: 2236# 25 @  
@ Koban [#24]

Vielen Dank für die Erklärung und den Link. Das ist ja ein weites Feld mit den Ringnummern Stempeln. Nun ist Dänemark ja relativ klein. Ich habe mehrere Nummernstempel '1', wo ich mal auf Kopenhagen tippen würde. Aber wieweit geht die Nummerierung? Meine höchste Nummer ist die '212'. Im Link wird eine '183' als rar genannt. Ich habe eine '181' und '182' ?



1863, Mi 9, Ringnummer Stempel '181'



1865, Mi 11A, Ringnummer Duplex Stempel '181' JALL . . ?

Nette Grüße Pepe
 
Koban Am: 21.03.2022 22:27:43 Gelesen: 2232# 26 @  
@ Pepe [#25]

`181` = SJÆLLANDSKE.

Für die Bewertung der Nummernstempel siehe [1].

Gruß,
Koban

[1] https://www.gpfs-online.org/danemark/dk/dknumeros1.php
 
ostsee63 Am: 23.03.2022 20:39:35 Gelesen: 2197# 27 @  
@ Pepe [#25]

Hallo,

die Nummernstempel starten mit "1" für Kopenhagen und enden bei "286" für die "Jyske Jb.P." (Jütländische Eisenbahn). Dieses Sammelgebiet ist zusätzlich spannend durch den Wechsel der Nummern nach dem Krieg von 1864.

Die Nummer 183 hat eine solche Geschichte. Sie war ab 1856 der Schleswigschen Eisenbahn zugeordnet und ab 1862 nach Glücksburg. Dieses Stempel erziehlen sehr hohe Preise auf internationalen Auktionen.

Ab 1875 findet sich diese Nummer bei der "Jyske Jb.P." wieder. Das ist Massenware für 1 €.

Der Stempel "181" ist ein Duplex-Stempel Nummer und Datumsstempel sind verbunden. Die Inschrift des Stempels lautet: SJÆLLANDSKE Jb.P. = Seeländische Bahnpost. Solche Abschläge finden sich komplett nur auf Briefen.

Falls du mehr Interesse an diesem Sammelgebiet hast wäre ein Kontakt zur FG Nordische Staaten sinnvoll.

Grüße aus dem Norden
 
ostsee63 Am: 23.03.2022 20:45:02 Gelesen: 2195# 28 @  
@ Pepe [#23]

Noch ein Nachsatz zu dem schönen "Stummen Stempel" - 4-Ringstempel. Diese Form (mit dem kräftigen Mittelpunkt) wurde in Schleswig-Holstein verwendet.

Die Signatur "WAHL" stammt von einem anerkannten Prüfer für Dänemark der in der DDR tätig war und nach der Wende auch im BPP weitergearbeitet hat.

Nochmals Gruß aus dem Norden
 
Pepe Am: 24.03.2022 23:10:09 Gelesen: 2155# 29 @  
@ Koban [#26]
@ ostsee63 [#28]

Vielen Dank für die Informationen einschließlich Link. Bei der kleinen DK bis 1900 Sammlung (knappe 60 Marken) kommen kaum noch Fragen.

Der nachfolgende Zweiring Stempel kommt zwei mal vor. Auch ein Stummer Stempel?



1875, Mi 22 IYA a

Nette Grüße Pepe
 
ostsee63 Am: 25.03.2022 19:53:23 Gelesen: 2127# 30 @  
@ Pepe [#29]

Hallo,

dieser 2-Ringstempel (Gummi) wurde im Paketpostamt Kopenhagen in der ZeitbOktober 1877 bis Juni 1881 zur Entwertung der Frankaturen auf Paketbegleitbriefen verwendet. Solche kompletten Belege haben dann nur einen Datumsstempel und die gesamte Frankatur wurde mit dem breiten Ringen verschönt. Der Stempel kam häufig zum Einsatz und somit gibt es genug Marken, die so behandelt sind. Deshalb verringert er den Wert von gestempelten Marken.

Komplette Belegstücke der Paketbegleitbriefe sind da deutlich seltener und werden gern gesammelt.

Beste Grüße aus dem Norden
 

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