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Thema: Dienstbriefe und Dienstganzsachen der Deutschen Post
Das Thema hat 215 Beiträge:
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Totalo-Flauti Am: 26.04.2025 08:01:11 Gelesen: 26527# 191 @  
Liebe Sammlerfreunde,

ich habe wieder eine Postsache des Bahnpostamtes 32 aus Leipzig diesmal vom 17.01.1928 zum zeigen. Aufgebraucht wurde eine DP I 30 Pfennig aus dem Jahr 1921. Adressat ist der Postassistent P.Winkler in Leipzig. Auf der Rückseite wurde ein freies Formular hektographiert:

BPA 32 Leipzig; 17.01.1928
Sofort.

Herrn P Ass P.Winkler

Wegen Erkrankung - dringender
Beurlaubung - (gestrichen) eines Beam-
ten sollen (gestrichen, handschiftl. wollen) Sie folgende außer-
gewöhnliche Fahrt zu (gestrichen) leisten:

Tag: 19.
Zug: 28 ai nach
zurück Zug: 21 ai
Fahrgruppe: X
Dienstantritt: 22:30
Anerkant: J.V.

Winkler wird mit der Karte aufgefordert, für einen erkrankten Kollegen einzuspringen.

Mit lieben Sammlergrüßen
Totalo-Flauti.


 
DL8AAM Am: 12.05.2025 16:10:44 Gelesen: 25238# 192 @  
Diesen Umschlag hatten wir hier noch nicht. Auch wenn der Fensterinhalt nicht mehr vorhanden ist, möchte ich ihn deshalb trotzdem zur ("Material-") Dokumentation hier trotzdem zeigen:



Fensterumschlag (hellblau, naßklebend) für eine Postsache der Deutschen Bundespost: Formular- bzw. Materialkennzeichnung V 361 mit dem Druckvermerk Strüder 5 050 000 9.73 / DIN C 6, Kl. 76 f, d.h. Druck durch die Druckerei Strüder in einer Auflage von 5,05 Millionen (September 1973). Die Rückseite zeigt keine Bedruckung.

Wenn ich richtig recherchiert habe, handelt es sich bei "Strüder" um die Neuwieder 'Couvertfabrik Willy Strüder' bzw. später 'Neuwieder Couvertfabrik', welche 1992 durch die 'Curtis 1000 Europe AG' und im Anschluß - nach der Insolvenz von Curtis - im Jahr 2010 durch die 'Mayer-Kuvert-network GmbH' der Mayer-Gruppe übernommen wurde [1].

Beste Grüße
Thomas

[1] https://www.wikiwand.com/de/articles/Neuwieder_Couvertfabrik_Willy_Str%C3%BCder
 
epem7081 Am: 16.07.2025 18:33:53 Gelesen: 20243# 193 @  
Hallo zusammen,

in diesen Tagen ist mir die folgende Postsache in die Hände gefallen. "Postfrisch" und ohne Drucksachenkennung, deshalb ist mir die zeitliche Zuordnung nicht möglich. Interessant der Aufruf "Ihr Postzusteller bitte um Ihre Hilfe!" Die Rückseite macht den Hilferuf dann deutlich.

"Tragen Sie bitte hier alle Namen ein, die unter Ihrer Anschrift Post erhalten sollen."



Erhoffte Konsequenz des Anschriften-Service der Niederlassung Göppingen über 68118 Mannheim: Mit Ihren Informationen helfen Sie uns, noch besser zu werden. Ihre Angaben dienen ausschließlich der prompten Zustellung der Postsendungen, die an Ihren Haushalt gerichtet sind. Sofern Sie oder die weiteren Postempfänger in Ihrem Haushalt nicht widersprechen, kann die Deutsche Post AG auch die Anschriften weitergeben, damit zukünftig Postsendungen eine richtige Anschrift erhalten. Am besten gleich ausfüllen und in den nächsten Briefkasten einwerfen - selbstverständlich portofrei!

Mit freundlichen Grüßen
Edwin
 
Totalo-Flauti Am: 25.07.2025 08:45:06 Gelesen: 19730# 194 @  
Liebe Sammlerfreunde,

am 28.02.1992 ging diese Postsache in Form einer Prüfkarte Nr.82 für den Beförderungslauf der Bahnpost Leipzig-Nürnberg in den Postlauf. Sie wurde in den Beutel für Hof gelegt. Adressat ist die Oberpostdirektion Nürnberg. Leider hat die Empfangsstelle keine Daten aufgezeichnet.

Mit lieben Sammlergrüßen
Totalo-Flauti.


 
Totalo-Flauti Am: 11.10.2025 11:59:06 Gelesen: 15588# 195 @  
Liebe Sammlerfreunde,

per Aufbrauch als Formblatt einer DP I zu 30 Pfennig wurde am 05.02.1925 dem Adressaten mitgeteilt, dass er eine Rundfunkanlage betreiben darf. Die Genehmigungsurkunde würde ihm durch den Postboten in der 2.Februar-Hälfte zu gehen. Die Gebühren sind aber für den vollen Monat zu entrichten. Der Text in Schreibschrift wurde höchstwahrscheinlich mit Hektographie auf der Rückseite aufgetragen.

Mit lieben Sammlergrüßen
Totatlo-Flauti.


 
Journalist Am: 13.10.2025 09:32:30 Gelesen: 15381# 196 @  
Hallo an alle,

beim Sortieren habe ich den folgenden Postsacheumschlag gefunden:



Damals war die Deutsche Bundespost ja noch staatlich. Interessant ist hier der Empfänger - das Statistische Bundesamt in Wiesbaden - Inhalt waren vermutlich Ausfuhrpapiere, die von Firmenkunden bei der Paketaufgabe mit abgegeben werden mussten.

Viele Grüße Jürgen
 
Briefuhu Am: 19.10.2025 10:19:12 Gelesen: 14962# 197 @  
Eingeschriebene Postsache vom 30.05.1939 von Kiel nach Bautzen, dort Ankunft am 01.06.1939.



Schönen Gruß
Sepp
 
Briefuhu Am: 27.10.2025 08:38:23 Gelesen: 14451# 198 @  
Weitere eingeschriebene Postsache vom 09.11.1938 von München nach Bautzen, dort Ankunft am 13.11.1938. Sonderstempel "Und ihr habt doch gesiegt" mit Abbildung der Feldherrnhalle. Auf der Rückseite Papiersiegel.



Schönen Gruß
Sepp
 
GSFreak Am: 05.11.2025 21:20:32 Gelesen: 13925# 199 @  
Hallo zusammen,

hier einmal drei Postsachen, deren Formulare duch Schwärzung der Hitler-Ganzsache P 314 IIa hergestellt wurden.

Postamt Dinkelsbühl, Kreisstegstempel DINKELSBÜHL mit Bogen oben und unten vom 28.01.1948




Postscheckamt Hannover, Kreisstegstempel HANNOVER / SCH.A. mit Bogen oben und unten vom 24.12.1947




Kraftfahrstelle Sebnitz (Sachs.), apt. Zweikreisstegstempel SEBNITZ (SACHS) vom 30.08.1947



Beste Grüße
Ulrich
 
GSFreak Am: 06.11.2025 12:32:55 Gelesen: 13879# 200 @  
Hallo zusammen,

noch zwei weitere Postsache-Belege. Hier hat die Post die Entnazifizierung anderes bewerkstelligt:

Fernsprechamt Göttingen; Urkarte P 312 / 06, Hitlerwertstempel überklebt; gelaufen am 15.10.1945 von GÖTTINGEN 2 innerhalb von Göttingen.




Postamt 2 Halle (Saale); Urkarte P 312 / 03, Hitlerwertstempel zu etwa einem Drittel schräg weggeschnitten; gelaufen am 27.11.1945 von HALLE 2 innerhalb von Halle.



Beste Grüße
Ulrich
 
fogerty Am: 17.11.2025 15:54:55 Gelesen: 13167# 201 @  
Ein Rückschein gelaufen am 11.1.1950 von Erfurt nach Lichtenhain.



Grüße
Ivo
 
zonen-andy Am: 25.11.2025 14:08:48 Gelesen: 12441# 202 @  
Hallo,

weshalb wurde auf der Postsache von Frankfurt/Main nach Berlin-Charlottenburg der Stempel von Darmstadt 2 abgeschlagen. Wer kann mir das bitte erklären.



Viele Grüße
Andreas
 
Totalo-Flauti Am: 10.12.2025 15:07:11 Gelesen: 11387# 203 @  
Liebe Sammlerfreunde,

die Leipziger Oberpostdirektion teilt am 06.12.1899 dem Adressaten mit, dass eine am Vortag eingegangene Anfrage geprüft und eine entsprechende Mitteilung ergehen wird. Die Postsache wurde mit Dienstsiegel und Siegeloblate gekennzeichnet. Die postalische Bearbeitung erfolgte im Briefpostamt 13. Das Austragen der Post wurde damals ebenfalls noch mit einem entsprechenden Stempel dokumentiert.

Mit lieben Sammlergrüßen
Totalo-Flauti.


 
bedaposablu Am: 10.12.2025 20:17:13 Gelesen: 11292# 204 @  
@ Journalist [#130]

Hallo miteinander!

Gerade im Forum entdeckt, das es schon einmal einen Beleg mit "PM" gab!

Hier ein vor der Vernichtung geretteter Brief den ich nicht zuordnen kann:



Ein Brief der Deutschen Post AG mit Freimachung-Kennzeichnung PM A201000051, aber ohne Datum!

Zum Glück war das Anschreiben enthalten:



Absender im Fenster: Deutsche Post AG -NACHSENDESERVICE - 81997 München , auf dem Anschreiben genauer definiert.

Deutsche Post AG, Abt. 18C5 Qualitätss. & Rekl.Mgmt. P&P, Geschäftsbereich Betrieb Post & Paket Deutschland und Datum 02.07.2025

Wie zu lesen, es ist ein Testbrief zu Qualitätszwecken!

Frage an alle Lesenden: Was bedeutet das Kürzel " PM" und warum ist dort kein Datum?

Wer hat hier überhaupt irgendwelche Infos?

Viele weihnachtliche Grüße aus Magdeburg!
Klaus-Peter
 
Journalist Am: 10.12.2025 21:08:14 Gelesen: 11268# 205 @  
@ bedaposablu [#204]

Hallo Klaus-Peter und an alle,

bei der Abkürzung "PM" handelt es sich um "Produktmarke", in der Regel ist diese aber auf einen Label, der aufgeklebt wird und nicht der aufgedruckt wird, falls der Beleg nicht für die Sammlung benötigt wird, habe ich für mein Archiv daran Interesse.

Viele Grüße Jürgen
 
Briefuhu Am: 12.12.2025 11:35:03 Gelesen: 10965# 206 @  
Postsache als Sammelumschlag vom 12.07.1977 von Sprockhövel nach Podersdorf in Österreich. Ich gehe davon aus, das der Empfänger Dr. Rolf Flatow, Briefmarkensammler war, sich im Urlaub in Österreich befand und mehrerer Briefe an eine fingierte Anschrift sandte, die nicht zugestellt werden konnten und die dann an ihn an seine Anschrift an seinem Urlaubsort im Sammelumschlag zurück gesandt wurden.



Schönen Gruß
Sepp
 
Nachtreter Am: 12.12.2025 12:17:31 Gelesen: 10951# 207 @  
@ Briefuhu [#206]

Diese Umschläge wurden für die Nachsendung ganz normaler Sendungen genutzt. In der Regel hat man damit gleich mehrere nachzusendende Briefe und Postkarten an die neue Anschrift (im Ausland) geschickt. Z. T. kommen diese Umschläge auch mit Nachgebühren oder Briefmarken vor, wenn z. B. Luftpostzuschläge zusätzlich zu bezahlen waren.

Viele Grüße

Nachtreter
 
Briefuhu Am: 12.12.2025 13:29:33 Gelesen: 10935# 208 @  
@ Nachtreter [#207]

Vielen Dank für die Erklärung.

Schönen Gruß
Sepp
 
epem7081 Am: 14.01.2026 21:27:17 Gelesen: 8750# 209 @  
Hallo zusammen,

bei dieser Postsache aus BERLIN 61 / 1000 vom Postgiroamt Berlin 543-4a erfahren wir durch den aufgebrachten AFS das Versanddatum 6.2.1992.

Mir ist allerdings nicht klar, warum bei dieser Postsache eine Freimachung mit 1 DM mittels AFS erforderlich wurde?



Mit freundlichen Grüßen
Edwin
 
drmoeller_neuss Am: 14.01.2026 21:54:23 Gelesen: 8739# 210 @  
@ epem7081 [#209]

Im Zuge der ersten Postreform wurde die Postbank ein selbstständiges Unternehmen. Ab diesem Zeitpunkt konnte die Postbank nicht mehr kostenlos auf die anderen Postdienste zugreifen, insbesondere musste sie das Porto selbt bezahlen.

Nach der Aufteilung konnte aber vorhandenes Material noch weiter verwendet werden. So hat die Postbank die alten Umschläge mit dem Aufdruck "Postsache" aus der gemeinsamen Zeit mit der Deutschen Bundespost aufgebraucht.
 
epem7081 Am: 14.01.2026 22:20:25 Gelesen: 8728# 211 @  
@ drmoeller_neuss [#210]

Hallo,

vielen Dank für die schnelle Aufklärung und das zielführende Stichwort "Postreform". Inzwischen bin ich in die Tiefen des mehrstufigen Abenteuers "Postreform" noch über wikipedia [1] hinabgestiegen.

Einen schönen Abend wünscht
Mit freundlichen Grüßen
Edwin

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Postreform
 
sammler-ralph Am: 22.01.2026 18:49:59 Gelesen: 8054# 212 @  
@ drmoeller_neuss [#210]
@ epem7081 [#211]

Literaturempfehlung zu diesem Thema:

Lehr, Heinz-Dieter: Weiterverwendung vorhandener Postsache-Briefumschläge im Jahr 1992 durch die DBP Postbank und DBP Telekom sowie deren Sozial- und Selbsthilfe-Einrichtungen
Gildebrief 185 der Poststempelgilde e.V., 1996

Gruß
Ralph
 
Totalo-Flauti Am: 24.01.2026 21:05:44 Gelesen: 7710# 213 @  
Liebe Sammlerfreunde,

ich habe ein Postsache, die hier im Thema mal etwas zeitlich aus dem Rahmen fällt. Ich möchte aber nicht ein extra Thema aufmachen.

Das Königlich Bayrische Postamt Hof (siehe auch das Wachssiegel auf der Rückseite) wendet sich mit einem Schreiben am 20.07.1844 an eine Königlich Sächsische Hochlöbliche Oberpostdirektion Leipzig. Die Kennzeichnung als Postsache ist links unten auf der Vorderseite erfolgt.

Leider ist kein Inhalt des Briefes erhalten. In Hof wurde die nach Norden aus Bayern kommende Post der sächsischen Post zur weiteren Beförderung übergeben. Teilweise haben sogar sächsische Postbeamte in Hof die Post bearbeitet. Der Brief lief ungewöhnlich lange und wurde in Leipzig durch die Stadtpostexpedition erst am 24.07. "ausgetragen".

Mit lieben Sammlergrüßen
Totalo-Flauti.


 
Totalo-Flauti Am: 21.03.2026 14:53:20 Gelesen: 3002# 214 @  
Liebe Sammlerfreunde,

hier eine Postsache vom 07.08.1947 die innerorts in Leipzig vom Postamt C1 an einen Leipziger Sammler gesandt wurde. Als Inhalt ist ein Lieferschein und noch ein senkrechter Pärchensatz der MiNr.941/ 942 vorhanden. Versendet wurden ursprünglich 5 Sätze der Messemarken. Neben den Kosten der Briefmarken mit 7.50 Reichsmark wurden auch die Kosten von 1,50 Reichsmark für den Versand, als Aufgeld bezeichnet, geltend gemacht. Hier werden zu mindestens 40 Pfennig für die Nachnahme und 60 Pfennig für das Einschreiben fällig. Der Verpackungszeuge bei der Post kostete wahrscheinlich die restlichen 50 Pfennig.

Mit lieben Sammlergrüßen
Totalo-Flauti.




 
Totalo-Flauti Am: 04.04.2026 12:17:49 Gelesen: 2070# 215 @  
Liebe Sammlerfreunde,

unten zeige ich Euch eine Postsache vom Leipziger Bahnpostamt No.21, hier die Zweigstelle Aue, an die Gasanstalt in Aue vom 26.05.1917 (ein Samstag). Bereits am 18.05. (ein Freitag) ging eine Anfrage zwecks Koksbefreiung für die Zweigstelle Aue an die örtliche Gasanstalt. Diese hatte wohl nicht die Muße, diese Anfrage unverzüglich zu beantworten. Also, es wird eine Woche nach der ersten Anfrage um gefl. "issentliche" Erledigung der Anfrage gebeten. Leider hab ich nichts im Netz zu einer "Koksbefreiung" im Alltagsleben in Deutschland während des ersten Weltkriegs finden können.

Mit lieben Sammlergrüßen
Totalo-Flauti.


 

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