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Thema: Die Philastempel Datenbank - Dokumentation und Auswertung
Das Thema hat 1378 Beiträge:
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alemannia Am: 27.07.2021 13:27:32 Gelesen: 10303# 1354 @  
@ filunski [#1352]

Hallo Peter,

Optimal wäre eigentlich von allen Tagesstempeln von jedem Tag ein Exemplar zu haben.

Das habe ich irgendwie anders in Erinnerung und bisher Abschläge des gleichen Stempelgerätes innerhalb des bereits nachgewiesenen Verwendungszeitraumes nur bei Abweichungen erfasst.

Widerspricht das nicht der Ziffer 3 (Erfassen von Stempeln) des Leitfadens?

Gruß

Guntram
 
filunski Am: 27.07.2021 14:09:18 Gelesen: 10276# 1355 @  
@ alemannia [#1354]

Hallo Guntram,

zu den Anfangszeiten der Datenbank waren wir noch der Meinung ein Abschlag desselben Stempels pro Jahr genügt (außer man kann Beschädigungen die sich weiter entwickeln erkennen). Gerade bei den Tagesstempeln ist es aber nicht nur interessant, sondern manchmal auch hilfreich für die Abgrenzung von eventuellen Falschstempeln, von jedem Tag einen Abschlag zu haben. Es sind ja nicht nur Beschädigungen am Stempel selbst die von einem Tag auf den Anderen den Abschlag verändern können, sondern auch Faktoren wie unterschiedlicher Zustand des Stempelkissens (trocken, feuchter, frisch befüllt), unterschiedliche Unterlagen, sowohl unter dem Beleg, wie auch der Beleg selbst (unterschiedliche Papiersorten/-farben, Karton etc.), aber auch unterschiedliche Charakteristika bei wechselnden Personen die den Stempel führen.

Im Leitfaden ist dies alles nicht so ausführlich erfasst. Für Tagesstempel gilt also, gerne von jedem Tag einen Abschlag. Bei Maschinenstempeln ist dies nicht unbedingt nötig.

Viele Grüße,
Peter
 
Ameise Am: 02.08.2021 17:33:58 Gelesen: 8829# 1356 @  
Hallo,

ich habe einen DDR-Eilbote Expres Brief, auf dem auf der Rückseite ein Stempel abgeschlagen ist, von dem ich nicht weiß ob er etwas für die Stempeldatenbank ist:



Und zwar geht es um den Kreistempel mit der Ziffer 32.

Wenn ja, würde mich interessieren unter welcher "Stempelart" ich diesen Stempel eintragen soll?

Es wird ja kein Briefträgerstempel sein?

Danke schon einmal und viele Grüße
Enrico
 
kauli Am: 03.08.2021 20:15:02 Gelesen: 8635# 1357 @  
@ Ameise [#1356]

Hallo Enrico,

Es wird ja kein Briefträgerstempel sein?

Doch es ist einer. Für die Datenbank ist er wohl nicht geeignet.

Viele Grüße
Dieter
 
filunski Am: 04.08.2021 13:51:26 Gelesen: 8440# 1358 @  
@ Ameise [#1356]
@ kauli [#1357]

Hallo Enrico,

habe deine Frage leider erst jetzt bemerkt. :-(

Wie Dieter schon schreibt, ein Briefträgerstempel, oft auch als Eilbotenstempel bezeichnet. Die gab es in den unterschiedlichsten Formen, Größen und Farben, zu finden auf nachweispflichtigen Sendungen (z.B. Eilbriefe).

Wenn, so wie in deinem Fall hier, sowohl Ort und auch Datum bestimmbar sind, nehmen wir diese auch in die Datenbank auf.

Viele Grüße,
Peter
 
filunski Am: 14.08.2021 19:37:22 Gelesen: 6774# 1359 @  
Liebe Stempelreporter und auch die Redakteure,

mal wieder was Neues in Sachen Maschinenstempel. ;-)

Der/die Eine oder Andere hat es vielleicht schon bemerkt, ich habe bei ein paar Maschinenstempeln den Hersteller geändert. Betroffen sind momentan einige, bisher als Klüssendorf geführte Maschinenstempel aus Augsburg der Jahre 1994/95. Die von mir geänderten Exemplare fielen auch bisher schon durch eine andere Typographie bei den UB und dem Datum auf (kleiner, schlanker als gewohnt).

Hier ein paar der betroffenen Abschläge:



Diese "Auffälligkeiten" sind bedingt durch den Hersteller, nicht die Fa. Klüssendorf, sondern ein ab ca. Mitte der 90er Jahre Konkurrent auch auf dem Sektor dieser Halbstempelmaschinen, die Fa. Nagler. Diese lieferte auch Stempelmaschinen und Druckköpfe an die Post und übernahm Anfang 2001 die in Konkurs gegangene Fa. Klüssendorf, nur um dann im August desselben Jahres auch selbst Zahlungsunfähigkeit anzumelden. :-(

Diese "frühen" Stempelabdrucke der Fa. Nagler zeichnen sich durch kleinere UB und schmalere Datumsziffern aus. Betroffen ist davon nicht nur Augsburg, sondern noch weitere Stempelorte, die ich demnächst noch bearbeiten werde (Hinweise dazu sind jederzeit willkommen. ;-))

Später wurden diese "Nagler-typische" Typographie wieder eingestellt und der Klüssendorf-Typographie angeglichen. Die Stempelabdrucke sind dann nicht mehr zu unterscheiden. Davon betroffen sind aber dann erst die Stempel der Briefzentren.

Hier ein direkter Vergleich Klüssendorf (oben) - Nagler (unten):



Viele Grüße,
Peter
 
Christoph 1 Am: 15.08.2021 13:05:38 Gelesen: 6580# 1360 @  
@ filunski [#1359]

Lieber Peter,

damit löst sich ja ein schon länger bestehendes Rätsel. Sehr gut!

Weitere Stempel aus Ansbach, Horb am Neckar, Siegburg und Sonthofen hast du ja bereits in der Datenbank ebenfalls entsprechend geändert.

Folgende Stempel aus Düren [1], Erkrath [2] und Wunstorf [3] wären dann sicherlich ebenfalls noch dem Hersteller Nagler zuzuschreiben.




Und bei diesem hier aus München [4] würde ich das zumindest auch ganz stark vermuten.



Viele Grüße
Christoph

[1] https://philastempel.de/stempel/zeigen/348794
[2] https://philastempel.de/stempel/zeigen/395107
[3] https://philastempel.de/stempel/zeigen/238943 und https://philastempel.de/stempel/zeigen/324257
[4] https://philastempel.de/stempel/zeigen/315237
 
filunski Am: 15.08.2021 13:53:41 Gelesen: 6557# 1361 @  
@ Christoph 1 [#1360]

Lieber Christoph,

SUPER! Danke für die weiteren Beispiele, ich halte die auch für Nagler Abschläge.

Das Thema entwickelt sich immer mehr (ich sitze seit gestern dran) zum "Stich ins Wespennest". Leider gibt es zu Nagler Halbstempelmaschinen (nicht AFS/PFS oder BZ) keine (zumindest allgemein bekannte) Literatur oder Abhandlungen. Anscheinend hat sich bislang noch niemand damit weiter beschäftigt, oder ist es aufgefallen. War ja ganz bequem, die alle dem "Platzhirschen" Klüssendorf zuzuschieben. Nur Peter Morgen hat in seinem Buch "Die Stempel der 83 Briefzentren", die Nagler Halbstempelmaschine kurz beschrieben und beschreibt auch genau die erwähnte Typographie. Die jetzt betrachteten Abschläge stammen aber kurz vor dem Betrieb der ersten BZ, aus dem Einsatz bei den Postämtern. Anscheinend hat Nagler ca. ab 1992 der Fa. Klüssendorf auch auf diesem Sektor Konkurrenz gemacht und der Bundespost/DPAG solche Stempelmaschinen angeboten.

Eine solche Maschine, nachweislich der Fa. Nagler, war ab Ende 1992/Anfang 1993 beim Postamt 1 in Weiden im Versuchseinsatz. Davon habe ich zwei Abschläge, hier Einer davon:



WEIDEN, OBERPF 1 / mm / 8480 vom 31.12.1999

Die Typographie (UB, Datum und PLZ) entspricht genau den anderen bisher gezeigten und auch der Beschreibung bei Peter Morgen. Bei dieser Versuchsmaschine hatte der Stempelkopf aber nur einen Durchmesser von 25 mm. Wurde anscheinend danach auf das Normmaß (28-28,5 mm) geändert.

Mal sehen, was dazu noch alles zusammenkommt! ;-)

Viele Grüße,
Peter
 
Ameise Am: 19.08.2021 11:57:20 Gelesen: 5740# 1362 @  
Hallo, mich würde einmal bei den folgenden Stempel interessieren, was die Ziffer unten zwischen den Kreisen bedeutet:





Da ich viele Stempel mit gleicher Zahl und ähnlichen Datum habe, aber trotzdem die Buchstabengrößen verschieden sind, denke ich einmal das es die Uhrzeit darstellen soll - oder handelt es sich dabei doch um das Postamt?

Frage deshalb, weil ich jetzt eine größere Anzahl dieser Stempel bearbeite und den Redakteuren Arbeit ersparen möchte, die sie ja dann mit dem ändern hätten.
Und das muß ja nicht sein.

Viele Grüße
Enrico
 
Silesia-Archiv Am: 19.08.2021 12:27:39 Gelesen: 5727# 1363 @  
@ Ameise [#1362]

Hallo Enrico,

ich habe zwar keine gezielte Ahnung, aber mit der Uhrzeit könntest Du richtig liegen, andernfalls kämen verschiedene Poststellen in Frage, aber ich glaube nicht das es damals in Dresden so viele Poststellen gab. Denkbar wäre auch Stempel 1, 2, 3..usw. - aber auch das glaube ich nicht.

Ich bin mir sicher dass es im Forum mindestens einen Sammler gibt der das wissen könnte.

Viel Erfolg!

Sammlergruß
Michael
 
ginonadgolm Am: 19.08.2021 13:24:55 Gelesen: 5697# 1364 @  
@ Ameise [#1362]
@ Silesia-Archiv [#1363]

Hallo,

das ist keine Uhrzeit, sondern die Nummer des Postamtes. Ähnliche Stempel gibt es schon in der Datenbank!

Beste Grüße von
Ingo aus dem Norden
 
Ameise Am: 19.08.2021 13:54:32 Gelesen: 5687# 1365 @  
@ ginonadgolm [#1364]

Hallo,

auch wenn in der Datenbank Stempel aufgeführt sind, wo die Ziffer als Postamt interpretiert wird, muß es ja nicht stimmen.

Ich habe diese Stempel auch gesehen - es kann aber auch ein Fehler sein. Ich bin auch der Meinung das es die Uhrzeit ist.

Es kommt noch hinzu, das der gleiche Absender niemals eine gleiche Ziffer im Stempel hat. Er wird ja nicht zu so vielen verschiedenen Postämtern gegangen sein.

Mal sehen was die Fachleute dazu sagen.

Viele Grüße
Enrico
 
Roda127 Am: 19.08.2021 16:46:46 Gelesen: 5641# 1366 @  
@ Ameise [#1362]

Hallo,

die Ziffer im unteren Teil des Stempels gibt auf jeden Fall die Uhrzeit an.

Es müsste der Stempel des Dresdner Hofpostamtes sein.

Die Postamtsnummern wurden anders angegeben, bzw. in dieser Stempelform gar nicht.

Es gibt einen Stempel wo dann z. B. Dresden Neustadt Bahnhofdrin steht.

Die Unterscheidungen Dresden I / II / III usw. erfolgte bei den Dresdner Stadtpostexpeditionen in anderen Stempelformen.

Viele Grüße Roda127
 
filunski Am: 19.08.2021 18:38:15 Gelesen: 5603# 1367 @  
@ Ameise [#1365]
@ Roda127 [#1366]

Hallo Enrico,

die Angaben von Roda127 zur Uhrzeit sind vollkommen korrekt. Es sind Dresdner Tagesstempel mit einstelliger Uhrzeitangabe. Es gab auch noch eine andere, ähnliche Stempeltype mit Uhrzeitangabe einstellig mit halber Stunde.

Hier ein paar Beispiele zum zweiten Typ:



Es handelt sich auf keinen Fall um eine Postamts-/Postexpeditionsnummer. ;-)

Viele Grüße und herzlichen Dank von der Redaktion für die Bemühungen um die "Arbeitserleichterung" ;-),
Peter
 
filunski Am: 12.09.2021 13:31:17 Gelesen: 843# 1368 @  
Bildqualität/Stempel aus Auktionskatalogen

Verehrte Freunde, Nutzer und vor allem Zuarbeiter/Reporter der Stempeldatenbank,

ich möchte mal wieder ein paar aktuelle Hinweise zu Stempeleingaben für unsere Datenbank (DB) machen. ;-)

Unsere DB soll kein Stempelkatalog sein, davon gibt es bereits viele, sondern eine Dokumentation von originalen Stempelabschlägen, idealerweise über deren gesamten Verwendungszeitraum. Das bedeutet, wir benötigen nicht idealisierte Musterabschläge (natürlich auch, wenn im Original vorhanden) sondern in erster Linie Abschläge aus dem ganz normalen, täglichen Gebrauch, sowohl von Sammlern wie auch aus der Bedarfspost. Diese müssen nicht immer erstklassig sein, sondern unter Beachtung bestimmter Mindestkriterien (Ortsname, Zusätze, PLZ, Datum les- oder zumindest ermittelbar), eben so, wie sie jeweils abgeschlagen wurden.

Für die Eingabe in die DB sollten diese Abschläge grundsätzlich auch nicht zusätzlich in Bildbearbeitungsprogrammen bearbeitet, "aufgehübscht", werden. Leichte (aber wirklich nur leichte!) Farb-/Kontrastverbesserungen bei schwachen Abschlägen um den Qualitätsverlust durch das Hochladen zu kompensieren, werden toleriert. Wir wollen in der DB die Stempel so dokumentieren und sehen, wie sie eben real abgschlagen wurden. Nur so können sie als Referenz, z.B. zur Beurteilung von Echtheit, heran gezogen werden. Besonders wichtig sind auch genaue Maßangaben, auch diese dienen zur Überprüfung/Vergleich von dubiosen Stempeln. Die gewünschte (geforderte) Bildqualität sind scans von 300 dpi (Originalscan, nicht reduziert), keine Handyfotos.

Die hochgeladenen Stempel sollten auch frei von Rechten Dritter sein, also möglichst im Besitz des Reporters oder diesem mit Zustimmung von dritter Seite überlassen. Es können auch durchaus Stempel von guten 1:1 Farbkopien aus dem Besitz anderer Sammler sein. Nicht gewünscht und akzeptiert werden Abbildungen aus Handbüchern!

Für die meisten Stempelreporter sind das alles bekannte Tatsachen und wir haben damit in der Redaktion auch so gut wie keine Probleme.

Nun haben wir in letzter Zeit ein wenig, ich nenne es mal "herum experimentiert", mit Stempelabschlägen aus (online) Auktionskatalogen. Die Copyright-Frage ist hier kein Problem, da Richard als verantwortlicher Betreiber die Zusage/Genehmigung des Auktionatorenverbandes (Herr Rauhut) hat, diese Abbildungen zu benutzen.

Das "Experiment" muss aber inzwischen wirklich als solches angesehen und wieder beendet werden, da es sich nicht als allgemein brauchbar erwiesen hat. Problem dabei ist die Bildqualität. Meist sind nur Belege abgebildet, selten in der für die DB geforderten 300 dpi Qualität, und daraus Stempel "auszuschneiden" resultiert in zu kleinen, qualitativ zu schlechten Bildern. Werden diese nachbearbeitet, eher "aufgehübscht", werden sie unscharf, Farben werden verfälscht etc. und auch die Maße sind nicht immer, gerade bei nicht genormten Stempeln, zu ermitteln. Fazit daraus, es entstehen Bilder die nicht für einen Vergleich taugen. Hinzu kommt, dass nicht immer alle in Auktionen angebotenen Belege, besonders teurer, fälschungsgefährdeter Gebiete, geprüft sind und sich darauf auch "unerkannte" Stempelfälschungen befinden können. Auch die Redaktion kann nicht immer, nur anhand von Stempelausschnitten, beurteilen, ob es sich jetzt um fälschungsgefährdetes Material handeln könnte oder nicht. Wir wollen aber auf alle Fälle vermeiden, unerkannte Falschstempel in unserer DB als vermeintlich echt zu präsentieren.

Deshalb gilt dafür, dass Stempel aus Auktionskatalogen, auch obwohl die Zustimmung/Genehmigung zur Verwendung durch den Auktionatorenverband vorliegt, grundsätzlich NICHT für die DB geeignet sind und nicht mehr akzeptiert werden. Ausnahmen in besonderen Fällen und entsprechender im Katalog bereits vorhandener Bildqualität, 300 dpi oder besser, können nach Entscheidung des Redakteurs, gemacht werden.

Soviel im Moment zu diesem Thema. Diskussions- und/oder Kritikpunkte dazu sind jederzeit willkommen. ;-)

Viele Grüße,
Peter
 
wheilmann Am: 14.09.2021 20:59:37 Gelesen: 724# 1369 @  
@ filunski [#1368]

Hallo Peter,

ich bedauere die Entscheidung, keine weiteren Stempelabdrucke aus den Auktionskatalogen/Online-Auktionen im Internet mehr zu akzeptieren, sehr.

Nicht, weil ich die bisherigen 1350 Stempelabdrucke eingestellt habe, und weiterhin einstellen möchte, sondern weil all die nächsten Stempelabdrucke in der Philaseiten-Stempelbank fehlen werden und man sich anderweitig umschauen muss, wenn man denn auf Suche ist.

Jeder „schlechte Stempelabdruck“ ist besser als kein Stempelabdruck.

Was nicht gefällt kann doch gelöscht werden.

Wo bitte steht, dass jeder Stempelabdruck in der Philaseiten-Stempeldatenbank „echt“ ist. Den Hinweis kenne ich nur aus einer anderen Datenbank.

Wir geben doch den Hinweis, dass wir nicht den Original-Abdruck besitzen, sondern den vorliegenden Abdruck aus dem Auktionsangebot des Auktionshauses abgelichtet haben.

Wer in der Philaseiten-Stempeldatenbank zum Thema „vermerkte Größe des Stempelabdruckes“ nachschaut, wird verschiedene Größenangaben finden, je nachdem, wie der Stempel im Laufe der Zeit breitgehauen wurde.

Ich dachte, irgendwann meine Kennung in der anderen Datenbank zurückgeben zu können.

Gruß Wolfgang
 
filunski Am: 14.09.2021 23:13:16 Gelesen: 698# 1370 @  
@ wheilmann [#1369]

Hallo Wolfgang,

ich weiß, dass du dir sehr viel Mühe gemacht hast mit den Stempeln aus den Auktionskatalogen, dafür gebührt dir auch, nicht nur meine Anerkennung.

In [#1368] habe ich die Beweggründe für die Ablehnung genannt. Wichtigstes Kriterium ist dabei die meist mangelnde Bildqualität. Das liegt jetzt nicht an deiner Arbeit und deinen Bearbeitungen. Du hast dir da sehr viel Mühe gegeben und es geht auch einfach nicht besser. Aus einem schlechten, kleinen 96 dpi Bildausschnitt kann man einfach kein qualitativ einem guten 300 dpi Originalscan entsprechendes Bild machen. Besonders negativ daran ist auch die meist durch die Bildbearbeitung mit einhergehende farbliche Verfälschung. Das können wir für die DB nicht akzeptieren, unser Anspruch ist ja gerade Originalstempelabdrucke so zu zeigen wie sie auch im Original abgeschlagen wurden.

Deshalb muss ich auch deine Aussage "Jeder „schlechte Stempelabdruck“ ist besser als kein Stempelabdruck" etwas relativieren. ;-)

Ja, schlechte Stempelabdrucke (die Mindestkriterien habe ich genannt) sind besser als keine Stempelabdrucke. Aber lieber keinen Stempelabdruck, auch wenn er "gut erkennbar" ist, als verfälschte Stempelabdrucke. Zu den verfälschten Stempelabdrucken zählen leider die meisten der Kopien aus den Auktionskatalogen. Das Kriterium fehlende oder "geschätzte" Stempelgröße ist dabei noch nicht mal der allein ausschlaggebende Punkt.

Was die Echtheit anbelangt, auch wenn nicht explizit in der DB bei jedem Stempel angegeben, so setzen wir dies, außer wenn anderweitig angegeben (Stichwort Falschstempel) voraus. Wir haben auf entsprechende fachkundige Hinweise zu eingegebenen Stempeln auch schon Stempel entweder gelöscht oder aber als Falschstempel gekennzeichnet. Gerade bei einem ganz bestimmten Auktionator, auf den ich dich hingewiesen hatte, war und ist das (z.B. Zeppelinmarken DR) ein Problem und dazu lasse ich auch keinen anderen Entschluss zu, als im Zweifel ( = Stempelechtheit dubios und nicht geklärt) solche Stempel nicht für unsere DB zuzulassen. Dabei spielt es auch keine Rolle, wie das vielleicht in anderen Stempelwerken und/oder Datenbanken gehandhabt wird.

Zu guter Letzt, es gibt noch so unendlich viele unzweifelhaft datenbanktaugliche Stempelquellen (Sammlungen, gut gescannte Belege und Stempelkarten etc.) wofür uns sogar die "Manpower" fehlt (natürlich erst recht auch die "Womanpower" ;-)) um die alle in die DB einzugeben, und solange wir noch perfekt geeignete Stempelquellen im Überfluß haben, müssen wir uns nicht arbeitsintensiv und diskussionsbeladen um weniger gut geeignete Quellen bemühen. Letztere sind auf alle Fälle die Auktionskataloge.

Deshalb bleibt es (leider) bei der Entscheidung, dass Stempel aus Auktionskatalogen grundsätzlich NICHT für die DB geeignet sind und nicht akzeptiert werden. Grundsätzlich heißt aber auch, dass in Einzelfällen, bei entsprechender im Katalog bereits vorhandener Bildqualität, nach Entscheidung des bearbeitenden Redakteurs, Ausnahmen gemacht werden können. Für die Auswahl dieser "Einzelfälle" sollte aber bereits der Stempelreporter einen strengen Maßstab anlegen und es nicht der Redaktion überlassen aus einer Vielzahl von Angeboten die "Rosinen" herauszupicken. ;-)

Viele Grüße,
Peter
 
epem7081 Am: 16.09.2021 17:12:23 Gelesen: 673# 1371 @  
Stempelinvaliden in die Datenbank ?

Hallo zusammen,

in einem Fundus von etlichen Tausend Karten, Briefen und Stempeln taucht leider auch immer wieder einmal ein „Stempelinvalide“ auf. Unterschiedlichste Gründe mögen für den Schaden verantwortlich sein. Nicht wenige der alten Belege sind Opfer unserer kindlichen Unbedarftheit beim „Postamt spielen“ und ersten kläglichen Sammlungsversuchen geworden.

Besonders bedauernswert sind diese Schäden natürlich bei den eher seltenen Stempeln. Was kann hier für die Stempeldatenbank an besonderen Exemplaren gerettet werden?

Beispielhaft folgende Problemfälle:
Ein Stempel der Poststelle Hasenfleth bzw. neuere Schreibweise Hasenfleet ist in unserer Stempeldatenbank bisher nicht vorhanden. Die zwei Varianten des Landpoststempels stellen also zwei offenbar seltene Exemplare dar. Dazu gehören dann natürlich die Tagesstempel des jeweiligen Leitpostamtes. Bei der normalen Bearbeitung einwandfreier Exemplare gebe ich ja auch stets den wechselseitigen Zusammenhang bei den Stempeldaten ein.



Im ersten Beleg ist der Poststellenstempel Hasenfleth / über Himmelpforten (Niederelbe) in sehr guter Qualität vorhanden. Unbefriedigend das Gegenstück, der Stempel des Leitpostamtes Himmelpforten (Niederelbe), der mit erkennbarem Datum textlich rekonstruiert werden könnte.
Im zweiten Beleg ist der Poststellenstempel rechtsseitig nicht mehr vollständig, kann aber inhaltlich zweifelsfrei geklärt werden. Dem stark beschädigten Stempel des Leitpostamtes fehlt vor allen Dingen das Datum zur zeitlichen Einordnung des Belegs (Da helfen auch die umseitigen frohen Ostergrüße nicht weiter). Der sonstige Stempeltext ist wohl aus dem ersten Beispiel ableitbar.



Mit einem Briefabschnitt liegt mir ein Beleg aus Dumroese / Stolp (Pomm.) Land vor. Für unsere Stempeldatenbank ein noch ebenfalls unbekanntes Postobjekt. Der Poststellenstempel ist von sehr guter Qualität. Unschön bzw. problematisch die zugehörigen Stempelabschläge des Leitpostamtes Stolp. Hier ist aber das Stempeldatum einwandfrei feststellbar. Der übrige Stempeltext könnte in diesem Fall durch Abgleich mit einem in der Stempeldatenbank vorhandenen ähnlichen Stempel ergänzt werden.



Welcher dieser Stempel darf Aufnahme in unserer Stempeldatenbank finden?

Mit gespannter Erwartung und freundlichen Grüßen
Edwin
 
JohannesM Am: 16.09.2021 18:12:06 Gelesen: 652# 1372 @  
@ epem7081 [#1371]

Hallo Edwin,

die Poststellenstempel auf jeden Fall einstellen, ich schreibe dann immer Datum vom Tagesstempel des Belegs oder Datum handschriftlich auf der Karte, die Stempel der Leitpostämter würde ich nicht einstellen.

Beste Grüße
Eckhard
 
filunski Am: 16.09.2021 18:52:55 Gelesen: 639# 1373 @  
@ epem7081 [#1371]
@ JohannesM [#1372]

Hallo Edwin,

aus Sicht der Redaktion, ja, mach' es genau so wie Eckhard [#1372] vorgeschlagen hat! ;-)

Ergänzung dazu, du kannst diese beiden Poststellenstempel auch so einstellen:





Damit ist das Datum auch mit dokumentiert. ;-)

Viele Grüße,
Peter
 
Pete Am: 17.09.2021 09:51:04 Gelesen: 588# 1374 @  
Suchfunktion nicht aktiv?

Wenn ich in der Stempeldatenbank in der Kombisuche [1] nach einem Postfreistempel (Bsp. Gerät "FF99000105") im Feld "Maschinenkennung" suche (Feld "Stempeltyp" mit "Post/Absenderfreistempel" vorbelegt), erscheint kein Treffer. Bei der Eingabe der Gerätenummer. Im Feld "Volltextsuche" findet sich ebenfalls kein entsprechender Eintrag bei gleichbleibender Vorbelegung des Feldes "Stempeltyp".

Ist die Suchfunktion in der Eingabemaske deaktiviert, sobald das Feld "Stempeltyp" vorbelegt ist?

Als Laie würde ich erwarten, dass das Feld "Maschinenkennung" auch Teile der Gerätenummer akzeptiert, z.B. die Eingabe von "FF990". Aktuell kann ich die neuen Postfreistempel lediglich finden, wenn ich "FF990" in der Volltextsuche eingebe und das Feld "Stempeltyp" nicht mit "Post/Absenderfreistmepel" vorbelegt ist.

Danke! :-)

Gruß
Pete

[1] https://www.philastempel.de/stempel/suchen/kombi
 
ginonadgolm Am: 17.09.2021 10:20:00 Gelesen: 579# 1375 @  
@ Pete [#1374]

Hallo Pete,

es gibt eine ganz einfache Erklärung!

Die Stempel sind unter "sonstige Freimachungsvermerke" erfasst und nicht unter "Post/Absenderfreistempel".

Also nicht zuviel eingeben (z.B. nur FF990 in Volltextsuche), dann klappt's auch mit dem finden!

Bete Grüße
Ingo aus dem Norden
 
Pete Am: 17.09.2021 12:39:51 Gelesen: 539# 1376 @  
@ ginonadgolm [#1375]

Die Stempel sind unter "sonstige Freimachungsvermerke" erfasst und nicht unter "Post/Absenderfreistempel".

Danke für den Hinweis! Dann wäre der Oberbegriff "sonstige Freimachungsvermerke" bei den bisherigen Postfreistempeln der neuesten Generation (Kennung beginnend mit "FF99") meinem Eindruck eher unpassend (anstelle Oberbegriff "Post/Absenderfreistempel").

Gruß
Pete
 
DL8AAM Am: 17.09.2021 13:52:26 Gelesen: 526# 1377 @  
@ Pete [#1376]

Das Problem dabei ist "nur", dass sämtliche Frankiervermerke des Frankierservices schon seit immer unter "sonstige Freimachungsvermerke" registriert wurden. Vermutlich weil sich diese von den Postfreistempeln (wie Schalterlabel) hinsichtlich des fehlenden "Wertstempelteiles" unterscheiden. Dadurch unterscheiden sich die Frankiervermerke des modernen Frankierservices auch von den alten, klassischen Postfreistempeln. Nur weil jetzt zufällig eine Gerätenummer zusätzlich angegeben wird, ändert sich ja nichts an deren Charakter.

Aber ja, im Prinzip könnte man sie aber trotzdem als (Post-) Freistempel bezeichnen, als "Franco"-Stempel, aber dazu würden natürlich auch die alten Handstempel "Gebühr bezahlt bei Postamt xxxx" zählen (sogar die Eindrucke). Denn auch diese stempeln eine Postsendung frei ("franco"). Nur hat sich hier über die Jahrzehnte eine abweichende Einordnung und Nomenklatur ergeben und man grenzt diese (auch international) als "Postage Paid Indicia" (PPI), als "Gebührbezahlt-" bzw. "Entgeltbezahlt-Vermerke", ab - obwohl diese natürlich immer noch per Grunddefinition eigentlich echte Franco-Hinweise sind.

Deshalb werden die "Postfreistempel" des Frankierservices auch international nicht als Freistempel bzw. nicht als "Metered Postage" anerkannt und erscheinen folglich auch nicht in den entsprechenden Katalogwerken. In der Regel werden dort selbst "Postfreistempel" mit einen ausgewiesenen Frankaturwert ("2 Cent", "50 Pf.") nicht als "Freistempel" anerkannt und erfasst, da die Portoabrechnung in diesen Fällen nicht über einen Portowert-Zählwerk ("metered", = gemessen/gezählt) erfolgt (sondern nachgeschaltet über Listen, über Additionen), d.h. es handelt sich folglich auch nicht um ein "metered postage". Unter Postfreistempel werden nur echte "Post Office Meter" (d.h. Schaltergeräte) erfasst, d.h. Schalterfreistempel oder -Label, die bei Vorlage einer Kundensendung aufgebracht werden (d.h. die nach Kassenschluss über das interne Portokassen-Zählwerk des Schaltergeräts "gegen die Kasse" abgerechnet werden, d.h. "ge-meter-t" werden).

International spiegelt sich diese Zweiteilung auch sprachlich schon lange wider ("Metered postage" versus "Postage Paid Indicia"), während man im Deutschen noch an der uralten "FRANCO"-Stempelidee ("Freistempel") aus der Vorbriefmarkenzeit festgehalten hat.

Nur das soweit zum Hintergrund. Und eben wegen dieser unpräzisen, zu allgemeinen bzw. etwas schwammigen Sprachregelung, kommt es häufiger immer wieder mal zu diesen sprachlichen Missverständnissen. Die Frage ist nur, wollen wir wirklich immer noch "Entgeltbezahlt-Stempel" unter den echten "Freistempeln" (AFS/PFS) listen?

Übrigens, wenn man ganz allgemein in der Kombisuche, im Feld Volltextsuche FF99000034 eingibt, erscheint dieser "Entgeltbezahlt-Freistempel", egal unter welcher Oberkategorie dieser eingestellt ist. ;-)

Beste Grüße
Thomas
 
T1000er Am: 17.09.2021 21:09:34 Gelesen: 487# 1378 @  
@ DL8AAM [#1377]

Nur das soweit zum Hintergrund. Und eben wegen dieser unpräzisen, zu allgemeinen bzw. etwas schwammigen Sprachregelung, kommt es häufiger immer wieder mal zu diesen sprachlichen Missverständnissen. Die Frage ist nur, wollen wir wirklich immer noch "Entgeltbezahlt-Stempel" unter den echten "Freistempeln" (AFS/PFS) listen?

Hallo Thomas,

diese Frage möchte ich mit 2 Worten beantworten. "Bloß nicht!" Und dann gibt es prompt die Variante die hier das ganze wohl noch sprengt. Als Stichwort nenne ich hier nur "BAUTZEN".

Dort gab es einen "Postfreistempel", ich glaube er war von Klüssendorf, der im Wertrahmen statt der Wertziffern nur den Text "Entgelt bezahlt" stehen hatte.

Ich habe diesen ominösen Postfreistempel auch im Original vorliegen. Leider kann ich z.Z keine Abb. zeigen da ich den weggepackt habe. Das ist mir auch im Moment zuviel Aufwand den wieder hervorzukramen.

Fakt ist, hier wurde zwar eine Frankiermaschine verwendet. Diese konnte aber keinerlei Abrechnung über das "Portowert-Zählwerk" vornehmen. Das kann also auch nur über Listen erfolgt sein.

Diese Maschine ist also ein absoluter Grenzgänger was diese Sache betrifft.

Schöne Grüße,
Thomas
 

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