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Thema: Die neuen Philastempel Seiten - Dokumentation und Auswertung
Das Thema hat 1066 Beiträge:
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JohannesM Am: 02.02.2019 22:05:55 Gelesen: 7072# 1042 @  


Quelle Peter Griese

Ich werde demnächst einige codierte Poststellenstempel einstellen, möchte aber nicht dass sie sich unter dem Namen des Leitpostamtes wiederfinden, da das m.E. definitiv falsch ist. Ich habe bei der Durchsicht der vorhandenen Stempel (einfach nach Spatelbogen-Formstempel suchen) festgestellt, das hier unterschiedlich verfahren wird, sowohl von Reportern, als auch von Redakteuren. In diesen Stempeln steht immer der Name des zuständigen Leitpostamtes und nicht des Postortes. Dieser wird durch die Nummer im Kreis repräsentiert. Die Leitpostämter nummerierten die Poststellen nach eigenem Ermessen, überwiegend wohl alphabetisch, aber auch in der Reihenfolge der Tourenpläne.

Es ist natürlich so, das ohne kompletten Beleg mit Absenderangabe der Postort nicht ermittelt werden kann, es sei denn die Nummer geht schon aus diversen Publikationen hervor. Rainer Süss von der Arge DDR Spezial hat an einem kompletten Verzeichnis gearbeitet, aber leider bekomme ich schon länger keinen Kontakt mehr mit ihm.

Jedenfalls hat bei den zuletzt von mir eingestellten Stempeln der Redakteur – ich glaube es war Christoph – die Ortsnamen geändert und anstatt der tatsächlichen Postorte die Leitpostämter eingetragen. Begründung: der Leitfaden der Stempeldatenbank
Eingabefeld Ortsnamen

Vorbemerkung (Leitlinie):
Ausgangspunkt für die Festlegung des Ortsnamens ist der postalische Name, der sich aus dem Stempeltext (Stempelkopf) ergibt. Dieser postalische Ortsname ist jedoch nicht immer identisch mit dem offiziellen Ortsnamen, da er sich nach ausschließlich postalischem Interesse richtet.

Der Redakteur interpretiert die Definition dahingehend, dass der Name zwingend im Stempel stehen muss, es gibt aber 2 Argumente die dagegensprechen.

1. Von Berlin (u.a.) sind hunderte von Ausgabestempeln in der Datenbank, in denen kein Wörtchen von Berlin steht, trotzdem ist als Postort Berlin angegeben.

2. Die Nummer gehört ja auch zum Stempeltext und wenn sich hinter der Nummer der Postort verbirgt, wenn auch codiert, ist der Definition doch genüge getan.
Ich plädiere daher dafür, den Leitpfaden bezüglich der codierten Poststellenstempeln (eigentlich auch der Ausgabestempel) zu ergänzen. Besonders unter
6. Anwendungsbeispiele für richtige Ortsbezeichnungen:
sollte je ein codierter Poststellenstempel und ein Ausgabestempel aufgenommen werden.
Wie und ob ein Nachweis geführt werden soll müßte noch diskutiert werden, denn anhand des Stempelbildes kann der Redakteur ja nicht feststellen, um welchen Postort es sich handelt. Naheliegend wäre wohl, wenn nur ein und derselbe Redakteur diese Stempel bearbeitet.

Hier noch ein Beispiel



Beste Grüße
Eckhard
 
Christoph 1 Am: 02.02.2019 22:45:15 Gelesen: 7010# 1043 @  
@ JohannesM [#1042]

Hallo Eckhard,

Jedenfalls hat bei den zuletzt von mir eingestellten Stempeln der Redakteur – ich glaube es war Christoph – die Ortsnamen geändert und anstatt der tatsächlichen Postorte die Leitpostämter eingetragen. Begründung: der Leitfaden

Ja, das hast Du richtig in Erinnerung. Ich war das.

Und ich denke auch, dass das von mir präferierte Verfahren die einzige leitfaden-konforme Möglichkeit ist. Allerdings hast Du recht, dass hier bei den in der Datenbank vorhandenen Stempeln nicht einheitlich verfahren wurde. Insbesondere bei Stempeln, die bereits in der Anfangszeit der Datenbank eingestellt wurden, wurde die Sache offensichtlich "nicht so eng gesehen".

Ich verstehe Dein Anliegen, aber wir müssen hier eine Lösung finden, die allen Seiten gerecht wird. Für mich geht es dabei immer zuallererst um die Perspektive des Datenbank-Nutzers. Er möchte mit bestimmten Stichworten möglichst alle gesuchten Stempel finden. Wenn also jemand beispielsweise alle Poststellenstempel von Halberstadt sucht, wird er in der Kombisuche den Ortsnamen Halberstadt eingeben und dann zusätzlich entweder die Stempelart "Poststellenstempel" oder die Stempelform "Spatelbogen-Formstempel" wählen. Wenn jemand beispielsweise nach Stempeln aus Aspenstedt sucht, dann wird er - vorausgesetzt er kennt die Regeln unserer Datenbank - das Wort "Aspenstedt" nicht im Feld Ortsname eintragen (denn den Ort Aspenstedt gibt es heute nicht mehr), sondern im Feld "Volltextsuche".

Wenn ich zum Beispiel folgenden Datensatz in der Datenbank ansehe ...

https://philastempel.de/stempel/zeigen/4262

dann wird der mit dem oben beschriebenen Suchweg nicht gefunden. Denn beim Ortsnamen ist Halberstadt nicht benannt. Es ist aus diesem Datensatz auch in keiner Weise herzuleiten, woher der Ortsname Aspenstedt kommt. Das ist in diesem Fall sogar doppelt falsch: Zum einen findet sich der Ortsname Aspenstedt nicht im Stempelkopf, zum anderen gibt es den Ortsnamen Aspenstedt heute gar nicht mehr. Es müsste also richtigerweise im Ortsnamen ausschließlich Halberstadt genannt sein. Wenn Aspenstedt im Stempeltext zu sehen wäre, dann müsste es heißen: Aspenstedt (Halberstadt).

Das ist nur einer von recht zahlreichen Fällen, die m.E. "falsch" in der Datenbank eingeordnet sind. Eventuell vorhandenes Insider-Wissen, dass es sich hier um einen Stempel aus Aspenstedt handelt, gehört meiner Meinung nach in die Felder "Anmerkungen" oder "Beschreibung", aber Aspenstedt gehört nicht in das Feld "Ortsname". Es wird auch keine Möglichkeit für uns Redakteure geben, dies nachzuprüfen. Wir müssen dann eben auf die Angaben des Stempelreporters vertrauen. Damit hätte ich auch überhaupt kein Problem, aber das Ortsnamen-Feld ist eines der "mächtigsten" Instrumente unserer Datenbank. Und das muss in jedem Fall korrekt angegeben sein, weil ansonsten die Suchfunktion nicht wie gewünscht funktioniert.

Ich plädiere also hier für eine Anpassung der vorhandenen Stempel (z.B. im obigen Fall: Umstellung auf Ortsname Halberstadt, Nennung des Ortsnamens Aspenstedt im Feld Anmerkungen).

Hier ein weiterer Fall, bei dem es sogar noch "drastischer" ist:

https://philastempel.de/stempel/zeigen/62215

Hier haben wir einen Stempel aus Roßla (zumindest, wenn man nur den Stempel ansieht und kein Hintergrundwissen hat). Im Ortsnamenfeld steht jedoch Agnesdorf (Südharz). Der Ort Roßla, obwohl es der im Stempel genannte Ort ist, taucht hier nicht mal in den Anmerkungen auf. Da ist es dann schon fast nicht mehr möglich, bei einer Suche nach Stempeln aus Roßla diesen hier zu finden. Hier müsste im Feld Ortsname korrekterweise stehen: Roßla (Südharz). Im Feld Anmerkungen könnte dann beispielsweise stehen:

Es handelt sich um einen Stempel der Poststelle Agnesdorf, die seinerzeit dem Leitpostamt Roßla zugeordnet war. Sowohl Agnesdorf als auch Roßla sind heute Ortsteile der 2010 neu gebildeten Gemeinde Südharz.

Wäre das für Dich ein gangbarer Weg?

Die Begründung mit den Ausgabestempeln greift nicht, denn dort ist ja i.d.R. auch kein anderer Ortsname genannt. Sollten wir Deiner Meinung nach die Berliner Ausgabestempel alle ohne Ortsnamen einstellen? Dann wären sie ja überhaupt nicht mehr auffindbar.

Soweit meine Meinung dazu. Aber meine Meinung alleine zählt nicht. Wir werden uns dazu ein Meinungsbild in der Redaktion verschaffen und dies dann hier bekannt geben.

Viele Grüße
Christoph
 
JohannesM Am: 03.02.2019 00:27:48 Gelesen: 6976# 1044 @  
@ Christoph 1 [#1043]

Hallo Christoph,

also ich halte gar nichts davon die kleinen Orte verschwinden zu lassen. Klar ist Aspenstedt heute ein Ortsteil von Halberstadt, aber wenn es nach dir geht müssen ja nach jeder Gebietsreform die Ortsnamen der beteiligten Orte geändert werden. Nein, vorn sollte der Ortsteilname stehen und in Klammern dahinter der Ort. Außerdem ist es doch schizophren wenn bis 1964 bei den Landpoststempeln der Ort Aspenstedt steht und nach 1964 heißt es dann Halberstadt, obwohl Aspenstedt da nicht zu Halberstadt gehörte. Die Leitpostbereiche waren teilweise sehr groß und umfassten bis zu 50 Orte, die dann alle unter dem Namen des LPA laufen würden, obwohl sie verwaltungsmäßig natürlich nicht dazu gehören. Ich glaube, das würde erst die richtige Verwirrung stiften.

Beste Grüße
Eckhard
 
Christoph 1 Am: 03.02.2019 01:34:54 Gelesen: 6972# 1045 @  
@ JohannesM [#1044]

Lieber Eckhard,

du schreibst

aber wenn es nach dir geht müssen ja nach jeder Gebietsreform die Ortsnamen der beteiligten Orte geändert werden.

Hier geht es nicht darum, ob etwas nach mir geht, sondern hier geht es darum, einheitliche Regeln für die Datenbank zu wahren. Und genau dieses Vorgehen ist unsere normale Praxis in der Redaktion. Bei einer Gebietsreform wird eben der Ortsname geändert. Das machen wir Redakteure ständig, ohne dass es groß bemerkt wird.

Das hat einen ganz großen Vorteil: Der Ort wird unter seinem ursprünglichen und unter seinem heutigen Ortsnamen gefunden. Und so soll es auch sein. Ich habe mir das nicht ausgedacht, aber ich finde es sehr gut! Es gibt übrigens nicht so viele Gebietsreformen, wie man denkt. Der Aufwand hält sich in Grenzen.

Du schreibst weiter:

Außerdem ist es doch schizophren wenn bis 1964 bei den Landpoststempeln der Ort Aspenstedt steht und nach 1964 heißt es dann Halberstadt,

Nein, das ist nicht schizophren, sondern zumindest für die Mehrzahl der Stempel durchaus logisch. Das entspricht dem Regelwerk unserer Datenbank, das sich bei vielen Tausenden Datensätzen bewährt hat und das nicht mal eben just for fun von irgendjemandem so aufgeschrieben wurde. Es steht eben immer der Ort im Feld Ortsname, der auch im Stempel zu lesen ist. Das als "schizophren" zu bezeichnen, ist schon recht grenzwertig. Das diskreditiert vor allem die Arbeit derjenigen, die lange vor meiner Mitwirkung an der Datenbank viel Zeit und Hirnschmalz in die Erarbeitung des Leitfadens investiert haben. Diese Kollegen waren und sind ganz sicher nicht schitzophren, denk mal drüber nach! Ich gehe mal davon aus, dass Du es auch nicht so gemeint hast.

Die weitere Diskussion zu Deinem Vorschlag, der ja durchaus seine Berechtigung hat, führen wir in der Redaktion und gerne auch mit Dir (Peter hat ja dazu bereits eine e-mail geschrieben). Aber bitte mit der gebotenen Sachlichkeit, denn das Beschimpfen der Redaktion führt sicherlich nicht zu dem von Dir gewünschten verbesserten Ergebnis. Ich habe oben in [#1043] bereits einen praktikablen Vorschlag gemacht, dazu hast Du Dich leider nicht geäußert.

Beste Grüße,
Christoph
 
JohannesM Am: 03.02.2019 12:01:51 Gelesen: 6854# 1046 @  
@ Christoph 1 [#1045]

Das diskreditiert vor allem die Arbeit derjenigen, die lange vor meiner Mitwirkung an der Datenbank viel Zeit und Hirnschmalz in die Erarbeitung des Leitfadens investiert haben.

Hallo Christoph,

nun schieb mir hier nicht etwas unter, mit dem Wort "schizophren" waren keine Personen gemeint, sondern der von mir beschriebene Sachverhalt. Ich denke alle außer dir haben das auch so aufgefasst.

Nochmal zum Beispiel Aspenstedt, das kam erst 2010 zu Halberstadt, die Poststelle war in Aspenstedt, ein Stempel der 1964 dort abgeschlagen hatte nichts mit Halberstadt zu tun, außer das es das LPA war, warum in Gottes Namen soll denn da als Postort Halberstadt stehen. Der Zusammenhang, den du vermisst ergibt sich doch aus dem Stempeltext, da steht doch Halberstadt drin. Natürlich muß hinter Aspenstedt in Klammern "Halberstadt" stehen, da es heute nunmal dazugehört, aber nur "Halberstadt" als Postort ist nicht korrekt.

Beste Grüße
Eckhard
 
filunski Am: 03.02.2019 12:26:13 Gelesen: 6839# 1047 @  
@ Christoph 1 [#1045]
@ JohannesM [#1046]

Hallo zusammen,

jetzt lasst uns das erst mal redaktionsintern lösen. :-)

Wir werden da sicher eine passende Lösung finden auch wenn das ein ganz spezieller Fall ist und sicherlich sollte sich dadurch KEINER der Mitwirkenden diskreditiert und schon gar nicht schizophren fühlen. Es gilt einfach nur verschiedene Sichtweisen datenbankkonform unterzubringen und/oder anzupassen. ;-)

Viele Grüße,
Peter
 
JohannesM Am: 03.02.2019 12:38:22 Gelesen: 6832# 1048 @  
@ filunski [#1047]

Bezüglich Zuordnung der Postorte zu den Nummern könnte man wie bei Berlin verfahren. Da auf den Ausgabestempeln in der Regel keine Jahreszahlen stehen, fordert Kauli Scans der kompletten Belege von den Reportern an, erst dann werden sie von ihm freigegeben.

Beste Grüße
Eckhard
 
Paluka Am: 04.02.2019 21:04:16 Gelesen: 6448# 1049 @  
@ Christoph 1 [#1043]

Hallo,

dein Beispiel mit Roßla ist wirklich krass. Meines Erachtens völlig unlogisch das der Ort der klar im Stempel zu lesen ist nirgends auftaucht. Halte ich eine Beleg mit diesem Namen in der Hand suche ich auch danach in der Stempeldatenbank.

Gruß
 
JohannesM Am: 04.02.2019 23:30:51 Gelesen: 6415# 1050 @  
@ Paluka [#1049]

Meines Erachtens völlig unlogisch das der Ort der klar im Stempel zu lesen ist nirgends auftaucht.

Wieso nirgends auftaucht, Roßla steht doch im Stempeltext und da es kein Roßlaer Stempel ist braucht es auch nicht weiter auftauchen.

Beste Grüße
Eckhard
 
Wolffi Am: 05.02.2019 06:43:37 Gelesen: 6354# 1051 @  
@ JohannesM [#1050]

Ich möchte jetzt die Logik verstehen, bitte.

Ich habe jetzt einen Stempel ‚Roßla‘ und möchte den, weil ich mehr darüber wissen möchte, in der Philaseiten-Datenbank eingeben. Und dann finde ich den nicht, weil dieser Name ja auf dem Stempel steht und daher nicht hinterlegt wird und nicht erfasst werden soll?

Entweder stehe ich fürchterlich auf dem Schlauch, und wenn nicht, ist das der früheste Aprilscherz in 2019 (hoffe ich dann).
 
JohannesM Am: 05.02.2019 19:31:20 Gelesen: 6212# 1052 @  
@ Wolffi [#1051]

Wenn es so ein codierter Poststellenstempel über den wir hier diskutieren, dann ist es so, das dieser Stempel nicht vom Postort Roßla ist, sondern es ist einer von vielen kleinen Orten, die dem Postleitamt Roßla unterstanden. Wieviele das waren kann ich dir leider nicht sagen, der tatsächliche Postort ergibt sich aus der Nummer im Kreis.

Über die Textsuche würde man ja Roßla auf jeden Fall finden, weil Roßla ja im Stempeltext steht. Wenn man aber Stempel des Ortes Roßla sucht, erscheint er nicht, was ja auch richtig ist. Sollte eine der Poststellen durch Eingemeindung inzwischen zu Roßla gehören, würde dann auch im Ortsnamen Roßla in Klammern hinter dem Ortsteilnamen stehen.

Beste Grüße
Eckhard
 
jmh67 Am: 06.02.2019 13:36:11 Gelesen: 6041# 1053 @  
Vorschlag zur Güte: Die codierten Poststellenstempel werden ähnlich wie die Stempel der Briefregionen behandelt, bei denen der Stempelort durch die Unterscheidungszeichen identifizierbar ist. Beispiel:

https://www.philastempel.de/stempel/zeigen/86928

-jmh
 
jmh67 Am: 16.02.2019 08:33:16 Gelesen: 4649# 1054 @  
Ich stelle fest, dass die spatelförmigen Poststellenstempel mit (noch) unbekannten Orten jetzt entsprechend gekennzeichnet werden. Siehe z. B.

https://www.philastempel.de/stempel/zeigen/28157

So weit, so gut. Aber die Fragezeichen zu Anfang und mitten in der Zeile sehen, mit Verlaub gesagt, richtig doof aus. Selbst mir ausgesprochen altmodischem Menschen erscheint diese Lösung vorsintflutlich, ja sogar unnötig. Ob diese Stempel zu Anfang einer eventuellen Liste stehen oder nicht, ist irrelevant. Wir können alle lesen und Suchfunktionen bedienen, wer sich dafür interessiert, findet diese Stempel also ohnehin. Warum schreiben wir also nicht einfach "Ort: unbekannt (Leitpostamt ...)"?

-jmh
 
Christoph 1 Am: 16.02.2019 12:19:43 Gelesen: 4602# 1055 @  
@ jmh67 [#1054]

Hallo jmh und alle Mitlesenden,

wir werden die in der Redaktion gefundene Lösung hier im Forum ausführlich vorstellen und erläutern. Das dauert auch nicht mehr lange, aber zunächst sollen die erforderlichen Umstellungen vollständig abgeschlossen sein.

Nur kurz vorab zu der gewählten Form bei unbekannten Verwendungsorten: die Fragezeichen "?Unbekannter Ort? mit Leitpostamt XYZ" sind der Datenbanksystematik geschuldet und kennzeichnen den Begriff als Platzhalter. Diese Darstellungsform sorgt dafür, dass diese Orte bei einer Auflistung in den Suchergebnissen als erstes gezeigt werden. Sonst wird “Unbekannt” unter “u” eingeordnet.

Diese Erläuterung wurde Dir, jmh67, im übrigen bereits am 14.2. von Lothar (LOGO58) per e-mail mitgeteilt.

Also, bitte noch ein wenig Geduld. Danke.
Christoph
 
Christoph 1 Am: 16.02.2019 19:32:11 Gelesen: 4520# 1056 @  
@ JohannesM [#1042]

Hallo Eckhard und alle Mitleser,

heute abend konnte ich nun alle Änderungen abschließend umsetzen und kann, wie versprochen, die gefundene Lösung zu Deiner Frage hier vorstellen.

Es war eine sehr intensive und teilweise auch kontroverse Diskussion, die wir in der philastempel-Redaktion dazu geführt haben. Es galt, zwischen zwei Aspekten abzuwägen: Wollen wir den bekannten Ortsnamen im entsprechenden Datenbank-Feld angeben, obwohl sich dieser Ortsname nicht im Stempeltext wiederfindet? Oder wollen wir, der Logik des Leitfadens (manche mögen es "stur" nennen) folgend, im Feld Ortsname nur den im Stempeltext zu findenden Ort aufnehmen, obwohl es sich hier in diesem Fällen lediglich um das Leitpostamt handelt?

Diese Abwägung ist zugunsten der ersten Variante ausgefallen, so wie es ja von Dir, Eckhard, auch vorgeschlagen worden war. Es sprechen viele gute Gründe dafür - es sprechen aber auch Gründe dagegen, denn nun ist für "Unkundige" ein Stempel möglicherweise nicht in der Datenbank auffindbar, wenn man nur nach dem im Stempeltext enthaltenen Ortsnamen sucht. Siehe auch die Äußerungen von Paluka [#1049] und Wolffi [#1051]. Alle, die hier mitlesen, wissen nun, dass sie bei der Suche nach Poststellenstempeln in der Kombisuche der Datenbank die "Volltextsuche" nutzen müssen (und nicht nur die Suche im Feld „Ortsname“, die normalerweise genutzt wird). Ein entsprechender Hinweis wird auch im Leitfaden ergänzt, aber wir wissen ja alle, dass sich nur sehr wenige Datenbanknutzer die Mühe machen, den Leitfaden komplett zu lesen (und v.a. auch alle darin enthaltenen Informationen zu „verinnerlichen“).

Die Lösung sieht jetzt konkret wie folgt aus:

- Wir behalten die Nennung des Ortes der Poststelle bei, der sich hinter der genannten Nummer verbirgt.

- Dieser Ortsname muss den allgemeinen Regeln der Schreibweise bei Ortsnamen gem. Leitfaden entsprechen. Das bedeutet: Wurde dieser Ort inzwischen eingemeindet oder umbenannt, ist dies in Klammern hinzuzufügen.

- Sollte nicht bekannt sein, welcher Ort der Nummer des Stempels zuzuordnen ist, ist zu schreiben: "?Unbekannter Ort? mit Leitpostamt X-Stadt" (X-Stadt ist dem Stempel zu entnehmen).

Die Fragezeichen ?Unbekannter Ort? sind, wie bereits in [#1055] vorab erläutert, der Systematik der Datenbank geschuldet und kennzeichnen den Begriff als Platzhalter. Dies sorgt dafür, dass diese Orte bei einer Auflistung dieser Stempel als erstes gezeigt werden. Ansonsten würden sie unter dem Buchstaben u (wie unbekannt) einsortiert und wären noch schwerer auffindbar.

Siehe hierzu https://www.philastempel.de/stempel/suchen/ablage/1055

Weiterhin wurden bei zahlreichen Poststellenstempeln zusätzlich erläuternde Hinweise im Feld „Beschreibung“ aufgenommen, um den möglicherweise verwirrenden Sachverhalt ein wenig zu erklären. Dies betrifft unter anderem die bereits in [#1043] von mir als Beispiel herangezogenen Stempel aus Aspenstedt [1] und Agnesdorf [2], aber auch sehr zahlreiche weitere Stempel. Damit werden meine eigenen Bedenken ([#1043] und [#1045]) sowie die von Paluka [#1049] und Wolffi [#1051] geäußerten Einwände zumindest ein wenig gemildert, weil man jetzt direkt im betreffenden Datensatz eine Erklärung dafür vorfindet, warum der im Stempeltext zu sehende Ortsname nicht verwendet wurde.

Wir von der philastempel-Redaktion hoffen, dass mit dieser Lösung nun alle leben können.

Viele Grüße
Christoph

[1] https://philastempel.de/stempel/zeigen/4262
[2] https://philastempel.de/stempel/zeigen/62215
 
jmh67 Am: 16.02.2019 20:47:38 Gelesen: 4492# 1057 @  
@ Christoph 1 [#1056]

Wie gesagt, ich sehe wenig Sinn darin, die Stempel mit unbekanntem Ort künstlich an den Anfang einer Aufstellung zu befördern. Wer sie sucht, findet sie genauso gut unter "U". Sei's erst einmal drum, schön sieht's jedenfalls nicht aus.

Ein sachlicher Fehler ist mir aber noch aufgefallen: Die Poststellen sind in diesen Stempel nicht (wie jetzt in den Beschreibungen steht) durch eine Ziffer, sondern durch eine Zahl gekennzeichnet. Man kann auch Kennzahl schreiben, aber Ziffer und Zahl sind nur bei einstelligen (natürlichen) Zahlen identisch, sonst bestehen die Zahlen aus mehr als einer Ziffer. Also bevor's Zanke vom Mathelehrer gibt ... ;-)

-jmh
 
Christoph 1 Am: 16.02.2019 21:22:02 Gelesen: 4475# 1058 @  
@ jmh67 [#1057]

Danke für diesen Hinweis. Ich habe die Bezeichnung "Ziffer" gerade bei allen Stempeln geändert, die es betrifft.
 
JohannesM Am: 16.02.2019 21:28:08 Gelesen: 4470# 1059 @  
@ Christoph 1 [#1056]

Hallo Christoph,

du kannst dir ja denken, das ich mich über diese Lösung sehr freue, vor allem dir wird es ja schwergefallen sein dieser Lösung zu zustimmen, das verdient Anerkennung. Über "unbekannte Orte" wurde ja vorher nicht diskutiert, ich persönlich stelle solche Stempel nicht ein, man findet sie manchmal auf Paketkartenausschnitten, aber da kann man meist nicht einmal ein Datum ermitteln. Auf kompletten Paketkarten dagegen ist immer ein Absender zu finden, da es eine Pflichtangabe war - sie sind daher die häufigste Quelle neben Telegrammen und Einzahlungsbelegen um die codierten Stempel zu knacken.

Beste Grüße
Eckhard
 
EdgarR Am: 18.02.2019 13:41:41 Gelesen: 4092# 1060 @  
Auch die Suchfunktion der Stempeldatenbank hat manchmal Widerhaken

Nein, kein besonderer aktueller Anlass - es ist mir nur zum widerholten Male heute aufgefallen: Wenn man nach Sonderstempeln der DDR aus dem Postamt "Berlin W8" sucht, muss man achtgeben sonst findet man nicht alle.

Ganz banaler Grund: Die Stempelgraveure haben den Postamtsnamen mal als "BERLIN W8" gestaltet, also ohne breitere Lücke zwischen W und 8, in anderen Fällen aber als "BERLIN W 8" - mit überdeutlich breitem Zwischenraum zwischen W und 8. Und dementsprechend sind eben auch unterschiedliche Schreibweisen im Feld "Stempeltext" zu finden. Völlig zu Recht, übrigens.

Ich habe jetzt nicht lange gesucht ob es auffällige andere Beispiele gibt, das PA Berlin W8 ragt eben heraus weil es da eine Menge unterschiedlicher Sonderstempel von gibt.

Man kann damit auch ganz gut umgehen, man muss es nur im Hinterkopf behalten dass es da solche unterschiedliche Schreibweisen gibt.

Phile Grüße EdgarR
 
JohannesM Am: 18.02.2019 20:56:42 Gelesen: 4002# 1061 @  
Aus dem Leitfaden:

Ausnahmeregelung für Absenderfreistempel (AFS):

Eine Dublette ist ein Abdruck mit gleichem Wertrahmen, Werbetext und gleicher (Stempel-)Farbe. Lediglich Datum, Portoangabe und Zählnummer können unterschiedlich sein.

Bei AFS ist auf Dubletten zu verzichten.

Diese Ausnahme bedeutet aber, dass die Reporter trotz allem ihre AFS erfassen und zur Freigabe einstellen können, da die Verwendungszeiten festgehalten werden sollen. Die Redakteure werden dann entscheiden, welcher Datensatz der sein soll, der in der Datenbank verbleibt (Qualitätskriterien) und bei dem die entsprechenden Daten zusammengeführt werden müssen.


Ich habe jetzt einen Versuchsballon gestartet und zu einem vorhandenen AFS nur das Datum und einen Verweis zum vorhandenen Stempel eingetragen. Da die Dubletten sowieso gelöscht werden ist es ja vergebene Liebesmüh alles auszufüllen (auch wenn ich alles kopiere macht es doch Arbeit). Ich hoffe die Redakteure können damit leben, sollte ich natürlich einen signifikant besseren Abschlag haben, fülle ich natürlich komplett aus.

Beste Grüße
Eckhard
 
Christoph 1 Am: 18.02.2019 23:15:17 Gelesen: 3966# 1062 @  
@ JohannesM [#1061]

Hallo Eckhard,

das ist vollkommen in Ordnung so wie Du es gemacht hast. Genau so ist es gedacht. Ich habe gerade die Daten zusammengeführt und Deinen Stempel (Dublette) wieder gelöscht.

Viele Grüße, Christoph
 
filunski Am: 14.03.2019 15:10:16 Gelesen: 877# 1063 @  
Liebe Freunde und Nutzer der Stempeldatenbank,

eben beim Durchforsten einiger auch älterer Beiträge in verschiedenen Forenthemen zu Stempeln veranlassen mich mal zu einem kleinen Hinweis zu den Stempeln in der Datenbank. Immer wieder lese und höre ich, manchmal mit fragendem, oft aber auch mit fast schon vorwurfsvollem Unterton, warum dieser und jener von dem fragenden/schreibenden Forumsmitglied im Beitrag gezeigte Stempel nicht in der Datenbank ist.

Es dürfte eigentlich klar sein, dass weder in unserer, noch in sonst einer Stempeldatenbank ALLE Stempel erfasst sind oder überhaupt erfasst sein können. Alleine in Deutschland gab es über fast zwei Jahrhunderte hinweg und unter zig verschiedenen Postverwaltungen viele Hundertausend verschiedene Stempel. Diese alle zu erfassen ist zwar das Ziel der Datenbank aber gleichzeitig auch eine Utopie und wenn überhaupt, dann nur im Laufe einer kontinuierlichen Erfassungsarbeit über Jahrzehnte hinweg, vielleicht zu erreichen.

Wenn also jemand einen Stempel vorliegen hat und auch noch im Forum zeigt mit dem Hinweis (Vorwurf) er wäre nicht in der Datenbank, wäre es schön und hilfreich, wenn die-/derjenige diesen dann auch in die Datenbank einstellen würde. Dies ist gar nicht schwierig und jede/jeder die/der einen Forumsbeitrag mit Bild verfassen kann, kann sicher auch die Eingabe in die Datenbank vollbringen. ;-)

Und wenn nicht, bleibt auch noch der Weg sich an einen Stempelreporter oder -redakteur des "eigenen Vertrauens" zu wenden. Wir selbst von der Redaktion können nicht einfach gezeigte Bilder nehmen und in die Datenbank eingeben. Dazu müsste der "Bildbesitzer" seine Zustimmung geben. Ich weiß, dass andere Foren gerne mal Bilder "klauen" um sie selbst zu verwenden (ich meine damit explizit NICHT StampsX, dort läuft das alles völlig ordentlich und geregelt, aber es gibt noch andere philatelistische Plattformen die da gerne "großzügiger" verfahren), aber wir wollen und dürfen das nicht so machen!

Also, wer immer einen Stempel hat, der noch nicht in der Datenbank erfasst ist, bitte nicht darüber klagen, sondern ihn einfach in die Datenbank eingeben. Ist im Endeffekt zum Wohle aller Datenbanknutzer jetzt und vor allem auch in der Zukunft. :-)

Viele Grüße,
Peter
 
Pepe Am: 14.03.2019 21:10:51 Gelesen: 819# 1064 @  
@ filunski [#1063]

Sammler sind manchmal "schräge Vögel" und sehr wundersam. Da hat man zum Beispiel einen Stempel, der nirgendwo im Netz zu finden ist. Was folgen für Gedanken? Google Slogen noch im Hinterkopf: Was man nicht Googlen kann, gibt es nicht.

Also muss etwas ganz besonderes, sehr seltenes vorliegen? Womöglich sogar etwas ganz wertvolles? Da bleibt irgend eine Erwartungshaltung nach dem Motto: Spannung steigt an.

Dann folgt Wunschdenken. 'Biete seltenen Stempel, noch in keiner Datenbank vorhanden, zum Kauf oder Tausch an.' Spannend.

Wenn er dann in die Datenbank eingestellt ist, ist eigentlich alle Würze raus.

Ich würde wetten, würden die Datenbanken eine Stempelbewertung, in welcher Form auch immer, einbeziehen, so würde die Anzahl der eingestellten Stempel explosionsartig ansteigen.

Ich selbst habe bisher nur verschwindend wenige Stempel hochgeladen. Und denke, es macht schon einige Mühe ehe aus dem Stempel die Datei geworden ist, die dann noch benannt und verwaltet werden will. Und bei tausenden von Marken kommen hunderte Stempel zusammen und die Frage nach der Vorrangigkeit kommt auf. Was ist schöner anzuschauen? Marke, Block oder halt der Stempel.



Dateiname: 1851 04 01, Mi 1 I. Aus dem Ordner DÄNEMARK.

Nette Grüße Pepe
 
jmh67 Am: 15.03.2019 08:36:08 Gelesen: 784# 1065 @  
@ filunski [#1063]

Das unterschreib' ich mit!

@ Pepe [#1064]

Wie soll so eine Stempelbewertung funktionieren? Die wird wohl immer zu einem gewissen Maß subjektiv ausfallen. Eine grobe Beurteilung erlaubt schon der gesunde Menschenverstand, auch ohne dass eine Extra-Rubrik aufgemacht wird. Wenn ich als Stempelreporter mir noch eine explizite Bewertung ausdenken sollte, fände ich das sehr hinderlich, und für die Redaktion ist es auch zusätzliche Arbeit. Dass Suchmaschinen nicht das Maß aller Dinge sind, hat sich doch wohl längst herumgesprochen.

-jmh
 
ginonadgolm Am: 16.03.2019 18:16:52 Gelesen: 710# 1066 @  
Größenmessung von Stempeln

Beim Einstellen von Bremer Maschinenstempeln ist mir aufgefallen, daß bei einigen Stempeln leider nicht oder nicht richtig gemessen wurde.

Alle Bremer Bandstempel (KRAG) mit den Unterscheidungsbuchsteben yy, zz, und af haben Stempelköpfe in der Größe ø 25,5 mm.

Angegeben werden teilweise bis zu 28,5 mm.

Also bitte immer bei älteren (Band-)Stempeln nachmessen wünscht
Ingo aus dem Norden


 

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