Neues Thema schreiben   Antworten     zurück Suche   Druckansicht  
Thema: DDR: Sperrwerte zur Devisenbeschaffung
Pilatus Am: 14.04.2011 22:43:00 Gelesen: 19347# 1 @  
Hier ein Nachnahmebeleg der DDR Versandstelle für Sammlermarken vom 5. 4. 1952 mit rückseitigem Ankunftsstempel am Emfänger-Postamt vom 6. 4. 1952. Der Bezug von Sammlermarken war ja in der DDR nicht allzu einfach und auch wechselhaft.

Anfangs wie hier gezeigt per Zusendung, dann mußte man sie sich beim Zentralen Sammlerpostamt in Ostberlin W 8 persönlich abholen, dann wieder vom Postamt des Wohnstadtbezirks usw. Vielleicht kann ein Sammler aus damaligen Zeiten seine Erfahrungen kundtun. Wie es außerhalb Berlins war weiß ich auch nicht.

Beste Grüße Pilatus


 
AfriKiwi Am: 15.04.2011 07:38:03 Gelesen: 19330# 2 @  
@ Pilatus [#1]

Hallo Pilatus,

Da Du sicher gute Erfahrungen gemacht hast als Sammler in der DDR, einige Fragen.

Warum gab es überhaupt Sperrwerte in der DDR, was war damit erreicht zu haben, was war der Sinn ?

War es in dieser Zeit ein Reiz ein kompletter Satz zu bekommen mit Sperrwert und ich nehme an es wurde beschränkt wieviel ein Sammler kaufen durfte zum Nominalpreis ?

Erich
 
Pilatus Am: 15.04.2011 18:46:51 Gelesen: 19295# 3 @  
@ AfriKiwi [#2]

Richtig Erich, der sogenannte Sperrwert war beschränkt, anfangs also ab 1955 etwa auf 5 Stück und später ab etwa 1957 auf 3 Stück pro Sammler. Das war natürlich auch zu umgehen. Ich selbst habe meine ganze Verwandschaft als Sammler angemeldet, damit ich meine damals 13 Tauschpartner im Ausland beliefern konnte. Der staatliche Sinn der Einführung der Sperrwerte lag darin, den "privaten" Versand von Briefmarken ins Ausland zu begrenzen, um damit den offiziellen Export zu steigern. Außerdem gab es etwa ab 1960 Vorschriften, die den "privaten" Versand von Marken nur über einen regulierten, vorgeschriebenen Weg möglich machten. Wie diese Regularien liefen, kann ich nicht sagen, da ich da keinen Tauschverkehr mit dem Ausland mehr hatte.

Beste Grüße Pilatus.
 
AfriKiwi Am: 17.04.2011 02:41:01 Gelesen: 19239# 4 @  
@ Pilatus [#3]

Hallo Pilatus,

Danke für Deine Antwort.

Der staatliche Sinn der Einführung der Sperrwerte lag darin, den "privaten" Versand von Briefmarken ins Ausland zu begrenzen, [B]um damit den offiziellen Export zu steigern

Das verstehe ich nicht ganz.

Sicherlich wie heute gibt es Staaten die wohl ihren "Offiziellen Export" mit Briefmarken befördern wollen, dabei gesagt - aus verschieden Gründe wobei nicht nur der Staat profitieren soll.

Um offiziellen Export zu steigern und Sperrwerte zu gestalten (mit sehr kleiner Auflage) macht mir kein Sinn. Ich sehe wohl ein Vorteil und Reiz für den Sammler in dieser Zeit um Sperrwerte zu bekommen. Heute sind DDR Sammler sicher froh sie haben ihre Sperrwerte. Wenigstens billiger als Thematische Karton Philatelie und wenn ich's wagen darf sind die Sperrwerte viel zu billig. Das gesagt im Vergleich mit Auflagen und Verbrauch unter derzeitigen rund 20 Millionen Menschen die auch ein gutes Prozent Sammler gemacht haben wie Du es geschildert hast.

Ich bewege aber vom Ttema aber den Beleg in Beitrag #55 bleibt ein schönes Stück und solches ist sicher nicht so oft zu finden.

Erich
 
Pete Am: 21.05.2011 16:41:36 Gelesen: 18516# 5 @  
@ AfriKiwi [#4]

>>Der staatliche Sinn der Einführung der Sperrwerte lag darin, den "privaten" Versand von Briefmarken ins Ausland zu begrenzen, um damit den offiziellen Export zu steigern

Das verstehe ich nicht ganz.


Pilatus schreibt, dass ab ca. 1960 der private Briefmarkentausch ins (westliche) Ausland mehr oder weniger nur über staatliche Stellen laufen durfte. Meines Wissens nach war auch der zu tauschende Katalogwert pro Monat beschränkt. Wenn man als Sammler nur eine begrenzte Anzahl an Sperrwerten kaufen und ins Ausland verschicken konnte, ließen sich weniger ausländische Sammler mit DDR-Briefmarken (insbesondere den Sperrwerten) versorgen. Diese konnten im Ausland fehlende Marken oftmals nur aus Quellen kaufen, welche wiederum Material aus dem staatlichen Briefmarkenexport der DDR bezogen. Der Briefmarkenexport verkaufte DDR-Briefmarken im Ausland gegen Devisen und hatte somit die Möglichkeit, durch Regulierung bei Sammlern in der DDR die Einnahme von ausländischen Devisen zu steigern.

Gruß
Pete
 
Richard Am: 11.07.2011 14:19:16 Gelesen: 17344# 6 @  
Sperrwert

Ein Sperrwert war in der Deutschen Demokratischen Republik eine Briefmarke, die zwar allgemein gültig war, aber im Inland nur begrenzt ausgegeben wurde. In sehr vielen Briefmarkenserien erschien ab 1955 ein Sperrwert, die Auflage der Sperrwerte war geringer als die der anderen Marken; sie wurden hauptsächlich vom staatlichen Außenhandel (Kommerzielle Koordinierung) der DDR gegen Devisen an ausländische Sammler verkauft. Gelegentlich waren auch ganze Ausgaben so vom freien Handel ausgenommen.

An den Postschaltern innerhalb der DDR wurden diese Werte in der Regel nur an Inhaber eines gültigen Sammlerausweises abgegeben. Dieser Ausweis konnte ähnlich einem Abonnement bei der Post für 2 Mark erworben werden.

Durch diese künstliche Verknappung der Marken, was einer Regelverletzung des Internationalen Dachverbandes der Philatelisten mit Sitz in der Schweiz entsprach, galten auch Sammlungen ohne den Sperrwert der jeweiligen Serie als vollständig. Teilweise wurde sogar vor internationalen Briefmarkenausstellungen die entsprechend ausgestellten Marken umgedreht.

Ab 1984 wurden von der DDR-Postverwaltung keine Sperrwerte mehr herausgegeben.

(Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Sperrwert )



Ausweis zum Bezug von Sammlermarken
 
Pommes Am: 11.07.2011 17:04:46 Gelesen: 17312# 7 @  
Hier noch ein etwas älterer Ausweis als der von Richard gezeigte. Er ist aus dem Jahre 1961; damals noch für 1 DM (Um Missverständnissen vorzubeugen: "Deutsche Mark der Deutschen Notenbank" - die von der Bundesbank wollte man ja gerade haben). Im Gegensatz zu den späteren wurde rückseitig noch mit Tagesstempel die Abholung der Marken quittiert.



 
petzlaff Am: 12.07.2011 10:46:07 Gelesen: 17265# 8 @  
Das finde ich ausgesprochen interessant.

Eigentlich handelt es sich bei den gezeigten Belegen um im weitesten Sinn fiskalische Verwendungen von DDR-Freimarken, wobei ein normaler Poststempel benutzt wurde. Die fiskalische Verwendung ist danach nur auf Ganzstücken nachzuweisen.

Danke für das Zeigen dieser tollen Belege.

LG, Stefan
 
Algebra Am: 12.07.2011 12:02:09 Gelesen: 17240# 9 @  
Hallo !

Auch 1964 gab es 5 volle Sätze bei der Post auf Sammlerausweis. Dieser abgebildete Sammlerausweis stammt aus Neugersdorf 6.6.1964. Wenn Interesse vorliegt kann ich auch noch andere zeigen.

Algebra.


 
Sammler-Henn Am: 12.07.2011 12:59:24 Gelesen: 17223# 10 @  
Hallo

Die Sperrwerte sollten tatsächlich die Devisenkasse der DDR auffüllen. Die Abgabe an die Sammler in der DDR war begrenzt. An den Postschaltern konnte man
bis zu drei komplette Sätze auf den gezeigten Ausweisen erwerben.

In den ersten Jahren wurden auch über die Briefmarkenvereine, die in der DDR im Kulturbund organisiert waren, Sperrwerte an die Sammler abgegeben. Man konnte auch Marken über die Versandstelle für Sammlermarken in Berlin Marken bestellen, die Begrenzung waren immer drei komplette Sätze.

Das Problem beim Tausch mit ausländischen Sammlern oder mit Sammlern in der BRD war, dass immer eine Sperrfrist von 3 Monaten eingehalten werden musste, ehe die Sperrwerte vertauscht werden durften. Der Briefmarkenhandel der DDR wollte sich damit einen Vorsprung verschaffen, um seine Marken und die Sperrwerte zu exportieren.

Ein anderer Aspekt war die offene Grenze zu Westberlin, das ja 1955 noch nicht durch die Mauer abgegrenzt war. Durch den Kurs 1 Westmark : 4 Ostmark konnten sich die Briefmarkenhändler im Westen billig die DDR-Neuerscheinungen besorgen.

In den letzten Jahren der DDR wurde das strenge System der DDR mit Sperrwerten gelockert, wie auch die Qualität der DDR-Marken nachließ.

Wir können alle froh sein, dass diese Zeiten vorbei sind !

Mit freundlichen Grüßen

Wolfgang
 
drmoeller_neuss Am: 12.07.2011 16:54:03 Gelesen: 17191# 11 @  
@ petzlaff [#8]

Es handelt sich nicht um eine fiskalische Verwendung, sondern um Verrechnung einer Postgebühr in Briefmarken. Das war damals in Briefmarken üblich, und wurde auch in der BRD gehandhabt (z.B. Briefmarken auf Telegrammformularen).
Auch das Verfahren, die Marken am Postschalter zur Abholung zu hinterlegen, ist nicht DDR-typisch. In Frankreich konnte man auch auf diese Weise die Neuheiten beziehen.

In der DDR gab es separate Fiskalmarken, die auch von der VEB Wertpapierdruckerei Leipzig hergestellt wurden und das gleiche Format wie die kleinformatigen Dauermarken hatten. Am bekanntesten sind die Wertmarken, die in bundesdeutsche Pässe zur Verrechnung der Visumsgebühr eingeklebt wurden. Daneben wurden sie wie in der BRD auch auf Standesämtern und anderen Behörden zur Verrechnung von Gebühren verwendet.

@ Sammler-Henn [#10]

Woran schliesst Du, dass die Qualität der DDR-Marken in den letzten Jahren der DDR nachgelassen hat? Grafisch waren die Marken immer noch Weltklasse, man hat lediglich wieder verstärkt auf das Kleinformat gesetzt, da auch in der DDR die Postautomation Einzug hielt. Bei mehreren grossformatigen Marken auf einem Brief wurde häufig nur eine von der Stempelmaschine getroffen, ein Problem, dass auch die Deutsche Post hat.

Es gab mit dem Papier (aus Königstein ?) Probleme, da die Druckfarbe nicht genug haftete. Daher wurde Briefmarkenpapier mit der traditionellen Dextringummierung aus der Schweiz importiert. Generell findet man unter DDR-Briefmarken so gut wie keine Abarten, von mikroskopisch kleinen MüSchis abgesehen.
 
Sammler-Henn Am: 13.07.2011 12:33:45 Gelesen: 17145# 12 @  
Meine Verwendung des Begriffs Qualität wird meinem Anliegen vielleicht nicht gerecht. Meine Äußerung bezog sich auf die Markenflut in der DDR besonders ab den Sechziger Jahren, der Anzahl von Sätzen mit vielen Werten und in den letzten Jahren den sehr hohen Nominalwerten bei Sondermarken.

Die Qualität der Marken möchte ich auch als gut bezeichnen. Die Qualitätskontrolle war vielleicht besser als heute, oder das Verlangen von Händlern nach Fehldrucken nicht so groß wie heute.

Zu der Markenflut der DDR muß man noch bemerken, dass hier von den heute Verantwortlichen ein Stück DDR übernommen wurde.
 
Detlev0405 Am: 06.03.2018 14:15:17 Gelesen: 3966# 13 @  
@ Sammler-Henn [#10]

Das Problem beim Tausch mit ausländischen Sammlern oder mit Sammlern in der BRD war, dass immer eine Sperrfrist von 3 Monaten eingehalten werden musste, ehe die Sperrwerte vertauscht werden durften.

Das ist so nicht korrekt. Was Du meinst ist der Tausch von postfrischen Marken, da stimmt diese Regelung im Prinzip. Beim Tausch als Frankatur gab es diese Sperrfrist nicht, meine Mutter hat am Erscheinungstag der Marken immer ihre Briefe nach Tel Aviv, Zürich und Moskau fertig gemacht und am gleichen Tag bei der Post aufgegeben. Inklusive der Sperrwerte. Hier gab es keine Beschränkungen seitens der Behörden, da frankierte Marken nicht mehr den Devisengesetzen unterlagen.

Gruß Detlev
 
Holzinger Am: 06.03.2018 14:33:32 Gelesen: 3953# 14 @  
@ Detlev0405 [#13]

Genau. Deswegen gibt es auch reichlich "Satzbriefe" bzw. reichlich "überfrankierte" Briefe bzw. FDC. Leider wird dies heute - obwohl es auch postgeschichtlich sachlich richtig ist - negativ gesehen. :-(
 
mausbach1 Am: 06.03.2018 14:36:30 Gelesen: 3950# 15 @  
@ Holzinger [#14]

Genau, denn den meisten Sammlern sind die einschlägigen Vorschriften etc. nicht bekannt.
 
Baber Am: 06.03.2018 17:37:31 Gelesen: 3898# 16 @  
@ Holzinger [#14]

Deswegen gibt es auch reichlich "Satzbriefe" bzw. reichlich "überfrankierte" Briefe bzw. FDC. Leider wird dies heute - obwohl es auch postgeschichtlich sachlich richtig ist - negativ gesehen.

Satzbriefe aus allen Ländern, nicht nur der ehemaligen DDR werden von vielen Sammlern als negativ angesehen, weil sie in der Regel keiner Portostufe entsprechen. Man sieht ihnen den "philatelistischen" Hintergrund dadurch sofort an. Ich glaube aber die meisten Satzbriefe im Frankturtausch mit der DDR wurden abgelöst, weil der Tauschpartner eben die gestempelten DDR Marken haben wollte.

Den Schluss, weil es im Frankaturtausch keine Sperrfristen gab, waren die Satzbriefe notwendig, kann ich nicht nachvollziehen. Man hätte ja auch mehrere Briefe (Drucksache, Einschreiben, Express usw) portogerecht machen können.

Gruß
Baber
 
Göttinger Am: 06.03.2018 17:42:20 Gelesen: 3890# 17 @  
Hallo,

auch die oben gemachte Aussage, dass Sperrwerte NUR gegen Sammlerausweis zu bekommen waren stimmt so nicht ganz. Es gab den Erstausgabetag, an dem die Postämter offiziell die Sperrwerte komplett frei verkaufen durften (wenn ich mich richtig erinnere war das aber irgendwann NACH dem Erscheinen des übrigen Satzes). Ich war damals noch ein Kind und habe mich in den Ferien manchmal morgens aufgemacht, um einen Sperrwert am Postamt zu ergattern - sie waren (wie so vieles in der DDR) nach kurzer Zeit ausverkauft, d.h. wenn ich in die Schule musste hatte ich keine Chance.

Gruß Göttinger
 
Detlev0405 Am: 06.03.2018 18:36:02 Gelesen: 3871# 18 @  
@ Göttinger [#17]

Das ist so richtig, von etwa 8 bis 9 Uhr wurde früh am Postamt ein freies Kontingent ohne Sammlerausweis verkauft. Wie hoch die Kontingente waren, entzieht sich leider meiner Kenntnis. Ich erinnere mich nur , das zum Beispiel der Kosmonauten Kleinbogen (Mi.Nr.926 - 33) nur 10 Minuten erreichbar war. Wohl zu geringe Auflage.

Gruß Detlev
 
Holzinger Am: 06.03.2018 19:15:06 Gelesen: 3849# 19 @  
@ Baber [#16]

Man sieht ihnen den "philatelistischen" Hintergrund dadurch sofort an.

Wer die Verhältnisse nicht kannte, sieht das eben so. Das liegt im Auge des Betrachters. :-( Viele dieser Sendungen aus der DDR dienten nur dem legalen Transport der Ausgaben (nicht nur der Sperrwerte!).

Es war für den "nicht organisierten Sammler" die einzige legale Möglichkeit (im Brief oder in der Handtasche versteckt beim Besuch war ein "Devisenvergehen!) mit Sammlern im "Ausland/BRD" - zumindest gestempelt - zu senden/zu tauschen. Nur die "postalische Verwendung" war legal. Der postfrische Import dagegen war nicht verboten.

In frühen Jahren noch 1:1 im Wert. Mit zunehmend größerer Ausgabenanzahl bzw. Werten der DDR entstand ein Ungleichgewicht, welches von den Tauschpartnern ohne sonstige (persönliche) Kontakte nicht mehr philatelistisch ausgeglichen werden konnte - oft auch nicht mehr gewollt war (zu viele Marken mit politischen Motiven).
 
Baber Am: 06.03.2018 19:31:32 Gelesen: 3845# 20 @  
@ Holzinger [#19]

Wer die Verhältnisse nicht kannte, sieht das eben so. Das liegt im Auge des Betrachters :-(. Viele dieser Sendungen aus der DDR dienten nur dem legalen Transport der Ausgaben (nicht nur der Sperrwerte!).

Hallo Holzinger,

wenn Du meinen Beitrag aufmerksam gelesen hast, so habe ich nicht anderes gesagt: Ich glaube aber die meisten Satzbriefe im Frankturtausch mit der DDR wurden abgelöst, weil der Tauschpartner eben die gestempelten DDR Marken haben wollte.

Ich hatte selbst jahrelang einen Tauschpartner in der DDR, bin dort aufgewachsen und kenne glaube ich die Probleme sehr gut.

Gruß
Bernd
 
jmh67 Am: 06.03.2018 20:45:45 Gelesen: 3815# 21 @  
@ Göttinger [#17]

Das mit den Freiverkauf am Ersttag ist mir neu, hat mich aber auch damals nicht interessiert wegen vorhandenem Sammlerausweis, aber die Sperrfrist endete nach einer vorgeschriebenen Zeit (waren es zwei Wochen?), und dann konnten die Restbestände frei verkauft werden.

-jmh
 
Altmerker Am: 06.03.2018 23:21:06 Gelesen: 3795# 22 @  
@ jmh67 [#21]

Ich als Sammler habe in den Ferien im Postamt gearbeitet. Am Schalter wurden ab Erstausgabetag die Sperrwerte nur gegen Sammlerausweis verkauft. Laut Dienstanweisung, habe ich leider nicht vorliegen, wurden Sperrwerte 14 Tage nach Erstausgabe frei verkauft. Unser kleines Postamt in der 8000-Leute-Stadt hat damit paar Tage gereicht. Es ging zuvorderst darum, den Satz komplett zu haben, wenn man keinen Sammlerausweis hatte. Auf meinen habe ich von Antrag bis Genehmigung zwei Jahre gewartet. Mag sein, dass es in Großstädten anders war und Leute am 15. Tag Schlange standen.

Gruß
Uwe
 
Detlev0405 Am: 07.03.2018 13:49:12 Gelesen: 3730# 23 @  
@ Altmerker [#22]

Offensichtlich wurde es dann örtlich anders gehandelt - ich kann das Erlebnis nur von Stalinstadt/Eisenhüttenstadt so berichten. Vielleicht hängt es mit den zugeteilten Kontingenten zusammen, die die Post erhielt. Da ja bekannt war, wie viele Sammlerausweise im Umlauf waren, ließ es sich ja leicht abschätzen, welcher Bedarf für die Sammlerausweise war und was frei angeboten werden konnte. Erster war bei uns immer der örtliche Briefmarkenhändler Richard Handke, dem ich auch viel zu verdanken habe, was Briefmarken betraf.

Gruß
Detlev
 
  Antworten    zurück Suche    Druckansicht  
 
Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.