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Thema: (?) (295) Stempel mit ungewöhnlichen Buchstaben
Das Thema hat 311 Beiträge:
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mausbach1 Am: 21.09.2019 11:04:04 Gelesen: 22202# 287 @  
@ volkimal [#286]

Hallo Volkmar,

dieses Brückenau (1946) direkt nach Kriegsende wird wohl ein neuer Stempel benötigte, weil nichts mehr da war. Daß das "Brückenau" evtl. in Unkenntnis das "Bad" versäumte bei der Herstellung des Stempels.

Interessant bei genauerem Hinschauen sitzt das "C" von BRÜCKENAU etwas als kleiner als die übrigen Buchstaben. Den genauen Abstand zwischen Buchstaben und Außenkreis paßt nicht das "C".



Glückauf!
Claus
 
volkimal Am: 30.10.2019 16:27:22 Gelesen: 19869# 288 @  
Hallo zusammen,

neben den Kürbissen, Skeletten usw. sind auch Fledermäuse typisch für das morgige Halloween.





Bei den Ersttagsstempeln weisen sowohl die Buchstaben als auch der umfassende Kreis “spinnenwebartig” auf das Thema “Fledermäuse” hin. Für die Stempel muss ich mich bei Uwe Seif von der Poststempelgilde bedanken.

Viele Grüße
Volkmar
 
Christoph 1 Am: 02.11.2019 16:43:10 Gelesen: 19706# 289 @  
Hallo zusammen,

in den Beiträgen [#199] bis [#203] ging es hier im Thema bereits einmal um das I am Anfang von Ortsnamen, das teilweise durch ein J ersetzt wurde, so z.B. in Jlmenau, Jngolstadt ...

Ich kann hier ein weiteres Beispiel zeigen: JDAR-OBERSTEIN in einem Maschinenstempelkopf von 1962, von dem ich weitere Abschläge aus 1963 ebenfalls vorliegen habe (die kommen demnächst auch in die Stempeldatenbank).



Dieser Stempelkopf kam bis mindestens Januar 1970 zum Einsatz, wie man unserer Stempeldatenbank entnehmen kann. Ab 1971 kam dann eine neue Stempelmaschine zum Einsatz, da war der Ortsname dann nicht mehr mit J, sondern mit I geschrieben:



(Quelle: https://philastempel.de/stempel/zeigen/103769 )

Viele Grüße
Christoph
 
webpirate Am: 30.11.2019 10:00:21 Gelesen: 17985# 290 @  
Nach längerer Durststrecke ist mir mal wieder ein Stempel mit "SZ" über den Weg gelaufen

THEESZEN / (BZ.MAGDEBURG) / 26.10.27 - Uhrzeit im Format V/N



Der Abschlag ist das zumindest mir bekannte aktuelle Letztdatum für das Uhrzeitformat mit V/N. Das Frühdatum datiert aus 11/1908.

Das früheste Datum mit Uhrzeit im 24-Format liegt mir für 05/1933 vor. Dazwischen ist also noch Luft. Falls ein Mitleser Abschläge aus der Zeit dazwischen und nach 1933 oder vor 11/1908 hat, wäre ich für einen Bildnachweis dankbar.

Gruß
Denis
 
volkimal Am: 30.11.2019 15:05:45 Gelesen: 17940# 291 @  
@ webpirate [#290]

Hallo Denis,

den kannte ich bisher noch nicht - danke fürs Zeigen.

Viele Grüße
Volkmar
 
EdgarR Am: 17.12.2019 15:40:31 Gelesen: 16909# 292 @  
Ist der Maschinenstempel des Briefzentrums 49 (Osnabrück) hier schon aufgetaucht?



Oben im Entwerterteil wird Osnabrück mit einem "U" mit winzigem "E" darin geschrieben:



Allseits frohe Festtage, demnächst
EdgarR
 
London-Dieter Am: 17.12.2019 16:32:58 Gelesen: 16894# 293 @  
@ volkimal [#1]

Hallo Volkmar,

zu den Stempeln mit Verdopplungs-Strich über Buchstaben kann ich noch einen Mannheimer beisteuern.



Stempel Mannheim in Schreibschrift mit Strich über dem N, Graf Nr. 08722, bekannt seit 1809. Diesen suchen ich seit Jahrzehnten sprichwörtlich wie den berühmten "Kreuzer" !
 
volkimal Am: 19.12.2019 19:55:51 Gelesen: 16856# 294 @  
Hallo Dieter,

ein sehr schönes Beispiel, das ich bisher noch nicht gesehen habe. Der Verdopplungs-Strich kommt nicht allzu oft vor!

Hello EdgarR,

danke fürs Zeigen. Den Stempel habe ich vor kurzem auch gefunden. Ich bin aber noch nicht dazugekommen, ihn zu zeigen.

Von Uwe Seif (Poststempelgilde) habe ich gestern wieder viele interessante Stempel bekommen. Diese beiden gefallen mir besonders gut:



Es gibt so einige interessante "Bilder aus Schrift oder Zahlen". Das Gesicht aus der 950 (950 Jahre Bad Mergentheim) ist ein sehr schönes Beispiel. Auf die Idee, ein Kleeblatt anstelle von Nullen bei den Zahlen 1007 bzw. 2007 einzusetzen, muss man erst einmal kommen (1000 Jahre Fürth).

Viele Grüße
Volkmar
 
wessi1111 Am: 21.12.2019 11:10:12 Gelesen: 16824# 295 @  
@ Jürgen Witkowski [#223]
@ alle

Hallo zusammen,

zu dem in [#223] gezeigten Stempel, der leider nicht in der Stempeldatenbank verewigt ist, habe ich folgende Frage:

Der Unterscheidungsbuchstabe hat eine merkwürdig große Serife. Ich habe mir mehrere Antiqua-Schriftarten mit Serifen angesehen und immer waren die Serifen wesentlich kleiner. Bei dem Z werden ja auch unnatürlich große Serifen verwendet. Ist diese Schriftart irgendwo im Netz zu finden oder gibt es sie eventuell gar nicht in elektronischer Form?



Ein weiterer Stempel mit dem gleichen Unterscheidungsbuchstaben ist dieser hier [1]:



Eine weitere Möglichkeit wäre dass es gar kein "b", sondern ein kyrillisches Härtezeichen ist: ъ oder ist das zu weit hergeholt?

Gruß
Wessi

[1] https://www.philastempel.de/stempel/zeigen/5396
 
jmh67 Am: 21.12.2019 13:47:44 Gelesen: 16805# 296 @  
Ein Härtezeichen ist unwahrscheinlich, aber ich habe auf Reproduktionen von Plakaten und Werbeschriften aus den 1920ern und 1930ern hin und wieder Schriften mit Kleinbuchstaben mit solch übertriebenen Serifen gesehen.

-jmh
 
volkimal Am: 02.04.2020 20:40:39 Gelesen: 10652# 297 @  
Hallo zusammen,

in dem Poststellenstemmpel aus Wetzleben über Börßum kann man die zwei wichtige Ligaturen (Verbindung von Buchstaben) schön erkennen: t + z = tz und s + z = ß







Dazu aus Wikipedia [1]:

Historisch gesehen geht das ß in der deutschen Sprache auf eine Ligatur aus ſ („langes s“, ursprünglich ein weiterer Buchstabe des deutschen Alphabets) und z in den gebrochenen Schriften zurück.

Viele Grüße
Volkmar

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Ligatur_(Typografie)#Die_Ligaturen_w_und_%C3%9F
 
Journalist Am: 06.04.2020 10:17:42 Gelesen: 10517# 298 @  
Hallo an alle,

eventuell passt der folgende Stempel doch ansatzweise hier her - es handelt sich dabei um einen Tagesstempel aus 22041 Hamburg, bei dem die Unterscheidungsbuchstaben groß sind - dies ist zwar von den ZSP-Stempeln her bekannt, aber bei normalen Tagesstempeln ist es doch eher nicht die Regel:



Viele Grüße Jürgen
 
volkimal Am: 19.04.2020 10:20:06 Gelesen: 9980# 299 @  
Hallo zusammen,

dieses "Ü" mit den Ü-Punkten im Kreis habe ich fast übersehen.





Postkarte mit einem Stempel des Postamts Nürnberg II vom 22.05.1885.

Viele Grüße
Volkmar
 
Koban Am: 19.04.2020 19:39:47 Gelesen: 9903# 300 @  
@ volkimal [#299]

Dazu passend, Postkarte aus Dürscheven, Ankunftsstempel EICHSTÄTT 1, vom 08. Mai 1886:



Gruß,
Koban
 
volkimal Am: 19.04.2020 20:06:52 Gelesen: 9893# 301 @  
@ Koban [#300]

Hallo Koban,

sehr schön, den kannte ich bisher noch nicht. Danke fürs Zeigen.

Viele Grüße
Volkmar
 
Journalist Am: 10.06.2020 18:32:29 Gelesen: 6509# 302 @  
Hallo an alle,

falls er hier noch nicht gezeigt wurde, ein Stempel aus Deutschland mit einem großen Ö aus Göda aus dem Sorbengebiet aus dem Jahr 2008:



Die Postleitzahl lautet 02633 und der Stempel stammt aus dem Jahr 2008 vermutlich von einer Postagentur - ob diese dort heute noch existiert, ist mir nicht bekannt.

Viele Grüße Jürgen
 
EdgarR Am: 10.06.2020 22:44:30 Gelesen: 6469# 303 @  
@ Journalist [#302]

Hallo Jürgen,

ich muss gestehen, ich stehe. Und zwar auf dem Schlauch.

Welches ist denn bitte der "ungewöhnliche Buchstabe"?

Meinst Du den "Z" mit dem Strichelchen (k.A. wie der fachsprachlich heißt) in dem sorbischen Ortsnamen unten? So etwas ist in deren Orthografie ganz alltäglich.

Oder meinst Du das "Ö" im deutschn Ortsnamen? Das kommt mir auch ganz normal vor. Nur dass halt der rechte der beiden Ö-Punkte fast nicht sichtbar abgedruckt ist:



Der Dreckfleck im Inneren des "Ö" ist nichts, nur ein Dreckfleck.

Phile Grüße EdgarR
 
Journalist Am: 11.06.2020 11:38:55 Gelesen: 6426# 304 @  
@ EdgarR [#303]

Hallo Edgar,

ich meinte das "Ö".

viele Gruesse Jürgen
 
volkimal Am: 07.08.2020 15:37:00 Gelesen: 3519# 305 @  
Hallo zusammen,

den Buchstaben "Æ", das heißt das "A mit anhängendem E" habe ich schon vorgestellt. Die Belege aber noch nicht. Dieser Buchstabe kam im Mittelhochdeutschen vor. Das Æ wurde zur Kennzeichnung eines langen Äs verwendet. Das kurze Ä hingegen wurde als Ä oder Aͤ geschrieben. Heute kommt der Buchstabe beim Deutschen nicht mehr vor.





Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 16.08.2020 13:59:43 Gelesen: 2873# 306 @  
Hallo zusammen,

auch in Hettstedt gab es die Schreibweise mit dem "Æ" im Ortsnamen:





Der Brief nach Quedlinburg ist ohne Jahreszahl und ohne Inhalt. Er ist also nicht eindeutig datierbar. Der Umschlag erschien 1863 und war bis 1867 gültig. Ich habe ihn mit dem Vermerk 1864 gekauft, kann das Datum aber nicht nachweisen.





Aufgrund des Inhaltes ist das Datum beim zweiten Umschlag eindeutig klar. Der Stempel ist vom 2.12.1862.

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 24.08.2020 14:04:23 Gelesen: 2368# 307 @  
Hallo zusammen,

in den beiden letzten Beiträgen habe ich deutsche Stempel mit dem Buchstaben "Æ" gezeigt. In Deutschland ist der Buchstabe heute allerdings nicht mehr gebräuchlich. Anders bei den nordischen Staaten und in Frankreich. Dort kommt das "Æ" auch heute noch vor. Einige Informationen dazu gibt es bei Wikipedia [1].





Als Beispiel die dänische Hafenstadt Holbæk. Sie befindet sich im Nordwesten der Region Sjælland, am Holbækfjord. Sie ist Verwaltungssitz der Holbæk Kommune auf Seeland. Hier zwei Stempel aus den Jahren 1904 und 1930.

Viele Grüße
Volkmar

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%86
 
volkimal Am: 02.09.2020 11:14:39 Gelesen: 1758# 308 @  
Hallo zusammen,

einen Stempel mit dem Buchstaben "Æ" aus Dänemark kann ich noch zeigen:





Im Stempel sieht man zusätzlich im Ortsnamen Køge den für uns ungewöhnlichen Buchstaben "Ø". Dieser Buchstabe und seine Aussprache entsprechen dem „Ö“ im Deutschen, Schwedischen und Isländischen.

Die Briefmarke mit dem Aufdruck K.P.K. erinnert an das 50jährige Bestehen des Kopenhagener Philatelistenklubs. Der Stempel erinnert an die Verleihung der Stadtrechte an Køge im Jahr 1288.

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 16.09.2020 14:01:53 Gelesen: 424# 309 @  
Hallo zusammen,

im Beitrag [#300] hat Koban einen Stempel aus Eichstätt gezeigt, bei dem die Ä-Punkte auf dem äußeren im Kreis liegen.



Hier als Ergänzung zwei Karten nach Dürrenäsch in der Schweiz. Bei dem Ankunftsstempel liegen sowohl die Punkte des "Ü" als auch die Punkte des "Ä" auf dem äußeren Kreis.



Bei dieser Karte aus Krefeld gefällt mir die Handschrift ganz besonders gut. Es ist schon erstaunlich, wie sauber eine Handschrift aussehen kann.



Die Schrift auf dieser Karte sieht zwar nicht unordentlich aus, einige Wörter sind aber nur mit Mühe zu entziffern.

Viele Grüße
Volkmar
 
Christoph 1 Am: 18.09.2020 23:25:42 Gelesen: 332# 310 @  
Hallo zusammen,

ich habe hier eine schöne Variante für die Darstellung des Ü gefunden.

Aus Soltau in der Lüneburger Heide.



Und auch die Darstellung des O in Soltau als Herz passt natürlich hier ins Thema.

Viele Grüße
Christoph
 
Roland Daebel Am: 21.09.2020 23:15:23 Gelesen: 228# 311 @  
Die Verwendung der Buchstaben "Þ" und "Ý" in einem isländischen Stempel des 19. Jahrhunderts

Der Buchstabe "Þ", wurde mit der Bezeichnung "þorn" (Umschreibung "thorn") aus dem Runenalphabet ("FUÞARK") übernommen. Die Aussprache ist wie das "th" im englischen Wort "thing" (Ding).

Der Buchstabe "Ý" stammt aus dem Altnordischen und wird wie ein langes "i" ausgesprochen.



Isländische Stempeltypen werden in der Skandinavien-Philatelie nach ihrer "einfachen" Erscheinungsform unterschieden und bezeichnet. Eine ausführlichere Thematisierung würde den Zweck dieses Beitrages sprengen.

Der Stempel ÞINGEYJARSÝSLA ist demnach ein Stempel-Typ "G", weil die Buchstaben und Ziffern (dabei Tages- und Monatsangabe aus einzelnen Steckziffern) in Grotesk-Schrift dargestellt wurden. Die Einführung dieses Stempeltyps in den Postämtern erfolgte zwischen 1883 und 1897. Groteskstempel [1] existierten in fünf Provinzpostämtern sowie von Reykjavík fünf unterschiedliche.

Der Stempel ÞINGEYJARSÝSLA ist nach einem ehemaligen Amtsbezirk in Nord-Island benannt und wurde in zwei unterschiedlichen Orten eingesetzt. Die abgebildete Grußkarte vom 24.5.1911 stammt aus der Stadt HÚSAVÍK. Der Stempel war dort vom 1.1.1906 bis Anfang April 1912 eingesetzt, als die Ablösung durch den ersten Ortsdatumsbrückenstempel "HÚSAVÍK" erfolgte. Zur besseren Darstellung des Buchstaben "Ý" ist die Abbildung einer einzelnen Briefmarke beigefügt.

Viel Spaß weiterhin
Roland

[1] http://www.nordische-staaten.de/info/glossar.php#grotesk-stempel (Link zur Webseite "Glossar" der Forschungsgemeinschaft Nordische Staaten e.V.)
 

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