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Thema: BDPh sucht neuen Fälschungsbekämpfer / Lars Böttger zurückgetreten
Das Thema hat 35 Beiträge:
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Richard Am: 08.01.2012 21:38:30 Gelesen: 17000# 11 @  
In einem anderen Forum wird lebhaft über die nach Meinung einiger Diskutanten derzeit mangelhaften Fälschungsbekämpfung diskutiert. Dabei werden dem Sinn nach Aussagen gemacht dass die Zahl der auf Ebay angebotenen Fälschungen zunimmt. Ich kann den Sachverhalt nicht beurteilen.

Außerdem wird über den künftigen BDPh Fälschungsbekämpfer diskutiert und gerätselt, um wen es sich handelt.

Was die genannte Auktionsplattform betrifft, empfehle ich derzeit erhöhte Vorsicht vor Fälschungen aller Art, von Ganzfälschungen bis hin zu den vielen Stempelfälschungen.

Der neue Fälschungsbekämpfer ist Mitglied der Philaseiten und mir persönlich bekannt. Sein Name wird jedoch hier nicht bekannt gegeben, bevor er 'offiziell' vom BDPh bestätigt wird.

Schöne Grüsse, Richard
 
Hobbyphilatelist Am: 01.06.2014 14:37:38 Gelesen: 14294# 12 @  
Bundesstelle Fälschungsbekämpfung/Sammlerschutz

Rücktritt Lars Böttger

Berufliche Gründe veranlassen Lars Böttger als BDPh-Bundesstellenleiter zurückzutreten. Herr Böttger hat sich am 1. Mai beruflich verändert und kann die Aufgaben, die ihm sehr viel Spaß machen aus Zeitgründen leider nicht mehr ausüben. Mit viel Elan hat er in der philatelie über Schadensfälle berichtet, die Neuorganisation der juristischen Vertretung bei Schadensfällen begleitet und das Fälschungsbekämpfungsseminar am 21. und 22. Juni 2014 im Haus der Philatelie in Bonn vorbereitet. Der Bundesvorstand bedankt sich für die geleistete Arbeit und hofft, Herrn Böttger zu einem späteren Zeitpunkt als ehrenamtlichen Mitarbeiter wieder gewinnen zu können.

Als Ansprechpartner für Schadensfälle und für die Durchführung des Seminars im Juni steht Vizepräsident Alfred Schmidt, Bornsche Str. 10, 39340 Haldensleben, Tel.: 03904/2744, Fax: 03904/462252, E-Mail: a.schmidt@bdph.de

Quelle: http://www.bdph.de/index.php?&id=93&backPID=1&tt_news=8144&cHash=b70df89dc0
 
Richard Am: 01.06.2014 15:32:11 Gelesen: 14262# 13 @  
@ Hobbyphilatelist [#12]

Steht doch schon bei uns im Forum, mit einem wichtigen Zusatz:

http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=642&CP=0&F=1 (Beitrag 549)

Schöne Grüsse, Richard
 
Briefmarkentor Am: 01.06.2014 16:15:50 Gelesen: 14235# 14 @  
@ helgophil [#5]

Hallo Helgophil,

sollten nicht eigentlich alle Spezialisten und Wissenden an einem Strang ziehen und gemeinsam gegen Fälschungen, egal wo, vorgehen?

Machen wir aber nicht! ;-)

Um so höher meine Anerkennung gegenüber Lars und allen anderen an der Fälschungsbekämpfung beteiligten, die sich sicher oft wie im Kampf gegen die Hydra fühlen.

Viele Grüße

Marko
 
chuck193 Am: 01.06.2014 18:50:02 Gelesen: 14165# 15 @  
Hallo die Sammlerschaft,

wäre es nicht gut, eine Seite für ausgestellte Fälschungen zu machen, obwohl nicht alle Fälschungen eingestellt werden können? Würde es bestimmt für einige Sammler von Nutzen sein. Nicht jeder hat die Literatur für Fälschungen.

Schöne Grüsse,
Chuck
 
wuerttemberger Am: 01.06.2014 21:48:15 Gelesen: 14073# 16 @  
@ chuck193 [#15]

Verbreite das Wissen über die Originale, dann braucht man sich über Fälschungen keine Gedanken mehr machen.

Gruß

wuerttemberger
 
roman Am: 01.06.2014 21:50:48 Gelesen: 14070# 17 @  
Eigentlich sollte man EBAY und andere Plattformen einmal anschreiben, da sie nicht unterbinden können, dass Fälschungen verkauft werden, vielleicht separat einstellen, in eine gesonderte Kategorie.

Was ich komisch finde, ich darf meine Gefälschten NIKE Turnschuhe nicht verkaufen, auch wenn ich reinschreibe: "Fälschung".
 
chuck193 Am: 01.06.2014 22:52:07 Gelesen: 14038# 18 @  
@ württemberger [#16]

Hi württemberger,

Verbreite das Wissen über die Originale, dann braucht man sich über Fälschungen keine Gedanken mehr machen

Das Wissen der Originale steht wohl im Michel, über Fälschungen wird nur geschrieben. Bei den Fälschungen gibt es doch wohl meistens die Stempel oder Farben, auch Marken die sonst noch verschiedene Art von Fälschungen aufweisen, könnten doch hier vorgestellt werden. Warum nicht?

Schöne sonnige Grüsse,
Chuck
 
wuerttemberger Am: 01.06.2014 23:10:27 Gelesen: 14028# 19 @  
@ chuck193 [#18]

Michel ist nur eine aufgeblasene Preisliste und deswegen in seinen Möglichkeiten sehr beschränkt.

Hier mal ein Beispiel, wie ich mir das vorstelle: http://www.huylmans.de/de/einleitung-memelgebiet-briefmarken-philatelie-klaipeda-lithuania/

Das ist eine vorbildliche Webseite mit einer Menge an Informationen, die man im Michel so nie finden wird.

Gruß

wuerttemberger
 
chuck193 Am: 02.06.2014 00:13:14 Gelesen: 14006# 20 @  
@ württemberger [#19]

Hi württemberger,

tolle Seite, aber ganz so aufwändig braucht diese Seite in diesem Forum ja nicht sein. Die Hauptsache ist, man findet Anhaltspunkte der Fälschung für eine Marke. Ich habe die Memel Seite bei meinen Favoriten gestellt.

Schöne Grüsse,
Chuck
 
Richard Am: 05.06.2014 09:09:23 Gelesen: 13748# 21 @  
@ roman [#17]

Eigentlich sollte man EBAY und andere Plattformen einmal anschreiben, da sie nicht unterbinden können, dass Fälschungen verkauft werden, vielleicht separat einstellen, in eine gesonderte Kategorie.

Hallo Roman,

gute Idee, dann schreibe doch bitte Ebay und andere Plattformen an und berichte anschließend hier im Forum, was sie geantwortet haben.

@ alle

Wir Sammler sollten endlich alle begreifen, daß Ebay gewaltige Provisionen für den Verkauf von Fälschungen erhält [1]. Warum sollte ein US-Konzern darauf verzichten ?

Schöne Grüsse, Richard

[1] http://de.statista.com/statistik/daten/studie/74261/umfrage/umsatz-von-ebay-seit-2004/
 
Lars Boettger Am: 05.06.2014 09:33:14 Gelesen: 13729# 22 @  
@ roman [#17]

Hallo Roman,

Ebay hat vor 5-6 Jahren, als die Förderung durch den deutschen Staat auslief, fast seine komplette Mannschaft in Deutschland entlassen. Damit fehlten mit einem Mal sämtliche Ansprechpartner, mit denen man das Thema "Fälschung" diskutieren könnte. Das hat sich seither nicht geändert. Alle Anfragen laufen ins Leere. Da ging es mir nicht anders, wie jedem Ebayer, der an Ebay geschrieben hat.

Ebay wollte damals nicht in den Ruch kommen, Fälschungen zu verkaufen. Deshalb gibt es keine Kategorie "Fälschungen". Diese Kategorie wird es m.E. auch nie geben. Darum kamen wir damals auf die Idee, unter "Reproduktion" alles einzustellen, was irgendwie nach Fälschung aussah.

Das Thema ist verzwickt. Es gibt "offizielle Neudrucke" (die manchmal bei der Post zur Frankatur akzeptiert wurden!), "offizielle Nachdrucke" - ebenfalls "amtlich" hergestellt. Dann gibt es noch die privaten Neu- und Nachdrucke. Sollte jetzt ein US-Reprint, der von der US-Post gedruckt, verkauft und als Porto akzeptiert wurde, nicht mehr bei Ebay verkauft werden dürfen? Wie sieht es mit Sperati-Fälschungen aus? Da werden oft die Fälschungen höher gehandelt, als die echten Stücke? Heute würde ich alle Neu- und Nachdrucke nicht mehr zum Verkauf zu lassen, wenn damit auch die beschissenen Farbkopien verschwinden würden.

Machen wir uns nichts vor, die meisten Briefmarkenkäufer bei Ebay schalten ihr Gehirn aus und bieten dann. Da helfen keine noch so tollen Internetseiten. Im Prinzip kannst Du doch heute schon die meisten Fälschungen im Internet finden. Oder Dir echte Marken ansehen. So lange nicht Vernunft waltet, werden die Fälschungsanbieter leichtes Spiel haben.

Das ist auch nach meiner Meinung nicht das größte Problem. Die Qualität der angeboteten Marken entspricht in den seltensten Fällen der Beschreibung. Da wird aus nachgummiert und entfalzt oft "postfrisch". Nachgezähnte Marken werden als einwandfrei angeboten. Nicht prüfbare Eckstempel als "ausgezeichnet gestempelt". Das ist nach meiner Meinung als BPP-Prüfer das Hauptproblem. Und auch das wird sich durch Internetseiten nicht lösen lassen. Viele Sammler füllen gerne ihre Alben zu 10% Michel. Dass sie beim Verkauf 100% verlieren, das stellt sich oft erst nach dem Tod heraus.

Beste Sammlergrüsse!

Lars
 
roman Am: 05.06.2014 10:11:46 Gelesen: 13712# 23 @  
@ Lars Boettger [#22]

Wo du recht hast, hast du Recht. Was ich nur nicht verstehe, bei allen anderen Falschprodukten gibt es Theater, nur bei Marken nicht. weil dort halt keine Firma dahinter steht.

Ich gehe jetzt einige Marken patentieren oder die Rechte kaufen, und wenn dann jemand Fälschungen verkauft von MEINER, verklage ich ihn. ;-)
 
10Parale Am: 05.06.2014 10:45:30 Gelesen: 13695# 24 @  
@ Richard [#21]

Wir Sammler sollten endlich alle begreifen, daß Ebay gewaltige Provisionen für den Verkauf von Fälschungen erhält. Warum sollte ein US-Konzern darauf verzichten ?

Durchatmen, setzen lassen: ja wir sind im knallharteb Kapitalismus. EBAY ist ein Internetkaufhaus und man bekommt fast alles. Eben habe ich ein Fahrradschloss ersteigert, dass mich beim alteingesessenen Fahrradhändler um die Hälfte teurer gekommen wäre.

Was fehlt, ist ein auf Briefmarken spezialisiertes Online-Kaufhaus (bitte mit Konkurrenten!), welches eingedenk aller damit verbundenen Schwierigkeiten (siehe Lars Boettger [#22]) nur fälschungsfreie Ware verkauft. Auch Neudrucke und Sperati-Fälschungen könnten als philatelistisch bedeutende Stücke verkauft werden.

Ich bin mir sehr wohl der Gefahr bewußt, wenn ich bei ebay einkaufe. Aber ich kann nicht gänzlich auf ebay verzichten, denn dort gibt es auch ernsthafte Anbieter, beispielsweise Mitglieder von ARGEN. Und gestern habe ich entdeckt, dass ein namhaftes Berliner Auktionshaus auch bei ebay Marken anbietet, die bei mir eine gewisse Begehrlichkeit wecken.

Liebe Grüße

10Parale
 
drmoeller_neuss Am: 05.06.2014 10:51:47 Gelesen: 13688# 25 @  
@ roman [#23]

Es mag lächerlich klingen, aber bei modernen Marken kann dieser Ansatz greifen. Die Rechte am Entwurf liegen gewöhnlich beim Entwerfer oder bei der Postverwaltung, und die können gegen illegale Drucke natürlich vorgehen. Das hilft natürlich nicht gegen Faschstempel auf ansonsten echten Marken.

Bei klassischen Marken gibt es keinen praktikablen Ansatz, da die Rechte am Entwurf und am Design abgelaufen sind. In einigen wenigen Ländern sind fast alle erschienenen Marken noch gültig, wer also eine Farbkopie einer französischen Marke im Wert von 5 alten Franken aus den Jahre 1876 herstellt, hat damit ein gültiges Postwertzeichen im Frankaturwert von 0,8 Eurocent gefälscht. Theoretisch ist das strafbar.

Im übrigen reichen das deutsche Vertragsrecht und das EU-Verbraucherrecht vollkommen aus. Wer absichtlich Fälschungen unters Volk bringt und damit unwissenden Sammlern das Geld aus der Tasche zieht, gerät sogar mit dem Strafrecht in Konflikt (Stichwort: Betrug).

Das eigentliche Problem hat bereits schon der scheidende Fälschungsbekämpfer Lars Böttger geschildert: Wo kein Kläger ist, da ist auch kein Richter: Die allermeisten Sammler merken nicht, was ihnen für Gurken angedreht werden, oder wollen es nicht wissen.
 
roman Am: 05.06.2014 11:16:50 Gelesen: 13664# 26 @  
@ drmoeller_neuss [#25]

Da gebe ich dir Recht, und habe wieder etwas dazu gelernt.

"Wo kein Kläger ist, da ist auch kein Richter:" Also müssen wir den Briefmarken aktive Besitzer geben, um sie zu Schützen.

Genau wie bei den Bekleidungsfirmen und ähnliches.

"Rechte am Entwurf und am Design abgelaufen". Kann man so etwa wieder "aktivieren"?
 
Briefmarkentor Am: 05.06.2014 12:25:22 Gelesen: 13625# 27 @  
@ roman [#17]
@ Alle

Nach meinem Empfinden läuft der Gedankenaustausch in eine sehr einseitige Richtung.

Fälschungen werden Sammlern überall angedreht. Auf Tauschtagen, Börsen, klassischen Auktionen und Verkaufsplattformen im Internet. Kann jemand stichhaltig belegen, das bei ebay prozentual zum gesamten Angebot mehr Fälschungen umgesetzt werden, als auf anderen Verkaufswegen?

Bitte nicht falsch verstehen. Ich bin mir der Problematik der Fälschungen sehr wohl bewusst. Aber bevor ihr dem bösen US-Konzern ebay an den Kragen wollt, räumt doch erst einmal auf den Tauschtagen und den Auktionshäusern auf. Ich habe einen Verkäufer auf einem Tauschtag auch schon einmal anhand von Fachliteratur Falschstempel in seinem Angebot aufgezeigt. Und? Verkaufen wird er sie trotzdem. Bei einer von mir bei einem renommierten Auktionshaus ersteigerten Ländersammlung befanden sich zwei kleinpreisige nachgummierte Marken. Wem sollte ich einen Vorwurf machen? Ich habe sie anschließend bei ebay verkauft. Allerdings dann mit Prüfstempel BPP "falsch".

Letztendlich kann man immer wieder nur aufklären und sensibilisieren. Was der Sammler daraus macht, steht auf einem anderen Blatt.

In diesem Sinne, noch einmal vielen Dank an Lars Böttger für dessen Kampf gegen Fälschungen, der oft sinnlos erscheinen muss.

Viele Grüße

Marko
 
roman Am: 05.06.2014 12:44:46 Gelesen: 13607# 28 @  
Fälschungen gibt es überall, nur in letzter Zeit, werden es immer mehr gerade bei EBAY, eine Auktion nach der anderen, im wahrsten Sinne des Wortes. Blocks, Nachdrucke, Probedrucke etc., alles Fälschung. Auf den Tauschbörsen und Auktionshäusern gibt es natürlich auch Fälschungen, aber vereinzelt, und meistens Alt-Fälschungen. Aber einige Verkäufer machen daraus ein blühendes Geschäft, die machen sich sogar so wenig Arbeit, dass sie gar keine Zähnung mehr machen, sondern als Probedruck oder nicht verausgabte Marken anpreisen.

Eine Sache ist es hochwertige Marken zu fälschen, die andere ist es eine Massenproduktion anzufangen, und diese ganz öffentlich zu verkaufen. Diese verkaufen sie im Durchschnitt für 3 bis 10 Euro. Wenn das so ist, mache ich mir auch ein paar Blocks mit nicht ausgegeben Marken.

Gefälschte Turnschuhe werden auch auf Flohmärkten, Messen oder Net Plattformen verkauft, aber diese werden bekämpft !
 
Lars Boettger Am: 05.06.2014 12:50:21 Gelesen: 13605# 29 @  
@ Briefmarkentor [#27]

Hallo Marko,

Du hast einerseits recht: Viele (ich nenne sie mal "klassische") Fälschungen werden über Tauschtage oder Auktionshäuser verkauft (Stichwort: "Urige Sammlung"). Diese alten Fälschungen finden sich immer wieder bei Ebay. Das zieht sich unterschiedslos bei privaten und gewerblichen Anbietern durch. Aber - und das Phänomen beobachte ich seit 15 Jahren - es gibt Fälschungen, die wurden speziell für den Verkauf im Internet hergestellt (Farbkopien von Marken, "spezielle" Aufdrucke usw., usf.). Der nächste Vorwurf an Ebay ist einfach - eine Kommunikation findet nicht statt.

Wie bisher werden Fälschungsmeldungen an Ebay abgesandt. Sehr oft wird gelöscht. Aber in manchen Fällen schreibt sich Stefan die Finger wund, es nützt alles nichts, es wird nicht gelöscht. Fragt man nach, warum das so ist, dann kriegt man keine Antwort. Mit Auktionshäusern oder auf einem Tauschtag findet wenigstens Kommunikation statt.

Beste Sammlergrüsse!

Lars


 
Briefmarkentor Am: 05.06.2014 13:13:28 Gelesen: 13585# 30 @  
@ Lars Boettger [#29]

Hallo Lars,

das von dir beschriebene Beispiel ist ganz klar Betrug und gegen diesen finden sich entsprechende Gegenmaßnahmen in der deutschen Gesetzgebung. Ebay mache ich an dieser Stelle gar keinen Vorwurf. Aktuell stehen auf der deutschen Seite unter der Rubrik Briefmarken 1.476.711 Treffer. Diese Menge kann niemand mehr kontrollieren und die Frage bleibt im Raum, wie viele von diesen Angeboten tatsächlich Fälschungen sind. Den Vorwurf in deinem Beispiel richte ich eher gegen den Käufer, dem es heute so leicht wie noch nie fällt, sich zu informieren. Auch dank der tollen Seite von Richard. Vor jedem anderen Kauf prüfen, vergleichen und informieren wir uns ja auch.

Mit der Kommunikation ist es so eine Sache. In meinem oben genannten Beispiel war die Antwort des Verkäufers, er kenne sich mit dem Gebiet nicht aus. Das war es dann. Geholfen oder gebracht hat dieses Gespräch also nichts. Aber du hast recht. Wenn ebay schon so kompetente Ansprechpartner zur Seite stehen, sollte man deren Rat immer beherzigen. Aber wahrscheinlich geht es in den Ausnahmen um zu viel Geld. Wie auch bei dem kleinen Händler auf dem Tauschtag. ;-)

Viele Grüße

Marko
 
philapit Am: 05.06.2014 13:38:17 Gelesen: 13571# 31 @  
@ Lars Boettger [#29]

Hallo Lars,

ich glaube wir sollten mal wieder die Kirche im Dorf lassen. Es geht mal wieder in diesen Beiträgen munter durcheinander. Fälschungen sind manipulierte oder als Ganzfälschung hergestellte Marken. Das ist Betrug und "kann" rechtlich verfolgt werden.

Bei den offiziellen Nachdrucken, Faksimiles sieht es schon anders aus. Wenn diese als solche gekennzeichnet sind ist doch nichts einzuwenden. Wer solche bunte Bildchen kauft kann entweder nicht lesen oder will sich daran erfreuen weil er diese in echt sich nicht leisten kann. Die die wiedermal über die Amerikaner schimpfen weil Ebay ein Unternehmen von dort ist möchte ich darauf hinweisen das die meisten Nachdruck usw. vom deutschen Briefmarkenhandel als Beigaben auf Messen, Großtauschtagen z.t.sogar bei Auktionen als Beigabe mit beigelegt werden. Ich habe ein ganzes Album voll.

So nun habe ich mir wieder etwas Luft verschafft!

philapit
 
Kontrollratjunkie Am: 05.06.2014 13:51:31 Gelesen: 13558# 32 @  
@ Briefmarkentor [#30]

Natürlich muss man Ebay einen Vorwurf machen. Nämlich den Vorwurf, für alles und jedes kassieren zu wollen, Stichwort Provision auf die Versandkosten, aber nicht einmal das mindestens notwendige Personal bereitzustellen, die Plattform sauber zu halten. Zumindest im Rahmen des Vertretbaren und Bezahlbaren. Bei Ebay.de stehen, bzw. standen hervorragende willige Fachleute bereit, um zu helfen und Fälschungen zu löschen. Offenbar interessiert es den Konzern nicht. Sicher macht der Bereich Briefmarken nur einen verschwindend geringen Anteil am Gesamtumsatz aus. Aber auch kleine Geschäftsbereiche wollen gepflegt werden. Und genau das verstehe ich nicht.

Andererseits ist es natürlich klar, wer betrogen werden will, dem bietet Ebay die besten Möglichkeiten. Und wer nicht bereit ist, sich mit der Materie oder seinem Sammelgebiet zu befassen, der hat im Grunde auch selber Schuld.

Gruß
KJ
 
Briefmarkentor Am: 05.06.2014 14:12:29 Gelesen: 13542# 33 @  
@ Kontrollratjunkie [#32]

Hallo Rüdiger,

wie Lars schon im Beitrag [#29] schrieb, arbeitet ebay oft mit. Dass mit ebay Geld verdient werden soll, kann du nicht ernsthaft als Vorwurf bringen. Es handelt sich um ein privatwirtschaftliches Unternehmen, dessen einzige Aufgabe es ist, den Eigentümern Geld zu bringen. Im Übrigen, wie würden unsere Alben ohne diese Plattform aussehen? Meine wären ziemlich leer.

Leider wird immer wieder die Sorgfaltspflicht der Käufer vergessen. Würdest du im Supermarkt ein Teil für dein Auto ohne Betriebserlaubnis kaufen, nur weil es billiger ist? Sind nicht wir Sammler viel zu fahrlässig beim Erwerb von Material, bzw. schöpfen den Rechtsweg viel zu wenig aus? Und steckt nicht in vielen auch der kleine Betrüger? Die Fälschung ist zwar bekannt, aber dem nächsten Dummen kann man sie ja aufs Auge drücken. Das ist doch das eigentliche Problem. Abgesehen von den von Lars beschriebenen Entwicklungen, hinter denen gewerbemäßiger Betrug zu stecken scheint.

Herzliche Grüße

Marko
 
DL8AAM Am: 05.06.2014 15:18:09 Gelesen: 13510# 34 @  
@ roman [#28]

Gefälschte Turnschuhe werden auch auf Flohmärkten, Messen oder Net Plattformen verkauft, aber diese werden bekämpft !

Korrekt, aber nur weil hier (Marken-) Rechte Dritter tangiert sind, nur deshalb, nicht weil es Fälschungen o.ä. sind.

Generell gilt, solange ich keine Rechte Dritte (laufendes "Copyright", Markenrechte, gültige Wertzeichen etc.) verletzte darf ich "Originale Nachmachen" (oder Verändern) so lange und soviel ich will. Auch darf ich das ganz legal verkaufen, ohne dass das auch nur ansatzweise staatliche Stellen hiergegen eingreifen konnen (selbst wenn sie könnten und wollten). Ganz einfach. das hat nichts mit eBay, Aldi/Lidl/etc., dem "Polenmarkt" oder dem fliehenden Vietnamen an der Straßenecke zu tun. Einfuhr-, zoll- und steuerrechtliche Aspekte mal außen vor gelassen. Die sind hier aber nicht das Thema.

Wie gesagt, dass gilt auch für den Verkauf! Es sei denn ich verkaufe diese "Kopien" als das was sie nicht sind, nämlich als Originale. Das wäre dann Betrug. Bis dahin ist alles vollkommen korrekt gelaufen. Verklausulierte Beschreibungen sind aber auch kein Monopol von eBay-Verkäufern. Marken-Bio-Naturbrot mit "vollwertigen natürlichen Weizenhalmfasern" heisst auch nichts anderes als "wir haben Stroh ins Brot gemischt" (ist gerade in unserer "Dorfpostille" der Aufreger der Woche). Wer lesen kann (und zumindest versucht das auch zu verstehen) ist klar im Vorteil.

Im Prinzip ist es eigentlich eher eine Anmaßung von uns, einem legalen Geschäft untersagen zu wollen, was es legal verkaufen darf und was nicht!

Der einzige Ansatzpunkt könnte hier eine mögliche 'abgesprochene' Marktmacht der Käufer selbst sein. Aber so lange die sich nur all zu gerne jeden Schrott, hauptsache billig, andrehen lassen, kann man aus dieser Seite nichts erwarten. Aber hinterher ganz laut aufregen und öffentlich meckern, dass kann er dann aber widerum par excellence. Das ist aber auch kein Phänomän von eBay und deren Kunden.

Wie viele meiner Vorschreiber bereits ausgeführt haben, wenn ich Geld in die Hand nehme (spätestens aber ab dem Punkt wo der Betrag für mich bemerkbar ist), gilt sich vorher informieren oder wenn man keine wirkliche Ahnung hat "Finger weg". Schnäppchen kommt von Schnappen und wer hier wem etwas abschappt sollte klar sein. Wenn ich als Käufer vermeintlich meine 'ein Schnäppchen' zu machen, dann habe man doch irgendwie im Hinterkopf die waage Idee den Verkäufer doch etwas zum Unterpreis wegzuschnappen bzw. ihn vom Prinzip her sogar zu übervorteilen. Für den Schnäppchenjäger gilt scheinbar, wenn der Verkäufer das macht ist das schlecht, wenn der Käufer das macht gut. Da Verkäufer aber in aller Regel wissen (sollten) was sie abzugeben haben, liegt der Schnäppchenvorteil aber meist auf dieser Seite. Das ist ganz einfach.

Aber nicht ohne Grund schreiben Verkäufer immer von "Dachbodenfund", "Erbe", "von Opa" und "ich habe keine Ahnung", damit will man den kleinen "$Betrüger$" im Käufer ansprechen und aktivieren.

Nicht auf eBay schimpfen und warten das andere den Job für einen übernehmen, sondern selbst erst einmal versuchen das eigene Hirn einzuschalten. Nie war sich informatieren so einfach wie heute. eBay - das ist nur die Plattform (so wie Stadt, die den Schützenplatz für den sonntäglichen Flohmarkt Dritten gegen Gebühr zur Verfügung stellt) - macht ja (fast) alles richtig, aber auch der Käufer?

Gruß
Thomas
 
Kontrollratjunkie Am: 05.06.2014 16:03:41 Gelesen: 13491# 35 @  
@ Briefmarkentor [#33]

Offenbar hast Du meine Intention missverstanden. Ich kritisiere mitnichten, dass mit ebay Geld verdient werden soll. Einen solchen Vorwurf habe ich auch nicht gebracht. Ohne dieses Unternehmen wäre ich mit meiner Sammlung nicht dort, wo ich heute bin. Ich kritisiere die dortige Arroganz und die Ablehnung der Kooperation / Koordination. Das hat Lars schon ausführlich dargestellt.

Aber nochmal: Ich sehe die Problematik ähnlich wie Thomas durchaus beim Käufer, der sich zu oft mit geschlossenen Augen und einer gewissen Opferlamm-Mentalität in die Höhle des Löwen begibt. Ich kann eben keinen Berliner Rotaufdruck erwerben, wenn ich noch nie einen "BERLIN"-Aufdruck gesehen habe und auch nicht bereit bin, mir z.B. vom BPP helfen zu lassen.

Gruß
KJ
 

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