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Thema: Nachgebühr verschiedener Länder
Das Thema hat 376 Beiträge:
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SH-Sammler Am: 27.12.2021 09:42:46 Gelesen: 141162# 352 @  
@ remstal [#317]

Hallo Remstal

Ich habe mal ein paar Deiner Beiträge "hervorgeholt" und dabei den Beitrag [#317] angeschaut. Neugierig wie ich bin, wollte ich der Sache auf den Grund gehen.

Ich denke, dass ich zu Deiner Frage der Taxberechnung eine Antwort gefunden habe.

Vorausgesetzt, dass in Deutschland doppeltes Briefgewicht angenommen wurde, hätte der Brief 90 Pfennige gekostet. Wie Du schreibst, wären damit 15 Pf. zu wenig frankiert.

Diese 15 Pf. ins Verhältnis zur einfachen Schweizer Brieftaxe gesetzt ergibt eine fehlende Frankatur von 16.6 Rappen. Das "doppelte" Gewicht wurde anscheinend nicht berücksichtigt oder war ganz einfach nicht vorhanden.

Ab 01.07.1953 bis 1959 gab es für die Berechnung der Nachtaxe einen Rabatt, die fehlende Taxe wurde auf 5/8 reduziert. Das wären dann immer noch 10,4 Rappen. Diese wurden sicher abgerundet auf 10 Rappen. Ansonsten wäre ja wieder auf den vollen 5-er aufgerundet worden und der Rabatt somit "hinfällig" geworden.

Wäre das die Lösung, was denkst Du?

Grüsse

SH-Sammler
Hanspeter
 
remstal Am: 27.12.2021 14:45:27 Gelesen: 141139# 353 @  
Hallo Hanspeter,

vielen Dank für deine Erklärung der Nachgebühr, die Reduzierung auf 5/8 war mir nicht geläufig.

Ich gehe davon aus, dass ein doppeltes Gewicht vorgelegen haben muss, da sonst eine Nachtaxe gar nicht angefallen wäre. Ich habe versucht, mir die 10 Rp. so zu deuten, dass die vorhandenen Marken zuerst auf das Briefporto (40 Pf) angerechnet wurden, für die R Gebühr blieben also 35 Pf übrig, es fehlen 15 Pf, dies entspräche den kassierten 10 Rappen. Eine zu abenteuerliche Erklärung ? Deine Interpretation klingt auf jeden Fall "amtlicher".

Ein recht interessanter Brief.

Ganz liebe Grüße Anton
 
Seku Am: 22.02.2022 20:38:37 Gelesen: 134906# 354 @  
Schweiz Aktuell - nur gut, dass der Absender bekannt war; denn bei fehlenden Absenderangaben erfolgt der Taxnachbezug beim Empfänger.



Ich wünsche einen schönen Abend

Günther
 
MichaelS Am: 23.02.2022 19:57:03 Gelesen: 134803# 355 @  
@ Seku [#354]

Dieser Schweizer Beleg ist letzte Woche auf meinem Schreibtisch gelandet und passt zu dem Beleg in [#354].



Der Empfänger arbeitet nicht mehr bei der LGT Bank in Zürich, was durch den roten Aufkleber deutlich gemacht wurde. Die Schweizer Post hat einen Aufkleber angebracht, dass die Rücksendung Taxpflichtig ist.



Es gibt aber keinen weiteren Hinweis auf bezahlte Gebühren. Oder gibt es weitere Informationen in dem QR-Code?

Schönen Gruß,
Michael
 
bekaerr Am: 19.03.2022 15:50:00 Gelesen: 132641# 356 @  
Hallo zusammen,

ich möchte heute folgenden Beleg zur Diskussion stellen:



Ursprünglich ein korrekt mit 8 Pf. freigemachter Ortsbrief von Berlin C nach Wilmersdorf, 30.8.1930 mit Weiterleitung nach den USA. Auslandsporto zu der Zeit war 25 Pf. Da der Brief erst einmal nicht unterfrankiert war, wurde nur der einfach Fehlbetrag taxiert. Hier die bisher von mir ermittelte Chronologie:

"Wilmersdorf" mit Bleistift gestrichen und „New York – 33 East …“, ergänzt

oben rechts Z1 "Nachgebühr"

sowie mit Blaustift „17“ und „T.“(ax)-Stempel mit Angabe 17 C. (US-Cent oder Centimes?)

Rückseitig Maschinen-AK-Stempel „New York N.Y.State F-2 / Sept 12…“

vorderseitig unten Nachgebühr-Doppelstempel mit 4 Ct. und rückseitig 2 x 2-Ct-Portomarken (vorausentwertet?)

darunter Z1 „NOT FOUND + vermutlich Postamtsnummer“

rückseitig Z4 „NON RECLAME …“ vom 22.10.1930

Folgende Fragen stellen sich mir:

1. wie wird die blaue 7 über der blauen 17 interpretiert?
2. wie kam die US-Post auf 4 Cents
3. Ich erkenne keinne Hinweis auf postlagernd, dennoch rückseitig der Stempel "Non reclame"

Neben diesen Fragen, finde ich die Firmenlochung und den Absender interessant. Es gibt dazu einen wikipedia-Eintrag [1].

Beste Grüße,
B.

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Kaufhaus_Nathan_Israele
 
Seku Am: 08.05.2023 13:53:18 Gelesen: 86486# 357 @  
Schweiz Aktuell - nur gut, dass der Absender bekannt war, denn bei fehlenden Absenderangaben erfolgt der Taxnachbezug beim Empfänger. Und der Absender zwang die Post zur Dreifach-Abstempelung.



Ich wünsche einen schönen Wochenanfang

Günther
 
GSFreak Am: 01.08.2023 17:52:24 Gelesen: 78573# 358 @  
Hallo zusammen,

hier zwei BUND-Postkarten-Ganzsachen (P 11 und P 30) mit Nachgebührstempeln, die ich so noch nicht bewusst vorher gesehen habe.

P11 II: Ortspostkarte als Fernpostkarte am 21.09.1953 von Hamburg nach Braunschweig genutzt, daher 3 Pf. Nachgebühr (2 Pf. + 1 Pf.), "Nachgebühr" mit einem großen "L" hintendran.



P 30: Ortspostkarte als Fernpostkarte am 06.03.1958 von Kiel nach Rheine (eine Drucksache - wie vom Absender auf die Postkarte geschrieben - war es ja nicht), daher ebenfalls 3 Pf. Nachgebühr. "Nachgebühr" mit zusätzlichem Datum "7. MRZ. 1958" und zwei kleinen roten Kreisen zusammem in einem Rahmen.



Beste Grüße
Ulrich
 
reichswolf Am: 09.11.2023 13:37:25 Gelesen: 67251# 359 @  
Den folgenden Beleg kann ich nicht vollständig beschreiben. Klar ist, dass er von Paris über Aachen nach Neuenrade lief. Die Marken wurden entwertet mit dem Sternstempel (étoile chiffrée) 8, dazu gehört der Zweikreis-Tagesstempel PARIS R. D´ANTIN vom 21.5.1866. Der Brief wurde von der Post im Briefkasten gefunden, wie der Stempel Trouvé à la Boîte 8 zeigt. Das war insofern wichtig, als der Brief unzureichend frankiert war. Das zeigt der rote Stempel AFFR. INSUFF. 8 (affranchissement insuffisant).

In Aachen kam am 22.5. der rückseitige blaue Transitstempel AUS FRANKREICH PER AACHEN. B dazu (mit Zugnummer 4 und dem B für prompte Beförderung). Am Ziel erhielt der Beleg einen Tag später noch den Ausgabestempel AUSG. N 2. Leider habe ich keinen Zugriff mehr auf meine Literatur, daher kann ich zu den Tarifen oder Michelnummern nichts sagen.



LG,
Christoph
 
bedaposablu Am: 07.02.2024 17:35:48 Gelesen: 63474# 360 @  
Hallo miteinander!

Habe hier eine Ansichtskarte aus Paris nach Klagenfurt in Österreich.



Offensichtlich war es am 16.01.1974 sehr kalt in Paris, so daß die Briefmarke abfiel nachdem die Postkarte gestempelt wurde.





Nachdem die Karte am 18.01.1974 in Klagenfurt ankam wurde das Fehlen der Marke festgestellt und ein roter Nachgebühr-Stempel von Klagenfurt 9020 abgeschlagen, irgendwann für ungültig erklärt und in 9010 Klagenfurt noch einmal mit einem Nachporto-Stempel versehen! Wo der handschriftliche "T 60/90 " Eintrag herkommt ist mir ebenfalls unbekannt, auch was die Höhe der Nachgebühren anbetrifft! Ist "S"= Schilling?

Kann mir irgend Jemand etwas zu diesen Stempeln sagen und kann hier weiter helfen? Ich habe diese Stempel noch nie gesehen!

Viele Grüße aus Magdeburg!
Klaus-Peter
 
Baber Am: 07.02.2024 18:37:58 Gelesen: 63469# 361 @  
@ bedaposablu [#360]

Hallo Claus-Peter,

der Tax-Stempel kann nur aus Frankreich kommen, denn nur das Aufgabeland weiß, wie das richtige Porto gewesen wäre.

Es war wohl eine Marke drauf auch noch bei der Ankunft in Klagenfurt, was man am Nachgebührenstempel oben sieht, der am Eck über die Marke gegangen ist.

Da Frankreich den Taxstempel T60/90 = Tarif bis 15.9.1974 für Auslandpostkarte/Auslandsbrief gesetzt hat, war die Marke ungültig. Die Postkarte galt als nicht frankiert.

Österreich multiplizierte den Taxbruch 60/90 mit dem Tarif eines Auslandsbriefe von 4 S, was 2,67 S Nachgebühr, aufgerundet auf 2,70 S ergab.

Gruß
Bernd
 
bedaposablu Am: 07.02.2024 18:59:10 Gelesen: 63460# 362 @  
@ Baber [#361]

Hallo Bernd,

danke für Deine Informationen und die Nachportoberechnung, da wäre ich nie darauf gekommen, auch daß der 9010 Klagenfurt-Stempel über die Marke ging ist mir nicht aufgefallen. Das durch die T 69/90 Angabe die Frankatur ungültig wird war mir ebenfalls nicht bekannt gewesen. Mann lernt nie aus.

Nochmals Danke und viele Grüße aus Magdeburg!
Klaus-Peter
 
Baber Am: 07.02.2024 21:15:45 Gelesen: 63445# 363 @  
@ bedaposablu [#362]

Hallo Claus-Peter,

der Tax-Stempel macht nicht die Frankatur ungültig sondern zeigt im Zähler, wieviel Porto fehlt.

Im Nenner steht immer das Porto eines Auslandsbriefes der 1. G-Stufe. Das Auslands-Postkartenporto war damals in Frankreich 0,60 Fr.

Also die Karte war nicht etwa unterfrankiert weil dann wäre im Zähler nur die Differenz zu 60 gestanden. Da eine Marke offensichtlich aufgeklebt war, kann es nur eine ungültige gewesen sein, da der Tax-Stempel besagt, dass 60 also das gesamte Porto gefehlt hat.

Gruß
Bernd
 
saeckingen Am: 15.03.2024 13:48:28 Gelesen: 61784# 364 @  


Ansichtskarte per Luftpost von s-Gravenhage/Niederlande 3.3.80 nach Nairobi/Kenia. Die Karte ist mit 50c um 5c unterfrankiert und erhielt daher den Taxe-Stempel T 5/80.

In Kenya wurde der Fehlbetrag in 1/10 umgerechnet und die Karte am 8.3.80 im Postfach des Empfängers benachrichtigt. Am 18.3.80 wurde bei Abholung der Karte das Nachporto von 1/10 mit zwei Portomarken zu 40c und einer zu 30c verrechnet und die Marken entwertet.

Grüße
Harald
 
GSFreak Am: 27.10.2024 21:07:26 Gelesen: 48279# 365 @  
Hallo zusammen,

hier eine 5 Rpf. Ortspostkarte-Ganzsache der Amerikanischen Zone (P 630), gelaufen als Fernpostkarte in der Britischen Zone von KÖLN-SÜLZ 2 (29.08.1945) an das Rote Kreuz in Lüneburg. Folglich um 1 Rpf. unterfrankiert und damit 1 1/2 Rpf. Nachgebühr, welche auf 2 Rpf. aufgerundet wurde. Eigentlich war diese Karte in der Britischen Zone nicht gültig.

Dem Text ist zu entnehmen, dass ein Mann aus München seine Angehörigen sucht. Es ist eine Grenzgängerkarte mit Deckadresse in Köln (mutmaßlich ein Kollege/Freund des Schreibers).



Beste Grüße
Ulrich
 
GSFreak Am: 13.11.2024 09:29:52 Gelesen: 47717# 366 @  
Hallo zusammen,

hier eine AK aus Gillenfeld in der Eifel am Pulvermaar. Ohne Frankatur am 05.05.1970 versendet nach St. Ingbert. Das hat dem Empfänger 50 Pfg. Nachgebühr beschert. Dafür aber einen vollkommenen Stempelabschlag von GILLENFELD, in dem allerdings die Datumszeile unsauber eingestellt ist.



Beste Grüße
Ulrich
 
DL8AAM Am: 13.11.2024 16:16:14 Gelesen: 47696# 367 @  
Nachgebühr auf Japanisch ;-)

Hier ein (doch recht interessantes YouTube-Video eines Deutschen, der in Japan lebt (Kanal "NihonGo"), zum System Nachgebühr der Japan Post [1].



Im Bild das betreffende Zahlungsaufforderungsformular.

Beste Grüße
Thomas

[1] https://youtu.be/hlo4_U_mOYQ
 
Stefan Am: 01.06.2025 10:32:37 Gelesen: 32691# 368 @  
Nachfolgend ein Ausreißer eines Nachportobeleges aus den Niederlanden anch Deutschland. Hierbei handelt es sich ausdrücklich um reinen Bedarf und nicht um eine philatelistische Spielerei:



Sendung eines unbekannten Absenders aus den Niederlanden adressiert nach 48147 Münster in Deutschland

Der Brief wurde in den Niederlanden aufgegeben und von der niederländischen Post mit einem Nachportostempel (T 30/95) versehen. Die verklebte Briefmarke weist eine Nominale von 44 Eurocent aus. Die niederländische Post übergab die Sendung zusammen mit anderen Sendungen an den deutschen Ableger TNT Post national (Briefzentrum Hannover? oder Frankfurt/Main?). Von dort aus erfolgte jahrelang (mindestens von 2004 bis 2021) generell eine bundesweite Weiterleitung von Sendungen aus den Niederlanden auf regionale Zustellpartner, in diesem Fall der Transport zum Postmitbewerber Brief und Mehr aus Münster (BuM). Die Sendung durchlief dort am 18.11. die Briefsortieranlage und dürfte am darauffolgenden Tag zugestellt worden sein. Die Jahreszahl ist weder im niederländischen Maschinenstempel noch in der Frankierung von BuM zu erkennen. Ich nehme an, dass der Brief irgendwann innerhalb der Jahre 2009-2011 seine Reise angetreten hatte. Vielleicht lässt sich der Zeitraum auf ein oder zwei Jahre anhand der BuM-Frankierung eingrenzen, da BuM bis zum Schluss (30.06.2023) regelmäßig Anpassungen in den Frankiervermerken vorgenommen hatte. Ich habe den Beleg 2012 von einem Münsteraner Sammlerkollegen für die eigene Sammlung erhalten.

Ich gehe nicht davon aus, dass Brief und Mehr aus Münster das Nachporto beim Empfänger erhoben hat. Mir sind generell keine Nachportobelege von Brief und Mehr bekannt (trotz einer vorliegenden fünfstelligen Anzahl BuM-Belege). Dieses Unternehmen war von 2005 bis 2023 als Briefdienstleister im Münsterland und vor Ort auch der Platzhirsch tätig gewesen.

Gruß
Stefan
 
Philtiger2 Am: 12.07.2025 17:35:51 Gelesen: 27643# 369 @  
Hallo zusammen,

vielleicht kann mir jemand aus dem Forum den folgenden Beleg erklären:

Ansichtskarte mit Stempel „3138 DANNENBERG, ELBE -9.10.70“ nach Wien, frankiert mit 30 Pfennig Motiv „Nationale Briefmarkenausstellung SABRIA 70“ (Mi. Nr. 619). Damit ist nach dem vom 01.04.1966 bis 30.06.1971 geltenden Auslandstarif das korrekte Porto für eine Auslandspostkarte in ein CEPT-Land frankiert.

Warum Nachgebühren erhoben wurden, ist für mich daher nicht ersichtlich:



Hat hier der deutsche Postbeamte fälschlich das Porto für einen Auslandsbrief von 50 Pfennig in Ansatz gebracht oder wie erklärt sich der Taxstempel „T 20/50“?

In Österreich wurde dann ein Nachgebühr-Stempel „1120 WIEN 12.10.70 S. 00140 NACHGEBÜHR“ abgeschlagen und damit „1,40“ Schilling erhoben. Eine Portomarke wurde nicht verklebt. Der Betrag wurde handschriftlich notiert.

Im Jahr 1970 war zumindest nach meinen Recherchen im Internet das Porto für einen Standardbrief von Österreich nach Deutschland 1,50 Schilling. Nach der Rechnung 20/50 (Taxierung) x 1,50 (Standardauslandstarif des Empfängerlandes) hätten also nur 0,60 Schilling gefordert werden dürfen. Offenbar war der Rest von 0,80 Schilling eine Bearbeitungsgebühr?

Wer kann helfen?

Dank im Voraus und viele Grüße
Holger
 
Baber Am: 17.08.2025 09:06:58 Gelesen: 24842# 370 @  
Die "krumme" Nachgebühr Österreichs von 63 Groschen

Am 1.12.1954 führte Österreich die Geschäftspostkarten ein, die ein ermäßigtes Porto (50 Groschen) gegenüber einer normalen Postkarte (70 Groschen) hatten. Wurde diese Karte als "Gwschäftsantwortpostkarte" unfrankiert in den Briefkasten geworfen, zahlte der Empfänger nicht das doppelte Porto als Nachgebühr sondern nur eine um !/4 erhöhte Gebühr, aufgerundet auf ganze Groschen. 50 + 12,5 = aufgerundet 63 Groschen.

Dazu gab die österr. Post am 30.4.1957 extra eine 63 Groschen Portomarke heraus. Mi 243



Gruß
Bernd
 
Baber Am: 17.08.2025 09:20:11 Gelesen: 24838# 371 @  
@ Philtiger2 [#369]

Hallo Holger,

Der österrr. Tarif für einen Auslandsbrief war 1970 3,50 S. 20/50 x 3,50 = 1,40 S

Das Nachporto ist korrekt.

Gruß
Bernd
 
Philtiger2 Am: 18.08.2025 17:19:27 Gelesen: 24731# 372 @  
Hallo Bernd,

danke für deine Antwort! Die Berechnung der 1,40 S verstehe ich jetzt.

Aber warum hat der deutsche Postbeamte überhaupt den T-Stempel gesetzt und mit 20/50 ausgefüllt? Zumindest nach dem Michel Postgebühren-Handbuch waren die 30 Pfennig doch das korrekte Porto für diese Auslands- Postkarte! Welche Motivation hatte er bzw. welche Tax-Vorschrift gab es, die Frankatur mit dem Porto eines Auslands- Briefes in Relation zu setzen? Und was sagt dann die Angabe im Michel-Handbuch für das Auslandspostkartenporto überhaupt aus?

Ich bin immer noch etwas irritiert.

Viele Grüße
Holger
 
Journalist Am: 18.08.2025 19:19:18 Gelesen: 24704# 373 @  
@ Philtiger2 [#372]

Hallo Holger und an alle,

bei der Taxierung steht unter dem Bruchstrich immer das Porto für einen Auslandsbrief, das ist die Basis. Interessant ist es natürlich dann bei einer Auslandspostkarte, hier hätte dann normalerweise überhaupt nicht taxiert werden dürfen, wenn die 30 Pfg. ok sind.

Hat eine Auslandspostkarte eine falsche Frankierung, wird allerdings unter dem Bruchstrich immer das aktuell gültige Auslandsgrundentgelt eines Briefs angesetzt und nicht das einer Postkarte. Dies basiert wenn mich nicht alles täuscht auf den entsprechenden Weltpostverträgen, in dem diese Grundlagen fixiert sind, dazu müsste ich aber erst einige Akten durchsuchen, dazu fehlt mir leider die Zeit.

Soweit von meiner Seite noch eine Ergänzung - viele Grüße Jürgen
 
Baber Am: 19.08.2025 09:03:55 Gelesen: 24665# 374 @  
@ Philtiger2 [#372]

Hallo Holger,

warum der Postbeamte in Danneberg den Tax-Stempel gesetzt hat, obwohl die Karte portogerecht frankiert war, wird wohl ein ungelöstes Rätsel bleiben.

Vielleicht hat er die Sondermarke als 10 Pfg Marke betrachtet.

Die Nachgebühr wird vom Empfängerland nur auf Grund des Taxstempels berechnet. Ob dieser richtig oder falsch gesetzt wurde, interessiert das Empfängerland nicht.

Gruß
Bernd
 
Philtiger2 Am: 19.08.2025 18:15:31 Gelesen: 24619# 375 @  
Hallo nochmal,

vielen Dank für die Antworten!

Manches bleibt wohl ein Rätsel! Aber die Österreicher haben zumindest richtig gehandelt und dieser Teil des Nachportos ist somit nachvollziehbar.

Viele Grüße
Holger
 
DL8AAM Am: 11.05.2026 20:52:09 Gelesen: 4321# 376 @  
Wenn ich das Thema richtig durchgescrollt habe, dann gab es bisher noch keine Nachgebührsendung aus der damaligen Tschechoslowakei nach Westdeutschland?



Mehrbild-Ansichtskarte aus Most (Motive: Regionales Kulturhaus der Bergleute und Energiearbeiter / Autodrom / Markt / Theater der Arbeiter) aus der Edition bzw. vom Verlag Vydavatelství 'Press CTK Foto', Prag), verschickt nach Göttingen in Westdeutschland, ungenügend freigemacht mit lediglich 1 Krone (Schmetterling "Großer Eisvogel" - Limenitis populi, 1987; Michel #2902) und entwertet in Komořany u Mostu irgendwann im Jahr 1987.

Der handschriftliche T- (bzw. Nachgebühr-) Bruch ist für mich leider etwas kryptisch, auch da dieser etwas schlechter lesbar ist: Im Nenner steht für mich eindeutig wohl eine 200, das hieße, dass ein Standardauslandsbrief seinerzeit nur 2 Kčs gekostet hätte (wirklich?), soweit ok? Der Zähler könnte 700 oder auch 300 bedeuten? Da aber bereits eine Krone verklebt war, kann ich mir beide mögliche Varianten nicht erklären, denn es fehlt zu den 2 Kčs ja nur noch eine weitere Krone ("100") - nach der UPU-standardmäßigen Verdoppelung käme hier also nur eine "200" in Frage, oder? Oder habe ich das Prinzip falsch verstanden? Denkfehler?

Die Deutsche Bundespost hat zumindest aus dem für mich unklaren Bruch eine Nachgebühr in Höhe von 64 Pfennig ermittelt und wohl auch eingezogen.

Beste Grüße
Thomas
 

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