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Thema: (?) (317-318/332) Nachgebühr verschiedener Länder
Das Thema hat 335 Beiträge:
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Baber Am: 16.01.2020 14:08:45 Gelesen: 17965# 311 @  
@ Baber [#310]

Hat niemand eine Idee, wie die 104 Pfg errechnet wurden?

Gruß
Bernd
 
Bautenfünfer Am: 26.04.2020 21:49:23 Gelesen: 12297# 312 @  
Postkarte nach Israel abgestempelt am 23.9.50. Nach meinen Berechnungen fehlen 10 Pf, daher 170 alte Schekel Nachgebühr - oder kann mich jemand aufklären?



Postkarte nach Schweden, da hätten 20 Pf drauf sein müssen, daher 20 Öre Nachgebühr



Trauerbrief/Drucksache nach Österreich, wohl aus versehen als Inlands-Drucksache beklebt. Ins Ausland hätten aber als Auslandsdrucksache 10 PF beklebt werden müssen. Daher 30 Groschen Nachporto


 
saeckingen Am: 03.06.2020 11:50:23 Gelesen: 10281# 313 @  
Es gibt neben der Unterfrankatur auch weitere Gründe für die Erhebung von Gebühren vom Empfänger, die auch mit Portomarken verrechnet werden. Hier möchte ich zwei Beispiele von vollständig frankierten Briefen vorstellen, die dennoch mit Portomarken versehen wurden.



Luftpostbrief von Nairobi/Kenia (20.8.1952) nach Bengasi/Libyen (rückseitiger Ankunftstempel 23.8.1952 korrekt mit der Luftpostrate bis 1/2 Unze Gewicht von 1/30 freigemacht. Der Brief ist allerdings postlagernd (poste restante) adressiert und in Libyen wurde für die Postlagerung eine Gebühr von 5 Mills erhoben. Für diese Gebühr wurde die Portomarke Michel-Nr. 14 zu 5 Mills verklebt.



Einschreiben per Luftpost von Nairobi/Kenia (5.4.1951) nach West Ewell/Großbritannien verschickt. Es handelt sich um einen Ganzsachenumschlag der mit 5/- auffrankiert wurde und der damit vollständig freigemacht ist. Dennoch wurden in West Ewell Portomarken für 6s. 6d. verklebt. Der Grund dafür findet sich auf dem um die Kante verklebten Charge Label mit der Formularnummer OE84. Das Einschreiben enthielt, wie von der Absenderin vermerkt, als Geschenk zwei Nylons (Nylon-Damenstrumpfhosen). Dafür fielen 6/- Kaufsteuer und 6d Postgebühr für die Verzollung an. Sowohl die Steuer als auch die postalische Verzollungsgebühr wurden von der Post vom Empfänger eingezogen und mittels Portomarken verrechnet.

Grüße
Harald
 
SH-Sammler Am: 04.06.2020 09:40:22 Gelesen: 10233# 314 @  
@ Baber [#310] [#311]

Hallo Bernd,

nein, ich kann es nicht, auch nicht. Dies die Antwort auf Deine Frage zur Ansichtskarte nach Wetzlar. Aber ich kann die Fakten zu den Schweizer Frankatursätzen beitragen.

Die Ansichtskarte von Konstanz wurde in der Schweiz aufgegeben. Die deutsche Marke war somit ungültig, die Karte wurde als unfrankiert taxiert

Die Frankatur für eine AK nach Deutschland betrug ab 1. 01. 1976 = 70 Rappen.
Ein Brief CH nach D war 80 Rappen.
Umgekehrt war ein Brief aus D in die CH = 90 Pfennig

Nachstehend die Tabellen aus dem Büchlein “Zack”, Posttaxen der Schweiz ins Ausland.

,

Im T – Stempel auf Deiner Karte sehen wir die 90 und die 70. Aus Schweizer Sicht müsste jedoch unten die 80 stehen.

Die Rechnung sieht ja folgendermassen aus: Die Briefporti der 2 Länder zueinander ins Verhältnis setzen, also 80 dividiert durch 90. Das multipliziert mit fehlender Taxe 70 ergibt 62.22 plus Einzugsgebühr von 50 Pfennig ergeben total 112 Pfennige.

Aber: man kann es auch drehen, aus deutscher Sicht = 90 / 80, multipliziert mit 70. Das wären dann aber 129 Pfennige Nachgebühr. Ich kann es drehen und wenden wie ich will, ich komme nicht auf 104 Pfennig Nachtaxe.

Gruss

SH-Sammler
Hanspeter
 
Journalist Am: 04.06.2020 12:20:47 Gelesen: 10223# 315 @  
@ SH-Sammler [#314]

Hallo Hanspeter,

wie war den zu jener Zeit das Auslandsporto für einen Brief in die Welt (keine Cept-Länder - denn dies war vermutlich ein ermäßigter Tarif) - die Frage deshalb, da unter dem Bruchstrich normalerweise immer das jeweils gültige Auslandsporto eines Standardbriefes stehen müsste (zumindest ist dies bei Deutschland so und ich vermute auch mal bei der Schweiz) - wenn dies damals 90 Rappen betragen hat, dann stimmt es

denn über dem Bruchstrich steht das fehlende Entgelt der Sendung hier also für eine Postkarte von der Schweiz nach Deutschland 70 Rappen.

Heute wird dann oben durch unten geteilt also 70/90 dazu kommt dann das damals aktuell gültige Einziehungsentgelt, das ich aber von 1979 nicht kenne - waren das damals eventuell 25 Pfg ?

Dann würde das so fast mit minimaler falscher Rundung stimmen ?

70/90 = 0,78 eventuell falsch auf 0,79 gerundet + 0,25 DM = 1,04 DM

Viele Grüße Jürgen
 
Baber Am: 04.06.2020 14:32:16 Gelesen: 10207# 316 @  
@ SH-Sammler [#314]

Aus Schweizer Sicht müsste jedoch unten die 80 stehen

Das stimmt so nicht, denn gemäß UPU-Regel wurde immer der normale Auslandstarif für einen Brief angesetzt, nicht der ermäßigte.
Aber wie dem auch sei. Die deutsche Post hat sich nur nach dem Tax-Bruch des Absendelandes zu richten, wie falsch der auch immer wäre.
Das Einziehungsentgeld war lt. Michelhandbuch ab 1.1.79 50 Pfg
Aus meiner Sicht wäre daher meine Rechnung richtig: 70/90 x 90 = 69,3 + 50 Pfg Einzugsgebühr =119 Pfg

Wendet man aber die deutsche Briefgebühr bis zum 31.12.78 mit 70 Pfg an, dann würde die Rechung stimmen
70/90 x 70 = 54,39 + 50 Pfg Einzugsgebühr =104 Pfg
Vielleicht liegt hier die Lösung, der Postbemate hatte noch die alte deutsche Auslansbriefgebühr im Kopf.

Gruß
Bernd
 
remstal Am: 04.06.2020 18:31:01 Gelesen: 10182# 317 @  
Hallo liebe Freunde,

kann mir jemand das Schweizer Nachporto von (nur) 10 Rappen aufklären ?

Einschreiben von Säckingen nach Oberentfelden vom 3.12.1955. Also Grenzrayonverkehr (Distanz 23 km) Brieftaxe einfacher Brief 20 Pf. Doppeltes Gewicht wären 40 Pf gewesen. Die R - Gebühr betrug 50 Pf. Frankiert wurden 75 Pf. Ein doppeltes Gewicht vorausgesetzt, fehlen also 15 Pf.

Bin für eine Klärung dankbar.


 
Baber Am: 07.06.2020 11:15:15 Gelesen: 10110# 318 @  
@ Baber [#276]

Kann niemand die belgische Nachgebühr erklären?

Gruß
Bernd
 
Baber Am: 14.06.2020 21:00:46 Gelesen: 9889# 319 @  
@ MichaelS [#306]

Hallo Michael.

wie falsch der belgische Taxbruch auch immer war musste die Deutsche Post nicht interessieren

Nach UPU Regeln wurde das deutsche Nachporto nach folgender Formel berechnet:

Tax-Bruch des Absendelandes * dem Porto eines deutschen Auslandsbriefes + Einziehungsgebühr.

3/25 * 140 = 16,8 Die Einziehungsgebühr war ab 1989 80 Pfg, also hätte danach das Nachporto eigentlich 96,8 = 97 Pfg betragen dürfen.

Gruß


Bernd
 
saeckingen Am: 15.06.2020 11:18:05 Gelesen: 9850# 320 @  
Unfrankierter Luftpostbrief aus Braunschweig 21.7.90 nach Lushoto/Tansania. Mir Deutschem Nachportovermerk T165/140.



Leider wurde er in Tansania ohne Erhebung des Nachportos zugestellt. Ich hätte sehr gerne einige Portomarken von Tansania mit auf dem Umschlag.
 
Baber Am: 15.06.2020 14:28:43 Gelesen: 9835# 321 @  
@ saeckingen [#320]

Es ist erstaunlich, dass der Brief überhaupt befördert wurde. Bei Luftpost war es glaube ich üblich, den Brief an den Absender zurückzugeben, wenn das Porto nicht stimmte.

Gruß
Bernd
 
saeckingen Am: 15.06.2020 17:23:29 Gelesen: 9819# 322 @  
@ Baber [#321]

Es steht kein Absender auf dem Umschlag - somit musste er befördert werden.

Grüße
Harald
 
Lars Boettger Am: 25.06.2020 19:35:21 Gelesen: 9394# 323 @  
Die unten gezeigte Feldpostkarte sieht erst einmal recht unspektakulär aus. Der Aufgabestempel vom 27.9.1940 in Magdeburg dokumentiert den Abgang. Am 30.9.1940 ist die Nachportomarke beim Postamt in Colmar-Berg entwertet worden.

Vom Empfänger wurden 35 Centimes nachgefordert. Das entsprach dem damals gültigen Inlandstarif für Postkarten (Tarif gültig ab 1.2.1935). Im 1. Weltkrieg sehen wir in Luxemburg eine ähnliche Vorgehensweise: Nur das Inlandsporto wird bei Feldpostkarten vom Absender erhoben. Das ist jetzt das erste Beispiel, das ich aus dem 2. Weltkrieg in meinem Besitz habe. Das Deutsche Reich hat keinen Nachgebührenvermerk auf der Karte hinterlassen (reguläres Porto 0,75 Francs).

Am 10.5.1940 überfällt die Wehrmacht Luxemburg. Am 30.9.1940 sind die Marken in luxemburgischen Francs letztmalig gültig. Also ist die Karte auch ein schönes Beispiel für einen regulären "Letzttagesbeleg".

Beste Grüße!

Lars


 
MichaelS Am: 26.06.2020 08:04:41 Gelesen: 9372# 324 @  
@ Baber [#319]

Hallo Bernd,

vielen Dank für Deine Antwort, die ich erst jetzt nach meinem Urlaub gesehen habe.

Wenn ich Dich richtig verstehe, hat der deutsche Postler damals einen Rechenschritt vergessen und den falschen Wert 168 Pfg statt 97 Pfg vermerkt.

Schönen Gruß,
Michael
 
Fips002 Am: 08.07.2020 21:01:38 Gelesen: 8863# 325 @  
Leder Postkarte von Kankakee,Illinois USA, 18. Januar 1906 nach Einbeck über New York 19.1.1906. Befördert wurde die Karte mit dem Dampfer "Amerika" 20.1.1906 nach Hamburg 29.1.1906, Ankunft Einbeck am 29.1.1906. Freigemacht ist die Karte mit 2 Cent, Nachgebühr von 25 Pfennig hatte der Empfänger zu bezahlen.




Dieter
 
BeNeLuxFux Am: 09.07.2020 12:20:47 Gelesen: 8806# 326 @  
Hier eine nachtaxierte Karte aus Belgien in die DDR. Leider weiß ich nicht, wie hier die 27 Pfennig Nachgebühr errechnet wurden, bzw. erhalte ich andere Ergebnisse.

Grüße, Stefan


 
Captain Damuck Am: 10.08.2020 14:58:28 Gelesen: 6105# 327 @  
Hallo zusammen,

gerne zeige ich euch diese dienstliche Postkarte von Südafrika nach Dänemark von 1952 mit Nachgebührenstempel.

Schöne Grüsse,
Manuel


 
8049home Am: 25.08.2020 19:41:12 Gelesen: 5168# 328 @  
Nachgebühr Postkarte 1956 USA - Deutschland

Kann mir jemand sagen, wie die 24 Centimes als Taxwert ermittelt wurden. Klar ist: Eigentlich wäre keine Nachgebühr nötig, da die Karte ja korrekt vorausbezahlt war.


 
Pete Am: 30.08.2020 22:40:58 Gelesen: 4380# 329 @  
@ T-M 123 [#151]

Wie das bei der Privatpost ist, weiß ich nicht. Ich habe noch nie einen Privatpost-Beleg mit Nachgebühr gesehen, aber es gibt bekanntlich nichts, was es nicht gibt.

Manchmal dauert es einige Jahre (oder mehr als ein Jahrzehnt), bis zufällig ein passendes Stück über den Weg läuft. :-)



Sendung aus den Niederlanden vom 11.11.2009 nach Münster

In diesem Fall war ein C6-Brief aus den Niederlanden anscheinend mit 44 Cent unterfrankiert und es wurde ein fehlender Betrag von 30 Cent vermerkt. Die Zustellung der Sendung in Deutschland erfolgte durch den Postmitbewerber Brief und Mehr (BuM) [1] aus Münster, zuvor wurde die Sendung von TNT Post (vermutlich in Frankfurt/Main) bearbeitet und an den örtlichen Zustellpartner ma4792 weitergeleitet. Es ist nicht davon auszugehen, dass der BuM-Zusteller seinerzeit das Nachporto bei dem Empfänger eingezogen hatte. Der Brief durchlief am 18.11.2009 die C6-Briefsortieranlage von Brief und Mehr in Münster, die Zustellung dürfte am darauffolgenden Tag erfolgt sein.

Gruß
Pete

[1] https://www.briefundmehr.de/
 
MichaelS Am: 31.08.2020 19:07:51 Gelesen: 4301# 330 @  
@ BeNeLuxFux [#326]

Hallo Stefan,

einen Teil Deiner Frage kann ich beantworten. Das Porto einer Postkarte aus Belgien in die DDR betrug 1986 24 Bfr, da die DDR nicht zur EU gehörte. D.h. es fehlten 11 Bfr Porto, was den Nenner und den Zähler des T-Strichs erklärt. In der DDR kostete eine Postkarte ins Ausland seit 1971 25 Pf. Das ergibt 11/24*25 = 11,5 aufgerundet 12 Pf.

Jetzt kommt der Teil den ich nicht weiß: Auf die vermerkten 27 Pf komme ich mit einem Einziehungsentgelt von 15 Pf. Hier müssen die DDR-Spezialisten weiter helfen.

Schönen Gruß,
Michael
 
GSFreak Am: 11.09.2020 14:13:50 Gelesen: 3416# 331 @  
Hier ein Taxe-Stempel auf einem Fensterbrief vom 04.08.2020 aus dem Briefzentrum Härkingen, Schweiz, nach Deutschland (Koblenz).



Beste Grüße
Ulrich
 
epem7081 Am: 18.09.2020 23:01:17 Gelesen: 2917# 332 @  
Hallo zusammen,

hier kann ich eine mir bisher unbekannte Variante einer Nachgebühr aus den Niederlanden zeigen:



Hier erscheint nicht der klassische T-Stempel, sondern eine wortreiche Erklärung wird dem Empfänger zum Einzug der Nachgebühr vermittelt, wie hier am 17.7.1989 in KERKRADE ersichtlich. Die eingeforderte Gebühr kann dann in Form von Freimarken mit der entsprechenden Vorgangskarte an das zuständige "Postkantoor" übermittelt werden.

Mit freundlichen Sammlergrüßen
Edwin
 
epem7081 Am: 06.10.2020 10:37:06 Gelesen: 1653# 333 @  
Hallo zusammen,

wie schon bei meinem vorangegangenen Beitrag aus den Niederlanden habe ich hier zwei Belege aus Schweden, die ihn den 1980er Jahren eine Entrichtung von Nachgebühr per frankierter Postkarte dokumentieren.



Wesentliche Botschaft auf beiden Karten: bifogade försändelse är otillräckligt frankerad och har daför lösenbelagts.

Mit Google-Übersetzer finde ich: Die beigefügte Sendung ist nicht ausreichend frankiert und wurde daher eingelöst.

Leider sind in beiden Fällen die Stempelabschläge nur unvollkommen lesbar.

Mit freundlichen Sammlergrüßen
Edwin
 
saeckingen Am: 07.10.2020 11:58:12 Gelesen: 1518# 334 @  


Luftpost-Postkarte mit Mischfrankatur zu 30 Cent vom 20.3.1968 von Nairobi, Kenia nach Tel-Aviv, Israel. Um 20 Cent unterfrankiert und mit entsprechendem Tax-Stempel versehen.

Nachporto in Israel auf 12 Agorot umgerechnet und dieses mit einer Mi. Nr. 327 als Portomarke verwendet verrechnet.

Grüße
Harald
 
Seku Am: 10.10.2020 21:29:14 Gelesen: 1111# 335 @  
@ [#299]

Gleicher Absender, gleiches Gewicht, noch weniger bezahlt



Ich wünsche einen schönen Sonntag

Günther
 

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