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Thema: Briefzentren und ihre Stempel
Das Thema hat 884 Beiträge:
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mumpipuck Am: 12.08.2018 14:09:59 Gelesen: 93806# 710 @  
@ mumpipuck [#698]

Ich beziehe mich auf meinen obigen Beitrag.

Die ungewöhnliche Situation im BZ 24 Kiel, dass drei Stempelköpfe mit Unterscheidungsbuchstaben "ma" und einer mit "mb" liefen endete am 05.07.2018 bereits wieder.

Ab 04.07.2018 ist ein neuer Stempelkopf mit UB "mb" belegt, den ich als Typ 3 bezeichnet habe. Er ist mit einem Welleneinsatz verbunden. An seinem ersten Tag war allerdings bei allen bisher vorliegenden Belegen das falsche Datum "-4.-6.2018" eingestellt.

Der "ersatzweise" für den Stempelkopf "mb" Typ 1 eingesprungene Stempelkopf "ma" Typ 3 (mit kopfstehender Welle verbunden)liegt mir noch bis 05.07.2018 vor. Welcher Stempelkopf an diesen beiden Tagen nicht eingesetzt wurde, konnte ich nicht feststellen. Seitdem gibt es keine Abschläge von "ma" Typ 3 mehr, so dass davon auszugehen ist, dass er durch "mb" Typ 3 ersetzt worden ist. Damit hätte dann alles wieder seine Ordnung und es laufen je zwei Stempelköpfe "ma" (Typen 1+2) und "mb" (Typen 2+3).

Das folgende Bild zeigt:

"mb" Typ 3 am bisher gefundenen Ersttag 04.07.2018 mit Datumfehleinstellung 04.06.2018 (ergibt sich aus dem Posteingangsdatum)
"mb" Typ 3 vom 05.07.2018
"ma" Typ 3 vom 05.07.2018, dem vermuteten Letzttag.



Hier noch einmal die beiden "mb" im Vergleich. Typ 2 vom 18.07.2018 und Typ 3 vom 17.07.2018. Der neue Typ 3 weist noch keine markanten Merkmale auf. Bei Typ 2 fehlt der der Mittelbalken im zweiten "E" und das "b" in den Unterscheidungsbuchstaben ist oben verkürzt.



Herzliche Grüße
Burkhard
 
mumpipuck Am: 12.08.2018 15:37:49 Gelesen: 93785# 711 @  
@ mumpipuck [#682]

Beim Briefzentrum 25 in Elmshorn kam es am 05.07.2018 zu einem Ausfall des Werbeklischees "Briefzentrum 25 Elmshorn" bei dem Stempelkopf mit den Unterscheidungsbuchstaben "ma" Typ 1 (Sehnensegment unten links geschlossen und unterer Steg intakt).

Alle vier Stempelköpfe habe ich in meinem zitierten Beitrag Nr. 682 vorgestellt. Der Stempelkopf existiert vom gleichen Tag auch mit dem Werbeklischee.

Der andere Stempelkopf "ma" Typ 2 (Stegsegment unten links offen, unterer Steg mittig gebrochen)ist mit dem gleichen Werbeklischee vebunden. Interessant an dem gezeigten Abschlag vom 03.07.2018 ist, dass der linke Stummel des unteren Stegs noch vorhanden ist. Er schlägt aber offensichtlich nur noch bei dickeren Sendungen (hier 2. Gewichtsstufe) ab. So kann man ausnahmsweise auch das unten offene Stegsegment wieder erkennen.

Das Bild zeigt:
"ma" Typ 1 ohne Werbeklischee vom 05.07.18
"ma" Typ 1 mit Werbeklischee Briefzentrum 25 Elmshorn vom 05.07.18
"ma" Typ 2 mit Werbeklischee Briefzentrum 25 Elmshorn vom 05.07.18
"ma" Typ 2 mit Werbeklischee Briefzentrum 25 Elmshorn vom 03.07.18


 
Redfranko Am: 15.08.2018 16:00:25 Gelesen: 93242# 712 @  
Hallo zusammen,

anbei ein Stempel mit Klischee vom Briefzentrum 26 allerdings kann ich weder den UB genau erkennen (m?) und auch nicht die Uhrzeit im Stempel, deshalb kann ich ihn leider nicht in die Stempeldatenbank einstellen. Der Text im Klischee hat einen sehr traurigen Hintergrund:

20 Jahre Löwenherz / Kinderhospiz | Jugendhospiz / Ambulante Kinderhospizarbeit



Wer mehr erkennen kann als ich, darf mir das gerne mitteilen.

Gruß, Frank
 
Christoph 1 Am: 15.08.2018 19:58:04 Gelesen: 93168# 713 @  
@ Redfranko [#712]

Hallo Frank,

die Uhrzeit im Stempel ist (zumindest für unsere Datenbank) nicht so relevant. Als Datum erkenne ich den 14.8.2018. Den zweiten Buchstaben beim UB kann ich leider auch nicht erkennen. Könnte ma oder mc sein. Lothar hat diesen Werbeeinsatz in [#688] für die Briefzentren 28 und 30 vorgestellt. Insofern könnte es sich bei Deinem Abschlag vielleicht auch um BZ 28 handeln? Ich würde allerdings tendenziell auch eher 26 lesen.

Gruß, Christoph
 
LOGO58 Am: 15.08.2018 22:45:33 Gelesen: 93103# 714 @  
@ Redfranko [#712]
@ Christoph 1 [#713]

Hallo zusammen,

ich halte eine Verwendung dieses Werbeeinsatzes im BZ 26 (Oldenburg) für ausgeschlossen. Grundlage ist für mich [#688], der auf den Angaben der Post (Stempel & Informationen) basiert. Zu erkennen ist die "2". Die zweite Ziffer verschwindet in ihrer Farbschwäche in der Farbe des Markenuntergrundes. Ich gehe jedoch von einer "8" aus.

Waren die Angaben der Post bis in die Jahre 2006, 2007 bzgl. des Einsatzes von Werbeeinsätzen noch recht vage und unbestimmt, ist heute davon auszugehen, dass die Mitteilungen aus Weiden richtig sind. Lediglich Früh- und Spätdaten können entstehen, wenn sich die BZ nicht an die Vorgaben halten. Auch der Einsatz älterer Werbeeinsätze in Notsituationen ist vorgekommen. Dann aber nur solche, die auch schon in dem betreffenden Briefzentrum verwendet wurden.

In vorliegendem Fall könnten mich nur mehrere gut zu erkennende Abschläge aus dem BZ 26 überzeugen.

Grüße aus dem Norden
Lothar
 
Redfranko Am: 16.08.2018 11:28:31 Gelesen: 92950# 715 @  
@ LOGO58 [#714]

Hallo Lothar und Christoph,

vielen Dank für Eure Beiträge. Da die Postkarte aus Cuxhaven kommt, tendiere ich auch zur "28". Leider hatte ich den Beitrag [#688] nicht gesehen, obwohl ich "Löwenherz" über die Volltextsuche eingegeben hatte.

Auch eine erneute Volltextsuche bringt 0 Ergebnisse.

Gruß, Frank
 
LOGO58 Am: 16.08.2018 13:46:42 Gelesen: 92916# 716 @  
@ Redfranko [#715]

Hallo Frank,

deine Suchergebnisse haben mich neugierig gemacht.

Volltextsuche: Löwenherz oder Loewenherz = keine Anzeige
Volltextsuche: Kinderhospiz = Anzeige. Hier wird allerdings "Löwenherz" mit oe (Loewenherz) angezeigt. Daher meine o.a. Schreibweise bei dem gesuchten Begriff.

Warum "Löwenherz" nicht gefunden wird? Hier müssen Richard und/oder der Webmaster helfen oder ich mache etwas falsch.

Viele Grüße
Lothar
 
LOGO58 Am: 22.08.2018 11:21:16 Gelesen: 91544# 717 @  
@ LOGO58 [#706]

Neues aus den Briefzentren

BZ 10 (Berlin-Zentrum) / BZ 20 (Hamburg-Zentrum) / BZ 32 (Herford) / BZ 40 (Düsseldorf) / BZ 70 (Stuttgart)

In diesen Briefzentren wird in der Zeit vom 03.09.2018-31.21.2018 folgender Werbestempel als Maschinen-Serienstempel der "von Bodelschwingh'schen Stiftungen-Bethel" aufgelegt:



Grüße aus dem Norden
Lothar
 
mumpipuck Am: 22.08.2018 22:20:05 Gelesen: 91385# 718 @  
Heute mal für mich ein Blick über den Tellerrand in das Briefzentrum 39 Magdeburg.

Dort werden zwei Stempelköpfe mit den UB "ma" regelmäßig eingesetzt. Bei mir heißen sie Typ 1 und 3. Typ 1 stammt noch aus der Anfangsausstattung 2004. Typ 3 ersetzte im Laufe des Jahres 2009 den zweiten Stempelkopf (Typ 2) bei dem beide Stege gebrochen waren.

Typ 1 und 3 sind derzeit beide mit dem Werbeeinsatz "BRIEFZENTRUM 39 Magdeburg" mit der Abbildung des Magdeburger Doms verbunden. Unterscheiden kann man beide vor allem an den wesentlich feineren Abschlägen von Typ 3. Außerdem fehlt seit 2015 bei Typ 1 der untere Balken des "Z" in Briefzentrum.

Vom 02.10.-30.11.2017 war Typ 3 mit dem Werbeeinsatz "HANSESTADT STENDAL 300 JOHANN JOACHIM WINCKELMANN" verbunden.

Außerdem gibt/gab es wohl noch zwei alte Stempelköpfe ohne Posthorn,die im Weihnachtsverkehr eingesetzt werden. UB "cc" liegt mir aus 2017 und UB "cd" aus 2013 jeweils mit Welleneinsatz vor.

Die Bilder zeigen:

ma Typ 1 vom 29.01.2018
ma Typ 3 vom 31.01.2018
ma Typ 3 vom 04.11.2017
cc vom 18.12.2017
cd aus dem Posteingang Ende Dezember 2013 (Datum nicht erkennbar, da Datumwalze gelöst)







Burkhard
 
mumpipuck Am: 29.08.2018 14:44:16 Gelesen: 88517# 719 @  
Beim Briefzentrum 20 wurde der Stempelkopf mit den UB "mc", der mit dem Werbeeinsatz "wwf Schützt die Natur (großer Panda)" verbunden ist (bei mir Typ 4) beschädigt. Er liegt mir vom 21.08.2018 mit abgebrochenem linken Balken des UB "m" vor. Am 19.08.18 war er noch intakt. Da die Stempelfarbe blass und auf den teils dunklen Briefmarken schwer zu erkennen ist, zeige ich Belege vom 13., 14., 19.08.18 (2x) ohne Beschädigung und vom 21.08.18 mit Beschädigung.



Burkhard
 
mumpipuck Am: 29.08.2018 17:01:39 Gelesen: 88481# 720 @  
Heute möchte ich Euch die vier Stempelköpfe des Briefzentrums 21 Hamburg-Süd vorstellen. Je zwei mit den Unterscheidungsbuchstaaben ma und mb. Alle vier Stempelköpfe sind noch die ersten seit der Auslieferung mit dem Posthorn unten im Jahr 2004. Entsprechend sind sie bereits recht abgenutzt und werden möglicherweise bald ersetzt. Also Zeit sie hier mal zu zeigen. Die Typisierung ist wie immer von mir.

ma (Typ 1) vom 02.05.2018; Merkmal: Außenring fehlt über "ENTR". Den Stegbruch oben haben beide Stempelköpfe, wenn auch unterschiedlich groß.
ma (Typ 2) vom 02.05.2018; Merkmal: Außenring fehlt nur über dem "N".
mb (Typ 1) vom 02.05.2018; Merkmal: Außenring fehlt über "TR". Bei beiden Stempelköpfen sind beide Stege gebrochen.
mb (Typ 2) vom 11.06.2018; Merkmal: Außenring intakt

ma (beide) und mb Typ 2 sind mit dem Werbeeinsatz "BRIEFPOST 21 Hamburg Süd" (Abb.: Köhlbrandbrücke) verbunden.
mb Typ 1 mit dem Werbeeinsatz (Serienstempel) Philatelie schreiben sammeln bilden (Abb.: Briefcouverts (Bis 2011 waren die Werbeeinsätze der beiden mb bei Typ 1 und Typ 2 genau umgekehrt eingesetzt!).

Jeweils links Typ 1 und rechts Typ 2:





Burkhard
 
omega_man Am: 01.09.2018 16:15:32 Gelesen: 86848# 721 @  
@ LOGO58 [#558]

Hallo zusammen,

in meinem "Saison-Starterkit" war "Festmachen in Rostock" gleich 2x enthalten.



Beide mit UB mc, einmal vom 13.03.18, einmal vom 23.04.18.

Grüße

Dierk
 
Journalist Am: 11.09.2018 11:39:13 Gelesen: 83387# 722 @  
Hallo an alle,

vorgestern habe ich von einem Sammlerkollegen eine sehr interessante Info - Mail mit Scan erhalten, über die ich nun berichten möchte.

Im Herbst letzten Jahres hatte ich ja erstmals darüber berichtet, das die Post im BZ 60 Versuche fährt, um die bisherige klassische Stempelung von Standard- und Kompaktbriefen durch Tintenstrahlentwertungen abzuschaffen, da die AM 990/991 teilweise schon bis zu 25 Jahre auf dem Buckel haben.

@ Journalist [#537]
@ JAI [#596]
@ DL8AAM [#634]

Dazu auch die obigen Quervermerke als Beispiele.

Nun scheint die 2. Runde bei den Versuchen anzustehen, die eventuell am 6.9.2018 begonnen hat, wie folgender Scan zeigt:



Nun noch mal der passende Ausschnitt des Stempels dazu:



Anhand des Ausschnitts kann man gut erkennen, das dies das erste Mal ist, daß Standard- und Kompaktbriefe mittels Tintenstrahlentwertung entwertert werden.

Der Werbeteil rechts wird nun auch mit Tinte gedruckt. Der linke bisherige Stempelkopf wird durch die bisher typische Tintenstrahlentwertung einer Großbriefsortieranlage ersetzt, die Frankierwelle, darunter das Posthorn, rechts davon "ma" für den Unterscheidungsbuchstaben, gefolgt vom Datum 06.09.2018 und durch einen Trennstrich getrennt anschließend die Uhrzeit, darunter folgt die Ortsangabe, hier "Briefzentrum 60".

Wer kann weitere Versuchstage vom BZ 60 belegen ? Oder kann sogar frühere Daten als das oben gezeigte vorlegen ?

Der Autor sucht natürlich auch solche Belege für sein Forschungsarchiv.

Viele Grüße Jürgen
 
ginonadgolm Am: 11.09.2018 12:08:05 Gelesen: 83378# 723 @  
@ Journalist [#722]

Hallo Jürgen,

danke, daß du uns diese neue Entwicklung zeigst!

Aber ein kleiner Fehler ist dir unterlaufen; die Werbung steht links und der Stempelkopf rechts.

Kann ja mal passieren.

Beste Grüße
Ingo
 
mumpipuck Am: 12.09.2018 17:46:16 Gelesen: 83110# 724 @  
@ mumpipuck [#689]
@ LOGO58 [#717]

Wie angekündigt läuft beim Briefzentrum 20 mit einem von acht Stempelköpfen der neue Werbeeinsatz "Für Menschen da sein Bethel"

Er ersetzte bei dem intakten Stempelkopf mit den Unterscheidungsbuchstaben "mc" - bei mir Typ 3 - den Welleneinsatz.

Der andere Stempelkopf "mc" (Typ 4) mit unten gebrochenem Steg ist unverändert mit dem Werbeeinsatz "Schützt die Natur wwf" (Pandabär groß) verbunden.

mc (Typ 3) vom 02.09.2018 und 03.09.2018:



Ferner wurde bei dem neueren Stempelkopf mit den Unterscheidungsbuchstaben "mb" - bei mir Typ 3 - der neue Weerbeeinsatz "Schützt die Natur wwf" (Pandabär klein) zwischen dem 31.08.2018 und dem 03.09.2018 der Werbeeinsatz oben rechts stark beschädigt.

Der andere, stark abgenutzte Stempelkopf "mb" (Typ 2) ist mit einer kopfstehenden Welle verbunden.

mb (Typ 3) vom 31.08.2018 und 03.09.2018:


 
Journalist Am: 13.09.2018 13:23:30 Gelesen: 82922# 725 @  
@ Journalist [#722]
@ ginonadgolm [#723]

Hallo Ingo,

ja Du hast Recht das habe ich erst gesehen, als Du das gepostet hast, danke für die Richtigstellung.

Auf alle Fälle muss man nun diese Versuche beachten, den mit sehr großer Wahrscheinlichkeit, wird diese Tintenstrahlentwertung mehr oder weniger schnell die klassischen Maschinenstempel ablösen.

Dies hängt unter anderem davon ab, wie lange die bisherigen Stempelmaschinen (AM 990/91) noch am Leben erhalten werden können. Eventuell wird man auch die eine oder andere Stempelmaschine von einem Briefzentrum abbauen (siehe auch der Fall BZ 98 Suhi) und zu einem anderen BZ versetzen oder man schlachtet die Maschine als Ersatzteillager für andere Maschinen aus.

Bei den großen BZ gibt es ja bis zu 3 Briefordnereien, d.h. dort gibt es bis zu 3 Maschinen, bei den kleinen wie beispielsweise Suhl gab es nur eine AM 990/91 (Aufstell- und Stempelmaschine).

Viele Grüße Jürgen
 
jmh67 Am: 14.09.2018 07:26:19 Gelesen: 82745# 726 @  
@ Journalist [#725]

Eins voraus: Ich habe nichts gegen Tintenstrahl-Entwertungen - aber lesbar müssen sie sein. Das setzt natürlich entsprechende Wartung der Maschinen voraus. Damit zur Frage: Wie verhält sich der Wartungsaufwand einer mechanischen Stempelmaschine zu dem eines Tintenstrahldruckers? Wie lang ist die Lebensdauer der letzteren im Postbetrieb? Kurz gesagt: Lohnt sich die Umstellung wirklich unter dem Aspekt, dass ein Poststempelabschlag dokumentarische Eigenschaften hat? Die in [#722] gezeigte Entwertung ist ja schon mangelhaft und für eine verhältnismäßig neue Maschine ein Armutszeugnis.

Ich frage, weil die Qualität der Tintenstrahlentwertungen nicht nur auf Großbriefen in Deutschland über die Jahre deutlich nachgelassen hat. Dasselbe beobachtet man in den USA, im Vereinigten Königreich und in Neuseeland. Merkwürdigerweise kommen aus Kanada und Frankreich fast stets klare Drucke. Wie machen die das?

-jmh
 
Journalist Am: 14.09.2018 11:49:16 Gelesen: 82675# 727 @  
@ jmh67 [#726]

Hallo jmh,

ich stimme dir voll und ganz zu, dass eine Tintenstrahlentwertung sauber und lesbar sein sollte.

Da es keinen Hersteller mehr gibt, der mechanische Hochleistungsstempelmaschinen mit einem Durchsatz von circa 30.000 bis 35.000 Sendungen je Stunde liefern kann (zumindest ist mir keiner mehr bekannt), bleibt notgedrungen natürlich nur die Tintenstrahlentwertung als Ersatz übrig.

Wie viel Aufwand man nun in die Wartung und einen sauberen Abschlag stecken will, das wird jede Postverwaltung für sich zu entscheiden haben - will man nur eine "Null-Acht-Fünfzehn Entwertung" haben, um wenig Tinte und wenig Wartungsaufwand zu haben, oder möchte man auch aus Image- und Vertriebsgründen eine "qualitativ lesbare Stempelung" haben, die natürlich mehr Tinte und eine bessere Wartung benötigt. Dies wird dann auch von den Werbekunden abhängen, die die Postwerbung bestellen ?

Ich gebe Dir recht, das der gezeigte Abschlag nicht gerade berauschend ist - welcher Tintenstrahldruckkopf hier eingesetzt wurde, ist mir allerdings noch nicht bekannt - es sieht aber nicht nach dem auf der Postexpo 2017 in Genf gezeigten Modul mit guter Abschlagsqualität aus.

Wir müssen das halt nun erst mal beobachten, in welche Richtung die Qualität der Abschläge gehen wird, daraus lässt sich dann sicher feststellen ob, die Post hier zukünftig eine gewisse Mindestqualität haben will, oder ob das nicht wichtig ist.

Viele Grüße Jürgen
 
Christoph 1 Am: 16.09.2018 18:22:34 Gelesen: 82073# 728 @  
@ Journalist [#727]

Hallo Jürgen,

das Thema Tintenstrahlentwertungen auf Standardsendungen ist ja jetzt gerade ganz aktuell. Aber ich will heute mal 15 Jahre zurückgehen, in das Jahr 2003:



Diesen Beleg habe ich netterweise von unserem philaseiten-Mitglied Moritz (Wesi) erhalten. Es ist eine Gewinnspiel-Postkarte mit einer Tintenstrahl-Entwertung aus dem Briefzentrum 50 vom 26.2.2003. Oben rechts neben dem Stempelkopf befinden sich noch kryptische Zahlen und Buchstaben, die wohl zum Stempel gehören.

Hier im Forum haben Moritz und ich nichts zu diesem Stempel gefunden. Aber Moritz ist auf Deiner Website fündig geworden. [1]:



Dort schreibst Du unter der Überschrift "Der Versuch im Briefzentrum Köln West":
"Ziel der Maschine war die automatische Formattrennung und die automatische Entwertung von Großbriefen mittels gezielter Tintenstrahlentwertung der Briefmarken, egal wo diese auf dem Umschlag aufgeklebt waren."

Nun, offensichtlich ist das bei dem mir vorliegenden Beleg nicht ganz gelungen, denn das ist ja eindeutig kein Großbrief. Mit dem Datum 26.2.2003 passt der Stempelabschlag ansonsten sehr gut in den von Dir im o.g. Artikel genannten Versuchszeitraum.

Ich möchte den Stempelabschlag gerne auch in unsere Stempeldatenbank hochladen. Dabei wird die Frage des Herstellers interessant. In Deinem Artikel nennst Du die "Axmann Fördertechnik GmbH" sowie "Visotronic". Welche dieser Firmen (oder eine andere?) würdest Du als Hersteller des Stempelgeräts bezeichnen?

Viele Grüße
Christoph

[1] http://www.jolschimke.de/briefzentren/tintenstrahlentwertung-ersetzt-handrollstempel-in-deutschland.html
 
Journalist Am: 17.09.2018 12:40:47 Gelesen: 81821# 729 @  
@ Christoph 1 [#728]

Hallo Christoph,

generell war die damalige Formattrennung schwerpunktmäßig nur für Großbriefe gedacht. Dies ist ja auch bei der heutigen GSA Neu so, die normalerweise nur Großbriefe sortieren soll. Aber sowohl damals als auch heute macht es den Anlagen kein Problem den einen oder anderen Standardbrief oder Kompaktbrief, der sich zwischen den Großbriefen befindet, mittels Tintenstrahlentwertung zu entwerten und weiter zu sortieren.

Die kryptischen Zahlen und Buchstaben dienten vermutlich der besseren Analyse der erzielten Ergebnisse beim Entwerten.

Es soll damals noch ein dritter Hersteller an den Versuchen beteiligt gewesen sein, siehe auch folgender Link etwas weiter unten bei der Vorstellung des Stempels:

http://arge-briefpostautomation.de/stempelgeraete-der-deutschen-post

Laut den dünnen vorliegenden Informationen hat die Firma "Axmann Fördertechnik GmbH" die Anlage gebaut. Die Firma "Visotronic" war eher für die Bilderkennung zuständig. Die dritte Firma "Wesex" (oder so ähnliche Schreibweise ?) soll angeblich für die Drucktechnik also das Tintenstrahlmodul zuständig gewesen sein. Dies basiert auf mündlichen Aussagen einer Befragung von Mitarbeitern der Firma "Axmann Fördertechnik GmbH" - schriftliche Unterlagen zu dem Versuch oder schriftliche Aussagen der Firmen oder Firmenprospekte sind mir bisher dazu nicht bekannt. Von der Firma "Axmann Fördertechnik GmbH" wurde dazu auch mal auf einer Messe ein entsprechender Film gezeigt - aber ob der noch existiert ?

Viele Grüße Jürgen
 
Journalist Am: 19.09.2018 15:29:19 Gelesen: 81527# 730 @  
Hallo an alle,

in circa zwei Jahren wird es ein Briefzentrum weniger geben. Hintergrund ist der Verkauf der zwei BZ Grundstücke "Pakethalle" (BZ 80) und BZ 82 im Münchner Raum - ein erster Bericht dazu stammt aus der Süddeutschen Zeitung [1].

Dort wird mit Datum 4. September 2018 unter der Überschrift "Abschied von der Paketposthalle" vom Verkauf der beiden Grundstücke berichtet. Wo der neue Standort des dann gemeinsamen BZ 80/81/82 sein wird, ist derzeit noch nicht bekannt. Auch nicht wie es dann mit der Stempelbezeichnung aussehen wird ?

Das BZ 80 wurde zum 30.10.95 ans "BZ-Netz" angeschlossen, allerdings befand es sich anfangs noch in einem anderen 2-stöckigen Gebäude. 1998 zog es in den jetzigen Standort "Paketposthalle" um. Erste Teilmengen wurden dort ab dem 4.4.98 bearbeitet, der Netzanschluß war der 30.3.98 die Eröffnungsfeier am 25.6.98.

Das BZ 82 wurde fast zur selben Zeit in Betrieb genommen - erste Teilmengen ab 16.2.98, Netzanschluß am 30.3.98 - Eröffnungsfeier am 22.4.98.

Beide Briefzentren werden also an ihrem jetzigen Standort das 25-jährige Jubiläum nicht mehr erleben.

Somit wird nun nach dem BZ 42 (Wuppertal) bald ein weiteres Briefzentrum für immer verschwinden.

Viele Grüße Jürgen

[1] https://www.sueddeutsche.de/muenchen/neuhausen-abschied-von-der-paketposthalle-1.4115862
 
LOGO58 Am: 19.09.2018 23:01:26 Gelesen: 81485# 731 @  
@ LOGO58 [#717] (Fortsetzung)

Neues aus den Briefzentren

BZ 49 (Osnabrück)

Wie jedes Jahr seit 2006 auch in diesem Herbst der Werbestempel der Stadt Osnabrück - "Jahrmarkt".

Geplante Laufzeit: 26.10.2018-12.11.2018



Grüße aus dem Norden
Lothar
 
LOGO58 Am: 21.09.2018 13:28:03 Gelesen: 81244# 732 @  
@ Journalist [#722]

Hallo Jürgen,

ich habe mal auf meinen "Postkanälen" versucht, etwas über die Tintenstrahlentwertung mit Entwerterteil im BZ 60 (Frankfurt am Main) zu erfahren:

Es läuft im BZ 60 kein offizieller Versuch. Es werden lediglich "zwischendurch" kurze Betriebsversuche als Probe durchgeführt, um die Ergebnisse dann zu überprüfen und auszuwerten.

Es dürfte daher schwierig sein, die tatsächlichen Laufzeiten zu bestimmen.

Viele Grüße aus dem Norden
Lothar
 
Journalist Am: 21.09.2018 20:13:09 Gelesen: 81102# 733 @  
@ LOGO58 [#732]

Hallo Lothar,

ja ein offizieller Versuch ist es scheinbar nicht. Hier soll allerdings in diversen Tests mehr oder weniger kurzer Art (vermutlich auch nur an einer der Standard- und Kompaktbriefsortieranlagen) diese "Ersatztechnik") für die bisherige AM 990/991 diese neue Technik zum Laufen gebracht werden. Genaue Laufzeiten zu bestimmen, wird daher nicht einfach sein. Aber je mehr das beobachten, desto eher kann man dann später zumindest sagen, an welchen Tagen für kurze Zeit Tests gemacht wurden.

Viele Grüße Jürgen
 
jmh67 Am: 24.09.2018 20:46:10 Gelesen: 79217# 734 @  
Macht das Briefzentrum Bremen an Wochenenden Pause, oder werden Briefe jetzt plötzlich im Briefzentrum des Empfängers gestempelt?

Ich frage deshalb, weil ich heute in Hannover (BZ 30) zwei Briefe aus Bremen bekommen habe (BZ 27/28). Von dem einen weiß ich, dass er in Bremen eingeworfen wurde, bei dem anderen ist ein Bremer Absender angegeben. Beide sind aber im BZ 30 gestempelt wurden.

Ähnliches ist mir vor ein paar Jahren vorgekommen, als ich Post aus dem Bereich des BZ 09 (Chemnitz) bekommen habe, die in einem Ort nahe der Grenze des Versorgungsbereichs (ehemaliger Kreis Rochlitz) aufgegeben wurde, aber im BZ 04 (Leipzig-Schkeuditz) gestempelt wurde. Damals habe ich es darauf geschoben, dass am Wochenende eben die Leipziger die Post aus dem Norden des Regierungesbezirks Chemnitz mitnehmen, wenn sie da schon mal mit ihrem Postauto durchfahren. Kann ja bei einer Kleinstadt passieren, vielleicht gab es da ja eine Abrede, wer wem wo am Sonnabend aushilft. Aber bei einer großen Stadt wie Bremen kommt mir das seltsam vor.

Hat da jemand eine Erklärung?

-jmh
 

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