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Thema: (?) (203) Kriegsgefangenenpost
Das Thema hat 213 Beiträge:
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bovi11 Am: 09.08.2021 16:56:05 Gelesen: 67881# 189 @  
epem7081 Am: 10.08.2021 16:56:28 Gelesen: 67759# 190 @  
@ bovi11 [#189]

Hallo bovi11,

vielen Dank für den zielführenden Hinweis mit dem umfassenden Spektrum von Kriegsgefangenenpost.

Mit freundlichen Grüßen
Edwin
 
Briefuhu Am: 21.08.2021 17:42:11 Gelesen: 66908# 191 @  
Hier ein Brief vom 22.08.1946 an einen Kriegsgefangenen im Internment Camp 78 in Kornwestheim mit einem Stempel PWE#29.

Ich gehe davon aus, das der Gefangene in das Lager PWE'29 verlegt wurde. Bei diesem Lager handelt es sich nach meinen Recherchen um das US Lager in Dachau. Dort wurden vor allem SS Angehörige und schwer belastete Kriegsgefangene untergebracht. Den Namen habe ich abgedeckt. PWE heisst Prisoners of War Enclosure.



Schönen Gruß
Sepp
 
Briefuhu Am: 25.08.2021 18:56:53 Gelesen: 66503# 192 @  
Und noch ein Brief eines Kriegsgefangenen an seine Ehefrau in Naila vom 03.11.1944, da kein Poststempel vorhanden hab ich das Datum aus dem Inhalt. Der Gefangene schreibt, dass er von den Amerikanern gefangen genommen wurde, aber noch in Frankreich ist. Als Absender gibt er an POW Information Bureau US Army Great Britain. Ein roter Zensurstempel (Examiner) ist angebracht und ein runder Stempel Ab. Außerdem ist ein handschriftlicher Vermerk FB angebracht. Ein Poststempel mit Datum ist wie gesagt nicht vorhanden. Habe den Brief aufgeklappt gescannt.



Schönen Gruß
Sepp
 
Magdeburger Am: 24.09.2021 15:20:18 Gelesen: 64870# 193 @  
Liebe Sammelfreunde,

hier habe ich, mit Hilfe eines befreundeten Sammlers, einen Briefumschlag bekommen, wo ich Hilfe benötige:



Die Empfängerin war Martha Hobusch in Mosigkau. Der Absender ist der "Offizier-Stellvertreter W. Hobusch, Prisoners of War 5./1 No. 5, Prisoners of War Company B.E.F." Dies ist auch im Stempel vorderseitig teilweise zu sehen:
PRISONERS OF WAR B.E.F. PASSED BY CENSOR No. 4

Ein genaues Datum ist für mich nicht erkennbar, auch nicht von wo er aus gesendet worden sein könnte. Kann mir jemand helfen?

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Seku Am: 24.09.2021 16:46:06 Gelesen: 64855# 194 @  
Post aus einem Internierungslager in Interlaken (CH) im Jahr 1916



Offensichtlich schrieb ein französischer Soldat an seine Freundin Denise in Tusson im Département Charente.

Näheres zu Internierungen in der Schweiz [1].

Habt ein schönes Wochenende

Günther

[1] http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D8704.php
 
Seku Am: 22.01.2022 20:52:33 Gelesen: 57487# 195 @  
Post aus dem Kriegsgefangenenlager Königsbrück in der Oberlausitz im Jahr 1917



Die Karte ging nach Orléans im Département Loiret (F) und stammt aus dem Osterzgebirge

Ich wünsche einen schönen Sonntag

Günther
 
volkimal Am: 23.01.2022 17:03:08 Gelesen: 57421# 196 @  
Hallo zusammen,

ein Kriegsgefangenenbrief vom 11.2.1947 aus dem amerikanischen Lager in Garmisch-Partenkirchen:





In der Jägerkaserne befand sich nach [1] das "Camp 8 - US-Internierungslager in Garmisch-Partenkirchen 1945-1947". Dabei handelte es sich um ein Lager für Zivil-Internierte. Ob dort auch Kriegsgefangene (Soldaten) waren habe ich noch nicht herausbekommen.

Viele Grüße
Volkmar

[1] https://www.gapgeschichte.de/nachkriegszeit_1945-1949/nachkriegszeit_1945_1949_texte/10_us_camp_8_jaegerkaserne.htm
 
Seku Am: 23.01.2022 20:15:55 Gelesen: 57396# 197 @  
@ volkimal [#196]

Guten Abend Volkmar,

ich habe in dem von Dir gezeigten Link gelesen. Da fand ich diese Hinweise:

"Nach der Auflösung des Lagers für Displaced Persons (ehemalige Zwangsarbeiter, Kriegsgefangene etc.) folgte im Juli 1945 die Errichtung eines Lagers für deutsche und ausländische Internierte (Zivilisten, Soldaten, Politiker, Beamte u.a). Von den 4800 Internierten waren ca. 2300 Soldaten aller Dienstgrade".

Ich wünsche allen Lesern*innen einen schönen Wochenanfang

Günther
 
volkimal Am: 23.01.2022 21:51:12 Gelesen: 57346# 198 @  
@ Seku [#197]

Hallo Günther,

vielen Dank! Ich musste weg, hatte den Link erst kurz vorher gefunden und den Text nicht mehr in Ruhe lesen können.

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 04.02.2022 11:15:11 Gelesen: 56382# 199 @  
Hallo zusammen,

ein Kriegsgefangenenbrief an Onkel Walter vom 10. August 1947. Der Absender Max Korst war ein Freund aus dem Heimatort Limbach bei Homburg (Saar). Er war damals im Kriegsgefangenenlager P.O.W. Nr. 30 im Londoner Stadtteil Stratford in der Carpenters Road.





Einige Stellen des Textes finde ich interessant. Es geht viel um Sport aber auch etwas um das Leben und die Arbeit im Lager. Insgesamt geht es dem Absender im Lager sehr gut. Hier ein paar Auszüge aus dem Text, es fängt an mit Fußball:

Hier bei uns geht es jetzt auch wieder los. Vorläufig nur P.Ws gegen P.Ws aber in der nächsten Zeit werden wir auch wieder gegen Tomis starten können. Die Sommerperiode, in der sie nur Kricket spielen, geht diesen Monat zu Ende. Bei unserer Mannschaft bin ich immer noch aktiv vertreten. … Wir sind ein kleines Camp nur noch rund 100 Mann, da ist die Auswahl nicht besonders groß. …
Der ganze Sport hat uns schon viel Freude und Abwechselung gebracht. Man kommt dadurch mit anderen Lagern in Verbindung und trifft auch mal einen Bekannten, außerdem kommt man mehr im Gelände herum. Wir haben ja auch sonst freien Ausgang aber ohne Genehmigung sollen wir uns nur in der Fünfmeilenzone bewegen, was beim Sport nicht nötig ist. Daß wir öffentliche Verkehrsmittel benutzen dürfen, Kino besuchen und Restaurants betreten wird Dir schon bekannt sein.
Unsere Auszahlung bekommen wir halb in englischem halb in Camp-Geld. Große Sprünge können wir allerdings nicht damit machen. In einer Woche je 4 ½ Schilling. Die billigsten Zigaretten kosten 2 ½ Schilling 20 Stück. Da kannst Du Dir ausrechnen was ungefähr übrig bliebe, wenn man bei seinem Arbeitgeber nichts zusätzlich verdienen würde. Jeder hat leider nicht die Gelegenheit aber in unserem Camp besteht wohl für alle eine Möglichkeit. Nach der 8 bis 8 ½ stündigen etatsmäßigen täglichen Arbeit ist es jedem erlaubt für sich noch was zu verdienen. Die Bezahlung ist nicht schlecht, pro Stunde 2 Schilling. …




Bei Wikipedia findet man übrigens eine Liste der Kriegsgefangenenlager in Großbritannien [1]. Ein Lager mit der POW Nr. 30 kommt zweimal vor. Weshalb das so ist, weiß ich nicht.

Viele Grüße
Volkmar

[1] https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_World_War_II_prisoner-of-war_camps_in_the_United_Kingdom
 
epem7081 Am: 04.03.2022 22:07:18 Gelesen: 54400# 200 @  
Hallo zusammen,

ergänzend zu den Beiträgen [#22], [#176] und [#180] kann ich hier einen weiteren Brief der Deutschen Dienststelle für die Benachrichtigung der nächsten Angehörigen von Gefallenen der ehemaligen Deutschen Wehrmacht Berlin-Wittenau einbringen. Neben dem Stempel BERLIN-WITTENAU / d vom 30.1.1956 signalisiert auch der Zusatzstempel: Kriegsgefangenenpost / gebührenfrei.



Angesichts der derzeit laufenden Kriegshandlungen in der Ukraine kann dieses Thema für den Osten Europas schon bald wieder traurige Bedeutung erlangen.

Mit nachdenklichen Grüßen
Edwin
 
Seku Am: 24.03.2022 14:00:57 Gelesen: 53250# 201 @  
Am 3. August 1914 erklärt Deutschland Frankreich den Krieg. Bereits ein halbes Jahr später ging diese Kriegsgefangenen Sendung von Leipzig-Lindenau zu einem deutschen Kriegsgefangenen nach Tarbes im Pyrenäenvorland - "Mein liebes Ernstchen" von "Tante Berta". Die Gefangenschaft wird ihm wohl vor dem Tod gerettet haben ?



Ich wünsche allen Leser*innen einen schönen Tag

Günther
 
Briefuhu Am: 23.05.2022 12:00:12 Gelesen: 48544# 202 @  
Hier eine Kriegsgefangenenpost eines belgischen Capitaine vom 08.12.1942 von Hamburg nach Brüssel.

Wiki sagt dazu:

Das Oflag X D war ein Kriegsgefangenenlager der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg. Das Offizierslager im Hamburger Stadtteil Fischbek (Schreibweise bis zum 27. September 1946 Fischbeck) bestand von Mai 1941 bis Mai 1945.

Unten links ein dreieckiger roter Zensurstempel





Schönen Gruß
Sepp
 
fogerty Am: 13.04.2023 16:49:02 Gelesen: 24573# 203 @  
Kriegsgefangenenpost von Kanada nach Ebingen vom 20.11.1942.

Die Zensurstempel würde ich mir gerne erklären lassen.



Grüße
Ivo
 
Briefuhu Am: 27.05.2023 19:13:22 Gelesen: 22293# 204 @  
@ Jürgen Witkowski [#28]
@ Carolina Pegleg [#30]

Postkarte vom 12.02.1915 von Halifax in England nach Schönebeck, weitergeleitet nach Altengrabow, frankiert mit One Penny. Maschinenstempel von Halifax und runder Stempel Post Free Prisoner of War P.C.. Laut [#30] dürfte es sich bei P.C. um einen Zensurstempel "Post Controlled" handeln. Anscheinend war die Post an Kriegsgefangene portopflichtig.



Schönen Gruß
Sepp
 
Briefuhu Am: 12.08.2023 21:50:09 Gelesen: 17503# 205 @  
Ganzsachenpostkarte Russland P 21 vom 25.09.1916 an einen Kriegsgefangenen im Lager Berger Damm, den Abgangsstempel kann ich leider nicht lesen.

Russischer Zensurstempel Nr. 1461 und deuscher roter Stempel Geprüft 'Vereid. Dolmetscher mit Unterschrift.

Berger Damm war ein im Ersten Weltkrieg errichtetes Kriegsgefangenenlager, in dem zeitweise mehrere tausend Kriegsgefangene inhaftiert waren.



Schönen Gruß
Sepp
 
volkimal Am: 14.08.2023 17:28:24 Gelesen: 17321# 206 @  
Hallo zusammen,

eine Karte aus Kortrijk vom 20.9.1940 an einen belgischen Kriegsgefangenen im Stalag XC:





Das Stalag X C (Nienburg/Weser) wurde 1940 eingerichtet und bestand bis Kriegsende. Es war als sogenanntes Schattenlager nicht zur Aufnahme von Kriegsgefangenen bestimmt, sondern lediglich für die Verwaltung von Kriegsgefangenen im Arbeitseinsatz zuständig. Das Stalag X C war zwischen 1940 und 1945 für bis bis zu 45.000 Kriegsgefangene verschiedener Nationalitäten im Weser-Ems-Gebiet und Bremen verantwortlich.

Viele Grüße
Volkmar
 
Briefuhu Am: 13.09.2023 09:48:54 Gelesen: 15217# 207 @  
Brief des Kriegsgefangenen Julius Zimmer, 4. Kompanie, 5. Abteilung, Lager Belgrad/Jugoslawien nach Bad Kissingen, roter Stempel des jugoslawischen Roten Kreuz und Maschinenstempel München vom 01.03.1948.



Schönen Gruß
Sepp
 
Baber Am: 04.11.2023 21:39:06 Gelesen: 10813# 208 @  
Was bedeutet der Stempel P.C. auf dem Brief eines Kriegsgefangenen, der in England im Spital lag ?

Leider hat der Briefumschlag keinen Inhalt, so dass ich nicht sagen kann, ob der Brief aus dem ersten 1. oder 2. Weltkrieg stammt.



Gruß
Bernd
 
philamueller Am: 10.03.2024 17:55:10 Gelesen: 5273# 209 @  


Die Karte hat im Absender den Ort Stockade. Ich habe diesen Ortsnamen nur in den USA gefunden. War der Gefangene dort? Er schreibt, das ein Mitgefangener nach Attichy abgestellt wurde. Diesen Ort finde ich nordöstlich von Paris. Habe ich die Orte richtig interpretiert? Kam die Karte demnach aus den USA?

Ich habe die Karte in meiner Heimatsammlung Lünen und sammle ansonsten keine Kriegsgefangenenpost.
 
22028 Am: 10.03.2024 17:58:57 Gelesen: 5270# 210 @  
@ philamueller [#209]

Stockade kann auch Militärgefängnis o.ä. heißen, muss nicht unbedingt der Ort sein und bei einer APO Adresse kann man sicher nicht auf den Ort schließen.
 
ChristianSperber Am: 10.03.2024 21:20:45 Gelesen: 5220# 211 @  
@ philamueller [#209]

APO 809 war 1946 in Reims.



Der Scan ist aus

Numerical Listing of APO's January 1942 - November 1947

Dies gibt es auf archive.org [1], auch ein Dokument nach Orten geordnet.

Grüße

Christian

[1] https://archive.org/details/NumericalListingOfApos
 
lueckel2010 Am: 10.03.2024 21:29:58 Gelesen: 5213# 212 @  
@ philamueller [#209]

Das im Januar 1946 neu eingerichtete APO 809 (siehe Absenderangabe) war bis zu seiner Auflösung am 24.12.1946 in Reims/ Frankreich stationiert.

Der Absender des gezeigten Beleges befand sich als Krieggefangener in einem nicht bekannten Lager in Frankreich (wahrscheinlich in der Umgebung von Reims). Dort war er einer Einheit (Labor Service Company) zugeteilt, die "Arbeiten" verrichten musste.

Offenbar wickelte die US-Feldpost nach Kriegsende den Postverkehr Lager - Heimat (und umgekehrt?), zumindest teilweise, ab. Die Sendung wurde über Frankfurt/ Main geleitet und von dort aus mit deutscher Post(?) Richtung Lünen befördert.

P.S.
Sorry, Christian Sperber war schneller als ich.
 
Altmerker Am: 28.04.2024 19:46:13 Gelesen: 2829# 213 @  
@ volkimal [#158]

Ist ja der absolute Hammer, der Mann war wohl mit meinem Großvater im gleichen Lager. Leider bekam ich den Beleg erst nach dem Tod meiner Großeltern/Eltern, so dass ich nicht fragen konnte. Es war die Rede von amerikanischer Gefangenschaft, weil er an der Atlantikfront Frankreichs Stabszahlmeister einer Division war. Später ging es ins KZ Sachsenhausen. 4.9.46, welch Glück, Entlassung nach Hause!

Hier also der Beleg von dort:



Das geht ans Herz!
Uwe
 

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