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Thema: Kriegsgefangenenpost
Das Thema hat 244 Beiträge:
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volkimal Am: 03.10.2024 22:06:46 Gelesen: 42687# 220 @  
@ Dulfen1 [#219]

Hallo Ulf,

ich tippe links auf den Stempel "(13a) ANSBACH (MITTELFR) 2 / g". Bei StampsX findest du einen Abschlag des Stempels.

Viele Grüße
Volkmar
 
HWS-NRW Am: 04.10.2024 10:46:44 Gelesen: 42657# 221 @  
@ Dulfen1 [#219]

Hallo,

der Brief zeigt verschiedene Daten, der Beleg wurde am 12.12. in Oberamtsdetten (siehe auch Rückseite) aufgegeben, dann wohl (in Ansbach ?) geöffnet und überprüft, danach ging er dann mit der vorher (?) zugeklebten Marke wohl weiter, die Marke wurde am 14.12.44 gestempelt und der Brief ging in Richtung USA.

Ein schöner Beleg!

mit Sammlergruß
Werner
 
Gernesammler Am: 04.10.2024 11:02:51 Gelesen: 42651# 222 @  
@ volkimal [#218]

Hallo Volkmar,

besten Dank für den Hinweis und den Link, sehr interessant und passt dadurch in meine Sammlung.

Gruß Rainer
 
fdoell Am: 04.10.2024 18:48:31 Gelesen: 42606# 223 @  
@ Baber [#208]

Spät kommt die Antwort, aber sie kommt:

P.C. bedeutet „passed censor“.

Der Beleg dürfte aus dem 1. Weltkrieg stammen. (1)

Eine einfache Google-Suche half bei Belmont, zu P.C. muss man ein bißchen suchen, weil die Suchergebnisse für PCs zuerst aufpoppen. Habe die Info hier (2) gefunden.

Gruss
Friedhelm

(1) https://www.greatwarforum.org/topic/26916-pow-hospital-belmont-german-pows/
(2) https://www.maltastudycircle.net/site/userfiles/studypaper/_files/study_paper/Paper%2044%20Prisoner%20of%20War%20mail.pdf
 
Sammlerfreund Christian Am: 20.11.2024 20:19:41 Gelesen: 39024# 224 @  
Hallo zusammen,

Portofreie Kriegsgefangenenpost vom DRK gibt es auch heute noch - heute habe ich tatsächlich einen solchen Brief erhalten (auf eine Suchanfrage hin, die ich per E-Mail gestellt habe). Man staunt.



Viele Grüße
Christian
 
hubtheissen Am: 18.02.2025 18:24:12 Gelesen: 29666# 225 @  
Hallo,

heute auch ein Neuzugang bei mir. Es ist eine Einzelfrankatur der 15 Pfg.-Marke auf einem Luftpost-Auslandsbrief von 1955 von Berlin-Dahlem nach Genf.

Tag und Monat des Stempels sind leider nicht zu erkennen.

Als Kriegsgefangenenpost war der Brief gebührenfrei. Es mussten nur die 15 Pfg. Luftpostzuschlag für einen Brief bis 20 g innerhalb Europas entrichtet werden.

Dieser Brief gehört sicherlich zu den selteneren Einzelfrankaturen der 15 Pfg.-Marke.



Gruß

Hubert

[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Berlin Dauerserie Berliner Bauten von 1949: Echt gelaufene Belege"]
 
Briefuhu Am: 30.05.2025 08:22:30 Gelesen: 20008# 226 @  
Cicilian Internment Camp Adelheide (C.I.C.)

Brief vom 10.02.1948 vom C.I.C. Adelheide (Internierungslager) von Delmenhorst nach Hamburg. Mit Tagesstempel Delmenhorst und Stempel C.I.C. Post PORTO-FREI)



Schönen Gruß
Sepp
 
HWS-NRW Am: 11.06.2025 19:26:43 Gelesen: 18551# 227 @  
Hallo am Abend.



Ich war überzeugt, diesen Beleg schon präsentiert zu haben, aber nach Durchsicht kommt er heute, das DRK in Berlin hatte einen Nachforschungsdienst aufgebaut, die Belege wurden portofrei verschickt, der AFS in 000-Stellung diente hier mehr als Absende-Adresse.

mit Sammlergruß
Werner
 
Briefuhu Am: 19.06.2025 17:25:21 Gelesen: 17911# 228 @  
Kriegsgefangenenpost Gebührenfrei aus Munsterlager nach Hamburg. Leider ohne Tagesstempel aber mit Militärzensurstempel 20500.



Zum Ende des Zweiten Weltkrieges wurde Munster (Lager) zum größten Entlassungslager für kiegsgefangene deutsche Soldaten. Circa. 1,7 Millionen Kriegsgefangene wurden hier aufgenommen und in die Heimat entlassen. (jolschimke.de)

Schönen Gruß
Sepp
 
DERMZ Am: 16.08.2025 08:56:30 Gelesen: 14188# 229 @  
Guten Morgen,

Albert Frettlöh geriet am 29. April ebenfalls in Kriegsgefangenschaft ...



@ volkimal [#158]

Auch er war in einem - vermutlich dem gleichen - amerikanischen Gefangenenlager in Frankreich, der Standort ist ebenfalls unbekannt. Die beigesetzten Stempel sind ebenfalls identisch



@ Altmerker [#213]

Ob sich die Herren Bauck, Bäuerlein und Frettlöh dort begegnet sind, kann heute leider nicht mehr geklärt werden.

Viele Grüße Olaf
 
Reini46 Am: 16.08.2025 16:54:13 Gelesen: 14152# 230 @  
Hallo,



Zu diesem Brief aus dem Jahr 1917 kann ich leider nichts sagen, da fehlen mir die Kenntnisse. Rückseitig befindet sich kein Stempel.

Reini46
 
volkimal Am: 16.08.2025 18:59:26 Gelesen: 14131# 231 @  
@ Reini46 [#230]

Hallo Reini,

Das ist ein Brief eines Deutschen aus japanischer Kriegsgefangenschaft. Im Stempel ist der Ort nicht zu erkennen. Auch die Jahreszahl ist nicht klar. Bei diesen Stempeln steht rechts der Tag, in der Mitte der Monat und links die Jahreszahl nach dem japanischen Kalender.

Steht ein Absender auf der Rückseite? Das würde weiterhelfen.

Viele Grüße
Volkmar
 
Reini46 Am: 16.08.2025 19:20:09 Gelesen: 14123# 232 @  
@ volkimal [#231]

Hallo Volkmar,

leider ist die Rückseite völlig leer. Der Stempel auf der rechten Seite zeigt eine 17 - das könnte die Jahreszahl sein ?

Die anderen beiden Zahlen sind 1 und 3 und unten steht 10-12 - vielleicht die Uhrzeit. Oder ist das der AK Stempel in Rosenheim ?

Grüße reini46
 
volkimal Am: 16.08.2025 21:22:45 Gelesen: 14101# 233 @  
@ Reini46 [#232]

Hallo reini46,

damit Du siehst, wie so ein japanischer Stempel aussieht ein Beispiel aus meiner Sammlung:





Der Stempel auf Deinem Brief hat oben den Ortsnamen in japanischer Schrift. Damit entspricht er dem Beispiel links. Dieser Stempel ist vom 24.4. Taisho 4 = 24.04.1915 AD. Wenn ein japanischer Stempel wie auf der Rückseite in unserer Schrift ausgeführt ist, so ist das Datum nach unserem Kalender und von links nach rechts angegeben. Der Stempel aus Moji ist dementsprechend vom 25.04.1915 AD.

Der Stempel mit dem japanischen Ortsnamen stammt aus 熊本 = Kumamotu im Bezirk 坪井 = Tsuboi. Beide Namen wurden damals noch von rechts nach links geschrieben. Unten steht die Uhrzeit 后 8 – 10 = 8 – 10 Uhr nachmittags.

Zurück zu Deinem Brief. Die 17 ist ganz eindeutig der Tag. In der Mitte steht der Monat und links die Jahreszahl. Du schreibst "Die anderen beiden Zahlen sind 1 und 3". Das kann aber nicht sein. Das Datum 17.1. Taisho 3 = 17.01.1914 AD. Da war der Erste Weltkrieg aber noch nicht ausgebrochen und es gab noch keine Deutschen in japanischer Kriegsgefangenschaft.

Kannst Du einen Scan des Stempels in einer höheren Auflösung zeigen? Ich selbst benutze immer 600 dpi. Vielleicht ist dann noch etwas mehr zu erkennen.

Evtl. lässt sich auch etwas durch die anderen Stempel herausbekommen. Dazu müsste ich aber erst die Literatur wälzen. Einige weitere Beispiele solcher Kriegsgefangenenpost aus meiner Verwandtschaft findest du hier [1] Beiträge 216 bis 226..

Viele Grüße
Volkmar

[1] https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ME=197537#M216
 
Reini46 Am: 16.08.2025 22:42:49 Gelesen: 14083# 234 @  
Hallo Volkmar,



ich habe den Stempel mit 600db gescannt, er ist sehr schwer zu lesen. Die von mir genannten Zahlen 1 und 3 sind eher geraten als bewußt gelesen.

Danke für Deine Bemühungen.

Reini46
 
Briefuhu Am: 17.08.2025 08:52:24 Gelesen: 14058# 235 @  
Kriegsgefangenensendung vom 20.06.1917 von Bischofswerda an das Moskauer Hilfscomite für Kriegsgefangen in Kopenhagen. Briefstempel der Komandatur des Offiziers-Gefangenen-Lager, roter Stempel Geprüft sowie ein roter Kasten Stempel den ich nicht bestimmen kann. Absender ein Leutnant Altuchoff.



Schönen Gruß
Sepp
 
volkimal Am: 17.08.2025 10:41:00 Gelesen: 14033# 236 @  
@ Reini46 [#234]

Hallo Reini46,

der kleine quadratische Namensstempel (Han) des Zensurbeamten hat die Lösung gebracht. Er ist im Band 60 der Poststempelgilde [1] abgebildet:



Dieser Stempel ist dem Kriegsgefangenenlager Kurume zuzuordnen. Der Rechteckstempel darüber ist ein Zensurstempel.



Obern im Stempel steht 久留米 = Kurume (von rechts nach links zu lesen). Beim Stempeldatum gehe ich davon aus, dass der Stempel vom 17.2. Taisho 4 = 17.02.1915 AD ist. Schau Dir einmal die markierten Fragmente an.

Hier noch eine Karte aus demselben Lager an meinen Großvater:



Viele Grüße
Volkmar

[1] Neue Schriftenreihe der Poststempelgilde, Band 60, Helmut Rüfer und Wolf Rungas: Handbuch der Kriegsgefangenenpost Tsingtau
 
Reini46 Am: 17.08.2025 11:31:29 Gelesen: 14022# 237 @  
@ volkimal [#236]

Hallo Volkmar,

nochmals herzlichen Dank für die ausführlichen Erläuterungen und dem damit verbundenen erheblichen Zeitaufwand.

beste Grüße

Reini46
 
Regis Am: 22.08.2025 15:34:09 Gelesen: 13802# 238 @  
@ Briefuhu [#235]

der Stempel heisst F. A. = Frist abgelaufen. Das bedeutet, dass der Brief solange liegen bleibt, dass der Inhalt nicht mehr aktuell wichtige Geheimnisse enthalten kann - zumindest hat man so gedacht.

Regis
 
Briefuhu Am: 22.08.2025 18:32:37 Gelesen: 13784# 239 @  
@ Regis [#238]

Vielen Dank für die Erklärung.

Schönen Gruß
Sepp
 
Jürgen Witkowski Am: 23.08.2025 10:11:51 Gelesen: 13732# 240 @  
Mehr als 23 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges verschickte der DRK-Suchdienst München am 4.7.68 noch eine Mitteilung. Dem Text im Hintergrund des Sichtfensters kann man entnehmen, dass zu dieser Zeit immer noch mehr als 3 Millionen Angehörige auf eine Nachricht über das Schicksal ihres Verschollenen warten.

Als kleine postalische Besonderheit gibt es noch einen Hinweisstempel auf eine unrichtige Postleitzahl und eine handschriftliche Korrektur derselben.



Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
 
Mark4 Am: 04.10.2025 00:44:14 Gelesen: 11147# 241 @  
Hallo,

kann jemand Informationen zu den Poststempeln auf dieser Kriegsgefangenenpostkarte geben?

Ich weiß, dass sie vom Frontstalag 133 an das Rote Kreuz in Genf geschickt wurde. Was bedeuten „COM S.B.“ und die Nummer „4173“?

Und warum die unterschiedlichen Daten und wo wurden sie abgestempelt?

Vielen Dank!


 
Reini46 Am: 20.10.2025 11:10:44 Gelesen: 10434# 242 @  
Hallo,



Karte vom 28.10.1944 aus dem französischen Kriegsgefangenenlager Depot P.G.141 am Rande von Lyon.

Hautmann Heinrich Reichstädter schreibt seiner Familie, dass er am 4.9. in französische Gefangenschaft geraten ist.

Zensur nach Landsmann BP6.1 wobei ich vermute, dass diese Zensur in Hof durchgeführt wurde.Die Karte hat nur € 5,- gekostet, ich habe sie gekauft, weil mich die Existenz eines französischen Kriegsgefangenenlager im Oktober 1944 verwundert hat.

Grüße Reini46
 
Jürgen Zalaszewski Am: 18.12.2025 18:17:26 Gelesen: 8345# 243 @  
Hallo zusammen,

zum Thema Kriegsgefangenenpost 1. und 2. Weltkrieg sind zwei interessante Beiträge auf der Internetseite Filatel.pl erschienen. In unregelmäßigen Abständen veröffentlicht die Redaktion neben der Monatsausgabe der Filatel.pl Sondernummern, die sich mit speziellen Themen befassen. So ist erst kürzlich eine Arbeit erschienen, die versucht alle bekannten Formulare, Stempel usw. zum Thema polnische Kriegsgefangenenpost des 1. Weltkrieges zusammenzufassen. Obwohl die Zeitschrift in Polnisch geschrieben ist, dürfte es mit den heutigen Hilfsprogrammen kein Problem sein, sich die entsprechenden Hinweise ins Deutsch übersetzen zu lassen.

Eine zweite, schon früher erschienene Ausgabe, befasst sich mit dem Kriegsgefangenenlager Oflag VII A Murnau. Das Thema Kriegsgefangenenpost spielt in der polnischen Philatelie eine große Rolle und findet immer noch interessierte Sammler.

Beide Zeitschriften finden sie auf der Internetseite Filatel.pl, sie können sich diese und auch andere Hefte kostenlos herunterladen.



Viele Grüße

Jürgen
 
Briefuhu Am: 17.01.2026 10:10:45 Gelesen: 6805# 244 @  
Grossbritannien

Ganzsachenpostkarte P 41, gelaufen am 27.08.1918 von Torquay an die Zentralstelle des Roten Kreuzes Abteilung für Kriegsgefangen in Frankfurt am Main. Empfänger ein Captain W.H. Croome, Essex Reg Regiment 9. Batt. Bataillon



Schönen Gruß
Sepp
 

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