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Thema: Altdeutschland Helgoland: Großzügige Auktionsbeschreibung
doktorstamp Am: 05.12.2011 16:43:37 Gelesen: 7629# 1 @  
Die unten abgebildeten Marken habe ich aus der Vereinsauktion erstanden.

Beide waren als "fine used" und "expertised" in der Auktion beschrieben.

Nach wie vor geht die Praxis weiter, der Einlieferer darf einfach eine Aufstellung der Marken an den Vereinsauktionator schicken. Diese wird dann gedankenlos in die Auktionsliste aufgenommen.

Wie aus den Scans ersichtlich sind keine "feinst", wie einfallsreich vom Einlieferer beschrieben.

Mi 14b diese Marke wird seit langem nicht mehr signiert, also bestens "Altprüfung", allerdings ähnelt die Marke in den Farben mehr der 'c' Farbe nach.

Mi 18a hier ist die Signierung in Ordnung, allerdings erhöht, was auf die Mangel hinweist.

Das Fenster, sogar von der Vorderseite zu erkennen, war nirgends erwähnt.





Die Marken sind heute Retour.

Über das Verfahren (oder wie man dubiosem Vorschub leistet) werde ich weiter berichten.

mfG

Nigel
 
helgophil Am: 05.12.2011 19:49:34 Gelesen: 7589# 2 @  
@doktorstamp

Zitat: Mi 14b diese Marke wird seit langem nicht mehr signiert, also bestens "Altprüfung", allerdings ähnelt die Marke in den Farben mehr der 'c' Farbe nach.

Was meinst Du damit ?

Altsignatur ? Schulz ist der Helgolandexperte - und Schulz lebt m.E. noch. Ich könnte ihn eigentlich mal wieder anrufen.

Die 'b'-Farbe ist problemlos (UV-Lampe) zu bestimmen, überhaupt kein Problem.

helgophil
 
LK Am: 05.12.2011 21:18:28 Gelesen: 7562# 3 @  
Hallo ,

die 18 a ist viel zu wohlwollend signiert , 2 Fehlzähne oben und dünne Stelle.

In Bezug auf die Mi 14 muss ich helgophil Recht geben , die b ist immer unter UV erkenn - bzw. unverwechselbar.

Und wer kann Herrn Schulz in Bezug auf das Prüfgebiet Helgoland das Wasser reichen ?

Gruß

LK
 
Lars Boettger Am: 05.12.2011 23:08:25 Gelesen: 7534# 4 @  
@ helgophil [#2]

Herr Schulz ist nicht mehr im BPP - also "Altprüfung". Und wenn er so ein Experte ist, warum hat er dann eine b-Farbe festgestellt, wo ein anderer ausgewiesener Helgoland-Experte eine c-Farbe sieht? Wer hat jetzt recht, wem darf ich glauben?
 
LK Am: 05.12.2011 23:42:08 Gelesen: 7527# 5 @  
Hallo,

welcher ausgewiesene Experte ist gemeint ? Der Themenstarter ? Weder im BPP noch im AIEP ausgewiesen ! Alles andere zählt nicht .

Was soll das mit der Altprüfung ?

Der König ist tot, es lebe der König ! Alles was der ehemalige Prüfer im BPP als echt, gut oder was auch immer befundet hat, muß dringend nachgeprüft werden.

Aber der BPP muss ja leben, mein vollstes Verständnis dafür haben Sie. Wie war das mit dem Brot und dem Lied ?

Gruß und schönen Abend noch

LK
 
Lars Boettger Am: 06.12.2011 06:55:21 Gelesen: 7510# 6 @  
@ LK [#5]

1. Es gibt anerkannte Experten, die weder im BPP oder AIEP sind. M.W. prüft doktorstamp Helgoland für die Expertenkommission der RSPL.

2. In vielen Fällen "muss" man in der Tat nicht nachprüfen. Falls man glaubt, dass jede Signatur echt ist und das es keine Forschung gibt. Aber ich kann nur jedem Sammler eines Gebietes, das fälschungsgefährdet ist raten, dass er prüfungsmässig am Ball bleibt.

3. Bei Deinem Beitrag kommt wieder das Vorurteil ggü. Prüfern zum Vorschein, dass das alles unheimlich reiche Leute sind, die auf Kosten der Sammler leben. Versuche doch einfach, selbst Prüfer zu werden. Dann merkst Du schnell, wie sehr Du draufzahlst.

Beste Sammlergrüsse!

Lars
 
helgophil Am: 06.12.2011 10:12:37 Gelesen: 7483# 7 @  
Kraft Amtes oder Vereinsmeierei wird man nicht kompetent.

Ein Augenarzt ist als Wirtschaftsminister ungeeignet. Ein Halbjurist eignet sich zum Sachbearbeiter bei einer Versicherung.

Und ein Papierprüfer ist noch lange kein Helgolandexperte.

helgophil
 
Lars Boettger Am: 06.12.2011 13:40:51 Gelesen: 7441# 8 @  
@ helgophil [#7]

Die Diskussion ist unergiebig, weil Herr Schulz von Euch auf einen Thron gehoben wird. Realität wird ignoriert, Argumente auch. Ich unterhalte mich regelmässig mit vielen Prüfern, oft wird die Arbeit der Altprüfer gelobt, manchmal aber auch nicht. Und das Prüfergebnisse einer erneuten Überprüfung nicht standhalten, ist auch keine neue Erkenntnis.
 
helgophil Am: 07.12.2011 12:08:52 Gelesen: 7372# 9 @  
Nochmals zu den Marken von 'Doktorstamp', nur Aufgrund der Abbildungen.

Allgemein: Helgoland-Marken sind generell selten. Da gelten etwas andere Maßstäbe als wie z.B. bei irgendwelchen Millionenauflagen.

Die 18a sieht jedoch wirklich ziemlich mickerig aus. Eigentlich nicht albumfähig. Warum diese Marke von C.Brettl (?) so relativ gut signiert wurde, kann ich nicht nachvollziehen.

Die (seltene) 14b, vom kompetenten Altmeister (nicht Altprüfer !) signiert, in dieser Erhaltung, die hätte ich wahrscheinlich behalten, wenn sie nicht zu teuer war.

helgophil

Helgoland 14b ohne Mängel


 
Oliver Estelmann Am: 07.12.2011 13:39:23 Gelesen: 7354# 10 @  
Eine 14b ganz ohne Mängel sollte zumindest in der unteren linken Ecke etwas hübscher daherkommen, oder?
 
helgophil Am: 07.12.2011 14:20:48 Gelesen: 7341# 11 @  
@1867

OK. Die 14b ist eben selten. Einige davon hätte ich noch. Aber perfekt (incl. Zentrierung etc.) ist fast unmöglich.

helgophil
 
doktorstamp Am: 09.12.2011 19:18:07 Gelesen: 7259# 12 @  
@ helgophil [#2]

Wer lesen kann ist klar im Vorteil.

Schulz, zu dem ich auch noch Vertrauen habe, schied plötzlich aus dem BPP aus, Begründung von Schulz selbst sei seine Gesundheit.

Und so zu dem Verfahren, das sowas erlaubt/ermöglicht.

Der Einlieferer, (ein Herr MS aus Eastbourne), gibt an, seine Marken, die er versteigern lassen will, immer in D zu kaufen. Dies wird nicht bestritten. Aber wohlwissend es gibt in D sämtliches geprüftes Zeug was innerhalb D unverkäuflich ist. Dies wird dann zu einem angemessenen (billigen) Preis erworben.

Weiter gab er an, Sachen prüfen zu lassen, dies laut seiner Aussage unternimmt er regelmässig. Mit dem einen Prüfer habe ich gesprochen; die letzte Prüfsendung lag fünf Jahre her, und die Rechnung blieb unbeglichen. Die diesjährige Prüfsendung wurde zurückbehalten bis die Rechnungen beglichen waren.

Ein Grund, warum die Rechnung unbezahlt blieb war wie folgt. Er, der Einlieferer, habe die Marken vorsortiert, sogar die Farbnuancen bestimmt, dies hatte der Prüfer gedankenlos zu signieren, was er natürlich nicht tat. Befunde, Kurzbefunde, Atteste waren keinesfalls auszustellen, da dies zu viel kostete. Nachweislich hat der Einlieferer dann ungewollte, billig signierte Marken ausgebessert. Es ist hier angebracht, zu erwähnen, dass der Einlieferer Druckmeister ist und mit dem Guß von Lettern bestens vertraut ist.

Er traf mit dem Vereinsauktionator eine Abmachung. Er würde nur Listen der zu versteigernden Marken schicken, und nur die ersteigerten Marken liefern. Somit ist eine Vorprüfung der Marken ausgeschlossen. Allerdings stellte sich heraus, dass der Auktionator (BR aus dem Raum Great Yarmouth) trotz 40 jähriger Tätigkeit als Vereinsauktionator sich nicht in der Lage befand, gutes von bösem auszusondern.

Alles wurde gutgläubig aufgenommen. Das Verfahren erspare auch dem Einlieferer Geld, denn er müsse nicht mehr für Rückporto für die unverkauften Lose aufkommen.

Alles ging gut, bis einiges auffiel, jetzt ist der Vereinsvorsitzende (GdB aus Aylesbury, derselbe, der sich bei der JHV in Hannover 'Habria'2011 dieses Jahres wie ein Nazi verhalten hat*) an der Reihe, zuerst wird es ihm verboten weitere Sachen einzuliefern.

Er habe seine Markenbestände mir vorzuzeigen. Es wimmelte von Altprüfungen, verbesserten, und verfälschten Signa. Einerseits gab er an unwissend zu sein, anderseits wußte er haargenau, was er hatte. Demnach erfolgte die Schickung einer weiteren Prüfsendung (siehe oben).

Später erhalte ich ein E-Mail von dem Vorsitzenden, in dem mir mitgeteilt wird, er darf seine Sachen wieder einliefern, sonst koste es den Verein zu viel an verlorener Provision. Anscheinend ist der Ruf des Vereins ein Klacks dagegen.

Den Vereinsmitgliedern hiervon zu berichten, ist mir schriftlich untersagt worden.

Das hat alles jetzt entgultig ein Ende gefunden. Der Vereinsauktionator hat sein Amt aufgegeben. Ein Nachfolger hat sich noch nicht gefunden. Sein Unwesen wird aber weiterhin bestehen, denn nach und nach werden diese Sammlungen der Mitglieder zum Verkauf kommen.

Die Marken, um die es sich hier handelt sind überwiegend aus AD und DR bis 1923.

mfG

Nigel

*Aussage einiger Deutschen die die JHV miterlebt haben.
 
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