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Thema: Russland: Alte Belege
Das Thema hat 61 Beiträge:
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DERMZ Am: 22.12.2017 14:42:28 Gelesen: 10356# 37 @  
@ Detlef [#35]
@ volkimal [#36]

Guten Tag zusammen,

so ganz kann ich mir auch noch keinen Reim auf den Stempel machen, aber da Helmut von einer Seereise ohne Seekrankheit spricht, die ersten Buchtstaben das Wort "Major" ergeben, gab es eventuell damals ein Schiff, dass auf den Namen "Major Engof ... " getauft war, und es sich um einen russischen Schiffspoststempel handeln könnte.

Leider sind meine Russisch-Kenntnisse nur noch sehr sehr bescheiden, seit der Schule nie mehr gebraucht - mehr kann ich nicht "helfen".

Viele Grüße und ebenfalls schöne Feiertage

Olaf
 
volkimal Am: 22.12.2017 14:50:45 Gelesen: 10352# 38 @  
@ Detlef [#35]

Hallo Detlef,

ich habe doch noch etwas entdeckt. Es gab den Ort МАІОРЕНГОФЪ = Маіоренгофъ = Majorenhof. Heute heißt der Ort Majori.

Link: https://en.wikipedia.org/wiki/Majori

Wenn Du den deutschen Namen Majorenhof googelst findest Du so einige Ansichtskarten von dort.

Viele Grüße
Volkmar
 
Detlev0405 Am: 22.12.2017 15:29:26 Gelesen: 10343# 39 @  
@ Detlef [#35]
@ volkimal [#38]

Hallo Detlef,

Volkmar ist richtig gelandet mit seiner Stempeldeutung. Komplett übersetzt heißt der Stempel: Majorenhof - Lifland - Stadt. Lifland war eine Region im heutigen Estland und Lettland meiner Kenntnis nach bis 1918, danach eine Region von Riga bis zum Peipussee.

Beim Stempel ist der Punkt hinter dem russischen " H " zu beachten und nach dem russischen G . Das G steht eindeutig für die Bezeichnung Stadt.

Hier kannst du einen Blick auf die Region werfen:

https://geographic.org/geographic_names/name.php?uni=-4545681&fid=3694&c=latvia

Beste Grüße
Detlev
 
KaraBenNemsi Am: 22.12.2017 19:17:02 Gelesen: 10309# 40 @  
@ Detlef [#35]
@ Detlev0405 [#39]

Hallo,

Detlev (Detlev0405) schrieb:

Das G steht eindeutig für die Bezeichnung Stadt.

Nö, für "Stadt" steht es eindeutig nicht. Das G. steht zweifelsohne für Gouvernement. Denn im Stempel steht ЛИФЛАН. Г. was nichts anderes bedeutet als LIVLÄND[ISCHES] G[OUVERNEMENT) oder mit korrekter Grammatik: "[des] Livländ[ischen] G[ouvernements]."

Livland war neben Estland und Kurland eines der drei baltischen Gouvernements des Zarenreichs und genau dort gehört Majorenhof rein.

Viele Grüße

Carsten
 
Detlev0405 Am: 22.12.2017 19:26:45 Gelesen: 10305# 41 @  
@ KaraBenNemsi [#40]

Stimmt habe ich auch gerade festgestellt. :-(

Gruß Detlev
 
dietbeck Am: 10.02.2019 15:42:49 Gelesen: 3723# 42 @  
Beleg Russland 1901 - Hilfe

Hallo zusammen,

da ich des Russischen nicht mächtig bin, kann mir jemand sagen, von Wo and Wo der Beleg gelaufen ist ? Ich sehe richtig, dass dieser von 1901 stammt ? Allerdings verwirrt mich dann das Datum des Ankunftsstempels auf der Rückseite (1907) ?

Danke für Aufklärung
dietbeck


 
Saguarojo Am: 10.02.2019 15:55:41 Gelesen: 3716# 43 @  
Hallo,

auf der Vorderseite sehe ich eine 7 mit abgebrochenem oberen Querstrich bei der Jahreszahl.

Gruß

Joachim
 
Detlev0405 Am: 10.02.2019 18:19:30 Gelesen: 3695# 44 @  
@ dietbeck [#42]

Hallo Joachim,

Dein Brief ging von Slawjansk am Kuban nach Rostow am Don an eine Bank.

Aufgegeben am 13.06.1907 per Einschreiben und Ankunft am 15.06,1907.

Gruß
Detlev
 
KaraBenNemsi Am: 11.02.2019 13:17:59 Gelesen: 3645# 45 @  
@ dietbeck [#42]
@ Detlev0405 [#44]

Hallo,

kleine Korrektur: Der Absendeort ist Slawjansk (Gouvernement Charkow) in der Ukraine. Slawjansk am Kuban (in Russland) gab es damals noch gar nicht unter diesem Namen. Es steht auch im (schlecht abgeschlagenen) Stempel: ... ХАРЬ. Г. für Gouvernement Charkow.

Viele Grüße
Carsten
 
Detlev0405 Am: 12.02.2019 13:03:17 Gelesen: 3585# 46 @  
@ KaraBenNemsi [#45]

Danke für die Korrektur.

Gruß
Detlev
 
Magdeburger Am: 28.10.2019 15:49:54 Gelesen: 1801# 47 @  
Liebe Sammelfreunde,

ich habe mich in Sindelfingen gefreut endlich einen Beleg aus preussischer Zeit nach Magdeburg zu bekommen:



Am 23.02.1859 ging es von Warschau los und war schon am 25.02. am Ziel. Da der Brief komplett frankiert aufgegeben wurde, notierten die preussischen Beamten jeweils 3 Sgr., also 10 Silberkopeken für Russland und Preussen.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Egi-Berlin Am: 25.03.2020 21:18:52 Gelesen: 428# 48 @  
Ein Ersttagsbrief von 1859? Kann das sein? Augenscheinlich Mi. Nr.5 - Erstausgabetag 19. September 1859 mit rotem Kastenstempel des Ersttages?

Hat jemand so etwas schon mal gesehen und wie würdet Ihr das preislich einschätzen?

Ein ähnlicher Brief (ohne Ersttag) mit einer weniger gut erhaltenen Marke ist bei Ebay gerade für 72.-- Euro versteigert worden.

Hat jemand Kenntnis von so alten Ersttagsbriefen?

 
 
Cantus Am: 25.03.2020 21:45:27 Gelesen: 420# 49 @  
@ Egi-Berlin [#48]

Hallo,

wenn der Brief echt ist und das vom zuständigen Prüfer bescheinigt worden ist, dann dürfte dein Umschlag eine sehr teure Angelegenheit sein, die besonders von russischen Sammlern gesucht wird. Ebay wäre dabei völlig verkehrt, suche dir dann dafür gegebenenfalls ein großes niedergelassenes Briefmarkenauktionshaus mit weltweitem Kundenstamm.

Viele Grüße
Ingo
 
bayern klassisch Am: 25.03.2020 21:48:02 Gelesen: 419# 50 @  
@ Egi-Berlin [#48]

Gregorianischer, oder julianischer Kalender?

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
Egi-Berlin Am: 25.03.2020 22:14:35 Gelesen: 413# 51 @  
Im Michel steht als Erstausgabetag der 19. Sept. 1859 für die Marke.

Dass der Brief echt ist, davon gehe ich aus, ich habe noch ein paar andere aus der Zeit, aber keiner mit Ersttag. Darunter auch eine ganze Menge steinalte Ganzsachen mit der runden Marke auf der Rückseite.

Bei dem Beleg fällt einem der rote Kastenstempel gleich ins Auge. Daraufhin habe ich im Michel nachgesehen. Der Brief hat rückseitig auch ein Siegel. Ich füge mal davon auch noch ein Bild ein.


 
Martin de Matin Am: 25.03.2020 22:40:39 Gelesen: 407# 52 @  
@ bayern klassisch [#50]

Im Michelkatalog von 2005 steht

Die Datumsangaben bis MiNr. 126 entsprechen dem in Rußland gebräuchlichen Julianischen Kalender.

@ Egi-Berlin [#48]

Bei MiNr.5 steht 19.9.1858. Auch Christian Ebnet gibt in seinem Spezialhandbuch das Jahr 1858 und nicht 1859 an.

Gruss
Martin
 
bayern klassisch Am: 25.03.2020 22:52:15 Gelesen: 403# 53 @  
@ Martin de Matin [#52]

Hallo Martin,

vielen Dank - dann ist ja (leider) alles klar und schade für den TE, dass der Brief ein Jahr zu spät geschrieben wurde.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Egi-Berlin Am: 25.03.2020 23:31:47 Gelesen: 395# 54 @  
Stimmt - dumm gelaufen :-) - trotzdem schöner Brief. Dann muss ich mich morgen mit einer frisch gerüften Deutsches Reich Eisenbahn-Dienstmarke I begnügen.

Dolles Ding. Setze ich morgen mal rein in die entsprechende Rubrik.

Danke. Und bleibt gesund.
 
Fips002 Am: 04.04.2020 17:39:27 Gelesen: 309# 55 @  
Postkarte geschrieben vom Maschinen Maat Paul Forster, Kleiner Kreuzer "Bussard", aus Wladiwostok 25.9.1903 (Gregorianischer Kalender) an seinen Bruder nach Apolda/Thüringen, Ankunftstempel 28.8.1903. Freigemacht ist die Karte mit Mi.Nr.40, Ausgabe 1889.



Dieter
 
Regis Am: 05.04.2020 14:04:18 Gelesen: 266# 56 @  
Ich möchte einige Varianten der russischen Postanweisungen (Perewod) vorstellen.

Es gab neutrale Formulare und Formulare mit Wertstempel 15 KOP für Beträge bis 25 Rubel und Wertstempel 25 KOP für Beträge bis 100 Rubel. Je 100 Rubel kosteten 25 KOP bis max. 1.000 Rubel, was einen Gegenwert von ca. 2.160 Goldmark bis 1914 entsprach.



Postanweisung über 25 Rubel von Wolkowysk / Wilkowischki nach Grodno. Gebühr 15 KOP.Postanweisungsstempel Wolkowysk 287; Aufgabe Wolkowysk 12.XII. 1902; Ankunft Grodno 5 - 12. XII.02; Auszahlung Grodno 5 - 13.XII. 1902.
 
Regis Am: 06.04.2020 11:08:37 Gelesen: 205# 57 @  
Nun das Formular 25 KOP.



Postanweisung über 86 Rubel von Grodno nach Warschau. Die Aufgabe wurde in einem Quittungsbuch bestätigt und der Aufgabekupon blieb am Stammteil. Aufgabe: Grodno 3 - 9.IX.1905; Kastenstempel Bezahlt - OPLATSCHEN.



Ankunft und Einzahlung auf einKonto unter der Nr. 381 - Warschawa / Warschau Postkontor Nr. 5 - 10. IX. 1905
 
Regis Am: 07.04.2020 11:23:47 Gelesen: 160# 58 @  
Heute eine Postanweisung auf Blanko-Formular



Postanweisung über 51 Rubel und 10 KOP. Gebühr 25 KOP. - Frankatur 2 x 10 KOP + 3 KOP. + 2 KOP. Kastenstempel:

Warschawski Gubernii ( Gouvernement Warschau ) Aufkleber als Aufgabebestätigung: Graniza / Petrikau No.590;
Aufgabe Graniza 15. VI. 1907. Ankunft Warschau Kontor 2 - 19. VI. 1907. Verrechnung auf das Konto 148 56
in Warschau 3 - 20. VI. 1907.
 
Regis Am: 08.04.2020 12:17:36 Gelesen: 92# 59 @  
Nun eine Postanweisung 25 KOP mit Zusatzfrankatur



Eine Postanweisung über 126 Rubel und 16 KOP. Frankatur: PA-Formblatt 25 KOP + 25 KOP Aaufgabe: Grodno 3, 21. IX. 1905; Aufkleber Grodno Nr. 1747 als Bestätigung; Kastenstempel - Oplatschen - Bezahlt: Ankunft und Auszahlung - Wolkowysk - 22. IX. 1905
 
Regis Am: 09.04.2020 09:37:37 Gelesen: 51# 60 @  
Heute eine Überweisung mit dem Höchstbetrag von 1.000 Rubel



Postanweisung über 1.000 Rubel auf Blankoformular von Swislotsch (Bez. Grodno) nach Bialystok. Gebühr: 2,50 Rubel;
Frankatur 10 x 25 KOP. Aufkleber zur Bestätigung: No. 293 Swislotsch. Aufgabe: Swislotsch - 26.4.1907.
Ankunft Bialystok 2 - 27.4.1907; Kastenstempel Bezahlt - Oplatschen. Hinterlegung der Summe auf einem Konto -
2-zeiler Oborotnaja assignowka / ot - 27/4/1907 No. 4042.
 
hajo22 Am: 09.04.2020 15:43:34 Gelesen: 28# 61 @  
Plakatähnliche Wert-Paketkarte (25,8x18,5 cm) aus Tachkent nach Brüssel, Ankunft 1.1.1911.

Interessant ist der Reichspost-Kastenstempel: "Unfrankiert ab Eydtkuhnen". Bis dorthin frankiert mit 2 Rubel, 36 Kopeken.

Ohne das ich was von der Rußland-Philatelie verstehe, sage ich als Belege-Sammler, das Teil ist nicht uninteressant.



Eine detaillierte Beschreibung der Paketkarte kann ich leider aus den vorgenannten Gründen nicht liefern.

hajo22
 

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