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Thema: Kuriose Briefe, Postkarten und Frankaturen
Sachsendreier53 Am: 23.02.2012 19:37:21 Gelesen: 86695# 1 @  
Eine polnische Ansichtskarte mit DDR-Marke 25(Pf) 2022, gestempelt Hamburg 25.9.88 !

Vielleicht hatte die Ostoma durch ihr Gebrechen keine Lust mehr zurück in die DDR ?

Wer weiß mehr ?

Claus


 
Lars Boettger Am: 23.02.2012 21:58:43 Gelesen: 86661# 2 @  
@ Sachsendreier53 [#45]

Hallo Claus,

das ist nicht so ungewöhnlich. Es kann gut sein, dass jemand auf der Rückreise von Polen in der DDR eine Postkarte versenden wollte. Er hat es vergessen und dann wurde die Karte in Hamburg eingeworfen. Die Deutsche Bundespost hat es nicht bemerkt oder bemerken wollen und die Karte in die DDR befördert.

Beste Sammlergrüsse!

Lars
 
Sachsendreier53 Am: 28.02.2012 16:31:02 Gelesen: 86559# 3 @  
Post unzulässiger Weise

Der hier abgebildete Brief ist zwar portogerecht frankiert, jedoch mit einem nicht gültigen Wertzeichen. Zweimal ging der Brief durch die Stempelanlage (August 98, Postzentrum 04). Die geschnittene Marke besteht aus Kartonpapier von 1994. Die Post hätte dieses "Wertzeichen" als nicht vorhanden bewerten und volles Entgelt samt "Strafporto" verlangen müssen. Verschiedene Entwürfe zum Thema - Für die Jugend / 100.Todestag von Schriftsteller Dr. Heinrich Hoffmann (Kinderbuch Struwelpeter)- wurden nicht von der Bundespost angenommen, sondern nur auf diesem Entwurfskarton vorgestellt. Die echten, genehmigten Marken wurden am 14.04.1994 am Postschalter verkauft. (Mi.Nr 1726-1730)

Claus


 
drmoeller_neuss Am: 28.02.2012 17:13:47 Gelesen: 86553# 4 @  
@ Lars Boettger [#46]

Dann passt aber das Porto nicht. Eine Postkarte hat in der DDR 10 Pfg. gekostet, 25 Pfg. war für den Auslandstarif. Die BRD galt für Post aus der DDR auch als Ausland, nur umgekehrt wurde Inlandstarif verwendet. Im Gegensatz zu den anderen EU-Staaten galt der Inlandstarif für alle Briefsendungen. Die Deutsche Bundespost hat damals den Briefverkehr in die DDR ganz schön subventioniert. Ein oder zwei Jahre lang in den 80er Jahren waren Pakete von der BRD nach der VR Polen sogar ganz gebührenfrei !

Die Schrift lässt auf ein älteres Semester schliessen, vielleicht hatte sich da die Deutsche Teilung noch nicht herumgesprochen und der Schreiber dachte, dass deutsche Marken eben in ganz Deutschland gültig sind.
 
Sachsendreier53 Am: 28.02.2012 18:59:17 Gelesen: 86527# 5 @  
Die Briefgebühr für den Standartbrief wie abgebildet, betrug ab 01.09.1997 = 110 Pfennige. Vor 1997 (ab 01.04.1989), betrug das Porto für den Standardbrief 100 Pfennige.

Claus
 
stephan.juergens Am: 02.03.2012 17:49:02 Gelesen: 86421# 6 @  
@ Sachsendreier53 [#45]

Andere Erklärungen: die Ansichtskarte stammt - laus lesbaren Aufdrucken aus Elblag - ehemals Elbing zum damaligen Zeitpunkt und auch heute - Polen. Aber so zu Danzig gelegen, dass Kreuzfahrtschiffe ihre Tagespassagier durchaus bis dahin schicken. In Polen waren Ansichtskarten von nahezu überall in Polen bei so gut wie jedem Ansichtskarten-Händler zu erhalten (Nur nicht die des Ortes, in dem man sich befand). Also könnte die auch in Stettin oder Danzig oder ... gekauft sein.

Also könnte es sich um ein Paquebot handeln (warum dann in Harburg gestempelt, keine Ahnung).

Aber: Die Adresse scheint mir sehr unvollständig. Schaffte es die DDR Post nur mit Postleitzahl und Namen zuzustellen? 1501 muß, wenn ich das richtig gegoogelt habe, Potsdam sein.

Gruß
Stephan
 
drmoeller_neuss Am: 03.03.2012 21:55:31 Gelesen: 86364# 7 @  
Der Ort dürfte DDR-1501 Marquardt (bei Werder) sein. In vielen kleinen selbstständigen Dörfern gab es keine Strassennamen, man hat einfach den Ort durchnummiert. Marquardt 48a könnte eine vollständige Anschrift gewesen sein.

In der DDR gab es in vielen Dörfern keine Hausbriefkästen, sondern nur eine zentrale Postfachanlage. Die Angabe des Namens und des Ortes hätte sogar genügt, wenn man es lesen kann. :-)
 
Sachsendreier53 Am: 05.03.2012 10:15:54 Gelesen: 86306# 8 @  
Hallo Ulrich,

Du kannst richtig liegen, Marquardt 14476 (neue Postleitzahl ab 1.7.93) liegt im Landkreis Potsdam-Mittelmark Brandenburg. Die Deutsche Post der DDR fing um 1982 an Briefpostzustellanlagen auf dem Lande zu installieren. Später wurden die Anlagen durch Paketzustellfächer ergänzt. Die waren manchmal viel zu klein konstruiert. Mit dem Ende der DDR 1990 verschwanden diese "grauen, hässlichen, kundenunfreundlichen" Zustellanlagen. Die normalen Postbriefkästen gab es in der DDR eigentlich in jeden kleinen Ort, an zentraler Stelle (Gaststätte, Bürgermeisteramt, Kaufhalle, Feuerwehr).

Claus
 
Sachsendreier53 Am: 06.03.2012 08:59:54 Gelesen: 86250# 9 @  
Nochmal ein Brief "Post unzulässiger Weise", wie oben beschrieben. Ein Standardbrief aus dem Jahr 1999 (1,10 DM) mit "Entwurfmarke" aus Kartonpapier von 1994, vorgestellt anlässlich des 100. Todestag von Schriftsteller Dr. Heinrich Hoffmann. Der Brief wurde am 2.9.99 in Rethen bei Gifhorn (38518) 10,30 Uhr in den Postkasten gesteckt und im Briefzentrum 38 gestempelt. Ankunft in Wermsdorf (04779) war am 3.9.99, 11,00 Uhr. Schon damals war die Post sehr schnell unterwegs, jedoch nicht aufmerksam genug.

Claus


 
sachsen-teufel Am: 08.03.2012 21:33:36 Gelesen: 86166# 10 @  
Habe hier nichts Kurioses auf Brief, sondern finde den Brief bzw. dessen Größe amüsant und interessant. Dieser mißt gerade mal 125 mm x 75 mm. Ist auch kein "Selbstbau", der sieht richtig professionell aus. Ich vermute mal, diese Größe war Ende der 50er genormt ?

Vielleicht hat jemand noch einen kleineren, echt gelaufenen Brief / Karte ?

Gruß
Michael


 
stephan.juergens Am: 08.03.2012 21:53:17 Gelesen: 86159# 11 @  
@ sachsen-teufel [#10]

Müßte ich nachmessen.

Ich habe aber mehrere Briefe, in die genau eine Visitenkarte reinging.

Dass war um 1900 eine durchaus gängige Versandform. Hier ein Beispiel.

Gruß
Stephan


 
Postgeschichte Am: 09.03.2012 00:44:28 Gelesen: 86139# 12 @  
@ sachsen-teufel [#10]

Hallo Michael,

ja, es geht noch kleiner. Je nachdem, wie klein die Visitenkarte war. Der folgende Ortsbrief von Zagreb (Kroatien) misst 96 x 62 mm.

Gruß
Manfred


 
Sachsendreier53 Am: 09.03.2012 15:14:58 Gelesen: 86094# 13 @  


Größe 7.5 x 5,3 cm. Der DDR-Retourbrief, abgestempelt in 2600 Güstrow am 9.11.89,9.00 Uhr wurde mit dem Retourzettel "Sendung von der Postbeförderung ausgeschlossen" versehen und an den Absender, der nicht mehr auffindbar war zurückgesandt. (PAO § 8- Preisordnung)

Claus
 
Postgeschichte Am: 09.03.2012 16:52:23 Gelesen: 86076# 14 @  
@ Sachsendreier53 [#13]

Hallo Claus,

ein schöner und interessanter Brief, anhand dessen man die Postvorschriften sehr schön erklären kann. Der Brief ist wegen Unterschreitung der Mindestgröße zurückgewiesen worden. Die Mindestmaße der rechteckigen Briefe betrug 14 x 9 cm. Diese waren bei diesem Brief unterschritten und er wurde, da auch eine Ausnahmeregelung, die unter bestimmten Bedingungen auch ein Mindestmaß von 10 x 7 cm zuließ, nicht zutraf, von der Postbeförderung ausgeschlossen. PAO = Preisordnung? Bist Du da sicher? Könnte es auch PstO - Postordnung heißen?

Mit postgeschichtlichem Gruß
Manfred
 
Sachsendreier53 Am: 09.03.2012 20:13:58 Gelesen: 86037# 15 @  
Hallo Manfred,

danke für dein schnelles Handeln. Preisanordnung (PAO) stand für Industrie und Verbraucherpreise in der DDR. Könnte es Postamtsordnung auf dem Klebezettel sein ? Leider habe ich kein Postfachbuch. Sicher bekommen wir das raus ?

mit Sammlergruß,
Claus
 
heide1 Am: 10.03.2012 13:41:42 Gelesen: 85984# 16 @  
Sachsendreier53 Am: 10.03.2012 18:07:29 Gelesen: 85951# 17 @  
Danke, Jürgen.

Hab ich schon mal durchgesehen, nichts über das Kürzel PAO gefunden.

Gruß Claus
 
Rore Am: 22.04.2012 14:31:12 Gelesen: 85522# 18 @  
Beim Einsortieren ist mir dieses Aerogramm untergekommen. Es sollte nach Waterloo N.Y. gehen und was war geschehen, der zuständige Postler hatte keine Ahnung von Geografie und schickte das Aerogramm nach Waterloo in Belgien. Beweis dieser Beleg. Kodierung und mit Kugelschreiber durchstrichenes Aerogramm.

Gruß
Rore


 
Klaus K. Am: 15.05.2012 12:14:20 Gelesen: 85332# 19 @  
Auch von mir hier ein kleinformatiger Brief, frankiert mit einer 4-Pf.-Posthorn als Einzelfrankatur.

Freundliche Grüsse

Klaus K.


 
Georgius Am: 15.05.2012 16:20:32 Gelesen: 85299# 20 @  
@ Rore [#18]

Hallo Rore,

eine Geografieschwäche ist für einen Postler schon schlimm genug, aber "Vereinigte Staten van Amerika" nicht lesen zu können, grenzt schon an ein Zeugnis für Analphabeten.

Viele Grüße
Georgius
 
Baber Am: 15.05.2012 16:33:26 Gelesen: 85296# 21 @  
@ Georgius [#20]

Hallo Georgius,

nicht den Postler in Belgien beschimpfen. Wenn der Absender das Aerogramm in einem nicht deutschsprachigen Land (Belgien) aufgibt, hätte er als Landesbezeichung entweder USA oder in der korrekten Postsprache Französisch Etats Unis angeben sollen, dann wäre das nicht passiert. Als aus meiner Sicht liegt die Schuld beim Ansender oder wollte er gar einen kuriosen Beleg "produzieren"?

Gruß
Baber
 
Postgeschichte Am: 15.05.2012 16:53:21 Gelesen: 85289# 22 @  
@ Sachsendreier53 [#13]

Hallo Claus,

die Abkürzung "PAO" steht für "Anordnung über den Postdienst - Post-Anordnung", in diesem Fall die PAO vom 28. Februar 1986. Hierin wird in § 8 (auf dem anhängenden Zettel auch vermerkt) Absatz 1 a bestimmt, daß Postsendungen, die u.a. gegen die Versendungsbedingungen verstoßen, von der Postbeförderung ausgeschlossen sind. Im vorliegenden Fall wurde gegen die Mindestgröße für Briefe verstoßen.

Mit postgeschichtlichem Gruß
Manfred
 
filunski Am: 15.05.2012 17:23:07 Gelesen: 85282# 23 @  
Ein weiteres "Kuriosum" auf Brief.

"Hundeschlittenpost" aus Kanada:



Hier der Stempel über die 100 Meilen, welche dieser Brief auf dem Hundeschlitten zum nächsten Postamt zurücklegte.



Gruß,
Peter
 
Heinz 1 Am: 16.05.2012 09:09:51 Gelesen: 85238# 24 @  
@ Rore [#18]

Hallo Rore,

hier wird wieder einmal der Beweis erbracht, dass Lese- und Codiermaschinen nicht unfehlbar sind. Die belgischen Maschine für die Codierung kennen den Namen "Vereinigte Staten van Amerika" nicht und haben deshalb den Brief für Waterloo in Belgien codiert. Ganz wie Baber ebenfalls geschrieben hat.

Hier ist der "Postbeamte" unschuldig. Aber es ist immer am leichtesten, auf auf Personen zu schimpfen, wenn man selber die Zusammenhänge nicht wirklich richtig deuten kann.

Heinz 1
 
Sachsendreier53 Am: 01.07.2012 19:22:21 Gelesen: 84872# 25 @  
@ Postgeschichte [#22]

Hallo Manfred,

Danke für deine Erklärung. (PAO)

Claus
 
Rore Am: 01.07.2012 19:36:18 Gelesen: 84861# 26 @  
@ Heinz 1 [#24]

Die Länderangabe ist belgisch, denke das die Maschinen schon so programmiert wurden.

Gruß
Rore
 
Sachsendreier53 Am: 02.07.2012 09:22:12 Gelesen: 84810# 27 @  
Hier noch ein kleines "Damenbriefchen" als Drucksache, SBZ, Mich.Nr. 201, abgestempelt vom Bahnpostamt Halle am 30.12.48. Der Briefumschlag hat die Größe 11,5 cm x 7,5 cm.

Mit Sammlergruß
Claus


 
Sachsendreier53 Am: 06.09.2012 10:14:38 Gelesen: 84333# 28 @  
Bierdeckel aufgegeben als Postgut in der DDR, wurden selten geduldet.

Dieser Wernesgrüner Bierdeckel wurde am 29.06.1989 in Karl-Marx-Stadt (heute Chemnitz) gestempelt. Ingolf schreibt an seine Saskia in Coswig: Mit den besten Grüßen aus dem "Krug" - in Anbetracht dessen, daß ich Dich & Richi am Wochenende wiedersehe, wünsche ich dir ein schönes Wochenende.

mit Sammlergruß
Claus


 
Rore Am: 06.09.2012 12:23:41 Gelesen: 84311# 29 @  
@ Baber [#21]

Der Beleg ist in der Belgischen Sprache für Amerika adressiert. Vereinigte Staaten von Amerika.

Gruß
Rore
 
Baber Am: 06.09.2012 19:54:46 Gelesen: 84259# 30 @  
@ Rore [#29]

Hallo Rore,

die Sprachangabe ist nicht ganz richtig. Die Sprache Belgisch gibt es nicht. Belgien ist zweisprachig. Die Wallonen sprechen Französisch und die Flamen Flämisch (wie Holländisch). Brüssel selbst ist zweisprachig. Soweit hast Du recht, dass man in Brüssel die flämische Bezeichnung der USA hätte kennen müssen. Beim flüchtigen Lesen habe ich es für Deutsch gehalten.

Gruß
Baber
 
EdgarR Am: 07.09.2012 13:21:18 Gelesen: 84215# 31 @  
Wer arbeitet, macht Fehler.

Womit bewiesen wäre, dass bei der weiland Bundespost punktuell gearbeitet wurde:



"Wass'n datt dann?"

Nun, das Ergebnis eines Griffs zum falschen 'Gelgenheitsstempel (Hand)':



Mit amüsierten Grüßen

EdgarR
 
Sachsendreier53 Am: 13.09.2012 08:41:00 Gelesen: 84110# 32 @  
Diese 3 Belege zeigen auf: Bitte freimachen, falls Marke zur Hand !

mit Sammlergruß
Claus


 
Sachsendreier53 Am: 17.10.2012 09:47:19 Gelesen: 83708# 33 @  
Einen postalisch gelaufenen DDR-Bierdeckel "Hanseat"kann ich hier noch vorstellen:

Der im Postamt Seebad Heringsdorf abgestempelte Deckel vom 24.7.87, erreichte seinen Empfänger nicht. Der Empfänger bzw. der Schreiber war nicht zu ermitteln. Die Post forschte nicht weiter nach. Wahrscheinlich war der Ort Paulinenaue im Landkreis Havelland (1551) Zustellungsort.



mit Sammlergruß
Claus
 
Postgeschichte Am: 17.10.2012 10:47:17 Gelesen: 83690# 34 @  
@ Sachsendreier53 [#33]

Hallo Claus,

da die Bedingungen für den Versand einer Postkarte nicht erfüllt waren, sollte der Absender ermittelt werden, was aber nicht gelang. Ermittelt hatte das Absendepostamt. Als Empfangsort ist in der Tat 1551 Paulinenaue angegeben, den der Bierdeckel aber nicht gesehen haben dürfte.

Über die von der Postbeförderung auszuschließenden Sendungen gemäß "Anordnung über den Postdienst - Post-Anordnung" (PAO) hatte ich Dir in Beitrag [#14] schon etwas geschrieben. In dem vorliegenden Fall wurde die Form beanstandet. Wenn Du solche interessanten Belege sammelst, solltest Du Dir einschlägige Literatur zulegen.

Mit postgeschichtlichem Gruß
Manfred
 
drmoeller_neuss Am: 17.10.2012 13:02:56 Gelesen: 83673# 35 @  
@ Postgeschichte [#34]
@ Sachsendreier [#33]

Ich sehe den Hintergrund anders. Natürlich waren Bierdeckel als Postkarten in der DDR offiziell nicht erlaubt, sie wurden aber wie bei meisten anderen Postverwaltungen der Welt in Einzelfällen geduldet. Das dürfte auch hier der Fall gewesen sein. Der Bierdeckel ist am 21. Juli abgestempelt und der handschriftliche Vermerk von der Deutschen Post stammt vom 25. Juli. Sollte man im Seebad Heringsdorf 4 Tage gebraucht haben, um sich zu beraten, dass Bierdeckel gar nicht zugelassen sind? Ausserdem hätte man ja Nachporto kassieren können.

Ich glaube eher, dass der Schreiber in Paulinenaue wirklich nicht zu ermitteln war, schliesslich fehlt die Hausnummer. Und die "Hamburger Strasse" ist keine kleine Sackgasse, sondern eine kilometerlange Fernstrasse, die an ihrem fernen Ende tatsächlich in Hamburg mündet. Bis zum Bau der Autobahn zwischen Berlin und Hamburg in den achziger Jahren war diese Strasse sogar eine offizielle Transitstrecke zwischen Westberlin und der Bundesrepublik.

Über den Empfänger kann man auch nur spekulieren, vielleicht war er nur kurzzeitig in der Ferienzeit als Erntehelfer eingesetzt, oder am Forschungsinstitut im Ort beschäftigt. Jedenfalls hat die Post in Paulinenaue das Teil wieder nach Seebad Heringsdorf zur Absenderermittlung zurückgeschickt. Mit der Absenderbezeichnung "Eggehard" kann natürlich niemand etwas anfangen, und so ist der Bierdeckel am 25. Juli im wahrsten Sinne des Wortes an der Ostsee gestrandet.
 
Sachsendreier53 Am: 17.10.2012 13:40:07 Gelesen: 83654# 36 @  
@ Postgeschichte [#34]
@ drmoeller_neuss [#35]

Danke für eure Recherche. Claus
 
Postgeschichte Am: 17.10.2012 14:32:11 Gelesen: 83637# 37 @  
@ drmoeller_neuss [#35]

Jeder hat andere Wahrnehmungen. Nach den postgeschichtlichen Grundlagen kann ich Deine Theorie nicht teilen. Der Bierdeckel als Postkarte war nach der Postordnung nicht zugelassen. Daß immer wieder Spaßvögel solche Bestimmungen aushebeln wollen und darauf hoffen, daß es doch mal klappt ist klar. Solche Philutelisten gibt es auch in der heutigen Zeit noch. Allerdings kann ich Deine Vermutungen in Bezug auf den hier gezeigten Bierdeckel nicht nachvollziehen.

Der Bierdeckel wurde vom Seebad Heringsdorf, wie Sachsendreier53 gepostet hat, am 24. Juli abgesandt. Das Stempeldatum 21. Juli, das Du im Stempel erkannt haben willst, kann ich nicht erkennen. Der Bierdeckel wurde an eine Anschrift in 1551 Paulinenaue adressiert. Die Ankunft dort ist nirgends ersichtlich. Der Stempel:

Empfänger/Absender in
DDR-22?? Seebad Herings-
dorf nicht zu ermitteln

und das handschriftliche Datum 25.7. Handzeichen, dürfte auch nicht von 1551 Paulinenaue stammen, sondern vom Postamt Seebad Heringsdorf. Dann wird auch die kurze (nicht lange) Bearbeitungszeit vom 24.7. bis 25.7. einen Sinn ergeben. Der Bierdeckel ist also nicht an der Ostsee gestrandet, sondern hat m.E. diese überhaupt nicht verlassen. Möglich, daß Deine Theorie richtig ist, aber die von mir skizzierte Lösung entspricht dem vorgeschriebenen Betriebsablauf. Bei Belegbeschreibungen verlasse ich mich gerne auf die aus den Postvorschriften verzeichneten Betriebsabläufe, da ich mit Vermutungen falsch liegen könnte. Aus diesem Grund kann ich allen nur empfehlen, sich ausreichend mit Literatur zu versorgen.

Mit postgeschichtlichem Gruß
Manfred
 
filunski Am: 27.10.2012 12:44:09 Gelesen: 83465# 38 @  
Liebe Freunde kurioser Belege,

hier ein Beispiel welches sicher unter kurios gut aufgehoben ist.

Ein Schiffspostbeleg des deutschen Kreuzfahrtschiffs "MS Europa", aufgegeben während der 28 tägigen "Panama-Karibik-Kreuzfahrt" vom 26.2. bis 26.3.1987:



Adressiert an eine Frau Klotzbach in München, wer das ist kommt gleich.

Frankiert mit 1,20 DM (ob das so passt für Schiffspost nach Deutschland mögen die entsprechenden Experten anmerken) in zwei gültigen 60 Pf Briefmarken, abgestempelt mit dem Bordstempel der MS Europa am 8.3.1987. So weit so gut, dann ist da noch eine Marke aus Yemen, was hat die hier zu suchen? Beide Frankaturen nochmals abgestempelt, anscheinend beim nächsten Landgang in einem Postzentrum der Stadt Caracas in Venezuela am 11.3.1987.

Nun zu der Yemen Marke, bei genauem Hinsehen sieht man, dass auf dieser die MS Europa abgebildet ist!

Abgeschickt wurde der Brief von "Kapitän Klotzbach", dem Ehemann der Adressatin und zu jener Zeit Kommandant der Europa und auch begeisterter Philatelist!

Verschneite Grüße (vor allem an die Mitleser in Sindelfingen :-),
Peter
 
gründi Am: 27.10.2012 21:34:35 Gelesen: 83425# 39 @  
Hallo zusammen,

heute kam mir beim Sortieren dieser kuriose Brief in die Hände.

Brief DDR, frankiert mit Marken der Serie "Fünfjahresplan" 2x 5Pfg. also 10Pfg. an die sächsische Lotterie Einnahme in Karl-Marx-Stadt (heute Chemnitz). Dieser Brief wurde überstempelt mit "Bitte wenden" und anscheinend wiederverwendet, siehe Rückseite.



Gibt es so etwas öfters?

Ich finde, der Brief passt in dieses Thema.

MfG

gründi
 
rostigeschiene Am: 27.10.2012 22:31:08 Gelesen: 83416# 40 @  
@ gründi [#39]

Auf der Vorderseite sind auch zwei verschiedene Stempelabschläge, einer aus Karl-Marx-Stadt und der andere aus Dresbach.

Viele Grüße

Werner
 
LOGO58 Am: 28.10.2012 09:45:15 Gelesen: 83380# 41 @  
Hallo zusammen,

hier ein Brief, der korrekt behandelt wurde und doch irgendwie in dieses Thema passt.



Das Datum im Absenderfreistempel (AFS) muss das Auflieferungsdatum aufweisen. Weicht das Datum vom Auflieferungsdatum ab, wird zur Korrektur des Datums der Posteingangsstempel abgeschlagen. Das ist für die Post wichtig, um die Laufzeiten der Briefe zu belegen.

Dass hier im Absenderfreistempel auch noch ein nicht existentes Datum eingestellt wurde und durch den Maschinenstempel der Wechsel von den 4-stelligen auf die 5-stelligen Postleitzahlen dokumentiert wird, macht die Sache irgendwie interessant.

Viele Grüße
Lothar
 
filunski Am: 31.10.2012 17:58:43 Gelesen: 83287# 42 @  
Liebe Forumsmitglieder,

habe diese Karte einfach mal hier eingestellt, unter Kuriosem!

Aber wer sieht, was hier kurios ist?



Die Karte steckte heute in meinem Briefkasten, den Absender kenne ich gut.

Gruß,
Peter
 
DL8AAM Am: 31.10.2012 19:31:04 Gelesen: 83271# 43 @  
@ filunski [#42]

Kreisreform auf Ozeanisch? Scheinbar hat Australien nach Heard und den McDonaldinseln, den Macquaries nun auch Neuseeland gleich mit eingemeindet? ;-)

Thomas
 
filunski Am: 31.10.2012 23:48:44 Gelesen: 83243# 44 @  
@ DL8AAM [#43]

Hallo Thomas,

gut aufgepasst!

Aber noch ist es nicht soweit. Zwar gibt es durchaus australische Bestrebungen sich Neuseeland als weiteren Bundesstaat einzuverleiben, aber in Neuseeland ist davon kaum jemand begeistert.

Außer dieser Stempelmaschine in dem Briefzentrum von Auckland welche sich überhaupt nicht an der australischen Marke störte. Mein neuseeländischer Freund welcher gerade aus Australien zurück kam hatte noch ein paar Marken über und klebte einfach eine davon auf die neuseeländische Postkarte und warf sie in Auckland in den Briefkasten. Das Ergebnis war hier zu sehen!

Was wohl hier mit einer Postkarte passiert, welche z.B. mit einer österreichischen Marke frankiert, in einem unsrer Briefzentren landet? Wäre mal einen Versuch wert!

Nächtliche Grüße,
Peter
 
jk Am: 12.11.2012 10:24:09 Gelesen: 83098# 45 @  
Karte von Spanien mit Schweizer Frankatur ?

Hallo zusammen!

Uns erreichte der Urlaubsgruss aus Mallorca nach 3 Wochen Laufzeit. Was mich irritiert, ist die Frankatur. Eine selbstklebende Marke der SwissPost mit der Kathedrale von Mallorca und der durchgehende Wellenstempel der Balearen.

Frage: Wie kommt die Marke auf die Karte? Danke für eure Mithilfe.

Gruss Jürgen


 
drmoeller_neuss Am: 12.11.2012 12:38:00 Gelesen: 83069# 46 @  
@ jk [#45]

Da hat jemand auf Malle die Briefkästen verwechselt, und die mit der Privatpostmarke frankierte Karte in den Kasten der spanischen Staatspost gesteckt. Die hat sich an der falschen Frankatur aber nicht gestört.
 
DL8AAM Am: 12.11.2012 13:34:49 Gelesen: 83051# 47 @  
@ jk [#45]

Bei der "Marke" handelt es sich um den "PP-Vermerk Individual" auch "Individual Look" der schweizer Post. Das Thema hatten wir vor einiger Zeit schon einmal kurz angerissen, siehe [1] " Schweiz: Gebühr bezahlt Marken - PP = Port Payé".

Es handelt sich hier "nur" um einen "ordinären" Gebührbezahltvermerk, der - was ihn widerrum in diesem Fall sehr interessant macht - hier eine Untersspielart des internationalen Remailings darstellt, eine Art von moderner "Hotelpost", sodass ein normaler Gebührbezahltvermerk wohl zu einer echten Privatpostbriefmarke mutiert ist ;-)

Firmen (u.a. auch ausländische Postdienstleister, wie TNT, DHL, SPI) bzw. Hotelketten o.ä. bieten/boten ihren Kunden die Möglichkeit an, statt der örtlichen "hoheitlichen" Post eigene (und billigere, sichere oder vermeindlich schnellere) Wege für die Versendung zu nutzen. Meist werden/wurden vor Ort dafür eigene "Wertmarken" verkauft. Der Kunde muss/musste die damit "freigemachten" Postkarten in spezielle Briefkästen einwerden oder einfach bei der Hotelrezeption abgeben. Um die Urlaubsgrüße dann letztendlich an den Endempfänger zustellen zu können, werden/wurden diese Sendungen in "irgendeinem" Drittland in den UPU-Postlauf eingeschleust, dafür müssen diese Sendungen natürlich mit "irgendwelchen" Gebührbezahlt-Vermerken versehen werden, hier "P.P." (Postage Paid = Gebühr bezahlt). Da kommen dann so kuriose Kombinationen wie im Beitrag 15 im Thema Remailing [4] gezeigt zustande: Die deutsche Post DHL verkauft im argentinischen Feuerland eigene "DHL Briefmarken", die Sendungen werden vor Ort in DHL-Briefkästen gesammelt, nach Mexico geschafft, dort UPU-frankiert, um dann den Weg an die Zuhausgebliebenen anzutreten. Zum diesen Komplex siehe auch unsere bisherigen Themen "Moderne Hotelpost" [2], "Privatpostbriefmarken auf Sendungen aus dem Ausland auf Ansichtskarten" [3] bzw. auch "Internationales Remailing" [4].

Der Eindruck "CH-8010 Zürich-Mullingen SPI MAD" auf der Marke ist übrigens die Standardform für die Gebührbezahltvermerke der schweizer Post für internationales Remailings, "SPI MAD" stehr hier für die "Swiss Post International Niederlassung in Madrid", sehr wahrscheinlich ein UPU-registrieres, exterritoriales Postaustauschzentrum der schweizer Post in Spanien ("Extraterritorial Exchange Office/ETOE").

Leider hat in Deinem Fall der Urlauber das Prinzip wohl nicht richtig verstanden - ein-zwei Eimer Sangria zu viel? - und hat die Sendung nicht in den dazugehörigen Spezialbriefkasten (nämlich den der "Schweizer Post in Spanien" o.ä.) geworfen, sondern in einen falschen Kasten der spanischen Post, die das dann nicht bemerkt hat (oder wollte) und die Sendung trotzdem ohne gültige spanische Franktur befördert hat.

Jürgen, ein schönes Beispiel, danke für das Zeigen!

Beste Grüße
Thomas

[1]: http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ME=3349
[2]: http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ME=26584
[3]: http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ME=48455
[4]: http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ME=36905
 
Germaniafan Am: 04.12.2012 15:30:17 Gelesen: 82607# 48 @  
Hallo liebe Freunde der kuriosen Belege.

Ich habe hier eine Ansichtskarte aus Waltersdorf, bei der ich nicht richtig weiter komme.



Die Karte wurde am 6.10.1919 mit 5 Pfennig frankiert und mit einem Tagesstempel von WALTERSDORF (AMTSH.ZITTAU) entwertet. Nun reichten 5 Pfennig zu dieser Zeit weder für eine Karte im Ortsverkehr (10 Pfg.) noch für eine Karte im Fernverkehr (15 Pfg.) bzw. nach Österreich. Ich nehme deshalb an, daß die Karte damals nur zu Sammlerzwecken entwertet wurde.

Anders sieht es da im Jahr 1926 aus, als die Karte am 1.6.1926 in Augsburg noch einmal portorichtig mit einer 5 Pfg. Marke frankiert wurde und nach Österreich verschickt wurde. Leider kann ich die Nachricht auf der Karte nur teilweise lesen.





Kann mir jemand bei der geschriebenen Nachricht weiter helfen?

Schöne Grüße
Guido
 
Wachauer Am: 04.12.2012 17:52:47 Gelesen: 82574# 49 @  
@ filunski [#44]

Was wohl hier mit einer Postkarte passiert, welche z.B. mit einer österreichischen Marke frankiert, in einem unsrer Briefzentren landet? Wäre mal einen Versuch wert!

Hallo Peter,

zwar keine Karte sondern ein Brief, auch nicht ganz aktuell. Standardbrief vom 23. 9. 1976 aus Regensburg an eine Adresse in Wien, frankiert mit österreichischer 6,- Schilling Freimarke der Serie "Schönes Österreich:



Ob es diese Klebezettel auch heute noch gibt?

Herzliche Sammlergrüße
Gerhard
 
filunski Am: 04.12.2012 18:07:31 Gelesen: 82565# 50 @  
@ Wachauer [#49]

Hallo Gerhard,

schönes und passendes Beispiel, super!

Ja, diese Zettel gibt es auch heute noch in ähnlicher Form, sie sind jetzt nur weiß.

Beste Grüße,
Peter
 
Franz G. Am: 06.12.2012 21:02:14 Gelesen: 82493# 51 @  
@ filunski [#44]

Hallo Peter,

manchmal kommt es aber auch vor, dass gar nichts passiert und Poststücke (Karte oder Brief) unbeanstandet ihr Ziel erreichen. Siehe dazu die anhängenden Belege.

Gruß, Franz


 
filunski Am: 07.12.2012 09:42:19 Gelesen: 82458# 52 @  
@ Franz G. [#51]

Hallo Franz,

passende Karten, sehr schön und Danke für's Zeigen!

Interessant ist bei beiden auch, dass sie nicht durch eine anonyme Maschine mit tausenden anderer Poststücke liefen, sondern von einem Postbediensteten per Hand abgestempelt wurden. Dem hätten eigentlich in beiden Fällen die Marken auffallen müssen, vielleicht war ihm aber auch die Nachportoberechnung zu schwierig? ;-)

Dazu gleich noch ein älteres Beispiel in umgekehrter Richtung.

Hier wurde 1911 in Wien eine Ganzsachenpostkarte mit Wertstempel Germania 5 Pf, wie damals in Deutschland üblich und weit verbreitet aufgegeben, adressiert nach Deutschland.

Wien gehörte damals aber keineswegs zum Deutschen Reich, trotzdem wurde die Karte anstandslos per Maschine entwertet und erreichte den Empfänger ohne weitere Beanstandungen oder Nachporto!

Wieder ein Kuriosum, oder gibt es dafür eine andere Erklärung?



Beste Grüße,
Peter
 
volkimal Am: 07.12.2012 12:52:35 Gelesen: 82443# 53 @  
@ filunski [#52]

Hallo Peter,

es ist in diesem Fall der Antwortteil einer Inlands-Postkarte mit Antwortkarte. In diesem Fall müsste das fehlende Porto eigentlich zufrankiert werden. Ich kann mir vorstellen, dass der Postbeamte die Bedeutung der Farben (grün für Inlandskarte, rot für Auslandskarte) nicht beachtet hat und sie deshalb durchgelaufen ist.

Wenn ich wieder zu Hause bin, kann ich eine ordnungsgemäß gelaufene Karte zeigen.

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 07.12.2012 16:44:06 Gelesen: 82415# 54 @  
@ filunski [#52]

Hallo Peter,

so jetzt kann ich die Karten einscannen und zeigen. Alle Karten stammen aus der Korrespondenz zwischen meinem Vater und Herrn Rague, einem Studienfreund meines Großvaters. Nach dem Tode meines Großvaters hat mein Vater die Brieffreundschaft weitergeführt.



Saarländische Postkarte mit Antwortpostkarte. Als Auslandspostkarte ist sie an der roten Farbe zu erkennen. Das Porto für Auslandspostkarten ist ab dem 1.5.1951 auf 18 F erhöht worden. Mein Vater hat dementsprechend auf beiden Teilen der Karte 3 F zugeklebt. Da Herr Rague die Karte per Luftpost zurückgeschickt hat, musste er zusätzlich das Luftpostporto aufkleben.



Wie man am Text der Karte sieht, hatte wohl Herr Rague die Idee, Inlandsantwortkarten hin- und herzuschicken, bei denen das zusätzliche Porto fehlt. Daher musste dann im anderen Land das entsprechende Porto ergänzt werden. Herr Rague hat den Vorschlag mit dieser amerikanischen Inlandskarte geschickt (im Moment weiß ich nicht, wo der Frageteil ist). Mein Vater hat entsprechend den Differenzbetrag von 10 Pfg. zwischen dem Inlands- und Auslands-Postkartenporto zufrankiert.



Ein drittes Beispiel, bei dem die deutsche Inlandsantwortkarte in den USA zusätzlich mit dem Differenzbetrag frankiert wurde.

Ich kann es nicht sicher sagen, aber ich denke, dass bei diesen drei Karten ganz offiziell deutsche und amerikanische Marken zusammen auf einer Karte verwendet wurden. Wer kann die Frage beantworten: Durften deutsche Inlandsantwortkarten ins Ausland verschickt werden?

Viele Grüße
Volkmar
 
kreuzer Am: 09.12.2012 14:17:18 Gelesen: 82355# 55 @  
Hallo zusammen,

hier ein Briefumschlag aus dem Jahre 1998 von Ebergötzen nach Bayreuth. Portogerecht freigemacht mit 1,10 DM, allerdings dargestellt durch zwei Ganzsachenausschnitte.

Viele Grüße

kreuzer

P.S.: Da nicht mein Sammelgebiet würde ich den Beleg auch abgeben. Bei Interesse bitte PN.


 
zockerpeppi Am: 10.12.2012 23:13:29 Gelesen: 82297# 56 @  
Hallo,

hier eine Frankatur der Luxemburger Zentralbank, die auf den ersten Blick total verrückt scheint: 60000 + 02000

Das Porto soll wohl 6 € 20 sein: 4€ fürs Einschreiben und 2€20 für das kleine Paket. Die vielen Stellen bzw das fehlende Komma scheint seit Jahren niemanden zu stören. Ich dachte, eigentlich die würden ihre Maschine irgendwann neu einstellen. Na ...



Lulchen
 
Totalo-Flauti Am: 23.12.2012 01:25:27 Gelesen: 82030# 57 @  
Liebe Sammlerfreunde,

ich habe hier eine nette Mischfrankatur von Altdeutschland Sachsen 1/2 Groschen/Wappen und dem Deutsches Reich 5 Pfennig/Germania zur Weihe des Völkerschlachtdenkmals vom 18.10.1913 auf einer Orts-Ansichtskarte. Beim Durchlauf durch die Stempelmaschine wurde die zarte Germania vom Völkerschlachtdenkmal "erschlagen".

Mit lieben Sammlergrüßen

Totalo-Flauti


 
reichswolf Am: 24.12.2012 15:22:32 Gelesen: 81958# 58 @  
@ filunski [#52]

An der Karte ist leider nichts kurioses. Sie ist gemäß ihrer Bestimmung benutzt worden und war auch nicht unzureichend frankiert, denn im Postverkehr mit Österreich-Ungarn galten die Inlandstarife. Eine normales deutsche Postwertzeichen (egal ob Briefmarke oder Ganzsache) hätte natürlich trotzdem keine Gültigkeit besessen auf Sendungen innerhalb Österreich-Ungarns oder von dort ins Deutsche Reich. Die Ausnahme davon sind eben die Antwortkarten.

Beste Grüße und frohe Weihnachten,
Christoph
 
filunski Am: 24.12.2012 16:04:19 Gelesen: 81949# 59 @  
@ reichswolf [#58]

Hallo Christoph,

herzlichen Dank für die Erklärung! Somit also ein ganz normaler Vorgang.

Auch Dir ein frohes Fest und einen friedlichen Heiligen Abend,
Peter
 
PeterPan100 Am: 09.03.2013 18:58:01 Gelesen: 80403# 60 @  
Hallo zusammen,

leider fand ich in der Datenbank keine passendere Stelle für den folgenden Beleg.

Am 9.11. ging ein Brief an das Amtsgericht in Berlin-Charlottenburg, der Absender in Wilmersdorf frankierte, den von Frau Zimmermann (siehe Rückseite) organisierten Umschlag richtig mit 16 Pfennig. Das Amtsgericht in Charlottenburg hatte offensichtlich keine Briefumschläge mehr vorrätig und verwendete die Rückseite als neuen Umschlag und adressiert an die Van den Bergh Margarine GmbH in Berlin-Grunewald. Zu sehen auf der Rückseite ein Abklatsch des Charlottenburger Maschinenstempels von der Vorderseite. Ein Absender, der zu dem urspünglichen Briefumschlage gehörte wurde durchgestrichen, Amtssiegel angebracht und mit 16 Pfennig Freistempler frankiert.

,

viele Grüsse
Wolf
 
Sachsendreier53 Am: 19.08.2013 16:15:20 Gelesen: 77776# 61 @  
Briefmarke vor Erstausgabetag auf Brief.

Bund MiNr.1830 100(Pf) offizieller Ausgabetag am 9.Nov.1995, abgestempelt in 60327 FRANKFURT AM MAIN 3 (mb) am 3.11.95 nach 01616 Unterreussen/Strehla.





ETB - Ausschnitt mit Sonderstempel aus 53111 Bonn 1, Erstausgabetag 09.11.1995

mit Sammlergruß,
Claus
 
Wim Ehlers Am: 19.08.2013 16:32:52 Gelesen: 77766# 62 @  
Diese Postkarte wurde 1971 von D-4054 Nettetal 2 nach A-5722 Niedersill geschickt mit der Bitte um Prospekte. Warum auch immer: Die Kurverwaltung in Österreich verweigerte die Annahme! Da die Postkarte dann in Niedersill mit einer 2-Schilling-Marke verziert wurde, vermute ich, dass dies als Rückporto gedacht war. (Sorry, bin kein Österreich-Sammler, geschweige denn -Kenner). Deswegen ist dies für mich eine kuriose Postkarte.



Beste Grüße
Wim
 
reichswolf Am: 19.08.2013 16:54:47 Gelesen: 77760# 63 @  
Man muß kein Österreichkenner sein, um die Karte richtig zu deuten. Die Karte war schlicht unterfrankiert, korrekt wären 30 Pfennige gewesen, wie der Taxstempel und die österreichische Portomarke (MiNr. 254) zeigen. Daher hätte der Empfänger eine Nachgebühr entrichten müssen. Das wollte er nicht, also wurde die Annahme verweigert.

Beste Grüße,
Christoph
 
bignell Am: 19.08.2013 18:35:11 Gelesen: 77736# 64 @  
Postkarte aus Sperrholz:



Lg, Harald
 
Wim Ehlers Am: 19.08.2013 18:37:44 Gelesen: 77733# 65 @  
@ reichswolf [#63]

Hallo Christoph,

danke für die Erklärung, die ich mir so natürlich auch zusammengereimt habe.



Der handschriftliche Zusatz 30 ist ja einigermaßen gut zu erkennen.

Dass aber diese Postkarte neu frankiert wurde, um sie zurück zu schicken ...



wundert mich ein wenig und stellt die Frage, wer die 2 Schilling-Marke bezahlt hat. Die Kurverwaltung ja eher nicht.

Beste Grüße
Wim
 
reichswolf Am: 19.08.2013 19:08:07 Gelesen: 77720# 66 @  
Hallo Wim,

du mißverstehst die Bedeutung der Portomarke. Schau mal hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Briefmarke#Portomarken

Beste Grüße,
Christoph
 
filunski Am: 21.08.2013 11:15:15 Gelesen: 77633# 67 @  
@ filunski [#44]

Liebe Freunde der Kuriositäten,

"Was wohl hier mit einer Postkarte passiert, welche z.B. mit einer österreichischen Marke frankiert, in einem unsrer Briefzentren landet?"

Diese Frage hatte ich mal hier im Thema gestellt. Ein Freund von mir hat die Probe auf's Exempel gemacht. Hier das Ergebnis:



Brief "portogerecht" frankiert mit 58 Cent (kleiner Schönheitsfehler, 55 Cent entfallen auf eine österreichische Marke). Unbeanstandet so durchs Briefzentrum 90 (Nürnberg) gelaufen und mir heute so vom Briefträger kommentarlos zugestellt.

Schöne Grüße,
Peter
 
reichswolf Am: 21.08.2013 15:55:19 Gelesen: 77602# 68 @  
Na klasse, vorsätzlicher Postbetrug, getarnt als philatelistische Forschung.
 
filunski Am: 21.08.2013 19:04:53 Gelesen: 77581# 69 @  
@ reichswolf [#68]

vorsätzlicher Postbetrug

Das ist wohl etwas übertrieben! Es lag halt ein Irrtum vor! ;-)

Die DPAG hätte ja alle Möglichkeiten gehabt diesen Irrtum zu korrigieren:

- zurück an den Absender (war im Fenster angegeben) mit dem korrekten Hinwies auf die falsche, bzw. Unterfrankatur.

- Beim Empfänger, also mir, Nachporto erheben.

Beides erfolgte nicht.

Beste Grüße,
Peter
 
reichswolf Am: 21.08.2013 19:17:39 Gelesen: 77578# 70 @  
@ filunski [#69]

Blödsinn! Und zwar so richtig. Ein Irrtum lag nicht vor, denn es wurde nach deinen Worten die Probe aufs Exempel gemacht. Das heißt Vorsatz. Und dein zweiter Abschnitt ist eine Frechheit, da die Schuld vom Täter auf das Opfer verlagert wird.
 
filunski Am: 21.08.2013 20:12:48 Gelesen: 77564# 71 @  
@ reichswolf [#70]

Tja, mein Lieber, Du hast mich fast überzeugt. Also mindestens lebenslänglich für den Absender und ca. 15 Jahre für mich wegen Anstiftung zu Postbetrug in besonders schwerem Fall. ;-)

Schönen Gruß,
Peter
 
filunski Am: 21.08.2013 23:10:34 Gelesen: 77532# 72 @  
Verehrte Mitleser und Interessierte am Thema,

Jetzt mal wieder ernsthaft, bevor der reichswolf hier noch mehr kriminelle Machenschaften argwöhnt. ;-)

Der gezeigte Beleg ist weder Gegenstand eines "vorsätzlichen Postbetrugs", noch philatelistischer Forschung.

Die DPAG, oft zu Unrecht verschmäht, ist durchaus bemüht ihren Service und ihre Abläufe zu optimieren und zu verbessern. Um Schwachstellen aufzudecken und insbesondere auch den Zustelldienst stichpunktartig zu überprüfen beauftragt sie unabhängige Dienstleister in Testprogrammen bestimmte Bereiche zu überprüfen, auch über längere Zeiträume hinweg. Dazu werden u.a. ausgesuchte Testkunden beauftragt über ihren Posteingang Buch zu führen und Berichte abzugeben (u.a. zu Zustelldauer, Zustand der Sendungen, Auffälligkeiten, Beschädigungen etc.). Es werden dabei nicht nur die Postzusteller in ihren Bezirken (ohne ihr Wissen) überprüft, sondern auch die Abläufe bis zurück ins Briefzentrum.

Im Rahmen dieser Testreihen werden auch immer wieder verschiedenartigste Testsendungen (teilweise absichtlich falsch) aufgegeben. Insbesondere Einschreibesendungen zur Kontrolle des richtigen Ablaufs/Zustellung und auch der Laufzeit. Genauso gut aber auch bewußt falsch, nicht oder unterfrankierte Sendungen um festzustellen wie diese im postalischen Ablauf erkannt, herausgefiltert und weiter behandelt werden. Und genau so etwas liegt hier vor. Entsprechende Beispiele aus dem täglichen Postalltag liegen mir noch mehr vor, auch aus dem Bereich der Privatpostunternehmer, die genauso Gegenstand dieser Erhebungen sind, um Vergleichswerte zum Service der DPAG zu erhalten.

Schöne Grüße,
Peter
 
Sachsendreier53 Am: 30.08.2013 09:11:29 Gelesen: 77320# 73 @  
Ganzsache Bund P113 30(Pf), Ausgabe vom 15.5.1974 - "25 Jahre Bundesrepublik Deutschland".

Ohne Zusatzfrankatur in den ehemaligen fünf Ländern der früheren DDR gültig vom 2.7.90-31.12.1990.

Die Frankatur wurde mit Kuli entwertet, rückseitig gestempelt vom Briefzentrum 93 (ma) 29.5.2002. Unbeanstandet und ohne Strafporto erreichte die Karte 04779 Wermsdorf.



mit Sammlergruß,
Claus
 
drmoeller_neuss Am: 30.08.2013 20:09:48 Gelesen: 77262# 74 @  
@ Sachsendreier53 [#73]

Die Marke und die Ganzsache waren zu dem Zeitpunkt noch gerade eben gültig, und die Karte war mit 1,-- DM (= 0,51 EUR) auch richtig frankiert. Leider war die Karte auf der falschen Seite in die Stempelmaschine geraten, und die Frankatur wurde mit Kugelschreiber nachträglich entwertet.
 
filunski Am: 03.09.2013 19:26:19 Gelesen: 77060# 75 @  
Hallo zusammen,

heute mal wieder ein kurioser Beleg:



Ich musste auch zweimal hinschauen, bis mir richtig klar wurde was ich da vor mir habe.

Wurde aber anstandslos befördert und das noch zu Zeiten, bevor es die automatisierten Briefzentren gab.

Schöne Grüße,
Peter
 
bignell Am: 03.09.2013 19:56:40 Gelesen: 77047# 76 @  
@ filunski [#75]

Hallo Peter,

den finde ich echt klasse. :)

Lg, harald
 
Sachsendreier53 Am: 19.09.2013 14:38:52 Gelesen: 76720# 77 @  
Hier wurde das Ende einer Freundschaft besiegelt, zwischen der Deutschen Post AG in Frankfurt und dem Bürgermeister a.D. aus 37293 HERLESHAUSEN am 16.11.1995.



mit Sammlergruß,
Claus
 
Sachsendreier53 Am: 26.09.2013 08:27:54 Gelesen: 76529# 78 @  
@ drmoeller_neuss [#74]

Hallo Ulrich,

Danke für deine Richtigstellung. Ich habe nicht gewusst, dass die Ganzsache noch 2002 mit Zusatzfrankatur gültig war. Bitte schreibe doch mal, wann die Gültigkeit der Karte zu Ende war.

Claus
 
reichswolf Am: 26.09.2013 14:22:42 Gelesen: 76499# 79 @  
@ Sachsendreier53 [#78]

Die Karte war gültig bis zum 30.06.2002, ebenso wie die zufrankierte MiNr. 460.

Beste Grüße,
Christoph
 
Sachsendreier53 Am: 26.09.2013 16:24:07 Gelesen: 76476# 80 @  
@ reichswolf [#79]

Danke, Christoph
 
Sachsendreier53 Am: 07.10.2013 08:58:40 Gelesen: 76233# 81 @  
Unzustellbarer "Liebesbrief" ohne Adresse aus 1300 EBERSWALDE-FINOW 3 vom 2.12.1988 (Bundesland Brandenburg)



mit Sammlergruß,
Claus
 
Sachsendreier53 Am: 21.01.2014 11:08:32 Gelesen: 74472# 82 @  
SBZ - Kleinfaltbrief (6 x 10,5 cm) aus BERLIN N 54 vom 15.1.1948, MiNr.951 24(Pfg), Rückseitig ist das Amtssiegel des Polizeipräsidenten der Abt.II von Berlin abgeschlagen.

Der Inhalt betrifft die Entnazifizierung einer Person.



mit Sammlergruß,
Claus
 
Sachsendreier53 Am: 17.02.2014 09:11:04 Gelesen: 74021# 83 @  
Kleinbrief (12,2 x 7,5 cm) mit R1 VORDERRISS (Karwendelgebirge) vom 7. Dez. 1935, auf DR - MiNr.598 3(Pf), Ausgabe vom 5. Nov. 1935.



Fernbrief bis 20g = 12 Pfennig. 9 Pfg. unterfrankiert

mit Sammlergruß,
Claus
 
ginonadgolm Am: 17.02.2014 12:12:59 Gelesen: 73989# 84 @  
@ Sachsendreier53 [#83]

Der Brief ist als Drucksache gelaufen, und damit portorichtig. Es fehlt nur die entsprechende Kennzeichnung.

Fast frühlingshafte Grüße von
Ingo aus dem Norden
 
reichswolf Am: 17.02.2014 12:23:23 Gelesen: 73988# 85 @  
@ ginonadgolm [#84]

Ein wichtiges Kriterium, um deine Aussage zu unterfüttern, wäre der Verschluß des Briefes. War der mal verklebt, kann es keine Drucksache gewesen sein. War er dagegen offen, ist die Wahrscheinlichkeit ziemlich hoch, daß du richtig liegst.

LG,
Christoph
 
Sachsendreier53 Am: 17.02.2014 13:47:16 Gelesen: 73971# 86 @  
Hallo Ingo und Christoph,

wahrscheinlich als nicht erkennbare DRUCKSACHE gelaufen. Die Spitze der Briefklappe war etwa 1 cm angeklebt gewesen.

Claus
 
DL8AAM Am: 28.05.2014 22:32:23 Gelesen: 72399# 87 @  
Auch so kann man die Laufzeit eines Briefes in die Länge ziehen, das kommt davon wenn man unbedingt einen Cent sparen will. ;-)



Der Absender hat hier einen gebrauchten POSTSACHE-Umschlag der DPAG (Geschäftsbereich 12) für ein Einwurf-Einschreiben wiederverwendet. Dafür hat er eine 240 Cent-Marke ("Prachtkerze") über den Postsache-Eindruck geklebt und den Brief in der Postfiliale im Einzelhandel "Nahlauf" in 37619 Hehlen (Hauptstr. 40) abgegeben. Dort wurde das nötige Einschreibe-Label aufgebracht und die Marke am 28.01.2014 korrekt per Handstempel ("HEHLEN / ?? / 37619") entwertet. Alles soweit gut und richtig, aber ...

... aber nun ging dann alles seinen üblichen DPAG-Lauf, d.h. ab zum zugehörigen Briefzentrum 37 nach Göttingen (noch alles gut), dort wurde natürlich, wie fast immer, aber unnötigerweise eine zusätzliche Entwertung am 29.01.2014 (21 Uhr) drübergestempelt. Vermutlich jetzt hat sich bei dem Chaos jemand gedacht, da stimmt wohl etwas nicht und man einen handschriftlichen blauen Nachgebühr-Angabe zu "111" Cent vermerkt. Später hat man scheinbar die Franktur doch noch gefunden und letztlich auch für gültig befunden und man hat den Nachgebühr-Vermerk gestrichen - und dann gleich noch einmal durch die Sortier- und Stempelmaschine (Stempel vom 30.01.14 24 Uhr) gejagt, doppelt - genauer dreifach - hält besser und ist eben viel besser gestempelt.

Wenn der Brief nun noch am folgenden Tag 31.01.2014 den Empfänger erreicht hätte, hätte der Absender echtes Glück gehabt - hätte. Der rückseitige Eingangsstempel datiert aber auf den 03.02.2014 ;-) Einen Umschlag gespart und fast eine Woche verloren, Hauptsache man wollte mit dem Einschreiben nichts terminlich wichtiges [was mit Einschreiben eh keine gute Idee ist]. ;-)

Gruß
Thomas

Nachsatz: Woher stammt eigentlich das längliche "Stempelrelikt" an den Zacken oben links? Etwa auch ein ökologisch, umweltbewusstes Altpapier-Recycling?
 
Jahnnusch Am: 29.05.2014 11:33:54 Gelesen: 72346# 88 @  
Es soll Sammler geben, die schneiden den klitzekleinen Stempel von der Marke ab und können die Marke noch mal verwenden.
 
reichswolf Am: 29.05.2014 19:32:29 Gelesen: 72302# 89 @  
@ DL8AAM [#87]

"Das längliche Stempelrelikt" dürfte Schmutz sein. Vgl.: http://www.stampsx.com/ratgeber/stempel-bilder.php?id=21376 Bei diesem Abschlag ist es deutlich zu sehen, bei anderen etwas schwächer, aber die Verschmutzung ist charakteristisch für diesen Werbeeinsatz. Sie kommt nicht nur bei dem Gerät des BZ37, sondern bei vielen (allen?) Einsätzen in diversen BZ vor.

LG,
Christoph
 
Baber Am: 19.06.2014 15:43:13 Gelesen: 71964# 90 @  
Kann man sich wirklich vorstellen, dass dieser Brief am 20.7.1957 von München nach Hilden gelaufen ist?



Gruß
Baber
 
Richard Am: 19.06.2014 18:59:49 Gelesen: 71937# 91 @  
@ Baber [#90]

Hallo Bernd,

gibt es einen Absender, Stempel oder sonstige Vermerke auf der Rückseite und kannst Du diese zeigen ?

Schöne Grüsse, Richard
 
Baber Am: 20.06.2014 07:19:37 Gelesen: 71900# 92 @  
@ Richard [#91]

Hallo Richard,

Absender steht auf der Rückseite.



Gruß
Bernd
 
ginonadgolm Am: 20.06.2014 09:15:19 Gelesen: 71888# 93 @  
@ Baber [#90]

Da der Brief mit 39 Pf sogar überfrankiert war (keine Luftpostbeförderung!,) ist alles in Ordnung. Die Spielerei mit den nicht gültigen Marken wurde einfach ignoriert.

Beste Grüße von
Ingo aus dem Norden
 
Baber Am: 20.06.2014 10:23:09 Gelesen: 71871# 94 @  
@ ginonadgolm [#93]

Die Spielerei mit den nicht gültigen Marken wurde einfach ignoriert.

Nach den damals strengen Regeln der Deutschen Bundespost hätten diese Marken aber nicht gestempelt werden dürfen.

Gruß
Baber
 
filunski Am: 20.06.2014 14:04:18 Gelesen: 71836# 95 @  
@ Baber [#94]

"Nach den damals strengen Regeln der Deutschen Bundespost hätten diese Marken aber nicht gestempelt werden dürfen."

Hallo Baber,

stimmt schon, aber auch damals wusste vielleicht nicht jeder Schalterbeamte genau über die noch gültigen Marken Bescheid, oder es war ihm egal, oder er ließ sich vielleicht von einem guten Bekannten/Kunden überreden, oder ...

Würden sich immer alle stempelführenden Agenturen an ihre Vorschriften halten, hätten wir hier in diesem Thema viel weniger zum Zeigen und auch Prüfer und Fälschungsbekämpfer hätten weniger zu tun.

Ein schon etwas "heftigeres" Beispiel zu diesem Thema ist der folgende Beleg:



Ein Einschreiben, aufgegeben in Dortmund im Jahre 1979 (Datum Poststempel) nach Basel. Bei der Frankatur fällt eine Marke ganz besonders auf, die Berlin Mi.Nr. 70. Diese Marke wird gestempelt ziemlich hoch bewertet und dies war wohl auch der Hintergedanke des ansonsten recht "doofen" Gesellen der diesen Brief fabrizierte. Natürlich lässt sich schon alleine am Stempeldatum die Falschstempelung nachweisen, aber damit nicht genug, die Marke selbst ist auch falsch!

Der Brief stammt aus einem Prüfernachlass in dem sich noch eine ganze Reihe weiterer solcher Werke befanden (aus dem Inventar der Poststempelgilde).

Beste Grüße,
Peter
 
drmoeller_neuss Am: 20.06.2014 16:41:39 Gelesen: 71801# 96 @  
@ filunski [#95]

Auf diesem Brief war nur die 100 Unfallverhütung Berlin noch gültig. Das Einschreibeporto für einen Standardbrief betrug damals 2,10 DM, es fehlten also 1,10 DM und die gültige 100-Pfg.-Marke kommt mir auch nicht koscher vor. Wurde da mit aller Gewalt der Stempel abgeschrubbt?
 
filunski Am: 20.06.2014 17:17:53 Gelesen: 71786# 97 @  
@ drmoeller_neuss [#96]

Hallo Uli,

der ganze Beleg ist nicht "koscher"! Es stellt sich wohl auch die Frage ob er überhaupt gelaufen ist. Die Absenderangabe auf der Rückseite ist unkenntlich gemacht, ob vom Prüfer oder schon vorher ist unbekannt. Bei der Prüfung ging es lediglich um die Berliner Währungsgeschädigtenmarke. Auf einem weiteren, ähnlichen Beleg ist überhaupt keine zum Stempeldatum noch frankaturgültige Marke aufgeklebt.

Der Stempel und auch der Einschreibezettel sind echt, unbekannt bleibt aber, ob sie regulär verwendet wurden.

Leider liegen keine weiteren Informationen dazu vor.

Beste Grüße,
Peter
 
Richard Am: 24.06.2014 09:06:22 Gelesen: 71669# 98 @  
@ Baber [#92]

Hallo Bernd,

der Absender Wolf-Werner Langkau [1] könnte ein seriöser Buchautor (gewesen) sein. Das erklärt aber nichts zu dieser Frankatur.

Schöne Grüsse, Richard

[1] http://d-nb.info/gnd/125047495/about/html
 
Pepe Am: 19.10.2014 20:25:14 Gelesen: 69605# 99 @  
Marken bestimmen

Eine Frage will ich mit der nachfolgenden Karte und Marke stellen.



2014 08 10, Mallorca Karte nach Deutschland mit schweizer unbekannter Marke ? War ganze 15 Tage unterwegs.



Kann jemand diese Marke bestimmen?

Nette Grüße
Pepe
 
volkimal Am: 19.10.2014 21:06:02 Gelesen: 69593# 100 @  
@ Pepe [#99]

Hallo Pepe,

schau mal beim Thema Thema: Kuriose Briefe, Postkarten und Frankaturen die Beiträge ab Nr. 45 an:

http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?F=1&CP=0&ST=4034&page=0

Volkmar
 
Pepe Am: 19.10.2014 21:26:17 Gelesen: 69585# 101 @  
@ volkimal [#100]

Vielen Dank und noch einen schönen Sonntag. Bei der nächsten Radtour bitte den Spreegurken Radweg nutzen und bei mir eine kleine Pause einlegen.

Nette Grüße
Pepe

[Beiträge [#99] bis [#101] in das in Beitrag [#100] verlinkte Thema verschoben]
 
Pete Am: 20.10.2014 10:33:27 Gelesen: 69516# 102 @  
@ volkimal [#100]

schau mal beim Thema Thema: Kuriose Briefe, Postkarten und Frankaturen die Beiträge ab Nr. 45 an:

"Einspruch!"

Das Thema gehört inhaltlich sehr gut auch hier hinein :-)

http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=4179&full=1

Die Schweizer Post ("Swiss Post") ist in Spanien als Postmitbewerber (Privatpost) tätig. Es kommen verschiedene Motive dieser Briefmarken/Aufkleber/Etiketten vor. Ich habe diese bisher ausschließlich auf Ansichtskarten gesehen.

Im Beispiel von Pepe wurde die Ansichtskarte in den Kreislauf der spanischen Post (Bsp. durch Einwurf in den falschen Briefkasten) gegeben. Die Marke der Swiss Post wurde durch einen spanischen Stempel entwertet. Normalerweise hätte die Karte mit Nachporto versehen werden müssen.

Gruß
Pete
 
Saguarojo Am: 20.10.2014 15:04:04 Gelesen: 69438# 103 @  
Kurios: Deutsche Schweinepost


 
DL8AAM Am: 20.10.2014 15:04:40 Gelesen: 69437# 104 @  
@ Pepe [#99]
Pete [#102]

Es wurde ja bereits (fast) alles zu dieser Karte gesagt. Nur ergänzend eine Idee von mir: Ich bin mir nicht mehr sicher, ob diese - von der spanischen Post maschinengestempelten - Karten auch wirklich über die spanische Post den Weg zum Empfänger gefunden haben. Inzwischen sehe ich doch sehr viele SPI-Karten, die statt über die Briefkästen der schweizer Post in Spanien über die der "Hoheitlichen" eingeliefert wurden. Ich kann mir aber nur schlecht vorstellen, dass die spanische Post - ohne die entsprechenden Portoeinnahmen - grundsätzlich für eine Weiterbeförderung ins Ausland gerade steht, vielmehr wäre es eine "Idee", dass die spanische Post diese (wenn/falls erkennt) aussondert und der SPI (ggf. gegen Gebühr) vor Ort noch in Spanien aushändigt. Es scheint sich hier auch nicht um 1-2 Einzelfälle (?) zu handeln, die die spanische Post vielleicht einfach nur durchrutschen lässt... (?), dafür häufen sich diese Belege in der letzten Zeit, auch hier im Forum.

Bisher habe ich auch noch keine Postkarte, die korrekt über die schweizer Post in Spanien eingeliefert wurde, gesehen, bei der die spanische Privatpostbriefmarke der schweizer Posttochter in Madrid ("SPI MAD") vor Ort oder anschließend in der Schweiz irgendwie entwertet wurde, d.h. eine Behandlung der Postkarten durch die schweizer Post in Spanien bzw. in der Schweiz ist nicht erkennbar. Für die schweizer Post in der Schweiz hat die spanische Privatpostbriefmarke ihrer spanischen Tochter dann auch nur noch den Charakter eines ordinären Entgeltbezahlt-Vermerkes (P.P. = Postage Paid = Porto bezahlt), der üblicherweise ja nicht weiter gestempelt wird.

Sollte das wirklich so sein, dann wäre es gut möglich, dass die spanische Post die von den Urlaubern (vermutlich wohl massenhaft?) falsch eingeworfenen Postkarten - nach der automatischen Stempelung in ihrem Briefzentrum - im Nachgang ausgesondert und anschließend der SPI übergeben werden, diese erhalten dann, wie sonst auch üblich, keine weitere schweizer Kennzeichnung - und jeder denkt die Karte ging allein den Weg über die spanische Post. Ein optisches Kuriosum ist entstanden.

Bisher ist das nur eine Idee.

Dieser Umweg könnte die Laufzeit erklären, wobei ich nicht ausschließen mag, dass zwei Wochen auch für regulär versandte Postkarten vollkommen üblich sein könnte.

Gruß
Thomas
 
Saguarojo Am: 20.10.2014 15:14:31 Gelesen: 69432# 105 @  
Brief aus den USA mit vier zusammengeklebten und zu einem Kaktus ausgeschnittenen 1 Cent-Marken mit George Washington von 1938. Portogerecht gelaufen mit Stempel vom 28.2.1950.


 
Baber Am: 20.10.2014 16:46:30 Gelesen: 69405# 106 @  
@ Pepe [#99]

Hallo Pepe,

was die Laufzeit betrifft, siehe mein Beitrag vom 30.8.2014 "Codierung von Auslandspost". Mein Thema war ursprünglich die Laufzeit, wurde dann aber in der Diskusssion umformuliert.

Gruß
Bernd
 
Eilean Am: 20.10.2014 17:43:47 Gelesen: 69371# 107 @  
@ Saguarojo [#103]

Auch noch unten ungezähnt, als ob es einen ganzen Bogen dieser Marken gäbe. Saugut jedenfalls.
 
Saguarojo Am: 20.10.2014 17:48:18 Gelesen: 69365# 108 @  
Weil dir das so gut gefallen hat, Eilean, will ich gleich noch einen drauflegen.


 
Wim Ehlers Am: 20.10.2014 18:31:39 Gelesen: 69343# 109 @  


Einen recht kuriosen Brief fand ich in meinen Belegen: Briefmarken und Abstempelungen des Jahres 1971.

Deutsche Bundespost, Deutsche Bundespost Berlin, Frankreich, Niederlande, Norwegen, Australien und Kanada.

Beste Grüße
Wim
 
volkimal Am: 21.10.2014 21:09:55 Gelesen: 69230# 110 @  
@ Pepe [#101]

Hallo Pepe,

danke für die Einladung. Da sind wir wirklich ganz in Deiner Nähe vorbeigekommen.

@ Pete [#102]

Hallo Pete,

natürlich hast Du recht, dass der Beitrag super in das Thema "Thema: Privatpostbriefmarken auf Sendungen aus dem Ausland auf Ansichtskarten" passt. Nur bei dem von mir angegebene Link findest Du genau die Marke, zu der Pepe eine Frage hatte.

@ Saguarojo [#105]

Hallo Saguarojo,

den Brief finde ich Super! Danke fürs Zeigen.

@ Wim Ehlers [#109]

Hallo Wim,

wie mag dieser Brief entstanden sein? Ist da ein Sammler herumgereist und hat die Marken nacheinander abstempeln lassen. Die australischen Marken sind zumindest später aufgeklebt worden, da der Stempel "Zevenaar Van Oldenbarneveldtlaan" unter den Marken ist.

Viele Grüße und einen schönen Abend
Volkmar
 
ziffer-freak Am: 22.10.2014 22:51:34 Gelesen: 69133# 111 @  
Hallo zusammen,

ich möchte ich euch eine witzige Briefmarke/Stempel-Kombination zeigen, die ich heute in einem Brief-Album aus einem Nachlass entdeckt habe (samt zeitgenössischem Original-Kommentar):



Gruss Andy
 
Pepe Am: 23.10.2014 17:38:14 Gelesen: 69066# 112 @  
@ ziffer-freak [#111]

Einfach nur genial, das macht Spaß. -:)

Müsste auch im Thread "Kuriositäten: Stempel gibt Marke ein neues Bild" zu sehen sein.

Nette Grüße
Pepe
 
ziffer-freak Am: 23.10.2014 21:50:17 Gelesen: 69035# 113 @  
@ Pepe [#112]

Ja genau, das dachte ich auch! So kann man auch mal bei einer sonst eher so ernsten Tätigkeit wie der Phlatelie etwas schmunzeln. ;-)

Deinen angegebenen Thread konnte ich leider nicht finden. Aber vielleicht kann ja der Admin eine Kopie dort reinzaubern.

Lieber Gruss
Andy

[Beitrag wie gewünscht kopiert. Andy, einfach Suchwort "Kuriositäten" eingeben]
 
filunski Am: 27.10.2014 16:44:17 Gelesen: 68891# 114 @  
Hallo zusammen,

letzte Woche in Sindelfingen habe ich aus einer Wühlkiste einen, wie ich meine, wahrlich kuriosen Beleg gefischt.



Ich versuche ihn mal zu beschreiben:

Inlandsbrief vom 29.11.1932 aus Zubrowka, adressiert an einen Prison Officer Reichmann, Checkpoint 19, Criminal Internment Camp. Portorichtig? Kann sicherlich niemand sagen. ;-) Mit Tagesstempel von Nebelsbad/Zubrowka vom 29.11.1932, siehe hier:



So, klingt ja ganz interessant, aber wirft auch viele Fragen auf, deshalb habe ich ein wenig im Internet gesucht und sogar die "Volksrepublik Zubrowka" gefunden. Mehr möchte ich jetzt noch nicht dazu verraten. Um was für einen Beleg es sich hier handelt, dazu habe ich zwei unbestätigte Vermutungen, möchte es aber erst mal der geneigten Forums-Mitleserschaft überlassen, sich dazu Gedanken und Vorschläge zu machen. Egal wie, der Beleg bleibt jedenfalls kurios.

Hier noch ein Link nach Zubrowka :-)

http://conworld.wikia.com/wiki/Zubrowka

Noch ein Hinweis, bei meinen Recherchen stieß ich auch auf den Film "The Grand Budapest Hotel"! ;-)

Dann mal viel Spaß beim Suchen!

Beste Grüße,
Peter
 
Pete Am: 27.10.2014 17:35:39 Gelesen: 68876# 115 @  
@ filunski [#114]

Ob bzw. wie passt der Beleg zum nachfolgenden Film? http://de.wikipedia.org/wiki/Grand_Budapest_Hotel

In der Inhaltsangabe werden auch der Checkpont 19 und Nebelsbad benannt. Der Beleg ist in der Tat kurios.

Wenn man sich den englischsprachigen Inhalt auf deinem Link von http://conworld.wikia.com durchliest, könnte man meinen, dass der Staat Zubrowka tatsächlich existiere.

Gruß
Pete
 
filunski Am: 27.10.2014 17:44:23 Gelesen: 68870# 116 @  
@ Pete [#115]

"ob bzw. wie passt der Beleg zum nachfolgenden Film?"

Hallo Pete,

das war auch mein Gedanke! Mehr dazu, auch weitere interessante Fotos zu Details/Requisiten aus dem Film findest Du hier, wenn es Dich interessiert:

http://www.kahoeuma.com/innovation/the-grand-budapest-hotel

Beste Grüße,
Peter
 
DL8AAM Am: 27.10.2014 18:05:27 Gelesen: 68863# 117 @  
@ filunski [#114]

zwei unbestätigte Vermutungen

Wie wäre es mit einer Promotionaktion zu dem Film? Vielleicht hat man darin sogar Eintrittskarten (für die [Vor-]Premiere) verteilt? Vom Scan her wirkt die Adresse für mich auch irgendwie aufgedruckt, oder?

Thomas
 
Pete Am: 27.10.2014 18:10:41 Gelesen: 68858# 118 @  
@ filunski [#114]

Die Marke sowie der blaue Stempel auf deinem Beleg passen wunderbar zu den beiden Stücken und Stempel auf dem nachfolgenden Scan von [1]. :-)

http://www.creativereview.co.uk/images/uploads/2014/03/package_0.jpg

Gruß
Pete

[1] http://www.kahoeuma.com/innovation/the-grand-budapest-hotel
 
DL8AAM Am: 27.10.2014 18:16:49 Gelesen: 68853# 119 @  
@ filunski [#116]

Falls das wirklich ein echtes Filmrequisit sein sollte, dann congrats, Superfund! Sowas hat sicherlich (in anderen Kreisen) einen gewissen Wert, falls der Film mal zu einem "Kultfilm" werden sollte, hi.

Siehe auch http://blog.selket.de/aegyptomanie/eine-aegyptische-sphinx-der-amerikanischen-wueste ;-)

Thomas
 
filunski Am: 27.10.2014 19:40:33 Gelesen: 68825# 120 @  
@ Pete [#118]
@ DL8AAM [#119]

Hallo Pete und Thomas,

ich danke Euch für Eure Beurteilungen! :-)

Die Adresse ist handschriftlich aufgebracht, wahrscheinlich sogar mit einem Füller, nicht mit Kugelschreiber. Im Brief befand sich nur ein gefalteter, leerer Karton, vielleicht zur Versteifung, oder um Inhalt vorzutäuschen. Tatsächlich war auch mein Gedanke, dass es sich um ein Filmrequisit handeln könnte, wer weiß, es bleibt jedenfalls kurios!

Beste Grüße,
Peter
 
Baber Am: 06.11.2015 11:53:58 Gelesen: 61027# 121 @  
Gesehen als Angebot bei Delcampe.

Diese Serie wurde mit der Währungsreform am 10.12.1947 ungültig.



Gruß
Baber
 
HouseofHeinrich Am: 18.03.2016 10:39:17 Gelesen: 57400# 122 @  
Hallo Leute,

zeige hier eine Postkarte, mit Stempeln Berlin, der eine Stempel ist von 23.12.1943 und der Sonder Stempel von 4.5.1951 ? Hat sich hier jemand einen Scherz erlaubt? Wer hat hier wissen über solche Belege, und könnte mir mehr sagen? Eine Wertschätzung wäre sehr gut? Im Voraus sage ich vielen Dank und verbleibe mit

freundlichen Grüßen

Heinrich


 
Kontrollratjunkie Am: 18.03.2016 12:10:46 Gelesen: 57376# 123 @  
Es sieht so aus, als wenn ein Interessierter eine bereits im Jahre 1943 mit Marke versehene und gestempelte Ansichtskarte ein paar Jahre später nochmals als Stempelträger für den Sonderstempel benutzt hat. Da es sich um reine Gefälligkeitsentwertungen handelt, hatte der nach dem Krieg stempelnde Beamte offenbar auch kein Problem damit, die Karte nochmals zu stempeln. Die Marke des Dritten Reiches störte ihn offenbar nicht. Einen großen "Wert" kann ich hier nicht erkennen, halte es für ein Kuriosum. Es handelt sich nicht um eine Ganzsache, sondern ein Ganzstück.

Gruß
KJ

[Beiträge [#122] und [#123] redaktionell verschoben aus dem Thema "Wertschätzung Deutsches Reich Ganzsachen"]
 
briefefan Am: 20.03.2016 22:12:20 Gelesen: 57206# 124 @  
@ HouseofHeinrich [#122]
@ Kontrollratjunkie [#123]

Es sieht so aus, als wenn ein Interessierter eine bereits im Jahre 1943 mit Marke versehene und gestempelte Ansichtskarte ein paar Jahre später nochmals als Stempelträger für den Sonderstempel benutzt hat.

Es ist wahrscheinlich genau umgekehrt.

Ich halte den linken Stempel auf der Marke des Dritten Reichs für einen Falschstempel. Beide Datumstege sind links nicht mit dem Kreis verbunden. Bei echten Stempeln stoßen die Stege an den Außenkreis.

Daher hat jemand auf der Karte mit dem rechten echten Sonderstempel nachträglich die linke Marke dazu geklebt und mit einem Falschstempel versehen.

Grüße von briefefan.
 
Baber Am: 23.03.2016 23:11:56 Gelesen: 56941# 125 @  
Mit einer solchen Adresse würde der Brief heute zurückgehen, aber 1959 machte sich die Post noch die Mühe und fand den Empfänger.



Gruß
Baber
 
HouseofHeinrich Am: 13.04.2016 17:49:52 Gelesen: 56054# 126 @  
@ Kontrollratjunkie [#123]

Hallo,

wollte nochmal danke an Ihnen sagen, für die Auskunft.

Vielleicht ist jemand hier, der mir was sagen kann, über den Roten Stempel? Vielleicht der Ankunft Stempel des Hauses? Und was könnte die Postkarte von Wert sein? 12 Euro scheinen mir schon sehr hoch, die da drauf stehen?

Für eine Auskunft, sage ich im Voraus vielen Dank und verbleibe mit

freundlichen Grüßen

Heinrich


 
Cantus Am: 14.04.2016 01:55:15 Gelesen: 56003# 127 @  
@ HouseofHeinrich [#126]

Hallo Heinrich,

der Preis gilt für die Ansichtskarte, nicht für die Anschriftsseite, und ist nach meiner Auffassung durchaus gerechtfertigt, denn die Karte wurde im Rahmen der Internationalen Ausstellung 1937 in Paris hergestellt. Es gibt auch Anbieter, die für solche Karten erheblich höhere Preise verlangen.

Der rote Stempel auf der Rückseite stammt aus dem Restaurant, wo die Karte erworben wurde.

Viele Grüße
Ingo
 
HouseofHeinrich Am: 14.04.2016 09:33:26 Gelesen: 55962# 128 @  
@ Cantus [#127]

Hallo Ingo,

ach so ist das, ja gut, ich sage vielen Dank an dich und verbleibe mit

freundlichen Grüßen

Heinrich
 
Detlef Am: 16.04.2016 13:34:28 Gelesen: 55805# 129 @  
Hallo,

ich möchte einen Brief vorstellen vom 23. 11. 1933 von Schwerin nach Holzminden, portogerecht frankiert mit 12 Pf.

Die Kuriosität ist eine "Gemeinde Getränke Steuer" - Marke über 3 Reichspfennige, die auch noch entwertet wurde.

Nach meinen Recherchen wurde die Gemeindegetränkesteuer Ende der 1920-er Jahre abgeschafft.

Wer kann etwas zu diesen Steuermarken sagen?



mit Sammlergruß Detlef
 
zockerpeppi Am: 01.06.2016 17:37:02 Gelesen: 54345# 130 @  
Sonderbare Frankatur und in dieser Art noch nie gesehen:

Eine Bekannte aus Norwegen (keine Philatelistin) wollte mir eine Freude machen und schickte mir mit der Post einen Satz Briefmarken. Auf dem Umschlag
finden sich drei verschiedene Stempel, dem Datum nach:

1. Auf dem Kleinbogen rechts befindet sich ein Oslo Stempel vom 27.11.1993. Ausgabedatum dieser Marken war so meine Recherche am 24.9.1993 - somit kein Ersttagsstempel.

2. Die 4 Marken links sind am 12.5.16 im Büro von Elisenberg gestempelt. Meine Bekannte wohnt in der Nähe.

3. Am 18.5.16 wurden alle Marken noch einmal mit einem Posten Norge Stempel entwertet.



beste Sammlergrüße
Lulu
 
Fips002 Am: 10.06.2016 19:49:59 Gelesen: 54011# 131 @  
Die Sonderpostkarte, P 286/06 wurde mit 8 Pf frankiert. Entwertet wurden die Marken und der Werteindruck der Ganzsache von 1940 mit dem Stempel (23) Bremen 1/3.1.57



Gruß Dieter
 
Max78 Am: 14.06.2016 17:27:17 Gelesen: 53886# 132 @  
Hallo zusammen,

heute möchte ich Euch einmal diesen Beleg der DDR zeigen, bei dem man auf den ersten Blick denken könnte, es wäre ein Feldpostbrief, da keine Frankatur verklebt wurde. Auch bei näherer Betrachtung fand ich keine Gummierungsreste auf dem Brief aus Heilbad Heiligenstadt. Es könnte noch sein, dass eine Freimarke Kleinformat oberhalb des Stempelkopfes verklebt war, aber selbst die dürfte dort oben kaum Platz gehabt haben. Sieht man auf das Datum, denkt man zurück an die Wiedervereinigung, und so werde ich nach dem Bild (mit "geschwärzter" Adresse) noch den Inhalt des einliegenden Schreibens hier mit einbringen, weil's so schön ist:



Aus der Stadtchronik von Hohengandern läßt sich entnehmen, dass die Grenzen am 12. November 1989 geöffnet wurden. Dieser Brief wurde am 23.11.1989 versendet und enthält folgende Zeilen:

Das Leben in unserem kleinen Dörfchen ist ja nun auch ganz anders. Als am Samstag früh 6 Uhr der Grenzübergang feierlich eingeweiht wurde, war ich natürlich auch da. Ich hatte extra meinen täglichen Samstagvormittagschlaf abgebrochen, um diesen einmaligen ergreifenden Augenblick mitzuerleben. Ich war überhaupt das letzte Wochenende total aufgedreht und nervös. Ich habe immer gedacht, irgendwann gibt's einen Knall und alles ist wie früher. Das kann man alles nicht begreifen. Es war Wahnsinn, was für Menschenmassen durch Wahlhausen spaziert sind. Ein Mensch am anderen, und das die ganze Straße! Meine Oma hatte ständig Besuch. Die BRD-Bürger waren alle so glücklich, unsere Dörfer mal wiederzusehen. Ich hatte nie gedacht, mal mit Dorothee auf dem Fahrrad nach Bad Soden Alpendorf zu fahren! Am Samstag war es soweit. Mir geht es dabei gar nicht um's Einkaufen, das ist sowieso Wahnsinn. Nein, die Stadt überhaupt, die Gegend und Landschaft mal anzuschauen. So hübsch und sauber und niedlich! Unbeschreibbar!

Die Eindrücke wirst Du selbst schon gesammelt haben. Die Kirmes in Kirchgandern war auch ganz voll. An dem Wochenende wurde in Hohengandern der Grenzübergang geöffnet, es war Abends auf dem Saal eine Wiedervereinigungsfeier. Das Wort hört sich doof an, ich weiß. Es war wirklich so. Der Saal war brechend voll. In der Nacht von Montag zum Dienstag haben wir durchgemacht, und nur ich mußte zur Arbeit! ... Irgendwie kann ich das alles nicht begreifen. Ich war überzeugt davon, daß ich nie mal in die BRD komme, und dieses Land kennenlerne. Jetzt auf einmal geht das. Ich frage mich bloß, was haben wir bloß in Staabu gelernt, was sich in 40 Jahren nicht bewährt hat ?

Mir ist es wirklich schwergefallen, Vertrauen zu den Menschen von "drüben" zu haben. Ich habe gedacht, das kann doch nicht wahr sein, so freundlich und nett und glücklich wie die Menschen alle sind! Ich finde, wir werden auch so erzogen, in diesen Menschen die "Bösen" zu sehen. Wir müssen noch viel lernen... Ich muß erst mal das alles, das Neue und die Veränderungen in unserem Land verarbeiten, da bleibt gar keine Zeit mehr für den anderen Blödsinn... Wir zwei müßten mal wieder so einen richtig schönen Walzer tanzen! Ja, das wäre schön!


Ja, den einfachen Worten fehlt es nicht an Klarheit,

mit Grüßen Max
 
Seku Am: 08.02.2017 17:59:32 Gelesen: 46782# 133 @  
Kunst auf Briefmarken kennt jeder, aber Kunst mit Briefmarken ist was Neues. Oder ? Aus der Dauermarkenserie "Impressionen aus Österreich" heute von einem Sammlerfreund aus Bad Hall erhalten !


 
Todtnau Am: 07.05.2017 21:56:06 Gelesen: 43596# 134 @  
Zu [#45], [#99] und [#47]

In einer Wühlkiste ist mir folgende seltsame unbekannte Schweizer Marke aufgefallen:



Darum habe ich sie mitgenommen. Dank philaseiten weiß ich nun, was es damit auf sich hat. Danke.

Gruß
W.A.
 
10Parale Am: 21.09.2017 21:14:50 Gelesen: 38350# 135 @  
Heute bringt Hermes ja jeden Tag ein Päckchen da und dorthin, die Lieferwagen mit der blauen Aufschrift sind überall.

Früher kam Hermes noch per Post als Motiv einer Freimarkenserie, wie diese kurios beidseitig beklebte Postkarte aus Piräus zeigt.

     
 
Seku Am: 19.11.2019 18:01:32 Gelesen: 5283# 136 @  
Eine aktuelle Frankatur für einen Großbrief (1,55 €).



Mit 3,30 DM oder 1,68 € leicht überbezahlt.
 
drmoeller_neuss Am: 12.05.2020 18:29:47 Gelesen: 622# 137 @  
@ Christoph 1 [#143]

Danke für den Hinweis, da ist genauso ein Beleg abgebildet, den ich kleingeschnitten habe.

Aber auch in dieses Thema "Kuriose Briefe, Postkarten und Frankaturen" passt das hinein. Ich kenne keinen anderen Bereich im Leben, wo man solche alten "Dinge" noch problemlos im Alltag verwenden kann. Die Marken kleben sogar noch aus eigener Kraft, laufen unbestandet durch den Postbetrieb und werden wie vor 80 Jahren mit schwarzer Poststempelfarbe für eine weitere Verwendung ungültig gemacht.

Beim Frisör kann ich nicht mehr in Reichsmark zahlen, und auch zur privaten Einladung nicht mit einem Glas Marmelade von 1938 und einer Flasche Wein von 1953 erscheinen (bei einer Wohnungsauflösung im Vorratskeller gefunden). :)
 
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