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Thema: Cinderellas: Wer kennt dieses "Land" / diese Region ?
Das Thema hat 48 Beiträge:
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Kalmimaxiss Am: 21.09.2008 19:18:30 Gelesen: 35244# 24 @  
@ volkercontwig [#18]

Ein Hinweis zu deinem Beitrag:

Während diese "Mache" z.B. aus Benin, Central Africa, Guinea, russische Kleinstaaten etc. alles illegale, private Drucke sind, die absolut keine amtliche Frankaturkraft besitzen, sind die meisten Markenausgaben der Scheichtümer (z.B. Fujeira) amtlicher Natur, die zwar selten das Ursprungsland gesehen haben und rein zum Geld beschaffen bei Motivsammlern gedruckt wurden - aber es sind amtliche Ausgaben, die vereinzelt auch auf gelaufener Post zu finden sind.
 
AfriKiwi Am: 22.09.2008 00:25:51 Gelesen: 35225# 25 @  
Mehr über [#22]

Kempland ist auch privat und derjenige der so einen Brief verschickt via Australien (oder wie es wirklich ist - in Australien) muß halt auch das richtige Porto auf dem Umschlag kleben für die Beförderung, ohne Porto geht das nicht.

Erich
 
Richard Am: 27.09.2008 08:53:36 Gelesen: 35183# 26 @  
Gab es nicht mal Seeland Briefmarken ?

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Rostiger Empfang auf Sealand

Von Daniel Kastner

Dem selbst ernannten Staat Sealand droht der Untergang: Die Plattform im Meer korrodiert ihren Bewohnern unter den Füßen weg. So dringend braucht Sealand Geld, dass jetzt sogar Red Bull auf die Insel darf.

Als Chris Harrington den Dieselmotor anwirft, gibt es kein Zurück mehr. Es gab noch eins, als die Red-Bull-Leute im Jachthafen von Harwich auf das Schlauchboot warteten und nervös Witze machten. Und es gab auch noch eines, als Chris aus seinem Boot stieg, über den Anleger auf uns zuhumpelte und sich den Rücken hielt. "Zwischendurch ist die Fahrt ein bisschen heftig", sagt er. Da hätten wir noch Nein sagen können. Doch jetzt krallen wir uns an die Haltegriffe, und Chris' Boot prescht mit uns hinaus auf die Nordsee, zehn Kilometer weit bis nach Sealand.

Sealand, selbst ernannter Mikrostaat auf einer rostenden Plattform, hat 100 Staatsbürger (davon selten mehr als drei gleichzeitig im Mutterland) und braucht zum Überleben vor allem Geld. Red Bull, österreichischer Brausekonzern aus Fuschl am See, hat 4000 Angestellte weltweit, steckt dick im Skateboard-Sponsoring und braucht für seine Glaubwürdigkeit in der Szene spektakuläre Aktionen und funky Bilder.

Deshalb gehört das Fürstentum Sealand jetzt einen Tag lang Red Bull. Gegen Geld.

Ursprünglich war Sealand mal eine militärische Einrichtung: Die Briten hatten den Turm im Zweiten Weltkrieg als Hochseeflak in den Ärmelkanal gerammt, bald danach aber aufgegeben. 1967 besetzte der Ex-Major und Piratensenderbetreiber Paddy Roy Bates die windumtoste Konstruktion, taufte sie "Sealand" und erklärte sich kurzerhand zum Fürsten. Seine Ländereien: eine 200 Quadratmeter große Plattform mit Wohnbaracke und Hubschrauberlandeplatz, die in 16 Metern Höhe auf zwei hohlen Betonpfeilern thront; dazu Hoheitsgewässer, die sich allerdings mit den britischen überschneiden.

Erfolglose Versuche der Briten, Sealand zu räumen

Versuche der Royal Navy, Sealand zu räumen, schlugen Bates' Leute mit Benzinbomben und Gewehren zurück. Danach verloren die Briten die Lust, wegen einer Militärruine das Leben von Soldaten zu gefährden. Ein Gericht in Essex erklärte sich für nicht zuständig - die De-facto-Anerkennung, findet Sealand.

Skateboarden auf hoher See

Nach zehn Minuten Schlauchbootrodeo kommt die Plattform in Sicht. Chris steuert neben einen der beiden Pfeiler, auf denen Algen und Muscheln wuchern, die aber weder Sprossen noch eine Leiter haben. Oben dröhnt der Dieselmotor los, ein Haken schwebt herunter, dann hievt eine Winde das komplette Boot in die Höhe. Bitte aussteigen!

Sealand präsentiert sich in Rostbraun: verrottete Ölfässer, abblätternde Farbe. Rund um die Wohnbaracke klaffen fußgroße Löcher im Boden. Vermutlich passt auch ein ganzer Mensch durch - dank der darüberliegenden Metallplatten lässt sich das nicht genau sagen.

Zweifelhafte Autonomie

Heute kaschieren zwei Skateboardrampen den Lochfraß. Fünf Skater rollen darüber, absolvieren haarscharf am Abgrund Luftsprünge, hüpfen samt Brett vom Dach der Baracke. Ein Kamerateam filmt sie dabei vom Boot aus, ein anderes aus dem kreisenden Hubschrauber. Nur um die Bilder geht es, Publikum gibt es keines: Schon mit dem 20-köpfigen Red-Bull-Tross ist Sealand überbevölkert.

Gut, dass es eine Einwanderungsbehörde gibt. Die Behörde heißt Tina und ist mit Chris verheiratet. Sie hat die Statur einer Kugel und trägt eine Machete am Hosenbund, mit der sie einem die Hand abhacken könnte. Und vermutlich auch würde. "Ich bin für eure Sicherheit verantwortlich", sagt sie und stapft in die Küche, wo ein Topf mit Wasser auf dem Gasherd blubbert. Sie erteilt Visa für zwei Tage und stempelt die Pässe. Dann schenkt sie Kaffee und Tee aus.

Vom Kaffeepulver bis zur Gaskartusche muss Sealand alles aus Großbritannien importieren. Die Handys funktionieren mit britischem Netz. Das Fürstentum im Ärmelkanal mag sich unabhängig fühlen - autark ist es nicht, trotz Windrad auf dem Dach und Auffangbecken für Regenwasser.

Gescheiterte Vermarktung

Paddy Roy Bates und sein Sohn Michael, der Prinzregent, haben immer versucht, mit Sealand Geld zu verdienen oder es wenigstens rentabel zu machen. Es gab Pläne für ein Hotel und ein Kasino; im Südturm, den wir nicht besichtigen dürfen, soll ein Serverpark stehen. Und jetzt haben sie die Plattform Red Bull überlassen, dessen Mitarbeiter auf Wände und Fässer ihr Logo sprühen für die "branded shots" - Bilder, auf denen wie zufällig das Bullenlogo auftaucht.

Das Geld, das Red Bull zu viel hat, kann Sealand gut gebrauchen. Nicht nur, weil das Staatsgebiet rasant rostet und früher oder später in die Nordsee zu bröseln droht: 2006 zerstörte ein Feuer die Wohnräume und Teile des Nordturms. Chris' Baufirma Church and East Ltd. richtete die Plattform wieder her. Im Gegenzug sind Chris und seine Frau jetzt Miteigentümer von Sealand und zugleich das staatliche Reisebüro. Ein Visum kostet 100 Sealand-Dollar, eine Übernachtung 200, kommerzielle Filmaufnahmen 4000. Der Sealand-Dollar ist der Einfachheit halber an den US-Dollar gekoppelt, gezahlt wird dennoch mit britischen Pfund.

Church and East haben die Decken der Wohnräume mit Holz verkleidet und die Wände vergipst, nur an der Inneneinrichtung wurde gespart: zerschlissene Sofas, eine Hausbar mit leeren Whiskyflaschen, ein kleiner Weihnachtsbaum aus Plastik. Der Palast eines exzentrischen Fürsten sieht anders aus.

(Quelle aus ausführlich weiter mit Informationen, Bildern und einem Interview des Price of Sealand: -> http://www.ftd.de/lifestyle/outofoffice/:Mikrostaat-Rostiger-Empfang-auf-Sealand/418594.html?p=3)
 
rainern1 Am: 08.05.2009 12:16:43 Gelesen: 35046# 27 @  
Woher stammen diese Marken ?

Ich würde mich freuen, wenn mir jemand sagen könnte, welche Marken das sind und welches Land sie ausgegeben hat.


 
Postgeschichte Am: 08.05.2009 13:10:00 Gelesen: 35030# 28 @  
@ rainern1 [#27]

Herzlich Willkommen auf den Philaseiten.

Meine Kenntnisse in der arabischen Sprache sind gleich Null. Ich vermute aber, daß es sich um persische Marken (Iran) handelt. Vielleicht Gebührenmarken? Die Wertbezeichnungen ähneln den persischen Marken. Dabei könnte die Grüne Marke die Wertbezeichnung 1, gelb die 2 und violett die Wertbezeichnung 5 tragen. Die Wertbezeichnung der roten Marke konnte ich keiner Marke zuordnen. Vielleicht haben wir aber Experten in unseren Reihen, die mehr zu den Schriftzeichen sagen können.

Grüße nach Wien.

Manfred
 
Lacplesis Am: 08.05.2009 14:19:27 Gelesen: 35022# 29 @  
Seltene Cinderella Ausgabe, "Arabaische (Hejaz)-Phantasie", ca. 1922 in Polen hergestellt. Schön!
 
rainern1 Am: 08.05.2009 17:23:13 Gelesen: 34996# 30 @  
Besten Dank für die Antwort!

Wirklich eine feine Sache, diese Philaseiten.
 
Harald Zierock Am: 09.05.2009 12:53:55 Gelesen: 34946# 31 @  
Hallo,

diese Phantasie Marken findet man im Katalog von Chapier, "Les timbres de fantaisie".

Harald
 
Pilatus Am: 12.05.2009 15:35:00 Gelesen: 34854# 32 @  
Hallo Holger und alle am Thema beteiligten,

ich kenne das Wort Tschutka aus dem russischen und in der Mehrzahl Tschutkis. Tschutka = der Scherz, Tschutkis = die Scherze.

Vielleicht wird hier dieses Wort im Sinne der Übersetzung von Cinderellas gebraucht.

Allerdings wird das Wort "schutkij" auch im Sinne von wachsam, einfühlsam, empfindsam und dergleichen gebraucht.

Freundliche Grüße Pilatus
 
Georgius Am: 12.05.2009 23:24:42 Gelesen: 34814# 33 @  
@ Pilatus [#32]

Hallo Pilatus,

Du wirst es mir nachsehen, daß ich an dieser unpassenden Stelle die fragwürdige "Russischlektion" vom Kopf auf die Füße stelle.

Du hast alles richtig gesagt zum Wort шутка - der Scherz, Mehrzahl: шутки.

Aber die erfundene Sinnverwandtschaft mit dem Adjektiv чуткий - wachsam, im Sinne von "wachsamer Hund", trifft nun wirklich nicht zu. Es sind zwei verschiedene Schuhe, die sich auch natürlich in der Aussprache deutlich unterscheiden.

Ich bin mir bewußt, daß es besserwisserisch anklingt, aber in unserem seriösen Forum muß wohl diese Korrektur erlaubt sein.

Mit freundlichen Grüßen
Georgius
 
Pilatus Am: 12.05.2009 23:42:46 Gelesen: 34810# 34 @  
@ Georgius [#33]

Hallo Georgius,

da muß wohl der Langenscheidt lügen. Ich habe eben noch mal nachgelesen. Dort folgt auch Tschutkostj als Wachsamkeit, als Feinheit der Sinne, als Fein-Zartgefühl erläutert. Das Wörterbuch ist zwar eine "Vorkriegsausgabe". Es war mein erstes Wörterbuch, ich habe meine Anfangskenntnisse in russisch nämlich während des Krieges von russischen Kriegsgefangenen erworben, als es noch streng verboten war.

Doch nichts für ungut,

mit besten Grüßen Pilatus
 
Georgius Am: 13.05.2009 00:20:52 Gelesen: 34805# 35 @  
@ Pilatus [#34]

Ich kann nicht beurteilen, ob der Langenscheid solche Behauptung aufgestellt hat. Trotzdem ist damit die "Verwandtschaft" der beiden Begriffe nicht hergestellt, es bleiben zwei völlig unterschiedliche Wortwurzeln. Man darf einfach ш und ч nicht verwechseln.

Als Lektüre benutze ich: Deutsch-Russisches Wörterbuch von A.A.Leping u.a. mit 80000 Wörtern, Moskau- 1958 oder Deutsch-Russisches Wörterbuch von H.H.Bielfeldt, ca.60000 Wörter, Akademie-Verlag Berlin, 1960.

Bei einer guten Bibliothek bestimmt auszuleihen oder auch einzusehen.

Viele Grüße
Georgius
 
Pilatus Am: 13.05.2009 00:39:59 Gelesen: 34802# 36 @  
@ Georgius [#35]

Hallo Georgius,

da wir relativ dicht bei einander wohnen, kannst Du mich gern besuchen und ich lege Dir das Wörterbuch vor. Daß ich Tsch und Sch wie auch Schtsch unterscheiden kann, mußt Du mir schon glauben. Ich habe 1948/49 als Dolmetscher gearbeitet.

Morgen versuche ich die entsprechende Seite im Wörterbuch zu scannen. Wird aber Schwierigkeiten machen, da es recht dick ist. Allerdings gebe ich Dir in sofern Recht, als mich diese Übersetzung auch sehr überrascht hat und wenn mir es einer so erzählen würde, würde ich es auch anzweifeln, einfach so vom Wortgefühl her.

Beste Grüße zu später Stunde, Pilatus
 
DL8AAM Am: 25.05.2009 19:56:01 Gelesen: 34695# 37 @  
Wenn wir schon bei Cinderellas sind.

Ich hätte auch eine:



Es handelt sich um das Fürstentum Seborga. In bzw. umgeben von Norditalien, bei San Remo.

Nettes "Land", war da in den 90ern mal als Funkamateur mit einer "offiziellen" Funklizenz der dortigen "Fernmeldebehörde" unter dem Rufzeichen 1P0L und T00L aktiv. Für meine T00L-Lizenz habe ich sogar von der damaligen deutschen Fernmeldebehörde (Bundesamt für Post und Telekommunikationm "BAPT", einem der Vorgänger der BNetzA) eine ganz offizielle Gastlizenz zum betreiben einer Amateurfunkstelle in Deutschland erhalten - soll das heissen, dass der deutsche Staat Seborga als eigene Entität anerkannt hat ??

Siehe: http://freenet-homepage.de/dl8aam/Licence_Seborga.html

Ich habe damals eine kleine Webseite zum Thema "Seborga und Amateurfunk" geschrieben,

siehe: http://freenet-homepage.de/dl8aam/Seborga.html und eine kleine Galerie von "QSL-Karten" für weitere Funkaktivitäten unter http://freenet-homepage.de/dl8aam/Seborga_QSLs.html

Ebenso wurden diese "Briefmarken" auch als "Gebührenmarken" für die Ausstellung der Amateurfunklizenz verwendet. ;-)



Was sich nach dem Amateurfunk-Hype der 90er dort getan hat, entzieht sich leider meiner Kenntnis. Das war einmal ein netter Spass, nichts mehr. ;-)

Auf deren offizieller Homepage (http://seborga.net/index.html) finden sich einige nette Hintergrundinfos zu diesem Kreuzritterfürstentum: "... Britische Historiker betrachten [...] Seborga als erste konstitutionelle Monarchie der Welt. Internationale Rechtsexperten schätzen, dass Seborga nicht als integrierter Teil der Republik Italien betrachtet werden kann ... Bei der Bank der Ritter vom Hl. St. Bernhard können Sie Ihr Geld [in die Landeswährung Luigino] wechseln ... " ...hi hi

Have fun ;-)

73, Tom (DL8AAM)
 
AfriKiwi Am: 15.06.2009 23:54:11 Gelesen: 34525# 38 @  
Nach Tom's interessanten Posting [#37] hier etwas aus einer ersteigerten Sammlung.

Ausser den zwei Gebührenmarken Deutsches Reich sind da auch zwei von Österreich dabei. Nahrung statt Bier ! Bier ist doch Nahrung wenn man nichts anders hat !
Vielleicht kann uns jemand noch den Hintergrund der Welt Korrespondenzmarke erklären.

Ich wette die Hansa-Marke ist die bessere !

Wer Interesse an etwas hat, soll sich per mail melden.

Erich


 
asmodeus Am: 16.06.2009 07:24:20 Gelesen: 34509# 39 @  
@ AfriKiwi [#38]

Die Hansa-Marke ist eine Privatpostmarke aus der Stadt Breslau. Es ist nach meinem alten Katalog die Mi.Nr.: 9. Kat. je nach Farbe: 2 - 20 D-Mark, obwohl die teuren Farben eher gelb, chromgelb, orange und mennige sind. Also die Preise ungefähr halbieren, dann hat man die €-Preise!
 
AfriKiwi Am: 16.06.2009 12:15:22 Gelesen: 34480# 40 @  
@ asmodeus [#39]

Vielen Dank für die Bestimmung, dafür kann ich nur die Räder vom Porsche mit Luft füllen, oder kostet das auch schon was ? ;)

Erich
 
asmodeus Am: 16.06.2009 17:38:16 Gelesen: 34461# 41 @  
@ AfriKiwi [#40]

Wenn Du Reifengas nimmst, dann kostet es was ... :-)
 
chrisskywalker Am: 16.06.2009 22:40:23 Gelesen: 34442# 42 @  
@ DL8AAM [#37]

Bin selbst letztes Jahr in Seborga gewesen, leider an einem Montag. Alle Geschäfte zu.

Wollte eigentlich Marken kaufen, Fehlanzeige. Auf dem dortigen Postamt gibt es nur Italienische Marken.

Die Seborga Marken werden im Bürgermeisteramt und beim Touristischen Dienst verkauft. Ansonsten ist Seborga ein schönes Dorf, auf einem Berg gelegen. Sehr idyllisch.

Gruss

Holger
 
DL8AAM Am: 17.06.2009 13:20:59 Gelesen: 34417# 43 @  
@ chrisskywalker [#42]

Whow, hört man nicht alle Tage, dass jemand den Weg dahin findet. ;-)

Glückwunsch,

> Ansonsten ist Seborga ein schönes Dorf, auf einem Berg gelegen. Sehr idyllisch.

Jou, sehr schön gelegen "Bergspitzenstädtchen". Wir hatten seinerzeit über dem Restaurant ("links" neben dem Hauptplatz) ein kleines Gästezimmer mit Terrasse in Richtung Südwesten, mit schönster abendlicher, fläschenwein Aussicht auf die Riviera herunter ;-) Müsste mal wieder runterfahren.

Gruß
Thomas
 
Winni451 Am: 11.10.2020 20:14:20 Gelesen: 500# 44 @  
Hallo,

ich hatte vor einiger Zeit unter der Angabe "Schwindelausgabe zu einer angeblichen Insel die zu Schweden gehört: angebliche Privatpost/Lokalpost, Insel zwar real existent aber unbewohnt" folgendes und vieles weitere gefunden:



Angeblich Insel Isö zu Schweden, hier gezeigt: Vignette mit Sportmotiven zur Olympiade in Montreal Canada, geschnitten und gezähnt zu bekommen.

Ich habe gelegentlich mal versucht die Insel zu finden, gefunden habe ich bisher nur weitere Vignetten zu Isö und ein Institut für Sozialökologie und eine Insel namens Risö die eventuell sogar bewohnt sein könnte. Google-maps Satelitenansicht deutet auf ein Haus hin.

Allerdings bin ich sprachlich relativ eingeschränkt (kann z.B. gerade mal deutsch), meine Suche mag deswegen nicht ergiebig sein.

Wenn ihr mehr Hinweise auf die Herkunft der Erzeugnisse habt, bitte um kurze Rückmeldung.

Die oben geführte Seite auf der solche Erzeugnisse geführt waren ist leider nicht mehr online, sonst hätte ich dort zuerst geschaut.

Grüße
Winfried
 
jmh67 Am: 11.10.2020 21:22:39 Gelesen: 469# 45 @  
@ Winni451 [#44]

Isö könnte soviel wie "Eis-Insel" heißen. Bei Geonames habe ich ein Inselchen dieses Namens in Östergötland gefunden, in der Mündung des Bräviken in die Ostsee, östlich von Norrköping bei N 58°35′00″ E 16°49′30″ - so 'ne Schäre mit ein paar Hüttchen drauf, einem Bootsanlegesteg und vielen, vielen Bäumen. Also fast nichts, jedenfalls viel, viel weniger als z. B. Lundy, wo eine Privatpost Sinn hat.

-jmh
 
DL8AAM Am: 12.10.2020 02:53:15 Gelesen: 419# 46 @  
@ Winni451 [#44]

Das einzige was ich weiss, dass die Marken von Isö in Schweden unter den Label Lokalpost ("from Norrköping") laufen. Lokalposten waren in Skandinawien (Dänemark, Norwegen und Schweden) im 19. Jahrhundert weit verbreitet (ursprünglich mal "echter Bedarf", aber dann kam das Gebiet in Diskredit, weil man schon damals eher den Sammler, als den Postkunden, im Auge hatte), wobei es in Schweden einen Peak in der Mitte der 1940er Jahre gab, wobei man im Netz auch Ausgaben bis in die 1980er findet. Wie der aktuelle Stand ist, der legale Status damals/heute, etc., kann ich Dir nicht sagen.

Aber egal, wie der rechtliche Status dieser späten Ausgaben sein sollte, bei Isö handelt es zu zu 100,1% um keinen "echten Lokalpostbedarf", außer dem Bedürfnis, den Sammler um sein Geld zu erleichern.

Aber vielleicht kann hier ja ein Skandinawienspezialist mal etwas näheres zu den dortigen "Lokalposten" schreiben.



"Sonderumschlag" der Lokalpost Karlskrona anläßlich der Briefmarkenausstellung CARLEX 84 des örtlichen Philatelistenklubs [1].

Gruß
Thomas

[1] Quelle: https://posthistoria.se/store/2/lokalpost/6294/view/img/p/2/o/4/offset/400
 
Winni451 Am: 12.10.2020 14:26:14 Gelesen: 337# 47 @  
@ jmh67 [#45]
@ DL8AAM [#46]

Vielen Dank! Somit ist mir schon etwas genauer klar, mit was ich es zu tun habe.

Gruß
Winfried
 
Richard Am: 15.10.2020 09:10:30 Gelesen: 216# 48 @  
Eine schöne Ausgabe des Fürstentums Sealand, zu dem es eine ausführliche Geschichte gibt. Hier ein Auszug über das sealändische Postwesen:

Sealand gibt seit 1969 Briefmarken heraus, die für die Korrespondenz des Regierungsbüros genutzt und auf Sealand gestempelt werden. Von der königlich britischen Post werden die damit frankierten Umschläge offiziell nur als unfrei auf Kosten des Empfängers zugestellt. Es existieren jedoch einige Briefe, deren Sealand-Briefmarke von der britischen Royal Mail noch einmal entwertet und die anschließend normal zugestellt wurden. Auch die belgische Post soll in der Zeit, als Bates einen regelmäßigen Hubschrauber-Service zwischen Sealand und Brüssel unterhielt, einige Briefe anstandslos weiterbefördert haben. [1]



Sealand Briefmarkenblock aus den 1970-er Jahren[2]

Vielleicht verspürt Jemand Lust, dort seinen nächsten garantiert Corona-freien Urlaub zu verbringen ?

Schöne Grüsse, Richard

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Sealand
[2] Quelle: Von DoDrews - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=77784373
 

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