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Thema: (?) (87-89) Alliierte Besetzung: Sächsische Schwärzungen
Das Thema hat 94 Beiträge:
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Kieskutscher Am: 07.12.2015 11:15:55 Gelesen: 38746# 70 @  
Hallo Briefefan,

vielen Dank für die Auskunft.
 
Kontrollratjunkie Am: 03.01.2016 20:02:03 Gelesen: 38235# 71 @  


Ortsbrief in Zwickau gelaufen mit der Aufbrauchsverwendung eines Wertes der Dauerserie Hitler, Nr. 786.

Die Abstempelung erfolgte am 06.08.1945 im Postamt Zwickau (Sachs) mit dem Kb. "l" und damit innerhalb der Verwendungszeit dieser Provisorien in der RPD Chemnitz vom 12.05.1945 - 08.08.1945, Nr. AP 786 I.

Der Brief ist geprüft Findeisen BPP.

Gruß
KJ
 
Kontrollratjunkie Am: 20.03.2016 23:56:23 Gelesen: 36510# 72 @  


Fernbrief von Chemnitz mit der Aufbrauchsverwendung eines Wertes der Dauerserie Hitler, Nr. 827.

Die Abstempelung erfolgte am 22.07.1945 im Postamt Chemnitz 11 mit dem Kb. "a" und damit innerhalb der Verwendungszeit dieser Provisorien in der RPD Chemnitz vom 12.05.1945 - 08.08.1945, Nr. AP 827 I.

Umso mehr mag der Abschlag des Stempels "Gebühr bezahlt" erstaunen, ist die Gebühr doch korrekt entrichtet. Da das Ziel des Fensterumschlages nicht mehr zu rekonstruieren ist, bleibt Raum für Spekulationen. Hat möglicherweise das Zielpostamt die Schwärzung nicht anerkannt ? Oder wurde der Stempel bereits in Chemnitz gesetzt, um die Freimachung zu bekräftigen ? Wurde die Schwärzung in Chemnitz möglicherweise gar nicht anerkannt ?

Das Geheimnis des Briefes liegt darin, dass der Stempel "Gebühr bezahlt" die Bestätigung der korrekten Freimachung darstellt, da die Schwärzungen in anderen OPD`en bereits nicht mehr zugelassen waren.

Gruß
KJ
 
Kontrollratjunkie Am: 16.04.2016 23:58:59 Gelesen: 35674# 73 @  


Fernbrief von Weinböhla (Bz. Dresden) nach Allendorf im Kreis Marburg mit der Aufbrauchsverwendung eines Wertes der Dauerserie Hitler, Nr. 827.

Die Abstempelung erfolgte am 11.06.1945 im Postamt Weinböhla (Bz. Dresden), Nr. AP 827 II und damit innerhalb der Verwendungszeit dieser Provisorien in der OPD Dresden, die für die Zeit 23.05.1945 - 20.06.1945 festgelegt wurde.

Allerdings erweckt der Brief den Eindruck der Nachbeschriftung, beweisen kann ich es aber nicht.

Gruß
KJ
 
HWS-NRW Am: 21.04.2016 17:26:28 Gelesen: 35614# 74 @  
Hallo,

auch von mir mal zwei "Sächsische Schwärzungen", die sehr oft auf Postanweisungen vorkommen.



Beste Grüße
Werner

[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Deutsches Reich Dauerserie Hitler"]
 
hajo22 Am: 16.09.2016 19:43:11 Gelesen: 32212# 75 @  
Briefstück mit 2 x Dienstmarke Hakenkreuz (mangelhaft) "geschwärzt" gestempelt mit dem Ortswerbestempel Meissen 1 vom 5.6.45.

Auf der Briefstückrückseite zeigt sich der Name "heber", 2 x in Prüfzeichenstellung. Der Name sagt mir als "Prüfzeichen" nichts.

Ein "Überroller"? Wer weiß mehr?



VG, hajo22
 
Max78 Am: 16.09.2016 21:25:45 Gelesen: 32193# 76 @  
Hallo Hajo,

eventuell handelt es sich um Dr. Manfred G. Heber. Unter http://www.arge-polen.de findet sich unter den Buchbesprechungen die Nummer 52/2003: Heber "Die Entwicklung der Post in Deutschland nach 1945". In Verbindung mit Lagerpost steht dieser Herr auch, einfach mal googeln. Eventuell ist es ja der richtige und hat unter anderem auch mal Prüfungen durchgeführt?

mit Grüßen Max
 
hajo22 Am: 17.09.2016 07:25:31 Gelesen: 32171# 77 @  
@ Max78 [#76]

Danke für den Tipp. Vielleicht kann Lars Böttger etwas dazu sagen (Prüfertätigkeit von Dr. Heber)?

Schönen Sonntag und viele Grüße
hajo22
 
Lars Boettger Am: 17.09.2016 13:12:51 Gelesen: 32148# 78 @  
@ hajo22 [#77]

Dr. Heber war kein Prüfer im engeren Sinne des BPPs. Ich hatte vor Jahren das Glück, seine Fälschungssammlung von Nachkriegs"produkten" erwerben zu können. Er kannte sich hervorragend mit der Philatelie der Nachkriegszeit aus und war auch Mitglied in der entsprechende ArGe. Er hat die Fälschungen gekennzeichnet. Allerdings weicht seine Signatur von der hier gezeigten deutlich ab.

Beste Grüsse!

Lars
 
Richard Am: 17.09.2016 15:24:10 Gelesen: 32137# 79 @  
@ hajo22 [#77]

Manfred Heber war Philaseiten Mitglied und ist verstorben. Seine Internetseiten [1] suchen noch immer einen Betreuer.

Schöne Grüsse, Richard

[1] http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=6402&CP=0&F=1
 
hajo22 Am: 17.09.2016 15:45:38 Gelesen: 32129# 80 @  
@ Lars Boettger [#78]

Danke für die Info. Ich dachte mir schon, daß es sich um kein Prüfzeichen handelt. Wenn auch die Signatur nicht stimmt, dann frage ich mich, wer sich bei diesem - auch preislich völlig uninteressanten - Briefstück solche Mühe gemacht hat die beiden Namenszeichen rückseitig genau zu plazieren. Vielleicht zeigst Du uns noch die echte Signatur?

@ Richard [#79]

Danke für den link. Er hatte wohl ein faible für Lagerpost im Nachkriegsdeutschland. Da ich mich für diese Privaterzeugnisse, die überwiegend der Geldbeschaffung für die Lagerinsassen dienten, nie interessiert habe, war mir der Name kein Begriff.

VG, hajo22
 
Lars Boettger Am: 18.09.2016 11:01:18 Gelesen: 32103# 81 @  
@ hajo22 [#80]

HEBER-Signatur auf einer verfälschten Ganzsache zu 6 Pfg. - es gibt diese Notmassnahmen von Trier "in echt". Hier hat ein Fälscher zugeschlagen.

Das ist die einzige Signatur von Dr. Heber, die mir persönlich bekannt ist.

Beste Grüsse!

Lars


 
hajo22 Am: 18.09.2016 17:46:26 Gelesen: 32070# 82 @  
@ Lars Boettger [#81]

Danke Lars.

Deutlich abweichendes Prüfzeichen. Dr. Heber hatte offensichtlich auch einen "Falsch"-Stempel zum Kennzeichnen.

VG und schönen Sonntagabend, hajo22
 
Kontrollratjunkie Am: 03.10.2016 19:49:24 Gelesen: 31720# 83 @  
Ortsbrief der Dresdner Handelsbank in Form eines Fensterumschlages. Die Abstempelung erfolgte am 14.06.1945 im Postamt Dresden A 39 und damit innerhalb der Verwendungszeit dieser Provisorien in der OPD Dresden, die für die Zeit 23.05.1945 - 20.06.1945 festgelegt wurde.



Es handelt sich um einen Fensterumschlag, daher ist es schwierig, die Portorichtigkeit zu bestimmen, man kann aber davon ausgehen. Der Empfänger wurde nicht angetroffen und der Brief wurde am 16.06.1945 nach Leipzig weitergesandt.

Aufbrauchsverwendung eines Wertes der Dauerserie Hitler, Nr. 786, Nr. AP 786 II.

Gruß
KJ
 
briefefan Am: 03.10.2016 20:47:46 Gelesen: 31700# 84 @  
@ Kontrollratjunkie [#83]

Hallo KJ,

der Brief wurde nicht nach Leipzig, sondern nach Dresden N, Leipzigerstr. 26 nachgesandt.

Nach Leizig hätte eine Nachgebühr von 4 Pfg. Unterschied Fern- von Ortsgebühr angesetzt werden müssen. Und Mitte Juni 1945 war Leipzig noch von den Amerikanern besetzt. Postverkehr nach dort aus Dresden unter sowjetischer Besatzung war noch nicht zugelassen.

Grüße von Briefefan.
 
Kontrollratjunkie Am: 03.10.2016 22:26:11 Gelesen: 31684# 85 @  
@ briefefan [#84]

Danke briefefan, da habe ich mich wohl "etwas" vergaloppiert.

Gruß
KJ
 
Ron Alexander Am: 28.04.2017 15:30:39 Gelesen: 26233# 86 @  
Schönen Nachmittag,

heute wieder eine neue Ausgabe.

RonAleX Briefmarkenecke Teil 25 (Sächsische Schwärzung):

https://youtu.be/o_5pFBjUEY8

Dieses mal möchte ich tiefer auf die Sächsischen Schwärzungen eingehen, die Hintergründe detaillierter erläutern und auch bedeutend mehr Beispieler hierzu aufzeigen. Hoffe es ist interessant und vor allem informativ.

Grüße,
Ron

[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Ron Pichlers Youtube Videos zur Philatelie"]
 
10Parale Am: 30.05.2017 09:58:02 Gelesen: 25578# 87 @  
@ Robertomarken [#89]

Ungebrauchte (postfrische) Marken dieser Schwärzungen sind unprüfbar, habe ich hier gelesen. Nun ist mir auch beim Kauf einer Steckkarte solch eine Hitler Marke mit Unkenntlichmachung in die Hände gefallen.

Was damit tun?

Gott sei Dank ist der Vorsitzende unseres Briefmarkenvereins ein Kenner der Materie und werde sie ihm mal am Donnerstag Abend vorlegen.

Liebe Grüße

10Parale


 
Ameise Am: 15.12.2019 17:26:54 Gelesen: 1181# 88 @  
Hallo,

kann mir jemand sagen, ob diese sächsische Schwärzung auf der Ganzsache (P 314II) original vom Dresdner Postamt so verausgabt wurde?



Vielen Dank schon einmal für die Mühe.

Enrico (Ameise)
 
Titti1234 Am: 14.01.2020 16:58:01 Gelesen: 515# 89 @  
Beleg Sächsische Schwärzung

Hallo,

ich möchte Euch einen schönen Beleg mit Sächsischer Schwärzung vorstellen.


 
wessi1111 Am: 14.01.2020 22:47:34 Gelesen: 464# 90 @  
@ Ameise [#88]

Hallo Enrico,

die Schwärzung entspricht der im Michelkatalog abgebildeten Form der Schwärzung für Dresden A16, weiterhin findet sich dort der Hinweis "Die Ganzsachen erfuhren die gleich Behandlung wie die Marken". Ob die Karte so verausgabt wurde oder ob eine ungeschwärzte Karte aus dem Briefkasten entsprechend behandelt wurde, lässt sich natürlich ohne Ausgabekontrollstempel nicht feststellen (wenn es denn schon wieder Briefkästen gab). Merkwürdig ist, das der Propagandaspruch nicht geschwärzt wurde.

Gruß
Wessi
 
Titti1234 Am: 15.01.2020 08:35:34 Gelesen: 433# 91 @  
Hallo,

ich habe in meiner Sammlung Marken der Lokalausgaben Schwarzenberg und Löbau gefunden, die (wahrscheinlich) geprüft sind. Ich habe aber keine Belege darüber.

Prüfer Löbau: Sturm
Prüfer Schwarzenberg: Sturm BPP

Den Prüfer Herr Sturm gab es bzw. gibt es vielleicht noch - vielleicht kann mir ja einer von Euch was dazu sagen. Ich würde mich freuen.

MfG Rolf


 
wessi1111 Am: 17.01.2020 04:45:26 Gelesen: 333# 92 @  
@ Titti1234 [#91]

Hallo Rolf,

Schwarzenberg ist heute als sächsische Schwärzung katalogisiert und wird daher postfrisch nicht mehr geprüft. Heinz Egon Sturm war BPP-Prüfer für Lokalausgaben, mindestens in den 1960er Jahren, wie lange genau, habe ich nicht gefunden.

Auch Fr. Ingeburg Storm war Prüferin, aber nicht BPP und hatte das Prüfzeichen "STURM IBG". Unter dem Link [1] ist angegeben, dass Heinz Egon Sturm 1968 nicht mehr BPP-Prüfer war, wenn ich das richtig interpretiere.

Die Problematik mit den Neudrucken von Löbau ist in [2] beschrieben, ohne aktuelle Prüfung gibt es keine Gewissheit, ob Original oder Neudruck.

Gruß
Wessi

[1] https://www.filatelia.fi/experts/namess.html
[2] https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=5088&CP=0&F=1
 
Titti1234 Am: 17.01.2020 10:26:30 Gelesen: 314# 93 @  
@ wessi1111 [#92]

Vielen Dank für die Infos. Das ist schon sehr interessant. Na ja die aus Löbau waren in einem Album was ich bei Kleinanzeigen gekauft habe und die Schwarzenberg als Zugabe. Daher wäre es nicht so ärgerlich wenn sie nicht echt sind. Aber auf jeden Fall interessant. Vielen Dank nochmal.

Mfg Rolf
 
Pete Am: 18.01.2020 11:01:59 Gelesen: 245# 94 @  
@ wessi1111 [#92]

Heinz Egon Sturm war BPP-Prüfer für Lokalausgaben, mindestens in den 1960er Jahren, wie lange genau, habe ich nicht gefunden.

... Unter dem Link [1] ist angegeben, dass Heinz Egon Sturm 1968 nicht mehr BPP-Prüfer war, wenn ich das richtig interpretiere.


Als Ergänzung: nach [1] war Heinz Egon Sturm (1914-1977) aus Detmold von 1958-1976 Prüfer des BPP und zuständig für Deutsche Lokalausgaben 1945/46 und SBZ.

Gruß
Pete

[1] Schriftenreihe des BPP e.V., Band 3 der Autoren Dr. Penning und Dr. Oechnser: "50 Jahre Bund Philatelistischer Prüfer (1958-2008)", Seite 181
 

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