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Thema: Berlin: Portobestimmung von Belegen
Das Thema hat 35 Beiträge:
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volkimal Am: 20.02.2016 11:12:57 Gelesen: 5862# 11 @  
@ alemannia [#22]
@ briefefan [#9]

Hallo zusammen,

leider komme ich erst heute dazu eure Antworten zu lesen. Vielen Dank!

Guntram, gut, dass Du meinen Irrtum bemerkt hast. Den kleinen Index habe ich übersehen und somit die Portostufen natürlich falsch abgelesen.

briefefan, ich kenne zwar Eilbriefe mit dem Vermerk "Bote bezahlt", aber in meiner Sammlung habe ich viele Exemplare ohne diesen Vermerk. Auf keinem einzigen ist ein Nachgebührvermerk. Hier ein um 2 Pfg. überfrankiertes Beispiel meines Vaters an meine Großmutter:



Ich habe mich mit dieser Frage nie beschäftigt. Wer kann Näheres dazu sagen, wie ein Eilbrief ohne den Vermerk "Bote bezahlt" behandelt werden musste?

Viele Grüße
Volkmar
 
HWS-NRW Am: 20.02.2016 11:40:29 Gelesen: 5852# 12 @  
@ volkimal [#11]

Hallo,

ja das wäre eine Möglichkeit, da habe ich auch schon dran gedacht. Hilft mir für mein Buch über Gebühren (nicht Porti) schon weiter, Herzlichen Dank !

Werner
 
mohler Am: 24.04.2017 20:04:52 Gelesen: 4674# 13 @  
Luftpost Taxen

Ich habe zwei Luftpostbriefe aus Berlin, die mit kompletter Sätze von Wohlfahrtmarken (DM 1,10) frankiert sind, und zwar 1966 und 1970.

Ich habe ohne Erfolg die Luftposttaxen diesen Jahre gesucht.

Ich möchte fragen, ob es hier eine Antwort zu Verfügung besteht.

Danke voraus und viele Grüβe,

Arne Möhler


 
Christoph 1 Am: 24.04.2017 23:06:40 Gelesen: 4655# 14 @  
@ mohler [#13]

Hallo Arne,

Du zeigst 2 x den gleichen Brief von 1970.

Vom 1.4.1966 bis zum 1.7.1971 kostete ein normaler Auslandsbrief (bis 20g) 50 Pfennig Porto. Hinzu kommt die Luftpostgebühr von 20 Pfennig je 5 Gramm Gewicht. Es ist also abhängig vom Gewicht des Briefes:

Gewicht bis 5 g = Porto insgesamt 70 Pfg.
Gewicht bis 10 g = Porto insgesamt 90 Pfg.
Gewicht bis 15 g = Porto insgesamt 110 Pfennig -- somit könnte der von Dir gezeigte Brief durchaus portorichtig frankiert sein.
Gewicht bis 20 g = Porto insgesamt 130 Pfennig.

Gruß
Christoph
 
mohler Am: 25.04.2017 13:56:26 Gelesen: 4616# 15 @  
Hallo Christoph,

herzlichen Dank für deine Übersicht.

Ach ja, ich habe leider mit der Wahl des Anhangs "geschlafen". Hier folgt den Brief aus 1966.

Gruß
Arne


 
alemannia Am: 10.05.2018 16:35:53 Gelesen: 3253# 16 @  
Nachgebühr Berlin Westsektor

Hallo zusammen,

warum wurde bei dem Beleg eine Nachgebühr in Höhe von 16 Pfennig berechnet?



Charlottenburg lag im Westsektor und dort waren die Marken auch bis zum 19.9.48 gültig, der Brief wurde aber am 13.9.49 abgestempelt.

Die Postgebühr betrug 16 Pfennig für den Ortsbrief bis 20 g, somit hätte eigentlich die 1,5-fache Gebühr (= 24 Pfennig) notiert werden müssen.

Oder hat da ein Postbeschäftigter nur aufgrund der besonderen Situation in Berlin den Überblick verloren?

Gruß

Guntram
 
Frankenjogger Am: 10.05.2018 19:08:06 Gelesen: 3223# 17 @  
Hallo Guntram,

verständlich ist die Nachgebühr erst einmal nicht.

Gibt es im Brief innen eine Datumsangabe? Vielleicht ist ja die Datumeinstellung im Stempel falsch und es war schon der 23.9.1948?

Auf jeden Fall hat Derjenige die Marken für ungültig gehalten, deshalb die blaue Umrandung und auch die Nachgebühr. Die Höhe von Nachgebühren ist manchmal kurios. vielleicht kann ja noch jemand helfen.


VG, Klemens
 
alemannia Am: 10.05.2018 19:12:49 Gelesen: 3220# 18 @  
@ Frankenjogger [#17]

Hallo Klemenz,

Das Stempeldatum ist korrekt,wie der Inhalt (Eingangsstempel des FA Charlottenburg) belegt:



Gruß

Guntram
 
hajo22 Am: 10.05.2018 19:29:17 Gelesen: 3210# 19 @  
@ alemannia [#16]

Vielleicht wurde der Brief in einen Briefkasten in Ostberlin eingeworfen. Dort waren die Posthörnchenmarken ungültig. Daher vermutlich auch der Ausweis von 16 Pf. (Ortsbrief bis 20 gr.).

hajo22
 
Frankenjogger Am: 10.05.2018 19:31:41 Gelesen: 3208# 20 @  
@ alemannia [#18]

Hallo Guntram,

dann fällt mir nur noch ein, dass der Beschäftigte über die Außerkurssetzung der Marken falsch informiert war. Ein höheres Gewicht des Briefes schließe ich aus, da dann die Marken nicht hätten blau umrandet werden dürfen. Für die Höhe der Nachgebühr kommt mir nur in den Sinn, dass bei Behörden evtl. der 1,5-fache Satz nicht Anwendung fand.

Vielleicht hat ja noch jemand eine Begründung.

VG, Klemens
 
dietbeck Am: 10.05.2018 19:49:39 Gelesen: 3197# 21 @  
@ hajo22 [#19]

Sehe ich genauso, der Beleg ist im Ostsektor gelandet, entweder versehentlich im Postverkehr oder durch Einwurf in einen Briefkasten im Osten. Und da man dort im Rahmen des Berliner Postkrieges die Marken nicht als frankaturgültig anerkannt hat, sind dort die 16 Pf Ortsgebühr erhoben worden.

dietbeck
 
Frankenjogger Am: 10.05.2018 21:51:50 Gelesen: 3171# 22 @  
Hallo hajo22, hallo dietbeck,

wenn dem so gewesen wäre, was durchaus realistisch sein kann, dann hätte aber die Nachgebühr, die ja vom Zusteller erhoben wurde, wieder gestrichen werden müssen, da bei der Zustellung in Charlottenburg ja die Marken wieder als gültig anerkannt hätten werden müssen.

VG, Klemens
 
hajo22 Am: 10.05.2018 23:19:38 Gelesen: 3153# 23 @  
@ Frankenjogger [#22]

Naja, der Brief ging ans Finanzamt, also eine Behörde. Die hat m.W. immer das Recht Kenntnis vom Inhalt eines Briefes an sie zu erhalten - auch bei Nachgebühr, die in Charlottenburg sicher nicht erhoben wurde. Denn da waren die Marken ja wieder gültig und welchen Sinn gäbe das Durchstreichen des notierten Betrages, da ja gegenstandslos.

Das wird eine rein akademische Diskussion. Wir können da noch wochenlang drüber schreiben.

hajo22
 
Hornblower Am: 18.08.2018 12:20:53 Gelesen: 2510# 24 @  
Hallo zusammen,

bei dieser Ansichtskarte aus Berlin vom 2. Februar 1953 nach Argentinien komme ich nicht weiter.



Eine Auslandspostkarte hätte doch 20 Pfennig gekostet. Wegen des Sonderstempels gehe ich von einer Schalteraufgabe aus, der Postbeamte hätte eine Unterfrankatur aber doch sicher beanstandet. Kann die Karte als Drucksache behandelt worden sein?

Ich würde mich freuen, wenn mir jemand helfen könnte.

Besten Dank
Michael
 
alemannia Am: 18.08.2018 14:15:08 Gelesen: 2478# 25 @  
Hallo zusammen,
Hallo Michael,

die Karte ist unterfrankiert, eine Drucksache ist auszuschließen.

Frankiert wurde mit einer Bund-Marke.

Bund-Marken waren zwar in West-Berlin zur Frankatur zugelassen, konnten dort aber nicht an den Postschaltern gekauft werden.

Vermutlich handelt es sich beim Absender um einen Sammler/Philatelisten.

Ob die Karte echt gelaufen ist oder nicht, ist für mich ohne Bedeutung.

Gruß

Guntram
 
Hornblower Am: 18.08.2018 14:32:15 Gelesen: 2470# 26 @  
Hallo Guntram,

vielen Dank für diese Einschätzung, vor allem hinsichtlich der Drucksache. Ich glaube mich erinnern zu können, dass es die Möglichkeit gab, eine Postkarte bei entsprechend geringem Text ("Viele Grüße sendet Paul" oder so ähnlich) billiger zu verschicken. Könnte das evtl. der Fall sein? Die ganze Karte macht durchaus den Eindruck, dass sie befördert wurde (was für mich wiederum wichtig ist), daher zweifle ich momentan noch an einer Unterfrankatur.

Beste Grüße
Michael
 
alemannia Am: 18.08.2018 15:01:44 Gelesen: 2461# 27 @  
§ 8 Drucksachen der Postordnung vom 30.1.1929 (Gültig bis 31.7.1964):

"... VIII Es ist gestattet

... 6. sonstige Änderungen im Wortlaut sowie Nachtragungen an beliebiger Stelle vorzunehmen. Diese Änderungen und Nachtragungen dürfen jedoch zusammengezählt nicht mehr als 5 Worte u.s.w. umfassen und müssen in leicht erkennbarem Zusammenhang mit der gedruckten Mitteilung stehen ..."


Woher kommt der Eindruck, dass die Karte gelaufen ist?
 
Hornblower Am: 18.08.2018 15:39:31 Gelesen: 2443# 28 @  
Hallo Guntram,

besten Dank für die Postordnung. Also hatte mich mein Gedächtnis nicht getrogen, obwohl es hier nicht passt. Mein Eindruck begründet sich auf dem Zustand der Karte. Beweisen kann ich es natürlich nicht, möglich wäre natürlich eine nachträgliche Beschriftung. Der Grund dafür erschliesst sich mir aber nicht, denn die Karte war nicht teuer. Ein Betrug lohnt also nicht.

Gruß
Michael
 
padibo Am: 11.08.2019 11:30:41 Gelesen: 666# 29 @  
Hallo zusammen,

habe hier einen Beleg und wüßte gern, ob ich mit meiner Portoerfassung richtig liege für eine protogerechte Frankatur eines Einschreibe-Luftpostbriefes von Berlin nach Amerika mit einem Gewicht von 75 g.

Meine Rechnung nach der Stollberger Portofiebel sieht so aus:

Briefpost Ausland 1.4.1966 - 30.6.1971 bis 20 g = 50 Pfg.
Alle weitere 20 g kosten 30 Pfg.
Also die restl. 55 g= 3 x 30 = 90 Pfg.
Einschreibegebühr = 80 Pfg
Luftpostgebühr Länderzone 1 = Brief je 5 g = 20 Pfg; 75 g:5 = 15 x 20 Pfg = 3.00 DM.

Das macht zusammen 5,20 DM.

Dieser Brief ist echt gelaufen und hat auf der Rückseite einen Ankunftsstempel vom 24. Juli 1969 Bronx N.Y. Vielen Dank im voraus.

Gruß Dietmar


 
Henry Am: 15.08.2019 10:59:27 Gelesen: 550# 30 @  
@ padibo [#29]

Hallo Dieter,

du hast richtig gerechnet. Nur das Gewicht auf genau 75 g zu taxieren, ist nicht ganz richtig. Die Bandbreite ist genau genommen 71-75 g. Einen konkreten Gewichtsvermerk kann ich nicht erkennen.

Mit philatelistischem Gruß
Henry
 
padibo Am: 15.08.2019 14:53:16 Gelesen: 525# 31 @  
Hallo Henry,

vielen Dank für die Mühe.

Ich habe hier noch einen Beleg, wo ich nicht klarkomme, vielleicht kannst Du mir auch hier weiterhelfen?



Brief im Fernverkehr lt. Stollberger Fibel bis 100 g = 50 Pfg, Einschreibegebühr 80 Pfg, Versicherungsgebühr bis 500,00 DM = 100 Pfg. Jede weitere 500,00 DM = 80 Pfg da komme ich auf 630 Pfg. Auf dem Brief sind jedoch: 5 x große Bauwerke Berlin a 130 Pfg = insges. 650 Pfg, also 20 Pfg zu viel, oder?

Auf eine Aufklärung freue ich mich.

Viele Grüße
Dietmar
 
lueckel2010 Am: 15.08.2019 17:00:29 Gelesen: 506# 32 @  
@ padibo [#31]

Hallo, Dietmar!

Lass mal die Einschreibgebühr "außen vor", die 1969 für damals noch "echte" Wertbriefe überhaupt nicht erforderlich war, dann ergibt sich folgende Rechnung:

Briefgebühr (Fernverkehr, 21 - 50 g): 0.50 DM; Wertgebühr je 500.00 DM Wertangabe: 1.00 DM, demnach 6 x 1.00 DM = 6.00 DM, zusammen also 6.50 DM (Tarifperiode 1. 4. 1966 - 31. 8. 1971). Quelle: Michel Deutschland-Spezialkatalog, Band 2.

Ist der Brief rückseitig gesiegelt? Falls ja, dann eine -meiner Meinung nach- sehr schöne (und wohl auch nicht "an jeder Ecke anzutreffende") Mehrfachfrankatur, zumal die Marken auch noch vorschriftsmäßig verklebt wurden und das Briefgewicht bei der Annahme handschriftlich auf dem Umschlag vermerkt wurde.

Schönen Abend, Gerd Lückert
 
padibo Am: 15.08.2019 18:10:17 Gelesen: 486# 33 @  
Hallo Gerd,

vielen Dank für die schnelle Antwort. Der Brief hat rückseitig 5 Siegel und einen Ankunftstempel: Ludwigsburg vom 12.4.69-5, also schon am nächsten Morgen.

Viele Grüsse Dietmar
 
lueckel2010 Am: 15.08.2019 19:49:45 Gelesen: 471# 34 @  
@ padibo [#33]

Sorry, die bei Wertbriefen vorgeschriebene Eingangs- (Ankunfts-)Stempelung hatte ich im "Eifer des Gefechts" doch glatt vergessen.

Trotzdem auch weiterhin viel Spaß am gemeinsamen Hobby,

Gerd Lückert
 
Frankenjogger Am: 15.08.2019 20:33:18 Gelesen: 464# 35 @  
@ padibo [#29] und [#31]

Hallo Dietmar,

das wären auch zwei schöne Belege für die Rubrik "Berlin Dauerserie Bauwerke"!

Bei dem Luftpost-Überseebrief stellt sich die Frage, ob das Gewicht (71-75 g) dem Brief auch anzusehen ist?

Versuche mal über 70 g in einem normalen kleinen Umschlag zu bekommen! Das sieht man einem Umschlag an, ob der so einen Inhalt hatte.

Auf deinem Scan ist das leider nicht erkenntlich. Manchmal wurden auch nur schöne 4er-Blocks für Philatelisten verwendet.

Trotzdem schöner Beleg. Wenn du mehr davon hast, freue ich mich, wenn du diese nach und nach zeigst.

Viele Grüße,
Klemens
 

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