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Thema: Altdeutschland Bayern: Briefverkehr innerhalb deutscher Staaten
dikoe Am: 13.06.2012 01:00:57 Gelesen: 3129# 1 @  
Hallo,

zwei Fragen an Stempelspezialisten (19. Jahrhundert, Bayern, Transitbriefe):

Ist meine Beschreibung des folgenden Briefes stimmig? Welche Funktion/Bedeutung hat der Dreizeiler aus Coblenz auf der Rückseite?


 
bayern klassisch Am: 13.06.2012 06:26:40 Gelesen: 3115# 2 @  
Hallo dikoe,

Preußen und Bayern waren Gründungsmitglieder des Postvereins, Thurn und Taxis nicht. Daher ist der Satz von 1850 falsch. Die Teile, die sich dem Postverein anschlossen, taten dies zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Der Stempel Rh. Baiern hat mit TT auch überhaupt nichts zu tun, sondern war ein reiner Herkunftsstempel, der in Kreuznach als Kartierungspostamt Preußen für Briefe von der Pfalz diente. Aus dem rechtsrheinischen Bayern liefen ja auch Briefe nach und über Kreuznach via Frankfurt am Main, die diesen Stempel dann nicht erhalten sollten.

Dieser Stempel war bis 1854 in seiner Anwendung berechtigt, bis man das interne Abrechnungsverfahren innerer Postvereinstransite änderte.

Der Stempel Coblenz - Coeln war ein Streckenstempel - die Post lief rheinabwärts von Koblenz bis Köln, was dieser Stempel dokumentierte, denn eine linksrheinische Eisenbahn gab es noch nicht.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
bayern klassisch Am: 15.02.2019 20:41:55 Gelesen: 551# 3 @  
Liebe Freunde,

ein simpler Dienstbrief aus Röthenbach im Allgäu nach Wangen vom 28.6.1851 war in beiden Postgebieten portofrei. Siegelseitig der blaue Ankunftsstempel, wofür ich dem Wangener danke.



Erst zum 1.9.1851 wurde Württemberg ein spätes Mitglied im Postverein.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
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