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Thema: China Mi. 299: Fehlfarbe, Fälschung oder ausgebleicht ?
felix-austria Am: 15.06.2012 14:23:18 Gelesen: 3544# 1 @  
VR China Mi-Nr. 299 - Fehlfarbe ?

Das abgebildete Briefstück mit den beiden Freimarken Michel-# 299 und 298 aus der VR CHINA habe ich in einem großen Nachlass gefunden, der schon allerlei Überraschendes preisgegeben gebracht hat. Während die 1 Fen-Marke wie im Katalog beschrieben die Farbe Purpur hat, erscheint die Nummer 299 zu 2 Fen, die lt. Michel dunkelgrün sein sollte, in "wollweiß/beige" (sagt meine Frau; ich hätte sie als hellgrau mit leichtem Grünstich beschrieben).

Das Briefstück sieht nicht so aus, als wäre es manipuliert. Der Stempel (58 5 19 20/2) geht ohne Unterschied (Verwaschung o.ä.) über beide Marken, ist auch auf der Unterlage (dem Kuvertausschnitt) abgedrückt. Es gibt keine für mich sichtbare Papierveränderung (Verformung, Wellung, Aufrauhung, Farbveränderung wie Bleichung), also nichts, was auf "in Chemie zu heiß gebadet" oder "in der Sonne gelegen" hindeutet.

Kennt sich jemand aus? Gibt es von der Marke 299 einen Farbfehldruck? Ich bin gespannt auf eure Meinung und danke schon mal allen, die jetzt ins Grübeln gekommen sind!


 
ganzsachenphilatelie Am: 16.06.2012 21:48:32 Gelesen: 3499# 2 @  
Hallo Dieter,

von Michel 299 sind Fälschungen zum Schaden der Sammler bekannt.

Ob es sich jedoch um eine solche handelt, ist mittels Scan nicht bestimmbar.

Beste Grüße

Hans-Dieter Friedrich
 
LK Am: 16.06.2012 22:33:02 Gelesen: 3484# 3 @  
@ felix-austria [#1]

Hallo,

ich halte das für eine Ausbleichung durch Sonnenlicht, insbesondere die Farbe grün ist dafür stark anfällig. Aber das ist meine bescheidene Meinung !

@ ganzsachenphilatelie [#2]

Hallo,

warum sollte man eine 30 Cent Marke zum Schaden der Sammler fälschen ?

Zum Schaden der Post würde ich ja noch verstehen !

Gruß

LK
 
felix-austria Am: 18.06.2012 12:38:21 Gelesen: 3432# 4 @  
Hallo ganzsachenphilatelie, hallo LK,

für beide Beiträge meinen herzlichen Dank!

Eine Fälschung zum Schaden der Sammler habe ich auch schon in Erwägung gezogen. Das würde aber natürlich voraussetzen, dass echte Fehldrucke existieren. Hans-Dieter bitte ich deshalb um einen Hinweis, woher er seine Erkenntnisse hat, dass Fälschungen zum Schaden der Sammler existieren. Meine Suche über Google und Bing hat nämlich kein Ergebnis gebracht, und mein Asienkatalog ist – ich mag's gar nicht sagen – von 1987.

Eine Postfälschung verbietet sich wohl aus zwei Gründen: Wer fälscht einen Miniwert, und dann noch Ende der 50er im kommunistischen China mit seinen drakonischen Strafen? Und weiter: Welcher Fälscher setzt eine Marke mit abweichender Farbe in Umlauf, wenn er die Post betuppen will? – Warum eigentlich nicht, das sind die gleichen Leute, die 70-Euroscheine nachmachen und sich über einen 30er und einen 40er als Wechselgeld freuen. ;-))

Veränderung durch Licht, Laser, ein chemisches Bad o.ä. klingt schon wahrscheinlicher. Müssten dann aber nicht die purpurfarbene Marke, das Markenpapier und vor allem der Rest des ausgeschnittenen Umschlags (meist billiges, zum Wegwerfen bestimmtes Papier) in Mitleidenschaft gezogen sein und wenigstens einen Hauch von Veränderung aufweisen. Das alles sieht aber unbehandelt aus, auch unter einer abgelösten Ecke der 1 Fen. Da muss wohl ein Prüf-Experte ran.

Früher gab es mal Universal-/Generalprüfer, die zumindest im klassischen Bereich Raritäten der ganzen Welt unter die Lupe genommen haben. Kennt jemand so einen Experten, der für dieses Briefstück in Frage kommt und auch (Spektral-)Analyse drauf hat?

Für jede Antwort bin ich weiterhin dankbar und grüße herzlich
Dieter
 
Schwämmchen² Am: 18.06.2012 17:51:23 Gelesen: 3408# 5 @  
Die Marken der Ausgabe wurde auf diversen Papiersorten und auch in stark abweichenden Farben gedruckt.

Ein Ausbleichen aufgrund chemischer Einflüsse oder Sonnenlicht ist anzunehmen.
 
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