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Thema: Briefe: Scheußliche Behandlung durch den Postdienstleister
T1000er Am: 30.06.2012 17:34:40 Gelesen: 4945# 1 @  
Briefe: Scheußliche Behandlung durch den Postdienstleister oder: Wenn der Platz mal wieder knapp wird!

Da macht sich der Versender des Briefes die Mühe und bringt eine wunderschöne Frankatur auf dem Umschlag an und auch die Stempelung ist fast als perfekt zu bezeichnen, aber - mache keiner die Rechnung ohne unsere "liebevolle" Deutsche Post AG - Abt. "Zerstörungswut"!



Wo gehört der R-Zettel hin? Richtig, natürlich auf die Briefmarke! Und wenn das noch nicht als ausreichend erachtet wird pappt man das Benachrichtigungslabel gleichfalls auf die Marken. Da macht das Hobby doch gleich doppelt Spaß.

In diesem Sinne wünsche ich allen auch weiterhin frohes Sammeln!

Gruß,
T1000er :-)
 
filunski Am: 30.06.2012 18:24:36 Gelesen: 4936# 2 @  
Nicht nur die Post, auch der Zoll sucht sich für seine "schönen Aufkleber" gerne mal einen netten Platz!

So entstand ein "schönes" Unikat, "Blockausgabe mit Zollaufkleber", bekommt man auch nicht alle Tage.



Sonnige Grüße,
Peter
 
T1000er Am: 30.06.2012 18:41:17 Gelesen: 4927# 3 @  
@ filunski [#2]

Ich kann Dich aber insoweit beruhigen, das dass HZA Dresden nicht alleine dasteht.
Auch die Kollegen aus Frankfurt waren wahrscheinlich beim gleichen "Seminar" und haben ihre Prüfung mit Bravour bestanden! :-))



Gruß,
T1000er
 
T1000er Am: 30.06.2012 19:03:13 Gelesen: 4920# 4 @  
Und sie haben ihn nicht geknickt!

Mensch was bin ich erleichtert, puh!



Gruß,
T1000er :-))
 
reichswolf Am: 30.06.2012 19:59:13 Gelesen: 4905# 5 @  
Ich mag solche Belege. Natürlich ist das nicht FDC-Qualität, dafür dokumentieren sie den Postalltag. Ich kann mir gut vorstellen, daß diese Belege von künftigen Postgeschichtlern mal sehr gesucht sein werden. Also, nicht wegwerfen oder die sauber gebliebenen Marken ablösen.

Beste Grüße,
Christoph
 
T1000er Am: 17.08.2012 19:20:37 Gelesen: 4612# 6 @  
Heute "frisch" eingetroffen bzw. "frisch ruiniert"!



Auf diesem Ganzsachenumschlag der VR China hat die DPAG mal wieder ihr "ganzes Können" zum Besten gegeben.

Der Umschlag hat 3 Briefmarken als Zusatzfrankatur, von denen 2 noch zu sehen sind. Die 3. Marke wurde vom Benachrichtigungslabel komplett überklebt. Ebenso ist der chinesische Tagestempel komplett darunter verschwunden. Eine echte Glanzleistung!

Zahlt die Post ihren Mitarbeitern für solches Tun eigentlich eine, nennen wir es mal eine Art "Vernichtungsprämie"?

Gruß,
T1000er
 
Baber Am: 04.11.2019 18:07:00 Gelesen: 970# 7 @  
Auch die österreichische Post will beim "Markenruinieren" nicht zurückstehen und klebt diesen gelben R-Zettel direkt über die Briefmarken. Das ist umso ärgerlicher, da es den eigentlich nicht gebraucht hätte, denn der R-Brief war als solcher auch so erkennbar.

Dieser zusätzliche gelbe Zettel soll eigentlich nur die oft des Lesens unkundigen Austräger daran erinnern, dass es sich um einen Einschreibebrief handelt.



Gruß
Bernd
 
hajo22 Am: 04.11.2019 19:02:33 Gelesen: 935# 8 @  
Kann dieses künstlerisch gestaltene Couvert von einem Sammlerfreund noch übertroffen werden?

Dann möge er es zeigen.

Hier braucht es keinen zusätzlichen Aufkleber.



hajo22
 
Vernian Am: 04.11.2019 21:09:10 Gelesen: 873# 9 @  
@ hajo22 [#8]

Inzwischen Postalltag. Ärgerlicher finde ich es, wenn man sich schon die Mühe macht in ähnlicher Weise extra mit Sondermarken frankierte Briefe zur nächsten Poststelle zu bringen, diese dort ausdrücklich mit Handstempel versehen zu lassen, und dann laufen sie nachher trotzdem nochmal durch den Tintenstrahl-Versauer-Apparat - so scheint es letztens mit meiner halbjährlichen Großversandaktion gegangen zu sein, bei der ich über 100 Sendungen zur Post gekarrt und selber von Hand gestempelt habe. Bei größeren Mengen drücken die mir inzwischen den Stempel in die Hand.
 
Christoph 1 Am: 04.11.2019 22:58:38 Gelesen: 838# 10 @  
@ Vernian [#9]

Mir kürzlich genau so auch passiert. Das sieht dann so aus:



Der Empfänger des Briefs (ein Mitglied hier aus dem Forum) hat mir dieses Bild geschickt. Dazu schrieb er: "Das belegt echten Bedarf und ist im heutigen Postverkehr leider die Regel. Immerhin sind die Marken nicht beschädigt, was man auch nicht immer behaupten kann."

So muss man das wohl sehen, auch wenn es manchmal ein wenig schwer fällt.

Viele Grüße
Christoph
 
Vernian Am: 04.11.2019 23:23:49 Gelesen: 827# 11 @  
@ Christoph 1 [#10]

Immerhin hat Deine Poststelle noch einen sauberen und gut lesbaren Stempel mit nicht zu wenig und nicht zu viel Farbe. Ich bekomme zwar, wenn ich es einen Tag vorher ankündige, ein frisch eingefärbtes Stempelkissen, aber die Stempel meiner Poststelle selbst sind derart verschmutzt und auch beschädigt, das nur selten gut lesbare Abschläge dabei heraus kommen. Und letztes mal musste ich nach den ersten Abschlägen erst mal um die Einstellung eines korrekten Datums bitten - da war alles falsch: Tag, Monat und 20 19 eingestellt :-P Lesbar war es nachher trotzdem kaum.

Best

Vernian
 
wheilmann Am: 05.11.2019 10:19:09 Gelesen: 744# 12 @  
Hallo zusammen,

dass es aktuell noch anders geht, hier ein Brief aus 83620 Feldkirchen-Westerham, übrigens von einem Briefmarkenhändler.



Dort sind die Infozettel für die Briefschwingen wohl noch vorhanden, die eine Doppelstempelung durch die Briefzentren mit Tintenstrahl- und Wellenstempel ausschließen. Die Briefschwingen werden dann direkt in den Verteilvorgang beim Briefzentrum geleitet.



Dieses Bild habe ich beim Stöbern in unserem Forum entdeckt, nur leider mir den Namen des Mitglieds nicht vermerkt.

Die Infoträger sind sogar mit dem Aufgabeort (Postagentur) bedruckt.

So etwas wird irgendwann dem Gewinnstreben des Unternehmens Deutsche Post AG zum Opfer fallen.

Gruß Wolfgang
 
TeeKay Am: 05.11.2019 23:14:06 Gelesen: 636# 13 @  
Wie funktioniert das mit den Briefschwingen? An den Philatelieschaltern werden rote Postboxen genutzt, um eine Doppelstempelung zu verhindern. In einer Postagentur um die Ecke sah ich hingegen schon rote Umschläge der Post in den gelben Briefboxen - mutmaßlich mit nicht doppelzustempelnden Briefen.
 
Holzinger Am: 07.11.2019 15:08:48 Gelesen: 515# 14 @  
[#12]

Dieses Bild habe ich beim Stöbern in unserem Forum entdeckt, nur leider mir den Namen des Mitglieds nicht vermerkt.

Könnte meiner Meinung nach sachsendreier53 sein, da sich viele seiner Bilder auf Wermsdorf als Ort beziehen. wheilmann
 
filunski Am: 07.11.2019 16:24:09 Gelesen: 489# 15 @  
@ TeeKay [#13]

"Wie funktioniert das mit den Briefschwingen?"

Hallo TeeKay,

gute Frage! Etwas flapsige Antwort: oft gar nicht! ;-)

Im Prinzip sollten die Postagenturen/Postbanken die noch selbst stempeln dürfen/müssen zwei Behälter vorhalten in denen die eingelieferten Poststücke ans Briefzentrum eingeliefert werden. Einen für ungestempelte Post, die dann im BZ in der Sortiermaschine gestempelt werden und Einen für bereits gestempelte Post die dann im BZ nur noch sortiert und codiert wird.

So ist zumindest die Theorie. In der Praxis klappt das nicht immer, Schuld daran ist das mehr, leider zunehmend auch immer weniger gut geschulte Personal durch dessen Hände diese Behälter laufen. Wenn im BZ der Behälter nicht richtig angenommen wird oder auch wenn schon in der Postfiliale die Behälter nicht richtig befüllt werden, klappt das eben nicht.

Oft klappt das selbst dann nicht wenn die sicherlich richtig befüllten und gekennzeichneten Behälter welche von den Messe- und Ausstellungsteams der DPAG eingeliefert werden. Hier ein solches Beispiel von der diesjährigen Messe in Sindelfingen. Dort schön abgestempelt und dann im BZ nochmals durch den Tintenstrahler gelaufen (kein Einzelfall):



Viele Grüße,
Peter
 
wheilmann Am: 08.11.2019 09:21:40 Gelesen: 414# 16 @  
@ TeeKay [#13]

Hallo TeeKay,

mit den roten Umschlägen wurden und werden (?) Absenderfreistempel-Briefe eingeliefert, übrigens auch in Briefkästen eingeworfen. Diese Umschläge enthalten Briefe. die nicht mehr gestempelt werden müssen und somit direkt in die Briefverteilung der Briefzentren geleitet werden können.

Die Infoträger (aus meinem oben gezeigten Bild) werden in Einschübe an den gelben Briefschwingen gesteckt. die darauf abgebildeten Strich-Codes werden von Scannern im Briefzentrum gelesen und die Schwingen dann automatisch richtig weitergeleitet, in die Stempelung oder direkt in die Verteilung.

In welchen Postagenturen solche Infoträger vorhanden sind oder anfordern werden können, ist mir allerdings nicht bekannt.

Übrigens zu dem Thema findest Du weitere Informationen unter den Überschriften in unserem Forum:

Doppelstempelungen von Sammlersendungen in Briefzentren der DPAG,
Doppelstempelungen auf Marken und Belegen,
Infoträger zur Sortierung von Briefsendungen in Briefzentren

Gruß Wolfgang
 
TeeKay Am: 08.11.2019 16:14:40 Gelesen: 369# 17 @  
Danke schön für die umfangreichen Erklärungen. Ich stehe vor dem Problem, dass in Berlin leider auffällig oft am Philatelieschalter aufgegebene Post verschwindet und in Frankfurt der Philatelieschalter stark von normalen Postkunden umlagert wird und die Mitarbeiter sich dann dort zuweilen nicht wirklich Zeit nehmen für philatelistische Wünsche. Der letzte Versuch endete darin, dass alle Briefe direkt nach dem Stempeln gestapelt wurden und die Stempelfarbe verwischte.

In Postagenturen versuche ich es inzwischen schon gar nicht mehr. Zeit haben die dort definitiv keine, wenn die Kunden wie meistens bis vor die Tür stehen und am Ende kommt dann eh der Tintenstrahlstempel im Briefzentrum dazu. De facto kann ich keine handgestempelte Bedarfspost mehr versenden, nur noch unauffällig frankierte Post in den Briefkasten werfen. Und selbst diese Briefe werden gestohlen - dazu gab es in Berlin vor einigen Wochen Verhaftungen, nachdem im Briefzentrum selbst verplompte LKW geöffnet wurden.
 
Henry Am: 10.11.2019 09:45:05 Gelesen: 266# 18 @  
Da gibt sich ein Sammler die größte Mühe, interessante Frankaturen zu verkleben und das, was die Post dazu beitragen kann, ist das hier:



Die Doppelstempelung könnte noch verstanden werden, wenn der Tagesstempel undeutlich gewesen wäre oder sich das Datum unterschieden hätte. Beides trifft nicht zu. So ist es ein "Schand-Beleg" für die Dienstleistung der DPAG.

Mit philatelistischem Gruß
Henry
 
juju Am: 10.11.2019 10:27:52 Gelesen: 249# 19 @  
@ Henry [#18]

Sch****!

Ich werde mich bei der Filiale beschweren (ich habe den Brief verschickt). Bisher ging jeder Brief, den ich stempeln lassen habe, nicht noch durch die Stempelmaschine im Briefzentrum.

Gruß
Justus
 
filunski Am: 10.11.2019 10:40:17 Gelesen: 240# 20 @  
@ Henry [#18]

Die Doppelstempelung könnte noch verstanden werden, wenn der Tagesstempel undeutlich gewesen wäre oder sich das Datum unterschieden hätte.

Hallo Henry,

deinen Ärger kann ich verstehen, der Brief war ja wirklich sehr schön gestempelt.

Der Sortieranlage im BZ ist es aber völlig egal ob gestempelt oder ungestempelt, ob gute oder schlechte Stempel. Die versucht alles abzustempeln was fluoresziert (das können auch abgetrennte Ränder und Ecken sein). Es kommt immer drauf an im BZ die bereits gestempelten Poststücke richtig zuzuführen. Wenn da nicht zwischen gestempelter und ungestempelter Post getrennt wird oder auch bei richtiger Vorsortierung dann im BZ nicht darauf geachtet wird, kommt so etwas raus. Ist auch bei weitem kein Einzelfall, sondern passiert in allen BZ regelmäßig und, mein persönlicher Eindruck, auch immer öfter. Liegt nicht zuletzt an den "gut bezahlten Fachkräften" die zunehmend im Bereich der DPAG angestellt sind.

Nicht ärgern, nur wundern! ;-)

Viele Grüße,
Peter

PS: Beschwerden darüber helfen auch nicht, denn kein Postkunde hat ein Anrecht auf besonders schön entwertete Frankaturen auf seiner Post.
 
juju Am: 10.11.2019 11:26:04 Gelesen: 220# 21 @  
@ filunski [#20]

Beschwerden darüber helfen auch nicht, denn kein Postkunde hat ein Anrecht auf besonders schön entwertete Frankaturen auf seiner Post.

Das ist prinzipiell natürlich richtig, aber ich werde trotzdem mal nachfragen und darauf aufmerksam machen. Bisher hat das wunderbar geklappt. Vielleicht hat ja auch die Aushilfe im BZ einfach alle Briefschwingen, egal ob gestempelt oder nicht, der Stempelmaschine zugeführt.

Bei diesem Beleg vom Donnerstag hat alles einwandfrei geklappt:



Leider mal wieder nur ein Foto, die Scannerbeschaffung lässt noch auf sich warten.

Gruß
Justus
 
filunski Am: 10.11.2019 11:52:36 Gelesen: 205# 22 @  
@ juju [#21]

Hallo Justus,

ja, nachfragen kostet ja nichts! ;-)

Da scheint es dann ja wohl recht eindeutig am BZ zu liegen.

Viele Grüße,
Peter
 
preussen362 Am: 10.11.2019 21:20:16 Gelesen: 147# 23 @  
@ juju

Hallo Justus,

Deinen Ärger kann ich verstehen, aber das da kommt leider bei unserem gemeinsamen BZ 54 in Trier regelmäßig vor:

Bei Standardbriefen ("Kurzbriefe") klappt es meistens, die in der Filale/Agentur gestempelten Dinger auch in Trier richtig weiterzubearbeiten. Nur ab und an habe ich da in letzter Zeit Doppelstempel bemerkt. Gut soweit.

Was aber Großbriefe/Maxibriefe und leider vermehrt auch Kompaktbriefe angeht, so bekommen die in Trier das - seit das Tintenstrahldingsbums im Einsatz ist - nicht mehr richtig auf die Latte. Seither habe ich im eigenen, bzw. im Firmen-Posteingang noch keinen Brief aus unserem Bereich OHNE Doppelstempel mehr gesehen.

Ich weiß nicht woran das liegt, bzw. wie da die Abläufe beim Briefzentrum sind. Ich denke mal, dass man in der Filiale/Agentur da soweit alles ordentlich gemacht hat.

Mir bleibt dabei nur, dass ich alles, was über Standardbrief 20 Gramm rausgeht, im gelben Kasten entsorge. Sieht zwar nicht schön aus, aber wenigstens ist das Tintenstrahldingsbums bei uns noch nicht so ausgelutscht, wie bei anderen BZ. ;-)

Viele Grüße aus der Eifel,
Andreas
 
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