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Thema: Ägypten: Frankierte Poststücke aller Zeiten
Das Thema hat 81 Beiträge:
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wajdz Am: 25.01.2017 00:43:33 Gelesen: 16631# 57 @  
@ Mondorff [#45]

Die gleichen Marken in etwas anderer Konstellation. Dank des Eingangsdatumtempels ist der Brief zeitlich einzuordnen, die Marken wurden 1973/74 herausgegeben. Der Dreierstreifen zeigt den Pharao Menkaure (griechisch Mykerinos), der sechste König (Pharao) der altägyptischen 4. Dynastie im Alten Reich. Er herrschte etwa von 2530 bis 2510 v. Chr.[3] Über seine Person und seine Regierungszeit existieren nur sehr wenige Zeugnisse. Bekannt ist er vor allem durch den Bau der dritten Pyramide von Gizeh.



Vorderseite



Rückseite

MfG Jürgen -wajdz-
 
volkimal Am: 25.01.2017 18:23:08 Gelesen: 16597# 58 @  
Hallo zusammen,

eine hübsche Buntfrankatur aus meiner Familiensammlung:





Onkel Hans war auf dem Weg zurück aus China nach Deutschland. Um etwas Abwechslung zu bekommen, sind viele Passagiere nicht mit dem Schiff durch den Suez-Kanal gefahren. Sie stiegen stattdessen in Suez aus und fuhren mit dem Auto oder dem Zug nach Kairo. So konnten sie z.B. das Ägyptische Museum oder die Pyramiden besichtigten. Von Kairo schickte er diesen Brief mit einer Buntfrankatur von 6 Marken der Ausgabe König Fuad an meinen Großvater und seine Schwester Dora. Nach diesem Abstecher ging er in Port Said wieder an Bord des Dampfers Scharnhorst. Die Ansichtskarte an meinen Vater hat er in den Brief eingelegt.

Vermutlich ist er überfrankiert. Kann jemand etwas zum Porto sagen?

Viele Grüße
Volkmar
 
wajdz Am: 26.01.2017 22:31:31 Gelesen: 16564# 59 @  
Auch hier ist die zeitliche Zuordnung durch den Eingangsdatumstempel möglich. Welche Bewandtnis es wohl mit dem Zahlenstempel .. 686 auf der Vorderseite auf sich hat?

Vorderseite



Rückseite



Seti I (oder Sethos I wie in Griechisch ) war ein Pharao des Neuen Reiches von Ägypten. Sohn von Ramses I. und Sitre und der Vater von Ramses II. Die Daten seiner Regierung werden für 1290 vor Christus bis 1279 vor Christus vermutet.

Seti I führte Feldzüge gegen das Hethiterreich, um Gebiete des ägyptischen Reichs in alter Größe zurück zu gewinnen, die in der Zeit des Echnaton verloren gegangen waren. Er hat ein eindrucksvolles Kriegsdenkmal hinterlassen, das ihn verherrlicht, zusammen mit einer Reihe von Texten, die dazu neigen, seine persönlichen Leistungen auf dem Schlachtfeld zu vergrößern.

MfG Jürgen -wajdz-
 
Michael Mallien Am: 03.03.2017 14:12:49 Gelesen: 16032# 60 @  
Brief aus dem Jahr 1996 nach Apeldoorn, Holland zu 80 Piaster


 
Michael Mallien Am: 18.06.2017 13:36:45 Gelesen: 13003# 61 @  
Zugegeben nicht sehr schön aber doch interessant ist dieser Brief nach Mainz vom 26.4.1974 zu 140 Millimes:



Rückseitig noch ein Vermerk und die Adresse des Absenders:



Viele Grüße
Michael
 
Cantus Am: 18.06.2017 16:00:18 Gelesen: 12997# 62 @  
Von mir ein Brief, gelaufen am 24.2.1958 von Bab Elluq (auch Bab el-Louk oder Bab al-Luq), einer Ortschaft am Rand von Kairo gelegen, nach Dohna in Sachsen. Zur Frankatur dienten Mi. 404,413 sowie zwei Dienstnarken.



Viele Grüße
Ingo
 
GSFreak Am: 19.06.2017 01:24:09 Gelesen: 12977# 63 @  
Von mir ein interessanter Beleg aus 1907:

Briefumschlag frankiert mit Pärchen der Mi.-Nr. 38 (gestrichenes Papier) vom Oberrand und entwertet PORT-SAID am 23.11.1907. Adressiert ist der Beleg nach Hannover, wo er auch am 30.11.1907 ankam (Ankunftstempel HANNOVER 1 auf der Rückseite).

Handschriftlich notiert ist zudem auf der Rückseite: "nachs. nach Berlin Reichstag". Die neue Adresse wurde dann auch auf der Vorderseite notiert: Berlin NW7 und der Brief weist auch einen entsprechenden Ankunftstempel vom gleichen Tag auf. Ein konkreter Absender ist nicht angegeben. Der Briefumschlag stammt gemäß Eindruck von der Hamburgischen Reederei D.O.A.L. (Deutsche Ost-Afrika-Linie).

Der Adressat war der Mediziner, Kolonialpolitiker und (von 1907 bis 1912) Mitglied des Deutschen Reichstags Dr. (Heinrich Friedrich) Wilhelm Arning (geb. 20.12.1865 in Hannover, gestorben 11.11.1943 in Hannover), siehe Wikipedia.




Gruß und gute Nacht
Ulrich
 
Gerhard Am: 19.06.2017 10:39:09 Gelesen: 12960# 64 @  
@ Cantus [#62]

Hallo Ingo,

das ist ist ja eine interessante Frankatur. Hatte das "Amt" nicht ausreichend Dienstmarken zur Verfügung, sodass ergänzend Freimarken hinzu genommen wurden, oder hat da jemand Dienstmarken unerlaubt verwendet? Von wem stammt das Schreiben? Der Umschlag sieht ja von vorne so aus als könnte die arabische Schrift oben in der Mitte einen Hinweis auf den Absender geben, erschließt sich mir als Nichtarabischlesenden aber nicht. Auf jeden Fall ein schöner Beleg; - GW.

MphG
Gerhard
 
GSFreak Am: 19.06.2017 21:22:40 Gelesen: 12920# 65 @  
@ Gerhard [#64]

Hallo Gerhard,

ich habe hier auch einen Beleg mit Mischfrankatur Dienstmarken (Mi-Nr. 52, 56 und 58) und Freimarken (Mi-Nr. 401). In der Summe sind es ebenfalls 52 Milliemes wie beim Beleg von Cantus [#62]. Der Luftpost-Brief ging am 22.08.1957 nach Enschede in den Niederlanden. Leider kein Absender. Auf der Rückseite findet sich auch kein weiterer Stempel.

Der Text unter dem Datum auf dem Poststempel könnte "COMITE DU CAIRO REVOLUTION" oder ähnlich lauten. Leider teilweise etwas schwach abgeschlagen.



Gruß Ulrich
 
GSFreak Am: 19.06.2017 22:27:10 Gelesen: 12912# 66 @  
In der Freimarkenausgabe 1953 (Mi-Nr. 395 – 407) wurde der 10 Milliemes-Wert zunächst mit der Inschrift „DEFENCE“ (Mi-Nr. 399) gedruckt. Es gab eine Nachauflage mit der Inschrift „DEFENSE“ (Mi-Nr. 400), Schreibweise wie bei übrigen Marken mit diesem Bild (Mi-Nr. 401 - 403) in dieser Freimarkenausgabe . Beides bedeutet "VERTEIDIGUNG", das eine ist mehr die amerikanische, das andere die britische Schreibweise.

Ich kann beide Varianten auf Belegen zeigen:

Mischfrankatur 3x 399 und 1x 423 auf Luftpostbrief von Alexandria am 18.09.1953 nach Deutschland

Mehrfachfrankatur 6x 400 auf Luftpostbrief von Moascar/Suez am 15.01.1956 in die Schweiz





Gruß Ulrich
 
GSFreak Am: 20.06.2017 23:25:54 Gelesen: 12855# 67 @  
Hallo,

passend zu den heutigen Temperaturen habe ich noch einmal meine Ägypten-Belege durchgeschaut und einen R-Brief mit einigermaßen lesbaren Stempeln gefunden, den ich Euch nicht vorenthalten will:

Luftpostbrief von der "Banque Belge et Internationale en Egypte" in Alexandria an die "Rheinisch-Westfälische Bank" in Köln mit folgenden Stempeln:

Abgangsstempel Alexandria vom 10.02.1951, 11:00 Uhr vormittags
Durchgangsstempel Cairo vom 10.02.1951, 04:00 - 05:00 Uhr nachmittags
Durchgangsstempel Aeroport Farouk vom 11.02.1951, 09:00 Uhr vormittags
Ankunftstempel Köln 1 vom 13.02.1951, 06:00 Uhr
Eingangsstempel der Bank -einzeilig rot - vom 13.02.1951
dazu noch ein ovaler Stempel in arabischer Schrift

Frankiert mit 1x Mi-Nr. 268, 2x Mi-Nr. 271 und 2x Mi-Nr. 319, insgesamt 69 Milliemes,
R-Zettel auf rotem Papier ohne Ortsname, Nummerator 7614



Gruß Ulrich (gut, dass ich mit meinem Rechner 1 m von der geöffneten Balkontüre entfernt sitze. Ab und zu kommt ein kühleres Lüftchen hinein ins Zimmer).
 
GSFreak Am: 27.06.2017 14:25:03 Gelesen: 12596# 68 @  
Hier zwei Luftpost R-Briefe aus Cairo nach Geilenkirchen mit gleicher Frankatur: Mi.-Nr. 180 und 200 (Vereinigte Arabische Republik = UAR).

23.01.1965 CAIRO R.D. B.D.; kein R-Zettel, nur handschriftlich R und 789 (als Nummerator)

01.03.1965 CAIRO R.D. SPECIAL (2); R-Zettel auf rotem Papier mit zweisprachiger Ortsangabe "LE CAIRE" und (gestempelter?) Nummerator 9787



Gruß Ulrich
 
Michael Mallien Am: 14.07.2017 10:16:03 Gelesen: 12067# 69 @  
Diese beiden Ansichtskarten geben Aufschluss über das Postkarten-Porto in die Schweiz in den 2000ern.

1. Karte nach Zürich vom 20.10.2001. Die Freimachung beträgt 125 Piaster.



2. Karte nach Mondon vom 10.6.2007. Die Freimachung beträgt 150 Piaster.



Die Marken zeigen Skulpturen des Pharao Tut-Ankh Amun. Die Marke zu 150 Piaster ist schon auf den Belegen in [#33] zu sehen.

Viele Grüße
Michael
 
Gerhard Am: 14.07.2017 10:22:59 Gelesen: 12066# 70 @  
@ Michael Mallien [#69]

Und auffällig, besonders bei der zweiten Karte, dass der Maschinenstempel, obwohl ellenlang, die Marke "vornehm" ausläßt. Ein trauriges aber häufiges Phänomen bei neuzeitlichen Ägyptenkarten.

MphG
Gerhard
 
Journalist Am: 16.07.2017 22:22:00 Gelesen: 11952# 71 @  
Hallo an alle,

ich möchte heute hier einen Ersttagsbrief aus Ägypten zeigen aus dem Jahr 1959



Interessant ist der Ersttagsstempel selbst - oben ist er in arabisch, unten in englisch der Zusatz "First Day of Issue" - vielleicht steht das ja auch teilweise oben in arabisch da, aber das kann ich leider nicht lesen



viele Grüße Jürgen
 
Michael Mallien Am: 16.09.2017 15:24:55 Gelesen: 9677# 72 @  
In den Jahren 1953 bis 1958 bestand die Republik Ägypten. Aus dieser Zeit sind 57 Michelnummern verzeichnet (472-528).

Dieser Brief ging am 11.4.1957 von Kairo nach Beirut, Libanon. Die Sondermarke rechts ist die Ausgabe zur Nationalisierung des Suez-Kanals (MiNr. 495). Die Gesamtfrankatur beläuft sich auf 15 Millièmes.



Rückseitig ein Ankunftsstempel aus Beirut vom 13.4.1957.



Viele Grüße
Michael
 
Mondorff Am: 21.09.2017 16:01:21 Gelesen: 9498# 73 @  
@ Gerhard [#70]

Auch auffällig ist, dass von 24 Ansichtskarten mit Adressen in vier verschiedenen Ländern (Anfang Dezember 2016 abgesandt) gerade 'mal 3 (in Worten drei) angekommen sind. Das ist (nach 10 Reisen an's Rote Meer) noch nie vorgekommen.

DiDi
 
Michael Mallien Am: 07.10.2017 11:16:28 Gelesen: 9049# 74 @  
Aus der selben Zeit, wie der in [#72] gezeigte Beleg stammt diese Ansichtskarte, die am 31.8.1954 von Kairo nach Bonnelles, Frankreich ging:



Die Marken zu 2 und 20 Millièmes stammen noch aus der Zeit vor der Ausrufung der Republik (MiNrn. 418 und 424).

Viele Grüße
Michael
 
Michael Mallien Am: 17.11.2017 11:49:12 Gelesen: 7728# 75 @  
Dieser Brief von Ismailia nach Frankreich ist frei gemacht mit Marken aus 1944 und 1947 zu insgesamt 32 Millièmes.

Der Stempel irritierte mich zunächst. Aufgrund der Ausgabedaten der Marken schaute ich genauer und interpretiere ihn als 26.JA.50 7-8, also den 26.1.1950.



Mit Hilfe der Abbildungen in Beitrag [#4] interpretiere ich den Verschlussstreifen links als von der Zensur angebracht.




Viele Grüße
Michael
 
Manne Am: 09.01.2018 11:31:05 Gelesen: 5555# 76 @  
Hallo,

ein Luftpost-Brief aus Alexandria vom 17.10.1952 nach Rapperswil bei Zürich.

Durchlief er eventuell die Zensur ?

Gruß
Manne


 
Michael Mallien Am: 30.03.2018 12:15:54 Gelesen: 1937# 77 @  
@ Manne [#76]

Hallo Manne,

Deine Vermutung ist richtig, der Brief durchlief die Zensur. Der Verschlussstreifen ist der gleiche, wie bei dem Beleg in [#76].

Auch ich kann einen Beleg aus den 50er Jahren zeigen. Er ging am 25.11.1954 von Kairo nach Hamburg. Die Frankatur beträgt 52 Millièmes. Verwendet wurden die MiNrn. 475 und 407.

Vergleicht man die Frankaturen der letzten drei gezeigten Belege, so kann man alle zwei Jahre für Post nach Europa entweder eine Steigerung um 10 Millièmes feststellen oder es galten unterschiedliche Portostufen für die verschiedenen Länder:

[#75] 32 Millièmes (Januar 1950) - Frankreich
[#76] 42 Millièmes (Oktober 1952) - Schweiz
[#77] 52 Millièmes [November 1954) - Deutschland



Zum Versender, der Firma LEHNERT & LANDROCK findet sich in [1] interessante Informationen.

[1] http://www.orientfotograf.de/index.php
 
Michael Mallien Am: 16.04.2018 19:24:17 Gelesen: 1365# 78 @  
Heute kann ich einen Inlandsbrief zeigen. Er ging am 22.1.1926 von Alexandria nach Kairo und ist frei gemacht mit der MiNr. 86 zu 5 Millièmes.



Der vorderseitige Stempel zeigt die Inschrift ALEXANDRIA, während rückseitig ein anderer Stempel SIDI GABER angebracht ist.



Eine Suche in diesem Thema zeigte mir Stempel aus Alexandria, Sidi Gaber auch auf den Belegen in den Beiträgen [#37] und [#38].

Viele Grüße
Michael
 
iholymoses Am: 18.04.2018 20:58:26 Gelesen: 1243# 79 @  
Hallo,

hier ein schöner Beleg von 1892.

POSTES EGYPTIENNES - UNE PIASTRE
von Kairo (CAIRE - 28 IV 92) nach Berlin (Bestellt vom Postamte 35 - 7 / 5.92)
Das Postamt 35 war in Berlin Schöneberg, Potsdamer Straße 36.


 
Michael Mallien Am: 27.04.2018 17:02:16 Gelesen: 837# 80 @  
Mit der Revolution von 2011 ist die politische Geschichte Ägyptens in ein neues Zeitalter getreten. Das Land befindet sich seitdem in einer Übergangsphase, eine gültige Verfassung besteht noch nicht.

Angesichts dieser Lage frage ich mich, ob wir seit 2011 auch philatelistisch von einem beendeten bzw. neuen Abschnitt in der Geschichte sprechen können?

Die Ansichtskarte ging am 2.6.2015 von Kairo nach Berlin. Das Porto betrug 4 ägyptische Pfund. LE steht für Livre Egyptienne, der französischen Bezeichnung der Währung.



Viele Grüße
Michael
 
GSFreak Am: 27.04.2018 22:24:50 Gelesen: 814# 81 @  
Dieser Luftpostbrief von Alexandria nach Köln ist freigemacht mit Mi.-Nr. 275 und 319 (König Faruk) zu insgesamt 47 Millièmes. Abgangsstempel Alexandria vom 25.10.1951.

Eingangsstempel der Rheinisch Westfälischen Bank in Köln vom 30.10.1951. Links der Stempel "CONTROLE DES CHANGES" dürfte "Devisenkontrolle" bedeuten. Auf der Rückseite finden sich keine weiteren Stempel



1952 kam es zum Sturz von König Faruk. Sein Porträt auf den noch vorrätigen Briefmarken wurde mit drei Balken überdruckt. Auf dem folgenden Luftpostbrief von Kairo nach Mönchengladbach finden sich die gleichen, nunmehr überdruckten Briefmarken vom oben gezeigten Brief. Es sind die Mi.-Nrn. 423 und 426. Der Brief datiert vom 26.09.1953.



Gruß Ulrich
 

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