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Thema: (?) (25) Landpoststempel Niedersachsen auf kompletten Belegen
Das Thema hat 32 Beiträge:
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Heinrich3 Am: 06.10.2012 14:51:45 Gelesen: 18168# 8 @  
@ Cantus [#6]

Hallo Ingo,

da ich öfters alte Schriften lese, kann ich Dir sagen, daß der Ort Sudweyhe heißen muß. Er schreibt sich allerdings manchmal auch Südweyhe. Mehr kann ich als Bayer leider nicht beitragen. Nach weiterhin gutes Gelingen aller Vorhaben!

Gruß aus München
 
Cantus Am: 13.10.2012 22:47:35 Gelesen: 18070# 9 @  
Für heute hatte ich einen neueren Stempel ausgewählt, ohne zu ahnen, wie schwierig sich da eine Ortsbestimmung gestalten würde. Mit dem Landpoststempel "3401 Rodetal Gemeinde Reyershausen" wurde am 11.9.1963 ein Brief über das Leitpostamt Göttingen an die Gothaer Lebensversicherung in Göttingen gesandt.

Der Versuch, den Ort Rodetal zu finden, lief ins Leere, denn "das Rodetal verläuft zwischen den Ortschaften Reyershausen und Nörten-Hardenberg im südlichen Niedersachsen in den Landkreisen Northeim und Göttingen auf dem Gebiet der Gemeinden Bovenden und Nörten-Hardenberg. Heute verfügt das Rodetal über ein großes Werk für Basaltsteinwolle, ein Restaurant und eine Kläranlage." (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Rodetal). Auch der Versuch, über den Ort Reyershausen mehr Informationen zu erlangen, brachte keine wesentlichen neuen Erkenntnisse. Bei http://de.wikipedia.org/wiki/Reyershausen findet man lediglich folgenden Satz: "Reyershausen ist ein zum Flecken Bovenden in Niedersachsen gehörendes Dorf. Es liegt zwischen Nörtener Wald und dem Pleßforst am Rodebach."

Somit war es mir nicht möglich, eine Standortbestimmung vorzunehmen, um festzustellen, ob im gesamten Rodetal oder z.B. nur am Bergwerk der Landpoststempel aufgebracht worden ist.

Die weitere Suche nach der Zugehörigkeit des Leitpostamtes Göttingen brachte mich auf eine interessante Seite. Bei http://www.gratiser.com/postleitzahl-deutschland#Postleitzonen findet sich u.a. folgende Auflistung:

Liste der Postleitregionen

Darstellung der ersten zwei Ziffern der fünfstelligen Postleitzahl (Postleitregionen)

30 Hannover, Garbsen, Langenhagen, Laatzen
31 Hannover Umland, Hameln, Hildesheim, Peine
32 Minden, Herford, Detmold, Löhne
33 Bielefeld, Paderborn, Bad Driburg, Gütersloh
34 Kassel, Hannoversch Münden, Korbach, Warburg
35 Gießen, Wetzlar, Marburg, Dillenburg
36 Fulda, Bad Hersfeld, Bad Salzungen, Alsfeld

37 Göttingen, Höxter, Eschwege, Osterode am Harz

38 Braunschweig, Salzgitter, Wolfsburg, Halberstadt
39 Magdeburg, Stendal, Oschersleben, Staßfurt

Und hier nun der Brief aus dem Rodetal.



Viele Grüße
Ingo
 
Cantus Am: 20.10.2012 21:35:41 Gelesen: 18007# 10 @  
Örrel

In Niedersachsen gibt es zwei Orte mit diesem Namen, ein Dorf bei Munster und eines bei Wittingen im Landkreis Gifhorn. Beide Orte schreiben sich mal als Örrel und mal als Oerrel.

Zu dem Örrel des gezeigten Briefes finden sich folgende Informationen:

Dedelstorf ist eine Gemeinde im Landkreis Gifhorn in Niedersachsen. Sie gehört der Samtgemeinde Hankensbüttel an, die ihren Verwaltungssitz in der Gemeinde Hankensbüttel hat. Dedelstorf liegt westlich von Hankensbüttel in der Nähe des Naturparks Südheide. Ortsteile der Gemeinde sind: Dedelstorf, Allersehl, Weddersehl, Oerrel, Repke, Lingwedel und Langwedel.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Dedelstorf

Neben den üblichen Einrichtungen wie Feuerwehr oder Gesangsverein findet man in Örrel ein Jagdmuseum; es zeigt eine der größten Trophäensammlungen Europas und Großwildtrophäen aus Afrika, Nordamerika und Alaska sowie eine Abteilung „Jagd früher und heute" mit Jagdwaffen-Ausstellung.

Quelle: http://www.jagdmuseum-wulff.de/home.htm



Der gezeigte Brief lief am 16.2.1932 von Örrel über Wittingen nach Hannover.

Viele Grüße
Ingo
 
Cantus Am: 05.11.2012 01:44:19 Gelesen: 17866# 11 @  
Ich möchte noch ein wenig in dieser Gemeinde bleiben. Zunächst habe ich eine Postkarte vom 18.4.1950, die mit Landpoststempel von Dedelstorf nach Hannover gelaufen ist.



Im Raum der heutigen Gemeinde Dedelstorf liegt jedoch auch noch das Dörfchen Repke. Nach meinem Handbuch lebten dort vor hundert Jahren 75 Menschen. Im Jahr 1996 war die Einwohnerzahl auf 208 gestiegen, bei der allgemein zu beobachtenden Landflucht dürften es heute aber auch nicht wesentlich mehr sein. Im Übrigen habe ich zu Repke nur noch folgende Information gefunden:

Die Schnuckenheide (offiziell: Schnuckenheide bei Repke) ist ein Naturschutzgebiet im Landkreis Gifhorn in Niedersachsen. Es ist für seinen Bestand an Wacholder in einer Heidelandschaft bekannt.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Schnuckenheide

Die gezeigte Karte lief am 7.8.1963 von Repke über Wittingen nach Ahrensburg in Holstein.



Viele Grüße
Ingo
 
Cantus Am: 11.11.2012 02:42:22 Gelesen: 17800# 12 @  
Wendeburg

Wendeburg ist eine Gemeinde im Landkreis Peine in Niedersachsen. Sie liegt unmittelbar am nordwestlichen Stadtrand von Braunschweig.

Besonders bemerkenswert finde ich den folgenden Text, der sich bei http://de.wikipedia.org/wiki/Wendeburg findet:

Im Jahre 1903 stellte Heinrich Büssing den ersten von ihm konstruierten Motorlastwagen der Öffentlichkeit vor. Kaum ein halbes Jahr später war der erste Motoromnibus mit 20 Sitzplätzen betriebsfertig. Nach vierteljähriger Erprobung richtete Heinrich Büssing am 5. Juni 1904 seine erste Omnibuslinie zwischen Wendeburg und Braunschweig ein. Die Buslinie, die auf die Initiative des damaligen Wendeburger Pastors Otto Hayder einging, gab ihm die Möglichkeit, seinen Omnibus weiter unter seiner ständigen Kontrolle zu erproben. Die Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit veranlasste nur wenige Monate später die Kaiserliche Ober-Postdirektion Braunschweig, mit Büssing einen Vertrag über die Beförderung von Postsachen – ab 1. September 1904 – abzuschließen. Die Omnibuslinie Wendeburg-Braunschweig gilt daher als erste erfolgreiche Kraftpost-Omnibuslinie der Welt.

Zu Heinrich Büssing selber findet sich dann u.a. bei http://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_B%C3%BCssing folgende Information:

Heinrich Büssing (* 29. Juni 1843 in Nordsteimke, heute zu Wolfsburg; † 27. Oktober 1929 in Braunschweig) war ein deutscher Erfinder und Unternehmer. Als Konstrukteur war er ein Pionier des LKW- und Omnibus-Baus. Er meldete fast 250 Patente an und gründete erfolgreich mehrere Unternehmen, darunter die spätere Büssing AG.

Ich kann euch zwei Postkarten zeigen, deren Absendedaten 23 Jahre auseinander liegen; dennoch ist der Poststempel fast völlig unverändert. Im ersten Stempel heißt es "Wendeburg a über Braunschweig", im späteren Stempel dann "Wendeburg c über Braunschweig".





Karte vom 20.7.1935





Karte vom 30.1.1958

Viele Grüße
Ingo
 
westfale1953 Am: 11.11.2012 15:55:14 Gelesen: 17778# 13 @  
Hallo und HELAU!

Möchte hier mal einen schönen Beleg zeigen:

Einschreiben von 24a Osterbruch / über Otterndorf (NE) nach Aachen



Schönen Sonntag noch

Bernhard
 
Cantus Am: 11.11.2012 21:08:38 Gelesen: 17753# 14 @  
@ westfale1953 [#13]

Hallo,

ich ergänze noch mit einigen Informationen, denn die wenigsten Forum'ler dürften wissen, wo Osterbruch liegt.

Die Gemeinde hat eine eigene Website http://www.osterbruch.de/ . Dort heißt es:

Osterbruch ist eine kleine Gemeinde an der Nordseeküste im Bereich der Elbmündung und hat 564 Einwohner. Es gehört mit den Nachbargemeinden Neuenkirchen, Nordleda und Otterndorf zur Samtgemeinde Hadeln. Landschaftlich sehr schön gelegen, abseits des Massentourismus, jedoch in unmittelbarer Nachbarschaft zu Cuxhaven, Otterndorf und Stade, bietet es ideale Voraussetzungen für einen erholsamen, abwechslungsreichen und unvergesslichen Urlaub.

Bei http://de.wikipedia.org/wiki/Osterbruch findet man u.a. die folgenden Informationen:

Osterbruch (gesprochen: Oster mit langem o wie Ostern, bruch mit langem u wie in Buch; plattdeutsch Osterbrook) ist eine niedersächsische Gemeinde im Land Hadeln im Landkreis Cuxhaven.

Eines der berühmtesten Pferde Deutschlands stammt aus Osterbruch, das Springpferd Deister wurde unter Paul Schockemöhle ein Begriff für die gute Pferdezucht im Land Hadeln und erhielt in der Dorfmitte ein kleines Denkmal.

So hat auch diese Gemeinde etwas zu bieten, was sie von vielen anderen Gemeinden unterscheidet.

Viele Grüße
Ingo
 
Cantus Am: 20.11.2012 23:44:05 Gelesen: 17648# 15 @  
Heute führt uns der Weg ganz in den Norden nach

Sillenstede.

Sillenstede ist heute ein Stadtteil der Stadt Schortens im Landkreis Friesland. Der Stadtteil hat 2220 Einwohner (Stand: 31. Dezember 2006). Die einst eigenständige Gemeinde wurde im Zuge der Gebietsreform 1972 der Gemeinde Schortens zugeschlagen. Schortens ist seit Januar 2005 eine Stadt.

Diese und weitere Informationen zu Sillenstede findet man u.a. hier:

http://de.wikipedia.org/wiki/Sillenstede
http://www.chronikkreis-sillenstede.de/chronik.shtm

Zu Schortens selber findet sich u.a. folgende Beschreibung:

Schortens ist eine selbständige Gemeinde und nach Varel die zweitgrößte Stadt im Landkreis Friesland im nordwestlichen Niedersachsen (Deutschland). Seit dem 6. Dezember 2011 ist die Stadt staatlich anerkannter Erholungsort

Schortens liegt im Jeverland auf der ostfriesischen Halbinsel, am Rand der Marsch. Zahlreiche Dörfer, etwa die heutigen Stadtteile Accum und Schoost liegen auf in die Marsch hereinragenden Geestzungen, zwischen denen es früher ausgedehnte Moor- und Heidegebiete gab.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Schortens

Ich kann hier zwei verschiedene Landpoststempel zeigen, die zeitlich mehr als 23 Jahre auseinanderliegen.



Karte mit Landpoststempel Sillenstede und Stempel vom Leitpostamt in Jever vom 31.12.1933, gelaufen nach Groß Warfen



Karte mit Stempel Sillenstede über Jever vom 13.4.1957, gelaufen nach Oldenburg

Viele Grüße
Ingo
 
Cantus Am: 16.12.2012 19:46:40 Gelesen: 17439# 16 @  
Emmen bei Wittingen

Über diesen kleinen Ort gibt es wenig Informationen. Vor gut hundert Jahren war das noch eine eigenständige Gemeinde mit 342 Einwohnern. Die nächste Poststation war in Hankensbüttel, die nächste Eisenbahnstation in Isenhagen. Heute gehört Emmen zur Gemeinde Hankensbüttel, hat die PLZ 29386 und das KFZ-Kennzeichen GF (für den Kreis Gifhorn).





Viele Grüße
Ingo
 
Cantus Am: 19.02.2013 22:47:03 Gelesen: 16991# 17 @  
Nordgoltern

Für Nordgoltern ist eine eigene Website im Aufbau; dort findet man allerlei Hinweise zur Entstehungsgeschichte des Ortes: http://www.nordgoltern.de/

Bei Wikipedia (http://de.wikipedia.org/wiki/Nordgoltern) findet sich u.a. folgender Text:

Nordgoltern ist ein nordöstlicher Ortsteil der Stadt Barsinghausen am Rande der Region Hannover in Niedersachsen. Der Ort liegt direkt an der von Westen nach Osten verlaufenden B 65. Durch Nordgoltern fließt die 16 km lange Südaue.

Nordgoltern vereinte sich 1969 mit den Gemeinden Eckerde, Göxe, Großgoltern und Stemmen zur Gemeinde Goltern. Die Eingliederung der Gemeinde Goltern in die Stadt Barsinghausen erfolgte am 1. März 1974 im Zuge einer Großen Kreisreform.

Der von mir gezeigte Brief datiert vom 30.05.1960. Leider ist - wegen der Farbe der Briefmarke - der Ortsstempel nur schwach zu lesen.



Eine ganze Strecke weiter östlich kommt man nach

Neu Erkerode, in anderer Schreibweise auch Neuerkerode.

Entsprechend der Eintragungen bei http://de.wikipedia.org/wiki/Neuerkerode ist dieses Dorf etwas ganz Besonderes. Es findet sich folgender Text:

Neuerkerode ist eine Ortschaft in der Gemeinde Sickte im Landkreis Wolfenbüttel in Niedersachsen, die im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts gegründet wurde. Hier entstand auf 2,49 km² ein ganzes Dorf für Menschen mit geistigen Behinderungen.

Die Einrichtung geht auf die „Idioten-Anstalt zu Erkerode“ zurück, die 1868 der Pfarrer Gustav Stutzer, der Arzt Oswald Berkhan und die Braunschweiger Bürgerin Luise Löbbecke gründeten, um kranken und behinderten Menschen eine Heimat zu bieten. Wenig später, am 13. September 1868, wurde an der Landesstraße 625 zwischen Lucklum und Sickte, vier Kilometer vom Gründungsort Erkerode entfernt, die Idioten-Anstalt zu Erkerode gegründet, die sich später zu den Neu-Erkeröder Anstalten, danach zur Evangelischen Stiftung Neuerkerode weiterentwickelte.

Die Einrichtung selber betreibt eine eigene Website, die gut gestaltet ist und allerlei aktuelle Informationen bietet: http://www.neuerkerode.de/

Die von mir gezeigte Karte wurde am 7.7.1942 von Neu Erkerode über Braunschweig nach Halle / Saale geschickt.



Viele Grüße
Ingo
 
karrottil Am: 24.02.2020 23:41:46 Gelesen: 2206# 18 @  
@ Cantus [#6]

Hallo Ingo,

der Zielort auf deiner gezeigten Karte ist die Sudweyher Heide. Die Sudweyher Heide ist ein Ortsteil von Sudweyhe und liegt auf halber Strecke zwischen Syke und Bremen.

Heute führt die Heidstr. in den Ortsteil Sudweyher Heide.

Beste Grüße
Karsten
 
Cantus Am: 02.03.2020 01:42:16 Gelesen: 2113# 19 @  
@ karrottil [#18]

Hallo Karsten,

danke für die Ergänzung.

Momentan stehe ich mit einem Großsammler von Landpoststempeln in Kontakt und habe vor kurzem für ihn gut 120 Belege mit entsprechenden Stempeln aus dem ehemaligen Postleitgebiet 20, ganz grob gesagt, Braunschweig und Umgebung, eingescannt. Da das eine sehr spezielle regionale Angelegenheit ist macht es Sinn, dafür dieses Thema wiederzubeleben.

Viele Grüße
Ingo
 
Cantus Am: 02.03.2020 02:10:39 Gelesen: 2110# 20 @  
Hehlingen / über Vorsfelde

Hehlingen ist eine Ortschaft und zugleich ein Stadtteil im Südosten der Stadt Wolfsburg. Am 1. Juli 1972 erfolgte gemäß dem Wolfsburg-Gesetz die Eingemeindung des Ortes, der aus dem Landkreis Gifhorn stammt, in die Stadt Wolfsburg [1].



Poststempel vom 26.6.1936

Heßlingen / über Vorsfelde

Heßlingen ist heute ebenfalls ein Stadtteil von Wolfsburg, nahe der Stadtmitte. Im östlichen Teil befindet sich das Gewerbegebiet Ost. Die Eingemeindung fand bereits am 1.7.1938 statt [2].



Poststempel vom 10.7.1936

Hilwartshausen / über Kreiensen

Das Klostergut Hilwartshausen im Wesertal ist ein zu Gimte (Stadtteil von Hann. Münden) gehörender Gutshof im Landkreis Göttingen in Südniedersachsen. Die recht umfangreiche Geschichte des Klosters kann man hier [3] nachlesen.



Poststempel vom 27.7.1940

Höckelheim / über Northeim (Hnvr.)

Höckelheim ist seit dem 1.7.1970 ein Ortsteil der Stadt Northeim im gleichnamigen Landkreis in Niedersachsen. Es leben etwa 1068 Einwohner im Ort.

Der Ort liegt im Leinegraben des Leineberglands, etwa 2 Kilometer westlich der Northeimer Kernstadt. Die Leine fließt in 0,5 km Entfernung östlich an Höckelheim in nördlicher Richtung vorbei. Die Moore, ein Nebenfluss der Leine, mündet hier. Die nächste Großstadt ist Göttingen [4].



Poststempel vom 9.8.1935

Mit Datum vom 19.5.1935 findet sich ein weiterer Landpoststempel dieses Ortes in identischer Form, damals aber noch in schwarzer Farbe.



Viele Grüße
Ingo

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Hehlingen
[2] https://de.wikipedia.org/wiki/He%C3%9Flingen_(Wolfsburg)
[3] https://de.wikipedia.org/wiki/Hilwartshausen
[4] https://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%B6ckelheim
 
karrottil Am: 11.01.2021 21:58:27 Gelesen: 620# 21 @  
@ Cantus [#6]

Hallo zusammen und hallo Ingo,

möchte ebenfalls eine Postkarte aus dem Syker Land zeigen. Sie wurde in Pestinghausen aufgegeben, am 6.7.30 im Leitpostamt Syke mit einen schönen Ortswerbestempel abgeschlagen und nach Wietzen, Kreis Nienburg an der Weser verschickt.



Pestinghausen ist ein Dorf mit ca. 125 Einwohnern und liegt zwischen Nordwohlde und Syke. Heute ist Pestinghausen ein Ortsteil von Nordwohlde. Nordwohlde wiederum ist ein Stadtteil von Bassum im Landkreis Diepholz.

Das östlich von Pestinghausen gelegene Waldgebiet Westermark ist ein beliebtes Ausflugsziel für Wanderer und Naturfreunde. Dort blüht von Mitte Juli bis Mitte August die wildwachsende Orchidee Breitblättrige Stendelwurz in großer Anzahl.

Auf der Rückseite ist die damalige Jugendherberge abgebildet; ein imposantes Bauwerk.



Viele Grüße
Karsten
 
lueckel2010 Am: 13.01.2021 00:03:12 Gelesen: 544# 22 @  
Ich finde, dass westliche Ostfriesland (und das Emsland) sind hier ein wenig unterpräsentiert. Daher möchte ich "Zug um Zug" einige Landpoststempel aus diesem sehr schönen Teil Deutschlands vorstellen:

23 LOGABIRUM über Leer (Ostfriesl.)



Logabirum wurde am 1. Januar 1973 (niedersächsische Kommunalreform) nach Leer eingemeindet. Der abgebildete Ostfriesische Zoo Logabirum, der heute nicht mehr existiert, war ein beliebtes Ausflugsziel, insbesondere für Schulklassen aus nah und fern.

Moin aus Ostfriesland, Gerd Lückert
 
lueckel2010 Am: 14.01.2021 23:36:14 Gelesen: 451# 23 @  
Weiter geht es mit

23 BACKEMOOR über Leer (Ostfriesl.)



Backemoor war 1960 (als der Brief gestempelt wurde) noch ein eigenständiges Dorf in Landkreis Leer. Am 1. 1. 1973 wurde es durch die niedersächsische Kommunalreform in die nun so genannte Gemeinde RHAUDERFEHN eingemeindet.

Moin aus Ostfriesland, Gerd Lückert
 
Cantus Am: 19.01.2021 03:45:40 Gelesen: 370# 24 @  
@ lueckel2010 [#22]

Hallo,

ich habe die gleiche Karte bei mir gefunden, verzichte nun aber darauf, sie hier zu zeigen. Meine Karte wurde am 15.8.1950 geschrieben, also ein recht frühes Zeugnis, wie schon nach nur wenigen Jahren nach dem Ende des 2.Weltkriegs ein zoologischer Garten in Ostfriesland erfolgreich betrieben werden konnte.

Bei Facebook gibt es eine Gruppe, die sich ausschließlich zusammengefunden hat, um die Erinnerung an den ostfriesischen Zoo Onkel Heini wachzuhalten [1]. Bei Wikipedia findet sich zwar ein Artikel zu Logabirum, der Zoo ist aber nur kurz erwähnt [2].

Ostfriesland ist einer der Landstriche, an die ich eine besonders angenehme Erinnerung habe. Anders als die meisten Touristen bin ich mit meiner Frau aber nicht zum Baden hingefahren, sondern, um Land und Leute kennenzulernen. Wir sind durch den Schlosspark in Leer geschlendert, haben in Westerstede reichlich eingekauft, waren mehrfach in Papenburg, aber auch in Weener oder in Großrhauderfehn, alles Orte, die den meisten hier im Forum unbekannt sein dürften. Um so mehr hat es mich gefreut, dass dieses Thema, das ich längst vergessen hatte, mit neuem Leben erfüllt worden ist und zusätzlich Stempel aus der nordwestlichen Region Deutschlands hochgeladen wurden.

Ich habe mal nachgeschaut, welche Landpoststempel in Bezug auf Leer ich besitze; es sind die Orte

DITZUM
Esklum
LOGA
Stapelmoor
Terborg
Böhmerwald
Logabirum
Bunderhammrich
Bunderhee
Amdorf
Hatshausen

Die unterschiedliche Schreibweise entspricht der Schriftform in den Stempeln. Ich möchte hier aber nur die Stempel zeigen, die nicht von anderer und vermutlich kompetenterer Seite gezeigt werden sollen.

Niedersachsen ist ein so großes Bundesland mit so vielen unterschiedlichen Landschaften und Städten, da fällt es schwer, alle Regionen über Landpoststempel angemessen zu repräsentieren. Ich denke, ich sollte zuerst die Stempel "über Syke" zeigen, später folgen dann andere Landstriche, insbesondere solche aus dem Großraum Bremen und Bremerhaven. Das ist zwar nicht mehr Ostfriesland, aber die vielen kleineren Dörfer dort dürften weithin ebenso unbekannt sein.

Viele Grüße
Ingo

[1] https://de-de.facebook.com/groups/742873162789727/
[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Logabirum
 
lueckel2010 Am: 19.01.2021 22:09:19 Gelesen: 326# 25 @  
COLLINGHORST über Leer (Ostfriesl.)



23 COLLINGHORST über Leer (Ostfriesl.)



Collinghorst war bis zur niedersächsischen Kommunalreform am 1. 1. 1973 eine eigenständige Gemeinde im Landkreis Leer. Seitdem ist sie Teil einer neu gegründeten Gemeinde, die nun RHAUDERFEHN hieß.

Die beiden gezeigten Belege sind nach meinen Kriterien nicht "besonders schön", obwohl die Stempel auf den Originalen zweifelsfrei identifizierbar sind. Wer kann Besseres zeigen und mir eventuell anbieten. Meine E-Mail-Adresse ist hinterlegt.

@ Cantus [#24]

"Ostfriesland ist einer der Landstriche ....."

Einen Ort (Gemeinde, Stadt oder was auch immer) GROSSRHAUDERFEHN hat es in Ostfriesland nie gegeben!

Moin aus Ostfriesland, Gerd Lückert
 
MS Sammler Am: 20.01.2021 12:13:21 Gelesen: 288# 26 @  
Moin,

aus Emden kann ich vermelden:

Als Landpoststempel:

Campen ü. Emden
Canum ü. Emden
Cirkwehrum ü. Emden
Emden-Konrebbersweg (fälschlicherweise mit K geschrieben)
Eilsum ü. Emden (Mehrere Varianten), Eilsum - Emden, 2971 Eilsum
Freepsum ü. Emden, 23 Freepsum ü. Emden, 2971 Freepsum
23 Grimersum ü. Emden, 2971 Grimersum
Groothusen ü. Emden, 23 Groothusen ü. Emden
Groß Midlum ü. Emden, 2971 GroßMidlum
23 Hamswer ü. Emden
Harsweg ü. Emden, 23 Emden-Harsweg
Hauen ü. Emden
Hinte ü. Emden, 23 Hinte ü. Emden, Hinte-Siedlung ü. Emden
Jennelt ü. Emden (2 Varianten)
Larrelt ü. Emden, 23 Emden-Larrelt, 23 Emden ü. Larrelt
Logumer-Vorwerk ü. Emden (2 Varianten)
Manslagt ü. Emden-Greetsiel, Manslagt ü. Emden, (23) Emden ü. Emden (2 Varianten)
Osterhusen ü. Emden, 23 Osterhusen ü. Emden, 2971 Osterhusen
Pilsum ü. Emden, 23 Pilsum ü. Emden
23 Rysum ü. Emden
23 Suurhusen ü. Emden, 2971 Surhusen
Twixlum / ü. Emden, 23 Twixlum ü. Emden, 2971 Twixlum
Upleward ü. Emden, 23 Upleward ü. Emden
Uttum ü. Emden, 23 Uttum / ü. Emden, 2971 Uttum
Visquard ü. Emden, 2971 Visquard
Westerhusen ü. Emden, 2971 Westerhusen ü. Emden (2 Varianten)
Wybelsum ü. Emden, 2971 Wybelsum ü. Emden
 


Die Poststellenstempel als Tagesstempel gibt es dann beim nächsten Mal. ;)

Zeigen möchte ich noch "23 Eilsum ü. Emden" in der ersten Variante mit engen Buchstaben.


 

lueckel2010 Am: 20.01.2021 13:16:11 Gelesen: 278# 27 @  
@ MS Sammler [#26]

Guten Tag, Leon,

vielen Dank für die tolle Aufstellung! Leider habe ich davon überhaupt noch nichts.

Jedenfalls kommt jetzt aber langsam "Leben in die (ostfriesische) Bude".

Moin aus Rhauderfehn nach Emden, Gerd Lückert
 
Cantus Am: 22.01.2021 02:40:19 Gelesen: 204# 28 @  
Der nachfolgende Beleg ist mir vorhin durch Zufall in die Finger geraten. Er wurde am 11.8.1948 in Hollen, heute ein Ortsteil von Uplengen, mit Ziel in Leer aufgegeben. Der Stempel ist leider nur undeutlich zu lesen, aber Besseres habe ich bisher nicht finden können. Der korrekte Stempeltext lautet:
HOLLEN / über / STICKHAUSN - VELDE (OSTFR)

Ob da noch ein UB im Stempel ist, kann ich bisher nicht unzweifelhaft erkennen.



Viele Grüße
Ingo
 
skribent Am: 23.01.2021 13:25:52 Gelesen: 155# 29 @  
Guten Tag,

Steinkrug an der B 217 - heute eine Ortslage des Wennigser Ortsteils Bredenbeck - hat nicht viele Einwohner.

Von 1800 bis 1930 waren dort mehr Menschen angesiedelt, weil in der Glashütte in der Hochzeit 120 Menschen beschäftigt waren, die alle mit ihren Familien im Ort Steinkrug wohnten. Aber zu einem Postamt hat es nie gereicht, obwohl Steinkrug über eine Postkutschenstation verfügte. Vor der Verkraftung wurde die ausgehende Post entweder nach Bredenbeck oder nach Bennigsen gebracht. Mit der Einrichtung einer Landpoststelle tat man den Bewohnern einen großen Gefallen.

Die mir vorliegenden Belege mit dem Landpoststempel Steinkrug decken einen Zeitraum von 26 Jahren ab, in denen sich die Stempel doch sehr verändert haben.



Am 30 März 1932 von "Steinkrug Hannover 1 Land" nach Hannover zum PA HANNOVER 1 LAND am 31.3.32



Am 13. August 1938 von "Steinkrug über Hannover" nach HANNOVER 1 Land am 13.8.38



Am 14. September 1946 von "20 Steinkrug über Weetzen" nach WEETZEN - 14.9.46

Das war die Zeit, als die Postverteilung etc. neu geordnet wurde. Von Weetzen aus konnten die Bahnpost Hannover-Altenbeken und Hannover-Haste bedient werden.



Am 17. Juni 1950 von "20a Steinkrug über Hannover" (Ohne Rahmen) nach 20a HANNOVER 1 LAND am 18.6.50



Am 15. Dezember 1951 von "20a Steinkrug über Hannover" nach 20a HANNOVER 1 LAND am 15.12.51



Am 18. August 1958 von "20a Steinkrug über Hannover" (neue Form) nach 20a HANNOVER 1 LAND am 18.8.38

MfG >Franz<
 
Cantus Am: 24.01.2021 04:22:45 Gelesen: 112# 30 @  
Böhmerwold im Rheiderland ist eine Ortschaft in der Gemeinde Jemgum im niedersächsischen Landkreis Leer in Ostfriesland. Das Dorf hat nach der Zählung im Jahr 2008 aktuell 56 ständige Einwohner [1].





Poststempel vom 21.9.1946

Viele Grüße
Ingo

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Böhmerwold
 
skribent Am: 24.01.2021 10:47:13 Gelesen: 86# 31 @  
Guten Morgen,

um bei Wennigsen zu bleiben!

Ein Ortsteil heißt Wennigser Mark und in diesem gab es eine kleine Landpoststelle (ein Anbau am Feuerwehrhaus), deren Leitung einer älteren Dame oblag, deren Namen keiner mehr kennt.

Die Mark war ein kleiner Ortsteil, von dem lange Zeit ein Teil auch noch zu Egestorf (Barsinghausen) gehörte. Die Mark war Wohnsitz von sehr vielen Bergleuten und die Reichen aus Hannover hatten dort ihren Zweitwohnsitz. Als die Nazis mit ihrer großen Gauschule "Bernhard Rust" weg waren, wurden sehr viele Villen in Landschul- und Ferienheime umgewandelt. Sehr viele Pension gab es und das Land Niedersachsen baute eine große Polizei-Ausbildungsstätte. Alles zusammen erhöhte das Postaufkommen und die Landpoststelle wurde eingerichtet.



Ende der 1950er/Anfang der 1960er Jahre kam der Stempel "20a Wennigsen/Deister 2" zum Einsatz und die Post wurde nach Hannover zum Postamt (20a) HANNOVER 1 LAND gefahren (hier 14.1.1960). Wenn der Postwagen mal etwas früher kam und danach wurde noch Post aufgeliefert, brachte die Poststellenbetreiberin sie persönlich zum Bahnhof Egestorf (Entfernung ca. 500 m) und übergab sie der Bahnpost, die sie dann im BPA 16 in Hannover ablieferte (hier 8.8.1959).

MfG >Franz<
 
Cantus Am: 24.01.2021 13:35:39 Gelesen: 69# 32 @  
@ lueckel2010 [#25]

Hallo Lueckel,

Großrhauderfehn war so in meiner Erinnerung, allerdings ist die auch schon knapp 50 Jahre alt, dann wohl nur Rhauderfehn. Collinghorst sagt mir dagegen mehr, da waren wir mehrfach.

Viele Grüße
Ingo
 

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