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Thema: Postfreistempel: Echt gelaufene Belege
Das Thema hat 196 Beiträge:
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Reini46 Am: 19.06.2026 17:36:52 Gelesen: 7385# 172 @  
Hallo,



Die Dienstgeber mußten den Verdienst der Beschäftigten der jeweiligen Kasse melden und die darauf entfallenden Sozialversichungsbeiträge einzahlen. Die geschah auf den von den Kassen verschickten Erlagscheinen.

In Österreich gab es dafür ein Sonderporto, das sich aus dem Porto für eine Postkarte zuzüglich dem Drucksachenporto zusammensetzte. Diese Vorgangsweise wurde teilweise bis in das Jahr 1942 beibehalten.

Wien 5.6.39 Ortspostkarte 5 Pf Drucksache 3 Pf zusammen 8 Pf
Klagenfurt 17.9.42 Postkarte 6 Pf Drucksache 3 Pf zusammen 9 Pf

Grüße

Reini46
 
becker04 Am: 19.06.2026 18:13:46 Gelesen: 7373# 173 @  
@ Reini46 [#172]

Hallo Reini46,

"Thema: Postfreistempel: Echt gelaufene Belege"

Deine Bilder zeigen Absenderfreistempel.

MfG
Klaus
 
Reini46 Am: 19.06.2026 20:53:58 Gelesen: 7345# 174 @  
@ becker04 [#173]

Hallo Klaus,

danke für die Richtigstellung.

Reini46
 
HWS-NRW Am: 19.06.2026 22:54:23 Gelesen: 7325# 175 @  
Hallo am Abend.



Postfreistempel vom Maschinentyp Klüssendorf, Modell "Standard", bei diesem Wertrahmen gab es eine doppelte Angabe der Währungseinheit "Fr und F", ein Buchstabe wurde auf den Wertrahmen graviert, das "Fr" ist als Stecktyp hergestellt worden und hat verschiedene Positionen im Rahmen.

mit Sammlergruß
Werner
 
T1000er Am: 20.06.2026 10:56:21 Gelesen: 7281# 176 @  
@ HWS-NRW [#175]

Hallo Werner,

kannst Du uns hier im Forum ein weiteres Beispiel von deinem erwähnten "Stecktyp" zeigen?

Schöne Grüße,
Thomas
 
HWS-NRW Am: 20.06.2026 11:57:10 Gelesen: 7265# 177 @  
@ T1000er [#176]

Hallo Thomas.



Diese "Variante" wird im Heft "Abhandlung über die Freistempelabdrucke der Saar" der Herren Beck und Eich auf der Seite 53 (Abb 174) so bezeichnet, habe den Begriff so übernommen, es soll ja eine Besonderheit bei den Saar-Stempeln sein. Habe einen großen Posten Belege bekommen und die beiden Briefe dort drin gefunden.

mit Sammlergruß
Werner
 
HWS-NRW Am: 21.06.2026 17:41:06 Gelesen: 7171# 178 @  
Hallo am Abend.



Heute noch eine Nachnahme-Drucksache, versandt im Januar 1956 von SAARBRÜCKEN aus, das Gesamtentgelt (Porto 5 F + NN-Gebühr 25 F) freigemacht mit einem SAAR-PFS.

mit Sammlergruß
Werner
 
HWS-NRW Am: 20.08.2026 11:08:39 Gelesen: 4541# 179 @  
Hallo.



Heute eine Paketkarte mit einem im Mai 1948 nachverwendeten Postfreistempel am Paketschalter des Postamtes LÜBECK, da Deutschland seinerzeit noch unter alliierter Verwaltung stand, bringe ich den Beleg sicherheitshalber hier unter.

mit Sammlergruß Werner
 
HWS-NRW Am: 22.08.2026 10:19:01 Gelesen: 4285# 180 @  
Hallo.



Interessant bei diesem Beleg, die Postkarte wurde im Juni 1945 geschrieben und mit einem unveränderten PFS versehen, der zusätzlich abgeschlagene Ortstages-stempel vomm 7.11.1945, warum der Beleg fast zwei Monate in der Firma mit Sitz in HAMELN gelegen hat, lässt sich nicht mehr abklären.

mit Sammlergruß Werner
 
bernhard Am: 22.08.2026 10:50:29 Gelesen: 4278# 181 @  
@ HWS-NRW [#180]

Hallo Werner,

am besten du zeigst uns auch die Rückseite. Warum nimmst du Dir nicht 1 Minute Zeit um dein geschriebenes noch mal kurz durchzulesen. Es ist kein Wunder wenn da staendig Kritik kommt. "... im JUNI 1945 geschrieben ..."

Nichts für ungut!
Bernhard
 
preussen362 Am: 22.08.2026 11:14:06 Gelesen: 4268# 182 @  
@ HWS-NRW [#180]

Und noch zwei kleine Ergänzungen:

- ganz "unverändert" war der Postfreistempel nicht. Das Hakenkreuz ist entfernt.
- Du schreibst richtig "PFS". In welcher "Firma" kann da der Beleg liegengeblieben sein? Die Freistempelmaschine stand wo? Richtig, auf dem Postamt.

Ebenfalls "Nichts für ungut!",
viele Grüße, Andreas
 
HWS-NRW Am: 22.08.2026 13:57:40 Gelesen: 4233# 183 @  
Hallo Andres,
hallo Bernhard.

Ihr habt Recht und PFS sind nicht so mein Ding, da gab es im Lot so einige und ich hatte angenommen, das sie fast alle aptiert sind. Und wenn man es erst einmal geschrieben hat, egal wie oft man es liest, den eigenen Schreibfehler übersieht man fast immer. Deshalb mein Irrtum bei dem Auflieferungsdatum. Ich werde mich bessern!

Damit es nicht nur beim Text bleibt:



Bei diesem PFS wurden das Hakenkreuz, der Reichsadlerkopf und der Text "Stadt der Reichsparteitage" im Ortsstempel aptiert, die Weihnachtskarte aus NÜRNBERG wurde am 24.12.1945 versandt.

mit Sammlergruß Werner
 
HWS-NRW Am: 26.08.2026 17:37:30 Gelesen: 3594# 184 @  
Hallo.



Nachnahme-Drucksache mit beiliegender Zahlkarte, aufgegeben im Postamt BRAUNSCHWEIG, das Gesamtentgelt (Porto 4 Pfg + NN-Gebühr 30 Pfg) freigemacht im August 1953 mit einem PFS.

mit Sammlergruß Werner
 
DL8AAM Am: 26.08.2026 21:05:41 Gelesen: 3576# 185 @  
@ preussen362 [#182]

In welcher "Firma" kann da der Beleg liegengeblieben sein? Die Freistempelmaschine stand wo? Richtig, auf dem Postamt.

Als kompletter Laie dieses speziellen Gebiets ... meine erste Idee zu diesem Beleg war: Die Großhandlung Fiegen hat bei der Post eine größere Charge von - mit einem PFS (am 20.09.1945) vorfrankierten - Postkarten auf Vorrat gekauft und hat diese dann im Laufe der nächsten Wochen abverwendet. Der Poststempel vom 07.11.1945 würde dann die spätere Einlieferung durch den Absender im November beschreiben. Das hiesse aber auch, dass es sich hier um eine Art von ("Gebühr bereits bezahlt") -Ganzsache handeln würde ... Hmmm? ... wie gesagt, ich bin hier nur ein betrachtender Laie ;-)

Wobei nach Kriegsende bzw. gegen Ende 1945 ja die verschiedensten komischen "Notmassnahmen" entstanden sind ...

Beste Grüße
Thomas
 
preussen362 Am: 26.08.2026 22:45:13 Gelesen: 3551# 186 @  
Hallo Thomas,

der Gedanke war mir ehrlichgesagt auch gekommen - nach der reinen Lehre (Dienstvorschrift) war dieses Vorgehen (Blanko-Vorabdruck) zwar immer unzulässig. Aber richtig, in den Jahren nach 1945 wurde vieles als "Notmaßnahme" geduldet/praktiziert.

Allerdings halte ich es nicht für sehr wahrscheinlich, weil hier ein privates Formular vorliegt. Aber das mögen Spezialisten für Barfreimachung nach '45 vielleicht besser beurteilen.

Wahrscheinlicher halte ich es, dass - warum auch immer - versäumt wurde, das Datum richtig anzupassen. Vielleicht war das das Datum der vorangegangenen Nutzung der Maschine; es ist gut möglich, dass in Hameln Massensendungen (dafür war die Maschine ja eigentlich bestimmt) nicht gerade Alltagsgeschäft waren.

Dann hat der Postbeamte gemerkt - upps, das Datum passt nicht. Und dann mit dem aktuellen Tagesdatum nachgestempelt - was ja bei Absenderfreistempeln mit unpassendem Tagesdatum (Auflieferung beim Postamt) noch bis vor einigen Jahren üblich war.

Aber in beiden Fällen: da wurde nichts "liegengelassen".

Viele Grüße, Andreas
 
Dieter 66 Am: 26.08.2026 23:00:35 Gelesen: 3544# 187 @  
@ HWS-NRW [#184]
@ DL8AAM [#185]
@ preussen362 [#186]

Hallo und guten Abend, Thomas liegt da schon ganz richtig.

Näheres findet ihr hier: Thema: Alliierte Besetzung Bizone Firmen-Ganzsachen Freimachung nach 1945 ?

Da habe ich die Vorgehensweise dieser recht unbekannten Freimachung näher beschrieben.

Bei meiner letzten Recherche zu meinem ausführlichen Bericht in dem nächsten Rundbrief der Arge-DeuNot liegen mir auch Belege außerhalb der RPD Hamburg und Kiel vor. Das lässt vermuten, das auch andere Postämter die Bar-Vorausfreimachung praktiziert haben. Im Borek Ganzsachen Katalog gibt es auch einen einseitigen Hinweis.

Beste Grüße Dieter.
 
preussen362 Am: 27.08.2026 12:06:43 Gelesen: 3452# 188 @  
@ Dieter 66 [#187]

Hallo Dieter,

super, vielen Dank für Deinen Hinweis - gut, dass es hier für (fast) jedes Thema einen forschenden Experten gibt.

viele Grüße, Andreas
 
HWS-NRW Am: 27.08.2026 22:03:05 Gelesen: 3367# 189 @  
Hallo am Abend.



Heute ein letzter Beleg aus dem Los, es geht um Geschäftspariere, aufgegeben im August 1945 im Postamt Hamburg 1 durch das Finanzamt in der Altstadt, das Porto von 8 Rpf freigemacht mit einem aptierten PFS.

mit Sammlergruß Werner
 
Dieter 66 Am: 27.08.2026 22:03:07 Gelesen: 3367# 190 @  
@ preussen362 [#188]

Hallo Andreas,

forschend ja, allerdings für einen Experten fehlt noch einiges. Trotzdem danke.

Hier noch ein Beleg aus der Kategorie „Barfrankaturen“:

Postfreistempel vom Postamt „COBURG 1“ vom 15.4.46. nach Nürnberg. Der Stempel ist etwas schwach. Im Wertrahmen fehlt die Wertziffer. Diese wurde handschriftlich nachgetragen.



Beste Grüße Dieter.
 
Dieter 66 Am: 03.09.2026 22:34:22 Gelesen: 2680# 191 @  
Eine Drucksache mit einem Postfreistempel von „BERLIN N4“ vom 3.4.50. Der Stempel wurde entnazifiziert.

Diese Stempel lassen sich vielfach, auf Grund von Markenmangel auf Barfrankaturen wiederfinden.

In diesem Fall ist es allerdings keine Barfrankatur, da 1950 kein Markenmangel mehr bestand.

Die Verwendung zu diesem späten Zeitraum lässt sich damit erklären, dass die Fa. Adressen-Klett eine größere Anzahl Werbekarten aufgegeben hat. (Masseneinlieferung). Diese wurden von den Postämtern meist noch mit alten Postfreistempel freigemacht.



Beste Grüße Dieter.
 
Dieter 66 Am: 28.09.2026 12:46:56 Gelesen: 971# 192 @  
Hallo,

eine Drucksache mit einem vermutlichen Postfreistempel. „LEIPZIG C 2 29.7.48“. Das wäre auch meine eigentliche Frage.

Ist das tatsächlich ein Postfreistempel oder AFS. Des Weiteren befindet sich der Wertrahmen links vom Stempel.

Meines Erachtens wurde der Wertrahmen aptiert.

Dieser Beleg befand sich in einem kleinen Posten Barfrankaturen. Jedoch wird der Postfreistempel in dieser Form im Richter Handbuch nicht aufgeführt.

Wie lässt sich der Beleg zuordnen. Rückseitig unbeschrieben.



Beste Grüße Dieter.
 
Nordluchs Am: 28.09.2026 18:09:56 Gelesen: 921# 193 @  
@ Dieter 66 [#192]

Hallo Dieter,

folgende Antwort mit Hinweis auf einen Postfreistempel.

Typ D – 8, 1945 Wertrahmen Adlerkopf und Hakenkreuz. Verschiedene Ortstempel und Wertstempel.

Für den gezeigten Stempel gilt: Wertrahmen kopfstehend (hier Reste des Flügels grob bearbeitet).

Siehe dazu auch Dein vorheriger Beitrag mit entferntem Adler.[#191]

Ich bin sicher, dass Herr Richter mit Heiner Dürst RIP korrespondiert hat wegen der Abbildungen.

Wenn es um die Bestimmung der Wertrahmen und der Maschinentypen geht, gab es zunächst das im Jahr 1980 als Heft 90 bei der Poststempelgilde erschienene Werk von Heiner Dürst und Gerd Eich: Die Deutschen Post- und Absender-Freistempel, Handbuch und Katalog.



Dieser enthält auch die Typen der Postfreistempel. Das Werk ist schon seit Jahren vergriffen, aber eine Neuauflage nur der Postfreistempel ab Anfang 1900 ist in Arbeit, aber dauert noch eine geraume Zeit.

Gruß

Hajo
 
Dieter 66 Am: 28.09.2026 21:09:20 Gelesen: 882# 194 @  
@ Nordluchs [#193]

Hallo Hajo,

vielen Dank für deine Antwort.

An kopfstehend hatte ich nun überhaupt nicht gedacht. Könnte passen. Allerdings ist innerhalb des Rahmens ein Rechteck, dieser fehlt bei der Abbildung in [#191].

Im Grunde komme ich, wenn es um die Bestimmung der verwendeten Postfreistempel für Barfrankaturen geht, mit dem Richter Handbuch gut klar.

Ansonsten habe ich wenig Berührungspunkte mit PFS und AFS. Mal schauen, ob auf der Messe in Ulm das Werk zu finden wird.

Dann werde ich den Beleg unter den Barfrankaturen als nicht gelistet erstmal einordnen.

Im Handbuch gibt es auch einen Verweis auf das Werk von Dürst und Eich. Die Herren hatten sicherlich Kontakt mit Herrn Richter.

Beste Grüße Dieter.
 
bernhard Am: 29.09.2026 13:14:58 Gelesen: 814# 195 @  
@ Dieter 66 [#194]

Hallo Dieter,

der Stempel aus Leipzig C2 ist relativ häufig. Richter hat diesen als Massenfrankatur gewertet, weshalb er im Handbuch Barfrankaturen nicht gelistet ist.





(10) Leipzig C 2 q, 1946, 1947 und 1948. 2x Bedarf, 1x phil. verwendet. (Bilder vom Rechner). Bei allen dreien ist der Stempel kopfstehend eingebaut.

Viele Grüße
Bernhard
 
Dieter 66 Am: 29.09.2026 14:38:35 Gelesen: 800# 196 @  
@ bernhard [#195]

Hallo Bernhard,

super, vielen Dank.

Dann ist es ja ausführlich geklärt und der Beleg kann bei mir in die Tonne wandern.

Den Bezug zu Massenauflieferungen hatte ich auch schon vermutet, allerdings hatte ich mich nach den Abbildungen auf Seite 96 im Richter Handbuch orientiert.

Diese Stempel beinhalten alle den Freivermerk „Gebühr bezahlt“

Beste Grüße Dieter.
 

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