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Thema: (?) (93/97/103) Deutsches Reich: Portobestimmung von Belegen
Das Thema hat 106 Beiträge:
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DerLu Am: 31.10.2016 07:34:34 Gelesen: 22346# 82 @  
@ Belgiensammler [#81]

Hallo Karl,

die 3 Pfennig Marke ist 1943 abgestempelt, also knapp 4 Jahre nach dem Philatelisten Tag 1939. Ich vermute jemand hat die Karte 1943 als Drucksache erneut verschickt, der Wertstempel war ja bereits entwertet zählte also nicht mehr bei der Portoberechnung. Nach meinem Kenntnisstand betrugt das Porto für die leichteste Drucksache zu dieser Zeit genau die 3 Pfennig der Marke.

Gruß DerLu
 
Belgiensammler Am: 01.11.2016 18:34:16 Gelesen: 22236# 83 @  
@ DerLu [#82]

Vielen Dank für die Antwort. Damit hat sich gleichzeitig auch eine andere Frage gelöst. Ich habe da noch eine Postkarte die so ähnlich aussieht Einmal versandt und dann Sonderstempel von anderen Anlässen mit späterem Datum drauf. Da hat man dann wohl auch noch die Teilnahme an diesen Anlässen dokumentiert, obwohl die Karte bereits gelaufen war. Also nochmals vielen Dank.

Karl


 
radler47 Am: 04.11.2016 12:20:05 Gelesen: 22234# 84 @  
Inflabrief Eilboten

Ich habe einen Eilbotenbrief aus der Infla-Zeit (3.7.23) erworben. Im Michel sind für diese Versandart leider keine Angaben vorhanden.

Kann mir jemand die Gebühren für Eilboten nennen?

Danke
 
erron Am: 04.11.2016 12:38:54 Gelesen: 22226# 85 @  
@ radler47 [#84]

PP 14 vom 01.07.-31.07.23.

Eilbestellgebühr als Ortsbestellzuschlag: 400 Mark
Eilbestellgebühr als Landbestellzuschlag: 1200 Mark

Sind aber im Michel auch aufgeführt.

mfg

erron
 
radler47 Am: 04.11.2016 16:30:11 Gelesen: 22192# 86 @  
Hallo, ich habe vergessen: Der Brief ging nach Ungarn. Gelten die gleichen Gebühren?

Viele Grüße
 
DerLu Am: 04.11.2016 16:38:41 Gelesen: 22187# 87 @  
Hallo,

hier sollte "der Oechnser" [1] weiterhelfen: Brief nach Ungarn (Sonderporto): 20 gr = 600 Mark, jede weitere 20 gr = 400 Mark. Die Eilbestellgebühr betrug 1.600 Mark.

Gruß DerLu

[1] Literatur: Oechsner, H.-P.: Die Tarife für Brief- und Paketpost vom 1.7.1905 bis 31.12.1923, INFLA-Bücherei, Band 12
 
zaubermann Am: 01.01.2017 16:04:03 Gelesen: 20877# 88 @  
Postkarten DR 1921 mit Stempel Landrat

Hallo zusammen,

ich bin gerade am Postkarten sortieren.

Sind die interessant bzw. warum sind die unterschiedlich frankiert?


 
jmh67 Am: 01.01.2017 22:00:45 Gelesen: 20836# 89 @  
Das sind Belege aus der Inflationszeit nach dem 1. Weltkrieg, die 1923 mit Markenwerten in Milliardenhöhe endete, und schon deswegen sicher von Interesse hier. Die unterschiedliche Frankatur ergibt sich aus den in dieser Zeit immer wieder gestiegenen Preisen und Gebühren. Kundigere als ich werden beurteilen können, ob die Karten mit den zum jeweiligen Datum richtigen Beträgen frankiert wurden. Die 30 Pf bei der untersten Karte scheinen mir jedenfalls plausibel.

Jan-Martin
 
muemmel Am: 01.01.2017 22:43:40 Gelesen: 20825# 90 @  
Alle drei Karten gingen aus Uslar nach Wiensen. Postsendungen zwischen beiden Orten mussten mit dem Porto für den Fernverkehr versehen werden.

Nun zu den Karten von oben nach unten. Die obere Karte stammt vom Oktober 1922, das Porto betrug 3 Mark, also 1,30 Mark unterfrankiert (es sei denn, es befinden sich weitere Marken auf der Rückseite der Karte).

Das Datum der mittleren Karte ist zwar nicht erkennbar, aber sie muss aus der Zeit vom 1.3. bis 30.6.1923 stammen, in der das Porto 40 Mark betrug.

Die untere Karte ist vom 29.3.1921 und das Porto betrug 30 Pfennig.

Gruß
Mümmel
 
zaubermann Am: 08.01.2017 19:29:44 Gelesen: 20736# 91 @  
@ muemmel [#90]

Hallo zusammen,

vielen Dank für eure Hilfe!

Viele Grüße

Mike
 
Baldersbrynd Am: 02.06.2017 09:57:18 Gelesen: 17794# 92 @  
Hallo Alle,

hier ein Brief gesendet in der Pfennigezeit.

Wertbrief aus Hamburg nach Skælskør in Dänemark. Sendet am 7.12.1878.

Ich habe Probleme mit dem Portoberechnung.

Deutsche Porto: Briefgebühr 40 Pf. Wertgebühr 10 Pf. und die letze 10 Pf. ist es für ein nicht frankiertes Brief?

Umrechnung 60 Pf. war 53 Öre.(Kurs 1 Mark = 0,88 Kronen).


Das dänisches Porto war 16 Öre für Brief und 8 Öre je 150 Kronen = 24 Öre zusammen 40 Öre, mit rot geschrieben, Porto zusammen 93 Öre erhoben bei der Empfänger.

Hoffentlich kann jemand mir helfen.

Viele Grüße
Jørgen


 
Torsten Grunwald Am: 17.12.2017 20:20:10 Gelesen: 13625# 93 @  
Hallo,

vielleicht kann mir jemand sagen, ob dieser Brief portogerecht ist, leider konnte ich zum Luftpostzuschlag aus dieser Zeit nichts finden.

Frankiert mit Mi.Nr. 536 (80 Pf.) vom 6.12.35, Ankunftsstempel vorhanden.



Gruß
Torsten
 
giempigunalda Am: 19.08.2018 09:28:08 Gelesen: 4989# 94 @  
Hallo zusammen,

kann mir vielleicht jemand von Euch weiterhelfen?

Was bedeutet dieser rote Stempel im Kreis auf einem Beleg mit Germania Marke im Inland gelaufen? Danke im voraus.

Steht der auch für "nachträglich entwertet" und wer hat dies publiziert bzw. aus welcher Quelle stammt dies?

g.g.


 
volkimal Am: 19.08.2018 09:40:53 Gelesen: 4980# 95 @  
@ giempigunalda [#94]

Hallo,

es wäre vielleicht hilfreich, wenn Du den kompletten Beleg zeigen würdest. Am besten mit Vorder- und Rückseite und in einer etwas höheren Auflösung.

Viele Grüße
Volkmar
 
giempigunalda Am: 19.08.2018 11:07:04 Gelesen: 4959# 96 @  
Hallo,

hier der ganze Beleg.

Auch habe ich solch einen Beleg auch nochmal mit einem handschriftlichen rotem "N".

Gruss
g.g.


 
giempigunalda Am: 19.08.2018 12:52:06 Gelesen: 4930# 97 @  
@ Jürgen Witkowski [#34]

Danke für die Information. Könnte womöglich so sein. Ich gehe jetzt nach Recherche davon aus, daß dies ein Nachgebührstempel ist.

Porto über 20 gr. war 20 Pfg.
Einschreibegebühr 20 Pfg.- zusammen dann 40 Pfg.
Verklebt waren 30 Pfg., somit 10 Pfg. zu wenig.
Kann so sein, muß aber nicht.

Viele Grüße
g.g.
 
philast Am: 28.12.2018 20:42:44 Gelesen: 2103# 98 @  
Hallo,

anbei ein eingeschriebener Eilbrief vom 18.12.1918 (Samstag) gelaufen von Hamburg 4 nach Barau (Bavorov in Böhmen) zugestellt wahrscheinlich am 22.12.1915.



Als Absender ist Walav Masl Sarrosany und als Empfänger der Kaplan Frantisek Damorazek in Bavorov genannt. Über den Absender war nichts direkt im Internet zu finden, über den Empfänger war zu lesen, dass er Kaplan von Bavorov war und eine größere Abhandlung über die die nahe Bavorov gelegene Helfenburg geschrieben hat. Der Brief ist freigemacht mit 1,05 Mk. Wenn man die üblichen Porti/Gebühren der Reichspost ansetzt kommt man in keiner Weise auf diesen Betrag (0,55 Mk 1. Gewichtsstufe, Einschreiben, Eilbote oder 0,65 Mk 2. Gewichtsstufe).

Ebenso exotischere Gebühren wie Spätgebühr (weitere 0,20 Mk) führen hier nicht zu einem der Frankatur entsprechenden Porto, das Postamt Hamburg 4 hatte auch Samstag bis 20 Uhr Betrieb (Quelle Adressbuch Hamburg). Auch nach einer philatelistischen Überfrankierung sieht der Brief nicht aus.

Ich bin zu folgender Erklärung für die Franktur gekommen und würde gerne die Experten im Forum bitten zu prüfen, ob diese Erklärung stichhaltig und belegbar ist, denn wenn die Beschreibung zutreffend ist, dann findet man so ein Stück Postgeschichte wahrlich nicht jeden Tag.

Die Erklärung führt über den Postvertrag zwischen Deutschland und der Österreich-Ungarischen Monarchie von 1872 (Wechselverkehr).

Der Vertrag ist hier einsehbar: https://digital.staatsbibliothek-berlin.de/werkansicht?PPN=PPN746857020&PHYSID=PHYS_1119&DMDID=DMDLOG_0014

In Artikel 18 (Seite 8) ist folgendes bezüglich Expressbestellungen bestimmt:



Hier wurde für Expressbriefpostsendungen nach dem Landbestellbezirke vereinbart, dass die Expressbestellgebühr in der Regel vom Adressaten (Empfänger) zu erheben ist, nach der Höhe des am Zielorte gültigen Gebührensatzes. Diese Bestimmung lese ich so, dass der Absender in Deutschland durchaus die Land Expressgebühr für Österreich frankieren durfte (also vorauszahlen), die zu diesem Zeitpunkt (Quelle Ferchenbauer / Michel Österreich Spezial 2016) 100 Heller betragen hat, für eine Express Zustellung bis zu 7,5km außerhalb des Ortsbereichs (ab 1.1.1900), außerdem wurde diese vorausgezahlte Expressgebühr an die österreichische Postverwaltung im Rahmen des Wechselverkehrs vergütet und führte die Dienstleistung aus.

Der Umrechnungskurs der Krone zur deutschen Reichswährung hat laut Amtsblatt Nr. 160 vom 30.11.1915 für 100 Kronen = 71 Mk (Postanweisungen) betragen, im Abschnitt Berichtigungen des Briefposttarifs wurde ein Umrechnungskurs von 100 Kronen = 72 Mk festgesetzt. Mit diesem Umrechnungskurs wurde die Eilbestellung der Österreichischen Postverwaltung vergütet im Rahmen des Wechselverkehrs, denn diese Gebühr verblieb ja vollständig bei der Empfängerpost.

Dann ergibt sich folgende Zusammensetzung der Briefgebühr:
1. Gewichtsstufe bis 20g : 0,10 Mk
Einschreiben : 0,20 Mk
Eilbote Landbestellung Österreich: 0,75 Mk krumme Pfennigbeträge waren auf den nächsten durch 5 teilbaren Pfennigbetrag aufzurunden daher statt 0,72 Mk gemäß Wechselkurs, 0,75 Mk)
Summe : 1,05 Mk
und dann wäre der Brief portogerecht freigemacht.

Stellt sich noch die Frage, ob das denn auch wirklich eine Landbestellung ist.
Für eine Landbestellung spricht der Vermerk Posta Bavorov (Zustellung durch die Post in Bavorov).

Dagegen spricht, dass in Bavorov ein Postamt war (siehe Ankunftsstempel) und auch eine Kirche existiert und der Kaplan des Ortes wahrscheinlich auch nahe der Kirche gewohnt haben dürfte, also eine Landbestellung nicht unbedingt erforderlich wäre. Andererseits bringt das Amt des Kaplans auch mit sich, dass er nicht nur im Ort und in der Kirche gearbeitet hat sondern auch in den umliegenden Dörfern seinen seelsorgerischen Dienst zu verrichten hatte, gerade zu Kriegszeiten und Weihnachten, und somit häufiger unterwegs war. Der Absender wollte wahrscheinlich eine sofortige persönliche Zustellung des Briefes erreichen, egal wo der Kaplan sich gerade aufgehalten hat und hat dies auch mit einer hohen Gebühr in Kauf genommen.

Zahlreiche Abbildungen und Erläuterungen zu Expressbriefen in den Landbereich siehe Handbuch von Ferchenbauer Band 2 Seite 399 - 415.

Ist diese Betrachtung plausibel/korrekt?

Mit freundlichen Grüssen
philast
 
philast Am: 25.01.2019 17:02:09 Gelesen: 1438# 99 @  
@ philast [#98]

Hallo,

nachdem sich auf den Beitrag noch keine Antwort ergeben hat, will ich ihn nochmals in Erinnerung rufen.

Grüsse
philast
 
Latzi Am: 25.01.2019 18:06:57 Gelesen: 1430# 100 @  
@ philast [#99]

Zwar hast Du das Porto für mich als Halblaien (Landzustellung in Österreich ist für mich ein böhmisches Dorf) gut hergeleitet, aber der Ansatz nicht philatelistisch überzeugt mich nicht so. Es wurden die Werte 5, 10, 20, 30, 40 Pfg verwendet - ich würde mich als Sammler für einen halben Satz bedanken. Als Postbeamter, der auf 1,05 Mark kommen will, hätte ich das Ziel mit weniger Marken aus weniger Markenbogen schneller erreicht, zumal in Hamburg bestimmt auch die Marke zu einer Mark oder zwei 50er da gewesen wären.

Grüße
Lars
 
philast Am: 25.01.2019 19:44:02 Gelesen: 1412# 101 @  
@ Latzi [#100]

Hallo,

das Argument hat etwas für sich, es gibt in den Vorschriften die Maßgabe mit möglichst wenigen Marken die benötigte Portostufe darzustellen. Das wäre hier also die Verwendung der 1 Mk und einer 5 Pf Marke gewesen.

Absolut bindend oder hundertprozentig so umgesetzt wurde dies aber nicht. Dafür existieren viele Beispiele gerade auf Auslandspaketkarten, wo für die einfachste Portostufe 80 Pf nötig waren und dies nicht nur mit der 80 Pf Germania (dies ist zwar die Mehrheit) sondern durchaus häufiger auch mit anderen Kombinationen wie 30+50 Pf, 40+40 Pf, 3*25+5 Pf, 4*20 Pf, usw. dargestellt wurde.

Grüsse philast
 
christel Am: 27.01.2019 16:33:09 Gelesen: 1332# 102 @  
@ giempigunalda [#96]

Also, ich denke der Stempel "N" ist nicht postalischen Ursprungs.

Gleicher Absender, jedoch Brief aus 1915.

Eventuell gibt es ja weitere Sammler, die einmal nach Dresdner Bank Korrespondenz aus Berlin und der Zeit von 1900 bis 1920 schauen können.


 
Frankenjogger Am: 25.02.2019 15:02:04 Gelesen: 528# 103 @  
Hallo,

da ich mich hauptsächlich mit Nachkriegsbelegen beschäftige habe ich außer dem Michelkatalogen keine Literatur für die Zeit bis 1945.

Ich habe eine Luftpost-Postkarte nach Indien mit einem Porto, das ich nicht zuordnen kann. Kann mir jemand helfen?



Nach meinem Kenntnisstand war die Gebühr für eine Auslandspostkarte 15 Pf. Demnach wäre die Lp-Gebühr 23 Pf gewesen, was ich mir irgendwie nicht vorstellen kann.

VG, Klemens
 
dr31157 Am: 20.03.2019 20:28:41 Gelesen: 92# 104 @  
Postkarte P 133 vom 20.05.1921

Hallo,

ich würde mich freuen, wenn mir jemand nachstehende Fragen beantworten würde:

Wie lange war diese Postkarte mit Zudruck im Fernverkehr überhaupt gültig (31.03.1921?)?

Mit 40 Pf. wäre die Karte korrekt frankiert. Der Wertstempel 15 auf der Bayernkarte wurde wohl nicht berücksichtigt und nicht abgestempelt. Der Zudruck 30 Pf. wurde jedoch offensichtlich von der Reichspost akzeptiert. War diese Handhabung der Frankatur Zudruck 30 Pf. + Mi-Nr. 120 10 Pf. = 40 Pf. so korrekt und zulässig?

Freundliche Grüße
Detlef


 
inflamicha Am: 20.03.2019 20:42:37 Gelesen: 83# 105 @  
Hallo Detlef,

die Ganzsache war (mit entsprechender Auffrankatur natürlich) bis zum 30.9.1923 gültig.

Der durchbalkte bayerische Wertstempel ist nicht berücksichtigt worden, da annulliert.

Den Frankaturwert der "neuen" Karte bildete der später zugedruckte 30 Pfg. Germania-Wertstempel, der hier auch schon nicht mehr ausreichte und deshalb mit einer 10 Pfg.-Marke ergänzt wurde.

Also alles korrekt.

Gruß Michael
 
dr31157 Am: 20.03.2019 20:57:24 Gelesen: 78# 106 @  
Hallo Michael,

alles klar! Vielen Dank.

Gruß
Detlef
 

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