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Thema: Bund: Nebenstempel
Das Thema hat 34 Beiträge:
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Max78 Am: 15.12.2016 19:08:45 Gelesen: 10014# 10 @  
Hallöchen, mal wieder ich mit den beliebten ramponierten Dingern:

Nichts für jene Augen zahlreicher Zackenfreaks (man darf sie auch Philatelisten nennen, auch wenn das - na ja, wie soll man sagen - etwas "wissenschaftstreu" klingt), doch für all diejenigen, die sich wie ich für nette Nebenstempel begeistern können. Als Erstes ein markenloser Beleg zum Postamt Ulm. Der Stempel dürfte mit Sicherheit seltener vorkommen, als die Marke, die sich auf dem Beleg befand (Michel-Katalogwert nicht ermittelbar, Stand 15.12.2016. :-)



Und was die Deutschen können, das können unsre Nachbarn natürlich auch. Mit meinen nicht vorhandenen Sprachkenntnissen im Niederländischen würde ich hier eher sagen: FRANKEERZEGEL AFGEPOOPELT



Nachgebühr wurde hier natürlich NICHT erhoben, wär ja auch ne Frechheit, ne.

Stresst Euch nicht mit Weihnachtsbesorgungen, einfach nichts schenken (und nichts erwarten). Wir haben doch eh alles, selbst nichts, was Freude bringt.

mit Grüßen Max
 
Journalist Am: 05.03.2017 11:22:29 Gelesen: 9722# 11 @  
Hallo an alle,

kann mir jemand sagen ob der im folgende gezeigte Nebenstempel auch in ähnlicher Form eventuell von anderen Orten vorliegt ?



Der Stempel befindet sich links oben auf einem Postzustellungsauftrag - Postsache.

viele Grüße Jürgen
 
hajo22 Am: 17.09.2017 16:43:03 Gelesen: 8823# 12 @  


Einschreibbrief aus Bremen vom 8.2.61 an den Briefmarkenhändler Fritz Paulus, Mettlach/Saar. Portogerecht frankiert mit 90 Pf. (50 Pf. = Einschreiben + 40 Pf. Fernbrief über 20gr).

Nebenstempel: "Undeutlicher Stempelabdruck/infolge der Beschaffenheit/des Inhalts der Sendung."

hajo22
 
LOGO58 Am: 08.11.2017 07:14:30 Gelesen: 8410# 13 @  
Nebenstempel Postamt Nürnberg 1 BZ

Mir liegt ein Brief von Berlin nach Nürnberg vor, bei dem sich offenbar auf dem Postweg das Postwertzeichen abgelöst hat.



Im Postamt Nürnberg 1 wurde ein entsprechender Nebenstempel mit dem Text Ohne Postwertzeichen eingegangen / Postamt Nürnberg 1 BZ angebracht.

Meine Frage: Was bedeutet die Abkürzung 'BZ'?

Aufgrund der vorhandenen Fragmente lässt sich der Stempel und damit die Einsatzzeit wie folgt rekonstruieren:
Berlin 11, UB und Datum nicht erkennbar.
Bei dem Werbeeinsatz handelt es sich um



Dieser Werbeeinsatz wurde in der Zeit vom 4.2.-8.3.1985 verwendet.

Grüße aus dem Norden
Lothar
 
HWS-NRW Am: 08.11.2017 09:00:18 Gelesen: 8395# 14 @  
@ LOGO58 [#13]

BZ bedeutet Briefzentrum.

mit Sammlergruß
Werner
 
reichswolf Am: 08.11.2017 15:38:47 Gelesen: 8348# 15 @  
@ LOGO58 [#13]

Im Gegensatz zu meinem Vorschreiber glaube och nicht, dass BZ hier für Briefzentrum steht. Briefzentren gab es 1985 noch nicht. Klassischerweise steht BZ für Briefzustellung. Das dürfte auch hier der Fall sein.
 
HWS-NRW Am: 08.11.2017 17:21:12 Gelesen: 8327# 16 @  
@ reichswolf [#15]

Ich denke, da hast Du Recht, habe nicht auf das Datum / Jahreszahl geachtet.

mit Sammlergruß
Werner
 
GSFreak Am: 08.11.2017 18:06:37 Gelesen: 8306# 17 @  
Von mir gleich zwei Nebenstempel des Postamtes Gelsenkirchen auf einer (Urlaubsgruß-) Ansichtskarte aus Italien - 1971

Trotz des fünfzeiligen Stempels oben hat man offenbar dennoch versucht, den Empfänger zu ermitteln. Mögliche Straße und Hausnummer sind unten im Adressenfeld handschriftlich mit schwarzem Kugelschreiber eingetragen in einen leider etwas schwach abgeschlagenen Rechteckstempel "Versuchsweise nach" mit vorgesetztem Quadrat.



Gruß Ulrich
 
LOGO58 Am: 09.11.2017 12:20:40 Gelesen: 8251# 18 @  
@ Reichswolf [#15]
@ HWS-NRW [#14]

Danke an Reichswolf und Werner.

Grüße aus dem glücklichen Schleswig-Holstein
Lothar
 
GSFreak Am: 09.11.2017 23:20:17 Gelesen: 8182# 19 @  
Hier ein vierzeiliger Nebenstempel wg. unrichtiger Angabe der Postleitzahl - Hamburg 1994.



Gruß Ulrich
 
eifelsammler Am: 10.11.2017 12:29:39 Gelesen: 8152# 20 @  
Guten Tag!

Soweit ich gesehen habe wurde der noch nicht gezeigt. Vermutlich Nutzung nach dem Ablauf der Gültigkeit der Marke.



Viele Grüße

Carsten
 
Pete Am: 10.11.2017 15:01:52 Gelesen: 8128# 21 @  
@ eifelsammler [#20]

Soweit ich gesehen habe wurde der noch nicht gezeigt. Vermutlich Nutzung nach dem Ablauf der Gültigkeit der Marke.

Als Ergänzung zu deinem Beleg: das Nacherhebungsentgelt von 106 Cent entspräche meinem Eindruck nach der Summe von 55 Cent für das Porto der Sendung und 51 Cent für den Vorgang der Nacherhebung = 106 Cent. Die Portostufe von 55 Cent war in den Jahren 2003 - 2012 für eine C6-Sendung bis 20g im Inland gebräuchlich, die Briefmarken in der Währung DM selbst bis zum 30.06.2002 gültig. Die verklebten 100 Pf. hätten auch vor der Einführung des Euro als Bargeld (01.01.2002) nicht mehr ausgereicht (seit 01.09.1997 betrug das Porto 110 Pfennig).

Den Stempelabschlag "PWZ ungültig" habe ich bisher auch noch nicht gesehen. ;-)

Gruß
Pete
 
GSFreak Am: 11.11.2017 08:13:19 Gelesen: 8089# 22 @  
Hier ein zweizeiliger Nebenstempel "Straße in 5000 Köln 91 unbekannt" auf einer Urlaubsgruß-AK aus Griechenland (1982).

Zudem ist noch ein grauer Aufkleber vorhanden: "Verspätet ausgeliefert, weil ...".



Gruß Ulrich
 
eifelsammler Am: 23.04.2018 14:02:05 Gelesen: 6350# 23 @  
Hallo!

Letzte Woche hat meine Frau einen H&M-Katalog mit dem folgenden Stempel erhalten.



Was ist das, Ist der überhaupt von der Deutschen Post?

Viele Grüße

Carsten
 
DL8AAM Am: 23.04.2018 14:54:48 Gelesen: 6338# 24 @  
@ eifelsammler [#23]

Interessanter Stempel, der - ja - aus der Tätigkeit der DPAG stammt. Viel findet sich zum Thema G-Papier nicht, auf die Schnelle hier nur ein kurzes Zitat aus dem Netz, das die Zielrichtung für weitere Recherchen vorgibt:

"Selbst bei Annahmeverweigerung oder Unzustellbarkeit kommt die Infopost bei der DPAG in das sogenannte G-Papier. Das heißt der Mist geht zum Aktenvernichter. Keine Firma will die eigene Werbung wieder zurück haben. Also kannst du es auch selbst in die Tonne schmeißen - hat den selben Effekt" [1].

D.h. normalerweise bekommt mal als Endkunde Sendungen mit diesem Stempel nie zu Gesicht. Er wird auf Unzustellbaren abgeschlagen und kennzeichnet damit scheinbar den zukünftigen Weg (nämlich zur Vernichtung) des Belegs. Entweder wurde der Stempel hier irrtümlich abgeschlagen, oder es sich jemand die Sendung erneut vorgenommen und erkannt, dass sie doch zugestellt werden kann.

"G-Papier" allgemein steht, gemäß dem Facebookauftritt der DPAG, für "G-Papier sind beanschriftete Sendungen, die der Entsorgung zugeführt werden, zB unzustellbare Infopost, unzustellbare Zeitungen, abgelaufene Nachsendemerkkarten und Lagerugsmerkkarten" [2], wobei ich noch immer nicht weiss, was das G hier bedeutet.

Gruß
Thomas

[1] https://community.sky.de/thread/39588
[2] https://www.facebook.com/deutschepost/posts/1364136630264612
 
eifelsammler Am: 23.04.2018 15:09:37 Gelesen: 6328# 25 @  
Hallo Thomas!

Vielen Dank für die detaillierte Beschreibung. Sehr interessant - da hatte ich nicht mit gerechnet. Dann hebe ich die Deckseite mal auf.

Vielleicht findet sich noch jemand der uns das "G" erklären kann?

Gruß

Carsten
 
hopfen Am: 23.04.2018 15:22:51 Gelesen: 6324# 26 @  
@ eifelsammler [#23]
@ DL8AAM [#24]

Man beachte, dass im Stempel die PLZ "56761" für Kaifenheim angegeben ist, heißt doch, dass (fast) jede Zustell-Stelle einen solchen Stempel haben muß - eventuell sogar mehrere, denn was sonst bedeutet noch der Anhang "-06"? (man beachte: zweistellig!)

Zu "G" fällt mir allerdings auch nichts Brauchbares ein.

Mit phil. Gruß
Horst
 
Nachtreter Am: 23.04.2018 16:03:41 Gelesen: 6297# 27 @  
@ hopfen [#26]

Der "Anhang" -06 gibt die Nummer des Zustellbezirks wieder. Das bedeutet aber nicht automatisch, daß jeder Zustellbezirk oder jeder Zustellstützpunkt einen solchen oder einen ähnlichen Stempel haben muß!

Viele Grüße

Nachtreter
 
eifelsammler Am: 23.04.2018 17:37:47 Gelesen: 6265# 28 @  
@ Alle

Wenn ich es schaffe versuche ich morgen mal den Zusteller abzufangen.

Vielleicht habe ich ja Glück und der kennt sich aus!

Gruß

Carsten
 
Journalist Am: 23.04.2018 17:43:17 Gelesen: 6262# 29 @  
@ eifelsammler [#23]

Hallo Carsten,

Thomas hat das schon richtig erklärt - der Ausdruck G-Papier ist bei der Post intern bekannt - er steht für "Papier" das nicht einfach so in den Abfall oder das Altpapier soll, sondern der geschreddert werden soll, um die Datensicherheit zu gewährleisten.

Ich vermute auch, das der Stempel hier auf Deiner Sendung irrtümlich abgeschlagen wurde, also ein nicht alltägliches Stück mit einem tatsächlichen postalischen Nebenstempel. :-)

Viele Grüße Jürgen
 
GSFreak Am: 24.04.2018 19:57:51 Gelesen: 6187# 30 @  
Hier eine Ansichtskarte von Bad Oeynhausen am 05.07.1965 nach Berlin 41.

Es findet sich ein Nebenstempel mit folgendem Text:

"HAUS verschlossen, auf Klingeln nicht geöffnet. BRIEFKÄSTEN fehlen außen."



Gruß Ulrich
 
hopfen Am: 05.05.2018 22:16:02 Gelesen: 6146# 31 @  
X-RAYED

GERÖNGT: Brief von Schering, Berlin (ehemaliges deutsches pharmazeutisches Unternehmen) am 14.5.85 mit 430 Pf. für einen Luftpostbrief mit Einschreiben (mit eigenem R-Zettel "sh") an ? - vermutlich ein Empfänger in Ost-Europa - rückseitig ist ein Rundstempel - diesen Typ habe ich bei Philastempel unter Russland einmal gefunden - mit viel Phantasie könnte es "MOCKBA / 1" sein.



Vorderseitig Kastenstempel "X-RAYED / ..." im unteren Teil : A.O.C. MAIL(P)OOM = kyrillisch!

Da der Brief zw. 50 + 100 gr. hatte, gab es also einen Inhalt, der unbedingt durchleuchtet werden mußte!

Gibt es weitere Beispiele?

fragt mit phil. Gruß
Horst
 
bignell Am: 05.05.2018 22:20:01 Gelesen: 6139# 32 @  
@ hopfen [#31]

Hallo Horst,

MAILROOM, der Strich vom R ist deutlich erkennbar. Das kyrillische Alphabet würde auch das L anders schreiben.

Lg, harald
 
hopfen Am: 05.05.2018 22:45:36 Gelesen: 6120# 33 @  
@ bignell [#32]

Okay, akzeptiert, mit Phantasie hätte ich auch drauf kommen können, habe aber die Buchstaben mit dem russischen Alphabet verglichen und war somit "betriebsblind" - Danke!
 
MS Sammler Am: 13.11.2020 00:24:45 Gelesen: 302# 34 @  
Moin,

hier ein weiterer Brief aus dem Jugoslawien-Posten:



Verzögert wegen fehlender / bzw. falscher Postleitzahl.

Gruß Leon.
 

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