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Thema: (?) (535) (539) Zensurpostbelege
Das Thema hat 547 Beiträge:
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volkimal Am: 20.11.2023 21:01:53 Gelesen: 86308# 523 @  
Hallo zusammen,

eine zweisprachige Postkarte (Ungarisch/Kroatisch) aus der Zeit des Ersten Weltkriegs von Ungarn nach Deutschland:



Die Karte wurde entsprechen des zweisprachigen Zensurstempels Felulvizsgalva/Überprüft (Ungarisch/Deutsch) in Badapest kontrolliert. Wer hat diese Zensur vorgenommen? Militär, Staat, Post oder eine andere Institution?

Weitere Informationen zur Karte und den Text auf der Rückseite siehe [1].

Viele Grüße
Volkmar

[1] https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?PR=329805
 
becker04 Am: 19.01.2024 11:01:42 Gelesen: 82341# 524 @  
Guten Morgen,

von mir heute ein Brief aus Bône - ab 1962 Annaba - im damals zu Frankreich gehörendem Algerien nach Genf. Aufgegeben am 27.1.1943 durchlief er die britische Zensur - Examiner 4122 - und erhielt dort den Kreisstempel (A. x.). Leider ohne Ankunftstempel.



Viele Grüße
Klaus
 
BANANA60 Am: 19.01.2024 11:55:49 Gelesen: 82327# 525 @  
@ volkimal [#523]

Entschuldige, habe die Anfrage zum Zensurstempels erst jetzt gesehen.

Es handelt sich um einen Stempel der Zivilpost-Zensur. In diesem Fall war die Post-Überprüfungskommission in Budapest zuständig.

Postüberwachung nach Deutschland wurde wie das übrige Ausland gesehen. Eine Änderung dieser Praxis gab es dann mit Verordnung vom 27.10.1916.

Der hier gezeigte Stempel ist der meistverwendetet dieser Zensurstelle. Bisher wurden Zensornummern zwischen 1 und 60 registriert. Selten gibt es ihn als Oberzensorenmerkmal in roter Farbe. Verwendung: Okt. 1914 - Feber 1916.

Liebe Grüße
Harald
 
Briefuhu Am: 28.01.2024 10:37:21 Gelesen: 81838# 526 @  
Luftpostbrief vom 16.02.1941 von Helix, Oregon, USA nach Cottbus. USA Zensur von Examiner 4430 und vom Oberkommando der Wehrmacht, also zweimal geöffnet. Benutzt wurde ein Ganzsachenumschlag über 3 Cent mit Zusatzfrankatur von 27 Cent, u.a. waagrechtes Paar der Michel Nr. 441, gesamt 30 Cent. Helix ist laut Wikipedia eine Kleinstadt mit 184 Einwohner (Census 2010).



Schönen Gruß
Sepp
 
Regis Am: 28.01.2024 11:14:34 Gelesen: 81828# 527 @  
@ Briefuhu [#526]

Es ist keine US-Zensur, sondern die Bermuda-Zensur. Der Brief flog mit PanAm am 19. Februar 1941 von North Beach, N.Y., Flug 267 mit Yankee-Clipper nach Bermuda, dort diese Zensur und war am 20. Februar in Lissabon.

Gruß Dietrich
 
Briefuhu Am: 28.01.2024 11:44:34 Gelesen: 81822# 528 @  
@ Regis [#527]

Hallo Dietrich,

vielen Dank für die Ergänzung.

Schönen Gruß
Sepp
 
dithmarsia43 Am: 30.01.2024 17:24:53 Gelesen: 81541# 529 @  
@ Briefuhu [#526]

Hallo,

aus dem Jahre 1915 die USA Ganzsachenkarte UX25 als Trauerkarte/Sterbeanzeige nach Brunsbüttelhafen/Schleswig-Holstein mit dem Stempel "KAISERLICHE MARINE / GEPRÜFT". Leider nicht ersichtlich für mich, in welcher Stadt die Prüfung vorgenommen wurde.

Beste Grüße,

Uwe


 
wuerttemberger Am: 21.03.2024 10:21:56 Gelesen: 77937# 530 @  
@ Regis [#506]

Die Stuttgarter Postüberwachungsstelle hat überhaupt nicht vorauseilend gehandelt, sondern exakt nach Vorschrift.

In der Anlage J des Mobilmachungsplans für das Deutsche Heer ist im §10 ganz klar geregelt, was bei einer drohenden Kriegsgefahr - die wurde am 31.07.1914 festgestellt - zu tun ist:



Gruß
wuerttemberger
 
wuerttemberger Am: 21.03.2024 16:12:50 Gelesen: 77876# 531 @  
Letztens habe ich folgende Karte erwerben können:



Ansichtskarte aus Tanne vom 31. Juli 1914 nach Brüssel. Die Karte wurde angehalten weil Post ins Ausland erst von einer Überwachungsstelle freigegeben werden musste. Die Karte wurde mit dem Stempel "ZURÜCK" versehen und laut handschriftlichem Vermerk am 15. August dem Absender zurückgeschickt. Auf der Ansichtsseite hat der Absender einen interessanten Text geschrieben:
Magdebg, den 26.8.914 Lieber Hans! Wie Du siehst, hat Dich diese Karte nicht mehr erreicht.
 
Regis Am: 21.04.2024 10:59:59 Gelesen: 74927# 532 @  
Ein Brief aus Charlottenburg 26. August 11-112 Uhr 1922 mit Einschreiben und Luftpost nach Danzig Langfuhr.

Nach der Aufgabe Zuleitung zur Postüberwachung Berlin W 8. Vermutlich zur Inhaltskontrolle / Devisen.

Der Brief wurde nicht geöffnet, von Aussen kontrollierbar. Gebühr: Brief 3 Mark, Einschreiben 2 Mark; Luftpost 20 Pfennig.

Frankatur um 20 Pfennig überfrankiert. Flug mit Lloyd Ostflug / Junkers Luftverkehr 7 Uhr 45 ab Berlin-Danzig Ankunft 12 Uhr 45. Ankunft / Zustellung ? Zielpostamt Danzig Langfuhr 27.8.22. 6-7 N.



Da ein Flugbestätigungsstempel fehlt, ist eine Nichtflugbeförderung möglich. Dabei ist zu beachten, dass der Zug Berlin - Stettin - Danzig über 503 km mit umsteigen Stettin zu lange braucht.

Wer weiß wer was weiß. Viel Spaß beim Nachdenken Dietrich
 
hannibal Am: 20.06.2024 20:20:30 Gelesen: 63852# 533 @  
Hallo,

von mir zum Thema ein Brief mit einer portogerechten Einzelfrankatur All. Besetzung Provinz Sachsen Mi. 86 nach Köln.

Stempel (19) HALBERSTADT 1 n 30.1.46,-18. Zensur geöffnet Stempel MILITARY CENSORSHET 18646 und wieder mit Streifen verschlossen.



Interessant die Rückseite des Verschlussstreifens - dort wohl ein Druckvermerk ..8.45 2000 M



Gut zu sehen im Detailscan. Leider der Brief Öffnungsmängel und die Marke links knapp geschnitten.

Viele Grüße
Peter
 
HWS-NRW Am: 20.06.2024 20:51:11 Gelesen: 63838# 534 @  
Hallo,

auch von mir ein neuer Beleg:



Fernbrief aus Frankfurt (Main), abgeschlagen ein Postfreistempel (vorher E-9) in aptierter Form (Entfernung des Werbeklischees), der Brief wurde geöffnet, wieder mit Streifen verschlossen und ein Dienststempel der Kontrollstelle (10334) abgeschlagen.

mit Sammlergruß
Werner
 
HWS-NRW Am: 14.10.2024 23:41:16 Gelesen: 53736# 535 @  
Hallo,

habe den Beleg schon bei den AFS gepostet:



Dieser Orts-Doppelbrief, aufgegeben im Juli 1946 in Stuttgart-Feuerbach, trägt zwei verschiedene Zensurstempel, auch noch in verschiedenen Farben, warum ?

Mit Dank an die Runde für eine eventuelle Aufklärung,
Werner
 
HWS-NRW Am: 05.01.2025 22:39:13 Gelesen: 49145# 536 @  
Hallo und ein gutes Neues Jahr.



Fernbrief der 1. Gew.-Stufe nach Österreich, aufgegeben in FRANKFURT (MAIN) im Juli 1947 mit aptiertem AFS (E-14 K), interessant die Zensurstempel der U.S.- sowie der österreichischen Dienststellen.

mit Sammlergruß
Werner
 
Jürgen Witkowski Am: 10.03.2025 18:45:08 Gelesen: 46356# 537 @  
Auch nach Ende der Postzensur in der SBZ im August 1950 gab es noch Zensurmaßnahmen. Laut Richter [1] gab es beispielsweise in Leipzig eine Zensurstelle der Post, die Drucksachen zur Zustellung freigab. Freigegebene Stücke wurden mit einem Kreisstempel mit der Postleitgebietszahl 10 b und, wie in diesem Fall noch einem Rechteck gekennzeichnet. Die Zeitungsdrucksache der Union-Druckerei aus Frankfurt (Main) vom 16. Mai 1957 erhielt in Leipzig den Freigabestempel der Post.



Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen

[1] Hans.-J. Richter, Briefzensur in der sowjetischen Besatzungszone und im Ostsektor Berlins, Braunschweig, 1994
 
Jürgen Witkowski Am: 14.03.2025 11:24:45 Gelesen: 45977# 538 @  
Auch im November 1966 lässt sich dieser Zensurstempel noch nachweisen. Ein Streifband, dass vermutlich Werbeunterlagen des Fremdenverkehrsamtes aus der ungarischen Stadt Szombathely enthielt und nach Leipzig adressiert war, bekam den Freigabestempel 10 b.



Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
 
focus Am: 16.03.2025 13:39:48 Gelesen: 44718# 539 @  
Hallo,

ich habe diesen kleinen Brief und wollte wissen, handelt es sich bei dem roten Signum um eine Zensur.



Gruß

Marcus
 
Jürgen Witkowski Am: 08.04.2025 12:50:48 Gelesen: 38648# 540 @  
Bei diesem Brief aus Mexiko aus März 1947 nach Bad Wildungen kam für die Zensur ein schwarzer Maschinenstempel zum Einsatz, der laut Riemer [1] im Postamt Frankfurt (Main) 2 von März bis Juni 1947 verwendet wurde. Von diesem Stempel sind zwei Typen bekannt.



Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen

[1] Karl-Heinz Riemer, Die Postzensur der Alliierten im besetzten Deutschland nach dem II. Weltkrieg
 
Dieter 66 Am: 08.04.2025 16:32:00 Gelesen: 38614# 541 @  
Hier ein im Grunde kein besonderer Zensurbeleg. Zensurstempel der amerik. Zone 1b.

Der Absender war die Ruhrschiffahrts -Verwaltung Duisburg, der Empfänger die Betriebskrankenkasse Koblenz.

Die 12 Pfg. Dienstmarke trägt einmal ein Stempel „Mühlheim Ruhr“ v. 01.x.45 sowie einen weiteren Stempel KOBxxx, wohl Koblenz v. 22.3.46. Das Dienstsiegel wurde eher kläglich entnazifiziert.

Anscheinend hat der Brief den Empfänger nicht erreicht. Die zusätzlichen Vermerke mit Bleistift kann ich nur teilweise lesen. „Stadtkasse?“, Verrechnungsamt?“ Man hat wohl versucht die Freimarke zu entfernen, da der Mühlheim-Stempel in der Bruchlinie unterbrochen ist. Der Koblenz-Stempel wiederum deckt die Bruchlinie mit Farbe ab.

Handelt es sich um einen „Überroller“

Würde gerne mal Eure Meinung dazu hören.



Schönen Gruß Dieter.
 
Jürgen Witkowski Am: 08.04.2025 17:08:05 Gelesen: 38603# 542 @  
@ Dieter 66 [#541]

Im Stempel von Mülheim (Ruhr) 1 - ohne das h vor dem l! - lese ich 01.7.45. Von daher kann es sich kaum um einen Überroller handeln.

Es besteht theoretisch die Möglichkeit, dass nach Kriegsende ein Postsack aufgefunden wurde und die Post bearbeitet, zensiert und zum Empfänger transportiert wurde. Das war laut Strobel [1] für die RPD Düsseldorf, zu der auch Mülheim (Ruhr) gehörte, nach der gesamten Britischen Zone ab dem 2.7.1945 möglich.

Seltsam ist, dass es sich um einen Amerikanischen und nicht um einen Britschen Zensurstempel handelt, den ich hier eigentlich erwartet hätte. Der Zensurstempel wird der Zensurstelle Eßlingen zugeschrieben. [2]

Unten lese ich Oberpräsidium, das ist wenig erhellend. Das Gekrakel oben, links neben der Frankatur kann ich nicht ansatzweise entziffern.

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen

[1] Wolfgang Strobel, Die Aufnahme des Postverkehrs in Deutschland nach der Besetzung 1945 bis 1950
[2] Alfred Meschenmoser, Überroller-Post 1945-1949 vom 'Dritten Reich' in das 'Nachkriegs-Deutschland'
 
Dieter 66 Am: 08.04.2025 17:35:16 Gelesen: 38581# 543 @  
@ Jürgen Witkowski [#542]

Hallo Jürgen,

vielen Dank für deine Ausführungen.

Das erklärt dann wohl auch das Datum 1.7.45. Warum wurde dann die Dienstmarke nicht entnazifiziert.

Es könnte ja auch sein, dass es sich nicht um Koblenz handelt, sondern tatsächlich um einen Ort in der damaligen amerik. Zone.

Wer kann dann heute noch noch nachvollziehen welche Wege zu der Zeit liegengebliebene Poststücke genommen haben.

Ich hatte übrigens nach dem Stempel Koblenz mit dem Kennbuchstaben "w" recherchiert. Bin da allerdings nicht fündig geworden.

Schönen Gruß Dieter.
 
bernhard Am: 08.04.2025 17:43:17 Gelesen: 38579# 544 @  
@ Dieter 66 [#541]

"Man hat wohl versucht die Freimarke zu entfernen, da der Mühlheim-Stempel in der Bruchlinie unterbrochen ist. Der Koblenz-Stempel wiederum deckt die Bruchlinie mit Farbe ab."

Hallo Dieter,

ich denke es wurde eine beschädigte Marke aufgeklebt. Wenn ich nicht ganz Blind bin, gehen beide Stempel über den Zwischenraum.


@ Jürgen Witkowski [#542]

Hallo Jürgen,

der Zensurstempel wurde vermutlich in Koblenz angebracht. Die Amerikaner eroberten die Stadt und übergaben sie später den Franzosen.

Viele Grüße
Bernhard
 
becker04 Am: 25.04.2025 13:25:05 Gelesen: 34861# 545 @  
Hallo zusammen,

von mir heute ein Luftpost Brief aus Kairo (Cairo) nach Calw in Baden-Württemberg vom 6.10.1960, geöffnet durch die ägyptische Zensur.



MfG
Klaus
 
becker04 Am: 16.08.2025 14:19:38 Gelesen: 17513# 546 @  
Hallo zusammen,

heute ein Brief aus Oran (Algerien) nach Basel in der Schweiz. Aufgegeben am 30.11.1939 und später durch die französische Zensur geöffnet. Die Ident.-Nr. der Zensurstelle lautet TB 320.



MfG
Klaus
 
evwezel Am: 05.11.2025 19:28:07 Gelesen: 5808# 547 @  
Liebe Sammlerfreunde,

ich zeige Euch hier eine Karte, die im Ersten Weltkrieg von Pragerhof nach Rann an der Save (Slowenien) verschickt wurde. Ich habe einige Fragen zu dieser Karte:

1) hat jemand eine Erklärung dafür, dass diese Karte nicht als Feldpostkarte verschickt wurde?

2) Auf welchem Weg ist diese Karte genau von Pragerhof (Pragersko) zum Empfänger in Rann an der Save (Brežice) gekommen?

3) Vielleicht eine dumme Frage, aber warum wurde diese Karte in Marburg an der Drau zensuriert? Die Slowenen kämpften doch loyal auf Seite der k.u.k. Armeen ?

Viele Grüße

Emiel




--
Ich lese:

Hoffentlich geht (es) Ihnen sowie
allen Ihren dortigen Kol-
legen noch immer tadel-
los. Mit Kogelfranz
war ich schon einigemal
mit ihm zusammen.
Mein Befinden ist
hier tadellos. Wenn
Sie einmal von
dort wegkommen
sollen so bitte senden
Sie mir die Adresse.
Sende Ihnen allen Ihren
Kollegen die besten Grüße
und “Lebewohl“ Jančič

Text an der linken Seite
Viele Grüße sendet Ernst H?st?igg

Absender
Abs. Gend(arm). Wachtmeister
Anton Jančič in Pragerhof [1]

Anschrift
Otto Starka
k.k. Feldgendarm
in Rann
a(n). d(er). Save [2]

Tagesstempel
PR(AGERHOF)
(…)
* 5 *

Zensurstempel
ZENSURIERT
K.u.K. MILITÄRZENSUR
MARBURG [3]

[1] Pragersko –siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Bahnhof_Pragersko
[2] Siehe Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Bre%C5%BEice
[3] Siehe Marburg an der Drau (siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Maribor )
 

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