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Thema: (?) (440/451) Zensurpostbelege
Das Thema hat 452 Beiträge:
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cilderich Am: 27.11.2017 19:30:16 Gelesen: 105036# 428 @  
Michael Mallien [#427]

Ist er auch.

Gruß cilderich
 
Heinrich3 Am: 17.12.2017 11:49:07 Gelesen: 100905# 429 @  
Hallo,

der Beleg hat gelitten, auch durch das Entfernen des Verschlußstreifens oben. Der Brief ging am 15. Nov. 1943 vom Ort Maria Teresa im argentinischen Teilstaat Santa Fe nach England. wo er vom Zensor Nr. 5247 kontrolliert wurde. Rückseitig nur der obere Teil des Verschlußstreifens mit dem Aufdruck P.C.90 OPERNED BY



Schönen Advent wünscht
Heinrich
 
Fips002 Am: 19.12.2017 20:18:06 Gelesen: 100716# 430 @  
Von mir zwei Briefe der britischen Zensur.



Brief von Camden, New Jersey, 3.September 1947, nach Kiel 12.9.1947. Die Postzensur wurde in der Zensur Stelle Bonn durchgeführt. Ab Dezember 1946 kam ein Stempeltyp zum Einsatz mit der Inschrift "BRITISH CENSOR SHIP/GERMANY In der Mitte eine Krone, darunter Prüfernummer.

Die Briefe wurden bei den englischen Prüfstellen nur links geöffnet und mit Verschlusszettel oder Streifen verschlossen. In Bonn wurden noch Restbestände aus dem Kriege verwendet. Es kamen 30 Varianten mit verschiedenen Druckvermerken zum Einsatz.



Brief von Düsseldorf 10.11.1947 nach Princeton, New Jersey. In der Zensurstelle in Bonn wurden Verschlussstreifen verwendet, die unter einer Krone, den Aufdruck "OPENED BY/EXAMINER/darunter Prüfnummer" haben. Die Nummern kommen mit einstelliger Zahl mit drei Nullen davor bis über 9800 vor. Auch diese Verschlussstreifen wurden in der britischen Besatzungszone aufgebraucht.

Gruß Dieter
 
volkimal Am: 27.01.2018 19:44:37 Gelesen: 83531# 431 @  
Hallo zusammen,

heute ein Brief, bei dem ich nicht sagen kann, ob er zu diesem Thema passt. Für meine Kalendersamlung hatte ich ein paar Belege in Pakistan gekauft. Heute kam dieser Brief bei mir an.





Der Brief war rechts geöffnet und nicht wieder verschlossen. Der eingelegte Inhalt konnte aber dennoch nicht herausfallen, denn man hatte oben rechts den abgebildeten Zettel mit zwei Heftklammern angeheftet. Den Inhalt des Briefes sowie meine gekauften Belege hat man dadurch gleich mit angeklammert.

Auf dem Zettel steht "MCB Bank limited / Circle office Lahore-West". Ich habe keine Ahnung weshalb der Brief geöffnet wurde. Nach dem Zoll sieht der Zettel nicht aus. War es eine private Kontrolle? Ich kann es nicht sagen.

Viele Grüße
Volkmar
 
Fips002 Am: 28.02.2018 20:14:10 Gelesen: 74576# 432 @  
Überrollerbrief von Ulm 19.4.1945 nach Füssen/Lech, Zustellung am 19.12.1945. Der Brief erhielt in der Zensurstelle Eßlingen den Prüferstempel mit der Nr. 15416. Am 7. September 1945 wurde die Postzensur in Eßlingen von der amerikanischen Militärregierung eingeführt. Diese Briefprüfstelle in Eßlingen für Württemberg-Nordbaden wurde am 25. April 1947 geschlossen. Die Arbeiten übernahm die Hauptzensurstelle Offenbach.



Gruß Dieter
 
Fips002 Am: 04.03.2018 11:54:49 Gelesen: 74161# 433 @  
Brief aus Karachi/Indien vom Februar 1947 nach Frankfurt/Main. Der Brief erhielt in der Zensurstelle Offenbach den Prüferstempel 20314 von einem deutschen Angestellten. Die Oberaufsicht blieb in den Händen der Amerikaner. Der Brief wurde links und rechts geöffnet und erhielt zwei Prüferstempel mit unterschiedlichen Nummern. Der Brief wurde von einem Oberprüfer (meist Angehörige der amerikanischen Armee) kontrolliert, welcher die Arbeit der deutschen Prüfer überwachte. Von den Prüfern wurden die Briefe immer links geöffnet und vom Oberprüfer immer rechts. Der auf der rechten Seite abgeschlagene Stempel mit der Nummer 20865 gehört dem Oberprüfer. Briefe mit dem Prüferstempeln im Nummernkreis 20000 bis über 21500 wurden mit dem Verschlussstreifen OPENED BY/MIL: CEN.-CIVIL MAIL versehen.



Gruß Dieter
 
Fips002 Am: 17.03.2018 19:52:39 Gelesen: 72540# 434 @  
Brief aus Buchen/Odw. 23.6.1947 nach Wilton/USA,23.8.1947. Von dort weitergeleitet nach Princeton/New Jersey. Der Brief erhielt in der Zensurstelle Offenbach (Main) den Durchlaufstempel. Dieser Durchlaufstemepl ist der letzte der Dienststelle. Verwendet wurde dieser Stempel von März bis August 1947, fast nur auf Auslandspost.



Gruß Dieter
 
Mondorff Am: 17.03.2018 20:28:01 Gelesen: 72532# 435 @  
Zensurbeleg Frankreich nach Luxemburg 1942:



Brief mit Maschinenstempel PARIS VII vom 8. Januar 1942 nach LUXEMBURG-HOLLERICH mit rotviolettem Zensurstempel Geprüft / Oberkommando der Wehrmacht e (Frankfurt am Main) mit Verschluss-Streifen Geöffnet ...

Ohne Ankunftstempel zugestellt.

Im Werbeeinsatz des Stempels wird zu Spenden für das Nationale Winterhilfswerk aufgerufen.

Schönen Gruß
DiDi
 
volkimal Am: 18.03.2018 10:36:31 Gelesen: 72490# 436 @  
Hallo zusammen,

heute einmal drei Belege aus Kopenhagen nach Deutschland:



Postkarte vom Februar 1942 von Ursel Alander an Frau A. Alander nach Coesfeld, weitergeschickt nach Billerbeck. Die Karte durchlief die Auslandsbriefprüfstelle Hamburg (Buchstabe "f" im Handprüfstempel). Violetter Prüferstempel "B II".



Ursel Alander ist inzwischen selbst in Deutschland. Karte vom 12.08.1943 von einer Bekannten an Ursel Alander in Coesfeld. Die Karte trägt einen Handdurchlaufstempel "A b" der Auslandsbriefprüfstelle Berlin.



Luftpostbrief aus Kopenhagen an Ursel Alander nach Berlin und von dort mit einer zusätzlich aufgeklebten 12 Pfg. Marke nach Coesfeld weitergeschickt. Auch dieser Brief trägt einen Handdurchlaufstempel "A b" der Auslandsbriefprüfstelle Berlin. Ich gehe aber davon aus, dass diese Briefmarke gar nicht erforderlich war.
Durch dem roten Vermerk "Sammelwert Deutsch und Dänisch zusammen nicht zerschneiden" wurde der Sammlerwert allerdings stark herabgesetzt.

Die beiden ersten Karten tragen einen OMK-Stempel. Hier die Information von der Seite der Forschungsgemeinschaft Nordische Staaten zu diesen Stempeln:

(Kopenhagen, Dänemark) Stempel des "Omkarteringspostkontoret" (= Umkartierungs- bzw. Umsortierungspostamt). Der Begriff wurde aus der Zeit, in der noch jeder Brief in eine Liste eingetragen wurde übernommen, als am 1. Mai 1918 in Kopenhagen das Omkarteringspostkontor eröffnet wurde. Dort kam alle Post von außerhalb und von Kopenhagen zusammen und wurde neu sortiert. Post ohne Ortstagesstempel erhielt den Abschlag eines Hand- bzw. Maschinenstempels mit dem Zusatz "OMK." und einer unten rechts angebrachten Unterscheidungsummer (dän. = "sidenummer") zwischen 1 und 36. Die Abteilung "OMK II" (römisch 2) bearbeitete Wertpakete. Am 15.11.1979 erfolgte die Umbenennung in "Københavns Postterminal" und am 1.3.1992 in "Københavns Postcenter".

Quelle: http://nordische-staaten.de/index.html?http://nordische-staaten.de/info/glossar_ix.html?http%3A//nordische-staaten.de/info/glossar.php

Viele Grüße
Volkmar
 
Fips002 Am: 05.04.2018 18:11:02 Gelesen: 69855# 437 @  
Feldpostkarte aus Warschau 17.9.1917 nach Kiel mit Kastenstempel Geprüft Überwachungsstelle Posen.



Gruß Dieter
 
Lutwinus Am: 24.04.2018 19:33:04 Gelesen: 67089# 438 @  
Hallo liebe Sammlerfreunde,

der gezeigte Beleg an einen Gefängnisinsassen weist zwar m. E. keinen Postamtlichen Zensurstempel auf, aber den einer Gefängnisbehörde (Hamburg) aus dem Jahre 1953:



Wohl eine disziplinarische Maßnahme von "Mutti und Papa", denn die Vorderseite der Karte macht wohl etwas wehmütig hinter "Schwedischen Gardinen".



Liebe Grüße Jörg
 
GSFreak Am: 11.05.2018 23:30:06 Gelesen: 64947# 439 @  
Hier eine AK vom 16.07. 1952 von Genua (freigemacht mit Italien Mi.-Nr. 818) nach Wien mit einem Stempel der Alliierten Zensurstelle Z.1 (Prüfer-Nummer 264).



Aus einer 1 Euro-"Wühlkiste" auf der Briefmarkenmesse 2018 in Essen.

Gruß Ulrich
 
Totalo-Flauti Am: 12.05.2018 08:48:47 Gelesen: 64886# 440 @  
Liebe Sammlerfreunde,

auf einer Mi P 299 eines belgischen Zwangsarbeiters vom 25.4.1944 aus Leipzig ist ein roter Maschinenbandstempel mit dem Kürzel "A.c." verwendet worden. Ich denke das dieses Stempelgerät von der Zensur benutzt wurde. Kann mir jemand im Forum näheres zu diesem Stempel sagen? Für die Hilfe möchte ich mich recht herzlich bedanken.

Mit lieben Sammlergrüßen

Totalo-Flauti.


 
hajo22 Am: 12.05.2018 14:50:00 Gelesen: 64829# 441 @  
@ Totalo-Flauti [#440]

Durchlaufzensurstempel der Zensurstelle Köln.

hajo22
 
Fips002 Am: 16.05.2018 19:26:17 Gelesen: 64275# 442 @  
Ganzsachen Postkarte Landespost in Belgien P1 mit Stempel Militärische Überwachungsstelle, Geprüft, Brüssel.

Poststempel von Brüssel ..,.. 1915 nach Dresden.



Postkarte von Antwerpen 30.12.1915 nach Barmen mit Stempel Militärische Überwachungsstelle, Antwerpen, Freigegeben.



Gruß Dieter
 
Fips002 Am: 10.06.2018 10:54:46 Gelesen: 54297# 443 @  
Brief mit 2x Mi.Nr.86II aus Mülhausen (Elsass), 16.2.1918 nach Steckborn/Schweiz.

Violetter Rahmenstempel: Mülhausen (Els) P.K. (, (Postkontrolle) Geprüft zu befördern.

Auf der Rückseite 2 Vignetten mit Stempel: Postüberwachungsstelle Mülhausen (Els)





Dieter
 
Fips002 Am: 23.10.2018 21:07:19 Gelesen: 29823# 444 @  
Brief von Zürich, 22. April 1943, nach Lübeck.

Der Brief wurde in der Auslandsbriefprüfstelle München geprüft und links mit dem Verschlussstreifen versehen und erhielt verschiedene Prüfstempel.

Der Verschlussstreifen mit dem Kennbuchstaben "d" wurde regelmäßig von September 1941 bis Oktober 1944 verwendet. Von Februar 1940 erhielten die Postsachen von der Prüfstelle Prüferstempel in Form eines Rechteckstempel mit drei- oder vierstelliger Zahl in der Stempelfarbe rot (auf dem Brief die Nr. 5486 und 3340). Diese Prüferstempel wurden nur in der Dienststelle München abgeschlagen.

Weitere Prüferstempel auf dem Brief sind Versalien von A bis Y (hier "E"), sowie Kreisstempel und Rechteckstempel mit 1- oder 2-stelligen Zahlen (hier die Zahlen 23 und 29). Diese Stempel immer in blauer Farbe, die Versalien in roter.

Abgeschlagen wurden diese Stempel meistens in der rechten untere Ecke des Briefstückes. Diese Stempel wurden von Arbeitsgruppen abgeschlagen, die mit Postbeamten, nicht von Prüfern, besetzt waren.



Dieter
 
Fips002 Am: 21.11.2018 19:39:49 Gelesen: 25010# 445 @  
Einschreibbrief von Berlin, 26.04.1940, nach Stahlbad Peiden/Schweiz. Freigemacht wurde der Brief mit der Ausgabe Winterhilfswerk, Ausgabe 27. Oktober 1939, Mi.Nr. 730-738.

Der Brief wurde in der Auslandsbriefprüfstelle Frankfurt/Main geprüft. Auf der Rückseite wurde der Handprüfstempel "Oberkommando der Wehrmacht/Geprüft" abgeschlagen. Verwendet wurde dieser Handstempel von April 1940 bis August 1941. Alle Prüfstücke tragen gleichzeitig mit Bleistift aufgeschriebene Zahlengruppen. Diese stammen von Prüfern, die die Stücke lesen und auswerten, hier die 4-stelligen Zahlen 1018 und 9788.

Die Briefverschlüsse sind immer rückseitig mit dem Verschlussstreifen angebracht. Es kamen 7 unterschiedliche Verschlussstreifen in Banderolenform vor.



Dieter
 
Totalo-Flauti Am: 16.02.2019 10:48:32 Gelesen: 12504# 446 @  
@ hajo22 [#441]

Verspäteten Dank für Deine Hilfe, hajo22!

Liebe Sammlerfreunde,

ein einfacher Brief aus Leipzig in die Schweiz vom 4.11.1943 wurde in der zuständigen Auslandsbriefprüfstelle München (Kb d unter "GEÖFFNET" im Normstempel "OKW GEÖFFNET" siehe auch Beitrag #109) zensiert. Der Brief wurde mit einer Mi.793 frei gemacht.

Mit lieben Sammlergrüßen

Totalo-Flauti.


 
Franz88 Am: 13.04.2019 19:25:22 Gelesen: 6371# 447 @  
Hallo Sammlerfreunde,

ein Luftpostbrief von Santander (Spanien) nach Wohlen (Schweiz). Aufgegeben am 22.6.1944. Meine Frage zu diesem Brief: Weshalb wurde dieser Brief von der deutschen Wehrmacht zensuriert? In welchen Land wurde der Brief geöffnet?

Die Schweiz war doch ein neutrales Land. Auf der Briefrückseite ist ein Stempel " CENSURA GUBERN?????A MADRID" abgeschlagen. Durfte die deutsche Wehrmacht in Spanien Briefe öffnen?

Bitte um eure HILFE.



Liebe Grüße
Franz
 
saintex Am: 14.04.2019 01:02:16 Gelesen: 6316# 448 @  
@ Franz88 [#447]

Hallo Franz,

der in Santander aufgegebene Luftpostbrief wurde zunächst auf dem Landweg nach Madrid befördert, wo er von der spanischen Zensur zensiert wurde und rückseitig den Kastenstempel der spanischen Zensur „Censura Gubernativa Madrid“ sowie den sechseckigen spanischen Luftpoststempel "Correo Aereo Madrid 23. JUN 1944" erhielt (teilweise verdeckt durch den Verschlussstreifen der deutschen Zensur).

Von Madrid aus wurde der Luftpostbrief mit dem täglichen Flug der Lufthansa auf der Spanien-Strecke Madrid-Barcelona-Lyon-Stuttgart nach Berlin befördert (ab Madrid 16:30 Uhr, an Berlin 19.05 Uhr) [1][2], wo der Brief die deutsche Zensur durchlief, wie sich aus dem Unterscheidungsbuchstaben „b“ im roten Zensurstempel und auf dem Verschlussstreifen der deutschen Zensur ergibt.

Nach dem Durchlaufen der deutschen Zensur in Berlin wurde der Brief dann vermutlich per Luftpost auf der Spanien-Strecke der Lufthansa von Berlin zurück nach Stuttgart und von dort weiter mit der schweizerischen Swissair nach Zürich befördert. Von Zürich aus erreichte der Luftpostbrief dann vermutlich seinen Bestimmungsort per Bahn.

Zu Beginn des 2. Weltkrieges wurde die Neutralität der Schweiz von den Deutschen hinsichtlich der Postzensur für Postsendungen aus und nach dem neutralen Spanien zunächst respektiert und Postsendungen aus Spanien in die Schweiz und aus der Schweiz nach Spanien, die über Deutschland liefen, waren von der deutschen Zensur ausgenommen. Im weiteren Verlauf des Krieges gaben die Deutschen diese Zurückhaltung dann jedoch auf und unterwarfen ab Juli 1942 auch Postsendungen aus Spanien in die Schweiz der Zensur durch die deutschen Zensurbehörden, was zu massiven Beschwerden der schweizerischen Postkunden bei der schweizerischen Postverwaltung P.T.T.führte.[3]

Der Luftpostbrief ist mit 2 Pts. portogerecht frankiert: Auslandsporto bis 20 gr. 0.75 Pts., Luftpostzuschlag in die Schweiz bis 20gr.1.25 Pts.[4]

Anmerkungen

[1] Luftpostliste vom 03.04.1944, herausgegeben vom Reichspostministerium
[2] Trotz der Landung der Alliierten in der Normandie am D-Day (06.06.1944) setzte die Lufthansa ihre täglichen Flüge auf der Strecke Berlin-Stuttgart-Lyon-Barcelona-Madrid zunächst fort, musste dann jedoch im August 1944 nach der Befreiung Lyon als Zwischenlandeplatz aufgeben.
[3] Vgl. Schreiben des Generaldirektors der schweizerischen P.T.T. an das Eidgenössische Luftamt in Bern vom 06.08.1942, abgedruckt in: Postverkehrsverbindungen Schweiz-Ausland 1939-1945 Dokumentation der Sektion Postverbindungen Generaldirektion der Schweizerischen Post-,Telefon- und Telegrafenbetriebe PTT (Herausg. Consilium Philateliae Helveticae), Band I Bern 1997 Seiten 0380, 0381. Als Beginn der deutschen Postzensur der in die Schweiz adressierten Postsendungen aus Spanien, die über die Spanien-Strecke der Lufthansa befördert wurden, wird im Schreiben des Generaldirektors der schweizerischen P.T.T. der 21.07.1942 angegeben.
[4] Oswald Schier, Manual de la Filatelia Espanola, Band II Madrid 2012 Seiten 649, 658

MfG Wolfgang
 
Franz88 Am: 14.04.2019 15:30:26 Gelesen: 6238# 449 @  
@ saintex [#448]

Hallo Wolfgang,

vielen herzlichen Dank für Deine ausführliche Antwort. Da habe ich wieder viel dazu gelernt. So macht das Sammeln richtig Spaß. SUPER!

Liebe Grüße
Franz
 
Franz88 Am: 20.04.2019 17:22:59 Gelesen: 5675# 450 @  
Hallo Sammlerfreunde,

Zensurierter Express-Rekobrief. Vom 12.9.1940. Von Zagreb (Jugoslawien) nach Trossingen (DL). Frankatur 18 Dinar.

Rückseitiger Stempel und Verschlusstreifen "Geöffnet Oberkommando der Wehrmacht".

Auf der Briefvorderseite eine rote Nummer 46355 und eine grüne Nummer 6730. Ich vermute, es handelt sich dabei um Zensurnummern.



Liebe Grüße
Franz
 
Franz88 Am: 23.04.2019 16:23:59 Gelesen: 5387# 451 @  
Hallo Sammlerfreunde,

zensurierter Auslandsbrief von Nimes (Frankreich) nach Zürich (Schweiz).

Abgesendet am 15.3.1943. Ankunftsstempel Zürich Hauptbahnhof am 26.3.1943.

Rückseitiger Stempel und Verschlusstreifen "Geöffnet Oberkommando der Wehrmacht".

Ist der rechteckige Stempel auf der Briefvorderseite ein Rekostempel?

Bitte um eure Hilfe.



Liebe Grüße
Franz
 
philast Am: 26.04.2019 10:58:14 Gelesen: 5132# 452 @  
Hallo,

anbei ein Brief aus Garstedt bei Hamburg vom 12.09.1939 an einen Passagier/Besatzungsmitglied der MS Monte Olivia nach Santos (Brasilien). Dort laut dem Postankunftsstempel am 30.09.1939 angekommen. Unter dem Zensurverschlusszettel ist noch ein weiterer Zweikreisstempel mit der Inschrift Santos Theodor Wille / 30.09.39, der wahrscheinlich ein Eingangsstempel für die Firmenpost ist.

Interessant an diesem Beleg ist, dass die MS Monte Olivia am 30.8. in Santos angekommen ist und am 14.9. dort wieder ausgelaufen ist und nach Deutschland unter Brechung der britischen Seeblockade zurückgekehrt ist. Der Brief selbst ist am 12.09. abgesendet worden und erstaunlicherweise ohne deutsche Zensurvermerke (Berlin, da die Stelle Hamburg erst später in Betrieb gegangen ist) in Brasilien angekommen ist. Spannend wäre jetzt noch wann/wo der britische Verschlusszettel auf den Brief gekommen ist. Zu vermuten ist, dass der Empfänger wohl nicht mehr in Brasilien war und mit der Monte Olivia wieder zurück nach Deutschland gefahren ist.

Der Brief ist wohl ab dem 30.9. 1939 via England gelaufen und dort der Zensur vorgelegt worden, aber nicht mehr weiter gesendet worden, da weitere Zensurvermerke fehlen.

So würde ich den Weg dieses Beleges rekonstruieren. Weitere/andere Erklärungen sind willkommen.



Grüsse philast

Weiterführende Informationen:

http://www.schiffe-maxim.de/Olivia.htm
https://de.wikipedia.org/wiki/Monte-Klasse_(1924)
https://de.wikipedia.org/wiki/Theodor_Wille
https://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Uebele
http://www.stadtgeschichtekuenzelsau.de/index_htm_files/Uebele%20Otto.pdf
 

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