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Thema: Briefmarkenhändler und Briefmarkensammler früherer Zeiten
Das Thema hat 208 Beiträge:
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Totalo-Flauti Am: 23.06.2018 16:11:24 Gelesen: 20132# 184 @  
Liebe Sammlerfreunde,

eine schmucklose Drucksache von Leipzig nach Rostock vom 2.4.1965. Ich gehe mal davon aus, dass in dem Brief Informationen zur nächsten Auktion im HO-Briefmarken-Auktion der Messestadt Leipzig enthalten waren.

Auktionslose wurden regelmäßig per Wertbrief versandt. Neben den privaten Briefmarkengeschäften gab es auch staatlichen Briefmarkenhandel. Die Handelsorganisation (HO) splittete sich in HO-Briefmarken und HO-Münzen auf. Beide waren aber wohl häufig in den selben Geschäftsräumen zu finden. Heute kann man dort seinen Hunger mit italienischem Essen stillen.

Mit lieben Sammlergrüßen

Totalo-Flauti.


 
muemmel Am: 18.08.2018 20:41:35 Gelesen: 19986# 185 @  
Guten Abend am Samstagabend,

weiter geht es mit Fernpostkarten aus der Portoperiode 5:



Gelaufen am 7.12.1920 aus Leipzig-Connewitz an die Briefmarkenhandlung Spahlinger in Freudenstadt. Verwendet wurde eine Ganzsachenpostkarte P117 I, auffrankiert mit einer Marke Mi. 142.

Grüßle
Mümmel

[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Deutsches Reich Inflationsbelege"]
 
inflamicha Am: 20.09.2018 21:26:16 Gelesen: 14426# 186 @  
Guten Abend,

eine Buntfrankatur vom Altmeister A. E. Glasewald aus Gößnitz:



Verklebt wurden alle Werte (ohne 30 Pf.) im sog. Geigermuster (ein Prof. Geiger hat die Marken entworfen) mit Wasserzeichen Rauten, entgegen des ersten Eindrucks sogar portogerecht. Aber der Reihe nach: Der Einschreibbrief der 2. Gewichtsstufe nach Meerane vom 10.8.1921 (PP 6) verlangte nach 80 Pf. Porto, zuzüglich der Einschreibgebühr kommen 1,80 Mark zusammen. Zu sehen sind die Mi-Nrn. 158, 159 (2), 160, 161 (2), 163 und 164 - passt.

Gruß Michael

[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Deutsches Reich Inflationsbelege"]
 
Heinz 7 Am: 24.09.2018 23:02:05 Gelesen: 13738# 187 @  
Den Schweizer Briefmarkenhändler aus den Vierzigerjahren John Bianchi kennt man heute nicht mehr. Vor rund 70 Jahren aber inserierte er in mehreren philatelistischen Zeitschriften.



Der Brief aus Bukarest (?) war frankiert mit den Michel Nrn. 1074, 1073 und 1067 (20 Lei, 15 Lei und 1 Leu) aus der Freimarken-Serie König Michael I. und Landesansichten. Es war die erste Ausgabe in der neuen Währung Neue Lei (15. August 1947), welche die alten, entwerteten Lei ablösten (1 Neuer Leu = 20'000 alte Lei).

Heinz
 
marc123 Am: 17.10.2018 13:54:32 Gelesen: 12055# 188 @  
Zwei 5 Centimes Brück-Marken unterschiedlicher Farben auf Probedruck-Karte an Jean-Baptiste Moens

Durch die Bekanntmachung vom 24. Juni 1876 (1), wurde die 5 Centimes-Marke ausgegeben.

Pierre Brück, Buchdrucker aus Luxemburg, wurde am 29. März 1876 beauftragt 5.000 Bögen der 5 Centimes-Marke zu liefern (2). Diese Lieferung wurde im Magasin du Timbre am 7. August 1876 eingetragen (3).

Die erste den Autoren bekannte Verwendung der 5 Centimes-Marke datiert vom 4. Juli 1876, auf einer Probedruck-Karte adressiert an den berühmten Briefmarkenhändler Jean-Baptiste Moens aus Brüssel. Die Marken wurden also fast einen Monat vor der Eintragung im Magasin du Timbre verwendet.



Abb. 1: „Moens-Karte“ Vorderseite

Frankierung:

Laut Punkt 4 der Ausnahmebestimmungen (4) zur Anwendung des Postvertrages zwischen Belgien und Luxemburg von 19. Juni 1875 (5), ist die Karte mit 10 Centimes portogerecht frankiert. Verwendet wurden eine 5 Centimes-Marke in der gängigen Farbe zitronengelb und eine 5 Centimes-Marke in der gestempelt äußerst seltenen Farbe goldgelb (ocker).

Dies beweist, dass beide Farben von der ersten Auflage der 5 Centimes-Marke sind, und zeitgleich verwendet wurden. Weiter beweist die Karte, dass die Farbunterschiede dieser Marke sehr früh, also schon vor der Eintragung im Magasin du Timbre aufgefallen sind.

Verwendete Probedruck-Karte:

Laut Moens (6) handelt es sich um eine Probedruck-Karte mit rotviolettem Ornament ohne Wertaufdruck vom 25. Mai 1874 für die Auswahl der Farbe des Kartons zur Herstellung der ersten 6 Centimes-Karte (7). Weitere von Moens aufgelistete Karton-Farben sind: weiß, orange, weißgrau und graurosa. Den Autoren ist dieser Probedruck auch noch auf blauem Karton bekannt.

Exakt die hier vorgestellte Karte, adressiert an Jean-Baptiste Moens am 4. Juli 1876 wurde schon von Costerus im Jahre 1928 erwähnt (8).

Die Rückseite der Karte liefert uns wichtige Informationen bezüglich des Austauschs eines Luxemburger Korrespondenten an Jean-Baptiste Moens:



Abb. 2: „Moens-Karte“ Rückseite

Zum Adressat:

Jean-Baptiste Moens, in Zusammenarbeit mit Louis Hanciau, war der Herausgeber der Zeitung „Le timbre-poste“ von 1863 bis 1899. Diese Zeitung publizierte monatlich die weltweiten Neuheiten der Philatelie und benötigte dementsprechend seine Korrespondenten.

Zum Absender:

Die Unterschrift des Absenders konnten wir noch nicht entschlüsseln, doch vermutlich handelt es sich um Henri Eltz, Post-Perzeptor in Luxemburg (9). Er wurde ab dem 1. November 1877 Perzeptor der Post in Diekirch (10). Von Schock wurde Eltz auch erwähnt, als einer der Pioniere der Luxemburger Philatelie.

Zur Mitteilung auf der Rückseite:
(übersetzt aus dem Französischen)

„In einigen Tagen erhaltet Ihr die 5 Centimes-Marke in zwei Farbnuanzen, und wenn möglich, auch die 12,5 Centimes-Marke, die wir noch nicht erhalten haben, ebenso wie die neuen 6 Centimes-Karten, die im Typ der 10 und 12,5 Centimes-Karten sind, aber auf dem alten rosafarbenem Karton, im rosa Druck. Wieviel braucht Ihr? Wieviele der 5 Centimes officiel und der 2 Centimes officiel gezähnt, lokaler Druck, wollt Ihr? Diese letzten sind im Gebrauch seit einigen Tagen.
Ihr erhaltet morgen unter Streifband die Probedrucke der 6 Centimes-Karte.
4 Juli 76“

Diese Informationen wurden in der nächsten Ausgabe der Zeitung „Le Timbre-Poste“ folgendermaßen mitgeteilt (11):



Abb. 3: Auszug aus „Le Timbre-Poste“ vom 1. August 1876

Aus der philatelistischen Perspektive ist die Karte sehr interessant und gibt folgenden Aufschluss:

- Moens hatte Zugriff zu den Officiel-Marken, obwohl diese nicht zu dieser Zeit über den Schalter an das Publikum verkauft wurden. Nur mit Genehmigung des Post-Direktors wurden die Officiel-Marken an interessierte Sammler verkauft. Im Verkaufsregister der Officiel-Marken an interessierte Sammler tauchen nur 5 Namen zwischen September 1875 und November 1876 auf, unter anderem den bereits oben erwähnten Henri Eltz.
- Die 5 Centimes-Marke wurde zeitgleich mit der Ausgabe mit „officiel“ überdruckt, und dies auch in den beiden Farben zitronengelb und goldgelb. Die goldgelbe Farbe ist auf den Marken seltener als auf den mit „officiel“ überdruckten Marken.
- Aus Sicht der Autoren ist dies die präziseste Quelle zu den Ausgabedaten der 2 Centimes und der 5 Centimes-Officiel-Marken. Moens hat in seiner Zeitung nur den Monat erwähnt, doch durch die Karte ist nun bekannt, dass es sich um die ersten Juli Tage 1876 handelt.
- Moens erhielt auch schon zeitgleich die Probedrucke der 6 Centimes-Karte, was wiederum bestätigt, dass der Absender ein hoher angestellter Postbeamte war, der frühzeitig Zugriff zu den Probedrucken hatte. Oder hatte er einen guten Draht zum Drucker Pierre Brück? Moens erwähnte diese Probedrucke erstmals 1879 in seiner Monographie (12).

Die Autoren sind jedem dankbar, der weitere Korrespondenz aus Luxemburg an Moens aufweisen kann, und weiteren Aufschluss zu Henri Eltz als Post-Perzeptor in Luxemburg geben kann.

Commission pour la Philatélie traditionnelle, les Entiers postaux et l’Histoire postale du Luxembourg

Olivier Nosbaum und Marc Schaack


(1) Memorial I, 42, 28. Juni 1876.
(2) Anlux, H-1136.
(3) Reis, J.-P., Statistique historique du Grand-Duché de Luxembourg – Administration des postes et des télégraphes – histoire des postes, des télégraphes et des téléphones (Luxembourg 1897), 219.
(4) Instruction spéciale concernant l’exécution de la Convention de poste avec la Belgique, Instruction postale 55, juillet 1875.
(5) Memorial I, 20, 1875.
(6) Jean-Baptiste Moens, Timbres du Grand-Duché de Luxembourg depuis leur origine jusqu’à nos jours, Bruxelles 1879, 70-71.
(7) Prifix n°2, 6 c. lilarot auf grauem Karton.
(8) Edam Costerus, Die Ganzsache, Berliner Ganzsachen-Sammlerverein, Juli 1928.
(9) Entnommen von einer Postkarte, datiert vom 15. Dezember 1875, adressiert an « Heinrich Eltz – Post Perzeptor in Luxemburg » und abgeschlagen mit dem Einkreis Ankunftstempel “Luxembourg” auf der Rückseite (Sammlung Ulrich Doose).
(10) Reis, J.-P., Statistique historique du Grand-Duché de Luxembourg – Administration des postes et des télégraphes – histoire des postes, des télégraphes et des téléphones (Luxembourg 1897), 192.
(11) Jean-Baptiste Moens, Le timbre-poste 164, 1er août 1876, 60.
(12) Jean-Baptiste Moens, Timbres du Grand-Duché de Luxembourg depuis leur origine jusqu’à nos jours, Bruxelles 1879, 79.

Aus: FSPL (Hrsg.) Moniteur du Collectionneur. 4, 2018, 157-160.
 
Heinrich3 Am: 01.11.2018 20:29:30 Gelesen: 10963# 189 @  
Hallo,

diese Karte fiel mir in die Hände und die Suche hier ergab, daß Herr Dr. Hindrichs bisher nicht aufgeführt ist.

Da ich Münster nur vom Fernsehen her kenne, würde ich mich über weitere Einzelheiten freuen.

Rückseitig bittet er, die "gütigst bestellten" und gelieferten Nachträge abzuholen.

Heinrich


 
Totalo-Flauti Am: 09.12.2018 10:08:32 Gelesen: 8450# 190 @  
@ Heinrich3 [#189]

Lieber Heinrich,

ich habe das hier gefunden [1] und [2]. Auf [2] ist wohl der Firmengründer zu sehen. Das Geschäft besteht noch an exponierter Stelle in Nachbarschaft zu St. Lamberti in der Salzstr. 1. Wobei das bei Google gefundene Bild [1] von 2013 ist.

Liebe Sammlerfreunde,

zur "3. Briefmarken-Werbeschau" von 1932 gab der Verein Leipziger Briefmarkenbörse e.V. eine Privatpostkarte mit Hindenburg-Medaillion heraus. Dazu einen passenden Gelegenheitsstempel (ich habe meinen Bochmann immer noch nicht gefunden). Die Katalogisierung der Privatpostkarte ist mir leider unbekannt. Als PP 122 möchte ich Euch dann noch eine weitere Privatpostkarte vom 25. Stiftungsfestes des Vereins von 1936 ebenfalls mit passenden Gelegenheitsstempel zeigen.

Leider habe ich außer dem Titelblatt des regelmäßig erschienenen Mitteilungsblattes nichts weiter zum Verein an sich gefunden [3].

Mit lieben Sammlergrüßen

Totalo-Flauti.





[1] https://www.google.de/maps/uv?hl=de&pb=!1s0x47b9bac328ae23cb:0xdfb09ca782acdc26!2m22!2m2!1i80!2i80!3m1!2i20!16m16!1b1!2m2!1m1!1e1!2m2!1m1!1e3!2m2!1m1!1e5!2m2!1m1!1e4!2m2!1m1!1e6!3m1!7e115!4shttps://lh5.googleusercontent.com/p/AF1QipPz6zyAtM8ugo2LXvV5GJdKOksO0_uQHWUGsmYp%3Dw119-h160-k-no!5sDr.+Otto+Hindrichs+M%C3%BCnster+-+Google-Suche&imagekey=!1e10!2sAF1QipPz6zyAtM8ugo2LXvV5GJdKOksO0_uQHWUGsmYp&sa=X&ved=2ahUKEwjwu92dqZLfAhUC6aQKHWaHBCsQoiowCnoECAUQBg

[2] https://briefmarken-pruefer.de/de/1495-Otto-Hindrichs.html

[3] gefunden als Nachweis des Bildes, keine Werbung https://www.philshop.de/artikel/815/berichte-des-vereins-leipziger-briefmarkenboerse-zu-leipzig-nr-1-nr-1819
 
Totalo-Flauti Am: 09.12.2018 12:09:26 Gelesen: 8345# 191 @  
Liebe Sammlerfreunde,

der Leipziger Briefmarkenhändler Max Nickl versandte am 08.06.1950 einen Wertbrief nach Kölleda in Thüringen. Dabei verklebte er 1,68 Mark an Briefmarken. Mit einer Gewichtsangabe von 26 Gramm kostete der Fernbrief bis 100 Gramm 48 Pfennige, die Wertangabe je 500,00 Mark weitere 20 Pfennige. Wenn ich die Behandlungsgebühr über 100,00 Mark mit 100 Pfennige dazurechne erreichen wir die 1,68 Mark. Der V-Zettel war eigentlich für das Postamt W31 bestimmt. Die Postamtsangabe Leipzig W20 wurde mit (10b)Leipzig W31 Oeserstrasse 6 überdruckt. Der Zettel wurde aber dann doch im Postamt W20 verwendet.

Auf dem Brief finden wir Köpfe I Mi.214, 219, 2x223, DDR Mi. 243, 245, 246 und 247.

Mit lieben Sammlergrüßen

Totalo-Flauti.



[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Wertbriefe"]
 
Totalo-Flauti Am: 31.12.2018 17:50:44 Gelesen: 7361# 192 @  
Liebe Sammlerfreunde,

heute kann ich Euch eine Rechnung an einen Sammler in Oberursel/Taunus der Firma C.F.Lücke aus Leipzig für Nachträge vom 24.7.1923 zeigen. An Ende waren 118.400 Mark zu zahlen. Für die Frankatur von 120,00 Mark für die notwendige Frankatur wurde bedarfsgerecht mit 1 x Mi.241 und 1x Mi.268 verklebt.

Mit lieben Sammlergrüßen

Totalo-Flauti.


 
Totalo-Flauti Am: 10.02.2019 17:31:04 Gelesen: 5593# 193 @  
Liebe Sammlerfreunde,

im Thema Motiv Wein: Stempel, Belege und Anderes zeigte ich die unten anhängende Postkarte aus Leipzig vom 22.10.1935 wegen des Werbestempels.

Der Anlass der Postkarte war aber von philatelistischen Belang. Ein Kunde beschwert sich bei dem Leipziger Briefmarkenhändler Sperling über die Abwicklung eines gemeinsamen Handels. Der Sammler Schneider schreibt:

Herrn Sperling
da Sie auf mein letztes Schreiben, trotz
meines Freikuverts nichts hören ließen, werde
ich am Freitag den 25.10.35 vormittags zu
Ihnen senden und bitte den Boten Herrn
Voigtländer das Kohlhandbuch aushändigen
zu wollen. Sie wollen die Bücher bereit legen
damit der Bote nicht umsonst zu Ihnen
kommt. Ich hatte ja die Absicht außerdem ... Ihren
Bogen gegen Kasse abzunehmen aber ich bin ....
..... ..... . Ich finde die Erledigung
des Kaufes ziemlich interessenlos und ....
... auf Dummenfang
abgestellt. Ich halte die Angelegenheit
für erledigt.
Heil Hitler
Georg Schneider
Leipzig O5
Zollikoferstr.15I
Freikuvert erbitte
zurück.

Der Ärger scheint recht groß gewesen zu sein.

Mit lieben Sammlergrüßen

Totalo-Flauti.


 
Totalo-Flauti Am: 02.03.2019 22:47:56 Gelesen: 4638# 194 @  
Liebe Sammlerfreunde,

eine P965 aus Leipzig nach Bremen vom 4.8.1947. Absender war der Leipziger Briefmarkenhändler Hans Schütz. Auf der Rückseite schreibt der Händler, dass er vom Kontrollratsgesetz Nr.48 vom 10.4.1947 betroffen war. Hier sind insbesondere die Artikel V ff. für ihn und andere handelnden Privatpersonen wichtig. Ich hab die betreffenden Regelungen mal zitiert:

"Artikel V. Kauf, Verkauf, Tausch oder Ausstellung von Briefmarken der Vorbesetzungszeit sind verboten.

Artikel VI. 1. In diesem Gesetz bedeutet der Ausdruck „Briefmarken der Vorbesetzungszeit" entwertete oder nicht entwertete Briefmarken, Dienstmarken, Umschläge mit eingedruckten Marken, Postkarten, die während der nationalsozialistischen Regierung zur postalischen Verwendung in Deutschland oder in irgendeinem Land oder Gebiet unter deutscher Besetzung ausgegeben oder hergestellt worden sind; ausgenommen sind Briefmarken, die sich auf Urkunden befinden, die vor Inkrafttreten dieses Gesetzes ausgestellt oder in öffentlichen Akten enthalten sind.

2. Marken der Weimarer Republik gelten ohne Rücksicht auf ihren Ausgabetag nicht als Briefmarken der Vorbesetzungszeit in Sinne dieses Gesetzes, vorausgesetzt, daß sie nicht auf Papier gedruckt sind, das Hakenkreuz-Wasserzeichen oder andere nationalsozialistische Symbole oder Zeichen enthält.

Artikel VII. Wer Bestimmungen dieses Gesetzes zuwiderhandelt oder zuwiderzuhandeln versucht, setzt sich der Strafverfolgung vor den deutschen Gerichten oder den Gerichten der Militärregierung aus und wird mit Gefängnis bis zu 5 (fünf) Jahren und mit einer Geldstrafe bis zu 500.000 RM oder mit einer dieser beiden Strafen bestraft."

Da wird wohl so mancher Händler und auch Sammler betroffen gewesen sein. Die Konsequenzen des Gesetzes waren ja nicht zu unterschätzen.

Mit lieben Sammlergrüßen
Totalo-Flauti.


 
AniTa Am: 03.03.2019 14:36:17 Gelesen: 4577# 195 @  
Briefmarken-Kursberichte B.K.B. von 1946. Preiskatalog mit 63 Seiten.




 
AniTa Am: 03.03.2019 14:39:40 Gelesen: 4575# 196 @  
Der Marken-Schneider existiert ja immer noch.

Hier eine Preisliste vom November 1948.


 
volkimal Am: 04.03.2019 15:34:23 Gelesen: 4462# 197 @  
Hallo zusammen,

zwei Briefe vom Briefmarkenhaus F. Decker in Regensburg an Hermann Kühn in Dortmund:



Wiederverwendeter Briefumschlag mit einem Aufkleber des Briefmarkenhauses. Verschickt am 31.05.1947 als eingeschriebene Nachnahme.

Porto: Fernbrief 24 Pfg., Einschreibegebühr 60 Pfg. und Nachnahmegebühr 40 Pfg. Mit 124 Pfg. ist der Brief portogerecht.





Einschreibebrief mit einer Marke der Camp Post [1] Regensburg auf der Rückseite.

Viele Grüße
Volkmar

[1] https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?PR=198567
 
Altmerker Am: 10.03.2019 20:57:21 Gelesen: 4147# 198 @  
Ich habe in meiner Sammlung einen Brief an die Gebrüder Senf in Leipzig. Er kommt aus Oberwinter bei Bonn und wurde 1919 augenscheinlich zensiert.

Gruß
Uwe


 
hannibal Am: 30.05.2019 23:02:50 Gelesen: 1060# 199 @  
Nachfolgend eine mit SBZ 183a frankierte Drucksache der Briefmarkenhandlung Edgar Schultz von Luckau Niederlausitz nach Hesseln ü. Halle/Westfalen

Stempel (2) LUCKAU (NIEDERLAUSITZ) a 23.8.48



Ob der vehement vorgetragenen Bitte um Anforderung der Preisliste nachgekommen
wurde?

Viele Grüße
Peter
 
GSFreak Am: 02.06.2019 15:26:30 Gelesen: 874# 200 @  
Hier eine Notganzsache HANNOVER 15 P A01, (1. Portoperiode, Umwandlung eines Postkartenvordruckes (Schlüter, Hannover) in eine 6 Pf. Ganzsache mittels Ausgabekontrollstempel unten links und Freivermerk "Gebühr bezahlt" oben rechts).

Ausgabekontrollstempel: HANNOVER 15, UB d, 03.09.1945

Abgangsstempel: HANNOVER 1, Sonderstempel Ausstellung "Der neue Weg", 17.10.1945



Gruß Ulrich

[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Alliierte Besetzung Britische Zone: Notausgaben ab 1945" August Henniges war im Deutschen Reich als Briefmarkenhändler tätig.[/b]
 
hannibal Am: 02.06.2019 21:58:28 Gelesen: 843# 201 @  
Portogerechte Drucksache frankiert mit SBZ 213 nach Halle/Westf.

WIPO AUKTIONEN Willi Pohl Berlin. Stempel (2) POTSDAM a 07.2.52



Viele Grüße
Peter
 
becker04 Am: 04.06.2019 11:52:25 Gelesen: 767# 202 @  
Hallo zusammen,

hier eine Drucksache des Philatelistischen Büros "COSMOS" Erich Goy aus Berlin



Viele Grüße
Klaus
 
hannibal Am: 05.06.2019 22:48:15 Gelesen: 725# 203 @  
Hallo,

portogerechte Drucksache bis 50 g der Briefmarkenhandlung M.U. Dietz Leipzig.

Frankiert mit SBZ 214a und gestempelt (10) LEIPZIG C 13 16.10.50.-12



Umschlag vorschriftsmäßig unverschlossen.

Viele Grüße
Peter
 
hannibal Am: 11.06.2019 22:48:16 Gelesen: 485# 204 @  
Drucksache des Berliner Briefmarkenhändlers Paul Beck nach Meiningen.

Portogerecht mit SBZ 213 frankierte Angebotsliste mit Ausgaben aller Zonen.

Stempel BERLIN N4 12.9.49.-18.



Viele Grüße
Peter
 
hannibal Am: 12.06.2019 14:28:12 Gelesen: 458# 205 @  
Drucksache frankiert mit SBZ 213a vom Briefmarkenfachgeschäft Rudolf Hantschke Bautzen nach Einbeck mit rückseitigem Angebot zu SBZ-Marken, Berlin und Bizone.

Stempel (10) BAUTZEN 2 aa 03.12.48



Viele Grüße
Peter
 
volkimal Am: 13.06.2019 17:39:08 Gelesen: 427# 206 @  
Hallo zusammen,

eine Postkarte aus Vidin (Widin) in Bulgarien an die Gebrüder Senf in Leipzig:



Der Absender hat die Karte am 10.07.1894 (julianisch) = 22.07.1894 (gregorianisch) geschrieben und aufgegeben. Freundlicherweise hat er das Datum gleich nach beiden Kalendern angegeben "10/22. VII. 94". Beim Stempel aus Widin ist das Datum nach dem julianischen Kalender angegeben. Der Stempel aus Calafat in Rumänien auf der gegenüberliegenden Donauseite trägt dagegen das Datum nach dem gregorianischen Kalender (Auslandspost).

Auf der Karte steht:

Ersuche um höfl. umgehende Mitteilung, ob Sie die Marke Bulgarien 5 Stotinki rosa Fehldruck (laut Ihrem Katalog 80 Mark) vorrätig haben. Und zu welchem Preise Netto Cassa sie mir dieselbe liefern können. Baldige Antwort erwarte hochachtungsvoll. A. Biskup Widin



Es geht um die Marke Bulgarien Nr. 15, 5 Stotinki grün/grünlich als Farbfehldruck Nr. 15F in der Farbe rosa/weißorangerot = Farbe der 10 Stotinki-Marke (Michel 3.600 Euro). Links die beiden Marken mit der richtigen Farbe. Rechts ist der Farbfehldruck. Er ist gerade beim Auktionshaus Weiser im Angebot (Nachverkauf). Der Ausruf beträgt 1.000,- €.

Viele Grüße
Volkmar
 
hannibal Am: 17.06.2019 22:06:28 Gelesen: 254# 207 @  
Hallo,

heute eine Drucksache des Briefmarken_Fachgeschäfts Josef Pfeffer Ansbach/Mfr., frankiert mit SBZ 213a und zwecks Portoersparnis aufgegeben in

(10) HARTMANNSDORF (b. CHEMNITZ) 18.12.49



Sehr gut gestaltet mit der Abbildung einer gestempelten Bayern 1 Kreuzer.

Viele Grüße
Peter
 
hannibal Am: 19.06.2019 21:27:34 Gelesen: 212# 208 @  
Heute eine Postkarte von Eberswalde nach Biesenthal/Mark, frankiert mit SBZ 216.

Absender Eberswalder Briefmarken-Börse Max Sprenkelmann.

Sonderstempel (2) EBERSWALDE 27.2.49.-8



Viel Grüße
Peter
 

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