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Thema: Schiffspost und Schiffspoststempel
Das Thema hat 575 Beiträge:
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Fips002 Am: 26.07.2018 11:55:16 Gelesen: 48095# 551 @  
Heute eine Karte vom Schlachtschiff "Idaho" BB-24 der US Navy vom 20. Juli 1910 mit dem Stempel Typ 1. Dieser Stempel wurde auf der "Idaho" von 1909 bis 1911 verwendet.

Das Schlachtschiff "Idaho" wurde am 1. April 1908 in Dienst gestellt. Im April-Mai 1908 lief sie nach Kuba und besuchte auch Panama und kehrte anschließend nach Philadelphia zurück. Ab März 1909 bis Oktober 1910 war sie wieder in der Karibik eingesetzt. Ende Oktober 1910 nahm das Schlachtschiff an Übungen in britischen und französischen Gewässern teil.

Am 4. Mai 1911 verließ "Idaho" Philadelphia um auf dem Mississippi-Fluss einige Häfen zu besuchen. Anschließend beteiligte sie sich an Schlachtschiff-Manövern an der Ostküste von Florida. Anfang 1914 besuchte das Schlachtschiff Häfen in Nordafrika und Italien.

Am 30. Juli 1914 lag "Idaho" in Villefranche und wurde stillgelegt. Die Mannschaft von "Idaho" wurde an das Schlachtschiff "Maine" übergeben Danach wurde das Schlachtschiff "Idaho" an die griechische Regierung übergeben, die sie als Küstenschiff "Kilkis" einsetzte, bis sie im April 1941 im Hafen von Salamis von deutschen Flugzeugen versenkt wurde.





Dieter
 
Fips002 Am: 05.08.2018 21:51:26 Gelesen: 43165# 552 @  
Heute zeige ich einen seltenen Faltbrief von New Orleans, 08. November 1848, an das Handelshaus A. Dürninger der Brüder Unität in Herrnhut/Sachsen. In New York erhielt der Faltbrief auf der Rückseite den orange Kreis Stempel New York, 18. November.

In den frühen Jahren des Bremer Post Vertrages mit den USA,1847-1858, wurden alle eingehenden Briefe für die Bremen-Post vom New Yorker Beamten abgestempelt. Dieses Datum ist nicht der Abgangsstempel des Post Dampfers. Beim gezeigten Faltbrief kam der Brief von Neu Orleans am 18. November 1848 in New York an.

Das Dampfschiff "Washington", der OCEAN STEAM NAVIGATION COMPANY, verließ New York am 20. November 1848 und kam am 08. Dezember 1848 in Bremerhaven an. Für The Ocean Line wurden die Dampfschiffe "Washington" und "Hermann" eingesetzt.

Der Vertrag zwischen Bremen und Washington war für die damalige Zeit sehr fortschrittlich und gestatte erstmalig den direkten Austausch von vollbezahlten und unbezahlten Briefen zwischen allen deutschen Staaten und den USA zu deutlich reduzierten Tarifen.

Das Seeporto in der 1. Tarifperiode, die bis Juni 1851 galt, betrug 24 Cents für die Strecke New York-Bremen.

Diese 24 Cents bezahlte Bremen an den USA, wovon es 20 Cents v.H. behielt. Die 24 Cents waren lt. Vertrag gleich 24 bremische Grote und wurden Hannover als 9 Gutegroschen berechnet.

Briefe über 300 Meilen bis New York wurden von den USA mit 34 Cents belastet (Stempel -10- rechts oben zeigt die Gebühr über 300 Meilen, waren bezahlt mit Stempel PAID links).

Der schwarze Handstempel AMERICA/ÜBER BREMEN wurde in Bremen auf den Faltbrief abgeschlagen.

Die Belastung nach Sachsen betrug 11 Gutegroschen, die vom Beamten mit roten Stift links oben vermerkt wurde. In Herrnhut mussten 16 Neugroschen und 3 Pfennige bezahlt werden.





Die "Washington" war das erste U.S. Transatlantic Post-Dampfschiff.

Dieter
 
Fips002 Am: 10.08.2018 18:47:01 Gelesen: 41439# 553 @  
Francobrief aus Riga, 18. Juni 1859, nach Stockholm, 7. Juli 1859. Der Faltbrief wurde zunächst mit der Bahnpost, die u.a. den Transitstempel "Aus Russland Franco" anbrachte, befördert.

Die Postübernahme erfolgte in Stralsund und die Weiterbeförderung auf der Schiffsroute STRALSUND-YSTAD bis zum Bestimmungsort. Das Seeporto betrug 5 Groschen (Taxvermerk).





Stempel Riga, 18. Juni 1859 und Bahnpost Stempel KÖNIGSBERG Pr./27.L/BROMBERG



Absender

Ab 1824 wurde die Linie Stralsund-Ystad von Dampfschiffen befahren. Im Postvertrag vom 10.4.1830 verpflichtete sich Schweden den Postdampfschiffsdienst von Ystadt nach Wieck/Greifswald allein durchzuführen wegen schlechter Fahrwasserverhältnisse nach Stralsund. Die Schiffspost nach Schweden wurde wieder ab 1.4.1841 über Stralsund-Ystad befördert, nachdem die Fahrwasserverhältnisse nach Stralsund verbessert wurden, geregelt im Vertrag vom 14.9.1840.

Nachdem das neu gebaute Dampfschiff "Königin Elisabeth" für diese Route 1848/49 von der preußischen Kriegsmarine beschlagnahmt wurde, war nur noch das schwedische Postschiff "Svenska-Lejonet" auf dieser Linie im Dienst.

Bis April 1865 wurde die Linie Stralsund-Ystad einmal wöchentlich befahren. Ab 1. Mai 1865 wurde die Seepostverbindung zwischen Stralsund und Malmö- nicht mehr Ystad - aufgenommen. Ab 1. Mai 1897 wurde die Linie Sassnitz-Trelleborg aufgenommen.

Dieter
 
Fips002 Am: 21.08.2018 19:43:33 Gelesen: 38997# 554 @  
Faltbrief von Richterschweil/Schweiz nach Philadelphia/USA.





Der Faltbrief wurde am 03.Mai 1840 von Richterschweil an das französische Austauschamt Huninque gesandt, wo er auf der Rückseite den schwarzen Doppelkreis Datum Stempel 04. MAI 1840 erhielt. Von Huninque nach Belfort, wo der rot-orange Doppelkreisstempel 04.Mai 1840 und der Viereckstempel 7 A.E.J.F. abgeschlagen wurde. Dieser Stempel zeigt die 7 Decime Zone (Rayon) von Frankreich für die Entfernung vom französischen Austauschamt Huninque nach Havre. A.E.J.F.: "Affranchie a l´Étranger Jusqu a la Frontiere".

Dieser Stempel wurde auf Auslandspost für den Transport durch Frankreich bis zur französischen Grenze verwendet.

Von Belfort wurde der Faltbrief über Paris nach Havre befördert und dort dem Marine Büro in Havre übergeben, wo der rote Doppelkreis Datum Stempel BUREAU MARITIME/10. Mai 1840/(HAVRE) suf der Rückseite abgeschlagen wurde.

Mit einem Schiff der UNION LINE wurde der Faltbrief nach New York befördert. Im New Yorker Austauschamt erhielt er den roten Schiffsstempel, als Eingangsstempel, 18.Juni auf der Vorderseite des Faltbriefes. Von New York wurde der Faltbrief auf dem Landweg nach Philadelphia befördert.

Die Gebühr betrug 12 1/2 Cents (rechts oben), davon 2 Cents Seegebühr und 10 1/2 Cents Inlandgebühr.

Dieter
 
Fips002 Am: 26.08.2018 21:03:31 Gelesen: 36272# 555 @  
Heute eine Karte vom U.S. Schlachtschiff "New Hampshire" BB-25 mit Stempel Typ 1s vom 10. Juli 1912. Der Gummihandstempel Typ 1s, Inschrift ist in Serif-Lettern ausgeführt, sonst ist die Ausführung wie der Basistyp. Dieser Stempel wurde von 1909 bis 1912 an Bord geführt.

Das Schlachtschiff wurde am 19.März 1908 in Dienst gestellt. Nach der Weltumseglung der "Great White Fleet" unternahm sie Fahrten entlang der Ostküste der USA und in der Karibik. Am 1. November 1910 verließ New Hampshire mit der Zweiten Schlachtschiffsdivision Hampton Roads und besuchte Cherbourg, Frankreich und Weymouth, England. Weitere Besuche im November 1910 gingen nach skandinavischen, russischen und deutschen Häfen.

Von 1912 bis 1915 operierte sie vor der mexikanischen Küste um amerikanische Interessen zu vertreten. Danach Einsatz in den nördlichen Gewässern nach Santo Domingo bis zum 2. Dezember 1916.

Nach Eintritt der Vereinigten Staaten in den 1. Weltkrieg wurde das Schlachtschiff New Hampshire ab 15. September 1917 zu zwei Geleitzug Missionen, von New York zu einem Treffpunkt vor der französischen Küste, eingesetzt.

Nach den Kriegshandlungen unternahm das Schlachtschiff, bis zum 22.Juni 1919, vier Reisen und brachte Veteranen von Frankreich nach den Ostküstenhäfen der USA.

New Hampshire diente vom 18.Oktober 1920 bis zum 12. Januar 1921 als Flaggschiff für die Spezialeinheit der Marine in haitianischen Gewässern. Die letzte Auslandsreise ging vom 25.Januar bis 24.März 1921 nach Stockholm, Kiel und Gravesend.

Am 21. Mai 1921 wurde das Schlachtschiff New Hampshire außer Dienst gestellt und am 1. November 1923 zum Abwracken verkauft.





Dieter
 
Fips002 Am: 31.08.2018 20:40:09 Gelesen: 32438# 556 @  
Postkarte nach München, aufgegeben an Bord des Hapag-Dampfers "NEW YORK".

Die Frankatur wurde mit dem Flaggenstempel DEUTSCH-AMERIKANISCHE SEEPOST HAMBURG-NEW YORK unter dem 11.8.1934 entwertet.

Der Flaggenstempel wurde an Bord der NEW YORK vom 01.4.1927 bis Juli 1937 verwendet.





Turbinenschiff NEW YORK, Jungfernreise am 1. April 1927 nach New York. Der Dampfer war im regelmäßigen Dienst auf dieser Fahrtroute eingesetzt.

Von der Kriegsmarine Anfang 1940 als Wohnschiff in Dienst gestellt. Sie gehörte mit zur Transportflotte bei der Evakuierung der ehemaligen deutschen Ostgebiete.

Am 3. April 1945 durch einen Bombentreffer in Kiel gekentert und ausgebrannt. Im Frühjahr 1949 gehoben und zum Abwracken nach England geschleppt.

Dieter
 
Fips002 Am: 05.09.2018 20:32:30 Gelesen: 29737# 557 @  
Brief von Bremen 26.11.1872 nach Charleston, Süd Carolina.

Der Brief wurde von Bremen via England nach New York befördert. Das Dampfschiff "City of Brussels" der Inman-Line verließ Liverpool am 28.11.1872, war am 29.11.1872 in Queenstown/Irland und kam am 10. Dezember 1872 in New York an.

Freigemacht wurde der Brief mit 3 Groschen für die Beförderung über England. Für die direkte Beförderung von Bremen nach New York war das Porto 2 1/2 Groschen.

Da die Beförderung über England für diesen Brief mit der "City of Brussels" am 28.11.1872 schneller war, wurde das teure Porto von 3 Groschen gern bezahlt. Die "Calabria" der Cunard-Line verließ Liverpool am 30.11.72 und kam am 13.12.1872 in New York an. Das Dampfschiff "Deutschland" vom Norddeutschen Lloyd verließ Bremen auch erst am 30.11.1872 und kam in New York aber erst am 16.12.1872 an. Somit war die "City of Brussels" der Inman-Line am günstigsten.

Die Kennzeichnung der ausreichenden Frankatur erfolgte über Großbritannien mit dem roten FRANCO Stempel.

Ab dem 01.10.1871 betrug das Porto für Briefe pro 15 Gramm 3 Groschen oder 10 Kreuzer für den schnellen Weg über Großbritannien.

Mit den verschiedenen FRANCO-Stempeln konnte der Transitweg nach New York von Bremen, Hamburg und Stettin bestimmt werden. Ab 1874 wurden die FRANCO-Stempel nicht mehr eingesetzt und die Zuordnung zu einem Transitweg wurde erheblich erschwert.

Die Briefgebühr von Deutschland nach USA vom 01.10.1871 bis 01.07.1876 betrug von Bremen, Hamburg und Stettin 2 1/2 Groschen, 9 Kreuzer süddeutsch, 6 Cents und über England, via Köln/Verviers, 3 Groschen.

Der teure Transit über Aachen via Belgien und Großbritannien wurde mit englischen Dampfern durchgeführt.

In New York wurde der rote Eingangsstempel NEW YORK PAID ALL vorderseitig aufgesetzt.







Die "City of Brussels" war für die Inman-Line von 1869 - 1883 in Dienst und war am 7. Januar 1883 nach einer Kollision gesunken.

Dieter
 
Fips002 Am: 10.09.2018 18:44:09 Gelesen: 27235# 558 @  
Brief von Glasgow/USA nach Urloffen, Amt Offenburg, Großherzogtum Baden.

Am 20.09.1862 verließ das Dampfschiff "Hammonia" der Hapag New York und kam am 05. Oktober 1862 in Hamburg an.

Ein New Yorker Beamter schlug den U.S. Hamburg Debed-Verrechnungsstempel in schwarz nach Hamburg, U.S. und Hamburg Packet, auf den Brief ab. Dieser Stempel wurde vor 1863 verwendet. Ab 1863 wurde das amerikanische Porto auf 3 Cents reduziert.

Nach Ankunft der "Hammonia" in Hamburg, am 5. Oktober 1862, stempelte das Hamburger Stadtpostamt auf der Rückseite den Ovalstempel und den Eingangsstempel und auf der Vorderseite das Porto mit 4 1/2 Silbergroschen und 6 Kreuzer ab. Dieser Handstempel vom Hamburger Stadtpostamt zeigt die internationale Postgebühr von 4 1/2 Silbergroschen und 6 Kreuzer Transitgebühr innerhalb Deutschlands.

Die Gesamtgebühr von 22 Kreuzer wurde auf dem Brief unten gestempelt.





Die "Hammonia" war von 1856 - 1864 für die Hapag in Dienst. 1864 wurde das Dampfschiff an die Allan-Line verkauft und in "Belgian" umbenannt.

Dieter
 
DERMZ Am: 13.09.2018 17:05:07 Gelesen: 26696# 559 @  
Guten Tag,

am 10. September 2018 ging die "MS Mönchgut" auf große Fahrt. Einmal zum Kreidefelsen auf Rügen. An Bord wird ein Schiffspoststempel geführt, den ich heute in der Tagespost vorfand.



Die "MS Mönchgut" wurde 1981 gebaut und ist seit etwa 2003 in der Ostsee vor Rügen und Usedom zu Hause.

Viele Grüße aus dem südlichen Süden

Olaf
 
Fips002 Am: 17.09.2018 12:41:27 Gelesen: 24739# 560 @  
MS "Regina Maris", Kreuzfahrtschiff der Lübeck-Linie von 1966-1976.



Das MS "Regina Maris" war das Flaggschiff der Lübeck-Linie AG, 5813 BRT, beförderte 279 Passagiere, Besatzung 122 Mann.

Sie war der erste deutsche Kreuzfahrtschiff-Neubau 1966 nach dem Krieg.

Die Jungfernreise begann von Cuxhaven am 01. Juni 1966 nach Spanien und Portugal. Ihre Reisen gingen zu Häfen in der Ost- und Nordsee, Mittelmeer und auch zu Zielen nach Afrika und Südamerika. Kreuzfahrten der Lübeck-Linie waren sehr beliebt.

An Bord der "Regina Maris" kamen 2 Schiffspoststempel zum Einsatz, die sich leicht unterscheiden durch den größeren und kleineren Abstand zwischen der Inschrift "DEUTSCHE SCHIFFSPOST" und der Reedereiangabe, sowie die Größe des "MS". Von der sehr sammlerfreundlichen Lübeck-Linie AG wurden sehr viele Nebenstempel (Cachets) verwendet. die auf die jeweiligen Kreuzfahrten hinweisen.

Die Kostensteigerungen der 70er Jahre konnte die Reederei nicht auffangen.
Im Oktober 1976 beendete das Schiff die letzte Ostsee-Kreuzfahrt und wurde in Lübeck aufgelegt.

Die "Regina Maris" wurde nach Kanada verkauft. Von dort kaufte die Reederei Peter Deilmann-Neustadt/Holstein das Schiff und es kam wieder unter dem Namen "Regina Maris", Heimathafen Singapur, für Kreuzfahrten zum Einsatz. Schiffspoststempel wurden an Bord nicht mehr verwendet.



Brief nach Wernigerode, aufgegeben beim Bordpiostamt des MS "Regina Maris", anlässlich der Kreuzfahrt "Kurs Sonne" vom 16.9.1972



Brief von der Jubiläumskreuzfahrt 31. März - 14. April 1973. Entwertet wurde der Brief mit Schiffspoststempel vom 1.4.73 und von Dakar, Senegal am 7.4.1973 und mit Paquebot-Stempel von Dakar.



Brief nach Wernigerode, aufgegeben beim Bordpostamt der "Regina Maris" am 9.10.1976, anlässlich der "Lesereise Hannoversche Wochenblatt". Es war die letzte Reise der "Regina Maris" für die Lübeck-Linie, Letzte Verwendung des Schiffspoststempels am 09.10.1976.

Dieter
 
Fips002 Am: 23.09.2018 17:49:54 Gelesen: 19741# 561 @  
Ship Letter Raten vom 10.Januar 1840 Australien nach dem Vereinigten Königreich. Die Rate für einen Brief bis 1/2 Unze betrug 8 Pence. Die Gebühr, einschließlich aller UK Inland Postgebühren mussten vorausbezahlt werden, oder bezahlt durch den Empfänger beim Eingang.

Sydney verwendete "Bezahlt" Stempel auf ausgehende Briefe, welche nach der Schiffsgebühr von Neu Süd Wales bezahlt waren.



Faltbrief von Sydney. New South Wales nach London

Am 10.August 1843 verließ das Segelschiff "FAMA" Sydney und kam am 12.März 1844, nach 215 Tagen, in London an. Das Porto für diesen Faltbrief betrug 8 Pence.



Absender



Dieter
 
Fips002 Am: 27.09.2018 12:04:49 Gelesen: 15686# 562 @  
Heute wieder ein Beleg aus meiner Sammlung zur französischen Schiffspost.



Faltbrief befördert mit der Fregatte "L `Africaine" ab Havanna 22. Mai 1817 nach Bordeaux. In Bordeaux wurde der Faltbrief mit dem Eingangsstempel COLONIES PAR/BORDEAUX versehen. Der Empfänger hatte 2 Decimes zu bezahlen.





Brief an Henry Delamain, Handelshaus für Cognac in Bordeaux aus Havanna 22. Mai 1817. Im Brief schreibt der Kapitän der französischen Fregatte "L ´Africaine" aus Havanna u.a., dass der Kapitän der englischen Brigg "Martin Mego", John W. Gate beim Auslaufen aus dem Hafen Marzoutto vom Piraten Insugente überfallen und der Lotse verletzt wurde. Von den Seeräubern wurden u.a. etliche Kisten Wein und alle Ladungspapiere geraubt.
 
Fips002 Am: 03.10.2018 16:26:41 Gelesen: 13692# 563 @  
Heute ein Brief von Melbourne/Australien nach Sudlow/England.

Der Brief wurde mit dem Dampfschiff "Baroda" der Peninsular & Oriental Steam Navigation Company von Melbourne nach Brindisi/Italien befördert. Von Brindisi erfolgte die Beförderung des Briefes durch Europa nach Sudlow/England. Ankunft in Sudlow am 23. Dezember 1872.

Wegen dem Krieg zwischen Frankreich und Preußen war die Linie über Marseille blockiert und die Post lief nun über Brindisi. Nach dem Krieg wurde die Marseille Linie für britische Postschiffe nicht wieder aufgenommen.

Die "Baroda" verließ am 5. November 1872 Sydney, war am 7. und 8. November in Melbourne, wo der Brief aufgegeben wurde.

Der weitere Reiseverlauf war King George´s Sound /Australien am 14.November 1872, Galle/Ceylon am 28. November, Suez am 15. Dezember, Alexandria am 16. Dezember und Brindisi am 20. Dezember 1872, Übergabe der Post.

Von Brindisi lief das Dampfschiff "Baroda" über Gibraltar nach Southampton. Ankunft in Southampton am 31. Dezember 1872.

Die Gebühr für diesen Brief betrug 9 Pence.

Entsprechend der General Post Office Notice Nr.66/1870 vom 18.12.1870, wurde die Postgebühr für Briefe, die über Brindisi geleitet wurden, auf 9 Pence reduziert.





Dieter
 
Fips002 Am: 10.10.2018 18:06:03 Gelesen: 11025# 564 @  
Ich zeige zwei Faltbriefe von Cadiz/Spanien nach London.



Stempel vom Britischen Konsularpostamt CADIZ, Typ I



9. Dezember 1843 von Jerez/Spanien, befördert mit einem englischen Packet-Boat (Postschiff) ab Cadiz/Spanien nach Southampton. Von Southampton auf der Landroute nach London.

Porto bis London 2 Shilling und 2 Pence (geschrieben 2/2) für den einfachen Brief bis 1/2 Unze.

Eingangsstempel London 19. Dezember 1843



Stempel vom Britischen Konsularpostamt CADIT, Typ II



Der Brief wurde mit dem Packet-Boat "Madrid" von Cadiz/Spanien, 8.Januar 1847 nach Falmouth/England befördert. Das Schiff befuhr die Route Gibraltar-Cadiz-Porto-Vigo nach Falmouth/England. Von Falmouth wurde der Faltbrief auf dem Landweg nach London befördert.

Porto: 4 Shilling und 4 Pence (doppeltes Porto), geschrieben 4/4.

Dieter
 
Fips002 Am: 18.10.2018 16:27:57 Gelesen: 8830# 565 @  
Die Russische Gesellschaft für Dampfschifffahrt und Handel, abgekürzt ROPIT, war eine Schifffahrtsgesellschaft im zaristischen Russland. Die Gesellschaft wurde 1856 nach Beendigung des Krimkrieges gegründet. Ziel war die Wiederaufnahme und der Ausbau der russischen Handelsschifffahrt im Schwarzen Meer und im Mittelmeer.

Der Firmensitz befand sich in Sankt Petersburg und Odessa.

Im Mai 1868 wurde der Postdienst durch die Russische Staatspost übernommen. Die Postbeförderung blieb jedoch weiterhin in den Händen der ROPIT.



Postbeförderung von Batum über Kertsch, Sewastopol, Simferpol nach Odessa und zurück.



Der Brief wurde mit einem Schiff der Russischen Gesellschaft für Dampfschifffahrt und Handel von Batum nach Odessa befördert und mit dem Schiffspoststempel BATUM - ODESSA, 24. April 1890 abgestempelt. Die Postgebühr betrug 7 Kopeken für den Brief.



Ankunftstempel Odessa 26. April 1890

Dieter
 
Fips002 Am: 25.10.2018 19:08:21 Gelesen: 5832# 566 @  
Heute wieder eine Karte vom Passagierschiff "Monte Olivia". MS "Monte Olivia" verließ Hamburg am 23.April 1925 zu seiner Jungfernreise nach den La-Plata-Häfen.

Das Schiff erhielt ein Bordpostamt, das den Einkreisstempel "DEUTSCHE SEEPOST/LINIE/HAMBURG/SÜDAMERIKA" mit den großen Kennbuchstaben "B" zeigt. Bis August 1926 wurde dieser Stempel verwendet und kommt selten vor. Abgelöst wurde der Stempel ab August 1926 durch den Flaggenstempel.

1926 war die "Monte Olivia" im Liniendienst nach Südamerika eingesetzt.

Die Postkarte nach Berlin wurde am 22.01.1926, auf der Rückreise nach Hamburg, an Bord des MS "Monte Olivia" geschrieben und mit dem Seepoststempel unter dem Datum vom 23.1.1926 entwertet.






"Monte Olivia", Zweischrauben-Motorschiff mit 14000 Brutto-Registertonnen, Länge 160 m, 20 m breit. Das Schiff lief am 28.10.1924 vom Stapel und wurde auf den Namen MS "Monte Olivia" getauft, Der 1561 m hohe Berg Monte Olivia, nordöstlich von Ushuaia in Feuerland war der Namensgeber.

Dieter
 
Carsten Burkhardt Am: 27.10.2018 21:58:16 Gelesen: 5297# 567 @  
Hallo,

ich kenne mich mit Schiffspost nicht aus, habe auf delcampe.net einen Beleg mit DDR 322 gefunden und frage mal in die Runde: Kann der echt sein? Prüfbar ist er aus meiner Sicht nicht, weil niemand gleichzeitig DDR (die Marke) und Island (der Stempel Reykjavik) prüft, und das braucht man eigentlich.



Interessanter Pieck-Beleg.

VG
Carsten
 
ferrymaster Am: 28.10.2018 12:21:30 Gelesen: 5177# 568 @  
Hallo Carsten!

Der Paquebotstempel ist echt und auch der Ortsstempel. Der Paquebotstempel wurde lt. neuestem Katalog ("Paquebot Cancellations of the World and more..." von Dovey & Morris) in der Zeit von 1926 bis 1968 verwendet. Von dem Beleg gibt es eine ganze Reihe Exemplare.

Ist philatelistisch nicht schön, aber wenn Du ein Belegexemplar brauchst, dann soll es so sein. Ich würde nicht mehr als 3-5 Euro dafür investieren.

Schöne Grüße Peter
 
Carsten Burkhardt Am: 28.10.2018 12:28:20 Gelesen: 5176# 569 @  
Hallo Peter,

danke für schnelle Antwort, etwas mehr habe ich dann doch bezahlt, aber mit Pieck habe ich so was noch nicht gesehen.

viele Grüsse
Carsten
 
Cantus Am: 28.10.2018 16:32:26 Gelesen: 5131# 570 @  
@ ferrymaster [#568]

Hallo Peter,

warum wäre dieser Beleg denn nichts für dich? Hast du denn einen ähnlichen Umschlag, ebenfalls mit Pieck-Viererblock, meinetwegen mit anderer Frankaturzusammenstellung, und Paquebot-Stempel, der dann deine philatelistischen Ansprüche erfüllt?

Viele Grüße
Ingo
 
Fips002 Am: 29.10.2018 11:09:00 Gelesen: 4951# 571 @  
@ Carsten Burkhardt [#567]

Hallo Carsten,

Gratulation für den sehr guten Beleg. Für den Beleg hätte ich auch 20,00 Euro bezahlt. Der Beleg braucht nicht geprüft werden, denn er ist echt, da als Paquebot Aufgabe von einem Schiff der DDR beim Hafenpostamt in Reykjavik. Von 1952 bis 1977 fischten Rostocker Trawler auch um Island. Es kam vor, dass die alten Trawler u.a. Maschinenschaden hatten und dadurch Reykjavik anlaufen mussten. Es kann sich somit nur um eine Aufgabe von einem Trawler der DDR-Hochseefischerei handeln.

Ich habe ein Exponat zu Paquebot Belegen von DDR-Frachtschiffen der DSR. Selber bin ich ab 1959 viele Jahre auf Frachtschiffen der DSR gefahren und habe auch oft beim Hafenpostamt in den angelaufenen Häfen Briefe von Sammlern aufgegeben mit DDR-Marken. Unter der Nr. 240 habe ich Belege gezeigt und einiges zur Aufgabe als Paquebot geschrieben.

Gruß Dieter
 
Fips002 Am: 31.10.2018 19:15:52 Gelesen: 4671# 572 @  
Heute wieder ein Brief von der Linie Hamburg-New York aus meiner Sammlung.



Brief nach Dorchester, Boston USA.

Die Frankatur wurde mit dem Seepoststempel DEUTSCHE SEEPOST/LINIE/HAMBURG/NEW-YORK -Kennbuchstabe "E" unter dem 10.6.1927 vom Bordpostamt des Hapag-Dampfers "THURINGIA" entwertet.



Der Stempel wurde von 1927 bis Januar 1930 verwendet.



Die "Thuringia" begann für die Hapag ihre Jungfernreise am 22.Januar 1923 von Hamburg nach New York.

1930 wurde das Schiff für den Einsatz nach Südamerika umgebaut und in "General San Martin" umbenannt.

Die Hamburg - Süd kaufte am 30.Juni 1936 das Schiff.

Von der deutschen Kriegsmarine 1940 als Wohnschiff in Dienst.

Im Februar 1945 an Großbritannien übergeben, fuhr das Schiff als "Empire Deben" bis zum Abbruch 1949 unter britischer Flagge.

Dieter
 
Fips002 Am: 07.11.2018 19:53:59 Gelesen: 1491# 573 @  
Heute ein Faltbrief mit doppelter Rate von San Francisco nach Cognac/Frankreich.

Bei der Aufgabe des Faltbriefes im Post Amt wurde die Vorausgebühr von 30 Cents bezahlt. Der Beamte bestätigte die bezahlte Gebühr mit dem Vermerk "30" mit roten Stift auf dem Faltbrief rechts oben, die doppelte Rate für 1/4 bis 1/2 Unze. Später wurde der 33 mm rot orange Kreis Datum Stempel SAN FRANCISCO CAL/6.JUL 1859/30 Paid auf dem Faltbrief rechts oben abgeschlagen. Dieser Stempel zeigt, dass der Faltbrief von San Francisco befördert wurde und 30 Cent bezahlt wurden.

Mit einem Dampfer der Pacific Mail Steamship Company wurde die Post nach Panama City befördert.

Die Briefe wurden über die Landenge mit der Eisenbahn befördert und mit dem Dampfer "Northern Light" der United States Mail Steamship Company von Chagres nach New York befördert.

Ein Beamter im New Yorker Austausch Amt schlug den rot orange Kreis Datum Stempel NEW PAID YORK/JUL 30/6 auf den Faltbrief ab für die Beförderung von New York. Frankreich wurde mit 2 x 3 Cents = 6 Cents belastet.

Der Faltbrief wurde mit dem Dampfschiff "City of Washington", der Inman Line von New York am 30. Juli 1859 nach Havre/Frankreich befördert und erreichte Havre am 13. August 1859.

In Havre erhielt der Faltbrief im Austausch Amt den blauen Eingangsstempel ET.UNIS SERV.AM.D./13.AOUT 59.

Dieser Stempel zeigt, dass der Faltbrief von den Vereinigten Staaten kam und mit amerikanischen Dienst direkt nach Frankreich befördert wurde und in das französische Post System in Havre einging.

Der Beamte in Havre schlug den kleinen orange Kastenstempel "PD" ab, um zu zeigen, dass der Faltbrief für die Beförderung bis Cognac bezahlt war.

Auf der Rückseite des Faltbriefes wurde der Stempel von Paris 14.August, der Stempel der Bahnpost Paris-Bordeaux 14. August und der Eingangsstempel von Cognac 15. August 1859 abgeschlagen.





Eine Seite von vier Seiten des Faltbriefes



Dampfschiff "City of Washington" der Inman-Line

Dieter
 
Carsten Burkhardt Am: 07.11.2018 22:14:21 Gelesen: 1446# 574 @  
@ Fips002 [#571]

Hallo,

danke für die Erklärung, habe erst heute Deine Antwort gelesen.

Viele Grüße
Carsten
 
Seku Am: 10.11.2018 12:44:50 Gelesen: 970# 575 @  
@ Henry [#34]

So sah das Fährschiff Schussen aus. Hier um 1965 im Hafen von Friedrichshafen.



Das Schiff wurde 1929 erbaut. Das Gebäude im Hintergrund ist heute das Zeppelin-Museum
 

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