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Thema: (?) (732) Schiffspost und Schiffspoststempel
Das Thema hat 751 Beiträge:
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Fips002 Am: 18.01.2021 21:07:09 Gelesen: 29938# 727 @  
Faltbrief befördert mit dem Segelschiff "Estafette" von Liverpool 08. Juli 1833, nach Marseille 15. Juli 1833.

In Liverpool wurde der Faltbrief mit 1 Shilling 11 Pence vorausbezahlt.

In Marseille wurden 20 Decimes vermerkt, 10 Decimes an das Königreich England und 10 Decimes französische Inlandgebühr.



Dieter
 
Fips002 Am: 27.01.2021 18:10:18 Gelesen: 27696# 728 @  
Schiffsbrief aus Port au Prince/Haiti, 05. März 1770 nach Bordeaux.

1767 wurde der Postverkehr nach Westindien als Vorläufer der See Post von 1777 eingeführt. Der Postverkehr war zu dieser Zeit noch sehr gering.

Bei der Ankunft aus den Kolonien wurde in Bordeaux der Stempel "DU", als fällige Postgebühr abgeschlagen. Dieser Stempel wurde während des "ANCIEN REGIME" bis zum 31. Dezember 1791 verwendet.

Die Beförderungsgebühr von 6 Sols (Tarif von 1759) bezahlte der Empfänger in Bordeaux.





Dieter
 
Fips002 Am: 05.02.2021 21:28:35 Gelesen: 25058# 729 @  
Früher Schiffsbrief 1835 von Calcutta/Indien nach Bath/England. Adressiert ist der Faltbrief nach Bedford. Dort konnte er nicht zugestellt werden und wurde nach Bath weitergeleitet.

Der Faltbrief wurde mit einem privaten Segelschiff von Calcutta nach Deal/England befördert.

In Calcutta wurde der Kastenstempel CALCUTTA/GAO/SHIP LETTER/26AG26/1835 auf den Faltbrief abgeschlagen.

Nach Ankunft des Segelschiffes in DEAL am 09.Januar 1836 erhielt der Faltbrief den Landungsstempel INDIA LETTER/DEAL auf der Vorderseite des Faltbriefes.

Die Gesamtgebühr von Calcutta nach Bath betrug 2 Shilling, davon 8 Pence Seegebühr Calcutta nach Deal, 2 Pence India Letter Rate, 2 Pence für den Kapitän und 12 Pence Inlandgebühr Deal über London, Bedford nach Bath. Ankunft in Bath am 11.Januar 1836.



Dieter
 
Fips002 Am: 12.02.2021 12:14:51 Gelesen: 22672# 730 @  
Postabkommen von 1867 zwischen den Vereinigten Staaten und Hamburg. Austauschämter wurden in New York und Hamburg eingerichtet. Die internationale Rate für jedes amerikanische oder Hamburger Dampfschiff betrug 10 Cents per 1/2 Unze, 20 Cents 1/2 bis 1 Unze.

Doppelbrief von St.Louis über New York und Hamburg nach Hessigheim/Würtemberg.

Am 27. Juli 1867 verließ das Dampfschiff "ALLEMANNIA" der HAPAG NEW YORK nach Hamburg und kam am 09. August 1867 an. Postgebühr USA - US-Inland und Seegebühr 2 x 10 Cents = 20 Cents. Vom Stadtpost Amt wurde der Doppel Kreis Stempel bei der Ankunft auf der Rückseite in blauer Farbe abgeschlagen (Einführung der blauen Stempelfarbe 1866) und notierte ein doppeltes Porto mit "9/12x" über 9 (2 x 4 1/2 Silbergroschen und 12 (2 x 6) Kreuzer.

9 Silbergroschen = 32 Kreuzer, Vereinsgebühr Baden 2 x 6 Kreuzer = 12 Kreuzer.

In Frankfurt wurde diese Portonotiz gestrichen und die Gesamtsumme von 44 Kreuzer links notiert.

Der schwarze Kreis-Datum-Stempel vom New Yorker Austausch Amt zeigt, dass der Brief mit einem Hamburger Postschiff befördert wurde, Stempel ohne Gebühr.



Dieter
 
Fips002 Am: 21.02.2021 20:46:42 Gelesen: 19956# 731 @  
Nach Abschluss eines preußisch-amerikanischen Vertrages vom 16.10.1852 bis 31.12.1867, dem Ende der Preußischen Posthoheit, wurde die Post in geschlossenen Felleisen zwischen dem Grenzpostamt Aachen und New York bzw. Boston, über Belgien und England ausgetauscht. Das begründete die Bezeichnung "Prussian Closed Mail" (=preußische geschlossene Post).

Postgebühr: USA bis 1/2 Unze = 5 Cents, Transportgebühr für See (inkl. englisch-belgisches Transit) = 20 Cents, Preußisches Porto = 5 Cents, gesamt= 30 Cents, bis Ostende/Belgien 23 Cents.

Faltbrief von Nashville 28.Oktober 1858 nach New York. In New York wurde der Faltbrief dem Dampfschiff "Europa" der Cunard-Line zur Beförderung übergeben.

Das Dampfschiff verließ New York am 2. November 1858 nach Boston und von dort am 3. November nach Liverpool. Zwischenaufenthalt in Queenstown/Irland zur Übernahme von Kohle. Ankunft in Liverpool am 18. November. Von Liverpool weiter befördert über Ostende/Belgien nach Aachen, 20. November. Aachen zeichnete 13 Silbergroschen = 30 Cents für das Gesamtporto. Von Aachen nach Brandenburg, Ankunft am 21. November 1858.



Dieter
 
Briefuhu Am: 23.02.2021 13:43:49 Gelesen: 19598# 732 @  
Hallo,

ich hoffe ich bin hier im richtigen Thema.

Habe eine französische Marke mit Stempel Southampton France MB.

Meine Recherche ergab, dass MB Moving Box bedeutet und ein Schiffstempel ähnlich wie Paquetboat ist.

Da diese Erklärung leider nur auf Englisch war bin ich mir nicht ganz sicher ob ich alles richtig verstanden habe. Deswegen zeige ich hier diese Marke.



Schönen Gruß
Sepp
 
fogerty Am: 03.03.2021 09:28:52 Gelesen: 17780# 733 @  
Sorry, wenn ich dazu nichts sagen kann, ich denke, es findet sich jemand, der diesen Beleg erklären kann! Danke.





Grüße
Ivo
 
Fips002 Am: 03.03.2021 17:07:06 Gelesen: 17743# 734 @  
@ fogerty [#733]

Hallo Ivo,

die Hapag bot seinen Kreuzfahrt-Passagieren seinen Dienst an den jeweiligen Reiseverlauf mittels einer Telegramm-Postkarte an seine Angehörigen bzw. Freunde zu übermitteln.

Dieser Dienst kann von vielen Kreuzfahrten nachgewiesen werden.

Die Anschriften auf diesen Karten wurden von Angestellten der Hapag geschrieben. Diese Karte hat nicht der Reisende, sondern das Passage Büro der Hapag auf Bestellung geschrieben. Somit konnte die Familie bzw. Freunde über den Reiseverlauf unterrichtet werden. Die aufgedruckten Texte beschreiben den Reiseverlauf.

Die Postkarte wurde dem Postamt Hamburg zur Beförderung übergeben.



Gruß Dieter
 
Fips002 Am: 07.03.2021 21:35:32 Gelesen: 17114# 735 @  
Brief vom kombinierten Passagier- und Frachtschiff der Hamburg Amerika Linie MS "Brandenburg". Frankiert ist der Brief mit USA Mi.Nr. 654A, entwertet mit dem Schiffspost Stempel vom 30.12.1955. Adressiert ist der Brief vom Deutsch-Amerikaner Edwin Drechsel an seine Tochter.

Die Schiffe, die im Liniendienst zur Nordamerikanischen Westküste eingesetzt waren, wurden in San Francisco von E. Drechsel persönlich besucht, der als Redakteur für eine große amerikanische Zeitung arbeitete. Er berichtete über das "neue Deutschland", dazu gehörten auch die neuen Aktivitäten der deutschen Reedereien.

Von E.Drechsel kommen Sammlerbriefe vor, die mit Marken von Australien, Canada und USA frankiert wurden.

Da das vor dem 2. Weltkrieg durch bilateralen Postverträge gestattet war, verfuhren die meisten Zahlmeister, die vielleicht auch in dieser Zeit an Bord von Hapag-Schiffen fuhren, weiter so und entwerteten diese "nicht korrekten Frankaturen" mit dem Schiffspost Stempel.

Der Schiffspost Stempel von der "Brandenburg" wurde vom 25.07.1955 - 21.02.1962 verwendet.

Eingesetzt wurde das Schiff von Hamburg an die Nordamerikanische Westküste und andere.

Am 10.01.1971 stießen der panamische Tanker "Texaco Caribean" und der peruanische Frachter "Paracus" im Ärmelkanal zusammen und sank.

Am 12.01.1971 rammte die "Brandenburg" ein großes Wrackteil vom gesunkenen Tanker "Texaco Caribean". Der Schiffsrumpf wurde in breiter Front aufgerissen und das Schiff sank in 3 Sekunden.

11 Besatzungsmitglieder konnten gerettet werden, 20 Männer und Frauern der Besatzung starben.



Dieter
 
1 Pf Am: 08.03.2021 05:59:17 Gelesen: 17054# 736 @  
@ Fips002 [#735]

Hallo Fips,

Durch meine Katapult-, Schleuderflugpostsammlung der Dampfer "BREMEN" und "EUROPA" des Norddeutschen Lloyd, hatte ich mal Kontakt mit einem Herrn Edwin Drechsel, dessen Vater Inspektor bei'm NDL in New York war.

Aus dieser Sammlung, die ich leider nur noch in Form von Jopien besitze zeige ich hier 2 ehemalige Sammlungsblätter mit Belegen von Herrn Drechsel.



Meine Sammlung von über 600 Blatt hat vor vielen Jahren einen Liebhaber in New York gefunden.

Grüße
1 Pf
 
Fips002 Am: 14.03.2021 12:28:29 Gelesen: 15808# 737 @  
Brief von der Jungfernreise des schwedischen Passagierschiff "Stockholm" am 21.Februar 1948 nach New York.

Die "Stockholm" war im Februar 1948 das erste neu gebaute Passagierschiff der Welt nach dem zweiten Weltkrieg.

Mit 537 Passagieren an Bord kollidierte sie, ungefähr 100 Seemeilen vor New York, im Nebel am 25.Juli 1956 mit den italienischen Passagierschiff "Andres Doria". Die "Andrea Doria" hatte 1134 Passagiere an Bord und sank nach dieser Kollision, wobei 47 Menschen den Tod fanden. Die "Stockholm" hatte 6 Tode zu beklagen.

Trotz der schweren Schäden erreichte das schwedische Schiff mit eigener Kraft New York.

Nach den Reparaturarbeiten wurde die "Stockholm" am 5 November 1956 wieder in Dienst gestellt und 1959 zum Verkauf angeboten. Der FDGB der DDR erwarb das Schiff und stellte es als erstes Hochsee-Urlauberschiff der DDR unter dem Namen "Völkerfreundschaft in Dienst.



Dieter
 
Fips002 Am: 20.03.2021 12:05:55 Gelesen: 14526# 738 @  
Postkarte aufgegeben an Bord des Dampfers "Deutschland" am 27.10.1927 nach New York.

Der Dampfer "Deutschland" der HAPAG unternahm seine Jungfernreise am 27.3.1924 nach New York. Das Schiff konnte 200 Passagiere in der I. Klasse, 360 in der Touristenklasse und 400 in der III. Klasse befördern.

Die letzte Reise von New York nach Hamburg wurde am 17.8.1939 durchgeführt. Ab 1940 war das Schiff Wohnschiff der Kriegsmarine in Gotenhafen.

Auf sieben Reisen 1945 bringt die "Deutschland" 70.000 Menschen aus den deutschen Ostgebieten nach Westen. Am 03.05.1945 kenterte das Schiff nach einem britischen Luftangriff in der Lübecker Bucht vor Neustadt. 1948 wurde die ehemalige Deutschland gehoben und verschrottet.

Der Flaggenstempel DASP Hamburg-New York wurde an Bord der "Deutschland" vom Februar 1925 bis zum Februar 1938 verwendet, danach kam der Normstempel vom Februar 1938 bis Oktober 1939 zum Einsatz.



Dieter
 
Fips002 Am: 25.03.2021 20:55:45 Gelesen: 13384# 739 @  
Postkarte vom Schnelldampfer "BREMEN" des Norddeutschen Lloyd Bremen, 17.12.1931, nach Schildigheim/Frankreich.

Die Karte ist entwertet mit dem Normstempel DEUTSCH-AMERIKANISCHE-SEEPOST D.BREMEN/BREMEN/17.12.31/NEW YORK. Dieser Stempel wurde vom 16.07.1929 - 13.12.1939 verwendet.

Die vierte "Bremen" (51.735 BRT, 286 m lang, 125.000 PS) eroberte im Jahre 1929 das "Blaue Band" und gilt als das berühmteste deutsche Passagierschiff. Das stolze Schiff wurde am 18. März 1941 durch einen Brand vollständig zerstört.



Dieter
 
DL8AAM Am: 27.03.2021 20:16:35 Gelesen: 12840# 740 @  
Schiffspost auf dem Zürichsee



Ansichtskarte (Nr. 16577 "Zürich: Schiffstation Bürkliplatz", Verlag 'Rud. Suter AG', 8942 Oberrieden-Zürich), entwertet mit Maschinenstempel 8000 ZÜRICH 1 BRIEFVERSAND vom 21.08.1984).

Neben der "echten" postalischen Entwertet findet sich ein Schiffsstempel Zürichsee / 21. AUG. 1984 / Helvetia. Das Motorschiff Helvetia findet sich übrigens auch als Motiv auf der Ansichtskarte.



Handelt es sich hier um einen (semi-) postlischen Nebenstempel, ähnlich der Bahnpoststempel "Aushilfsstempel der SBB", wobei diese Aushilfsstempel vom Bahnpersonal aber auch zur Entwertung eingesetzt wurden. Oder werden die vielleicht ähnlich "únserer" Landpoststempel-Nebenstempel verwendet, die ja auch neben der Frankatur anzuschlagen waren?

Im Internet habe ich bei einer Verkaufs-/Werbeanzeige den folgenden Text gefunden [1]:

" In der Schweiz gibt es über 20 Binnenseen, die über ein festes Kurs-Schiff-Netzwerk verfügen. Der Fahrplan ist auch im SBB-Netz der Schweizer Bundesbahnen integriert. Es sind über 200 Kursschiffe die auf Schweizer Seen verkehren und ihren festen Fahrplan haben. (...) Was viele Sammler nicht wussten, ist, dass diese offiziellen Kursschiffe auch einen offiziellen Schiffspoststempel mitführen. Haben Sie also Lust, am Bordeigenen Kiosk eine Ansichtskarte zu kaufen, haben Sie auch die Möglichkeit, einen zusätzlichen Schiffspoststempel auf der Karte anzu-bringen. Beim nächsten Anlegeort werden dann die Gruss-Ansichtskarten einer Schweizerischen Poststelle übergeben, wo dann der offizielle Postempel angebracht wird."

Hier ein weiterer Schiffsstempel der Helvetia



Zürichsee / - 3. SEP. 1982 / Helvetia neben der Frankatur, wobei in diesem Fall die Briefmarke im Nachgang nicht mehr entwurde. Die Karte lief aber tatsächlich (nach Deutschland).

Beste Grüße
Thomas

[1] https://www.tutti.ch/de/vi/basel/sammeln/schweizer-schiffspost-riesensammlung/10950508
 
DL8AAM Am: 01.04.2021 20:31:25 Gelesen: 11427# 741 @  
Wenn wir schon bei der schweizer Schiffspost sind

Brienzersee: Motorschiff Briez



Ansichtskarte (Nr. 12666 "Brienz - Brienzersee, Hasliberge", Verlag Photoglob AG, Zürich) nach Deutschland, frankiert mit 80 Rappen (Postbeförderung, 1986 [Michel #1325]), entwertet per Maschinenstempel 3800 INTERLAKEN ★★★, Klischee "TELL FREILICHTSPIELE Interlaken" vom 04.07.1987. Postaufgabe auf dem Brienzersee, bestätigt durch den Bordstempel



BRIENZERSEE / AN BORD DES SCHIFFES / BRIENZ (ohne Datum)

Die 1981 gebaute MS Brienz wird von der Bahngesellschaft "BLS AG" [1] betrieben, verkehrt auf dem Brienzersee und kann bis zu 1000 Passagiere befördern.

Wikipedia: Die BLS AG ist eine 2006 gegründete Schweizer Normalspur-Bahngesellschaft. Sie betreibt als Eisenbahnverkehrsunternehmen ein umfangreiches Netz im Regionalverkehr einschliesslich S-Bahn, einen Autoverlad am Lötschberg und Simplon sowie die Schifffahrt auf dem Thuner- und Brienzersee.

Beste Grüße
Thomas

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/BLS_AG
 
Shinokuma Am: 02.04.2021 19:45:16 Gelesen: 11155# 742 @  
@ Fips002 [#738]

Hallo Dieter,

dasselbe Schicksal wie die von Dir gezeigte Deutschland hatte die Cap Arcona, die zuvor ebenfalls seit 1927 zigtausende Emigranten nach Südamerika befördert hatte.

Nur auf der Cap Arcona starben noch einige Tausend KZ-Häftlinge, die zum Ende des Krieges zwangsweise dort eingeschifft worden waren. Ausführlich nachzulesen bei Wikipedia [1].



Imeigentlichen Sinne handelt es sich bei dieser Karte zwar nicht um einen Schiffspostbeleg, da er mit dem Handrollstempel ja erst in Hamburg entwertet wurde, aber geschrieben wurde die Karte zumindest auf dem Schiff. Denn der Text beginnt mit: "Meine Liebste! Ich bin an Bord der Cap Arcona, die um 12 Uhr nachts die Anker lichtet, um nach Südamerika zu fahren." Falls jemand Interesse am restlichen Textinhalt hat, möge er sich bei mir melden.

Ich wünsche derweil auch den übrigen Lesern ein schönes und vor allem gesundes Osterfest.

Mit herzlichen Grüßen

Gunther

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Cap_Arcona_(Schiff,_1927)
 
Fips002 Am: 04.04.2021 17:58:06 Gelesen: 10540# 743 @  
Brief vom Dampfer "WESTERWALD", Frankatur entwertet mit dem Stempel "DEUTSCHE SEEPOST/LINIE/HAMBURG/SÜDAMERIKA/I/4.1913,XLIV" nach Paris.

Der Stempel wurde bisher wenig registriert, bisher siebenmal, sämtlich aus den Jahren 1912 und 1913.

Der Brief erhielt nach Ankunft in Lissabon den Ankunftstempel am 1.4.1913 und wurde nach Paris befördert.

Der Dampfer "Westerwald" der HAPAG wurde im Jahre 1907 erbaut und blieb in Diensten der Hapag bis in die Zeit des ersten Weltkrieges hinein.

1916 wurde das Schiff in Lissabon beschlagnahmt.



Dieter
 
DL8AAM Am: 05.04.2021 05:19:37 Gelesen: 10401# 744 @  
Wappen von Hamburg



Bordstempel ● M.S. „Wappen von Hamburg “ ● auf hoher See / Hamburg-Helgoland [1]. Entwertung der Frankatur (15 Pf. '75 Jahre 1. Mai') erfolgte dann in Helgoland per Gelegenheitsstempel HELGOLAND / 75 JAHRE DEUTSCH / Kurinsel in der Nordsee / 2192 vom 17.08.1965.

Hier müsste es sich um das dritte Fährschiff dieses Namens handeln, dass am 16. Februar 1965 ihren Stapellauf hatte. Sie fuhr dann bis 30. September 2006 auf der Route Hamburg-Helgoland, mit einer kurzen Ausnahme. In der Wintersaison 1965 (ab Oktober) kreuzte sie einmalig unter dem Namen Lucaya in der Karibik.

Beste Grüße
Thomas

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Wappen_von_Hamburg_(Schiff,_1965)
 
DL8AAM Am: 06.04.2021 20:37:47 Gelesen: 9734# 745 @  
@ Sachsendreier53 [#152]

Eine andere Vaterland:

Raddampfer Vaterland



Agfa-Fotoansichtskarte "Dampfer Vaterland" (Bestellnr. "S M 695"; Verlag Schöning & Co., Lübeck)

Bordstempel * Auf dem Rhein * / an Bord Dampfer / Vaterland. Entwertung der Frankatur (10 Pf. Heuss) durch Handstempel (22b) ST. GOARSHAUSEN b vom 12.08.1957.

Wikipedia [1]: Die Vaterland war ein 1925/26 für die Preußisch-Rheinische-Dampfschiffahrtgesellschaft in Köln gebauter Seitenraddampfer. Nachdem der Dampfer zum Ende des Zweiten Weltkriegs in Neuwied zwischen zwei gesprengten Brücken festlag, zerstörten deutsche Pioniere das Schiff. Nach der Hebung wurde das Schiff bis 1949 wieder aufgebaut und anschließend von der Köln-Düsseldorfer Rheindampfschiffahrt (heute: Köln-Düsseldorfer Deutsche Rheinschiffahrt) im Plandienst auf dem Rhein eingesetzt. Schließlich wurde das Schiff nach Saisonende 1972 stillgelegt und im Dezember 1975 in Brügge verschrottet.

Beste Grüße
Thomas

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Vaterland_(Schiff,_1926)
 
Fips002 Am: 09.04.2021 22:29:59 Gelesen: 8358# 746 @  
Am 21. August 1867 unterzeichneten die Vereinigten Staaten und Belgien eine neue Post Konvention in Brüssel. Es wurden die Post Raten zwischen beiden Ländern festgelegt. So auch die einfache Rate für die direkte Linie zwischen den beiden Ländern. Die internationale Rate wurde auf 50 Centimes reduziert.

Der Faltbrief wurde mit dem Dampfschiff "TRIPOLI" der Cunard Line am 7. Juni 1871 von Antwerpen über Ostende 7. Juni 1871, Queenstown 9.Juni 1871, Boston 21. Juni 1871 nach New York befördert. Ankunft in New York am 23.Juni 1871.

Im New Yorker Austausch Amt wurde der rot orange Kreis Stempel NEW YORK PAID ALL DIRECT/JUN/23 abgeschlagen der zeigt, dass der Brief voll bezahlt ist. Dieser Stempel wurde vom 10.Sept. 1868 bis zum 12. Juni 1873 verwendet.

Der schwarze Handstempel TRANS.BRIT. war durch die Konvention erforderlich und wurde in Belgien verwendet um zu zeigen, dass der Brief über England ging für die normale Route im verschlossenen Postsack für die Vertragspost.

Das Dampfschiff TRIPOLI war von 1865 bis 1872 im Cunard Dienst. 1872 strandete das Schiff und wurde aufgegeben. Alle Passagiere wurden gerettet.




Dieter
 
Fips002 Am: 16.04.2021 20:18:50 Gelesen: 6406# 747 @  
Das Seefunktelegramm wurde am 18.11.1951 vom Funker des Schiffes "EDVARD GRIEG" per Telegraphie an die Hauptfunkstelle Norddeich Radio übermittelt. Von Norddeich Radio wurde das Telegramm als Schiffsbrieftelegramm von Norden nach Lützen/Leipzig an den Empfänger gesandt.

Der Stapellauf der "EDVARD GRIEG" erfolgte am 24.5.1943. Das Schiff ging an den norwegischen Staat. Im Februar 1950 wurde das Schiff auf die Osloer Gesellschaft A/S Sobral des norwegischen Reeders Ölvind Lorentzen übertragen.

Nach 1952 zählte der Reeder zu den Pionieren der Gasverschiffung.

Nach Umbau der "EDVARD GRIEG" in Hamburg zu einem Gastanker, wurde es im Handel zwischen Texas und der südamerikanischen Ostküste eingesetzt.

1972 strich man das Schiff aus dem Register. Der weitere Verbleib ist nicht bekannt.



Dieter
 
Fips002 Am: 22.04.2021 18:10:27 Gelesen: 4777# 748 @  
18.September 1830 Brief von Leith (Schottland) nach Stege auf der Insel Möen über London 21.September 1830 und über einen Spediteur in Hamburg 28.September 1830 an die Firma Hage & Sohn nach Möen in Dänemark.

Vorausbezahlt wurden 2 Shilling, 8 Pence und 1/2 Pence. 1/2 Pence war für die Instandhaltung der schottischen Straßen bestimmt.

In Hamburg wurde der Brief mit der Gebühr von 12 Schilling belegt.

SHIP im Stempel und der Vermerk "pr. Steamboat" weisen auf eine Beförderung durch ein privates Dampfboot hin.

Bei dem auslaufenden Dampfboot aus Hamburg erhielt der Brief auf der Rückseite den Stempel: SCHIFFS BRIEF-POST HAMBURG/28.Sep/1830.

Bei einlaufenden Schiffen wurde dieser Stempel auf der Vorderseite abgeschlagen.



Dieter
 
Fips002 Am: 27.04.2021 20:50:58 Gelesen: 3376# 749 @  
3.Februar 1806, Kapitänsbrief von Antwerpen nach Philadelphia über New York 24.März 1806. Weiterbeförderung über Land nach Philadelphia, Ankunft am 25.März 1806.

Postgebühr: Schiff Gebühr 2 Cents, Inlandgebühr von New York nach Philadelphia 12 1/2 Cents,
Totalgebühr: 2 Cents + 2 x 12 1/2 Cents = 27 Cents (Vermerk in rot rechts oben).




Dieter
 
Ichschonwieder Am: 30.04.2021 19:10:36 Gelesen: 2280# 750 @  
1997 Deutsche Schiffspost vom "FS POLARSTERN" nach Murmansk. Der Ankunftsstempel von Murmansk auf der Rückseite ist leider sehr unleserlich.



VG Klaus Peter
 
Fips002 Am: 04.05.2021 11:43:30 Gelesen: 1091# 751 @  
Seefunktelegramm vom Frachtschiff "Katharina Dorothea Fritzen" vom Funker aus dem Nordatlantik per Telegraphie an die Küstenfunkstelle Norddeich Radio übermittelt.

Von Norddeich Radio wurde das Seefunktelegramm als Schiffsbrieftelegramm an den Empfänger nach Berlin gesandt, Stempel Berlin N 26.2.1951.

Die "Katharina Dorothea Fritzen", 10400 tdw war für die Reederei Fritzen von 1950 - 1960 in Dienst und wurde 1961 nach Japan verkauft.

Die Reederei Fritzen & Sohn war eine besonders in der Erzfahrt tätige Reederei in Emden.



Küstenfunkstelle Norddeich Radio

Dieter
 

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