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Thema: Schiffspost und Schiffspoststempel
Das Thema hat 606 Beiträge:
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Fips002 Am: 05.01.2019 21:07:55 Gelesen: 26714# 582 @  
Der Faltbrief wurde am 31.8.1829 von Sangerhausen nach London befördert, Ankunft am 08.September 1829.



Der Faltbrief wurde von Sangerhausen, über Arnheim, nach Rotterdam befördert. Von Rotterdam erfolgte der Transport per Schiff nach London.

Postgebühr: Sangerhausen nach Rotterdam 11 Silbergroschen vorausbezahlt.
London berechnete für die Seegebühr Rotterdam nach London 8 Pence.

Stempel: Ovalstempel Sangerhausen 31.8.1829
Kronenstempel für eingehende Schiffsbriefe PAID SHIP LETTER 8.September 1829. Dieser Stempel wurde in London von 1829 bis 1831 verwendet.
Roter Doppelkreis Stempel E/8 S8/1829 als Eingangsstempel in London.



Briefinhalt über Wasserschäden an Ballen Wolle durch Verschulden des Kapitän des Schiffes.

Dieter
 
JimWentzell Am: 07.01.2019 23:29:13 Gelesen: 26407# 583 @  
Ein zensierter Brief vom ersten Weltkrieg (1916); ich wusste nicht, dass Schiffspost auch als Feldpost klassifiziert sein kann! Möglicherweise von einem U-Boot versandt, also bei der Ankunft im Hafen. Ich wunder mich, wie häufig die Torpedo Abteilung "Division" Stempel ist.



Hier ist die Zensurettikette vergrössert:



Dieser Beleg war etwas teuer für mich, aber ich habe mal mehr fürs Mittagessen ausgegeben. Manchmal ist es gut, eine Mahlzeit auszulassen!
 
Fips002 Am: 12.01.2019 18:20:58 Gelesen: 25348# 584 @  
Heute zeige ich zwei Karten vom Schlachtschiff "Connecticut" (BB-18).



Die Frankatur wurde mit dem Stempel U.S.S. CONNECTICUT, Typ 1 am 2. März 1909 entwertet. Der Stempel Typ 1 wurde auf der Connecticut nur 1909/1910 verwendet.



Frankatur entwertet mit Stempel Typ 3 am 11. September 1914.Auf dem Schlachtschiff wurde der Stempel Typ 3 von 1913-1917 verwendet.



Das Schlachtschiff wurde am 29. September 1906 in Dienst gestellt und wurde der Atlantik-Flotte zugeteilt.

Die "Connecticut" nahm von Dezember 1907 bis 22. Februar 1909 an der Kreuzfahrt um die Welt der "Großen Weißen Flotte" teil.

Bis 1912 war das Schlachtschiff als Flaggschiff für die Atlantikflotte im Einsatz. Einsatzgebiete waren die Ostküste der USA und die Karibik.

Vom 2. November 1910 bis 1. März 1911 unternahm die Connecticut eine längere Kreuzfahrt in europäischen Gewässern.

Von 1913 bis 1915 war sie Flaggschiff der Vierten Division Atlantic Fleet und eingesetzt in der Karibik und zum Schutz der amerikanischen Bürger und Interessen bei den Unruhen in Mexico und Haiti.

Während des 1. Weltkrieges war das Schlachtschiff für die Ausbildung von Seekadetten und für die Ausbildung von Geschützbedienungen für Handelsschiffe im Einsatz.

Nach Ende des Krieges transportierte sie Soldaten auf vier Reisen von Frankreich nach den USA.

Weitere Einsätze waren Kreuzfahrten entlang der Westküste und Teilnahme an Übungen und Gedenkfeiern

Stillgelegt wurde das Schlachtschiff am 16. Dezember 1922 und in Übereinstimmung mit dem Vertrag von Washington für die Begrenzung der Flottenrüstung, für die Verschrottung am 1. November 1923 verkauft.

Dieter
 
Fips002 Am: 20.01.2019 17:48:33 Gelesen: 23771# 585 @  
Heute eine Karte von der U.S. GERMAN SEA POST.

In Richtung nach Europa verwendeten alle Schiffe dieser Seepost die U.S.GERMAN SEA POST - Stempel in verschiedenen Formen.

Die Karte nach Hamburg wurde am 24. September 1937 mit dem U.S. GER.SEA POST Killer mit Schiffsnamenangabe MANHATTEN entwertet.

Dieser Stempel hat im Killer keine Erkennungsziffer. Dieser Stempel wurde mit Schiffsangabe von S.S.BREMEN, EUROPA, HANSA, MANHATTEN, GEORGE WASHINGTON und LEVIATHAN verwendet.

In etwas anderer Ausführung des Stempels U.S. GERMAN SEA POST mit Schiffsnamen befindet sich im Killer eine Erkennungszahl. Es kommen folgende Schiffe vor: AMERICA, ALBERT BALLIN, BERLIN, COLUMBUS, HAMBURG, DEUTSCHLAND, PRES.HARDING, PRES.ROOSEVELT, GEORG WASHINGTON, STUTTGART.





S.S. Manhatten war ein Luxusliner der United States Lines, Stapellauf am 5. Dezember 1931, umbenannt 1941 in U.S.S. Wakefield. 1959 wurde das Schiff außer Dienst gestellt und 1965 zum Verschrotten verkauft.

Dieter
 
Fips002 Am: 28.01.2019 19:49:56 Gelesen: 22351# 586 @  
Faltbrief von der Päpstlichen Staatsbank Rom nach Paris.

Ein Postvertrag zwischen Frankreich und dem Kirschenstaat wurde am 9. August 1838 abgeschlossen und der Postaustausch wurde ab 15. Dezember 1838 mit französischen Postschiffen durchgeführt. Im Rundschreiben Nr.121 vom 10. Februar 1839 wird die Einführung der Herkunftstempel "ET.PONT", mit Nummer 1 oder 2, auf Kirschenstaatsbriefen über das Meer bekannt gegeben.

Der Faltbrief wurde von Rom am 14. März 1863 nach Civitavecchia und von dort am 14. März 1863 nach Marseille mit einem Postschiff befördert und erreichte Marseille am 18. März 1863. Von Marseille nach Paris, Ankunft am 18. März 1863.

In Paris wurde der rote Eingangstempel E.-PONT 2 Marseille 2 am 18. März 1863, auf der Vorderseite des Faltbriefes, abgeschlagen. Dieser Stempel wurde von 1841 bis 1866 in Paris verwendet.





Ankunftstempel Paris 18. März 63 und Siegel der Päpstlichen Staatsbank -BANCO/DELLO STATO/PONTIFICIO.

Die Päpstliche Staatsbank war von 1850-1870 eine im päpstlichen Staat tätige Emissionsbank.



Briefausschnitt

Dieter
 
muemmel Am: 28.01.2019 20:12:49 Gelesen: 22340# 587 @  
@ Fips002 [#586]

Moin Dieter,

immer wieder schöne Belege, die Du hier zeigst. Aber "Kirschenstaat" geht nun wirklich nicht, "Kirchenstaat" trifft es schon besser.

Grüßle
Mümmel
 
Fips002 Am: 28.01.2019 20:45:22 Gelesen: 22331# 588 @  
@ muemmel [#587]

Hallo Mümmel,

natürlich heißt es Kirchenstaat, danke für den Hinweis, hätte mir auffallen müssen.

Gruß Dieter
 
Fips002 Am: 01.02.2019 18:44:24 Gelesen: 21509# 589 @  
Heute ein Faltbrief vom Kirchenstaat Rom, 10. Juli 1862, nach Ajaccio/Korsika über Marseille.

Das Postschiff verließ Civitavecchia und lief nach Marseille. In Marseille wurde der rote Doppelkreis Stempel E.-PONT. 1 Marseille 1, 15. Juli 1862 als Eingangsstempel abgeschlagen. E.-PONTIFICAC = päpstlicher Staat.

Der Eingangsstempel wurde von 1851-62 verwendet.

Die Schaffung von Eingangsstempeln für Post aus Griechenland (GRECE), Toscana (TOSCANE) und dem Kirchenstaat (ETATS PONTIFICAUX), wurde mit Rundschreiben 121 im Februar 1839 verfügt.

Von Marseille wurde der Faltbrief mit einem Postschiff nach Ajaccio/Korsika befördert, Ankunft in Ajaccio am 17. Juli 1862.

Die Gebühr für diesen Faltbrief betrug 30 Decimes.

Im Rundschreiben Nr. 102 bzw. Postvertrag vom 1. Oktober 1853 wurde die Postgebühr für einen einfachen Brief mit 1 Franc festgelegt. Auf den Seebriefen findet man "10" (decimes), "20" oder "30".





Dieter
 
Fips002 Am: 08.02.2019 17:38:20 Gelesen: 18594# 590 @  
1897 wird die erste schwedische Seepost-Expedition auf allen Schiffen der Route Trelleborg-Sassnitz/Rügen eingerichtet. Die Bearbeitung und Sortierung der Post erfolgte an Bord.

Der Postdienst wurde auf den Fähren "IMPERATOR" (deutsch) und "REX" (schwedisch) eröffnet. Beide Schiffe hatten zwei Postbeamte an Bord.

Die Seepoststempel unterscheiden sich in der Routenangabe, sowie in den Unterscheidungsbuchstaben A bis D im Außenkreis.

1899 übernahmen die Bahnpost-Expeditionen die Bearbeitung der Seeposten, dabei kamen neue Poststempel mit Ziffer und Unterscheidungsbuchstaben im Außenkreis zum Einsatz (siehe [#397]), die im Durchmesser größer sind.



Karte von Malmö nach Hamburg mit Seepost- und Bahnpoststempel



Plakat von der Eröffnung der Postlinie, links "IMPERATOR" und rechts "REX".

Dieter
 
Fips002 Am: 16.02.2019 21:02:17 Gelesen: 16825# 591 @  
Faltbrief von New Orleans nach Marseille/Frankreich.

Am 11. Oktober 1862 wurde der Brief in New Orleans aufgegeben und nach New York befördert.

Das Dampfschiff "City of New York" der Inman Line verließ am 25. Oktober 1862 New York nach Liverpool.

New York berechnete Frankreich 9 Cents für den einfachen Brief. Das New Yorker Austauschamt stempelte 15 Cents für den unbezahlten Brief von New Orleans. Frankreich stempelte 8 Decimes Postgebühr.

Das Dampfschiff "City of New York" beförderte den Faltbrief bis Queenstown/Irland, Ankunft am 04.11.1862. Von Queenstown nach Havre/Frankreich, Ankunft in Havre am 8. November 1862. Von Havre per Bahn über Paris, 08.11.1862, nach Marseille, Ankunft am 9. November 1862.

Der rot-orange Kreis-Eingangsstempel von Paris - 3 ETATS.UNIS 3 SERV.AM.HAVRE" zeigt, dass der Brief von den Vereinigten Staaten durch amerikanischen Dienst über das Vereinigte Königreich kam und in Havre/Frankreich einging.

Während des Sezessionskrieges (Bürgerkrieg) in den Vereinigten Staaten haben sich 1862 amerikanische Dampfschiffe vom Ozean-Dienst zurückgezogen. Die britische Inman-Line hatte einen Vertrag für wöchentliche Abfahrten von New York und beförderte die U.S. Post.

Die wöchentlichen Abfahrten von New York waren jeden Sonnabend und von Liverpool jeden Mittwoch.





Dieter
 
Fips002 Am: 26.02.2019 21:38:02 Gelesen: 14783# 592 @  
Faltbrief aus New York nach Berlin, oben links Vermerk "p. Caledonia" für den abfahrenden Dampfer.

Die "Caladonia" verließ New York am 30. April 1846 nach Boston. Boston wurde am 1. Mai 1846 nach Liverpool verlassen. Ankunft in Liverpool am 14. Mai 1846. Weiterversand des Faltbriefes nach London, wo er mit dem roten Datumstempel vom 15. Mai versehen wurde und mit "2/8", 2 Shilling 8 Pence (oben rechts) notiert wurde.

Dieses Porto setzt sich zusammen aus 1 Shilling 8 Pence, per 1/2 Unze britisches Porto, über Hamburg nach Preußen und 1 Shilling transatlantische Post für den Packetboot Dienst von den Vereinigten Staaten nach England.

Der Faltbrief kann in Hamburg am 18. Mai 1846 an und erhielt den Datumstempel des Stadtpost Amtes.

Das britische Porto von 32 Pence wurde mit 38 Schillinge umgerechnet. Mit der 3 Schillinge Transitgebühr für Hamburg hinzugerechnet, wurde Preußen mit 41 Schillinge belastet.

Der Betrag hat einen Gegenwert von 34 1/2 Silbergroschen (rechts oben).
Mit 4 Silbergroschen für die preußische Inlandgebühr, ergibt sich ein Gesamtporto von 38 1/2 Silbergroschen (links unten).

Eingang des Faltbriefes in Berlin am 19. Mai 1846 (Brief-Bestellstempel in Berlin-"C" unten für Zentrale = Hof-Postamt, Stadtpost Expedition).





Holz Rad-Dampfer "Caladonia" in Dienst für die Cunard-Line von 1840-1850. 1850 nach Spanien verkauft.

Dieter
 
Fips002 Am: 03.03.2019 19:54:25 Gelesen: 13720# 593 @  
Heute ein Faltbrief zur französischen Schiffspost im Mittelmeer.



Linie von Marseille nach Alexandria und Syrien mit Zwischenaufenthalt in Messina.



Das Dampfschiff verließ Beirut/Syrien am 29. November 1866 und kam am 04. Dezember 1866 in Marseille an. Der rote Eingangsstempel wurde auf den Faltbrief abgeschlagen. Von Marseille wurde der Faltbrief mit der Bahn nach Lyon befördert, wo er am 5. Dezember ankam.

Bis zum Juni 1871 betrug der Posttarif für einen Brief von 10 Gramm = 40 Centimes.



Der Stempel zeigt an, dass der Faltbrief mit einem Postschiff durch das Mittelmeer befördert wurde. Bei Ankunft des Postdampfers in Marseille als Landungsstempel abgeschlagen.

Dieter
 
Fips002 Am: 07.03.2019 20:28:14 Gelesen: 12812# 594 @  
Heute wieder ein Faltbrief vom Postverkehr im Mittelmeer.





Das Dampfschiff verließ Marseille am 28. Juli 1865 nach Bone/Tunesien 31. Juli 1865 und kam in Tunis am 3. August 1865 an.

Die Beförderungsgebühr betrug 30 Centime, Mi.-Nr. 20 und 21, Ausgabe 1862. Entwertet wurde die Frankatur mit dem Stempel - Raute, Ziffer 2240. Dieser Stempel wurde in Marseille verwendet (Packetboote ohne Postagenten an Bord).

In Marseille wurde der Faltbrief zweimal geschlitzt (Desinfektion).

Dieter
 
Fips002 Am: 13.03.2019 19:36:30 Gelesen: 11795# 595 @  
Der Norddeutsche Lloyd kaufte von der Schwedisch Amerika Linie das MS "Kungsholm" am 16.10.1965.

Nach Umbau und neuen Anstrich lief es am 09.01.1966 zu seiner ersten Reise als "Europa" von Bremerhaven nach Halifax und New York aus. Das Schiff wurde mit einen Bordpostamt der Deutschen Bundespost ausgerüstet. An Bord befanden sich 800 Passagiere.

Der Stempel für die Jungfernreise wurde vom 9.1.1966 bis zum 18.1.1966 verwendet. Die "Europa IV" nahm ihren Liniendienst auf und war im Passagierverkehr zwischen Europa und Nordamerika eingesetzt. Später wurde daraus jenes legendäre Kreuzfahrtenschiff, das von den Passagieren liebevoll "Grand Old Lady" genannt wurde.



Die "Grand Old Lady" machte am 4. Oktober 1981 zum letzten Mal unter der Hapag-Lloyd-Flagge am "Pier der Tränen" im Bremerhaven fest.

Dieter
 
Fips002 Am: 01.04.2019 21:08:10 Gelesen: 9202# 596 @  
Schiffsbrief befördert von Hamburg, 16. November 1742 nach Bordeaux, 06.Dezember 1742.

Bei Ankunft des Schiffes in Bordeaux wurde der Zeilenstempel D ALLEMANE auf den Faltbrief abgeschlagen.

Die Beförderungsgebühr betrug 35 Sols.







Dieter
 
Fips002 Am: 12.04.2019 11:31:25 Gelesen: 7101# 597 @  
Am 1. Januar 1857 wurde ein neuer Postvertrag zwischen England und Frankreich abgeschlossen. Für Briefe aus Südamerika betrug das Porto mit britischen Packetbooten 1,60 Franc. Die Stempelung erfolgte mit entsprechenden Stempel 1F60C in London.

Faltbrief von Rio de Janeiro, 9.5.1859, nach Mareuil/Frankreich. Der Faltbrief wurde mit dem Dampfschiff "Tamar" nach London 4.Juni 1859 befördert. Von London wurde der Faltbrief von Dover über den Kanal nach Calais/Frankreich und von dort mit der Bahn über Paris zum Bestimmungsort befördert, Ankunft am 5. Juni 1859.





Schwarzer London Verrechnungs Handstempel zeigt unbezahlten Brief Austausch mit Frankreich für die 1 Franc 60 Centimes Rate für 30 Gramm Briefgewicht



Französischer Stempel 8 Decimes Postgebühr für den einfachen Ratenbrief

Dieter
 
Altmerker Am: 22.04.2019 12:38:27 Gelesen: 5753# 598 @  
Hier war die Fregatte Emden um die Welt unterwegs. Es gibt da entferntere Orte, aber hier der Stempel aus Nantes, als man kurz vorm heimischen Hafen war. Die Sache hat einen ernsteren Hintergrund. 1968 war die Standing Naval Force Atlantic (STANAVFORLANT/SNFL) gegründet worden. Der kalte Krieg. Dieser Verband ist der älteste, noch bestehende ständige Einsatzverband der NATO. Seit seiner Aufstellung fuhren über 500 Schiffe und mehr als 150.000 Seeleute unter seinem Kommando. Wiki sagt: "Der Verband unterstand im damaligen Kommandobereich Atlantik dem Befehlshaber Ostatlantik (CINCEASTLANT) in Northwood, Großbritannien. Ständige Teilnehmernationen waren die USA, Großbritannien, Kanada, die Niederlande und die Bundesrepublik Deutschland."


 
Altmerker Am: 22.04.2019 12:47:42 Gelesen: 5750# 599 @  
Ich habe den etwas unscheinbaren Beleg vom Stapellauf der F122 "Köln" aufgetan. Das waren die Schiffe der Bremen-Klasse.

Gruß
Uwe


 
Fips002 Am: 25.04.2019 22:04:53 Gelesen: 5167# 600 @  
Brief vom Schnelldampfer "Eider" des Norddeutschen Lloyd nach Gera. Die Frankatur, Mi.Nr.57 Ausgabe 1887/88 wurde mit dem Stempel NEW YORK 14. Januar 1890 entwertet.

Der Schnelldampfer kam von Bremerhaven in New York am 14. Januar 1890 an und verließ New York wieder am 15.Januar 1890 nach Bremerhaven über Southampton 24. Januar 1890 und erreichte Bremerhaven am 25. Januar 1890. In Gera erreichte der Brief den Empfänger am 25. Januar 1890 zwischen 18.00 und 19.00 Uhr.

Die Post nach New York mit deutscher Frankatur wurde mit dem Stempel "DEUTSCHE SEEPOST/LINIE/NEW-YORK/Datum/Stempel -a-" entwertet.

Der Schnelldampfer "Eider" war während ihrer ganzen Dienstzeit auf der Bremerhaven-New-York-Route. Am 31. Januar 1892 lief sie bei dichten Nebel an der Südküste der Isle of Wight auf. Alle Passagiere wurden gerettet. Die "Eider" wurde durch aufkommenden Sturm stark beschädigt und musste aufgegeben werden.





Schnelldampfer "Eider"



Bergung von Passagieren und Fracht.

Dieter
 
Christoph 1 Am: 30.04.2019 23:58:08 Gelesen: 3907# 601 @  
@ Fips002 [#265]

Der Beitrag, in dem die USCS (Universal Ship Cancellation Society) erwähnt wurde, liegt schon einige Zeit zurück. Es scheint ein ganz rühriger international tätiger Verein zu sein, der sich mit Schiffspost (-stempeln) beschäftigt [1].

Hier ein Sonderstempel aus Soest von 1977, der das Logo der USCS trägt:



Gruß, Christoph

[1] https://www.uscs.org/
 
Franz-Karl Lindner Am: 01.05.2019 12:04:23 Gelesen: 3832# 602 @  
@ Christoph 1 [#601]

Hallo Christoph,

habe mich gefreut, einmal außerhalb von Soest diesen Stempel zu sehen. Die SEEPOSTA '77 war die erste Ausstellung, die unter meiner Leitung in Soest stattgefunden hat. Es war eine Ausstellung nahezu ausschließlich mit Schiffspostsammlungen.

Auf dem Stempel sieht man neben dem Soester Schlüssel das Logo der Universal Schip Cancellation Society, einem US-Verein von Schiffspostsammlern, dessen Mitglied ich seit über 30 Jahren bin. Allerdings wird hier hauptsächlich die Schiffspost der US-Marine besprochen, selten darüber hinaus. Wie in den USA oft zu sehen, ist auch die USCS in mehrer regional tätige Chapter gegliedert. In Deutschland ist das eben das Graf von Spee Chapter. Die USCS gibt in jedem Monat eine Ausgabe der USCS LOG heraus. Diese kann man als Vereinsmitglied sowohl als Printausgabe als auch als digitale Ausgabe beziehen.

Gruß, Franz-Karl
 
Fips002 Am: 13.05.2019 17:49:55 Gelesen: 1918# 603 @  
Trauerbrief von Tasmanien nach Schottland.

Im Frühjahr 1873 trafen sich die australischen Kolonien in Sydney zu einer großen Postkonferenz. Es wurden u.a. die Schifffahrtslinien festgelegt. Tasmanien wünschte ein Zweig- Linien Dienst von Melbourne nach Launcester und in die Hauptlinie von Victoria über Point de Galle/Ceylon und Suez.

Trauerbrief von Brighton/Tasmanien 21. März 1874 über Launceston/Tasmanien 23. März 1874 mit einem Zweigdampfer nach Melbourne/Australien befördert.

In Melbourne wurde der Brief dem P&O Dampfer "NUBIA" übergeben. P&O: Pensinsular & Oriental Steam Navigation Company.

Die "NUBIA" verließ am 26. März 1874 Melbourne über Adelaide 28. März 1874, King George´s Sound 1/2. April 1874 nach Point de Galle/Ceylon 15. April 1874. In Point de Galle wurde der Brief dem P&O Dampfer "KHEDIVE" zur Weiterbeförderung übergeben.

Der Dampfer verließ Point de Galle am 17. April 1874 über Suez 01. Mai 1874, Alexandria 05. Mai 1874, Malta 08. Mai 1874 und kam am 17. Mai 1874 in Southampton an.

Weiterbeförderung über Land nach Edinburgh, Ankunft am 18. Mai1874.

Freigemacht ist der Brief mit 3x2 Pence, Mi.Nr.21, Ausgabe 1870/71, eine Marke beschädigt.

Am 14. Februar 1870 wurde die Postgebühr bis zum 01.Januar 1891 für einen Brief von 1/2 Unze, von 1 Shilling auf 6 Pence, reduziert.



Ankunftstempel von Edinburgh und Rautenstempel mit Inschrift: POST OFFICE/LAUNCESTON/KRONE/ 22MR22/1874.

Dieter
 
wajdz Am: 13.05.2019 22:35:47 Gelesen: 1867# 604 @  
@ Fips002 [#595]

Die in Bremen 1847 gegründete Reederei Norddeutscher Lloyd (NDL) – „Lloyd“ war hierbei zur Mitte des 19. Jahrhunderts ein Synonym für Handelsschifffahrt - und die Reederei Hamburg-Amerikanische Packetfahrt-Actien-Gesellschaft (HAPAG) fusionierten angesichts des Ende der 1960er Jahre einsetzenden Booms im Containerverkehr am 1. September 1970 zur Hapag-Lloyd AG (HLAG).

Steigender Nachfrage und erhöhten Ansprüchen folgend, gab Hapag-Lloyd Kreuzfahrten für sein Flaggschiff einen Neubau in Auftrag.

Kiellegung des Schiffes am 1. April 1980, der Stapellauf und die Schiffstaufe auf den Namen MS EUROPA (V) am 22. Dezember 1980 in Bremen-Vegesack. Die Jungfernfahrt startete am 8. Januar 1982 von Genua, Italien, zu Zielen in Afrika.

Schmuckbrief ms Europa Weltreise 1988 zur Nordposta International

Berlin MiNr 500 (70), 777 (80+40)



Stempel DEUTSCHE SCHIFFSPOST * 25.01.88 * WELTREISE • ms Europa / Hapag -lloyd
Bordstempel blau : ms Europa/Weltreise 1999/19.12.1987 bis 7.4.1988/111 Tage
mehrfarbiger Zudruck: Text sowie Landkarte mit Reiseroute und Schiffszeichnung

Zu dieser Zeit mit einer Länge von 200 Metern und einer Vermessung von 30.000 BRT zu den größten Kreuzfahrtschiffsneubauten der Welt gehörend, war sie bis 1999 für die Gesellschaft im Dienst 1997, zum 150-jährigen Firmenjubiläum von Hapag-Lloyd, sollte eine neue Europa (VI) gebaut werden. Damit endete die Ära der Europa (V) bei Hapag-Lloyd Kreuzfahrten.

Nach mehreren Eignerwechseln und Umbauten gegenwärtig als „Saga Sapphire“ für die britische Saga Cruises unterwegs.

MfG Jürgen -wajdz-
 
Seku Am: 15.05.2019 15:38:05 Gelesen: 1424# 605 @  
@ [#522]

Und hier der FDC Vogelfluglinie - mit dem Fährschiff DEUTSCHLAND befördert 1963 Bund Nr. 399 / DK Nr. 413


 
Fips002 Am: 19.05.2019 19:46:34 Gelesen: 629# 606 @  
Brief von Buenos Aires/Argentinien nach Paris.

Das Dampfschiff "EQUATEUR" verließ Buenos Aires am 08. Februar 1878, war am 26. Februar in Dakar/Senegal und kam am 08.März 1878 in Bordeaux an.

Als Eingangsstempel erhielt der Brief den roten achteck-Stempel BUENOS AIRES PAQ. FR. J Nr.2/8/FEVR/78.

Weitergeleitet per Bahn nach Paris, Ankunft am 09. März 1878

Die Marke, Mi.Nr. 31, Ausgabe 1877 ist am 8. Februar 1878 in Buenos Aires freigemacht.

Rate für den Brief betrug 24 Decimes.

Am 1. April 1878 wurde Argentinien Mitglied im Weltpostverein.





Dieter
 

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