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Thema: (?) (537) Schiffspost und Schiffspoststempel
Das Thema hat 539 Beiträge:
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Fips002 Am: 24.01.2018 17:16:25 Gelesen: 34349# 515 @  
Ich zeige einen Brief mit dem letzten Schiffspoststempel des MS Berlin" vom 29.11.2004.

MS "Berlin", Reederei Peter Deilmann, wurde am 05.7.1980 in Dienst gestellt und fuhr ab 1985 für Kreuzfahrten zwischen Asien und Australien. Nach dem Umbau 1986 hatte das Schiff 9.570 BRT und beförderte 420 Passagiere in 210 Kabinen. Am 12.6.1987 erhielt das Schiff ein Bordpostamt der Deutschen Bundespost. Am 29.11.2004 wird das Bordpostamt aufgelöst, da das Schiff von der Reederei verkauft wurde.

Zu der Abschiedsfahrt vom MS "Berlin" vom 21. bis 29.11.2004 kamen von den Fahrtabschnitten 6 Schiffspoststempel zum Einsatz.

21.11.04 Abschiedsfahrt Venedig - Ravenna
22.11.04 Abschiedsfahrt Ravenna - Split
23.11.04 Abschiedsfahrt Split - Kotor
24.11.04 Abschiedsfahrt Kotor - Malta
27.11.04 Abschiedsfahrt Malta - Mallorca
29.11.04 Abschiedsfahrt Ibiza - Barcelona



Gruß Dieter
 
Fips002 Am: 28.01.2018 18:32:33 Gelesen: 30381# 516 @  
Der Faltbrief wurde von New York nach Paris befördert. Am 31. Juli 1824 verließ das Segelschiff "Martha" New York und kam am 27. August 1824 in Le Havre an. In Le Havre wurde der rote Landungsstempel COLONIES/PAR LE HAVRE auf den Faltbrief abgeschlagen. Dieser Landungsstempel wurde von 1816 bis 1825 verwendet. Der Faltbrief erreichte Paris am 27. August 1824. Die Gebühr für diesen Faltbrief betrug 18 Decimes.



Ankunftsstempel von Paris mit Datum 27. August 1824 des gregorianischen Kalenders



Absenderangabe und Landungsstempel

Gruß Dieter
 
Fips002 Am: 01.02.2018 18:52:11 Gelesen: 26918# 517 @  
Porto-Brief aus Gössnitz über Aachen, Ostende und Liverpool nach New York.

Gesamtgebühr 30 Cents (Stempel New York), davon Vergütung an Preußen 5 Cents (Stempel Aachen) oder 2 Silbergroschen, angezeigt durch den Vermerk "2" in blauer Farbe.



Der Brief wurde mit dem Dampfschiff "City of Baltimore" der Inman-Linie befördert. Der Dampfer verließ Liverpool am 30.Juli 1862, Zwischenaufenthalt in Queenstown/Irland am 31.Juli 1862 und kam am 12.August 1862 in New York an.

Nach dem Postvertrag zwischen Preußen und den Vereinigten Staaten von Amerika vom 26.8.1852, betrug die Briefgebühr bis zum amerikanischen Bestimmungsort 13 Silbergroschen bzw. die amerikanische Briefgebühr 30 Cents für Briefe bis 1/2 Unze ( 5 Cents US-Gebühr, 18 Cents Seegebühr, 2 Cents Durchgangsgebühr Ostende-Aachen und 5 Cents deutsche Gebühr).



"City of Baltimore" fuhr für die Liverpool, New York und Philadelphia Steam Ship Company - Inman Line - von 1856 bis 1873.

Gruß Dieter
 
dr.vision Am: 04.02.2018 10:14:35 Gelesen: 24935# 518 @  
Moin zusammen,

ich habe eine Frage und eine Bitte.

Kann mir vielleicht ein Spezialist etwas zu diesem Stempel sagen?

Drucksache von Belgien nach Kreta im Jahr 1904. Ich habe die Karte bereits vorgestellt [1].



Danke für eure Antworten und allen einen ruhigen Sonntag.

Beste Grüße von der Ostsee
Ralf

[1] http://www.philaseiten.de/beitrag/172003
 
Fips002 Am: 06.02.2018 19:25:09 Gelesen: 23130# 519 @  
Heute wieder eine Karte mit Stempel DEUTSCHE SCHIFFSPOST Kraft durch Freude/D./SIERRA CORDOBA/ 30.10.37/NORDDEUTSCHER LLOYD, beim Einlaufen in Lissabon auf der Karte abgeschlagen. Von Lissabon lief die Karte auf dem Landweg nach Zittau/Sachsen, Stempel von Lissabon 31.10.37.

Text der Karte:

Mein lieber Herbert!
Von einer K.D.F. Fahrt schicke ich Dir die besten Grüße!
Am 24.10. sind wir in Bremerhaven fort. Lissabon ist die erste Station. Durch den engl. Kanal u. Golf von Biskaya (Atlantik) hatten wir ganz angenehmes Wetter. Ein gutes Essen gibt's u. viel.
Das nur für Dich. Den 12.11. komme ich erst zurück.
Bis dahin leb Wohl von...

Für den Norddeutschen Lloyd war die "Sierra Cordoba" vom 26.Januar 1924 bis 1935 nach Südamerika im Einsatz. 1935 verkaufte die Reederei das Schiff an die Deutsche Arbeitsfront, wurde aber vom NDL weiter bereedert und war als KdF-Schiff im Einsatz. In den Kriegsjahren diente die "Sierra Cordoba" in Kiel und Hamburg als Wohnschiff für die Kriegsmarine. Am 13.Januar 1946 in Hamburg ausgebrannt und beim Schlepp von Hamburg nach Clyde vor Esbjerg (Jüdland) gesunken.





Gruß Dieter
 
Fips002 Am: 11.02.2018 18:16:32 Gelesen: 21475# 520 @  
Faltbrief von New York, 12.Februar 1801, nach Leeds/England. Der Faltbrief wurde mit dem Segelschiff "George" von New York nach Greenrock befördert und von dort auf dem Landweg nach Leeds. Das Gesamtporto von New York nach Leeds beträgt 3 Shilling 6 Pence (geschrieben 3/6) für den Faltbrief mit 3 Raten für 3 Seiten.

Die Gebühr setzt sich zusammen: Seegebühr für einen einfachen Brief (1 Seite) 4 d plus 2d für Kapitän = 6d. Berechnet wurden 3 Raten für 3 Seiten = 18d. Act 39 Geo III c 76 (39. Regierungsjahr von Georg III., Kapitel 76) vom 5.4.1799. Die britische Inland Rate beträgt über 150 Meilen (Act 37 Geo III c 18 vom 5.1.1799) 8d für einen einfachen Brief. 3 Raten für 3 Seiten = 24 Pence.

Gesamtgebühr: Seegebühr 18 Pence plus Inlandgebühr 24 Pence = 42 d = 3s6d.





Landungsstempel S4 in rot, Verwendet von 1800 bis 1804.

Gruß Dieter
 
Fips002 Am: 17.02.2018 19:24:30 Gelesen: 20380# 521 @  
Heute ein Faltbrief von Sankt Louis/Senegal nach Bordeaux. Das Segelschiff verließ Sankt Louis/Senegal am 29.Januar 1825 nach Marseille. Bei der Ankunft in Marseille erhielt der Faltbrief den Landungsstempel COLONIES PAR/MARSEILLE. Dieser Stempel wurde in Marseille von 1802 bis 1827 verwendet. Von Marseille nach Bordeaux auf dem Landweg befördert. Die Postgebühr für diesen Faltbrief von 20 Decimes hatte der Empfänger zu bezahlen. Der Postdienst von Senegal nach Frankreich wurde im Januar 1829 eröffnet.





Absenderangabe



Briefinhalt

Gruß Dieter
 
Seku Am: 18.02.2018 09:36:56 Gelesen: 20218# 522 @  
Dänemark / Deutschland Ersttag Vogelfluglinie - wurde mit dem dänischen Fährschiff Kong Frederik IX befördert 1963 DK Nr. 413 - BRD Nr. 399



http://justferries.de/ein-drama-fuenf-akten-abschied-von-der-kong-frederik-ix/
 
Fips002 Am: 23.02.2018 21:56:42 Gelesen: 19107# 523 @  
Faltbrief von Hamburg 04.April 1828 nach London, Ankunft 08. April 1828. Befördert wurde der Faltbrief mit dem Dampfboot "Zwei Brüder" unter Kapitän Robson. In Hamburg erhielt der Brief den Stempel SCHIFFS BRIEF-POST HAMBURG/4.APR/1828. Der Stempel wurde für die englische Schiffspost ab 1826 verwendet. Bei Ankunft in London erhielt der Faltbrief den Landungsstempel SHIP LETTER LONDON/8APR8/1828,Typ Nr.23. (Verwendet wurde der Stempel in schwarz von 1825 bis 1830) und den Eingangsstempel von London 8. April 1828. Die Gebühr für den doppelten Brief beträgt 2 x 8 Pence = 16 Pence, geschrieben 1sh4d.





Briefinhalt

Gruß Dieter
 
Fips002 Am: 26.02.2018 18:36:34 Gelesen: 18632# 524 @  
Drucksache nach Berlin-Tegel, aufgegeben beim Bordpostamt des MS "Santa Rita". Entwertet wurde die Frankatur mit dem Schiffspoststempel am 12.9.1960. Der Zahlmeister stempelte zusätzlich den runden Siegelstempel und auf der Rückseite seinen Einzeiler.

Die "Santa Rita war im Einsatz nach Südamerika und auch für Trampfahrten zu den mittelamerikanischen Häfen sowie auch zu den Häfen von den Vereinigten Staaten und Canada.

Der Schiffspoststempel wurde von der "Santa Rita" vom 11.8.1954 bis 01.10.1962 verwendet.

Die H.S.D.G. hatte 20 Schiffe im Dienst nach Südamerika mit insgesamt 21 verschiedenen Schiffspoststempel.





Gruß Dieter
 
Fips002 Am: 02.03.2018 18:11:37 Gelesen: 17966# 525 @  
Faltbrief befördert mit der Prussian Closed Mail - Vertrag USA-Preußen vom 16.10.1852 bis 31.12.1867, dem Ende der preußischen Posthoheit.

Der Faltbrief wurde mit der "Pacific", Collins Linie, von New York 28. November 1855 nach Liverpool, 09.12.1855, befördert. Von Liverpool nach London, Ostende und Ankunft am 11.12.1855 in Aachen.

Postgebühren: Verrechnungsstempel New York 23 Cents, Amerikanisches Packet vom 28. November 1855. Dieser Verrechnungsstempel wurde vom 6. November 1852 bis zum 7. Februar 1857 verwendet.

Die Gebühr von 23 Cents setzt sich zusammen mit USA Inlandgebühr 5 Cents (bis 300 Meilen), Seegebühr USA, einschließlich Transitgebühr Liverpool-London bis Ostende 18 Cents. Von Ostende nach Aachen kommen noch 7 Cents hinzu. Aachen zeichnete 13 Silbergroschen (handschriftlicher Vermerk 13 in blau) = 30 Cents für das Gesamtporto.



Roter Aachener Tagesstempel im Grenzdurchgang 11.12. Dieser Stempel wurde nur auf Briefen aus Amerika, von 1854 bis 1862, verwendet. Zusätzlich Ausgabestempel von Aachen 11.12.



Der Passagier-Raddampfer wurde 1849 aus Holz gebaut. Schiffsvermessung: 2860 BRT, Länge 91,4 m und 23,3 m breit mit Radkasten. Die "Pacific" beförderte 200 Passagiere in der 1.Klasse und 80 in der 2.Klasse. Im September 1850 errang die "Pacific" das "Blaue Band" von Liverpool nach New York mit 12,46 Knoten und ebenfalls auf der Gegenrichtung nach Liverpool vom 10. bis 20. Mai 1851 das "Blaue Band" mit 13,03 Knoten. Aus nicht geklärten Umständen sank die "Pacific" 1856 auf der Reise von Liverpool nach New York.

Gruß Dieter
 
Fips002 Am: 08.03.2018 17:05:57 Gelesen: 17172# 526 @  
Brief von der 1. Norwegenfahrt des MS "Berlin". Bei Ankunft in Bremerhaven am 09. Juli wurde der Schiffspoststempel abgeschlagen.

In die Wunderwelt der Fjorde mit ihren einzigartigen Reiz und die an Naturschönheiten reiche norwegische Küstenlandschaft führte die achttägige Norwegenfahrt, vom 1.-9. Juli 1961, mit des MS "Berlin".





Gruß Dieter
 
Fips002 Am: 15.03.2018 10:50:18 Gelesen: 16126# 527 @  
Die Kanal-Inseln wirkten immer wieder als Verbindung zwischen den großen Widersachern England und Frankreich. 1470 kamen Guernsey und Jersey unter die britische Krone und sind somit der letzte Teil des Normannen-Reiches der noch zu England gehört. Die Isolation der Inselbewohner durch Frankreich entwickelte eine Solidarität unter den Bewohnern. Fuhr jemand nach London oder Southampton, nahmen sie die Post mit. Postalisch führte in früheren Zeiten der Weg über Southampton, ab 1794 über Weymouth nach London.





Faltbrief von London, 14.August 1813, befördert auf dem Landweg nach Weymouth und von dort mit dem Schiff nach Guernsey. Vierseitiges Schreiben von Elisabeth de Havilland an ihren Bruder Peter de Havilland. Peter de Havilland war Gerichtsvollzieher auf Guernsey. Aus dem Brieftext geht hervor, dass Mrs. Le Mesurier in den nächsten Tagen nach Guernsey fahren wird. Vermerk auf dem Brief links: Favored by Mrs. Le Mesurier.



1. Seite des vier Seiten langen Briefes.

Gruß Dieter
 
Fips002 Am: 19.03.2018 17:34:45 Gelesen: 15507# 528 @  
Faltbrief geschrieben an Lieut. Colonel Fiott De Havilland, Gouverneur von Guernsey 1842-1848. Als Baumeister baute er in Madras/Indien die St. George´s Cathedral, St. Andrew´s Presbyterian Church, kontruierte die Mount Road und baute den Bulwark (Hafendamm) im Hafen von Madras. Er war der Sohn von Peter De Havilland.



Recht frühes Datum für diesen Stempel. Aus den " P.O. Proof Books" (Bücher, in denen alle gelieferten Poststempel abgeschlagen sind) geht hervor, dass dieser Stempel am 31. Mai 1830 nach Guernsey gesandt wurde.



Faltbrief von Guernsey 5. May 1831 an Lieut. Colonel Thomas Fiott De Havilland nach London, 8. May 1831.

Das Porto für diesen doppelten Faltbrief kostete 2 Shilling und 2 Pence, vom Empfänger in London zu bezahlen. Das Porto setzt sich zusammen aus 2 x 3 d = 6 d von Guernsey nach Weymouth für die Seebeförderung. Auf dem Landweg von Weymouth nach London, 2 x 10 d = 20 d. (120 bis 170 Meilen, Postgebühren innerhalb Großbritannien von 1805 bis 1839). Gesamt 26 Pence, geschrieben 2/2.

Gruß Dieter
 
Fips002 Am: 26.03.2018 21:05:24 Gelesen: 14412# 529 @  
Brief befördert mit Dampfschiff "ASIA" der Cunard Linie ab New York 13. März 1866 nach Queenstown/Irland in einem verschlossenen Postsack. Von Queenstown nach Liverpool, London, Dover und Calais/Frankreich. Von Calais per Bahn über Paris nach Bordeaux. Ankunft in Bordeaux am 30. März 1866.

Der geschlossene Postsack wurde also von New York durch das Vereinigte Königreich nach Frankreich befördert.

In Paris wurde der Postsack am 29. März 1866 geöffnet und erhielt den roten Stempel der zeigt, dass der Brief in Calais nach Frankreich kam. Der Beamte vom Pariser Austausch Amt schlug den schwarzen 8 Handstempel auf dem Brief ab für die französische Gebühr.

Nach der Convention zwischen den Vereinigten Staaten und Frankreich vom 01. April 1857 - 31. Dezember 1869 war die Rate für einen 1/4 Unze oder 7,5 Gramm Brief folgende:

U.S. Inland: 3 Cents
Seetransport: 6 Cents
British Transit: 2 Cents
Franz. Transit: 4 Cents

Gesamt 15 Cents oder 80 Centimes (8 Decimes)

Für einen einfachen Raten Brief, befördert durch Britische Dampfschiffe zwischen den Vereinigten Staaten und dem Vereinigten Königreich betrug der Kredit für jeden Brief 3 Cents.

Der schwarze Kreis Datum Stempel vom New Yorker Austauschamt zeigt den U.S. Kredit nach Frankreich 2 x 3 Cents = 6 Cents.







Asia war für Cunard von 1850 bis 1867 in Dienst. Das Schiff machte 120 Rundreisen. 1876 in Bombay abgebrannt.

Gruß Dieter
 
Fips002 Am: 01.04.2018 13:33:18 Gelesen: 13372# 530 @  
Ich zeige eine Karte mit frühen Stempel des Schlachtschiffes "Georgia" BB-15 der US-Navy vom 22.August 1909. Die Marke wurde entwertet mit dem Stempel Typ 1. Dieser Stempeltyp wurde auf der "Georgia" von 1909 bis 1913 verwendet.

Das Schlachtschiff wurde am 24.September 1906 in Dienst gestellt und führte Ausbildungsreisen nach Kuba durch. An der Weltumseglung der "Great White Fleet" nahm die "Georgia" teil. Mit der Atlantikflotte beteiligte sie sich an Übungs- und Kampfmanövern. Mit anderen Flotteneinheiten beteiligte sie sich am Schutz der amerikanischen Interessen im unruhigen Vera Cruz - Tampico Bereich in Mexico im Januar 1914. Vom August bis Oktober 1914 führte sie eine Kreuzfahrt nach Haiti für den Schutz der amerikanischen Zivilisten in diesem Land durch. Im 1. Weltkrieg beteiligte sich das Schlachtschiff an keine Kampfhandlungen, sondern war zum Schutz von Konvois eingesetzt. Von Dezember 1918 bis Januar 1919 beteiligte sie sich an der Rückführung der amerikanischen Truppen aus Frankreich.

Die "Georgia" wurde am 15.Juli 1920 stillgelegt und am 1.November 1923 zum Abwracken verkauft.





Gruß Dieter
 
Fips002 Am: 07.04.2018 21:58:24 Gelesen: 12045# 531 @  
Heute ein Faltbrief der Österreicher Lloyd Gesellschaft, Linie nach Griechenland.

Ein Abkommen, unterzeichnet 1843 zwischen dem österreichischen Lloyd und der griechischen Regierung, regelte, dass die Korrespondenz zwischen Griechenland und fremde Länder von den Schiffen des österreichischen Lloyd befördert wurden, mit festgelegten Gebühren. Bis zum 1. Weltkrieg war der Name des österreichischen Lloyd ein Symbol für Beständigkeit und Zuverlässigkeit. Sie bekamen die besten Kunden und beförderten den größten Teil der anfallenden Post. Gegründet wurde die Österreichische Lloyd-Gesellschaft am 3.September 1835 mit Sitz in Triest.



Faltbrief befördert mit einem Dampfer der österreichischen Lloyd-Gesellschaft von Argostoli (Cephalonia) 1.Januar 1869 nach Brindisi 15.Januar 1869 und auf dem Landweg nach Livorno, 17.Januar 1869. In Brindisi wurde der unbezahlte Faltbrief mit dem Kastenstempel PIROSCAFI POSTALI AUSTRIACI versehen, um zu zeigen, dass dieser Faltbrief mit einem Postdampfer der österreichischen Lloyd-Gesellschaft befördert wurde. Bis 1870 umfasste das Lloyd Netz 24 Linien.
Gebührenvermerk 6 Soldi.



Rückseite: Stempel Kefala 1.Januar 1869, Kerkyra/Corfu 2.Januar 1869, Brindisi/Italien 15.Januar 1869, Ankunft in Livorno am 17.Januar 1869.

Die Linie nach Griechenland (via Corinth) wurde 1853 eröffnet. Von Triest wurden die Häfen Ancona, Brindisi, Corfu, Argostoli (Cephaxlonia), Zante, Patras, Lepanto, Vostizza, und Loutraki (bei Corinth) angelaufen. 1857 geändert zusätzlich mit Corfu, Paxos, Prevesa, Santa Maura (Leucas), Argostoli (Cephalionia), Zante. Missolonghi-Patras-Lepanto-Vostizza, Itea (für Amphissa und Delphie, Loutraki) Die Passagiere verließen das Schiff in Loutraki und gingen über Land nach Kalamaki am Ende des Kanals von Corinth, wo ein anderes Lloyd Schiff die Passagiere nach Piräus brachte.



Gruß Dieter
 
Fips002 Am: 19.04.2018 12:51:28 Gelesen: 9837# 532 @  
Faltbrief von der Levante-Linie von Marseille nach Constantinopel. Diese Linie bestand von 1837 bis 1848. Vom Mai bis November 1837 war es ein normaler Dienst von Marseille nach Constantinopel. Die Teilung in zwei unterschiedliche Teilstrecken begann ab Dezember 1837 in Malta, eine von Marseille nach Malta, die andere von Malta nach Constantinopel. Diese Teilung war vermutlich durch sanitäre Gründe bedingt und währte bis Ende Oktober 1845. Von Syra nach Piräus bestand eine Zweiglinie.



29.5.1843, Cholera-Brief von Piräus (Stempel Athen) nach La Valetta/Malta befördert. In La Valetta wurde der Faltbrief geräuchert (2 Räucherschlitze) und erhielt den Stempel PURIFIE AU LAZARET/MALTE auf der Rückseite des Faltbriefes. In Malta wurden vier Desinfektionsstempel verwendet.



Rückseite mit Desinfektionsstempel



Verwendung des Desinfektionsstempel von 1838 bis 1851



Die Karte zeigt die Fahrstrecke von Mai 1837 bis Juni 1848 mit der Nebenlinie Syra-Piräus.

Gruß Dieter
 
Fips002 Am: 26.04.2018 20:25:55 Gelesen: 8410# 533 @  
Ich zeige zwei Briefe vom Fährschiff der Bundesbahn "Theodor Heuss" auf der Route Großenbrode nach Gedser und Puttgarden nach Rödby der Vogelfluglinie.

Die Vogelfluglinie erhielt ihren Namen nach dem Weg der Zugvögel, die im Frühjahr zu den nördlichen Brutplätzen und im Herbst des Jahres zu ihren südlichen Winterquartieren ziehen.

"Theodor Heuss" wurde am 14.11.1957 als Fährschiff auf der Vogelfluglinie in Dienst gestellt. Auf dieser Linie versah das Fährschiff 40 Jahre seinen Dienst bis zum 06.04.1997.

Auf der Vogelfluglinie werden Frankaturen der dänischen und deutschen Post anerkannt und von den Bordpostämtern entwertet.



Brief vom Fährschiff "Theodor Heuss" nach Rom/Italien. Die dänische Frankatur wurde vom Bordpostamt mit dem Handrollstempel unter dem 01.4.1958 entwertet. Der Stempel war vom 14.11.1957 bis zum 13.5.1963 im Einsatz.



Brief von der Seefunkstelle "Theodor Heuss" nach Glückstadt. Die deutsche Frankatur wurde beim Bordpostamt der Fähre am 06.4.1966 entwertet. Der Schiffspoststempel wurde vom 01.01.1964 bis zum 28.6.1986 verwendet.



Absender Seefunkstelle Fährschiff "Theodor Heuss"



Fahrschiff "Theodor Heuss"

Gruß Dieter
 
Fips002 Am: 04.05.2018 22:47:53 Gelesen: 7328# 534 @  
Am 3.April 1843 unterzeichneten England und Frankreich eine neue Post Vereinbarung für private Segelschiffe, Vertrags Dampfschiffe und Dampfschiffe ohne Vertrag, welcher am 1. Juni 1843 in Kraft trat. Die britische Belastung nach Frankreich für unbezahlte Briefe außerhalb britischer Kolonien und von Übersee, einschließlich den USA, waren auf 40 Decimes für jeweils 30 Gramm Briefgewicht festgelegt. Diese betrug bis 10 Decimes Transit Belastung von England und die unterschiedliche französische Inland Rate wurde festgelegt und das gesamte Porto auf dem Brief markiert auf unbezahlte Briefe aus den USA. Zwischen den USA und Frankreich bestand keine Post Vereinbarung und deshalb wurden die Briefe von den USA nach Frankreich, über England, als unbezahlt befördert.



Der Faltbrief wurde mit einem privaten Schiff von New York 19.10.1843 nach Liverpool, 01.11.1843 befördert. Von Liverpool auf dem Landweg nach London, 02.11.1843. In London wurde der Kastenstempel COLONIES/&c.ART.12 abgeschlagen und zeigt den Anteil von 10 Pence für den 7 1/2 Unze Faltbrief. Von London ging der Faltbrief über Boulogne, Paris nach Cognac. Die Gesamtgebühr für diesen Faltbrief betrug 19 Decimes: 10 Decimes an England und 9 Decimes für die Inlandgebühr von Boulogne nach Cognac, Ankunft am 06.11.1843.





Gruß Dieter
 
Fips002 Am: 11.05.2018 19:11:50 Gelesen: 6243# 535 @  
Unbezahlter Doppel Raten Brief 28.Februar 1863 New York nach Marseille, Frankreich. Befördert wurde der Faltbrief mit dem Dampfschiff "City of Washington" der Inman-Line von New York nach Liverpool, 12.März 1863.

Der Faltbrief hatte ein Gewicht zwischen 7 1/2 - 15 Gramm und erhielt im New Yorker Austausch- Amt den Stempel für die Gebühr nach Frankreich von 2 x 9 Cents = 18 Cents mit dem schwarzen 30mm Kreis Datumstempel NEW 18 York/FEB/28.
Der geschlossene Postsack für Frankreich wurde nach London, Dover, Calais und Paris befördert, wo er am 13.März 1863 geöffnet wurde. Ein Pariser Austausch-Amts Beamter schlug den 21 mm rot orange französischen Eingangsstempel 3 ETATS-UNIS 3/13/MARS/63/SERV.AM.CALAIS auf den Brief ab. Dieser Stempel zeigt, dass der Faltbrief von den Vereinigten Staaten kam, befördert durch amerikanischen Dienst über den Atlantik und in Calais, Frankreich ankam. Dieser Stempel wurde von 1861 - 1866 verwendet.

Der französische Beamte wog den Faltbrief mit weniger als 15 Gramm und stempelte "2" in der linken oberen Ecke für 2 Raten. Weiterhin stempelte er die Postgebühr von 2 x 8 Decimes = 16 Decimes mit einem schwarzen Handstempel 16.

Auf der Rückseite Stempel Paris 13.März 63 und Ankunftstempel Marseille 14.März 63.







Dampfschiff City of Washington

Gruß Dieter
 
dr.vision Am: 14.05.2018 13:14:21 Gelesen: 5701# 536 @  
Moin zusammen,

am 2.6.1906 verließ die als Drucksache umdeklarierte Postkarte den Vorort Cossipore von Kalkutta, das übrigens seit 2001 offiziell Kolkata [1] heißt, auf ihrem Weg nach Oburg in der Nähe von Mons. Das Fräulein Adressatin befand sich aber nicht mehr dort, und die Karte wurde noch am gleichen Tag nach Ostende weitergeleitet.

Interessant ist der von der Peninsular & Oriental Steam Navigation Co. Ltd. (P&O) [2] an Bord abgeschlagene Stempel des Seepost-Büros. Im Jahr 1867 wurde der notwendigen Erlaß verfügt, und am 7. Mai 1868 begann der Posttransport von Bombay zunächst nach Suez und später dann weiter nach Aden. Zu diesem Zweck wurden 5 identische Sets diverser Stempel beschafft, die sich nur durch einen Kontrollbuchstaben unterschieden (hier B). Das auf dem Stempel vermerkte Datum war das Abfahrtsdatum des Schiffes. Bei dem hier in Frage kommenden Dampfer handelte es sich um die 1892 in der schottischen Werft Caird & Co. in Greenock gebaute S.S. Himalaya II. Sie hatte eine Kapazität von 6901 Bruttoregistertonnen und wurde 1922 außer Dienst gestellt und abgewrackt. [2]

In seinem Buch „THE BRITISH SEA POST IN THE EAST" (Vol. 4) registriert Edward B. Proud den Stempel als Nr. D 38. Nach meinem Dafürhalten ist es aber die Nr. D 45. [3] Da der Autor leider verstorben ist, können sich Spezialisten hier aus dem Forum gerne zu dieser Fragestellung äußern.



Beste Grüße von der Ostsee
Ralf

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Kalkutta
[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Peninsular_and_Oriental_Steam_Navigation_Company
[3] Edward B. Proud, THE BRITISH SEA POST IN THE EAST (Vol.4), Kapitel 3, diverse Seiten, ISBN 187246575
 
Cantus Am: 16.05.2018 12:17:35 Gelesen: 5246# 537 @  
Hallo zusammen,

in diesem Thema hier werden fast ausschließlich mindestens hundert Jahre alte Belege mit Schiffspoststempeln aus aller Welt gezeigt. Bei mir liegt nun aber ein moderner Posten mit irgendwelchen Schiffs-Cachets und deutschen Sonderstempeln zur Inbetriebnahme von Schiffen und ähnlichen Aktivitäten. Soll ich die hier zeigen oder zählt das für euch nicht zu den Schiffspoststempeln?

Viele Grüße
Ingo

[Redaktionelle Empfehlung: Gesondertes Thema, falls ein passendes noch nicht existiert]
 
Fips002 Am: 18.05.2018 21:48:45 Gelesen: 4493# 538 @  
Brief von der 5. Spitzbergenfahrt des MS EUROPA (III) vom 23.6.1970 bis 08.7.1970.

Route: Bremerhaven-Schottland-Island-Spitzbergen-Norwegen-Bremerhaven. An Bord befand sich ein Bordpostamt der Deutschen Bundespost für die 800 Passagiere.

Entwertet wurden die Marken mit dem Stempel DEUTSCHE SCHIFFSPOST/MS/EUROPA/3.7.70/NORDDEUTSCHER/LLOYD/SPITZBERGENFAHRT in Honningsvag/Nordkap

11 verschiedene Schiffspoststempel kamen auf den durchgeführten Kreuzfahrten der EUROPA (III) zum Einsatz.



MS EUROPA (III), ex KUNGSHOLM

Gruß Dieter
 
Fips002 Am: 22.05.2018 21:40:37 Gelesen: 2955# 539 @  
Karte vom Schlachtschiff U.S.S. New Jersey BB-16.

Entwertet wurde die Karte mit dem Gummihandstempel Typ 1 am 14. Januar 1910 in Guantanamo/Kuba. Der Typ 1 wurde zwischen 1908 und 1918 verausgabt. Von den Schiffen der U.S. Navy kam er Anfang der 20iger Jahre nicht mehr zum Einsatz.

U.S.S: New Jersey wurde am 12. Mai 1906 in Dienst gestellt. An der Weltumseglung der Great White Fleet nahm er gemeinsam mit 15 anderen Schlachtschiffen und 6 Zerstörern teil. Danach führte sie Ausbildungsreisen im West-Atlantik und der Karibik durch.

Mit den politischen Unruhen in Mexiko wurden amerikanische Interessen bedroht. Zum Schutz dieser Interessen wurde das Schlachtschiff New Jersey 1913 in die westliche Karibik beordert, als Teil der Truppe unter dem Kommando von Konteradmiral Frank F. Fletcher. Eine mexikanische Anhängerschaft lehnte eine Entschuldigung für Beleidigungen der amerikanischen Marine in Tampico ab. Daraufhin landeten amerikanische Matrosen und Marinesoldaten in Vera Cruz und nahmen die Stadt und das Zollgebäude in Besitz, bis die mexikanische Regierung durch Evakuierung Änderungen möglich machte. Am 13. August verließ New Jersey Vera Cruz, beobachte und berichtete über die beunruhigenden Bedingungen in Santo Domingo und Haiti.

Im 1.Weltkrieg nahm das Schlachtschiff an keine Kampfhandlungen teil. Nach dem Krieg unternahm sie 5 Fahrten nach Frankreich und brachte 5000 Soldaten zurück in die USA.

Am 5. September 1923 sank sie vor Cape Hatteras durch Bomben Teste.





Gruß Dieter
 

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