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Thema: Schiffspost und Schiffspoststempel
Das Thema hat 1015 Beiträge:
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Briefuhu Am: 13.08.2025 08:38:29 Gelesen: 147345# 991 @  
Ansichtskarte von Aruba frankiert mit Bahamas Michel Nr. 743 und Schiffspost Stempel MS Vistafjord vom 14.12.1991 gelaufen nach Wien.

Die Vistafjord war ein Kreuzfahrtschiff, das zuletzt als Saga Ruby bis Januar 2014 von Saga Cruises betrieben wurde. (Wikipedia)



Schönen Gruß
Sepp
 
Fips002 Am: 20.08.2025 12:21:20 Gelesen: 145075# 992 @  
Brief vom Kaiserlichen Konsulat Monrovia/Liberia nach Berlin, schwacher Aufgabestempel Monrovia 28.8.1893.

Entwertet wurde die Frankatur in Hamburg mit Kastenstempel AUS/WESTAFRIKA, roter Vermerk AUF See 29/8.93.

Befördert wurde der Brief mit einem Postdampfer der WOERMANN-LINIE nach Hamburg, Ankunft 18.9.1893 in Hamburg und 19.9.1893 in Berlin.

Bevor auf der Westafrika-Route die Postdampfer mit eigenen Seepoststempeln bzw. Schiffspoststempeln ausgerüstet waren, von 1894 bis 1936, wurden die Briefsendungen, die auf diesen aufgegeben waren, erst bei ihren Eingang im Reichsgebiet durch Dienststellen der Deutschen Reichspost abgestempelt.

Der zweizeilige Kastenstempel AUS/WESTAFRIKA wurde in Hamburg als Landungsstempel vom September 1887 eingeführt, der ovale Seepoststempel

DEUTSCHE SEEPOST/LINIE HAMBURG-WESTAFRIKA ab 06.5.1894.





Dieter
 
Fips002 Am: 05.09.2025 22:41:51 Gelesen: 139437# 993 @  
Zwei Briefe vom 27.September 1912 und vom 30. November 1934 des R.M.S. "OLYMPIC".

Die R.M.S. "OLYMPIC" der Reederei White Star Line war das erste und namensgleiche Typschiff der Olympia-Klasse und Schwesterschiff der Titanic und Britanic. Länge 269,04 m, Breite 28,18 m, 24,2 Knoten (45km/h), 2435 Passagiere und 950 Besatzung.

Sie erhielt den Spitznamen "Old Reliable" (Alte Zuverlässige).

Die "OLYMPIC" wurde am 29.Mai 1911 fertig gestellt und am 31.Mai 1911 nach dem Stapellauf auf der direkt neben ihr gebauten "TITANIC", der White Star Line übergeben.

Ihre Jungfernfahrt war am 14.Juni 1911 von Southampton über Cherbourg und Queenstown nach New York.

Die "OLYMPIC" befand sich 1912 auf der Rückreise von Amerika nach Europa, als sie Notrufe ihres Schwesterschiffs "TITANIC" empfing.

Sie war 500 Seemeilen entfernt von der "TITANIC" und somit außer Reichweite.

Die "OLYMPIC" bot der "CARPATHIA", die die Überlebenden der TITANIC aufgesammelt hatte an diese wieder nach Europa mitzunehmen.

Von 1914 bis 1918 war die "OLYMPIC" Truppentransportschiff.

Ab 1920 war sie wieder im Liniendienst.

Abgewrackt wurde die "OLYMPIC" ab 13.Oktober 1935.

Insgesamt unternahm die "OLYMPIC" 257 Rundreisen mit 430.000 Passagieren.

Die letzte Rundreise von New York nach Southampton unternahm die OLYMPIC am 05.April 1935.





Dieter
 
Fips002 Am: 10.10.2025 16:45:07 Gelesen: 128288# 994 @  
Telegramm Postkarte vom Motorschiff "Milwaukee" von der Hapag-Frühlingsfahrt nach Madeira aus Villagarcia 15.6.1936 nach Berlin-Frohnau. Am 16.6.1936 vom Postamt Hamburg übergeben.

Telegramm Postkarte vom Motorschiff "Milwaukee" von der Großen Hapag Orientfahrt aus Athen 21.9.1936 nach Gera/Thür.. Vom Postamt Hamburg am 22.9.1936 übergeben.

Die HAPAG bot seinen Kreuzfahrt Passagieren seinen Dienst an den jeweiligen Reiseverlauf mittels einer Telegramm Postkarte an seine Angehörigen bzw. Freunde zu übermitteln.

Diese Karte hat nicht der Reisende, sondern das Passage Büro der Hapag auf Bestellung geschrieben.

Die Angehörigen bzw. Freunde konnten über den Reiseverlauf unterrichtet werden.

Die aufgedruckten Texte beschreiben den Reiseverlauf.

Zur Beförderung wurde die Postkarte dem Postamt Hamburg übergeben.

Die "Milwaukee" wurde am 20.Februar 1929 vom Stapel gelassen. Ihre Jungfernreise begann am 18.Juni 1929 von Hamburg nach New York.

Die Hamburg-Amerika-Linie setzte das Schiff im Nordatlantik-Dienst und gelegentlich für Kreuzfahrten ein.

In den Wintermonaten 1935/1936 wurde die MILWAUKEE auf der Bauwerft Blohm & Voss, Hamburg, zum reinen Kreuzfahrtschiff umgebaut.

Als Kreuzfahrtschiff hatte die MILWAUKEE anstatt des ursprünglichen schwarzen einen weißen Rumpfanstrich.

Von 1940 bis 1945 wohnten auf der MILWAUKEE in Kiel Angehörige der der deutschen Kriegsmarine.

Am9.Mai 1945 wurde das Schiff an Großbritannien übergeben und erhielt den Namen "EMPIRE WAVENEY" und diente als Truppentransporter.

Bei Umbauarbeiten brannte die "EMPIRE WAVENEY" am 1.April 1946 in Liverpool aus und sank. Das Schiff wurde im Mai 1946 gehoben, nach Glasgow zum Abwracken geschleppt.











Dieter
 
Briefuhu Am: 20.10.2025 10:55:36 Gelesen: 125200# 995 @  
Drucksache vom 27.08.1973 von der U.S.S. Sacramento AOE 1 nach Bremerhaven.

Die USS Sacramento (AOE-1) war das dritte Schiff der United States Navy, das den Namen sowohl nach dem Fluss als auch nach der Hauptstadt Kaliforniens trug. Sie war das Führungsschiff ihrer Klasse schneller Kampfunterstützungsschiffe.(Wikipedia)



Schönen Gruß
Sepp
 
wauwau Am: 01.11.2025 18:07:57 Gelesen: 121388# 996 @  
@ Fips002 [#976]

Schiffstelegraphie – Radiogramm - Ocean letter

In den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts wurde Geschäftsreisenden und anderen betuchten Passagieren der Luxusdampfer die Möglichkeit eröffnet, vom Schiff aus Telegramme zu versenden. Sie wurden an Land von Seefunkstationen (in Deutschland Station Norddeich) aufgefangen und an die Empfänger schnellstmöglich weitergeleitet. Diesen Service bot als erste die Telegrafenfirma Marconi an, wonach deren Briefe Marconigramme genannt wurden. In Zusammenarbeit mit anderen Schiffslinien bot auch die Western Union diesen Dienst an.

Ein solcher Brief liegt hier vor. Er wurde am 21.12.1929 in London oder in der Nähe aufgefangen, mit 4 ½ plus 6 pence frei gemacht und per Express und Luftpost zum Zentralflughafen Berlin befördert. Er erhielt dort zwei Ankunftsstempel (Vorderseitig 21.12.1921 19.30, rückseitig 21.12.1929 19.20 – warum?) und wurde nachts 8 = 20.00 zugestellt. Leider sind weder vom Schiff noch von London Telegrammabgangszeiten angegeben.

Wauwau (einst sentawau)


 
Fips002 Am: 13.11.2025 18:18:57 Gelesen: 115818# 997 @  
Unter der [#832] habe ich ein Seefunktelegramm an die Deutsche Seereederei Rostock zur Havarie des Frachtschiffes MS "Elbe" gezeigt.

Heute drei Seefunktelegramme an die Reederei, Flottenbereich Afrika, und an Fracht Dakar/Senegal zu der Havarie.







Bathurst/Gambia wurde am 24.4.1974 in Banjul umbenannt und ist die Hauptstadt von Gambia/Westafrika.

Bathurst hatte keine Küstenfunkstation. Das schwedische Schiff "Cheeta II" wurde im Hafen von Bathurst verankert und fungierte für einen kurzen Zeitraum als Basis für Radio Sud Gambia ab 1968. Später wurde an Land in Bathurst eine Station geöffnet.



Dieter
 
Fips002 Am: 14.11.2025 10:47:22 Gelesen: 115661# 998 @  
Das Seefunktelegramm vom 22.01.71 habe ich zweimal eingestellt. Bei Bathurst das Telegramm vom 21.01.71.



Dieter
 
Fips002 Am: 29.11.2025 17:53:50 Gelesen: 109905# 999 @  
Brief vom31.8.1859 von New York nach Leipzig/Sachsen, befördert mit Dampfschiff "ASIA" der Cunard Line.

New York belastete Bremen mit 3 Cent. Ein Beamter vom New Yorker Austauschamt schlug den Kreis Stempel 3/31.August/N.YORK BREM: PK auf dem Brief ab, welcher zeigt, dass der Brief nach Bremen befördert wurde.

Das Cunard Dampfschiff "ASIA" verließ New York am 31.August 1859 und kam am 11.September 1859 in Liverpool an.

Die Post wurde in einem verschlossenen Postsack durch England nach Bremen befördert, deshalb kein Stempel von England.

In Bremen wurde der Postsack geöffnet und der Brief erhielt den Doppelkreisstempel AMERIKA über BREMEN/6 1/2.

Die Postgebühr war 6 1/2 Silbergroschen, gleichwertig mit 15 Cents.

Mit der Postreform 1858 wurde in Hannover zwischen September 1858 und Januar 1859 der typisch hannoversche Doppelkreisstempel eingeführt und die Stempelfarbe auf blau umgestellt.

Der Brief erreichte den Empfänger am 16.September 1859.





Dieter
 
wauwau Am: 07.12.2025 14:26:11 Gelesen: 107298# 1000 @  
Luftpost für Schiffsoffiziere auf Großer Fahrt in Südamerika

Die nachfolgenden 3 Luftpostbriefe zeigen, wie schwierig es für Reedereien und Angehörige war, in Postverbindung mit einer Schiffsbesatzung zu bleiben. Die Routen der Schiffe war natürlich ihren Reedereien bekannt und die unterhielten in allen für sie wichtigen Häfen Kontore, die die Geschäfte besorgten, aber wann genau, dass wusste man im Heimathafen auch nicht sicher. Anderseits waren Kontore die einzigen festen Adressen in Übersee.



Dieser Brief wurde von der HAPAG-Reederei in Hamburg (dort Stempel vom 8. 3. 1939) zunächst per Schiff (angegeben wird das luxuriöse, aber auch besonders schnelle Passagierschiff ‚Ile de France‘) nach New York befördert und von dort nach Cristobal am Panamakanal geflogen, wo man die ‚Vancouver‘ vermutete. An deren Vierten Offizier war der Brief adressiert. Aber das Schiff hatte den Kanal bereits verlassen. So erhielt der Brief rückseitig den schönen Eingangsstempel von Cristobal vom 18. 3. 1939 und wurde am 20. März als gewöhnliche Post - also per Schiff – zurückgeschickt. Deshalb erhielt er in Hamburg keinen Eingangsstempel. Der Luftpostbrief legte den größten Teil seiner Reise per Schiff zurück!



Der Brief wurde am 11. 12. 1938 von Plauen mit normaler Post per Schiff nach Ney York befördert und von dort nach Galveston/Texas geflogen, wo man die ‚Simon von Utrecht‘ vermutete. Adressat war deren Zweiter Offizier. Als der Brief dort am 24. 12. 1938 ankam, lag das Schiff aber nicht mehr im Hafen. Die Angehörigen in Plauen hatten als Absender die Reederei in Hamburg angegeben. Dorthin wurde der Brief zurückgeschickt und von der Reederei auf seiner Vorderseite mit einem schwach abgeschlagenen roten Firmenstempel versehen. Rückseitig trägt der Brief von der Hinreise einen Durchgangsstempel New York 19. 12. 1938.



Dieser Brief ist an den gleichen Empfänger gerichtet wie der vorangehende. In Plauen am 29. 1. 1939 aufgegeben flog er am 2. 2. 1939 mit der Lufthansa ab Frankfurt über Brasilien (Hab. 720) nach Argentinien und kam dort am 5. 2. (?, Stpl. undeutlich) an. In Buenos Aires erreichte er seinen Adressaten.
 
HWS-NRW Am: 08.12.2025 12:12:20 Gelesen: 106961# 1001 @  
Hallo in die maritime Runde.



Telegrammkarte vom Dreischrauben-Luxusdampfer "Resolute" von einer Weltreise bis nach Havanna, am 23.3.1931 dem Postamt Hamburg übergeben, textlich wird der Reiseverlauf beschrieben.

Auslands-Drucksache in die Schweiz, im Werbeklischee wird für ein Preisausschreiben geworben.

mit Sammlergruß
Werner
 
Fips002 Am: 19.12.2025 18:29:06 Gelesen: 102592# 1002 @  
Der Vier Schornstein Zerstörer "Wickes" DD-75 wurde am 31.Juli 1918 in Dienst gestellt.

Ende 1918 kreuzte "Wickes" in nordeuropäischen Häfen und besuchte Hamburg und Stettin sowie Harwich/England.

Am 24.Juli 1919 lief "Wickes" mit seinen Schwesterschiffen vom Atlantik in den Pazifik durch den Panamakanal in den Pazifik.Am 15.Mai 1922 wurde "Wickes" außer Dienst gestellt und in San Diego/Kalifornien in Reserve gestellt.

Der Zerstörer lag acht Jahre lang außer Dienst und wurde am 26.April 1930 wieder in Dienst gestellt. Von1933 bis 1937 operierte "Wickes" von San Diego aus.

In Polen brachen am 1.September 1939 Kämpfe aus, als deutsche Truppen in dieses Land einmarschierten und so britische und französische Hilfe für Polen auslösten.

Präsident Roosevelt ordnete umgehend an, dass die Marine vor der Ostküste, in den Zugängen zum Panamakanal und zur Guantanamo-Bucht sowie an den beiden Eingängen zum Golf von Mexiko eine "Neutralitätspatrouille" einrichten sollte. Um diese Meeresabschnitte zu patrouilieren, reaktivierte die Marine schnell 77 Zerstörer und leichte Minenleger.

Die Lage der Briten hatte sich in Europa wesentlich verschlechtert. Der verheerende deutsche Blitzkrieg hatte die Niederlande und Frankreich aus dem Krieg geworfen.

Britische Zerstörer hatten im unglückseligen norwegischen Feldzug und bei der Evakuierung aus Dünkirchen schrecklich gelitten. Außerdem hatten deutsche U-Boote bei ihren Operationen gegen britische Konvois ihren Tribut gefordert.

Mit dem Kriegseintritt Italiens im Sommer 1940 standen die Briten vor einer weiteren langen Lebensader, die es im Mittelmeer zu verteidigen galt. Premierminister Winston Churchill bat Präsident Roosevelt um Hilfe, und im Sommer 1940 wurde ein Abkommen zwischen den Vereinigten Staaten und Großbritannien ausgearbeitet. Als Gegenleistung für 50 "überdurchschnittliche" amerikanische Zerstörer, die an die Royal Navy übergeben wurden, erhielten die Vereinigten Staaten Pachtverträge für eine Dauer von 99 Jahren an strategischen Stützpunkten, die sich von Neufundland bis Britisch-Guayana erstreckten.

Als Teil der fünften Gruppe von Zerstörern, die an die Briten und Kanadier übergeben wurde, wurde "Wickes" am 19.Oktober an die Royal Navy übergeben. Ihr Name wurde am 8.Januar 1941 von der Marineliste gestrichen. Gleichzeitig am 23. unter der White Ensign in Dienst gestellt als HMS Montgomery

Ende November 1940 wechselte Montgomery nach Plymouth, England und wurde dem Kommando Western Approches und in Liverpool stationiert. Während einer ihrer ersten Patrouillen rettete Montgomery 39 Überlebende aus dem torpedierten Motortanker "Scottish Standard", der am 21.Februar 1941 von U-96 versenkt wurde.

Der Zerstörer blieb bis Ende 1943 bei der Western Lokal Escort Force und operierte von Halifax aus. Am 27.Dezember 1943 verließ sie Halifax mit den Überlebenden Besatzungsmitgliedern vom des von U-415 versenkten britischen Zerstörers HMS Hurricane.

Im Frühjahr 1945 wurde der Zerstörer verschrottet.
Beide Briefe wurden mit dem Stempel Typ 3-A (BTT) entwertet.
Der Typ 3 wurde 1912 erstmals an ein Bordpostamt vergeben. Dieser Stempeltyp ist nur bei der Navy verwendet worden.
Zum Typ 3- Im oberen Teil des 32mm Stempelkreises befindet sich die Hoheitsbezeichnung U.S.S., im unteren Teil der Name des Schiffes.
Der markanteste Unterschied zu anderen Typen von Gummihandstempeln waren die drei Entwertungsbalken rechts neben dem Stempelkreis.
Zwischen den Killerbars befinden sich zwei Einschubleisten, die es dem jeweiligen Postal Clerck ermöglichten dort individuell kurze Texte einzufügen.
Basistyp T3-(A) - Buchstaben weit auseinander, Basistyp 3-(B) - Buchstaben sehr eng zueinander.
Die Großbuchstaben T (oben in der Leiste) und B (unten ) werden verwendet, um die Position der dünnen Linie zu zeigen, gerechnet ab der oberen Leiste.
Es gibt keine konkreten Angaben zur Entstehung der unterschiedlichen Erscheinungsformen der Entwertungsbalken.
Zu vermuten ist, dass über die Jahre Stempel von verschiedenen Herstellern geliefert wurden und es keine exakten Vorgaben gab.



Dieter
 
Fips002 Am: 19.01.2026 19:13:04 Gelesen: 92089# 1003 @  
Feldpostkarte vom Dampfer "LULU BOHLEN II" mit Seepoststempel HAMBURG-WEST-AFRIKA "XXXIV" vom 27.4.1905 aus Las Palmas nach Weingarten/Baden mit Truppentransportpost nach Deutsch-Südwest-Afrika.

Ab Hamburg 20.4.05, Las Palmas 28.4.05, Monrovia 04.5.05, Swakopmund 15.5.05.
Zur Kohleergänzung wurden die Häfen Las Palmas und Monrovia angelaufen.

Befördert wurden 2 Offiziere und 65 Mann = Verstärkung des Feldvermessungstrupps.

8 Offiziere und 4 Sanitäter und 231 Mann = 10. und 11. Transportkompanie.
9 Offiziere und 34 Mann = 1. Fuhrpark-Kolonial Abteilung
8 Zahlmeister Aspiranten und 4 Rückkehrer und 435 Pferde.

Truppentransporte nach und von Deutsch-Südwest-Afrika: 31 Ausfahrten bis Januar 1905 und weitere Ausfahrten bis Juli 1906 aller eingesetzten Dampfer. Angaben zu den Ausfahrten und den Heimreisen bis zum 31.12.1907 fehlen.

Die erste Reise nach Deutsch-Südwest-Afrika führte die "LULU BOHLEN II" ab Hamburg 18.1.1905 mit Truppen durch. Die letzte Ausreise mit Truppentransport war ab Hamburg am 11.02.1907.

Der Seepoststempel Nr. XXXIV führte die "LULU BOHLEN" ab 18.1.1905 bis zum 25.4.1907.

Der Feldpostportotarif für Briefe bis 50 gr. waren portofrei. Die Feldpostportofreiheit galt bis Aufheben des Krieges zum 31.Dezember 1907 gemäß Verfügung des Reichs-Marine-Amtes vom 9 Dezember 1907.

Ausgehende Transporte der gecharterten Dampfer hatten teilweise Marine-Schiffspost-Ausstattung, nur für die Ausreise.



Dieter
 
Journalist Am: 23.01.2026 15:52:19 Gelesen: 90738# 1004 @  
Hallo an alle,

beim aufräumen ist mir die folgende Postkarte aufgefallen:



Wie man sehen kann, handelt es sich hier um eine Ansichtpostkarte der Nordsee Linie Hamburg - Helgoland - Sylt mit dem zusätzlichen Vermerk An Bord der "Cobra" ..... mit persönlichen Text.

Auf der Rückseite sieht man einen Schiffspoststempel "Auf hoher See" 5. Sep. 00 - An Bord des Salonschnelldampfers Cobra" - gestempelt wurde die Karte dann in Westerland (Sylt) vermutlich am Ende der Reise ?



Hatten die Schiffe damals alle solche Stempel und hatten die dann an Bord ein Postamt ?

Schon jetzt danke für Antworten - viele Grüße Jürgen
 
Fips002 Am: 30.04.2026 18:21:54 Gelesen: 45566# 1005 @  
Postkarte nach Alexandria, Ägypten, aufgegeben beim Bordpostamt des Reichspostdampfer Seydlitz auf der Heimreise von Sydney Australien 15.5.1909 nach Bremerhaven 03.7.1909, abgestempelt mit dem Seepoststempel Australische Hauptlinie "a" am 21.6.1909 in Neapel, Ankunft Alexandria am 27.6.1909.

der Stempel "a" wurde vom 15.5.1909 bis zum 26.9.1913 an Bord der Seydlitz verwendet.

Der Dampfer SEYDLITZ wurde 1902-03 bei F. Schichau in Danzig erbaut, 7942 BRD, 143,15 m lang, 16,9 m breit, 13,5 Knoten, Passagiere: 110 I. Klasse,
115 II. Klasse und 138 III. Klasse, 1940 im Zwischendeck, 190 Mann Besatzung.

Im Ostasien und Australien- Dienst eingesetzt.

Am 03.8.1914 von Sydney nach Valparaiso ausgewichen und als Hilfsschiff für das Graf- Spee- Geschwader er4fasst.

Am 28.12.1914 in San Antonio interniert.

Am 01.9. 1920 nach Deutschland zurück und umgebaut.

Am 12.11.1921 erste Nachkriegsreise Bremer4haven-Südamerika

Am 12 Februar 1922 eröffnete SEYDLITZ als erstes deutsches Schiff den Liniendienst zwischen Bremerhaven und New York.

In Bremerhaven wurde sie 1933 abgewrackt.
 
Fips002 Am: 30.04.2026 18:25:18 Gelesen: 45561# 1006 @  
Bilder zu meinen Beitrag.



Dieter
 
philast Am: 10.05.2026 15:06:57 Gelesen: 39406# 1007 @  
Hallo,

anbei eine Postkarte geschrieben an Bord der Marienfels am 20.5.1905 entwertet mit dem Seepoststempel Ost-/Indische/Linie Unterscheidungsbuchstabe "l" über Port Said 20.5.1905 nach Berlin und dort am 27.5.1905 angekommen.



Ist das eine etwas seltenere Linie? Belege mit diesem oder anderen Belegen dieser Schiffsroute habe ich nicht finden können im Internet oder Auktionskatalogen.

Grüße
philast
 
Fips002 Am: 12.05.2026 19:04:45 Gelesen: 38558# 1008 @  
Herzlichen Glückwunsch zu diesen Brief mit den seltenen Seepost Stempel OST-INDISCHE LINIE.

Von dieser Linie sind zwei Stempel bekannt. Verwendet wurde dieser Stempel von 1903-1914.

Dieser Stempel ist eine Seepost Rarität.

Am 15.6.1903 erteilte die Reichspost der HANSA LINIE BREMEN für die Calcutta Route die Seepost auf 56 Frachter mit je 12 Passagiere.



Gruß Dieter
 
philast Am: 12.05.2026 20:07:57 Gelesen: 38451# 1009 @  
@ Fips002 [#1008]

Hallo,

danke für die Information. Das ist eine positive Überraschung.

Grüße
philast
 
HWS-NRW Am: 13.05.2026 21:33:31 Gelesen: 38034# 1010 @  
Hallo am Abend.



Luftpost-Auslandsbrief in Richtung Costa Rica, aufgegeben im Oktober 1936 von BREMEN aus mit dem Vermerk „via New York“ und „Per D. Bremen via Cherbourg“, die Firma „Theodor Laue & Co“ war seinerzeit im Kaffee-Importgeschäft tätig.

Meine Frage; Ist mit der Bezeichnung "D.Bremen" das Dampfschiff Bremen gemeint, das über Cherbourg/Frankreich in Richtung New York unterwegs war ?

mit Dank und Sammlergruß
Werner
 
Fips002 Am: 11.06.2026 19:10:31 Gelesen: 21301# 1011 @  
Ich zeige eine Speisekarte und die Ocean-Zeitung vom Dampfer "LÜTZOW" von der Mittelmeerfahrt vom 19.April 1926.

Während die Kreuzfahrt-Passagiere alles Papier von den Fahrten mitnahmen (Speisekarten etc.) wurden die Seefunkzeitungen selten mit nach Haus genommen.

Die Ocean-Zeitung war nur auf der Vorderseite mit Nachrichten bedruckt, die Rückseite wurde an mehrere Firmen als Werbeträger verkauft.

Für die Ocean-Zeitung gingen die Nachrichten von Land zum Schiff.

Dafür war die Transocean (Nachrichtenagentur) die 1915 gegründet wurde, zuständig.

Die Nachrichten wurde drahtlos von der Großfunkstelle Nauen an die Schiffe gesendet.

Der Text der drahtlosen Nachrichten wurde von der auf den Kreuzfahrtschiffen vorhandenen Borddruckereien in die Funkzeitungen umgewandelt.

So konnte der Kreuzfahrt-Passagier zum Frühstück die Funkzeitung lesen.

Die "LÜTZOW" führte ihre Jungfernreise am 11.4.1908 von Bremerhaven nach New York durch. 29.7.1908 erste Reise Bremerhaven-Ostasien.

Bis 1914 machte sie vier New York Reisen.

Am 03.8.1914 im Suez-Kanal britische Kriegsbeute, umbenannt in HUNTSENT/ 1923 Rückkauf durch Norddeutschen Lloyd; Reparatur und Umbau; 8716 BRT, Passagiere: 289 II.Klasse, 531 III.Klasse; umbenannt in LÜTZOW/ 14.6.1924 erste Nachkriegsreise Bremerhaven-New York.

Mittelmeerkreuzfahrten 1926, 1927 und 1928.

1933 in Bremerhaven abgewrackt.





Dieter
 
Fips002 Am: 03.07.2026 17:43:52 Gelesen: 13079# 1012 @  
Am 20.März 1850, das Ocean Line Dampfschiff "WASHINGTON" verließ New York und erreichte Bremerhaven am 8.April 1850.

Das Stadtpostamt Bremen erhielt die Postsendung und schickte diesen Brief über das Hannover Postamt in Bremen, welches verantwortlich war für den Weg dieses Briefes nach Württemberg.

Ein Beamter im Hannover Postamt von Bremen schlug in der linken oberen Ecke den orange Handstempel 9 AMERICA/ÜBER BREMEN ab, welcher zeigt die 24 Cent Gebühr, gleichbedeutend mit 9 Gute Groschen, in Hannover. Dieses war die Bremen Gebühr nach Hannover.

Vor dem Juni 1851 wurden die Briefe für eine Gebühr von 10 1/3 Gute Groschen (gleich mit 45 Kreuzer), links oben verrechnet.

Der Thurn und Taxis Post Beamte stempelte in roter Tinte "45/8" (Mitte des Briefes) um zu zeigen, dass die 45 Kreuzer fällig waren für die angesammelte Gebühr durch Hannover und 8 Kreuzer waren fällig für die Transportgebühr nach Württemberg.

In Württemberg war eine zusätzliche 4 Kreuzer Transitgebühr erforderlich, welche auf der rechten Seite mit 53/4 gestempelt wurde.

Die Gesamtgebühr von New York nach Waiblingen Württemberg betrug 58 Kreuzer, links unten.

Die Landgebühr von Williamsburgh nach New York betrug 5 Cents. Die Seegebühr von New York nach Bremen betrug 24 Cents, ab Juni 1851 20 Cents.



Dieter
 
Fips002 Am: 12.07.2026 11:40:57 Gelesen: 10860# 1013 @  
Kolumbien, Ganzsachen Postkarte Ascher Nr.11, Ausgabe 1891, von Cartagena 22.6.1901 nach Bremen.

Postkarte geprüft von Carl Hilange.

Von Cartagena wurde die Karte nach New York geschickt. Stempel auf der Rückseite 08.Juli 1901 New York.

In New York wurde die Karte dem Schnelldampfer "DEUTSCHLAND" übergeben welcher New York am 11.07.1901 nach Bremen verließ, Ankunft in Bremen am 18.7.1901.

Der Dampfer "DEUTSCHLAND" der Hapag wurde 1900 auf der Werft A.G. "Vulkan", Stettin erbaut. 16502 BRT, 202 m lang, 20,4 m breit, 22,5 Knoten, Passagiere 405 I. Klasse, 300 II. Klasse, 300 III. Klasse, 1000 im Zwischendeck, Besatzung 536. Stapellauf am 10.01.1900, Jungfernreise 04.7.1900 von Hamburg nach New York. Auf dieser Jungfernreise gewinnt "DEUTSCHLAND" das "Blaue Band".

Im Oktober 1910 zum Luxus-Kreuzfahrtschiff umgebaut, neuer Name "Victoria Luise"

Am 28.5.1925 in Hamburg abgewrackt.





Dieter
 
HWS-NRW Am: 04.08.2026 17:50:56 Gelesen: 4005# 1014 @  
Hallo in die maritime Runde.



Ist diese "Paquetbot Mail" mehr eine philatelistische Spielerei oder gehört der Beleg (es soll lt. Rückseite ein Tanker sein) mehr in die Grabbelkiste? Ich habe ihn mehr wegen des seitlichen Absenderfreistempels (das Porto ?) gekauft.

mit Sammlergruß Werner
 
Fips002 Am: 12.08.2026 20:25:31 Gelesen: 1760# 1015 @  
Der Panzerkreuzer "TENNESSEE" wurde am 03.Dezember 1904 in Dienst gestellt, gesponsert von Fräulein Anni K. Frazier, Tochter vom Gouverneur James B. Frazier von Tennessee und später die Gründerin der Society of Sponsoren der United States Navy.

Der neue Panzerkreuzer verließ Hampton Roads, Virginia, am 08.November 1906 als Eskorte für "LOUISIANA" (Schlachtschiff Nr.19). An Bord war Präsident Theodore Roosevelt für eine Kreuzfahrt nach Panama, um den Fortschritt der Arbeiten zum Bau des Panamakanals zu überprüfen.

Nach der Rückreise des Kriegsschiffes aus Puerto Rico operierte TENNESSEE bis zum 03.Mai 1913 im Osten und in die Atlantic Reserve Fleet bis zum 23. Oktober 1913.

Am 06. August 1914 fuhr TENNESSEE von New York zum Dienst nach Europa bis zum Juni 1915 und unterstützte die Amerikanische Hilfsexpedition. Expeditionary Force und das Marine Artillerie- Batailion nach Haiti.

Vom 28.Januar bis 24.Februar 1916 diente der Kreuzer als Flaggschiff eines Kreuzers Geschwader vor Port-au-Prince, Haiti.

Am 25.Mai 1916 wurde Tennessee in MEMPHIS umbenannt. Der Name TENNESSEE wurde dem Neuen Schlachtschiff Nr. 43 zugewiesen.

Die MEMPHIS machte sich auf dem Weg nach Mittelamerika und kam in San Domi8ngo am 23. Juli für eine friedenserhaltende Patrouille zum Aufstand in der Dominikanischen Republik an.

MEMPHIS wurde von einer unerwarteten Flutwelle an Land getrieben und total zerstört. Die Verluste, einschließlich einer Bootsbesatzung von MEMPHIS-Seeleute, die vom Landgang zurückkehrten, zählten etwa 40 Männer tot oder Vermisst und 204 schwer verletzt.

MEMPHIS wurde am 17. Dezember von der Navy-Liste gestrichen, 1917 verkauft an A.H.Radetsky Iron and Metal Co., Denver.

Am 17.Januar 1922 verschrottet





Dieter
 

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