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Thema: (?) (774) Schiffspost und Schiffspoststempel
Das Thema hat 794 Beiträge:
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Fips002 Am: 24.08.2021 20:53:06 Gelesen: 33195# 770 @  
Seefunktelegramm von der Seefunkstelle des Frachtschiffes "GUATEMALA", Rufzeichen YNGM, per Telegraphie an die Küstenfunkstelle Nordteich Radio übermittelt.

Von der Küstenfunkstelle wurde das Telegramm von Norden als Schiffsbrieftelegramm nach Berlin/Schlachtensee geschickt.

1956 war das Baujahr des Frachtschiffes "GUATEMALA". Angelaufen wurden von dem Schiff Häfen in British-Guyana, Costa Rica, der Dominikanischen Republik, in Guatemala und Kolumbien.





Dieter
 
Fips002 Am: 29.08.2021 17:43:39 Gelesen: 31695# 771 @  
Auf der letzten Auktion von Schuyler Rumsey San Francisco konnte ich diesen Faltbrief ersteigern.

Der Brief wurde am 15.März 1853 in Dresden aufgegeben und ist nach Philadelphia/USA adressiert. Der Absender in Dresden bezahlte für die Beförderung 276 sächsische Neupfennige.

Auf der Rückseite des Faltbriefes sind die Kursstempel Leipzig/15.8. I/Magdeburg, Berlin/16.8. I/Minden und Coeln/17.8. I/Verviers abgeschlagen. Kursstempel Coeln-Verviers weil die Strecke über Aachen lief und auch dem inländischen Postverkehr diente.

Der Brief von Dresden nach Philadelphia war vorausbezahlt mit 13 Silbergroschen, die einfache Rate der Prussian Closed Mail = 30 amerikanische Cents.
Bruchstempel 2/11 = 2 Silbergroschen Deutsche Postgebühr, 11 Silbergroschen Fremdgebühr = 13 Silbergroschen.
U.S. Inland = 5 Cents, See und Britisch Transit = 18 Cents, Belgisches Transit = 2 Cents, Preußisch Inland = 5 Cents. Gesamt 30 Cents.

Ausgehende Portobriefe wurden in Aachen mit den Stempeln Bit./Packet zusammen mit dem Kreisstempel Aachen ohne Datum gestempelt. Als dritten Aachen Stempel kam noch der Kastenstempel Paid/ 25 cts. hinzu.

Von der Gesamtgebühr standen der preußischen Post nur 5 Cents zu, der amerikanischen Post waren 25 Cents gutzuschreiben.

Am 19.März 1853 verließ das Dampfschiff "NIAGARA" der Cunard Line Liverpool und kam am 01.April 1853 in Boston an.

In BOston wurde der Verrechnungsstempel als Eingangsstempel Boston 30 Br.PKT PAID/APR/1 als Bestätigung des Gesamtportos in rot von 30 Cents abgeschlagen.





Dieter
 
Fips002 Am: 03.09.2021 19:16:52 Gelesen: 30443# 772 @  
Von der Küstenfunkstation RÜGEN RADIO, Rufzeichen DHS, wurde das Telegramm aus Rostock per Telegraphie an die Seefunkstelle des Stückgutfrachters MS "FÜRSTENBERG", Rufzeichen DDWV übermittelt.

Der Funker des MS "FÜRSTENBERG" nahm dieses Telegramm auf und schrieb dieses auf das Formular "Seefunktelegramm".

Dieses ausgefüllte Seefunktelegramm wurde dem Empfänger an Bord übergeben.

Die Formulare "Seefunktelegramm" befanden sich nur an Bord der Schiffe in der Seefunkstelle und nicht in der Küstenfunkstation RÜGEN RADIO.

Der Stückgutfrachter "FÜRSTENBERG", Typ AFRIKA, des VEB Deutsche Seereederei Rostock, war ab 24.3.1871 im Afrikadienst eingesetzt.

Am 27.11.1990 wurde die "FÜRSTENBERG" an Jiangsun Marine Shipping Co. St. Vincent verkauft, neuer Name SU RONG.

Am 20.3.1992 hatte das Schiff Grundberührung und wurde ab 14.4.1993 abgebrochen.



Dieter
 
Fips002 Am: 13.09.2021 18:10:54 Gelesen: 27816# 773 @  
01.10.1845, Faltbrief aus Magdeburg über Hamburg nach London. Von Hamburg nach London Beförderung mit Hamburger Dampfschiff.

Auf der Vorderseite den Hamburger Taxstempel und die englische Gebühr von 1 Shilling 8 Pence (1/8).

In Hamburg führte man Anfang der 1840er Jahre den roten T-Datum Stempel in Oval ein, der auf die von der preußischen Post übergebenen Briefe gesetzt wurde.

Der Stempel sollte dokumentieren, dass Hamburg den ihm zustehenden Anteil an dem Porto noch nicht erhalten hatte.

Auf der Rückseite des Faltbriefes den Doppelkreisstempel von Hamburg 3.Oktober, ab 1841 ohne Stundenangabe.

Roter Eingangsstempel von London 6. Oktober 1845.




Dieter
 
SH-Sammler Am: 18.09.2021 08:16:33 Gelesen: 27267# 774 @  
@ alle

Hallo Sammlerfreunde bei philaseiten.de,

ein Bekannter von mir hat mir einen Brief aus den USA in die Schweiz vorgestellt.

Neugierig wie ich immer bin versuche ich diesen Brief zu “erklären”, was ja nicht unbedingt einfach ist. Ich habe versucht, den Leitweg und die Taxierungen (vor allem diese) nachvollziehen zu können. Nur, wer nichts versucht, auch nicht gewinnt.

Hier deshalb meine Version der Taxierung mit der Bitte um allfällige Korrekturen und Verbesserungen, wobei ich überzeugt bin, dass nicht alle meine Annahmen richtig sind.

Aber zuerst der Brief

, ,

Teilfrankobrief abgehend ab MEMPHIS Te vom 2. Dezember 1842, an Capitain Adam Wildberger in Neunkirch, Canton Schaffhouse, Suisse.

Bezahlte inneramerikanische Taxe = 25 Cent für Distanzen über 400 Meilen. Handschriftliche Notiz oben links “25 paid” plus blauer Stempel PAID von Memphis (Stempel in gleicher Farbe wie der Ortsstempel Memphis).

Gewünschter Leitweg: via New York – Le Havre, daher die Adressangaben in französisch. Diesem Wunsch des Absenders wurde jedoch nicht entsprochen, fehlt doch die vorgeschriebene amerikanische Seetaxe von 2 Cent (vorgeschrieben für Post bis Grenze Frankreich). Es fehlt auch die typisch französische Transittaxe von 10 décimes.

Auf der Brief-Rückseite sind 2 Stempelabschläge in rot aufgebracht. Der Rundstempel vom 6. Jan 1843 müsste von einem englischen Postamt stammen. Der zweite Stempel “England over Rotterdam” gibt denn auch den tatsächlichen Leitweg des Briefes vor.

Da ab 1840 die “Cunard Line” mit Dampfschiffen den Posttransport nach England betrieb, ist eine Leitung ab Boston via Liverpool nach Europa gegeben. Das Schiff hat in Boston gemäss “Fahrplan” am 16. Dez. 1842 abgelegt und nach ca. 15-18 Tagen Liverpool erreicht. Von dort ging die Reise weiter via London nach Rotterdam, was die Stempel vom 6. Jan. 1843 und “England over Rotterdam” belegen können.

Von Holland aus wurde der Brief via Mannheim – Basel nach Neunkirch, Schweiz weitergereicht. Der Stempel WP in rot von Mannheim ( WP = West Preussen), im Einsatz ab 1834 bis 1851, bestätigt somit auch diesen Leitweg.

Nun zum schwierigsten Teil, der Taxierung des Briefes:

(Meine Annahmen müssen sicher noch korrigiert und verbessert werden)

Die USA-Taxierung geht von einem einfachen Brief aus. Oben rechts notiert als “single”, also einfaches Gewicht.

Taxe ab Memphis USA bis zum Einschiffungshafen, Distanz 400++ Meilen = 25 Cents, oben links handschriftlich notiert mit ”25 paid”. Zusätzlich blauer Stempel PAID.

Zahl 20 mit Blaustift geschrieben. Diese 20 pence setzen sich zusammen aus: 12 pence (1 Shilling) Seetaxe englischer Dampfer. Dazu kommen 8 pence englische Taxe Liverpool – London bis Rotterdam = Zwischentotal 20 pence, weiterverrechnet an Holland.

Rote 1.80 = 1 Guilder 80 Cents holländischer Währung, umgerechnet von 20 pence, inkl. holländischer Anteil bis Grenze zu Preussen. Diese 1.80 entsprachen ca. 45-50 Kreuzer. Diese wurden weiterverrechnet an die preussische Post.
Die Zahlen 30/3 in rot (wahrscheinlich von Mannheim), = preussischer Anteil, in Kreuzern. Zwischentotal ca. 45 + 30 + 3 = 78x = 1 fl 18x (fl = Florin = Gulden).

Anscheinend kostet die Strecke Mannheim – Basel = 40 Kreuzer, deshalb
1 fl 58. Taxe bis Basel. Basel rechnet 2x für sich plus 6x bis Austauschbüro in Brugg dazu. Beides abgestrichen und (im Austauschbüro Brugg) mit 2/8 (in das Wort “single” hinein) geschrieben
Austauschbüro Brugg addiert noch 1 Kreuzer, = 2 fl 9, plus die Schaffhauser Taxe nach Neunkirch 3x
= Total 2 fl 12x oder 132 Kreuzer vom Empfänger zu bezahlen.

Soviel von mir. Ich bin gespannt wie stark meine Erläuterungen noch abweichen.

Grüsse

SH-Sammler
Hanspeter
 
Fips002 Am: 20.09.2021 18:21:37 Gelesen: 27152# 775 @  
@ SH-Sammler [#774]

Hallo Hanspeter,

von mir zu den sehr guten Brief mit den Erläuterungen eine kleine Ergänzung.

Rechts und links oben sind zwei Gebührenvermerke von 25 Cents.

Der Brief wurde vorausbezahlt mit 25 Cents Danpfschiff Frachtgeld Gebühr plus 25 Cents Inlandgebühr nach New York.

Am 16. Dezember 1843 verließ das Dampfschiff "ACADIA" Boston nach Liverpool und kam am 30. Dezember an.

Das Dampfschiff "ACADIA" war im Dienst für die Cunard Line von 1840-1849, danach verkauft nach Deutschland, neuer Name "GERMANIA".



Dieter
 
SH-Sammler Am: 21.09.2021 05:15:18 Gelesen: 27131# 776 @  
@ Fips002 [#775]

Hallo Dieter,

vielen Dank für die Ergänzung zu meiner Einschätzung. Also habe ich die blaue, handschriftliche “20” falsch gelesen, stellt es doch die Frachtgebühr von 25 Cent für den Schiffstransport dar.

Wenn ich denke, dass der Brief ab England bis zum Empfänger in der Schweiz nochmals 2 Gulden 12 Kreuzer bezahlen musste, war der Versand eines Briefes ein sehr teures Unterfangen. Kein Wunder, dass es davon nicht sehr viele gibt.

Nochmals vielen Dank

SH-Sammler
Hanspeter
 
Fips002 Am: 23.09.2021 18:02:19 Gelesen: 26914# 777 @  
Der Ganzsachen Umschlag Ascher Nr.72 und die Marke Mi.Nr.51 zeigen James A.Carfield. Brief von New York am 16.Februar 1884 nach Dresden, 29.2.1884. Befördert wurde der Brief mit dem Reichspostdampfer "NECKAR" vom Norddeutschen Lloyd Bremen von New York über Southampton nach Bremerhaven.

Die "Neckar", 3120 BRT, wurde 1874 gebaut bei Caird & Co. in Greenrock.

Passagiere: 1.Klasse 144, 2.Kl.68 und Zwischendeck 502.

Hauptsächlicher Einsatz war der Nordatlantik. Von 1886 bis 1894 war sie im Reichspostdampfer-Dienst nach Australien-

Letzte Reise von Bremerhaven nach New York führte sie 1895 durch.

!896 wurde die "NECKAR" in Italien abgewrackt.



Dieter
 
Fips002 Am: 04.10.2021 16:12:53 Gelesen: 24794# 778 @  
Ich zeige zwei Faltbriefe der französischen Schiffspost im Verkehr mit Italien, Eingangsstempel von Genua während der sardinischen Periode.





Faltbrief von Marseille 09. April 1833 nach Genua, Ankunft am 11. April 1833. Befördert wurde der Faltbrief mit dem Dampfschiff "Henri IV".

Beförderunsgebühr 4 Decimes.

Der Ankunftstempel VIA DI MARE wurde nur in rot von 1819 bis 1836 verwendet.





Faltbrief von Gebilterra 15. November 1839 nach Genua, Ankunft am 28. November 1839.

Befördert wurde der Faltbrief mit dem Dampfschiff "PHONICIAN".

In Genua wurde der Stempel VIA / DI MARE / (E) bei der Ankunft abgeschlagen, E = Estero = ausländischer Brief. Verwendung des Stempels von 1838 bis 1860.

Dieter
 
Fips002 Am: 14.10.2021 20:08:31 Gelesen: 22548# 779 @  
Heute eine Karte vom U.S. Schlachtschiff "NORTH DAKOTA" 10.September 1910. Der Stempel Typ 2 wurde 1910-1911 verwendet.

Das Schlachtschiff BB-29 wurde am 11. April 1910 in Dienst gestellt.

In ihrer ersten Jahren operierte NORTH DAKOTA mit der Atlantikflotte bei Manövern entlang der Ostküste und in der Karibik.

Am 2. November 1910 lief sie zu ihrer ersten Atlantiküberquerung nach England und Frankreich.

Als die politischen Unruhen in Mexico die Beziehungen zu den Vereinigten Staaten belasteten, lief NORTH DAKOTA nach Vera Cruz, wo sie am 26. April 1914 ankam, fünf Tage nachdem amerikanische Seeleute die Stadt besetzt hatten. Sie kreuzte vor der Küste von Mexico so lange. bis eine stabilere Regierung ihr Amt antrat und kehrte am 16.Oktober nach Norfolk/USA zurück.

Während des Ersten Weltkrieges operierte NORTH DAKOTA im York River im US-Bundesstaat Virginia und bildete von New York aus Kanoniere und Ingenieure für die wachsende Flotte aus.

Am 13. November 1919 verließ sie Norfolk, um die sterblichen Überreste des verstorbenen italienischen Botschafters nach Hause zu bringen.

Während ihrer Zeit im Mittelmeer besuchte sie Athen, Konstantinopel, Valencia und Gibraltar, bevor sie an den jährlichen Frühlingsmanövern in die Karibik zurückkehrte.

Im Sommer 1921 nahm sie an den Bombentests der US-Marine vor den Kaps von Virginia teil, bei denen die deutschen Kriegsschiffe FRANKFURT und OSTFRIESLAND versenkt wurden, um die Möglichkeiten der Luftwaffe zu demonstrieren.

1923 unternahm sie eine Kreuzfahrt nach Skandinavien, Schottland und Spanien.

NORTH DAKOTA wurde am 22. November 1923 außer Dienst gestellt und am 16. März 1931 zur Verschrottung verkauft.





Dieter
 
Fips002 Am: 20.10.2021 20:18:54 Gelesen: 21433# 780 @  
24. Oktober 1829, Faltbrief von Krummau/Böhmen nach London, befördert mit dem Dampfboot "William Jolliffe" ab Hamburg 07. November 1829 nach London 14. November 1829.

Der Brief wurde am 06. November 1829 vom zuständigen Schiffsbrief-Comptoir in Hamburg mit dem Rundstempel mit bogenförmiger Inschrift oben SCHIFFS BRIEF-POST, unten HAMBURG und in der Mitte das Datum 6. November 1829 versehen.

Dieser Stempel wurde bei abgehenden Briefen auf der Vorderseite, bei ankommenden auf der Rückseite angebracht.

Die Dampfboote "Sir Edward Banks" und "William Jolliffe" verließen Hamburg immer Sonnabend früh um 07.00 Uhr.

Das Dampfboot "William Jolliffe" verließ Hamburg am Sonnabend 07. November um 07.00 Uhr und passierte nachmittags Cuxhaven.

Wegen stürmischer Winde aus NW musste sie bis Donnerstag 11.11.1829 dort verweilen und erreichte London am 13. November 1829. Landungsstempel SHIP LETTER LONDON/Krone/13NO13/1829. Der Stempel S 24 wurde nur in schwarz von 1829 bis 1831 verwendet.

Eingangsstempel von London am 14. November 1829.

Für in London ankommende Briefe, entweder per privates Dampfboot oder per privates Segelboot erhob die Britische Post die niedrige Schiffspostgebühr von 8 Pence.

SHIP im Stempel und der Vermerk "Steam Boat" weisen auf eine Beförderung durch ein Privates Dampfboot hin.

Die Dampfbootgesellschaft "GENERAL STEAM NAVIGATION COMPANY" wurde 1825 gegründet. Es bestanden Routen von London nach Hamburg, Rotterdam, Ostende, Antwerpen und Calais.

Erlaubt war der Versand von Schiffsbriefen von Hamburg nach London.







Dieter
 
Shinokuma Am: 26.10.2021 18:58:38 Gelesen: 20095# 781 @  
Hallo Dieter,

da Sie in den letzten Jahren schon fast der einzige sind, der hier noch Schiffspost-Belege präsentiert, spreche ich Sie direkt an. Es ist schon wirklich beeindruckend, über was für einen enormen Fundus derartiger Belege Sie verfügen, aber noch beeindruckender ist Ihr umfangreiches Hintergrundwissen, an dem Sie uns hier teilhaben lassen.

Dafür möchte ich mich zunächst einmal ganz herzlich bedanken. Vielleicht könnten wir ja mal bei Gelegenheit direkten Mail-Kontakt aufnehmen. Meine Daten sind auf meiner Profilseite hinterlegt.

Ich besitze zwar auch eine Sammlung mit ca. 400 Schiffspostbriefen, davon sind jedoch etwa 300 Briefe mit Stempeln der US Navy.

Nachfolgend zeigen möchte ich aber heute eine Postkarte von einer der ersten Fahrten der T.S. Tannenberg vom 12. September 1935. Sie war am 12. August als schnellstes Schiff des Seedienstes Ostpreußen in Dienst gestellt worden und pendelte auf der Hauptstrecke zwischen Travemünde und Memel, konnte dabei nicht nur 2000 Passagiere mitnehmen, sondern auch noch bis zu 100 PKW.



Nicht unerwähnt sollte allerdings die Tatsache bleiben, dass die T.S. Tannenberg im Krieg leider als Minenschiff zweckentfremdet wurde und in Nord- und Ostsee zum Legen von Minensperren eingesetzt wurde. Ebensolche wurden ihr dann selbst zum Verhängnis, als sie am 9. Juli 1941 nahe der schwedischen Insel Öland in eine schwedische Minensperre geriet und sank.

So, nun wünsche ich Ihnen noch eine angenehme Woche.

Mit freundlichen Sammlergrüßen

Gunther
 
Fips002 Am: 31.10.2021 17:32:37 Gelesen: 18903# 782 @  
Ich zeige ein Telex von der Reederei Nord Klaus E.Oldendorff (Zypern Reederei) an den Kapitän des Massengutfrachters MV "NORDMORITZ" und Schiffsbriefe von den Schiffen MV "NORDMORITZ" aus Constanza/Rumänien 07.5.1999 nach Görlitz und vom Massengutfrachter MV "NORDMAX" aus Kobe/Japan 10.12.1999 nach Zittau, sowie die Hausflagge der Reederei Nord.



Übersetzung:

Betr.: Besatzungswechsel in Constanta/Rumänien.

Hiermit teilen wir Ihnen mit, dass wir planen Sie auf die Nordmax zu transferieren, um dort Kapitän Hudzasvili abzulösen. Wir haben ein Problem ein Argentinienvisa für Kapitän Gammune/Sri-Lanka zu bekommen. Er war für die Nordmax eingeplant. Aber unglücklicherweise Kapitän Hudzasvili kann seine Nordmax Bordanwesenheit nicht verlängern bis das Schiff als nächsten Hafen nach Argentinien Japan anläuft. Darum müssen wir nun Nordmaxkapitänswechsel mit Ihnen arrangieren. Wir hoffen, dass Sie diesem Plan zustimmen.

Ich buche die Flüge und melde mich wieder wenn alles diesbezüglich geklärt ist.
Bitte halten Sie mich auf dem Laufenden betreffs der Ankunftszeiten in Constanza.







Dieter
 
Fips002 Am: 06.11.2021 17:12:35 Gelesen: 17542# 783 @  
Seefunktelegramm aus Rostock 06.12.1975 um 10,45 Uhr an den Seitentrawler ROS 216 "Meissen", Rufzeichen DHXP, über Rügen Radio, Rufzeichen DHS, Fischerei bei Labrador, Nähe Neufundland Rotbarsch in Massen, voll Schiff in 3 - 4 Tagen. Am 07.12.1975 um 01,05 Uhr wurde das Seefunktelegramm von Rügen Radio per Telegraphie vom Verarbeitungsschiff ROS 308 "Walter Dehmel", Rufzeichen DAZI, aufgenommen und an den Seitentrawler "Meissen" übermittelt.

Das ausgefüllte Seefunktelegramm Formular wurde dem Empfänger übergeben.

Das Rostocker Fischkombinat hatte zwischen 1950 und 1990 mehr als 9000 Beschäftigte. Seit 1965 war Rostock Heimathafen der größten deutschen Fischfangreederei. Es wurde eine Flotte von mehr als 100 Schiffen bereedert, darunter Logger, Gefriertrawler, Fang-und Verarbeitungsschiffe sowie Kühl- und Transportschiffe.

Die Fanggebiete reichten von Grönland und Kanada bis nach Mauretanien und Argentinien.

Heute ist der Rostocker Fracht- und Fischereihafen Gewerbegebiet.







Dieter
 
Fips002 Am: 10.11.2021 18:12:37 Gelesen: 16497# 784 @  
Faltbrief von New York am 9.November 1829 über Le Havre nach Paris.

Befördert wurde der Brief mit dem Segelschiff "Citizen" von New York nach Le Havre/Frankreich.

In Le Havre wurde der Landungsstempel PAYS D´OUTREMER/PAR LE HAVRE (in rot verwendet von März 1828-März 1830) und der Ankunftstempel von Le Havre 14.Dezember 1829 abgeschlagen.

Ankunft in Paris am 16.Dezember 1829.

Um zu gewährleisten, dass der Faltbrief beim Empfänger auch ankommt, wurde ein Duplikat dem Segelschiff "Henry IV" mitgegeben.

Beide Segelschiffe waren im Dienst der UNION LINE New York-Le Havre.

Das Segelschiff "Henry IV" strandete am 25.Dezember 1839 vor New York.

Die Beförderungsgebühr betrug 11 Decimes nach dem Tarif vom 01.Januar 1828, davon 1 Decimes Seegebühr.







Dieter
 
DL8AAM Am: 16.11.2021 20:34:42 Gelesen: 15052# 785 @  
@ Fips002 [#767]

Ein Brief "via S.S. Normandie" befand sich ebenfalls als Beifang in meinem 1 €-Hoboken-Ebay-Lot.

Die Frage ist, tragen solche Belege grundsätzlich keine "Leit- oder Bestätigungsstempel" (mehr)? Wie kann man hier sicher (sicherer) sein, dass das wirklich ein Normandie-Beleg ist? Draufschreiben kann man ja viel. Er ist zwar nicht so gut erhalten, aber als Beifang wäre das eine nette Ergänzung meiner USA-Sammlung und als Beifang für 1 € auch? ;-)



Auslandsbrief USA-Deutschland, frankiert zu 6 Cent und entwertet per Duplexstempel HOBOKEN N. J. / 3 vom 11.07.1938, rückseitig "nur" eine Vignette der Serie "1930s New York Advertising Stamps", hier mit dem Motiv "New York City: 'L' Station", Battery Park". Keinerlei weitere Durchgangs- bzw. Ankunftsstempel.

Beste Grüße
Thomas
 
Fips002 Am: 20.11.2021 16:50:08 Gelesen: 14407# 786 @  
Faltbrief von Rom 27.April 1858 nach Marseille. Befördert wurde der Brief mit einem Dampfschiff (Vermerk oben links) von Cititavecchia am 28.April 1858 nach Marseille.

In Marseille wurde der achteckige Eingangsstempel E.PONT.I.S.E./MARSEILLE/30/AVRIL/58 abgeschlagen - I.S.E. = Echelon Service Etranger (ausländischer Dienst). Für den Doppelbrief war die Gebühr 20 Decimes zu bezahlen.

Für Briefe nach Frankreich betrug die einfache Gebühr "10" Decimes, diese Taxe wurde auch nach dem 01.10.1861 beibehalten, da der Kirchenstaat sich dem Königreich Italien nicht anschließen wollte.





Dieter
 
Fips002 Am: 27.11.2021 18:54:26 Gelesen: 12802# 787 @  
Karte vom englischen Passagierschiff H.M.S."Asturias" aus Rio de Janeiro/Brasilien 07.11.1938 nach Davos Dorf7Schweiz 26.11.1938. Auf der Fahrt nach Southampton wurde die Karte mit dem Schiffspoststempel am 11. November 1938 gestempelt. Freigemacht ist die Karte mit Mi.Nr.198. Davos forderte als Nachgebühr 40 Centimes (Portomarke Mi.Nr.60).

Das 22.048 BRT große Motorschiff wurde am 26.Februar 1926 von der Reederei Royal Mail Line in Dienst gestellt. Eingesetzt war die "Asturias" für Linienfahrten nach Südamerika und auch gelegentlich für Kreuzfahrten. Nach Kriegsausbruch wurde die "Asturias" in einen bewaffneten Hilfskreuzer (Armed Merchant Cruiser) umgewandelt.

Am 24. Juli 1943 wurde die "Asturias" im Südatlantik vom italienischen U-Boot "Ammiragio Cagni" torpediert. Das Schiff war manövrierunfähig, ging aber nicht unter. Am 26. Juli wurde das Schiff vom Rettungsschlepper "Zwarte Zee" nach Freetown geschleppt. Dort wurde die "Asturias" auf Grund gesetzt und von der Royal Mail Line als Totalverlust abgeschrieben.

Von der Royal Navy wurde das Schiff im Februar 1945 aufgekauft und in Belfast/Irland umfassend instand gesetzt und im Auswanderungsdienst nach Australien verwendet. 1957 wurde die "Asturias" nach Schottland verkauft und 1958 verschrottet.





Dieter
 
Fips002 Am: 03.12.2021 19:24:28 Gelesen: 11174# 788 @  
Brief vom Niederländischen Passagierschiff "Rotterdam"

Die "Rotterdam" der Holland-Amerika_Lijn wurde im Liniendienst zwischen Rotterdam und New York mit Zwischenstation Le Havre eingesetzt.

Am 03. September 1959 verließ sie Rotterdam zur Jungfernfahrt mit dem Ziel New York. Kronprinzessin Beatrix befand sich unter den Passagieren. Das Schiff erreichte New York am 11. September 1959.

Da der transatlantische Luftverkehr immer mehr an Bedeutung gewann, wurde die Route 1971 eingestellt.

Die "Rotterdam" wurde für die Holland-Amerika-Lijn auf Kreuzfahrten rund um den Globus eingesetzt. Die häufigsten Anlaufziele waren die Karibik und Alaska.

Am 30. September 1997 wurde die Rotterdam verkauft und durch die neue "Rotterdam ersetzt.

Ihr letzter Ruheplatz erhielt sie vor Katendrecht und ist ab 2013 in Rotterdam Museum, Hotel und Eventschiff.





Dieter
 
Fips002 Am: 10.12.2021 19:46:16 Gelesen: 8455# 789 @  
Faltbrief befördert mit dem Segelschiff "Le Pourvoqeus" von Basse Terre, Guadeloupe, 24.Februar 1832 nach Le Havre, Frankreich, Eingangsstempel 20. April 1832.

In Le Havre erhielt der Faltbrief den aptierten Landungsstempel PAYS D´OUTREMER. Der Stempel wurde nur in schwarz von August 1831 bis Mai 1832 verwendet.

Die Beförderungsgebühr betrug 2 Decimes nach dem Tarif vom 01.Januar 1828, 1 Decimes Seegebühr, 1 Decimes Land.









Dieter
 
Fips002 Am: 16.12.2021 20:30:59 Gelesen: 7556# 790 @  
Ich zeige zwei Karten mit frühen U.S.S. Navy-Stempeln vom Panzerkreuzer "NEW YORK" und vom Schweren Kreuzer "SARATOGA".

Stempel U.S.S. NEW YORK 14.September 1910, Typ 1
U.S.S. SARATOGA 20.März 1911, Typ 1

Der Panzerkreuzer "NEW YORK" wurde am 01.August 1893 in Dienst gestellt.

Die 1. Fahrt der "NEW YORK" ging am 27.12.1893 von New York nach Rio de Janeiro. Am 23,3.1894 ging sie über Nicaragua und den westindischen Inseln nach Hause.

1895 dampfte der Kreuzer nach Kiel und vertrat die USA bei der Eröffnung des Nord-Ostsee-Kanals.

Als Flaggschiff der Pazific Flotte war sie vom 21.12-1904 bis zum 04.1.1905 in Valparaiso Chile.

Die "NEW YORK" verließ am 15.5.1909 Boston nach Algier und Neapel.

Am o1.April 1910 dampfte der Kreuzer über Gibraltar, Port Said und Singapur zur Asiatischen Flotte nach Manila. Sie kreuzte zwischen den philippinischen Inseln und Häfen in China und Japan.

Am 16.Februar 1911 wurde die "NEW YORK" in "SARATOGA" umbenannt.

Den Namen NEW YORK erhielt der neue Schlachtkreuzer BB-34.

Der schwere Kreuzer "SARATOGA" verbrachte die nächsten 5 Jahre in Fernost.

Am 07.Juni 1917 trat sie der Pacific Patrol Force bei. Im November durchquerte sie den Panamakanal zur Atlantikflotte.

Am 01.Dezember 1917 wurde der schwere Kreuzer "SARATOGA" in "ROCHESTER" umbenannt.











Dieter
 
Fips002 Am: 26.12.2021 17:29:09 Gelesen: 5356# 791 @  
Faltbrief von New York 13.Oktober 1827 nach Cognac/Frankreich 04.Dezember 1827

Der Brief wurde mit dem Segelschiff "IMPERIAL" nach Le Havre befördert und erhielt bei Ankunft in Le Havre den roten Landungsstempel COLONIES/PAR LE HAVRE. Dieser Landungsstempel wurde in Le Havre vom Mai 1827 bis Februar 1828 verwendet.

Die Beförderungsgebühr von New York nach Cognac betrug 11 Decimes.





Dieter
 
Fips002 Am: 02.01.2022 12:19:35 Gelesen: 3655# 792 @  
1. Fahrt des Fährschiffes "SASSNITZ" am 13.Mai 1978 Fährschifflinie Saßnitz-Rönne.

Die eröffnete Fährlinie von Saßnitz nach Rönne auf der dänischen Insel Bornholm wurde nur während der Sommermonate als Saisonlinie betrieben.

Entwertet ist die Marke mit dem einheitlichen Poststempel aus dem Schiffsbriefkasten.

Die Post wurde dem Postamt Saßnitz übergeben und dort mit dem Landungsstempel SASSNITZ/!3.Mai 1978/FÄHRE gestempelt.

Die am 06. Juli 1959 in Dienst genommene Eisenbahnfährschiff MS "SASSNITZ" wurde am 23. August 1986 außer Betrieb gestellt. An diesem Tag legte die "SASSNITZ" letztmalig um 11.40 Uhr in Saßnitz ab nach Rönne und kam um 20.30 Uhr wieder in Saßnitz an.

Am 16. September 1986 wurde die "SASSNITZ" in Rostock von einem griechischen Reeder erworben und erhielt den neuen Namen "SILVERPALOMA" unter der Flagge von Malta, Heimathafen Valetta.



Dieter
 
Fips002 Am: 07.01.2022 21:51:18 Gelesen: 2376# 793 @  
Von der 9. Reise des MS "Arkona" (ex "Astor") vom 24.02.1986 - 13.03.1986, Havanna-Santiago de Cuba-Warnemünde ein Seefunkgespräch und ein Seefunktelegramm nach Zittau.

Inmarsat-Seefunkgespräch am 02.03.1986 von der "Arkona" aus dem westlichen Atlantik nach Zittau.

Für das Gespräch von 4,3 Minuten wurden 86,00 Gold Franc berechnet, oder 118,00 Mark DDR.

Inmarsat betreibt vier geostationäre Satelliten, die zusammen ca. 97% der Erdoberfläche "ausleuchten". Nur die Polkappen sind wegen der niedrigen Elevationswinkel (>5°) nicht erreichbar. Die Inmarsat-Satelliten dienen vorwiegend der Sprach- (Inmarsat-A/B/M) und Datenkommunikation (Inmarsat-C/D).
Seit 1996 erhalten neugestartete Satelliten zusätzlich Transporter mit GPS-ähnlichen Signalen zur Redundanzerhöhung in modernen Navigationssystemen.

Seefunktelegramm von der "Arkona", Rufzeichen Y5CC nach Zittau.
Das Telegramm wurde am 02.03.1986 nach verlassen von Havanna/Kuba auf dem Atlantik an die Küstenfunkstelle Rügen Radio gesandt.





Dieter
 
Fips002 Am: 14.01.2022 19:47:38 Gelesen: 750# 794 @  
Faltbrief von Bordeaux nach Trinidad (englische Kolonie).

Der Faltbrief wurde von Bordeaus am 15.März 1873 über Paris nach London befördert.

In London wurde der rote Kreisstempel LONDON PAID 17.April 1873 abgeschlagen für den voll bezahlten Faltbrief nach Trinidad.

Befördert wurde der Faltbrief von Southampton nach Trinidad mit einem Dampfer der Westindien Line.

Ankunft Trinidad am 03. April 1873.

Die Gesamtgebühr für die Beförderung von Bordeaux nach Trinidad betrug 130 Centimes (2 Marken abgefallen).





Dieter
 

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