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Thema: (?) (73-74) DDR Dauerserie Bauwerke und Denkmäler (DM)
Das Thema hat 80 Beiträge:
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stempel Am: 31.10.2014 13:18:48 Gelesen: 29930# 56 @  
@ Rainer HH [#1]

Hallo an alle,

im Januar 1990 habe ich versucht an verschiedensten Postämtern - auch in Leipzig und Karl-Marx-Stadt (ab 01.06.1990 Chemnitz) - die Marken der Serie Bauwerke und Denkmäler zu erwerben. Trotz der hohen Auflagezahlen waren die Werte zu 30 Pfg. und 50 Pfg. überall ausverkauft.

Später - etwa um den April, ich weiß es heute nicht mehr genau - hat die Post Markenheftchenbögen dieser Werte in den Verkauf gebracht. In Rochlitz wurde die Post mit je 100 Bögen beliefert. Ich war der Glückliche, der die letzten 10 Bögen kaufen konnte.

Diese Bögen hatten ein anderes Format als die Bögen für die Markenhefchen. Wenn ich wieder zuhause bin, werde ich diesen Unterschied in einem Scan hier darstellen.

Grüße
Dieter
 
Rainer HH Am: 31.10.2014 18:05:42 Gelesen: 29899# 57 @  
@ stempel [#56]

Die unterschiedlichen Markenheftchenbogen sind auch im Michel-Spezial erwähnt.



Links der Schalterbogen, rechts der von der Versandstelle verkaufte Markenheftchenbogen

Der Schnitt dieser Schalterbogen ging genau durch die entsprechende Markierung, dadurch ist der linke Rand breiter. Die Farbskala findet man im Schalterbogen ebenfalls nicht.

Gruß Rainer
 
Jürgen Witkowski Am: 31.10.2014 20:09:08 Gelesen: 29880# 58 @  
Die beiden Markenheftchenblätter kann ich in der Verwendung zeigen. Aufgegeben wurden die Briefe jeweils am 02.10.1990 von Magdeburg nach Garbsen. Im Gegensatz zu allen DDR-Marken, die vor der Freimarkenausgabe Bauwerke und Denkmäler verausgabt wurden, blieb diese Dauermarkenserie noch über den 02.10.1990 hinaus bis zum 31.12.1991 gültig.



Heftchenblatt MiNr. 20 (8 x MiNr. 3345)



Heftchenblatt MiNr. 21 (8 x MiNr. 3346)

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
 
cilderich Am: 15.09.2017 14:49:18 Gelesen: 16848# 59 @  
Hallo,

nun ja eine amtliche Zustellung stellt der Postprotestauftrag ja auch dar. Es gab ihn bis 1995. Die Definition lautete "der von einem Postbeamten förmlich erhobene Protest, wenn ein durch die Post zur Zahlung vorgelegter Wechsel nicht bezahlt wurde" (§ 79 Wechselgesetz). Das Ganze war auch unter Umschlag an das zuständige Postamt zu richten, hier entnahm man das eigentliche Schreiben und stellte es zu. Hierbei handelt es sich um den äußeren Umschlag. Auch dieser fällt kaum auf den ersten Blick als seltene Versendung auf, sieht eben auch wie ein gewöhnliches Einschreiben aus, nur die Aufschrift erläutert den Inhalt. An Gebühren wurden 1 DM für den Brief, 2,50 DM als "Einschreibegebühr" und 3,20 DM für den Protest fällig, mit 6,70 DM so dargestellt.

Herzliche Grüße cilderich



Hatte das Ganze gerade in einen anderen Thread eingestellt, aber hier macht es wohl auch Sinn.
 
Josch Am: 15.09.2017 15:48:30 Gelesen: 16831# 60 @  
Hallo cilderich,

hier mal den Postprotestauftrag im VGW aus meiner Sammlung. Aus dem VGO würde mir fehlen.



Grüße Josch
 
Josch Am: 15.09.2017 16:04:45 Gelesen: 16824# 61 @  
Hallo cilderich,

neu ist mir, dass der Postprotestauftrag in dieser Zeit auch im VGO gültig war. Ich habe in den Unterlagen gewühlt und gefunden. Ab 02.10.90 auch im VGO gültig.

Grüße Josch
 
cilderich Am: 15.09.2017 23:55:41 Gelesen: 16795# 62 @  
Hallo. Danke für das Zeigen, so ist es eine richtig schöne Deko geworden.

Gruß cilderich
 
Michael Mallien Am: 16.09.2017 11:42:27 Gelesen: 16762# 63 @  
Die Zusammendrucke aus den Markenheftchenbögen der 30er und 50er finden sich auch auf Bedarfsbelegen.

1. Postkarte aus Dortmund vom 20.6.1991 zum Standardtarif VGW von 60 Pfennig, frei gemacht mit Zusammendruck SZ 24.



2. Brief aus Berlin vom 23.6.1991 zum Standardtarif VGW von 100 Pfennig, frei gemacht mit Zusammendruck SZ 25.



Besonders schön finde ich, dass auf beiden Belegen jeweils eine Marke in Bargteheide nachträglich entwertet wurde.

Viele Grüße
Michael
 
cilderich Am: 16.09.2017 18:45:17 Gelesen: 16729# 64 @  
@ Michael Mallien [#63]

Hallo,

die Belege auf denen solche Zusammendrucke klebten, waren sicher philatelistisch "unterstützt", aber auch Philatelisten verschicken Post aus dem Bedarf heraus, somit wirklich schöne Stücke. Ich fand da auch noch eine Warensendung, die ich abbilde.

Herzliche Grüße cilderich


 
cilderich Am: 16.09.2017 18:51:30 Gelesen: 16727# 65 @  
Nochmals hallo,

ich hätte da auch noch eine schöne Verwendung der 5 DM als reiner Zusatz für den Eilversand einer sonst portofreien Postgirobriefsendung aus Berlin Ost nach West aus 1991. Das Ganze wurde wohl über den Briefkasten aufgeliefert, was ging und bei kurz bevorstehender Leerung uU sogar schneller zur Beförderung führte, als die Schalteraufgabe.

Beste Grüße cilderich


 
Holzinger Am: 16.09.2017 19:09:07 Gelesen: 16722# 66 @  
@ cilderich [#64]

Hallo, die Belege auf denen solche Zusammendrucke klebten, waren sicher philatelistisch "unterstützt", aber auch Philatelisten verschicken Post aus dem Bedarf heraus, somit wirklich schöne Stücke.

Paßt nicht direkt zum Thema, mußte aber einmal geschrieben werden!

Liebe Leute, eigentlich wollte ich mich zu diesem Thema nie äußern. Nun hat es mich aber doch gepackt. Warum?

Beispiel: Zu Anfang der "Privatpostzeiten - also weit vor den "Übernahmen der PIN" - habe ich mich auch für diese neue Thematik interessiert. Ein Außendienstler und auch PP-Sammler hat mir von allen diversen Orten in denen er war, postfrische Marken + Flyer sowie sonstige Infos in Briefen (teilweise sebst gestempelt) mit portorichtiger Frankatur geschickt. Manchmal eben auch komplette Sätze.

Wer entscheidet nun ob daß "Bedarfspost" oder "philatelistisch angehaucht" oder gar "Mache" ist? Wer die Hintergründe nicht kennt (natürlich ist der Inhalt entnommen), kann locker alle 3 Begriffe für diesen Umschlag verwenden! Puristen werden sagen: " "selber Absender - selber Empfänger" :-). Dazu bräuchten sie aber mehrere Briefe - nicht nur einen. Und selbst wenn, - siehe oben. :-)

Freut euch doch über saubere Abschläge :-) und rätselt nicht in den Sternen ob, was wie oder doch ?
 
Michael Mallien Am: 16.09.2017 21:07:05 Gelesen: 16704# 67 @  
Auch hier hat sich ein Sammler (ich) seinen persönlichen Letzttagsbeleg gemacht mit einem 11er-Streifen der MiNr. 3346 R:

Einschreiben (2,50 DM) in der Gewichtsstufe 100-250g (3,20 DM) ergibt das verklebte Gesamtporto von 5,70 DM.



Den 11er-Streifen als reine Mehrfachfrankatur hatte ich nicht hin bekommen, aber vielleicht gab es ja doch eine Möglichkeit, die ich seinerzeit nicht kannte ?

Viele Grüße
Michael
 
Josch Am: 16.11.2017 17:52:08 Gelesen: 15448# 68 @  
Hallo Michael Mallien,

anbei 12 Streifen auf (Philatelisten-Brief) sowie 11 Streifen plus R-Zettel aus Selbstbedienungspostamt Erfurt = 0,50 DM.

#

Grüße Josch
 
zonen-andy Am: 10.11.2018 17:15:04 Gelesen: 5411# 69 @  
Hallo,

auch ich kann einen Brief mit Eckrandmarken zeigen.



Grüße Andreas
 
Rainer HH Am: 10.11.2018 19:58:09 Gelesen: 5371# 70 @  
@ cilderich [#64]

Der Markenheftchen-Bogen 21 mit dem 50-Pfg-Wert wurde wegen des Mangels an Schalterbogen der Katalog-Nummer 3346 auch über Postschalter verkauft. So ist ein philatelistischer Hintergrund nicht in jedem Fall anzunehmen, siehe auch mein Beitrag [#57].

Gruß Rainer
 
Josch Am: 11.11.2018 15:14:34 Gelesen: 5303# 71 @  
Hallo zonen-Andy,

anbei Unterrandstücke der 3344 und 3347.

Grüße Josch


 
Michael Mallien Am: 04.01.2019 18:28:41 Gelesen: 4113# 72 @  
"Resteverwertung" hat zu dieser schönen Mischfrankatur aus Berliner und DDR Bauwerke-Marken geführt. Diese beiden Serien auf einem Beleg sind bestimmt nicht häufig zu finden. Insgesamt 4 Zusammendrucke SZ 24 haben es auf diesen Brief geschafft.

Wertbrief/Nachnahme vom 19.7.1991 aus Deggendorf nach Murrhardt, frankiert mit insgesamt 10,40 DM.
Fernbrief bis 100g: 2,40 DM
Nachnahme: 2,00 DM
Wertbrief bis 500 DM: 6,00 DM



Auf der Rückseite befindet sich ein Benachrichtigungsvermerk vom 20.7.1991.

Viele Grüße
Michael
 
gestu Am: 10.11.2019 11:48:45 Gelesen: 770# 73 @  
Ich sortiere gerade meine Kisten durch und habe zu dieser Serie zwei Umschläge gefunden, die ich so noch nie gesehen habe. Scheinbar gibt es zu dieser Serie viele kuriose Verwendungen.

Als erstes hier ein Telegramm, verschickt in einem Telegramm-Umschlag, gestempelt 1000 Berlin 121, 11.06.91 11, rückseitig Eingangsstempel 113 Berlin-Lichtenberg 11.09.91 16.

Der VGO-Tarif galt bis 31.03.1991... Das ist doch eine Bastelei oder?



Dann habe ich noch einen merkwürdigen Großbrief. Gestempelt 1185 Berlin Schönefeld Flughafen, verschickt nach Paola auf Malta, rückseitig Eingangsstempel Paola, Vorderseitig Taxe-Stempel "T 3 c", Frankiert mit 3 Taxe-Marken zu 1 c, gestempelt Valetta.

Das Porto ist für Nicht-Standardbrief bis 50 g mit 170 korrekt frankiert. Warum Taxe 3 c?



Kennt sich jemand aus? Kann jemand dazu was konkretes sagen?
 
Josch Am: 10.11.2019 15:38:58 Gelesen: 745# 74 @  
Hallo gestu,

obiges Telegramm dürfte "MACHE" sein. Telegramme per Eilboten zu versenden macht absolut keinen Sinn.

Habe selbst zwei Telegramme mit "Gemachter Verwendung" in meiner kleinen Abteilung - Hergestellt zum Schaden der Sammler - siehe Scan.

Unterer Beleg nach Malta - Porto ist korrekt - Nachporto ?



Grüße Josch
 
gestu Am: 14.11.2019 11:13:50 Gelesen: 570# 75 @  
Ja - es gibt da wohl sehr viele Basteleien. Das bringt mich zu der Überlegung, ob ich diese Serie überhaupt weiter sammle. Es ist wohl die Serie mit den meisten "gebastelten Briefen", die als echt gelaufen angepriesen werden.

Solche "halbfertige Ware" wurde in vielen Losen sogar beim Auktionshaus Schlegel verkauft.

Hierzu als Beispiel einige Losbeschreibungen:

DDR: 1990/91, Karton mit Belegen zur Deutschen Einheit. Dabei auch Umschläge noch ohne Anschrift, kann wahlweise nachgeholt werden. Viel mit Stempel Berlin-Schönefeld Flughafen 2.10.90. Aber auch Bahnhofsbrief und Porto Brief mit Zustellurkunde über 100,- DM. Fundgrube für Spezialisten.
Auktion Verkauft
90.00 EUR

DDR: 1990, Briefalbum mit rund 120 Belegen zur Deutschen Einheit, viele auch mit AFS Dietz-Verlag 1020 Berlin in MiF mit Marken. Dabei auch Briefe, wo Anschrift noch frei ist. Am Schluss 3mal Bahnhofssendung und 2 frankierte Telegramme. Preiswerter Auflösungs-Sammlungsposten.
Auktion Verkauft
90.00 EUR

DDR: 1990, Schachtel ca. 34 X 23 X 5 cm mit EMS-Datapost / Bahnhofssendungen meist als Aufkleber ca. A5, dazu auch noch unbenutzte Aufkleber als Formblätter, einige Belege auch Großformat, Fundgrube für Spezialsammler - hier als Auflösungsposten
Auktion Verkauft
660.00 EUR

Die Käufer werden diese Briefe "fertig stellen" und dann für viel Geld am Markt anbieten!
 
Josch Am: 14.11.2019 12:01:08 Gelesen: 561# 76 @  
Hallo gestu,

diese Lose bei Schlegel kommen aus der Sammlung von Dr. Krüger/ Berlin. Auch bekannt durch seine Philatelistischen Veröffentlichungen. Ja, es ist richtig das es viele "gemachte" Belege aus dieser Zeit gibt. Unter anderen auch von Dr. Krüger, um nur einen Namen zu nennen. Es ist aber auch richtig das es zum größten Teil Belege sind, die Portogerecht versendet wurden sind und es teilweise Portostufen gibt auf die "nur" Sammler kommen - aber immer noch in postalischer Möglichkeit der Verwendung sind.

Es ist natürlich immer eine eigene "Geschmacksache" ob man das so mitmacht. Ich Erinnere nur an die "Zeppelin - Belege".

Grüße Josch
 
HWS-NRW Am: 14.11.2019 13:43:43 Gelesen: 541# 77 @  
@ Josch [#76]

Hallo,

schön, dass Du das Thema "Zeppeline" angesprochen hast, ich denke mal, ca. 98 % aller Zeppelin-Belege sind gemacht und hatten keine nicht philatelistisch beeinflusste Identität.

mit Sammlergruß
Werner
 
Josch Am: 14.11.2019 17:53:20 Gelesen: 515# 78 @  
Hallo Werner, hallo gestu,

es ist die Serie "Bauwerke und Denkmäler" als LETZTE DAUERSERIE der DDR (auch wenn Zeitlich sehr begrentzt) ein postgeschichtlicher "Leckerbissen" für Postgeschichtliche Sammler. Da natürlich einige "Profis" versuchten zur damaligen Zeit - schnell viel Geld zu verdienen (einige haben auch eine "Bauchlandung" dabei gemacht), ist es um so schöner, Belege aus dem ECHTEN Postverkehr zu bekommen.

Aber einige Belege/Portostufen sind nicht anderst zu bekommen - da in dieser Zeit selbst die Ost-Postbeamten nicht mehr wußten was richtig oder falsch ist. Alles ging zu schnell und alles änderte sich von heute auf morgen.

Die Aufgabebstellung eines Postgeschichtlichen Sammlers ist ja eigentlich: Zeigen, was Postalisch richtig und möglichen war.

Was die Lose bei Schlegel betrifft: Prof. Dr. Krüger hat viel Zeit und Geld dafür aufgewendet um letztendlich Geld zu verdienen. Habe selbst einige Belege von Prof. Dr. Krüger in meiner Sammlung, noch einige Zeit vor seinem Ableben erworben oder auch getauscht.

Also gestu - Sammel die Serie weiter. Es ist SPANNEND. Heute sind die Zeppelin Sammler ja fast schon "ELITE".

Auch die Sondermarken 3353-3365 sind nicht zu unterschätzen. Belege sind RRR.

mit Sammlergrüßen
Josch
 
gestu Am: 15.11.2019 07:40:41 Gelesen: 473# 79 @  
@ Josch [#78]

Du hast ja Recht. Genau deshalb sammle ich diese Serie auf Brief. Vor allem die Verwendungsmöglichkeiten sind doch sehr interessant: Im Gebiet der neuen Bundesländer als VGO und danach "normal", dann Sondertarife Berlin und dann die Verwendung in den alten Bundesländern. Dazu noch die Auslands-Sondertarife in andere sozialistische Staaten und viele Verwendungsmöglichkeiten neben dem Briefverkehr.

Ich habe eine ganze Menge interessanter Briefe. Aber ich habe auch Briefe dabei, wo sich im Laufe der Zeit herausgestellt hat, dass sich bestimmte Stempel in Privathand befinden. Ist der Beleg noch "alt" im normalen Gebrauch entstanden oder ist der Beleg nachträglich mit dem Stempel in Privathand gebastelt worden? Alle Belege mit diesen Stempeln lösen bei mir ein Grausen aus.

Und wenn ich jetzt sehe, dass da Kistenweise Belege auf einer Auktion verhökert werden, die alle noch nicht "fertiggestellt" sind, dann graust es mir noch mehr.

Ich werde keine voreiligen Konsequenzen ziehen, aber ich muss das erst einmal richtig verdauen!
 
mausbach1 Am: 15.11.2019 08:25:16 Gelesen: 465# 80 @  
Nix Mache - reiner Bedarf


 

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