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Thema: Luxemburg: Deutsche Besetzung 1940 bis 1944
Das Thema hat 221 Beiträge:
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RB Am: 22.07.2016 15:02:16 Gelesen: 76264# 197 @  
Hallo HJ,

habe den Beleg für 10,- kaufen können. Danke!

Vielleicht werde ich ihn vom zuständigen Prüfer Lothar Herbst befunden lassen. Ich komme auf einen Katalogwert von 260 Euro für die losen Marken. Denke bei ebay wird er knapp 100 Euro bringen.

vg
RB
 
hajo22 Am: 22.07.2016 16:12:26 Gelesen: 76249# 198 @  
@ RB [#197]

Wie ich in [#195] las, gibt es keinen Prüfer für Deutsche Besetzung Luxemburg. Jetzt aber doch?

VG, hajo22
 
Benjamin Voigt Am: 22.07.2016 18:42:51 Gelesen: 76217# 199 @  
@ hajo22 [#198]

Lars sein Beitrag [#195] ist so zu verstehen, das es im BPP derzeit keinen Prüfer dafür gibt.

Es ist aber richtig, das Lothar Herbst aus Helmstedt im VP die "Deutsche Besetzung II. Weltkrieg Luxemburg" prüft.

Gruß Benjamin

[Redaktionelle Ergänzung: Lothar Herbst war von 2001 bis 2007 BPP Prüfer]
 
hajo22 Am: 22.07.2016 19:52:09 Gelesen: 76203# 200 @  
@ Benjamin Voigt [#199]

Ach so, das konnte ich nicht wissen.

VG, hajo22
 
Lars Boettger Am: 24.07.2016 19:04:47 Gelesen: 75931# 201 @  
@ hajo22 [#187]

Heute bin ich meiner Vermutung nachgegangen, dass mir diese "Beil"-Umschläge doch schon einmal begegnet sind. Ich habe drei Umschläge in meiner Registratur, einen an "Alice Beil", zwei an "Ursula Beil". Alle in meinem Ordner "Fälschungen und Manipulationen". Da finde ich also wieder die Aussagen von Didi bestätigt, dass 10 Euro schon viel Geld für so einen Brief sind.

Beste Grüsse!

Lars


 
hajo22 Am: 24.07.2016 19:38:32 Gelesen: 75919# 202 @  
@ Lars Boettger [#201]

Ist denn der Ortswerbestempel Luxemburg gefälscht? Bei der 5 RM war der Unterscheidungsbuchstabe "b", hier jetzt "a".

Die Adresse wurde wohl nachträglich aufgebracht um einen Bedarf vorzutäuschen (könnte ich mir vorstellen). Es ging mir aber nicht um den Brief, sondern um die lose gestempelte Marke.

VG, hajo22
 
Lars Boettger Am: 25.07.2016 10:05:07 Gelesen: 75830# 203 @  
@ hajo22 [#202]

Das Problem mit diesen Briefen ist das folgende: Ein Transport lässt sich nicht nachweisen. Teilweise wurden Einschreibezettel hinzu geklebt. Sofern der Stempel echt sein sollte (mir lagen diese Briefe noch nicht im Original vor), dann handelt es sich m.E. nur um eine Papierunterlage zum Stempeln. An einen "echten" Postversand mag ich nicht glauben. Auf Umschlägen mit Stempeldatum von 1944 sind z.B. keine zweistelligen Postleitzzahlen vermerkt. Das war auch der Grund, warum Didi den Preis vergleichsweise gering angesetzt hat.

Beste Grüsse!

Lars
 
hajo22 Am: 25.07.2016 10:14:11 Gelesen: 75826# 204 @  
@ Lars Boettger [#203]

Danke für die Antwort.

Nochmal: Es ging mir nicht um eine Briefbewertung. Ich gehe auch von lediglich einer Papierunterlage aus. Mir ging es um die Bewertung eines lose gestempelten Viererblocks der 5 RM. Der Stempel auf dem Umschlag datiert übrigens nicht von 1944, sondern von 1942.

Aber egal, die "chose" ist gelaufen.

VG, hajo22
 
zockerpeppi Am: 28.07.2016 22:27:10 Gelesen: 75590# 205 @  
Hier noch eine Incoming mail Paketkarte. Hat was!



Vom Zollamt Bonn an die Zollamtkasse des Hauptzollamte Luxemburg. Wert 1000 RM. Gewicht 3,240 KG. Gestempelt in Bonn am 30.5.42.

Ankunft in Luxemburg 2 01.6.41. Die Rückseite gefällt mir ganz besonders. Den Violetten sowie den Kreisrunden deute ich als Hauptzollamt Luxemburg.

Porto 145 Rpf, welches ich jetzt nicht nachgeprüft habe.

beste Sammlergrüße
Lulu
 
Mondorff Am: 28.07.2016 22:49:14 Gelesen: 75579# 206 @  
@ zockerpeppi [#205]

Hat was? Hat gaanz, gaanz viel!

Dank für's Zeigen!

DiDi
 
zockerpeppi Am: 30.07.2016 09:49:57 Gelesen: 75335# 207 @  
@ zockerpeppi [#205]

Die Ankunft in Luxemburg erfolgte am 1.6 42 nicht 41 wie ich geschrieben habe.

Das Porto von 145 Rpf habe ich wie folgt aufgeteilt:

15 Rpg Zustellgebühr
50 Rpf Behandlungsgebühr > 100 RM
20 Rpf Wertangabegebühr

Verbleiben nach meiner Rechnung 60 Rpf für das Paket bis 5 kg.

beste Sammlergrüße
Lulu
 
hajo22 Am: 30.07.2016 19:44:22 Gelesen: 75237# 208 @  
@ zockerpeppi [#207]

60 Pf. entsprechen dem Porto für ein gewöhnliches Paket bis 5 kg (trifft hier zu) in der Entfernungszone 3 (150-375 km), dito in der 4. (375-750 km) und 5. Entfernungszone (über 750 km). Gilt bis 11.8.1944. Zufrieden?

VG, hajo22
 
zockerpeppi Am: 31.07.2016 10:38:23 Gelesen: 75194# 209 @  
@ hajo22 [#208]

Bussi.

Ich kann mich leider nicht erinnern, ob ich eine Portotabelle habe und wenn dann wo. In unserem Handbuch steht nur der Tarif innerhalb Luxemburg.

Lulu
 
zockerpeppi Am: 22.01.2017 11:47:55 Gelesen: 63660# 210 @  
Spare in der Zeit - dann hast du in der Not ! Oder war Papier einfach nur knapp? Folgender Briefumschlag wurde gleich zweimal benutzt:



Von vorne/hinten 1. Lauf: Absender die Raiffeisenzentrale in Luxemburg an die Raiffeisen Spar-und Dahrlehnskasse in Eschdorf. Stempel Luxemburg 1 a vom 23.6.42.

Von innen bzw außen 2. Lauf: die Raiffeisen Eschdorf antwortet an die Zentrale in Luxemburg. Stempel Eschdorf (Moselland) a 26.6.42 und verwendet den Umschlag vom 23.6.

beste Sammlergrüße
Lulu
 
zockerpeppi Am: 15.08.2017 22:05:47 Gelesen: 48782# 211 @  
In Beitrag [#166] vom Oktober 1940 war der Firmenname der Börse noch in französischer Sprache abgedruckt. Dies wurde sehr bald vom Besatzer geändert. Alles aber auch alles wurde eingedeutscht. Hier nun ein Beleg zwei Jahre später:



Einschreiben der Luxemburger Börsengesellschaft, Stempel LUXEMBURG 1 l vom 10.12.42. Frankiert à 38 Rpf: 8 für den Ortsbrief + 30 fürs Einschreiben. Jemand hat Alt oder Abt Deutsch vermerkt, die Adresse wurde gestrichen und Rolg (?) 32 beigefügt. Kann sich jemand darauf einen Reim machen?

Ich begab mich auf die Suche nach dem Empfänger. Krieps ist in Luxemburg ein recht bekannter Name. Ich konnte einen Adolphe finden, französische Schreibweise. Geboren am 10 Februar 1882 in Petingen gestorben in Luxemburg Stadt am 24 September 1950. Er war Gewerkschaftler und engagierte sich in der Sozialistischen Partei. 1919 wurde er in die Abgeordnetenkammer gewählt und behielt sein Mandat bis zu den Wahlen vom 21 Oktober 1945. Schon 1941 kam er ins KZ Hinzert von da nach Dachau. Sein Sohn Robert übrigens auch. Könnte der Empfänger nun dieser Adolf sein? Kein Otto Normalbürger bekommt Post von der Börse. Andererseits hätte die Börse an einen KZtler geschrieben? Denen wäre ganz bestimmt nicht entgangen dass der Abgeordnete inhaftiert wurde.

Ich mache mir wohl viel zu viele Gedanken anstatt mich einfach nur über diesen Fang zu freuen

Lulu
 
hajo22 Am: 15.08.2017 22:16:30 Gelesen: 48775# 212 @  
@ zockerpeppi [#211]

Jemand hat Alt oder Abt Deutsch vermerkt, die Adresse wurde gestrichen und Rolg (?) 32 beigefügt. Kann sich jemand darauf einen Reim machen?

Das heißt wahrscheinlich "Altdeutschland Rundsendung 32". Da hat jemand seine Marken in diesem Couvert aufbewahrt. Das Kürzel lautet nicht "Rolg" sondern Rdg. (= Rundsendung).

Diese Vorgehensweise kenne ich auch noch. :o))

hajo22
 
zockerpeppi Am: 15.08.2017 22:21:54 Gelesen: 48771# 213 @  
@ hajo22 [#212]

Dies wäre mir jetzt nicht eingefallen.

@+
Lulu
 
hajo22 Am: 15.08.2017 22:25:27 Gelesen: 48769# 214 @  
@ zockerpeppi [#213]

Dies wäre mir jetzt nicht eingefallen.

Macht nichts. Manche Schüler bewahrten ihre Marken in alten Zündholzschächtelchen auf. War auch eine Möglichkeit, aber altes Couvert war schöner und größer.

Schönen Abend.

hajo22
 
Journalist Am: 16.02.2018 21:58:46 Gelesen: 28980# 215 @  
@ zockerpeppi [#133]

Hallo,

ergänzend zu obigen Beitrag von zockerpeppi möchte ich auch ein Postsparbuch zeigen, das öfters im Jahr 1943 in Luxemburg benutzt wurde:



Gibt es eigentlich Luxemburger, die so ein Postsparbuch vom Deutschen Reich hatten und wie wurden diese nach Kriegsende umgestellt oder aufgelöst ?

viele Grüße Jürgen
 
hajo22 Am: 17.02.2018 12:47:39 Gelesen: 28868# 216 @  
@ Journalist [#215]

Gibt es eigentlich Luxemburger, die so ein Postsparbuch vom Deutschen Reich hatten

Ein Postsparbuch eines Luxemburgers zur Zeit der deutschen Besetzung habe ich noch nicht gesehen.

Ich halte es aber für möglich, da Luxemburg in das "Großdeutsche Reich" als Teilgebiet des Gaues "Rheinland, Luxemburg" integriert und die Währung auf Reichsmark umgestellt wurde.

Einen Vordruck-Brief an das Postsparkassenamt Wien (das allein für "Großdeutschland" zuständig war) habe ich hier im Thread schon gezeigt.

Zur Verfahrensweise nach der Befreiung 1944 kann ich (leider) nichts sagen.

hajo22
 
zockerpeppi Am: 17.02.2018 16:21:57 Gelesen: 28819# 217 @  
@ Journalist [#215]
@ hajo22 [#216]

Mit dem Thema habe ich mich noch nicht näher beschäftigt. Postsparkonten (nach deutschen Recht) wurden zum 1. April 1941 in Luxemburg eingeführt. Das von mir gezeigte Sparbuch gehörte einem Luxemburger, soweit ich mich erinnern kann, war er Polizist. Ich habe das Sparbuch wohl kurz nach seinem Tode gekauft.

Bei den Banken wurden nach dem Krieg die Guthaben wieder ihren ursprünglichen Konten überschrieben, dies dürfte bei der Post ähnlich verlaufen sein. Wie nun das genau bei der Luxemburger Post vor und nach der Besatzung vonstatten ging kann ich im Augenblick nicht sagen. Viel Literatur zum Thema Postcheck und Co scheint es nicht zu geben und wenn, wird die Zeit rund um den 2. Weltkrieg ausgeblendet.

beste Sammlergrüße
Lulu
 
zockerpeppi Am: 27.08.2018 22:03:45 Gelesen: 10291# 218 @  
Ein Sammlerkollege hat diesen tollen Fensterumschlag aufgetrieben:



Steingutfabrik VILLEROY & BOCH Siebenbrunnen bei Luxemburg

Stempel LUXEMBURG 2 a vom 26.1.43. Frankiert zu 8 Rpf

Schööööön
Lulu
 
zockerpeppi Am: 10.10.2018 21:57:39 Gelesen: 6250# 219 @  
Diesen schönen Banken Wertbrief konnte ich für meine Sammlung sichern. Man beachte: Firmenname Gebrüder Mathieu auf der Vorderseite in deutsch, die Siegel auf der Rückseite auf französisch Mathieu frères Banque:



ab Luxemburg nach Berlin
V Klebezettel Luxemburg-Bahnhof n° 424
Stempel : Luxemburg 2 f 13.6.42
Ankunft : Berlin S (?) 29 I vom 15.6.42
Wertangabe : 456,66 RM
Gewicht : 134 Gr
Porto : 84 Rpf

Das Porto berechne ich wie folgt:
Brieftarif von 20 bis 250 gr 24 Rpf
Wertbrief je 500 Rm 10 Rpf
Behandlungsgebühr über 100 Rm 50 Rpf
Gesamt 84

beste Sammlergrüße
Lulu
 
hajo22 Am: 10.10.2018 22:24:39 Gelesen: 6245# 220 @  
@ zockerpeppi [#219]

Ankunft: Berlin SW 29 (steht übrigens auch auf der Briefvorderseite/Anschrift).

Super-Brief, formidable.

hajo22
 
zockerpeppi Am: 12.10.2018 17:45:56 Gelesen: 6171# 221 @  
@ hajo22 [#220]

Gut, dass es dich gibt! Die Adresse hatte ich tatsächlich mit keinem Blick gewürdigt.

Lulu
 

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