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Thema: Motiv Flugzeuge
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wajdz Am: 16.12.2019 19:18:16 Gelesen: 13582# 998 @  
@ filunski [#294]

MiNr 1864, 10.06.1960



Sie haben es nochmal getan.

Die 40b Antonow An-2 beim Einsatz in der Landwirtschaft, Versprühen von Pflanzenschutzmitteln oder Dünger.

MfG Jürgen -wajdz-
 
Seku Am: 18.12.2019 14:38:24 Gelesen: 13495# 999 @  
Sowjetunion 1958 - Mi.-Nr. 2123 - 100 Jahre Briefmarken in Russland



Eine Tupolew 104, einer der ersten Verkehrsflugzeug-Jets. Nato Code „Camel“. Hier in den Farben der Aeroflot. Sie überfliegt eine Lokomotive der Reihe ТЭ2 sowie ein Schiff. Alle drei stehen für Postbeförderung.
 
wajdz Am: 18.12.2019 23:36:47 Gelesen: 13462# 1000 @  
@ Sachsendreier53 [#228]

Sowjetunion MiNr 4083, 10.01.1973



1973 wurden 50 Jahre sowjetische zivile Luftfahrt gefeiert. Vor der Flagge der „Aeroflot“ das über Jahrzehnte meist genutzte Mittelstreckenflugzeug in Russland, die dreistrahlige Tu-154. Zwischen 1968 und 2013 wurden in unterschiedlichen Varianten und für diverse Verwendungen mehr als 1000 Stück gebaut. Das der britischen Hawker Siddeley Trident oder der Boeing 727 ähnelnde Modell war schnell, zuverlässig und fast überall einsetzbar.

Im regulären Flugdienst der Aeroflot flog die Tu-154 erstmals am 9. Februar 1972 auf der Strecke Mineralnyje Wody–Simferopol; als Postflugzeug bereits ab 15. Mai 1971. Die Tupolew Tu-154 flog vor allem für die Aeroflot und Fluggesellschaften Osteuropas, einige Exemplare auch im nahen Osten. Bei Aeroflot wurde sie bis zum 31. Dezember 2009 eingesetzt, vor allem auf den russischen Inlandsrouten. 2011 erfolgte die Ausmusterung aller Tu-154 im Passagierverkehr weltweit. Gründe waren neben zunehmender Unwirtschaftlichkeit der hohe Lärmpegel sowie Havarien. Das bis heute meistdiskutierte Unglück ist der am 10. April 2010 erfolgte Absturz der polnischen Präsidentenmaschine in Smolensk.

MfG Jürgen -wajdz-
 
filunski Am: 20.12.2019 00:37:06 Gelesen: 13366# 1001 @  
@ wajdz [#1000]

Tu-154M

Hallo zusammen,

ich habe nach einigem Suchen noch eine alte Interflug Postkarte der Tu-154 gefunden:



Die DDR hatte zwei Tu-154M erworben die ab April 1989 zum Einsatz kamen. Die Maschinen, trugen wie auf der Postkarte zu sehen den Anstrich der DDR Staatsfluggesellschaft Interflug, gehörten aber dem TFG 44 "Arthur Pieck" (Transportfliegergeschwader 44) [1] der NVA an. Dieses war wie die Flugbereitschaft des BMVg für den Transport der Politiker zuständig.

Die Tu-154 hatte in ihrem Herkunftsland den unrühmlichen Beinahmen "fliegender Sarg". Nicht zu Unrecht, dabei war der Absturz der polnischen Regierungsmaschine nur eine kleine Episode dieser traurigen Bilanz. Dieser Absturz war auch nicht durch die Maschine bedingt, sondern letztendlich die Ursache eines Pilotenfehlers. Der verantwortliche Pilot ließ sich anscheinend durch den auf ihn ausgeübten Druck durch die anwesende politische Staatsführung zu einem riskanten Anflug bei widrigsten Wetterbedingungen ein, den er normalerweise nicht durchgeführt hätte und der schliesslich in der Absturzkatastrophe endete. Es gab aber mit der Tu-154 seit ihrer Inbetriebnahme ca. 60 Abstürze bei denen insgesamt ungefähr 2.800 Menschen ihr Leben verloren.

Aber wieder zurück zu den beiden DDR Tu-154M. Nach der Wiedervereinigung gingen auch diese beiden Maschinen in das Inventar des neuen Gesamtdeutschlands über und sie kamen zur Luftwaffe, zum LTG 65 (Lufttransportgeschwader 65) und erhielten die Kennungen 11+01 und 11+02. Hier die 11+02 noch in den Interflug-Farben aber schon mit der Luftwaffenkennung:



Nach anfänglichen Einsätzen zum Passagiertransport wurden beide Maschinen für die Teilnahme an "Open Skies" (offener Himmel) [2] Einsätzen umgerüstet. Der Open Skies Vertrag regelte und ermöglichte gegenseitige Beobachtungsflüge zwischen der NATO und Russland über dem jeweils anderen Territorium zur gemeinsamen Vertrauensbildung. Dafür wurden verschiedene Sensoren (Kameras, Infrarot, Radar) in die Tupolev eingerüstet [3]. Die 11+02 wurde komplett umgerüstet, die 11+01 wurde nur für die Aufnahme der Sensoren vorbereitet. Beide Maschinen erhielten dann auch den neuen Anstrich, wie die Flugzeuge der Flugbereitschaft, hier zu sehen:



Leider wurde aber für die 11+02 ihr russischer Beiname, fliegender Sarg, zum traurigen Verhängnis. Im September 1997 stürzte die 11+02 nach einem Zusammenstoß mit einem US-Transportflugzeug vor der Küste Namibias in den Atlantik und alle an Bord befindlichen Personen verloren dabei ihr Leben. Das war auch das Ende für die Open Skies Einsätze, die 11+01 wurde an Russland verkauft. Ein auch trauriges Ende der Tu-154 im deutschen Einsatz.

Gruß,
Peter

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Transportfliegergeschwader_44
[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Vertrag_%C3%BCber_den_Offenen_Himmel
[3] https://de.wikipedia.org/wiki/Tupolew_Tu-154M_Open_Skies
 
DERMZ Am: 23.12.2019 22:56:40 Gelesen: 12484# 1002 @  
Guten Abend,

1971 war noch einiges in Betrieb, was es heute nicht mehr gibt - gut es sind auch schon fast 50 Jahre vergangen und es hat sich sowohl in der Technik als auch in der politischen Welt viel getan - sowohl zum Guten wie auch zum Schlechten.



Ein mit viel Liebe und Enthusiasmus erstellter Erstflugbeleg, der heute in den Grabbelkisten landet, dokumentiert den Erstflug des Swissair-Fluges SR368 von Zürich nach Nicosia auf Zypern.

Was hat sich in den Jahren geändert?

- Der Flugzeugtyp Convair Coronado 990 wurde 1975 bei der Swissair außer Dienst gestellt.
- Der Flughafen Nicosia wurde 1974 für den zivilen Flugverkehr geschlossen, nachdem türkische Luftstreitkräfte zwei Flugzeuge der Cyprus Airways zerstört hatten und der Flughafen durch den griechisch-türkischen Konflikt zwischen die Fronten geraten war und zur UN-Schutzzone erklärt wurde.
- Die Swissair stellte im Oktober 2001 den Betrieb ein

und sicherlich noch einiges mehr.

Beste Grüße sagt Olaf
 
wajdz Am: 02.01.2020 14:03:49 Gelesen: 9492# 1003 @  
@ wajdz [#983]

Aus einer Serie mit Ausgaben, davon 9 motivgleich, der Kamerun MiNr 167 • 1941



Die 1935 zum ersten Mal eingesetzte Sikorsky S-43 wurde von Pan Am als Ersatz der Consolidated Commodore für den Einsatz auf nachrangigen Strecken in Südamerika geplant, wo sich Linienflüge der größeren Sikorsky S-42 Clipper nicht lohnten. Die Maschine stellte eine zweimotorige, ansonsten aber maßstäbliche Verkleinerung der viermotorigen S-42 dar, woraus sich auch der Zusatzname Baby Clipper herleitete.

MfG Jürgen -wajdz-
 
merkuria Am: 12.01.2020 09:21:51 Gelesen: 6251# 1004 @  
Die Vickers F.B.27 Vimy war ein schwerer britischer Bomber zur Zeit des Ersten Weltkriegs. Nach ihrem Erstflug am 30. November 1917 wurden zwischen 1918 und 1925 mehr als 239 Exemplare dieses Flugzeuges in militärischen und zivilen Ausführungen gebaut. Mit der Vimy erfolgten dank ihrer für die Zeit starken Motorisierung und einer hohen Reichweite viele erste Fernflüge und Rekorde, so auch die erste Nonstop-Atlantiküberquerung von Amerika nach Europa.

Dieser gelang den Piloten John Alcock und Arthur Whitten Brown am 14. Juni 1919 mit einer mit Zusatztanks ausgerüsteten Vimy. Sie flogen in 16 Stunden und 12 Minuten von St. John’s / Neufundland nach Irland (in die Nähe von Clifden). Die geflogene Strecke betrug 1980 nautische Meilen (3‘667 km), was einer Durchschnittsgeschwindigkeit von cirka 225 km/h entsprach.



Irland verausgabte am 13. Juni 2019 eine Sonderausgabe anlässlich des 100. Jahrestag der Atlantiküberquerung durch John Alcock und Arthur Whitten Brown. Gezeigt wird die Vickers Vimy.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Vickers_Vimy
 
BeNeLuxFux Am: 12.01.2020 14:41:45 Gelesen: 6171# 1005 @  
Die 1923 gegründete belgische Sabena feierte 1963 ihren 40. Geburtstag und bekam passend dazu nicht nur die bereits in Beitrag [#153] von EdgarR gezeigte Briefmarke, sondern auch zwei Sonderstempel.

Grüße, Stefan


 
wajdz Am: 14.01.2020 18:12:49 Gelesen: 5617# 1006 @  
Short Brothers, kurz Shorts, war ein britischer Flugzeughersteller, der während des Zweiten Weltkrieges Flugboote baute. Nach dem Krieg stellte das Unternehmen auf die Produktion von Frachtflugzeugen wie die Short S.16 Scion II um. Das Unternehmen wurde 1989 vom kanadischen Konzern Bombardier gekauft und in Bombardier Shorts umbenannt.

Israel MiNr 993



Tagesstempel BETLEHEM 4 • -5.11.85

MfG Jürgen -wajdz-
 
DERMZ Am: 16.01.2020 05:02:49 Gelesen: 4994# 1007 @  
@ Altmerker [#417]

Guten Morgen,

1987 verausgabte Uganda einen Satz von 9 Werten zum Thema Luft- und Raumfahrt. Der 25 Shilling Wert zeigt einen Eisbären, der dem Luftschiff "Norge" begegnet



Der Polarforscher Roald Amundsen hatte bereits diverse Expeditionen zu Nord- und Südpol auf dem Wasser/Landweg durchgeführt, als er 1925 versuchte, als Erster Mensch den Nordpol auf dem Luftweg zu erreichen. Dort kamen Flugzeuge vom Typ Dornier Wal zu Einsatz, jedoch war die Mission nicht von Erfolg gekrönt. 1926 startete Roald Amundsen mit einer 16-köpfigen Crew einen neuen Versuch mit dem Luftschiff "Norge" den Nordpol aus der Luft zu erreichen bzw. zu überfliegen. Dieses ist ihm am 12. Mai 1926 gelungen, die Fahrt ging von Spitzbergen bis nach Alaska und dauerte insgesamt ca. 70 Stunden.

Nach der Landung wurde die Hülle geöffnet und das Gas konnte so entweichen, später wurde die "Norge" vor Ort demontiert.

Beste Grüße Olaf

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Norge_(Luftschiff)
 
epem7081 Am: 16.01.2020 20:31:34 Gelesen: 4726# 1008 @  
Hallo Freunde der Fliegerei,

Hier ein heute eingetrudelter Beleg der FRÄNKISCHE FLIEGERSCHULE BURG FEUERSTEIN e.V., freigemacht in 8553 EBERMANNSTADT/OFR. am 19.12.1974 mit einem Werbestempel.



Am Flugplatz Burg Feuerstein ist die Fränkische Fliegerschule e.V. beheimatet. Sie bietet als Segelflug- Leistungszentrum Nordbayern ein breitgefächertes Angebot an Aus- und Weiterbildung in den Sparten Segelflug, Ultraleicht und Motorflug. Der Flugplatz und die Region ist bekannt für seine hervorragenden thermischen Bedingungen für den Leistungsflieger, bietet dem Nichtflieger und mitreisenden Familienmitgliedern schier unbegrenzte Möglichkeiten für Urlaub und Aktivitäten abseits der Fliegerei.[1]

Zum abgebildeten Flugzeugtyp kann ich nichts sagen, aber der web-Auftritt des Vereins liefert Fachleuten sicher die entscheidende Erkenntnis.

Schönen Abend wünscht
Edwin

[1] https://www.segelfliegen-magazin.de/wp-content/uploads/2014/05/Feuerstein_Segelflug_Urlaub_Zusatz_Informationen.pdf
 
DERMZ Am: 17.01.2020 07:03:37 Gelesen: 4538# 1009 @  
Guten Morgen,

heute geht es vom Nordpol zurück nach Afrika, Entebbe International Airport in Uganda



1975 verausgabte die Ostafrikanische Gemeinschaft ein Ausgabe von 4 Werten, Anlass die Gipfelkonferenz der Organisation für Afrikanische Einheit (OUA) in Kampala. Der 50Cent Wert zeigt den Flughafen von Entebbe, dieser liegt etwa 40km von der Hauptstadt Kampala entfernt. Am Terminal kann man links oben noch eine Boeing 727 erkennen, die auf Ihren nächsten Einsatz wartet.

Der Flughafen wurde von den Britischen Streitkräften während der Kolonialzeit gebaut und 1951 formell mit erweiterter Start- und Landebahn eröffnet. 1976 war Entebbe Schauplatz einer Flugzeugentführung, in deren Verlauf der "alte" Flughafen stark beschädigt wurde. Verursacht durch israelische Streitkräfte, die die Geiseln an Bord einer Air France Maschine befreiten, bekannt auch als "Operation Entebbe". Die ganze traurige Geschichte liest man bitte bei Interesse bei Wikipedia nach.

Inzwischen ist der Flughafen mit seinen Gebäuden und Infrstruktur an der Kapazitätsgrenze angelangt und ein umfangreiches Um- und Neubauprogramm ist in die Wege geleitet.

Viele Grüße Olaf

https://de.wikipedia.org/wiki/Operation_Entebbe
 
Seku Am: 17.01.2020 20:41:08 Gelesen: 4305# 1010 @  
Guten Abend,

gestern kamen gleich zwei Marken mit Flugzeugen eingeflogen.

Frankreich 1968 ein (Militär)-Doppeldecker Typ Létord LET 4. Mit einem Flugzeug dieses Typs fand am 17. August 1918 der erste reguläre Postflug auf der Strecke Paris – St. Nazaire statt (zur Postversorgung der in St. Nazaire angelandeten und dort stationierten US-Truppen).



Mi.-Nr. 1632

Schweiz 1988 zur Tante JU sind hier schon einige Beiträge gezeigt worden. Insbesondere sehr informativ der von Peter [#16]. Die Marke zeigt die Maschine, die im August 2018 in Graubünden abgestürzt ist [1]



Mi.-Nr. 1369

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Absturz_der_Junkers_Ju_52_HB-HOT
 
wajdz Am: 18.01.2020 20:19:59 Gelesen: 3956# 1011 @  
Niederlande MiNr 1158 • 25.04.1980 · Britischer Bomber wirft Lebensmittelpakete ab.



Die Avro 683 „Lancaster“, ein britischer viermotoriger Bomber, wurde ab März 1942 vom RAF Bomber Command eingesetzt.

7.377 Maschinen wurden von 1941 bis 1946 in verschiedenen Versionen hergestellt. Sie flogen über 156.000 Einsätze und warfen dabei 618.000 t Bomben ab. Dabei gingen mehr als 3.200 von ihnen verloren.

Nach Kriegsende halfen die „Lancaster“ beim Rücktransport von ehemaligen Kriegsgefangenen und mit dem Abwurf von Hilfsgütern über dem zerstörten Europa (Markenmotiv).

MfG Jürgen -wajdz-
 
Christoph 1 Am: 20.01.2020 14:20:09 Gelesen: 3471# 1012 @  
Hallo

hier zwei AFS der Firma DORNIER (Friedrichshafen) aus den 1960er Jahren.



Viele Grüße
Christoph
 
filunski Am: 20.01.2020 14:51:06 Gelesen: 3450# 1013 @  
@ Christoph 1 [#1012]

Hallo Christoph,

SUPER! :-)

Dass ich hier im Forum mal auf philatelistischem Material den "Bauernadler" zu sehen bekomme, hätte ich auch nicht gedacht.

Nun weiß hier natürlich Niemand wer oder was der Bauernadler ist. Ganz einfach, natürlich der "Flying Wolpertinger", wie hier auf diesem Abzeichen zu sehen:



Kennt wahrscheinlich immer noch niemand. Gemeint ist das Flugzeug auf dem linken AFS aus dem Hause Dornier, die Do-28. Ein zweimotoriger Hochdecker als kleines Verbindungs- und Transportflugzeug. In den 1970er und 80er Jahren waren alle Kampfgeschwader der Luftwaffe mit zwei dieser Flugzeuge ausgestattet und in Fürstenfeldbruck beim JaboG 49 wurden diese Flugzeuge auch als "fliegendes Klassenzimmer" zur Schulung von Radionavigation im Rahmen der fliegerischen Ausbildung eingesetzt. Aus "Fürsty" stammt auch das Abzeichen, dort war die sehr robuste Do-28 nur als "Flying Wolpertinger" bekannt.

So sah sie im Original aus (Bild aus meinem eigenen Archiv, ca. 1980, aufgenommen auf dem Vliegkamp Valkenburg, ein Fliegerhorst der niederländischen Koninklijke Marine, damals gab es noch keine Digitalfotos und das alte "Kodachrome-Foto" hat auch schon etwas gelitten ;-)):



Horrido,
Peter
 
DERMZ Am: 21.01.2020 16:08:41 Gelesen: 2914# 1014 @  
Guten Tag,

nach "Bauernadler" kehren wir jetzt wieder zu den "Arbeitspferden" zurück.

1988 verausgabte die Schweizer Post einen Dauerserienwert zu 60 Rappen, der die Arbeit des "Luftpostlers" beim Beladen eines Flugzeugs zeigt (sehr vereinfacht dargestellt wohl eine McDonell Douglas DC 9 bzw. MD80 der Swissair).



Als Weihnachtsgabe der schweizerischen Post wurde ein Viererblock in ein Mäppchen geklebt und sauber entwertet:



Auf dem kleinen Mäppchen ist wieder der Alltag des "Luftpostlers" abgebildet, so ziemlich alles ist inzwischen aus dem aktuellen Flughafenbetrieb in Zürich verschwunden:



Im Vordergrund steht der Airbus A310 HB-IPB der Swissair "Neuchâtel", der 1983 an Swissair abgeliefert wurde und 1995 an Federal Express verkauft wurde, die das Flugzeug zu einem Frachtflugzeug umbauten. Seit 2012 ist der Airbus in Victorville (Kalifornien) in der Wüste abgestellt und wird wahrscheinlich irgendwann dort verschrottet.

Dicht dahinter erkennt man den hinteren Rumpf einer Douglas DC-10 der Swissair (HB-IHE - Name: Vaud). Diese wurde 1974 an Swissair abgeliefert und flog bis 1991 dort. Danach wurde sie von Northwest Airlines aus den USA bis zur Stillegung 2005 weiterbetrieben.

Im Hintergrund sind noch schwach erkennbar eine McDonell Douglas MD-80 der spanischen IBERIA und wohl eine Boeing 727 der Air France.

Das alles kann man heute nicht mehr betrachten - as time goes by.

Beste Grüße Olaf
 
DERMZ Am: 22.01.2020 08:29:49 Gelesen: 2696# 1015 @  
Guten Morgen,

heute werfen wir mal einen Blick auf das - wahrscheinlich wichtigste - Bauteil eines Flugzeugs, den Antrieb. Großbritannien verewigt die beiden linken Triebwerke einer Vickers VC10 [1]. Sie vollzog ihren Erstflug 1962 und wurde ab 1965 in den Liniendienst gestellt.



Leider konnte die VC10 der Konkurrenz aus den USA (Airbus war damals noch nicht gegründet) nicht mithalten und nur etwas mehr als 50 Exemplare wurden gebaut. Im Juli 2013 wurde die letzte VC10 außer Dienst gestellt.

Eine Ähnlichkeit der russischen Ilyushin IL-62 zur VC10 war wohl nicht von ungefähr.

Beste Grüße Olaf

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Vickers_VC10
 
DERMZ Am: 24.01.2020 17:32:51 Gelesen: 1936# 1016 @  
Guten Tag,

in Polen wurde 1958 eine Serie mit Luftpostmarken herausgegeben, die ein Flugzeug über verschiedenen Städten und Landschaften zeigt. Auf dem 5 Złoty Wert ist Gdansk (Danzig) abgebildet.



Über das abgebildete Flugzeug finde ich leider keine witeren Details, nur dass es sich um eine Ilyshin-14 handelt, die viele Jahre von der LOT (Polskie Linie Lotnicze) betrieben wurde. Hier noch mal im Detail:




Viele Grüße Olaf
 
wajdz Am: 24.01.2020 19:46:37 Gelesen: 1857# 1017 @  
@ DERMZ [#1016]

Die Fluggesellschaft LOT (Polskie Linie Lotnicze) wurde seinerzeit auch ganz anders interpretiert, nämlich „Landet ooch Tempelhof"

Berlin MiMr 57 • 17.06.1949 • Douglas C-54



MfG Jürgen -wajdz-

https://www.zeit.de/1982/19/landet-ooch-tempelhof
 
filunski Am: 25.01.2020 00:17:20 Gelesen: 1700# 1018 @  
@ DERMZ [#1016]

"Über das abgebildete Flugzeug finde ich leider keine weiteren Details, nur dass es sich um eine Ilyshin-14 handelt, die viele Jahre von der LOT (Polskie Linie Lotnicze) betrieben wurde."

Guten Abend Olaf,

da hast du auf einer unscheinbaren Marke ein kleines "Schätzchen" ausgegraben, zumindest für Flugzeugfans. ;-)

Zuerst zum Flugzeugtyp, da muss ich dich leider berichtigen. Es handelt sich nicht um eine Il-14, die zugegebenermaßen fast genauso aussieht, sondern um eine Lissunow Li-2, NATO Code CAB. Dies ist nichts anderes als die weltbekannte DC-3. Die Li-2 wurde ab 1937 in der Sowjetunion in Lizenz gebaut und kam dann im 2. WK in verschiedenen Versionen zum Einsatz. Nach dem Krieg dann wieder als Verkehrsflugzeug.

Auf der Marke ist eine Li-2P, Kennung SP-LAG abgebildet, hier nochmals das Flugzeug von der Marke:



Und hier das Original:



Die SP-LAG, Seriennr. 184 232 02, war bei der LOT von Jan. 1946 bis Nov. 1961 im Einsatz und war auf den Namen Gabrysia getauft.

Die Gabrysia kam vor allem in Polen zu Ruhm, da sie 1956 die (Flugzeug-) Hauptrolle in einem Film spielte. Titel Sprawa pilota Maresza, deutsch Pilot Maresz [1]+[2].

Sprawa pilota Maresza ist ein polnischer Film von Leonard Buczkowski, der 1956 veröffentlicht wurde. Er basiert auf einem Roman von Janusz Meissner, der von tatsächlichen Ereignissen inspiriert wurde. Einer der ersten polnischen Spielfilme, der in Farbe gedreht wurden (aus Wikipedia, Englisch).

Hier noch das Movie-Poster zum Film:



Ich hoffe ich konnte deinen Wissensdurst zu diesem Flugzeug stillen? Zumindest hat mir aber die Recherche dazu viel Spaß gemacht. ;-)

Viele Grüße,
Peter

[1] https://www.impdb.org/index.php?title=Sprawa_pilota_Maresza
[2] http://www.aeromovies.fr/articles.php?lng=en&pg=1244&tconfig=0
 
DERMZ Am: 25.01.2020 06:40:01 Gelesen: 1504# 1019 @  
@ filunski [#1018]

Guten Morgen Peter,

vielen Dank für Deinen korrektiven Einspruch und die passenden Ergänzungen, das ist ja wirklich ein "Schätzchen" mit einer interessanten Geschichte. Gedanklich war ich auch bei der LI-2, aber der Michel-Katalog hat meinen Gedanken zur Seite geschoben - also nicht immer alles glauben, was Herr Michel so schreibt.

@ wajdz [#1017]

Guten Morgen Jürgen,

Landet ooch Tempelhof. Ja das waren noch schlimme Zeiten. Wenn ich mich recht zurück erinnere war die LOT Anfang der 80er Jahre ein recht regelmäßiger - wenn auch unfreiwillig - Gast in Berlin Tempelhof. Grundsätzlich flog die LOT zu dieser Zeit eher nicht ins westliche Ausland, es sei denn, sie wurde dazu gezwungen, sprich entführt. In 1982 geb es eine spektakuläre Entführung auf dem Flug von Breslau nach Warschau, umgeleitet nach Berlin Tempelhof; es waren wohl 8 Männer, die zusätzlich noch 4 Ehefrauen, 1 Verlobte und 11 Kinder mit in den Westen bringen wollten. Zusätzlich nutzten dann weitere 12 unbeteiligte Passagiere die Gelegenheit und blieben auch in West-Berlin. Die Entführer wurden in Berlin vor Gericht gestellt.

Beste Grüße

Olaf
 
skribent Am: 26.01.2020 09:38:23 Gelesen: 732# 1020 @  
Guten Morgen,

am 20. Juni 2019 verausgabte die Post Russlands ein Wertzeichen mit der MiNr. 2701, das dem 75-jährigen Bestehens des Funk- und Elektronik-Konzerns "VEGA" gewidmet ist.



Abgebildet ist neben dem Verwaltungsgebäude von "VEGA" ein Langstreckenradarerkennungs- und -steuerungsflugzeug vom Typ A-50.

MfG >Franz<
 
filunski Am: 26.01.2020 13:32:50 Gelesen: 581# 1021 @  
@ skribent [#1020]

Hallo Franz,

eine schöne Marke und ein interessantes Flugzeug, danke fürs Zeigen, ich kannte die Marke noch nicht. ;-)

Anscheinend haben jetzt auch die Russen die Freigabe erteilt dieses "fliegende Geheimprojekt" auf Briefmarken zu zeigen.

Erst mal zum Typ, A-50 stimmt schon, ist aber zu knapp. Es handelt sich um die aus der Ilyushin Il-76 entwickelte Berijew A-50, NATO Code " Mainstay". Der Begriff " Langstreckenradarerkennungs- und -steuerungsflugzeug" klingt auch reichlich seltsam (wie eine "Maschinenübersetzung") und ist nicht nur in der Militär-Luftfahrt so nicht gebräuchlich oder bekannt. Die A-50 war und ist das sowjetische, heute russische Gegenstück zur Boeing E-3A "Sentry" der NATO, besser und allgemein als AWACS bekannt. Kurz und einfach ein Radarfrühwarnflugzeug. Auch dieser Begriff beschreibt die vielen Fähigkeiten dieses Flugzeugs nur schemenhaft. AWACS steht für "Airbore Warning and Control System", also ein luftgestütztes (fliegendes) Aufklärungs-, Überwachungs- und Führungssystem. In dem auf der Rumpfoberseite des Flugzeugs montierten "Frisbee" befindet sich die Radarantenne des Systems und im Inneren des Rumpfs, der Kabine, befinden sich zig Radarkonsolen mit Arbeitsplätzen für Radar- (Jäger-) Leitoffiziere, Luftraum- und Gefechtsfeldüberwachung und -Aufklärung. Mit dem Flugzeug werden entweder über Sprechfunk und/oder Datalink luftgestütze offensive und defensive Kampfflugzeuge (Jäger, Jagdbomber, Aufklärer) geführt und eingesetzt und auch bodengestütze Truppen gelenkt und mit Gefechtsfeldinformationen versorgt. Ein hochgradig komplexes und streng geheim gehaltenes System. Durch die Möglichkeit dies mit einem hoch fliegenden Flugzeug durchzuführen, das mit seinen Sensoren weit in das Hinterland eines Gegners blicken kann, ist es möglich diesen "fliegenden Gefechtsstand" im sicheren Luftraum über eigenem oder befreundetem Territorium einzusetzen und so nicht der Bedrohung durch gegnerische Flugabwehrsysteme auszusetzen.

Damit jetzt aber genug zu den Hintergründen.

Außer Russland gibt es nur noch zwei aktive Nutzer der A-50, Indien und die VR China. Für China muss man das ein wenig einschränken. China bekam zwar nach politischem Hin und her noch vier Il-76 von der Sowjetunion geliefert, aber die Umrüstung zum AWACS durfte nicht mehr stattfinden. Daraufhin machten die Chinesen das in eigener Regie und haben diese Flugzeuge jetzt unter dem Namen KongJing-2000, NATO Code " Mainring", im Einsatz.

Indien betreibt einige dieser A-50 (das Radarsystem wurde von Israel geliefert!) und präsentierte das Flugzeug auch 2007 philatelistisch. Dazu einmal hier die Werbebroschüre der Indischen Post zum Platin-Jubiläum, 75-jährigen Jubiläum der indischen Luftstreitkräfte (IAF-Indian Air Force):



Die abgebildeten Marken erschienen auch als Block (Mi Nr. 47), hier als FDC:



Auf der Einzelmarke daraus, Mi Nr. 2232 ist sehr schön die Berijew A-50, hier AWACS genannt, zu sehen:



Viele Grüße,
Peter
 
DERMZ Am: 27.01.2020 11:51:52 Gelesen: 166# 1022 @  
@ petzlaff [#320]
@ filunski [#327]

Guten Tag,

die Fokker Super Universal wurde schon gezeigt bzw. erwähnt. Die Kanadische Post widmete ihr 1982 eine 60 Cent Marke, ausgerüstet mit Schwimmern



Hier nun die kleine - etwas traurige - Geschichte zum abgebildeten Flugzeug. Die Fokker Super Universal wurde ab 1928 gebaut, insgesamt wurden etwas mehr als 200 Flugzeuge von diesem Muster gebaut, wovon nur noch eines erhalten ist - und im "Royal Aviation Museum of Western Canada" in Winnipeg steht. Das auf der Marke abgebildete Flugzeug mit der Kennung G-CASK (im britischen Register) hatte Baunummer 803 und flog bei Canadian Airways. Am 31. März 1933 löste sich bei der Betankung der Zapfschlauch und - in Ermangelung heutiger Sicherheitsventile - Flugbenzin floß über den Flugzeugrumpf. Der herabfallende Schlauch mit Zapfpistole erzeugte durch Reibung am Rumpf Funken, die das Flugbenzin dann entzündeten. Die Folge war ein Totalverlust des Flugzeugs durch Feuer, Personen kamen zum Glück nicht zu Schaden.

Mit besten Grüßen

Olaf

https://de.wikipedia.org/wiki/Fokker_Super_Universal
https://aviation-safety.net/wikibase/wiki.php?id=1330
 

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