Neues Thema schreiben   Antworten     zurück Suche   Druckansicht  
Thema: Motiv Eisenbahnen
Das Thema hat 3135 Beiträge:
Gehe zu Seite: 1 26 36 46 56 66 76 86 96 106 116 117 118 119 120 121 122 123 124 125   126  oder alle Beiträge zeigen
 
skribent Am: 05.11.2021 11:35:43 Gelesen: 16830# 3111 @  
Guten Tag,

um einmal eine R. Hill-Ausgabe komplett darzustellen - hier das 3. Wertzeichen.

Mi.Nr.: 650 A-C





Abgebildet ist eine Mallet Dampflokomotive mit der Nr. 204 von der Estrada de Ferro Dona Teresa Christina (EFDTC) in Brasilien.

Von diesen Maschinen mit der Achsformel 1'C C1'-h4 wurden in den Jahren 1945-48 von der Fa. Baldwin Locomotive Works, Philadelphia 7 Stück gebaut und an die EFDTC geliefert. 1957 wurde die EFDTC von der RFFSA, der brasilianischen Staatsbahn übernommen und der 12. Division zugeordnet.

Über die Mallet-Maschinen ist nicht viel bekannt. Die Nr. 204 wurde 1972 noch einmal generalüberholt und an die Gesellschaft brasilianischer Eisenbahnfreunde (ABPF) verkauft. Die Nr. 205 blieb ebenfalls noch erhalten, aber nicht betriebsbereit sondern als Denkmallok abgestellt vor dem Verwaltungsgebäude der ehemaligen Dona Teresa Christina in Tubarao.

MfG >Franz<
 
skribent Am: 06.11.2021 12:37:52 Gelesen: 16271# 3112 @  
Guten Tag,

heute der 4. Einzelwert aus dem Satz vom 20. Dezember 1979 zum "100. Todestag von Sir Rowland Hill" (III) in den 3 Varianten mit den Mi.-Nr.: 651 A-C





Nennt man die Bezeichnung "Nr. 119" bei der Betrachtung der abgebildeten Lokomotive, weiß fast jeder Lokfan gleich Bescheid. Die "119" von der US-amerikanischen Union Pacific Railroad, die 1868 von den Rogers Locomotive Works in Patterson gebaut wurde, kam zusammen mit der Lokomotive "Jupiter" von der Central Pacific Railroad am 10. Mai 1869 zum Einsatz, als die fertiggestellte Transkontinentale eröffnet wurde.

Als die 119er wird sie bezeichnet, weil der eigentliche Name, den die Lok bei Rogers bekam "The Praid of the Prairie", vielleicht ein wenig zu lang ist. Die Lok gehört zur Gruppe >American Type<, die alle mit der Achsformel 2'B-n2 gebaut wurden.

Das Jubiläum Golden Spike wird nach wie vor gefeiert, wobei die zwei Maschinen "119" und "Jupiter" natürlich Nachbauten sind.

MfG >Franz<
 
skribent Am: 07.11.2021 18:21:55 Gelesen: 15558# 3113 @  
Guten Abend,

hier die 5. und letzte Einstellung - damit wir der Satz komplett haben. Zum Schluss, nach den Abbildungen von einer brasilianischen und 3 US-amerikanischen Dampflokomotiven, hier eine Maschine aus Ungarn.



Die Blocks sind bei MICHEL mit der Nr. 70 A + B gelistet, das enthaltene Postwertzeichen jedoch mit den Nr. 652 A + B.

Abgebildet ist eine Lok aus der K.u.K.-Zeit, die in nicht bekannter Stückzahl zuerst bei StEG in Pest (Ungarn), dann in Floridsdorf (Österreich) und dann wieder in Ungarn bei MAVAG in Budapest gebaut wurden. Am Ende der Bauzeit (1890-1904) wurden die Maschinen der Baureihe 222 zugeordnet, nachdem sie auch schon als Ia und Ie geführt wurden. Die Lokomotive mit der Achsformel 2'B-n4v waren veriabel einsetzbar.

Der bei der MAV (Ungarische Staatsbahn) beschäftigte Ingenieur Zsigmondy Kordina nahm großen Einfluss auf den Bau dieser Maschine. So ist die Wolf-Tandem-Zylinderanordnung und die Heusinger-Steuerung bei den Maschinen eingebaut worden.

Den Loks war ein dreiachsiger Schlepptender beigehängt, der ein Fassungsvermögen von 17 m³ Wasser und 8 To, Kohlen hatte.

MfG >Franz<
 
skribent Am: 09.11.2021 15:43:27 Gelesen: 14481# 3114 @  
Guten Tag,

hier abgebildet eine kleine Meldung des damaligen Redakteurs des "DER EISENBAHNMOTIVSAMMLER" Nr. 1/80 Anton Drahovzal.



Fakt ist, dass zum 100. Todestag von Hill unverhältnismäßig viele Sonderwertzeichen der unterschiedlichsten Länder auf den Markt kamen und das Hobby-Budget der Sammler arg belasteten.

Hill war Direktor bei der L&BR (bei uns gibts es die Bezeichnung >Frühstücksdirektor<) maximal 4 Jahre lang, genau die Lebensdauer dieser Gesellschaft. Nach der Fusion mit 2 anderen Companys wurde Hill Ende 1846 Sekretär des Postministers bis zum Pensionsalter.

Die Tatsache, dass Hill Direktor bei der L&BR war, ist einem Mitarbeiter eines Braunschweiger Verlags zu verdanken. Der soll auch den Sonderstempel initiert haben, denn die Briten waren bis dahin auch ahnungslos über Hill's Gastspiel bei der Eisenbahn.



Die Anschrift des Verlags ist identisch mit der Empfänger-Adresse!

Vertreter des Braunschweiger Unternehmens und einer Roland Hill-Verkaufsgesellschaft sollen bei den Post-Verantwortlichen der ehemaligen englischen und französischen Kolonien vorstellig geworden sein und passende Verträge ausgehandelt haben. Nur so ist zu erklären, dass die Hill-Ausgaben von 1979 sich ähneln wie ein Ei einem zweiten. Nicht nur bei der äußeren Gestaltung sondern auch die Ausgabeart (gezähnt, geschnitten und Schmuckblock).

Obwohl der Ausgabeanlass 40 Jahre zurück liegt - verkaufen kann man diese "Marken" nur sehr schlecht.

MfG >Franz
 
Seku Am: 10.11.2021 09:16:12 Gelesen: 14016# 3115 @  
@ [#684]

Belgien - Am 25. Oktober erschienen Marken zum Thema "175 Jahre Eisenbahnverbindung Paris - Brüssel" - Eine davon zeigt den deutschen Trans-Europ-Express [1], der als "Parsifal" zwischen Hamburg und Paris verkehrte.



Ein derartiger Triebwagen steht im oberfränkischen Lichtenfels abgestellt.

Ich wünsche einen schönen Tag

Günther

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/DB-Baureihe_VT_11.5
 
skribent Am: 11.11.2021 14:16:52 Gelesen: 13091# 3116 @  
Guten Tag,

hier eine weitere Abbbildung zum Thema "Sir Hill's 100. Todestag". Diesmal von den Turks- und Caicos-Inseln in der Karibik.



Mi.-Nr.: 449 vom 27. September 1979.

Abgebildet ist eine frühe Dampflokomotive, die B.-Nr. 14 der Liverpool & Manchester Railway, die bei der L&MR den Namen "Jupiter erhielt.

Diese Maschine mit der Achsformel B-n2 entstand 1931 in den Werkstätten von Robert Stephenson in Newcastle.

Sie war eine Weiterentwicklung des Planet-Typs. Da die erste Maschine dieser Art auf den Namen "Samson" getauft war, nannte man die drei nächsten Maschinen den >Samson<-Typ. Dazu gehörte neben der Jupiter (14) auch noch die Goliath (15). Die Loks erreichten eine Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h, hatten aber eine kurze Lebensdauer (weniger als 15 Jahre).

Das Wertzeichen ist selbstklebend und ist (war) Bestandteil eines Heftchens.

MfG >Franz<
 
skribent Am: 12.11.2021 20:04:22 Gelesen: 12392# 3117 @  
Guten Abend,

ähnlich wie beim 100. Todestag von Rowland Hill war die Ausgabepolitik verschiedener afrikanischer Postverwaltungen beim 200. Geburtstag von George Stephenson gelagert.

Den Anfang will ich mal mit dem Kongo (Brazaville) machen:

Am 2. März 1982 verausgabte die kongolesische Post einen Satz mit 4 Sonderwertzeichen, die den Sammlern des Motivs "Eisenbahn" manches Problem bereitete.



Kongo Mi.-Nr.: 855

Das Portrait von George Stephenson ist immer rechts oben eingefügt, vordergründig ist die Abbildung einer zeitgemäßen Lokomotive und im Hintergrund als Umrisszeichnung eine Maschine aus den Anfängen des Eisenbahnverkehrs zu sehen.

Vordergrund: Abgebildet ist ein Dieseltriebzugtyp der Baureihe 43 (253/254) der HST 125.

Der Prototyp 43001 erreichte 1973 bei einer Schnellfahrt einen Weltrekord mit 230 km/h. In Serie gebaut wurden sie von 1976 bis 1982 bei BREL-Crewe (Bahnwerkstätten der British Railways. Insgesamt wurden 198 Triebköpfe und 722 Mittelwagen gebaut und eingesetzt wurden sie fast immer als 10er-Einheiten.



Hintergrund: Abgebildet ist die Dampflokomotive De Snellheid, die in 1839 von der englischen Firma R. B. Longridge & Co. in Bedlington gebaut wurde.
Gebaut wurde die Machine für die HSM (Niederländische Staatsbahn) die diese Maschine zur Eröffnung der 15 km langen Strecke zwischen Amsterdam und Haarlem am 20. September 1839 vor den Eröffnungszug spannte. Die Lok hatte die Achsformel 1A1-n2, wurde mit Koks befeuert und hatte eine Spurweite von 2.000 mm.

Mit der De Snellheid zusammen wurde von der HSM eine weitere Maschine in England gekauft, die De Hoop. Mit diesen beiden Loks wurde anfänglich die erste Eisenbahnstrecke betrieben. Gegen Ende des Jahres 1839 wurden dann 2 weitere ähnliche Maschinen gekauft, die De Arend und die De Leeuw.

1856 wurden die 4 Maschinen des Patentee-Typs ausgemustert und verschrottet. Von der De Arend wurde 1933 für das 150-jährige Jubiläum der HSM ein betriebsfähiges Exemplar geschaffen.

MfG >Franz<
 
Seku Am: 12.11.2021 20:21:02 Gelesen: 12380# 3118 @  
VAE (Emirat Ajman - Manama) 1972 - Japanische Dampflok Klasse 860 später 137 - eine Marke in Lentikulartechnik: Turbo-Train Canada (nicht sichtbar)



Mi.-Nr. 921

Ich wünsche ein schönes Wochenende

Günther

https://de.wikipedia.org/wiki/JNR-Klasse_860
 
skribent Am: 13.11.2021 09:14:34 Gelesen: 12030# 3119 @  
Guten Morgen,

auf dem 2. von 4 Sonderpostwertzeichen ist der japanische Hochgeschwindigkeitstriebzug Bullet Train abgebildet, der an dieser Stelle schon einige Male Erwähnung fand.



Mi.-Nr. 856

Interessant ist hier auch wieder die im Hintergrund des Wertzeichens als Umrisszeichnung abgebildet Dampflokomotive.



Hintergrund: Abgebilldet ist die Dampflokomotive Nr. 30 der Baureihe IV mit Namen Alb von der Württembergischen Staatsbahn.

Das Fahrzeug wurde 1849 in der Maschinenfabrik Esslingen erbaut mit der Achsformel C-n2 für die Spurweite 1435 mm. Die Lok Nr. 30 entstand unter der Fabrik-Nummer 190 und war extra für die Albüberquerung mit Geislingersteige entwickelt worden. Sie war die erste Gebirgslokomotive Deutschlands und versah ihren Dienst zusammen mit 4 weiteren baugleichen Maschinen dieser Art auf der beschriebenen Strecke.

1856 und 1859 wurden die 5 Alb-Lokomotiven umgebaut in dem man die erste Achse entkuppelte und die Achsformel somit in 2'B-n2 änderte. Durch die zwei Umbauten bekamen die Maschinen ein völlig anderes Aussehen und wurden der Gattung E zugeordnet. Die Maschinen versahen ihren Dienst bis 1880 und wurden dann sukzessive außer Dienst gestellt.

MfG >Franz<
 
Seku Am: 13.11.2021 20:18:22 Gelesen: 11724# 3120 @  
@ [#3092]

Heute kam der FDC aus Lyss



Ich wünsche einen schönen Sonntag

Günther
 
wajdz Am: 14.11.2021 00:42:19 Gelesen: 11639# 3121 @  
Serie: Geschichte der russischen Post (III) · Moderne Postbeförderung

Sowjetunion MiNr 3163 · 24.12.1965



Sonderstempel: BOФ · 10-11-1966 · Gründungskonferenz (der Gesellschaft für Philatelie Moskau 1966)

Vermutlich einer breitspurigen Diesellok der SŽD-Baureihe ТЭ1 der Sowjetischen Eisenbahnen (SŽD) nachempfunden, vorrangig für den Rangier- und Güterzugdienst eingesetzt, vor einem Postwagon. Flugzeug ebenfalls nicht näher bestimmt.

MfG Jürgen -wajdz-
 
mausbach1 Am: 14.11.2021 09:04:46 Gelesen: 11512# 3122 @  
Die Eisenbahn und Häfen GmbH war ein deutsches Dienstleistungsunternehmen im Eisenbahntransport und Umschlag von Gütern sowie deren Lagerung und Kommissionierung. Es hatte seinen Sitz in Duisburg und wurde Juni 2011 mit der ThyssenKrupp Steel verschmolzen.



Im Großraum Ruhrgebiet war Eisenbahn und Häfen bei mehreren Unternehmen Betriebsführer der Anschlussbahnen und betrieb ein Gleisnetz von über 500 Kilometern Länge. Gemeinsam mit dem Tochterunternehmen EH Güterverkehr GmbH wickelte das Unternehmen sowohl den innerwerklichen als auch den regionalen Eisenbahngüterverkehr auf öffentlicher Gleisinfrastruktur ab. So betrieb Eisenbahn und Häfen den Schienenverkehr u. a. für ThyssenKrupp Steel, Hüttenwerke Krupp Mannesmann, EUROPIPE und ArcelorMittal Ruhrort. Außerdem war Eisenbahn und Häfen Betreiber der Häfen Schwelgern und Walsum-Süd.
Mit rund 1300 Mitarbeitern werden im Jahr 100 Millionen Tonnen Güter bewegt. Dafür standen über 90 Lokomotiven und rund 2000 Güterwagen zur Verfügung. Da die EH Güterverkehr GmbH ein öffentliches Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) war, konnte sie auf öffentlicher Gleisinfrastruktur Eisenbahngüterverkehrsleistungen durchführen (2006 ca. sieben Millionen Tonnen).[1]

Glückauf!
Claus

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Eisenbahn_und_H%C3%A4fen
 
Seku Am: 14.11.2021 20:37:56 Gelesen: 11236# 3123 @  
@ [#485]

Wie erwähnt gehört die Nilgiri-Bergbahn [1] zum UNESCO-Weltkulturerbe. Hier zwei Postkarten aus der Volksrepublik China





Ich wünsche einen schönen Wochenanfang

Günther

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Nilgiri_Mountain_Railway
 
volkimal Am: 15.11.2021 22:12:54 Gelesen: 10399# 3124 @  
Hallo zusammen,

eine hübsche Werbekarte des "Internationalen Briefbundes":



"Die Weltkorrespondenz" war die monatlich erscheinende Zeitschrift des Internationalen Briefbundes.

Viele Grüße
Volkmar
 
Seku Am: 16.11.2021 21:26:04 Gelesen: 9474# 3125 @  
Zum 175 jährigen Bahnjubiläum der Strecke Weißenfels - Weimar kommt demnächst dieser Stempel. Er zeigt die Lokomotive „Apolda“ der Thüringischen Eisenbahngesellschaft [1] aus dem Jahr 1847



aus: "Stempel & Information" 24/127"

Ich wünsche noch einen schönen Abend

Günther

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Th%C3%BCringische_Eisenbahn-Gesellschaft
 
Seku Am: 18.11.2021 21:23:02 Gelesen: 8488# 3126 @  
[#3095] Aus Ernstbrunn (NÖ) kam heute ein Schreiben mit Inhalt in diesem Umschlag. Offensichtlich ist der Absender 100 km bis ins Burgenland gefahren, um die Marke(n) zu erhalten.



Folgendes teilte er mir auch noch mit:

Danke für den Hinweis auf die neue Briefmarke, wir wissen wirklich nicht, wie es dazu kam, ich kann mir nur vorstellen, dass jemand von der Post mit unseren Draisinen gefahren ist und dass es ihm so gut gefallen hat, dass er das veranlasst hat - wir freuen uns jedenfalls echt drüber !!!

Ich wünsche einen schönen Abend

Günther
 
skribent Am: 19.11.2021 14:48:27 Gelesen: 7640# 3127 @  
Guten Tag,

um die Stephenson-Ausgaben vom Kongo-Brazzaville zu komplettieren, hier das Postwertzeichen mit der MiNr. 857.



Angebildet ist ein elektrischer Triebzug, der 1978 in den British Railways-Werkstätten in Derby und Loughborough hergestellt wurde.

Benannt wurde das Projekt "APT = Advanced Passenger Train" und es betraf einen 14-teiligen, fast 300 m langen Triebzug.

Er bestand aus 2 Steuerwagen, 2 Antriebseinheiten und 10 Mittelwagen und erreichte Geschwindigkeiten von 220 bis 235 km/h
.
Bis 1983 wurden 3 weitere Einheiten dieser Art gebaut, die aber alle der BR kein Glück brachten und noch im gleichen Jahr ausgemustert wurden.

Im Hintergrund ist als Umrisszeichnung abegildet die Zahnradlokomotive Nr. 1 Hero von der Mount Washington Cog Railway.



Die Maschine wurde 1866 von der Campbell, Whittier & Co. in Boston gebaut und versah von 1871 bis 1878 auf der MWCR ihren Dienst, wurde dann ausgemustert und 1893 noch einmal auf der Weltausstellung in Chicago den Besuchern präsentiert.

MfG >Franz<
 
skribent Am: 19.11.2021 15:42:36 Gelesen: 7587# 3128 @  
Schnell muss ich mich noch einmal melden, um ein Versäumnis nachzuholen.

Meine Erklärung zur Umrisszeichnung der Hero war ein wenig knapp, denn auf der Zeichnung ist eigentlich nur der Spezialkessel der Hero abgebildet, festgezurrt auf einem 3-achsigen Transportwagen. Die Hero sah fast genauso aus wie die Peppersass, die 1929 als Nachbau entstand.

Der Kessel war nicht fest am Boden der Hero verankert sondern hing in einem Gestell, sodass er immer komplett senkrecht hing.

Und wenn ich schon einmal dabei bin, hier ist das letzte Postwertzeichen aus der Reihe "Stephenson" mit der MiNr. 858.



Abgebildet ist der TGV 001, der Prototyp dieser später erfolgreichen Bauserie. Der 5-Einheiten-Zug wurde angetrieben von 4 Gasturbinen.

Die Inbetriebnahme erfolgte 1972, aber schon 1973 (Ölkrise) mussten die französischen Ingenieure umdenken und sich dem Bau elektrisch angebtriebener TGV's widmen.

Die Umrisszeichnung zeigt eine Dampflokomotive mit Namen Campbell, sie entstand 1837 bei Brooks Locomoitves Works in Philadelphia für die Philadelphia, Germanstown & Norriston Railroad.



In alten amerikanischen Büchern ist nachlesbar, dass die Campbell die erste Lokomotive mit der Achsformel 2'B war, die am 8. Mai 1837 ihre Jungfernfahrt absolvierte.

MfG >Franz<
 
Seku Am: 21.11.2021 16:25:48 Gelesen: 4950# 3129 @  
Zum Fährbetrieb Mukran – Klaipėda [1] hatten wir schon zwei Einträge. Hier nun ein Schmuckblatt mit beiden Marken und den Ersttagsstempeln.



Mi.Nr. SU 5642 sowie DDR 3052-53

Ich wünsche einen schönen Wochenanfang

Günther

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%A4hrverbindung_Mukran%E2%80%93Klaip%C4%97da
 
Seku Am: 21.11.2021 21:48:19 Gelesen: 4840# 3130 @  
Am 7.7.77 feierte man in Lauscha-Königshofen [1] das 111 jährige Jubiläum des Bahnhofs mit diesem Gedenkblatt.

Die Denkmalslokomotive vor Ort existiert heute noch. Es ist die 50 908 erbaut 1942 von Schwartzkopff Berlin.



Ich wünsche einen schönen Wochenanfang

Günther

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Bahnhof_K%C3%B6nigshofen_(Baden)

[redaktioneller Hinweis: Korrekturhinweis "Lauda-Königshofen" siehe Beitrag [#3132] ]
 
wajdz Am: 22.11.2021 00:42:30 Gelesen: 4788# 3131 @  
@ wajdz [#2779]

Ausschnitt Fensterumschlag, codiert



Freistempel 10115 BERLIN 4 -6.7.00 (00047); Absenderwerbung S-Bahn Berlin Gmbh / S-Bahn-Logo, Zeichnung Zugeinheit

MfG Jürgen -wajdz-
 
Seku Am: 22.11.2021 05:33:27 Gelesen: 4717# 3132 @  
@ [#3130]

Leider ist mir ein Fehler unterlaufen. Es muss heißen Lauda-Königshofen. Eine direkte Korrektur ist nicht mehr möglich, da schon ein anderer gepostet hat.

MfG Günther -seku-
 
skribent Am: 28.11.2021 10:44:25 Gelesen: 1430# 3133 @  
Guten Morgen,

am 24. Mai 1993 verausgabte die Post von Botswana vier Sonderpostwertzeichen und einen Block zum Thema "100 Jahre Eisenbahn: Dampflokomotiven".



Mi.-Nr.: 549-552, Block Nr. 26

Die 2. Lokomotive von links ist die interessante, denn sie wurde (wie alle anderen auch) 1966 zur Unabhängigkeit von Betschuanaland an die Botswana Railway übergeben.

Die Lokomotive mit der Wertstufe 40 T = Thebe wurde von den Rhodesia Railways überstellt, die sie 1952 von den Kasseler Henschel-Werken gekauft hatte. Wegen der Achsfolge 2'D1'-h" wurde sie zu den "Mountains" gezählt und war eine aus der Lieferung von insgesamt 20 Maschinen, die bei der RR zum Einsatz kamen.

Die auf dem Wertzeichen abgebildete Maschine hatte die Betriebsnumer 317, erreichte eine Geschwindigkeit von 80 km/h und bekam wegen ihres Einsatzes in wasserarmen Gebieten einen Spezialtender beigehängt, der 12,5 Tonnen Kohlen und 29,5 m³ Wasser fassen konnte. Mit Tender war die Maschine knapp 25 Meter lang und hatte ein Betriebsgewicht von 157 Tonnen.

Wegen der großen Beanspruchung und der beginnenden Verdieselung bei der RR wurden die Maschinen bereits 1978 ausgemustert und in Bulawayo abgestellt. Die Maschine mit der B.-Nr. 330 wurde dem Eisenbahnmuseum in Bulawayo überstellt. Alle anderen Maschinen fielen sukzessive den Schneidbrennern zum Opfer.

Die übrigen 3 abgebildeten Lokomotiven wurden gebaut (von links) bei Neilson & Co. Glasgow und 2 Stück bei North British, ebenfalls Glasgow.

MfG >Franz<
 
skribent Am: 29.11.2021 18:04:38 Gelesen: 816# 3134 @  
Guten Abend,

heute ein Beleg dafür, dass die deutsche Lokomotivbau-Industrie nicht nur nach Afrika, Südamerika und Osteuropa ihre Produkte verkaufte, sondern auch in andere Teile der Welt.

Nach dem 2. Weltkrieg schrieb die Eisenbahngesellschaft Burmas international die Beschaffung von Diesellokomotiven aus und die Firma Krupp aus Essen gewann die Ausschreibung. Es kam mit der burmesischen Staatsbahn ein Vertrag über die Lieferung von 28 Diesellokomotiven zur Unterschrift.



Burma - Mi.-Nr.: 263 vom 1. Mai 1977 zum Anlass "100 Jahre Eisenbahn in Burma".

Bedingung für diesen Auftrag war, dass die Lokomotiven der Klasse 1500 keine höhere Achslast aufwiesen als 12 Tonnen, denn das Schienennetz mit der Spurweite von 1000 mm war sehr leicht gebaut.

1964 wurden 28 Maschinen geliefert, die bei der BR die Betriebsnummern 1501 bis 1528 erhielten.



Burma - Mi.-Nr.: 265

Jede Maschine war mit einem Dieselmotor der Bauart Maybach MD65 und einem Getriebe der Bauart KB 510 der Fa. Voith ausgerüstet.

Die Maschinen wurden hauptsächlich auf der Lashio-Linie mit Steigungsteilen von 1:25 eingesetzt und fanden die volle Zustimmung der BR-Verantwortlichen, denn wenige Jahre später wurde eine weitere Bestellung über Lokomotiv-Lieferungen bei Krupp aufgegeben.

Auf den Wertzeichen Burmas sind die Dieselloks der Bauart 1500 nicht gut zu erkennen, daher hier ein Wertzeichen von den Malediven der besseren Verdeutlichung wegen.



Malediven - Mi.-Nr.: 3287 vom 26. Okotber 1999.

MfG >Franz<
 
skribent Am: 30.11.2021 18:08:55 Gelesen: 150# 3135 @  
Guten Abend,

heute: Krupp 2. Teil.

Auf die Lieferung der 28 Maschinen vom Typ D1500, folgten auf Bestellung der Burmesischen Railway Corporation in den Jahren 1969, 1979 und 1986 weitere Lieferungen. Es handelte sich um 9 Maschinen des Typs DD 1200, die bei der BRC die Betriebsnummern DD 1211-1218 erhielten.



Mongol Post - Mi.-Nr.: 3260 vom 25. November 2000 zum Anlass: Eisenbahnfahrzeuge aus aller Welt.

Die Diesellokomotiven mit der Achsfolge B'B' erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 79 km/h und waren bei 12 m Länge mit max. 49 Mp Betriebsgewicht "Leichtgewichte". Sie hatten neuentwickelte Drehgestelle und verfügten über Flexicoil-Federungen. Von 1964 bis 1984 lieferte Krupp insgesamt 69 Diesellokomotiven der unterschiedlichsten Leistungsklassen.

Am 1. April 1989 wurde die Bahngesellschaft in Myanmar Railways geändert und diese orientierte sich für die nächsten Neubeschaffungen bei den Indern und Chinesen. Die lieferten auch 1989 aus ihrem Werk Dalian die ersten (Stückzahl nicht bekannt) diesel-elektrischen Lokomotiven.

MfG >Franz<
 

Das Thema hat 3135 Beiträge:
Gehe zu Seite: 1 26 36 46 56 66 76 86 96 106 116 117 118 119 120 121 122 123 124 125   126  oder alle Beiträge zeigen
 
  Antworten    zurück Suche    Druckansicht  
 

Ähnliche Themen

608984 1368 28.11.21 12:14DERMZ
19617 64 14.11.21 16:30epem7081
268973 522 26.10.21 20:14volkimal
200561 220 14.10.21 22:42wajdz
7476 31.08.20 10:56Baber


Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.