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Thema: Motiv Eisenbahnen
Das Thema hat 4225 Beiträge:
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Seku Am: 06.07.2026 11:55:30 Gelesen: 32971# 4201 @  
@ [#4086]

Eine weitere Ersttagskarte, aufgenommen in der Station Blausee-Mitholz der Lötschberg-Bergstrecke



Ich wünsche einen angenehmen Wochenanfang.

Günther
 
skribent Am: 08.07.2026 11:42:06 Gelesen: 31472# 4202 @  
Guten Tag,

hier ein weiteres PWZ von Nevis aus dem 8-Werte-Satz von 1984 mit der Mi.-Nr.: 262/263. Darauf abgebildet ist eine Satteltank-Dampflokomotive mit Namen "Comet" von der South Devon Railway (SDR).



Von diesen Satteltank-Lokomotiven für den Einsatz auf Breitspurstrecken wurden von 1851 bis 1853 insgesamt 12 Personenzug-Lokomotiven für die South Devin Railway von vier verschiedenen britischen Lokherstellern gebaut. Die "Comet" war die erste, einer aus fünf Lokomotiven bestehenden Serie, die bei der Firma Longridge in Belington gebaut wurde. Da die SDR eine Tochtergesellschaft der Great Western Railway war, erhielt diese Lokomotive die relativ hohe Betriebsnummer 2096.

Die Maschine hatte ein Fahrwerk mit der Achsfolge 2'B-n2T für die Spurweite 2.134 mm, die Länge über Puffer betrug 7,00 m und das Reibungs- sowie Betriebsgewicht betrug 21,5 bzw. 37,4 Mp. Der Durchmesser des Treibrads betrug 1.753 mm und dadurch konnte die Maschine eine Höchstgeschwindigkeit von 70 km/h erreichen.

Die Schwesterlokomotiven aus der gleichen Serie erhielten die Namen "Lance", "Rocket", "Meteor" und "Aurora". Diese Namen wurden schon einmal, außer der "Rocket", für Lokomotiven verwendet, die um 1840 für die GWR gebaut und der "Sun Class" zugeordnet wurden.

Der Lokomotivtyp wurde von dem damals bei der GWR beschäftigten Chefingenieur Daniel Gooch konstruiert. Den Prototyp für diese Satteltank-Konstruktion stellte die 1849 gebaute Lokomotive "Corsair" dar. Die meisten Bauteile für die Serie, aus der die "Comet" stammte, wurden nach Konstruktionsplänen der "Corsair" gefertigt.

Bis 1884 waren die Lokomotiven dann ausgemustert und verschrottet worden.

'Nen schönen Tag wünscht
Franz
 
Seku Am: 09.07.2026 05:38:30 Gelesen: 30832# 4203 @  
Schweiz 2007: Zum 125. Jubiläum der Gotthardbahn gab es bei der Schweizer Post zwar keine Sondermarken, dafür aber dieses Erinnerungsblatt mit Marken des 100-jährigen sowie dem Nationalen St.Gotthard-Museum am Pass.



abgestempelt in Göschenen und Airolo, den Orten an den Tunnelenden Nord (Kanton Uri) und Süd (Kanton Tessin)



Innenseite des Faltblattes

Mi.-Nr. 1214 – 1215 von 1982 sowie 1651 von 1998

Ich wünsche einen schönen Tag

Günther
 
skribent Am: 10.07.2026 19:30:22 Gelesen: 29620# 4204 @  
Guten Abend,

abgebildet ist auf dem Nevis-PWZ mit der Mi.-Nr.: 264/265 die Tender-Dampflokomotive Nr. 1173 der Baureihe H8 von der englischen Great Central Railway, die in den Jahren 1907/08 von Beyer, Peacock & Co. in Manchester nach den Plänen von J. G. Robinson als eine von vier Maschinen gebaut wurde.



Die Fahrzeuge hatten ein Fahrwerk mit der Achsfolge D2'-h2T für die Spurweite 1435 mm, eine Länge über Puffer von 13,77 m, ein Betriebsgewicht von 108 Mp sowie ein Treibrad mit dem Durchmesser 1.448 mm. Die erreichte Höchstgeschwindigkeit betrug 60 km/h.

Es handelte sich um schwere Tender-Rangierlokomotiven für den Einsatz auf den Ablauframpen des Rangierbahnhofs Wath, in der Nähe von Mexborough.

Weitere zwei Maschinen wurden 1932 in den GCR-Works Gorton gebaut. Alle 6 Fahrzeuge wurden von der London & North Eastern Railway und später dann, 1948, von der British Railways übernommen. Als die Rangiertätigkeiten von Diesellokomotiven übernommen wurden, musterte die BR 1957 alle Fahrzeuge aus und ließ sie verschrotten.

MfG. Franz
 
Seku Am: 11.07.2026 17:17:20 Gelesen: 29000# 4205 @  
Frankreich: Ein Absenderfreistempel des Schienenfahrzeugherstellers Alstom, abgestempelt in Saint-Denis. Dies ist eine Nachbargemeinde von Saint-Ouen-sur-Seine, dem Hauptsitz der Firma.



Das Unternehmen entstand 1928 als Alsthom durch Fusion der 1872 gegründeten Société Alsacienne de Constructions Mécaniques und der 1893 gegründeten Compagnie Française Thomson-Houston in Belfort, einer Tochtergesellschaft der Thomson-Houston Electric Company. Der Name des Unternehmens in der ursprünglichen Schreibweise Alsthom ist ein Kofferwort aus beiden Firmennamen in der Umgangssprache, Alsacienne und Thomson. Seit der Übernahme von Bombardier Transportation im Januar 2021 ist Alstom nach dem chinesischen Schienenfahrzeughersteller CRRC das zweitgrößte Unternehmen der Bahntechnik weltweit. Wikipeia

Ich wünsche ein schönes Wochenende

Günther
 
skribent Am: 11.07.2026 19:46:00 Gelesen: 28886# 4206 @  
Guten Abend,

auf dem Nevis-PWZ mit der Mi.-Nr.: 266/267 ist die Tender-Dampflokomotive Nr. 23 "Hammersmith" abgebildet.



Die Betreiber Metropolitan Railway und District Railway, beide London, beschafften für den Beginn des Untergrundbahnverkehrs Lokomotiven dieser Bauart, die vom Ing. H. Fowler konstruiert wurden. Die MR orderte in 1864 und 1886 insgesamt 66 Lokomotiven und die DR von 1871 bis 1886 insgesamt 56 Lokomotiven.

Lieferant war jeweils die Firma Beyer, Peacock & Co. Manchester. Die Fahrzeuge hatten ein Fahrwerk mit der Achsfolge 2'B-n2T für die Spurweite 1435 mm, das Reibungs- und das Betriebsgewicht betrug 32,9 und 42,9 Mp. Eine Lokomotive war 9,53 lang und deren Geschwindigkeit wurde auf 40 km/h begrenzt.

Beide Bahngesellschaften einigten sich auf ein kurioses Einsatzsystem. Die Züge, die den Metro-Ring im Uhrzeigersinn befuhren gehörten der Metropolitan Railway und die entgegengesetzt verkehrenden Züge gehörten der District Railway.

Als bei der Londoner Metro die Elektrifizierung 1905 begann, wurden die meisten Dampfloks auf oberirdisch verlaufende Streckenabschnitte versetzt.

Sechs Maschinen fielen nach der Ausmusterung nicht dem Schneidbrenner zum Opfer, denn fünf Maschinen wurden an die Rheinische Bahn in Deutschland verkauft und die Nr. 23 "Hammersmith" blieb aus traditionellen Gründen bis 1948 bei der DR im Einsatz, dann wurde sie dem London Transportmuseum (Covent Garden) als Exponat geschenkt.

'Nen angenehmen Sonntag wünscht
Franz
 
Seku Am: 12.07.2026 09:22:34 Gelesen: 27362# 4207 @  
Wir sehen hier das Plüschtier Tscheburaschka auf einer Modellbahnlokomotive der Firma Piko in Sonneberg (Thüringen). Die Karte stammt aus der ehemaligen Sowjetunion.



Es ist eine Film- und Roman­figur, die vom russischen Kinderbuchautor Eduard Uspenski 1966 zur Zeit der Sowjetunion erfunden wurde. Uspenski war für seinen humorvollen und politisch unbelasteten Schreibstil bekannt. In deutsch wird Tscheburaschka mit Kullerchen und auch Plumps übersetzt.

Tscheburaschka
ist auch heute noch als Plüschtier in den Nachfolgestaaten der Sowjetunion zu finden. Seit 2001 gibt es Tscheburaschka auch in Japan. Die Karte von 1975 zeigt : schon damals hatte man einen Bezug zu Japan gehabt – Aufgehende Sonne und Fudschijama.

In Putins Russland kam es zu einer Flut von Unsinn von russischen Parlamentariern und Ideologen wie Alexander Dugin über Tscheburaschka. Dugin warf ihm vor, „bürgerliche Werte und Infantilismus“ zu verkörpern, also „niedrige moralische Standards“, und damit für den Zusammenbruch der Sowjetunion verantwortlich zu sein. Quelle: Wikipedia

Möge Tscheburaschka allen Kindern Freude und Glück bringen, meint

Günther

[Redaktionell aus Thema: Motiv: Kinder verschoben.]
 
skribent Am: 12.07.2026 19:11:39 Gelesen: 27847# 4208 @  
Guten Abend,

am 25. Juli 1985 kamen wieder einige PWZ auf der Karibik-Insel Nevis an die Verkaufsschalter.

Mit der Mi.-Nr.: 280/281 ist das nächste PWZ gelistet, auf dem die Dampflokomotive "Snodown Ranger" von der North Wales Narrow Gauge Railway Company abgebildet ist.



Als die NWNGR 1877 den Güterzugverkehr aufnahm, kamen als erste auf der Schmalspurbahn zwei "Single-Fairlie" Maschinen zum Einsatz. Eine davon war die unter der Fabriknummer 739 gebaute "Snodown Ranger" und die andere war die "Moel Tryfan", die unter der Fabriknummer 738 entstanden war. Diese beiden Schmalspur-Tenderlokomotiven waren die ersten ihrer Bauart in England.

1875 wurden die zwei Maschinen von der Glasgower Vulcan Foundry Ltd. fertiggestellt. Sie verfügten über ein Fahrwerk mit der Achsfolge C2'-n2T für die Spurweite 600 mm, hatten ein Reibungs- bzw. Betriebsgewicht von 9,7 bzw. 14,3 Mp und waren über Puffer 6,38 m lang. Ihre Höchstgeschwindigkeit betrug 40 km/h.

An beiden Maschinen wurden in den darauf folgenden Jahren mehrere Verbesserungsarbeiten durchgeführt, wie zum Beispiel der Einbau eines Druckluftbremssystems der Bauart Westinghouse. Beide Lokomotiven wurden 1927 wegen ihres desolaten Zustands ausgemustert. Da die Reparaturen zu teuer geworden wären, machte man einfach aus beiden Lokomotiven eine. Dieser "Mischling" befand sich noch bis 1936 im Einsatz und wurde dann aber endgültig verschrottet.

Einen angenehmen Wochenbeginn wünscht
Franz.
 
skribent Am: 15.07.2026 14:53:13 Gelesen: 25724# 4209 @  
Guten Tag,

heute ein weiterer interessanter Lok-Typ, abgebildet auf einem PWZ mit der Mi.-Nr. 282/283 von Nevis.

Es handelt sich dabei um einen Dampflokomotivtyp der Baureihe 700 von der Midland Railway (MR), der in der Zeit von 1900 bis 1905 in den Derby Works in Derby entwickelt und gebaut wurde.



S.W. Johnson, seinerzeit Chefingenieur bei der Midland Railway, war der Konstrukteur dieser Bauart. Konzipiert wurden die Lokomotiven für den Einsatz von Expresszügen auf den Strecken zwischen London und Leeds, sowie London und Manchester. Insgesamt wurden 80 Exemplare gebaut, deren Betriebsnummern 700-779 lauteten. Die Klasse in ihrer Gesamtheit wurde als Class 700 oder auch als Johnson-Class bezeichnet.

Die Maschinen hatten ein Laufwerk mit der Achsfolge 2'B-n2 für die Spurweite 1435 mm, ihre Länge über Puffer betrug (mit Tender) 17,38 m und ihr Betriebsgewicht (ohne Tender) 63 Mp. Mit dem Treibraddurchmesser von 2.058 mm erreichten die Maschinen eine Höchstgeschwindigkeit von 110 km/h.

Da die Lokomotiven noch als Naßdampfvariante in Betrieb genommen wurden, baute man ab 1913 27 Maschinen auf Heißdampfbetrieb um und verlängerte gleichzeitig die Rauchkammer. Diese wurden von nun ab als "Large Belpaire" bezeichnet. Als die Midland Railway 1923 mit der London, Midland & Scottish Railway (LMSR) fusionierte, begann nur kurze Zeit nach deren Übernahme bereits die Ausmusterung.

Die Lok Nr. 737 wurde 1925 verschrottet. 22 Maschinen gelangten allerdings noch in den Fahrzeugpark der 1948 gegründeten British Railways. Ihnen wurde die Ziffer 40 vor ihre bisherige B-Nr. gesetzt. Die letzte Maschine dieser Bauart, die Lok mit der Nummer 40726, wurde 1957 ausgemustert.

MfG. Franz
 
skribent Am: 19.07.2026 19:50:09 Gelesen: 22433# 4210 @  
Guten Abend,

wieder ein interessanter Dampflokomotivtyp, abgebildet auf dem NEVIS-PWZ mit der Mi.-Nr.: 284/285. Es handelt sich um ein Fahrzeug der Baureihe 3.800 von der Great Western Railway (GWR).



Von 1904 bis 1906 wurden die ersten 30 2'B-Naßdampf-Zwillingslokomotiven dieser Bauart in den Swindon Works (England) nach den Konstruktionsplänen des Chefingenieurs der GWR G. J. Churchward gebaut. Konzipiert wurden diese für den Einsatz im Schnellzugdienst auf den Hauptstrecken des GWR-Netzes. Jede Lokomotive erhielt außer der Betriebsnummer zusätzlich den Namen einer britischen Grafschaft und das war dann der Grund, warum sie als "County Class" bezeichnet wurden.

Die Loks hatten ein Fahrwerk mit der Achsfolge 2'B-n2 für die Spurweite 1435 mm, ihre Länge über Puffer betrug ohne Tender 11,13 m und mit Tender 17,66 m. Ihr Betriebsgewicht betrug o.T. 58,3 Mp und m.T. 98,3 Mp und als Höchstgeschwindigkeit wurden 110 km/h erreicht.

In den Jahren 1911 bis 1912 wurden 10 weitere Exemplare einer verbesserten Variante gebaut, die in technischer Hinsicht etwas von den 30 Maschinen der 1. Serie abwichen. Alle zusammen bekamen die Betriebsnummern 3800-3839 und alle waren bis 1935 ausgemustert und dann verschrottet worden.

Ich wünsche allen Eisenbahn-Interessierten einen angenehmen Wochbeginn.
Franz
 
skribent Am: 23.07.2026 17:26:38 Gelesen: 19976# 4211 @  
Guten Tag,

von der NEVIS-Ausgabe von 1985 sind noch einige interessante Maschinen vorzustellen.

Heute ist es die Dampflokomotive Outrance von der Chemin de Fer du Nord an der Reihe, die bei Michel mit der Nummer 286/287 gelistet ist.



Das erste Exemplar dieser aus 50 Schnellzuglokomotiven bestehenden Serie wurde am 29. Juni 1877 der Chemin de Fer du Nord (Frz. Nordbahn) übergeben und erhielt den Namen Outrance (Unübertroffene). Nach ihr wurden alle Lokomotiven dieser Baureihe ebenfalls so bezeichnet. Die Betriebsnummern lauteten: 2861-2911. Konzipiert wurden die Lokomotiven für den Transport der Fährzüge zwischen Valais und Paris.

Gebaut wurden die Maschinen nach englischem Vorbild zwischen 1877 und 1892, deren Konstrukteur Archibald Sturrock war. Der Rahmen bestand aus zwei massiven Holmen an deren Außenseiten die Kuppelstangen angeordnet waren. Die Feuerung der Bauart Belpaire besaß einen rechteckigen Querschnitt, auf ihr saß ein Regler der Bauart Crampton und auf dem Kessel ein übermächtiger glänzender Dampfdom aus Messing.

Die Maschinen hatten ein Fahrwerk mit der Achsfolge 2'B-n2 für die Spurweite 1435 mm, ihr Reibungs- bzw. Betriebsgewicht betrug 26,9 bzw. 43,2 Mp. Die Lokomotiven waren 11,23 m über Puffer lang (ohne Tender) und das Treibrad hatte einen Durchmesser von 2130 mm. Eine der Maschinen soll 1890 eine Höchstgeschwindigkeit von 127 km/h erreicht haben.

MfG. Franz
 
Seku Am: 24.07.2026 17:25:37 Gelesen: 19146# 4212 @  
Nicaragua 1995: Güterzuglokomotive der Sowjetischen Eisenbahnen



Mi.-Nr. Block 250

Ich wünsche ein schönes Wochenende

Günther
 
skribent Am: 25.07.2026 16:09:18 Gelesen: 18579# 4213 @  
Guten Tag,

auf dem hier gezeigten NEVIS-PWZ mit der Mi.-Nr.: 288/289 ist ein Dampflokomotivtyp der Baureihe Pb15 von den Queensland Government Railways (Australien) abgebildet.



Von 1899 bis 1912 wurden vom Typ Pb15 insgesamt 202 Maschinen gebaut, die im Personenzugdienst zum Einsatz kamen. Hierbei handelt es sich um eine 2-Zylinder-Nassdampf-Variante mit innenliegender Stephenson-Steuerung. Die Lokomotiven zeichneten sich durch eine hohe Zugkraft aus und wurden des Öfteren vor den "South Brisbane Express" gesetzt.

Gebaut wurden die Maschinen bei der Firma Walkers Ltd., Maryborough (Australien) mit einem Fahrwerk mit der Achsfolge 2'C-n2 für die Spurweite 1067 mm. Die Loks hatten eine Länge über Puffer ohne Tender von ca. 11,00 m und ein Betriebsgewicht von 32,6 Mp. Mit ihrem Treibrad, dessen Durchmesser 1.219 mm betrug, erreichten sie eine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h.

Von 1925 bis 1926 entstand eine zweite Serie von 30 Maschinen in einer verstärkten und modifizierten Variante. Sie erhielten gegenüber den Maschinen der ersten Serie eine Walschaerts-Steuerung und waren für den Heißdampf-Betrieb eingerichtet. Erst gegen Ende der 1990er Jahre war die Ausmusterung beider Bauserien abgeschlossen.

Vier Lokomotiven blieben der Nachwelt erhalten, davon drei im Redbank Museum in der Nähe von Brisbane und eine bei der Geelong Steam Preservation Society (private Museumsbahn "Bellarine Peninsula Line).

Einen angenehmen Sonntag wünscht Franz.
 
Seku Am: 28.07.2026 21:13:40 Gelesen: 16351# 4214 @  
Schweiz: Am 27. August erscheint eine Briefmarke, gewidmet dem Erbauer der Gotthardtunnels Louis Favre (1826–1879)



Ich wünsche einen schönen Abend

Günther

https://de.wikipedia.org/wiki/Louis_Favre
 
skribent Am: 29.07.2026 11:08:36 Gelesen: 15486# 4215 @  
Guten Morgen,

heute ist das letzte PWZ aus dem NEVIS-Satz an der Reihe.

Abgebildet ist eine Einheits-Tender-Dampflokomotive der Baureihe 64 von der Deutschen Reichsbahn.


Mi.-Nr.: 290/291

Neben den Einheitstypen von Schnellzuglokomotiven ließ die Deutsche Reichsbahn Direktion 1925 auch drei neue Tenderloktypen bis zu einer Radsatzlast von 15 t für die Nebenbahnstrecken entwickeln. Hierzu zählten die Baureihen 24, 64, 86 und 87, deren Kessel, Zylinder, Radsätze und viele andere Bauteile identisch waren. Von 1928 bis 1940 wurden an die Deutsche Reichbahn insgesamt 520 Lokomotiven geliefert, deren Betriebsnummern 64.001 bis 64.520 lauteten.

Hergestellt wurden die Lokomotiven bei Henschel, O&K, Jung und Masch.-Fabrik Esslingen (Deutschland). Sie hatten ein Fahrwerk mit der Achsfolge 1'C1'-h2T für die Spurweite 1.435 mm, ihr Reibungs- bzw. Betriebsgewicht betrug 45,5 bzw. 74,9 Mp und die Länge über Puffer betrug 12,40 m - 12,50 m. Die Höchstgeschwindigkeit betrug 90 km/h.

Zehn Exemplare erhielten ein Krauss-Helmholtz-Lenkgestell, alle anderen besaßen ein Bissel-Gestell. Die beidseitig am Kessel angebrachten Wassertanks konnte 9 m³ Wasser aufnehmen und der Kohlenbunker 3 t Kohle. Ab der B.-Nr.: 64.368 betrug die LüP 12,50 m.

Nach dem Zweiten Weltkrieg übernahm die Deutsche Bundesbahn noch 278 Maschinen dieser Baureihe und ordnete diese als Baureihe 064 ein. Sie wurden überwiegend auf den Nebenstrecken Süd-Deutschlands eingesetzt. In den Besitz der Deutschen Reichsbahn Ost gelangten noch 115 Maschinen, die auf den Nebenstrecken im nördlichen Ost-Deutschland eingesetzt wurden.

Die Ausmusterung war bei beiden deutschen Bahngesellschaften bis 1975 abgeschlossen.

MfG. Franz.
 
Seku Am: 29.07.2026 19:16:12 Gelesen: 15035# 4216 @  
@ skribent [#4215]

Zitat: Die Ausmusterung war bei beiden deutschen Bahngesellschaften bis 1975 abgeschlossen.

Als Museumslokomotiven überlebten insgesamt 19 Maschinen [1].

Kuba 1999:



Die Abbildung zeigt eine deutsche Dampflokomotive der Baureihe 64 vor einem Personenzug, wobei der Schornstein etwas missglückt ist.

Mi.-Nr. Block 157

Habt einen schönen Tag mit etwas Abkühlung

Günther

[1] https://eisenbahn-museumsfahrzeuge.de/index.php/deutschland/staatsbahnfahrzeuge/dampflokomotiven/baureihe-64
 
skribent Am: 30.07.2026 12:28:10 Gelesen: 13881# 4217 @  
Guten Tag,

weil wir bei den Dampf-Einheitslokomotiven des DR-Typisierungplanes sind, heute abgebildet auf dem Block Nr. 157 (Mi.-Nr.: 4250), der zum "12. Kongress des Kubanischen Philatelistenverbandes" am 11. Dezember 1999 verausgabt wurde, ein Dampflokomotivtyp der Baureihe 86.



Die Baureihe 86 war als Einheitstyp bei der DR in die Gruppe der Nebenbahn-Lokomotiven eingeordnet gewesen. Konzipiert wurde diese Tenderbauart für den Güter- als auch für den Personenzugdienst. Die ersten sieben Maschinen lieferte die Maschinen-Baugesellschaft Karlsruhe. Da sich die Bauzeit von 1928 bis 1943 erstreckte, war das die längste Bauzeit für diesen Einheitstyp. Während der 25-jährigen Bauperiode wurden selbstverständlich in die Lokomotiven der einzelnen Serien immer wieder neue Techniken eingebracht.

Hersteller waren neben MBG Karlsruhe noch Schwartzkopff, O&K, Borsig, Henschel, Schichau, Linke-Hofmann, Masch. Esslingen, Wiener Lokfabrik, DWM Posen und Krupp. Das Fahrwerk des Typs BR 86 hatte die Achsfolge 1'D1'-h2t für die Spurweite 1.435 mm, das Reibungs- bzw. Betriebsgewicht betrug 68-70 Mp bzw. 84,2 Mp. Die Maschine hatte eine Länge über Puffer von 13,92 m und erzielte eine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h.

Bis 1943 wurdem 774 86er gebaut, die die Betriebsnummern 86.001-86.591, 86.606-86.627, 86698-86.816, 86,817, 86.835-86,875 und 86.966 bekamen. Nach dem Ende des WK II gelangten 386 Lokomotiven in den Bestand der DB und 173 Loks in den der DR (Ost). Aber auch bei ausländischen Bahnverwaltungen waren nach Kriegsende einige Maschinen in die Fuhrparks gelangt, so 65 Stück bei der CSD, 46 Stück bei der SZD, 44 Stück bei der PKP und 29 Stück bei der ÖBB. Die letzten von ihnen standen bei der DB bis Mitte der 1970er Jahre im planmäßigem Einsatz, bei der DR (O) noch bis Mitte der 1980er Jahre. In 2005 soll es noch neun betriebsbereite 86er gegeben haben.

'Nen schönen, erträglichen Tag wünscht,
Franz.
 
Seku Am: 30.07.2026 13:48:58 Gelesen: 13820# 4218 @  
@ skribent [#4217]

Baureihe 64 oder 86 ?

Da ich mir nicht ganz sicher war, habe ich mir erlaubt bei meiner Recherche einen Spezialisten der BR 64 folgendes zu fragen :

„Eine 86er kann es ja wohl nicht sein. Oder ?“

Die Antwort :

„Nein, eine 86er ist das nicht.“

Mehr dazu hier [1]

Im übrigen sehe ich nur drei Treibräder und keine vier.

Und von der 86er überlebten als Museumslokomotiven insgesamt 13 Maschinen [2].

Habt einen schönen Tag, ohne Unwetter

Günther

[1] https://www.br64.de/
[2] https://eisenbahn-museumsfahrzeuge.de/index.php/deutschland/staatsbahnfahrzeuge/dampflokomotiven/baureihe-86
 
skribent Am: 30.07.2026 15:20:23 Gelesen: 13762# 4219 @  
Hallo Günther,
guten Tag an alle E-Freunde!

So schnell es in meinem Alter noch geht, habe ich meine Beziehungen genutzt und folgendes Ergebnis erzielt:

Seit mehr als 25 Jahren - als die Kuba-Marke zum Verkauf kam - besitze ich Unterlagen (Bücher) über die BR 86.

Vielleicht sagen Dir die Namen der Experten, die sich mit der Kuba-Lok auch beschäftigt haben, etwas. Es handelt sich dabei um Adrie van Oyen, J. Mulder, G. Schumacher, Dr. A. Goodbody und Manfred Kopka.

Einer von den Genannten hatte gute Beziehungen zum Phila-Verein in Havanna und hat sich vom dortigen Vorstand die Ausstellungsunterlagen beschafft.

Im Jahr 2000 gab es in unserer MG-Broschüre eine Motiverklärung dazu, die von "damals" 485 Mitgliedern gelesen wurde.

Eine gegenteilige Meinung ist mir damals nicht bekannt geworden.

Hast Du nicht mal den Manfred Kopka als einen der "wenigen" bezeichnet, der von Lokomotiven jedweder Art das breiteste Fachwissen besitzt? Leider kann ich meinen guten Kumpel nicht mehr hinzuziehen.

Günther - Du mußt nicht antworten, Du vertrittst Deine Meinung, ich meine und so soll es bleiben.

Trotzdem - schöne Grüße!
Franz
 
Seku Am: 30.07.2026 17:29:15 Gelesen: 13706# 4220 @  
@ skribent [#4219]

Guten Abend Franz,

ich bleibe dabei: ich sehe nur drei Treibräder (Baureihe 64) und keine vier (Baureihe 86).



Hab eine ruhige Nacht,

Günther
 
Seku Am: 01.08.2026 00:38:17 Gelesen: 12299# 4221 @  
Türkei 1953: Anlässlich des 30. Jahrestages der Republik herausgegeben. Abgebildet ist ein neuer Dieseltriebwagen der TCDD-Baureihe MT 5300, der von der Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg und der Maschinenfabrik Esslingen in Deutschland für die Türkei gebaut wurde.



Die TCDD MT 5300 war eine Baureihe von Dieseltriebwagen, die von der Türkischen Staatsbahn eingesetzt wurden. Die Züge kamen im Intercity-Verkehr zum Einsatz und boten höhere Geschwindigkeiten sowie mehr Komfort als dampfbetriebene Züge. Sie wiesen zahlreiche Ähnlichkeiten zur Baureihe MT 5200 auf. Die Triebwagen wurden von MAN, Esslingen und Duewag mit MAN-Dieselmotoren gefertigt, während die Mittelwagen von Westwaggon gebaut wurden. Quelle : Wikipedia

Mi.-Nr. 1372

Ich wünsche ein schönes Wochenende

Günther
 
Seku Am: 02.08.2026 19:07:22 Gelesen: 11236# 4222 @  
Indien 2025: 100 Jahre Elektrische Eisenbahn



Bei den 1925 in Bombay eingeführten elektrischen Triebzügen (EMU) handelte es sich um Einheiten für 1,5 kV Gleichstrom, die von Cammell Laird (England) und der Uerdinger Waggonfabrik (Deutschland) importiert worden waren - Der Vande Bharat Express (‚Es lebe Indien‘) ist eine seit 2019 eingesetzte Baureihe moderner Elektrotriebzüge der Indian Railways. Sie gilt als Vorzeigeprojekt des indischen Programms ‚Make in India‘ und verbindet in Tagesverkehr große Städte mit Geschwindigkeiten bis zu 160 km/h. (Quellle: Wikipedia)

Ich wünsche einen angenehmen Wochenanfang

Günther
 
skribent Am: 03.08.2026 11:13:12 Gelesen: 10777# 4223 @  
Guten Morgen!

Die Postverwaltung der karibischen Turks & Caicos Inseln verausgabte am 4. November 1991, zum Anlass der in Tokio stattgefundenen Int. Briefmarkenausstellung PHILANIPPON, einen Satz mit acht Einzelwerten und zwei Blöcken mit Abbildungen von Dampflokomotiven aus dem Bestand der Japanischen Staatsbahn.

Den Anfang macht ein Dampflokomotivtyp der Baureihe 8550, der bei MICHEL mit der Nummer 1027 gelistet ist.



Um die Jahrhundertwende 1899/1900 stieg das Transportaufkommen in Japan derart an, daß die JNR aus dem Ausland Dampflokomotiven zusätzlich beschaffen mußte, da die einheimische Lokomotivbau-Industrie mit der Herstellung von Lokomotiven einfach überfordert war. In den Jahren 1899-1906 erhielt die JNR insgesamt 66 Lokomotiven dieser Bauart aus den USA in Form einer Heißdampfvariante.

Gebaut wurden die Maschinen in den ALCO Works, Schenectady mit einem Fahrwerk mit der Achsfolge 1'C-h2 für die Spurweite 1067 mm. Sie hatten eine Länge über Puffer von 8,36 m (o.Tender) und 13,75 m (m.Tender), und ein Betriebsgewicht von 41,6 Mp (o.Tender) und 64,7 Mp (m.Tender). Mit einem Treibraddurchmesser von 1.370 mm erreichten die Maschinen eine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h.

Eine Besonderheit stellte der angekoppelte Schlepptender dar. Er wurde zwar dreiachsig ausgelegt, aber zwei Achsen davon waren in einem Drehgestell vereinigt. Damit ergab sich eine bessere Kurvengängigkeit, da die Maschinen hauptsächlich im Güterzugdienst auf kurvenreichen Nebenstrecken zum Einsatz kamen. Die Betriebsnummern lauteten: 8550-8615 und keine dieser Maschinen blieb der Nachwelt erhalten.

Einen angenehmen Wochenbeginn wünscht
Franz
 
Seku Am: 03.08.2026 18:04:56 Gelesen: 10383# 4224 @  
@ [#441] zur Ergänzung

Taiwan 2015: Eisenbahntourismus in Taiwan [1]



Züge der South Link Linie - No. 1001 der Jiji-Linie

Mi.-Nr. 4031 – 4032

Habt einen schönen Sommerabend

Günther

[1] https://www.philapress.de/2015/11/23/marke-der-woche-taiwan-eisenbahn/
 
skribent Am: 08.08.2026 11:26:36 Gelesen: 1900# 4225 @  
Guten Tag!

Aus dem Turks & Caicos Inseln-Satz hier mit der Mi.-Nr.: 1028 ein Sonder-PWZ mit der Abbildung eines japanischen Dampflokomotivtyps der Baureihe C-57.



Von den japanischen Lokomotiv-Herstellern Kawasaki, Hitachi, Kisha Seizo und Mitsubishi wurden in den Jahren 1937-1942 insgesamt 201 Lokomotiven dieser Baureihe hergestellt und an die Japanische Staatsbahn (JNR) geliefert. Die Maschinen hatten ein Fahrwerk mit der Achsfolge 2'C1'-h2 für die Spurweite 1.067 mm, das Reibungsgewicht betrug 41,3 Mp, die Betriebsgewichte betrugen o.T. 67,5 und m.T. 115,5 Mp. Über die Puffer gemessen war die Lok o.T. 12,86 m und m.T. 20,28 m lang. Mit einem Treibraddurchmesser von 1.752 mm erreichten die Maschinen Höchstgeschwindigkeiten von 120 bis 125 km/h.

Ihrer eleganten Bauform wegen wurden die C-57er allgemein als "Lady" bezeichnet. Während der langen Bauperiode gab es zwischen den einzelnen Bauserien technische Unterschiede. Konzipiert wurde der Lokomotivtyp für den Schnellzugdienst auf allen Hauptstrecken des JNR-Netzes.

Durch den Einbau einer großen, breiten Feuerungsfläche konnten die Lokomotiven auch mit minderwertiger Kohle befeuert werden, die in Japan in ausreichenden Mengen zur Verfügung stand. Ein besonderes Merkmal waren die Boxpokräder, wie man sie von den USA-Typen her kannte. Die Betriebsnummern lauteten: C-57.1 bis C-57.201.

Die Lokomotive mit der B-Nr. C-57.1 konnte erhalten bleiben und wurde im Eisenbahnmuseum zu Umekoji abgestellt.

MfG. Franz.
 

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