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Thema: Stempel bestimmen: Bund
Das Thema hat 310 Beiträge:
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lueckel2010 Am: 15.04.2020 13:46:55 Gelesen: 4000# 286 @  
@ NikFFM [#283]

Guten Tag,

FA 1 = Fernmelde amt 1. Fernmeldeämter waren damals noch ein Teil der Deutschen Bunddespost und dadurch auch mit postalischen Tagesstempeln ausgerüstet.

(West-) Berlin als Millionenstadt hatte mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit mehrere Fernmeldeämter, die durch eine Ziffernfolge (1, 2, 3 usw.?) unterschieden werden konnten.

Näheres dazu können wahrscheinlich Berlin- bzw. Stempel-Spezialisten sagen, die es ja auch bei Philaseiten gibt.

Moin aus Ostfriesland, Gerd Lückert
 
drmoeller_neuss Am: 15.04.2020 17:01:03 Gelesen: 3942# 287 @  
Persönlich machen mich solche Stempel auf "besonderen" Marken stutzig.

Auf den ersten Blick passt die Stempelfarbe, die Stempelform und das Datum. Aber die Fernmeldeämter hatten keinen allgemeinen Postbetrieb genauso wie Postscheckämter. "Berlin FA" kommt häufig auf Eil- und Wertbriefe als Ankunftsstempel vor. Wenn Marken versehentlich unentwertet blieben, konnten sie auch beim Posteingang im Fernmeldeamt nachträglich entwertet werden.

Als Abgangsstempel ist dieser Stempel mir nicht bekannt. Möglicherweise handelt es sich um einen Innendienststempel zum Beispiel für Postformulare. Leider wurden diese Stempel nicht immer vorschriftsmässig zum Stempeln von Briefmarken verwendet. Da ist auch schon einmal versehentlich die Jahreszahl beim Stempeln um ein Jahr zurückgesprungen.

Fazit: Das Stück prüfen lassen (ist allerdings hier wirtschaftlich grenzwertig).
 
notna1 Am: 15.04.2020 17:41:26 Gelesen: 3966# 288 @  
Sonderbarer Stempel Ottobrunn aus 1983
Stempel Ottobrunn aus 1983 - Metall- oder Gummistempel ?

Hallo zusammen,

ich zeige hier einen Block (Bund Mi.-Nr. 16 aus dem Jahr 1978) mit einem eigenartigen Stempel aus dem Jahr 1983 von Ottobrunn. Mich stört hier nicht die falsch eingestellte Uhrzeit (29 Uhr); das kann vorkommen. Die Art der Ziffern in der Datumsabgabe ist doch sehr eigenartig, viel größer als normal. Oder täuschen mich da meine Augen?

Danke im Voraus für die Mitarbeit.

notna1


 
achim11-76 Am: 15.04.2020 18:09:56 Gelesen: 3938# 289 @  
Was mir neben den seltsamen Ziffern sofort aufgefallen ist, das bei der Monatsangabe die Null fehlt. Es müsste 28.01.83-29 sein und nicht 28.1.83-29
Weiterhin wirkt der Ortsname auch nicht symetrisch im Stempel zu sitzen.

Aber eine Stempelfälschung auf einer relativ billigen Ausgabe, ob das lohnt?

Hat der Block noch die Gummierung oder hat die Gummierung einen Schaden, ist der Stempel und die Stempelfarbe nach hinten durchgeschlagen und kann man ein durchdrücken erkennen, was auf einen Metallstempel schliessen lässt? Bei einem Gummistempel müsste die Papierrückseite glatt sein.
 
notna1 Am: 15.04.2020 18:30:05 Gelesen: 3922# 290 @  
Hallo Achim,

Danke für den 1. Beitrag zu meinem "Problem".

In der Abbildung zeige ich auch Rückseite des Blocks mit unbeschädigtem Originalgummi.

Die schwarzen Flecken stammen wohl von der Stempelfarbe eines darunterliegenden anderen Blocks.

Betrachtet man auf der Vordereite beim linken Stempel den rechten Teil mit der Verschmierung, dann deutet das auf eine Entwertung mit einem Gummistempel hin.
Rückseitig hat es diesen Stempel ungleichmäßig durchgedrückt.

In der Hoffnung auf weitere Beiträge verbleibe ich

mit den besten Grüßen

notna1


 
Stempelfreund Am: 15.04.2020 18:59:55 Gelesen: 3902# 291 @  
Hallo notna1,

bei stampsx gibt es vier Stempelabschläge des vergleichbaren Stempel mit UB f aus den jahren 1962 bis 1965. Bei ihnen sind die selben Auffälligkeiten zu sehen. Etwas unsymmetrische Ortsangabe, nicht die üblichen Ziffern und das Fehlen einer 0 in der Monatsangabe.

Ich vermute, dass u.U. eine ältere Datumswalze eingebaut wurde?

Allerdings sieht der Abschlag von 1983 auf deinem Block sehr sauber und "neu" aus.

Gruß vom Stempelfreund
 
Christoph 1 Am: 15.04.2020 19:32:31 Gelesen: 3885# 292 @  
Hallo notna1,

interessante Beobachtung! Ich war mir, als ich Deinen Block gesehen habe, ganz sicher, dass ich "so etwas" nicht zum ersten mal sehe. Aber ich konnte mich nicht mehr erinnern, woher ich diese Art der Datumsdarstellung kenne.

Deshalb habe ich ein wenig in der Stempeldatenbank gestöbert und ein paar weitere Beispiele gefunden, bei denen meiner Meinung nach das Datum ähnlich dargestellt ist:




Ich habe mich bei der Suche zunächst auf das Jahr 1983 beschränkt, man könnte aber selbstverständlich noch viel umfassender suchen.

Auffällig ist, dass es sich durchweg um Stempel aus recht kleinen Ortschaften handelt. Möglicherweise deutet das darauf hin, dass diese Stempel überdurchschnittlich lange verwendet wurden. Ich werde bei den gefundenen Stempeln später auch noch nach älteren Abschlägen Ausschau halten.

Was jedoch nur ein ungenügendes Indiz darstellt ist die Darstellung der Monatsangabe ohne vorgeschalteten Strich. (denn "genullt" wurde zu dieser Zeit sowieso noch nicht, das kam erst viel später). Hier fehlt also keine 0, sondern es fehlt - wenn überhaupt - ein Strich vor der Monatszahl. Allerdings ist das nicht so besonders. Es gibt zahlreiche Beispiele von Stempeln mit "einziffriger" Darstellung des Monats, bei denen aber die besondere Schrifttype bzw. Zeichengröße nicht gleichzeitig vorkommt.



Viele Grüße
Christoph
 
achim11-76 Am: 15.04.2020 19:33:30 Gelesen: 3881# 293 @  
@ notna1 [#290]

Halo Notna1,

da der Gummi noch intakt ist und man auf dem rückseitigen Scan gut sieht, das der linke Stempel an der Stelle durchgedrückt hat, was auf der Vorderseite wie eine Verschmierung aussieht, kann man von einem Metallstempel ausgehen. Das ist ein sogenannter Quetschrand, der nur bei Metallstempeln vorkommen kann. Ein Gummistempel ist dafür nicht fest genug.

Das spricht an sich für die Echtheit des Stempels, und da der Sammlerkollege Stempelfreund verschiedene Abschläge aus mehrere Jahren gefunden hat, könnte das auch ein Indiz für die Echtheit sein.

Auch gehe ich nicht davon aus, das diese Marken fälschungsgefährdet sind.

Was für mich auch ein Indiz für die Echtheit ist sind die Stempelfragmente auf der Rückseite. Wenn der Sammler sich den Block hat gefälligkeitsstempeln lassen bei seinem Postamt, wurde der Block auf die Gummimatte gelegt und gestempelt. Das wurde auch so bei Einzelmarken gemacht, und es blieben auf der Gummimatte dann färbende Stempelfragmente zurück, die man dann wie hier auf der Rückseite bewundern kann. :)
 
sammler-ralph Am: 15.04.2020 21:25:58 Gelesen: 3894# 294 @  
Das Fernmeldeamt 1 in Berlin befand sich in der Winterfeldtstraße 28-35 in Berlin-Schöneberg. Es wurde 1928 als Fernamt eröffnet. 1958 erfolgte der Zusammenscchluß mit dem Funkamt zum Fernmeldeamt. U.a. wurde der Telegrammdienst durchgeführt. Hier könnte das oben gezeigte Stück auch herstammen.

Gruß
Ralph
 
bovi11 Am: 15.04.2020 21:34:04 Gelesen: 3887# 295 @  
Mir kommt der Stempel spanisch vor.

Wenn man genau hinschaut, sieht man unnatürliche Farbverläufe, die bei Aufdrucken mit dem Tintenstrahler entstehen.
 
NikFFM Am: 15.04.2020 23:29:02 Gelesen: 3861# 296 @  


Vielen Dank für eure Kommentare.

Ich habe noch diese Schrottmarke mit 1 Berlin FA 1. Somit gibt es eine Abbildung von "b" und "". Die Kritik der Stempelfarbe nehme ich ernst, weiß mir aber auch nicht zu helfen.
 
filunski Am: 15.04.2020 23:29:57 Gelesen: 3836# 297 @  
Hallo zusammen,

es handelt sich hier um einen normalen Bundespost-Tagesstempel aus Metall der viele Jahre in Ottobrunn im Einsatz war.

Den genauen Beobachter verwirrt hier etwas die Datumsanzeige.

Das liegt am Typenradsatz für die Datumswalze. Hier in diesem Stempel war noch ein alter, 8-stelliger Typenradsatz eingebaut. Dazu hier ein Vergleich der beiden Typenradsätze (8 stellig alt - 9 stellig neu):



Das neue, neunte Typenrad kam bei der Monatsangabe dazu (siehe rote Markierung). Beim 8-stelligen Satz gab es für den Monat nur ein Typenrad. Für die zweistelligen Monate (10-12) waren beide Ziffern auf ein Rad montiert. Beim 9-stelligen Satz bekam der Monat ein zusätzliches Typenrad zur getrennten Einstellmöglichkeit der beiden Monatsziffern. Zweistellig also z.B. 1 0, oder bei einstelligen Monaten z.B. - 5.

Bei dem Ottobrunnstempel habe ich hier mal die einzelnen Typenräder markiert:



Viele Grüße,
Peter
 
jmh67 Am: 16.04.2020 09:04:39 Gelesen: 3829# 298 @  
@ bovi11 [#295]

Nicht alles, wo die Farbe verlaufen ist, kommt aus dem Tintenstrahldrucker. Das saugfähige Papier der Briefmarken damals und ungleichmäßig eingefärbte Stempelkissen führen zu ähnlichen Effekten. Wurden nicht Telegrammgebühren in Briefmarken verrechnet? Zwei Mark ist ja nicht viel für eine Depesche.

-jmh
 
bovi11 Am: 16.04.2020 09:22:19 Gelesen: 3819# 299 @  
@ jmh67 [#298]

Das ist sicher grundsätzlich richtig.

Gleichwohl sind viele Farbverläufe merkwürdig, z.B. überall dort, wo der Stempel Zähnungslöcher trifft.
 
achim11-76 Am: 16.04.2020 09:25:24 Gelesen: 3815# 300 @  
Die einfachste Methode ist immer noch die Rückseite zu betrachten. Hat die Farbe durchgeschlagen, sieht man vom Metallstempel einen mechanisches durchdrücken im Papier? Bei Gummi oder Tintenstrahlstempeln fehlt das.

Beim Viererblock sieht man auch ganz gut, das der Stempel nicht gerade gehalten wurde, sondern etwas nach vorne gekippt war beim Abschlag, da der obere Teil stärker dunkler ist und der untere Teil etwas heller. Der obere Teil müsste daher stärker in das Papier eingedrückt sein und auf der Rückseite sichtbarer sein als der untere.
 
juju Am: 17.04.2020 20:23:36 Gelesen: 3662# 301 @  
Hallo zusammen,

wollte diesen Stempel gerade in die Datenbank einstellen, ich kann aber leider den Text rechts oben nicht entziffern.



Hier der entsprechende Ausschnitt nochmal vergrößert mit 600 dpi:



Ich hätte ja auf "Wirbel- / säulenbäder" getippt, aber im Vergleich zum r von Wirbel ist der Bogen des letzten Buchstabens zu weit nach unten gebogen.

Kann evtl. auch jemand mit einem Bochmann-Katalog weiterhelfen?

Und wie sollte das Stempelmotiv beschrieben werden bzw. was stellt es dar?

Beste Grüße
Justus
 
Brigitte Am: 17.04.2020 20:31:30 Gelesen: 3657# 302 @  
@ juju [#301]

Hallo Justus,

es sind die Wirbelsäulenschäden, für die es außergewöhnliche Heilerfolge geben soll.

Es gibt schon einen ähnlichen Stempel, dort wurde das Motiv wie folgt beschrieben:

Stilisierte nackte Frau, die einen Brunnen in den Händen hoch hält

oder

nackte Badende hält Brunnenschale.

Liebe Grüße,

Brigitte
 
juju Am: 17.04.2020 20:55:07 Gelesen: 3650# 303 @  
@ Brigitte [#302]

Hallo Brigitte,

vielen Dank für deine Antwort ;-)

Mit dem Motiv hilfst du mir weiter. Wirbelsäulenschäden klingt angesichts der "außergewöhnlichen Heilerfolge" und Rheuma und Arthrose sehr plausibel, Aber ich weiß nicht, ob das richtig ist. Das passt meiner Meinung nach von der Länge her nicht. Ich hab da mal ins Bild gepfuscht und das Wort in gleicher Größe noch einmal darunter geschrieben:



"säulen" passt. Aber "schäden" glaube ich nicht, denn das h (könnte auch ein b sein) und das d sind recht deutlich zu erkennen, und um da noch ein "sc" dazwischenzuschieben ist glaube ich kein Platz. Es sei denn, da gibt es irgendwie eine Abkürzung für, die ich nicht kenne ;-)

Beste Grüße,
Justus
 
volkimal Am: 17.04.2020 21:01:49 Gelesen: 3646# 304 @  
@ juju [#301]

Hallo Justus,

der Stempel ist sauber bei StampsX zu sehen. Das Wort heißt Wirbelsäulenleiden.

Viele Grüße
Volkmar
 
juju Am: 17.04.2020 21:05:16 Gelesen: 3644# 305 @  
@ volkimal [#304]

Herzlichen Dank,

natürlich hatte ich es voll verpeilt da auch mal nachzuschauen.

Beste Grüße
Justus
 
DERMZ Am: 30.04.2020 02:07:28 Gelesen: 3040# 306 @  
Guten Morgen,

wer kann dieses Stempel-Fragment verorten, bzw. die Verwendungszeit des Stempels nennen? Viel ist nicht vorhanden, die zugehörige Ansichtskarte kommt aus Marburg, ist also meilenweit vom Teutoburger Wald entfernt und nicht zielführend. Auch ist im Schrifttext keine annähernde Angabe zu finden.

Vielen Dank für Eure Hilfe.



beste Grüße und weiterhin viel Gesundheit sagt Olaf
 
volkimal Am: 30.04.2020 07:00:52 Gelesen: 3014# 307 @  
@ DERMZ [#306]

Hallo Olaf,

der Stempel kommt aus Borgholzhausen. Du hast ihn nur etwas verdreht dargestellt. In Wirklichkeit müsste es so sein:



Der Stempeltext im unteren Bereich ist "Erholung im / TEUTOBURGER WALD". Der Stempel hatte ursprünglich die (21a). Einen mit aptierter PLZ siehst Du bei StampsX.

Viele GRüße
Volkmar
 
DERMZ Am: 30.04.2020 08:26:50 Gelesen: 3000# 308 @  
@ volkimal [#307]

Danke Volkmar,

Du bist einfach faszinierend!

Mit besten Grüßen Olaf
 
Christoph 1 Am: 19.05.2020 21:37:30 Gelesen: 1971# 309 @  
Guten Abend,

kann jemand eine Erklärung zu diesem Stempel beitragen? Was bedeutet das H ?

Der Stempel wurde vor längerer Zeit in unserer Datenbank eingestellt und hat bislang keinen Bearbeiter gefunden.



Danke für Ideen und Erklärungen sagt
Christoph
 
filunski Am: 19.05.2020 23:43:07 Gelesen: 1922# 310 @  
@ Christoph 1 [#309]

Hallo Christoph,

außer Spekulationen kann ich leider nichts beitragen.

Ähnliche Stempel gab es auch von München PSA (Postsparkassenamt). Hier ein paar Beispiele:



Ähnlich wie der Bonner Stempel, zusätzlich zum UB noch ein Großbuchstabe. Auch für die Münchner Stempel konnte ich bislang trotz Mithilfe ausgewiesener München-Stempelexperten, keine eindeutige Erklärung finden. Bei den PSA Stempeln könnte der Großbuchstabe eine bestimmte Zahlstelle oder Abteilung bedeuten. Ist aber nur Spekulation. ;-)

Viele Grüße,
Peter
 

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