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Thema: (?) (597/607) Altdeutschland Bayern Eingehende Briefe
Das Thema hat 614 Beiträge:
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bayern klassisch Am: 07.04.2022 12:35:18 Gelesen: 17762# 590 @  
@ Gernesammler [#589]

Hallo Rainer,

Bamberg II war glaube ich der Bahnhof, aber das müsste ich nachschauen.

B6 war der 6. vereidigte Briefträger Bambergs - prima!

Diese Kuverts gab es nur 6 Monate - Württemberg hatte zum 1.7.1875 auf die neue Währung umgestellt und war daher gezwungen, auf Mark und Pfennig umzustellen, während Bayern noch bis zum 31.12.1875 in der Kreuzerzeit verblieb.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Gernesammler Am: 07.04.2022 12:57:51 Gelesen: 17761# 591 @  
@ bayern klassisch [#590]

Hallo Ralph,

Bamberg II ist klar, Durchmesser 26 mm und im Helbig steht auch unter Stempeltyp 37c Bamberg Bahnhof, was mich hier sehr interessiert ist das Schriftbild des Stempels, das habe ich in der Form noch nicht gesehen.

Bamberg Bahnhof hat zwar im Winkler einen Typ 21 mit der Bezeichnung Bamberg II, verwendet 1875-76, deshalb auch meine Frage ob eine Abbildung in der hohen Antiqua bekannt ist, da meine Abbildung dem Stempeltyp 23b ähnelt.

Hoffe hier kann geholfen werden.

Gruß Rainer
 
bayern klassisch Am: 26.04.2022 16:56:59 Gelesen: 15013# 592 @  
Liebe Freunde,

bei folgendem Brief bin ich am knobeln - geschrieben in Paris am 22.12.1843 wurde er unfrankiert an die Firma Birkner & Hartmann in Nürnberg verschickt. Ausweislich des siegelseitigen Stempel von Forbach am Folgetag ist die Speditionsroute klar: Paris - Forbach - Homburg/Pfalz - Würzburg - Nürnberg.



In Würzburg setzte man 20 Kr. für Frankreich aus dem 3. Rayon (Paris) an, aber dann notierte man 20 Kreuzer für Forbach - Nürnberg darunter und addierte beide auf 50 Kreuzer (Pisa gab es damals noch nicht?), was natürlich falsch war.

Würzburg belastete jetzt Nürnberg mit 50 Kreuzern, aber die waren wach und helle, korrigierten Brief und Briefkarte auf die korrekten 40 Kreuzer und strichen die falschen 50 Kr. mit ihrer typisch hellblauen Tinte durch.

Aber die Frage ist: Warum 20 Kr. für Bayern? Die Briefe nach Nürnberg via Forbach sind mal mit 16, 18 und 20 Kr. für Frankreichs 3. Rayon vortaxiert. Da scheint mir einiges schief gelaufen zu sein.

In jedem Fall eine schöne Contravention der Hauptbriefpostexpedition Würzburg, für die es ganz sicher einen ordentlichen Nürnberger Rüffel gegeben haben dürfte.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
bayern klassisch Am: 05.05.2022 14:07:36 Gelesen: 13596# 593 @  
Liebe Freunde,

hier ein Portobrief aus Ulm vom 31.10.1843 nach Nesselwang bei Kempten, der für die 100m Ulmer Strecke 2 x kostete. Bayern setzte (wo?) 6 x für sich ab der Donau bis Kempten an und in Kempten addierte man einen Kreuzer Botenlohn von dort aus bis zum Empfänger in Nesselwang = 9 x in toto.



Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
bayern klassisch Am: 06.05.2022 16:57:37 Gelesen: 13374# 594 @  
Liebe Freunde,

heute zeige ich ein Rosinchen aus Hornussen in der schönen Schweiz vom 19.4.1874 als 25 Rappen Ganzsachenkuvert "Al Sign. Abondio Ramazina acordante presso fai Landav Meisvale Baviera.



Schon diese Anschrift ist etwas eigen und "Landav" = Landau und "Baviera" = Bayern interpretierbar, der Rest aber zumindest für mich, eher nicht. Aber halten wir uns an die Chronologie, wie immer.

19.4. Frick (CH, nah an Hornussen) und 22.4. Landau an der Isar. Dann erneut Landau an der Isar vom 23.4., München II vom 26.4. Brugg vom 27.4. und wieder Frick am 27.4. - somit hatte der Absender sein Kuvert wieder zurück erhalten.

Vorne wird es lustig: Landav - gestrichen. Meisvale - gestrichen und Baviera - gestrichen.

Blau: retour. Schwarze Tinte von Landau: "Keine Nachfrage, daher - Retur". Schweizer Rötel: Retour.

Den Terminus "keine Nachfrage" kannte ich bisher nur bei poste restante gestellten Briefen, wo es ja eine Nachfrage durch den gedachten Empfänger geben musste, andernfalls die Briefe mit eben diesem Terminus "geschah keine Nachfrage" nach 3 Monaten (recommandirte nach 6 Monaten) wieder der Aufgabepost zugeleitet werden mussten.

Normale Vermerke über die nicht zustellbaren Briefe lauteten damals: Adressat (selbst mit Hilfe der Polizei) nicht zu ermitteln, oder: Adressat hier gänzlich unbekannt, oder: Welcher von Fünfen?, oder: Längst verstorben, oder: Ausgewandert, wohin unbekannt, oder: Verzogen nach XY nebst Weiterleitung und andere mehr. Aber der Brief war ja maximal ein Tag "vorrätig" in Landau - wie hätte Frau Abondio wissen sollen, dass ein Brief für sie angekommen ist?

Aber egal - wieder ein Schmankerl für meine Bayern - Schweiz - Sammlung und die Mini-Sammlung der unzustellbaren Briefe, das mich sehr freut.

Wer die Adresse, den Namen und Stand der Empfängerin präzisieren kann, darf das gerne tun.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
bignell Am: 06.05.2022 17:41:46 Gelesen: 13360# 595 @  
@ bayern klassisch [#594]

Lieber Ralph,

sehr schöner Retourbrief und hervorragend erhalten.

Viel kann ich nicht beitragen, ich glaube aber es handelt sich um einen "Signore Abondio".

Presso a fai übersetzt der Google Übersetzer mit "nahe bei Dir", vielleicht eher als Kommentar an den Empfänger gerichtet. Ramazina acordante könnte vielleicht heissen Ramanzina accordante, "Vorlesung entsprechend", möglicherweise ein Student?

Liebe Grüße,
harald
 
bayern klassisch Am: 06.05.2022 17:57:42 Gelesen: 13356# 596 @  
@ bignell [#595]

Lieber Harald,

vielen Dank - liest man gerne. Ein Student in Landau/Isar? Ausschließen kann man das nicht, aber wo hätte der studieren sollen?

Ich habe auf dict.cc etwas Ähnliches gefunden wie "Putzfrau", aber jetzt, wo du schreibst es wäre ein Mann gewesen, wird es das auch nicht gewesen sein. Mysteriös.

Vielen lieben Dank und ein schönes Wochenende,
Ralph
 
bayern klassisch Am: 13.05.2022 10:22:12 Gelesen: 11965# 597 @  
Liebe Freunde,

der folgende Brief ist nicht ohne, daher versuche ich mein Bestes hier zu geben.




In Burgersdorf (Cape of Good Hope) schrieb man am 15.12.1860 einen großen Brief mit folgender Adresse:

"By the first Steamer for England British and foreign rate paid Via Ostende

Herrn Senior Krauss Augsburg Bavaria Germany franco"

Hinten sehen wir noch Cape Town 17.12.1860, vorne London Paid und PD von London am 26.1.1861, dazu den Eingangsstempel Angleterre Calais vom 27.1.1861, hinten Paris wohl vom selben Tag und der Ankunftsstempel von Augsburg Bahnhof vom 29.1.1861.

Ab 16.5.1857 kosteten Briefe via GB 41 Kreuzer je halbe Unze (14,2g) nach Bayern.

Ab 1.6.1857 kosteten Briefe innerhalb des Empire 6 Pence bis 1/2 Unze.

Die vorgegebene Leitung "Via Ostende", also über Belgien, kann nur bedeuten über GB und Belgien nach Bayern.

Aber London hat den Brief eben nicht über Belgien und Preussen nach Bayern geleitet, sondern über Frankreich.

Ab dem 1.7.1858 galten nun für Briefe bis 7,5g 30 Kreuzer als Franko.

Wenn ich die Rötel mit 5 Shilling 4 Pence lese, frankiert wurden aber nur 2 Shilling 2 Pence (das Paar der grünen 1 Shilling ist replatziert und repariert), aber trotz P.D. - Stempel von London schrieb man in Paris 5 Ports (also ein Gesamtgewicht zwischen 30 und 37,5g), forderte aber offensichtlich nichts von Bayern (??), wird der Brief für mich als kleinen Bayernsammler ein bisserl unübersichtlich.

2 Shilling 2 Pence entsprachen = 26 Pence = 78 Kreuzer = 1 Gulden 18 Kreuzer.

5 Shilling 4 Pence entsprachen = 64 Pence = 192 Kreuzer = 3 Gulden 12 Kreuzer (oder soll es heißten 3 Shilling 4 Pence? Das wären 40 Pence = 120 Kreuzer = 2 Gulden).

Unterstellt man eine einfache Foreign-Rate von 1 Shilling 4 Pence = 16 Pence, wäre eine 4. Gewichtsstufe = 64 Pence = 3 Gulden 12 Kreuzer, wie oben beschrieben. Dann wäre der Brief über 1,5 Unzen (42,6g) bis 2 Unzen (56,8g) schwer gewesen.

Bei der französischen Gewichtsprogression von 7,5g zu 7,5g bei "5 Ports" hätten wir über 30g bis 37,5g. Das Problem ist also, dass er mindestens 42,6g nach britischer, aber nicht mehr als 37,5g aus französischer Sicht gewogen haben sollte. Aber 5g sind doch relativ viel.

Gerne lese ich Beiträge zu diesem Brief.

Wer kann hier eine Klärung beiführen?

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
Gernesammler Am: 06.06.2022 17:07:16 Gelesen: 8038# 598 @  
Hallo Sammlerfreunde,

Brief vom 12.6.1821 aus Mannheim spediert an Veninos Erben nach Würzburg dort wurde der Brief als angekommen am 14.Juni gezeichnet.

Geschrieben wurde der Brief aber am 26.5.1821 in Basel von den Herren Mayenrock & Wenck, heißt er muss von einem Forwarder versandt worden sein und der einzige zu dem Zeitpunkt war in Basel lt.Handbuch "The Postal History of the Forwarding Agents" von Kenneth Rowe, Herr Paul Preisverch dieser hat den Brief dann in Mannheim aufgeben lassen.

In Mannheim/Baden wurde der Brief mit 8 Kreuzern in Rötel bis bayrische Grenze taxiert in Bayern wurden diese gestrichen dann nochmals 10 Kreuzer in schwarz geschrieben, wurde hier die Gesamtsumme vergessen oder bekam Bayern nur 2 Kreuzer gut geschrieben.

Gestempelt wurde mit L2 R.1 Mannheim/Datum in rot (Feuser 2167-15) verwendet ab 1820.

Gruß Rainer



 
bayern klassisch Am: 06.06.2022 17:13:08 Gelesen: 8037# 599 @  
@ Gernesammler [#598]

Hallo Rainer,

feiner Brief - so weit hat man selten von der Schweiz Briefe geschmuggelt. 8 x für Baden ist richtig - ich nehme an, dass hier nur 2 x für Bayern anfielen, weil Würzburg nah an der badischen Grenze lag und man mit der Standard-Mindestgebühr von 3 x dachte, dass es viel Unterschleif geben würde. Aber sicher weiß ich es nicht.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
bayern klassisch Am: 09.06.2022 14:03:00 Gelesen: 7869# 600 @  
Liebe Freunde,

mit poste restante - Briefen ist es so, wie mit vielem: Erst ganz, ganz selten, dann häufiger, nie aber wirklich häufig, dann abebbend und dann fast ganz vorbei.



Auf der Suche nach frühen p.r. Briefen fand ich einen, leider ohne Inhalt und daher nicht datierbar, mit dem Stempel R.I.THAL, heute: Ehrenbreitstein bei Koblenz.

Siegelseitig weist er eine 6 auf, die ich als Kreuzer lesen könnte und vorne den Vermerk "fco ffurth", also "franco Franckfurth", und für die Strecke Koblenz (Ehrenbreitstein) - bis FFM wären 6 Kr. eine gangbare Größe gewesen. Mittig eine "I", die ich für einen Batzen (= 4 Kreuzer) halte, denn für einen Kreuzer konnte es nicht von FFM nach Aschaffenburg gehen, das wäre viel zu wenig gewesen.

Den Aufgabestempel gab es von 1805-1815.

Adresse: "A Son Excellence Monseigneur le Comte regnant de Waltbott Bassenheim A Aschaffenbourg post restant" [1].

Da 1805 bereits Graf Johann Maria Rudolf Waldbott Bassenheim verstorben war, trat 1806 Graf Friedrich von Waldbott Bassenheim (1770-1839) das Erbe an - im übrigen waren die Grafen von Waldbott Bassenheim die Einzigen, deren linksrheinische Besitzungen nach dem Reichsdeputationshauptschluß von 1803 Kompensationen auf rechtsrheinischem Gebiet von Napoleon zugesprochen wurden!

wikipedia schreibt:

"Vom 11. Oktober 1810 bis zum 28. Oktober 1813 war Graf Friedrich Karl Graf Waldbott von Bassenheim Mitglied der Ständeversammlung des Großherzogtums Frankfurt (gewählt in der Gruppe der Güterbesitzer im Departement Aschaffenburg), nahm jedoch an keiner Sitzung der Stände teil."

Es dürfte also anzunehmen sein, dass der Brief aus Ende 1810 bis Ende 1813 stammt.

Ich kenne zwar auch 1-2 Briefe mit poste restante Vermerken vom Ende des 18. Jahrhunderts, allerdings nicht von/nach/durch Bayern bzw. dem nachmaligen Bayern. In meiner bescheidenen p.r. Sammlung nimmt er chronologisch auf alle Fälle den 1. Platz ein und ich hoffe, irgendwann einmal einen noch Früheren zu finden.

Liebe Grüsse von bayern klassisch

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Waldbott_von_Bassenheim
 
bayern klassisch Am: 14.06.2022 10:56:09 Gelesen: 7466# 601 @  
Liebe Freunde,

Porto-Chargé-Briefe gab es im DÖPV erst zum 1.1.1861, zuvor waren Recobriefe stets zu frankieren. Diese Neuerung zeigt ein Brief aus Barmen vom 23.4.1867 der Firma Malineus & Co. an die Mechanische Bindfaden Fabrik in Immenstadt (Allgäu) wo der Brief 2 Tage später ankam (ohne Ankunftsstempel, nur innen datiert).



Unter der Nr. 552 war er im Reco-Manual von Barmen geführt worden und der Absender bekam seinen Postschein mit derselben Nummer, ohne etwas bezahlt zu haben.

Der Empfänger bezahlte 18 Kreuzer, die sich wie folgt aufgliedern: 9x für Briefe unter 1 Loth über 20 Meilen, dazu 3x Zuschlag für unfreie Versendung und 6x (2 Sgr.) für die nicht bezahlte Recommandation = 18x vom Empfänger. Bayern zog dieses Geld ein und überwies es komplett an Preussen.

Diese Portochargébriefe kenne ich nur, wenn es den Inhalt noch gibt, für Sendungen von Wechseln, die der Empfänger bekommen sollte und die Reisende der Firma auf ihrer Tour durch Deutschland von ihren Kunden bekamen. Aber es mag auch andere Konstellationen geben.

Was mich interessieret: Warum wurde der Brief nicht verwogen und in Barmen das Gewicht notiert? Normalerweise kenne ich preussische Recobriefe nur mit Gewichtsvermerk oben links.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
bayern klassisch Am: 15.06.2022 10:29:13 Gelesen: 7434# 602 @  
Liebe Freunde,

heute zeige ich einen Portobrief aus Paris vom 28.10.1843 an den Sekretär des Fürsten von Leuchtenberg, Herrn Otto, in München.



Schwarzer Pariser Aufgabestempel, roter C.F.3.R. (Correspondance Francaise Rayon 3), roter Auslagestempel von Augsburg, hinten roter Zweizeiler von Augsburg vom 1.11.1848 und Ankunftsstempel von München in Schwarz vom selben Tag.

Während einfache Portobriefe für die franz. Strecke bis Strasbourg aus dem 3. franz. Rayon 20 Kreuzer angesetzt bekamen, wurden hier 30 Kr. notiert, also der Brief über 7,5 bis 15 g schwer erkannt, daher 1,5fach berechnet.

Für Bayern blieb der Satz einfach mit 18 Kr. (bis 1/2 Münchener Loth = 8,75 g), so dass er - damals wie heute - über 7,5 g und bis 8,75 g gewogen hatte. Der Empfänger durfte 48 Kr. bezahlen.

Briefe, die in einem Land schwer, aber in einem anderen Land noch einfach waren, sind nicht häufig, da nur 1,25 g Differenz vorliegen durfte.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
bayern klassisch Am: 16.06.2022 09:26:06 Gelesen: 7413# 603 @  
Liebe Freunde,

hier eine eingehende Postkarte, wie man sie nicht häufig in der Kreuzerzeit bis 31.12.1875 findet:



Eine Postkarte-Ganzsache zu 10 Cent., die am 2. September 1875 von Venedig nach Passau (Ankunft am 4. Sept.) geschickt wurde. Die Karte ist überfrankiert. Statt der erforderlichen 5 Cent. wurde eine 10 Cent.-Marke als Zusatzfrankatur aufgeklebt. Die Marke ist mit dem Punkt-Nummern-Stempel "196" von Venedig entwertet. Der Aufgabestempel befindet sich rechts oben an er dafür vorgesehenen Stelle. 2 Monate nach der Einführung der neuen Postkarten-Gebühr bestand bei Touristen aus Deutschland wahrscheinlich noch Unsicherheit über die erforderliche Zusatzfrankatur.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
bayern klassisch Am: 16.06.2022 10:21:28 Gelesen: 7405# 604 @  
Liebe Freunde,

eine 2 Kreuzer Postkarte aus Heilbronn vom 8.6.1874 lief an die Papierfabrik Ludwig Kutter in Lindau im Bodensee, wo sie am Folgetag ankam.



Im Gegensatz zu bayer. Postkarten, war bei denen in Württemberg nicht vorgeschrieben, wohin die Abgabepost ihren Ankunftsstempel abschlagen sollte, aber das ist generell ein anderes Thema, auf das ich in einem späteren Rundbrief noch Stellung nehmen werde.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
Gernesammler Am: 16.06.2022 17:26:15 Gelesen: 7390# 605 @  
@ bayern klassisch [#604]

Hallo Ralph,

schöne Karte die Du hier zeigst und immer wieder schön zu sehen das der Postbeamte die Karte wahrscheinlich gelesen hat, Stempel auf der Rückseite.

Was man auch schön sieht und das nach der langen Zeit von über 120 Jahren, der Stempel wurde fest aufgeschlagen, man sieht es auf der Vorderseite.

Gruß Rainer
 
bayern klassisch Am: 16.06.2022 18:35:00 Gelesen: 7383# 606 @  
@ Gernesammler [#605]

Hallo Rainer,

ganz ehrlich - wäre ich damals Postler gewesen und hätte vlt. ein paar Minuten Zeit übrig gehabt, hätte ich auch gelesen, was ein Landsmann aus Venedig in die Heimat schreibt. :-)

Liebe Grüsse,
Ralph
 
bayern klassisch Am: 01.07.2022 11:25:56 Gelesen: 5473# 607 @  
Liebe Freunde,

eine kurze Frage: Brief aus Ulm vom 27.1.1844 an das k. bayer. Landgericht in Günzburg, Siegel leider ausgeschnitten, Inhalt nicht mehr vorhanden.



Aber: Aufgabe als R.S. = Regierungs - Sache mit Vermerk "pressant".

Ich kann mich nicht entsinnen, aus Württemberg eine R.S. jemals gesehen zu haben.

Kennen Württemberg-Kenner weitere R.S. - portofreie Versendungen von Württemberg im In- bzw. nach dem Ausland?

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
bayern klassisch Am: 15.07.2022 18:17:12 Gelesen: 3803# 608 @  
Liebe Freunde,

zufällig gesucht und gefunden: Einfacher Brief aus Grasse vom 17.3.1873 nach Nürnberg.



Frankreich bestand auf der alten Höhe der Frankatur von 40 Centimes (postalisch gleich 12 Kreuzer), während das Reich (und seine assoziierten Länder und Postverwaltungen) nach dem erfolgreichen Krieg 1870/71 ihr Franko auf 9 Kreuzer gesenkt hatten.

Schön zu sehen ist der Laufweg durch die Siegelseite. Absender war die Firma Hulie D´Olives, Destillerie d´Essances fines & Eaux de senteur. Na wenn das nichts war.

Sehr geschmackvoll und adrett auch das rote, gummierte (!!) Prägesiegel, das heute noch aussieht, wie damals. Für 2 BP$ (also 2 bayerische Pizza-Dollar) sollte man da nicht meckern.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
Gernesammler Am: 16.07.2022 11:54:56 Gelesen: 3690# 609 @  
@ bayern klassisch [#608]

Hallo Ralph,

ein sehr schöner Brief und das Gummiprägesiegel der Parfumöl Destillerie.

Gruß Rainer
 
bayern klassisch Am: 16.07.2022 15:38:31 Gelesen: 3627# 610 @  
@ Gernesammler [#609]

Hallo Rainer,

danke sehr - wenn du das Stück im Original sehen möchtest, musst du es mir nur sagen - der Preis war ja sehr übersichtlich und wenn ich nichts falsch gemacht habe, wirst du es sicher auch nicht. :-)

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Gernesammler Am: 03.08.2022 19:59:19 Gelesen: 1343# 611 @  
Hallo Sammlerfreunde,

Porto Brief vom 6.5.1832 aus Lahr in Baden von den Gebrüdern Vogel an Herrn J.W.Lingenfelder in Gimmeldingen bay.Neustadt a. Haardt, einen Ankunftsstempel gab es noch nicht.

Für das Porto hatte Herr Lingenfelder 8 Kreuzer für den einfachen Brief zu zahlen, davon waren 5 Kreuzer für Baden und 3 Kreuzer für Bayern.

Gestempelt wurde mit L2 Zweizeiler R.1.Lahr. in rot (Feuser 1882-3), diesen gab es ab 1819, auf der Rückseite ist noch ein sehr gut erhaltenes Papierprägesiegel.

Gruß Rainer


 
bayern klassisch Am: 03.08.2022 21:15:23 Gelesen: 1330# 612 @  
@ Gernesammler [#611]

Hallo Rainer,

der schöne Brief kostete 8 x für Baden und darunter 3 x für Bayern = 11 x, die man als Summe nicht extra angeschrieben hat.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Gernesammler Am: 03.08.2022 22:45:31 Gelesen: 1315# 613 @  
@ bayern klassisch [#612]

Hallo Ralph,

besten Dank, wer hätte denn die Gesamtsumme schreiben müssen, Bayern oder Baden ?

Gruß Rainer
 
bayern klassisch Am: 04.08.2022 01:37:39 Gelesen: 1299# 614 @  
@ Gernesammler [#613]

Hallo Rainer,

immer die bayerische Poststelle, die die Briefe von Baden zukartiert bekam (Speyer), bzw. die Abgabepost Neustadt an der Haardt. Es gab aber m. W. keine Verpflichtung zur Addition, auch wenn das sinnvoll war und von vielen Poststellen so gehandhabt wurde.

Liebe Grüsse,
Ralph
 

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