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Thema: DDR: Was sind Gefälligkeitsstempel ?
Das Thema hat 46 Beiträge:
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Algebra Am: 27.02.2010 14:20:30 Gelesen: 14408# 22 @  
Hallo deswu!

Ich bin auch Ulbrichtsammler. Wir können gerne Erfahrungen austauschen, dazu brauche ich aber Deine e-Mail-Adresse! Meine e-Mail-Adresse ist bei meinen Daten hinterlegt.

Die Gefälligkeitsentwertung wurde ausgeführt mit gedruckten Stempel und eine andere Art war die Entwertung per Handstempel. Eine völlig andere Art waren die "Wermsdorfstempel" wie Oschatz, Wurzen u.s.w.

Algebra
 
Jürgen Witkowski Am: 01.03.2010 14:48:42 Gelesen: 14358# 23 @  
@ deswu [#20]

Vier verschiedene lesbare Abstempelungen auf noch gummierten Ulbricht-Marken habe ich gefunden. Falls Du bessere Scans benötigst, bitte per Email melden.

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen


 
Dieter Am: 06.03.2011 15:14:46 Gelesen: 12183# 24 @  
Ich habe da auch noch eine Frage zu den "Gefälligkeitsstempeln".

Gehört da auch der Ersttagsstempel dazu oder wird der preislich zu den normal gestempelten gezählt ?

Vielen Dank für die Antwort.
 
Pilatus Am: 06.03.2011 21:51:59 Gelesen: 12147# 25 @  
Hallo Fans,

wer ist denn an WU-Bogenware, gestempelt oder postfrisch interessiert ? Ich kann gerne aushelfen. Auch "kleine Bauten" oder "5-Jahrplan" Auch Bogenteile, Rollenmarken in 5er Strreifen teils mit Plattenfehlern oder Druckzufälligkeiten udgl.

Beste Grüße Pilatus


 
petzlaff Am: 07.03.2011 11:58:28 Gelesen: 12088# 26 @  
Leute - beherrscht oder versteht ihr alle die deutsche Sprache nicht ?

"Gefälligkeitsstempel" bedeutet aus Gefälligkeit abgestempelt - da war ein Postbeamter so freundlich, einen Stempel nach Kundenwunsch abzuschlagen.

"Ersttagsstempel" erfolgen am Erstausgabetag einer Marke - egal, ob gefällig oder nicht. Im philatelistischen Sprachgebrauch hat es sich eingebürgert, Ersttagsstempel nur dann als solche gelten zu lassen, wenn sie offiziell sind (meist stark karonphilatelistisch geprägt)

"Kliescheeentwerungen" - ein Relikt aus der devisenbeschaffenden Staatengemeinschaft (ehem. DDR inklusive): Kein Stempel, sondern bereits bei der Herstellung der Marken aufgedruckte Pseudo-"Entwertung". Derartig entwertete Marken sind m.E. wertlos, egal ob als Einzelstück oder in Einheiten.

Die von Concordia CA gezeigten Marken in [#23] sind saubere Beispiele dafür, dass es auch anders geht - klasse Marken !

LG, Stefan
 
Lumpus2000 Am: 07.03.2011 22:07:38 Gelesen: 12036# 27 @  
Hallo Stefan (Petzlaff),

"fast" richtig - die unter [#23] gezeigten Marken fallen unter die Rubrik "Wermsdorfstempel" und dürften somit nur 25% von den "normalen" Bogengestempelten Marken wert sein. :-)
 
petzlaff Am: 08.03.2011 11:36:58 Gelesen: 11991# 28 @  
@ Lumpus2000 [#27]

Kannst du das für die nicht-Spezialisten bitte etwas näher erläutern, ich meine den Begriff "Wermsdorf-Stempel" ?

LG, Stefan
 
Algebra Am: 08.03.2011 16:29:15 Gelesen: 11950# 29 @  
Hallo "petzlaff"!

Das war eine ganz schwache Kür, die Wermsdorfstempel als vorbildlich hinzustellen. Die für philatelistische Zwecke abgestempelten Marken mit Berlin drauf, sind im Michel ja verzeichnet. Wermsdorfstempel mit Oschatz, Wurzen usw. sind nach 1973 angefertigt worden und sind nicht beliebt. Wenn wir schon nicht von Beliebtheit sprechen dann rangieren aber die Versandabstempelungen von Weiden und die unglücklichen Abstempelungen auf den ETB von Westberlin und Bundesrepublik vor den Ulbrichtmarken. Es war nicht alles schlecht in der ehemaligen "DDR".

Algebra.
 
petzlaff Am: 08.03.2011 16:48:05 Gelesen: 11943# 30 @  
@ Algebra [#29]

Soll das jetzt eine Kritik an meinem hier bezeigten Interesse sein? Wenn ja, dann verstehe ich die Welt nicht mehr.

Ich habe hier nichts als vorbildlich dargestellt, sondern einfach nur gefragt, weil das alles nicht mein Thema ist - Interesse besteht aber schon.

Und die "DDR" habe ich mit meinem Beitrag bestimmt nicht schlecht gemacht - bestenfalls ausgesprochen, was philatelistisch gesehen allgemein bekannt ist.

Ansonsten Danke für die Aufklärung.

Stefan
 
JFK Am: 08.03.2011 16:59:33 Gelesen: 11939# 31 @  
@ petzlaff [#30]

Hallo Stefan,

Kommunikation im Debattenschema ist ein gar schwieriges Unterfangen, wenn man nicht weiss, worauf sich der andere eventuell beziehen könnte.

Schau Dir Deinen Kommentar in
@ petzlaff [#26]
zu den Marken und Beitrag von
@ Concordia CA [#23]
an, um nachzuvollziehen, was
@ Algebra [#29]
gemeint haben könnte.

Mit karnevalistischen Grüssen vom Niederrhein

Jürgen
 
petzlaff Am: 08.03.2011 17:04:57 Gelesen: 11936# 32 @  
@ JFK [#31]

Kopfschüttel - ich lasse mich doch gern belehren. Wie bereits gesagt, das ist nicht mein Gebiet und wird es mit Sicherheit auch niemals werden. Aber interessieren tut es mich schon.

Warum also werde ich hier so runtergeputzt ?

Ist etwa einmal wieder "Sternvergabe/Umfragezeit?"

Danke - ich brauche den Stern nicht.

Was ich benötige sind Informationen ohne "Diffamierungsgrenzgängerei".

Helau und Alaaf, Stefan
 
kauli Am: 08.03.2011 17:36:37 Gelesen: 11925# 33 @  
Hallo zusammen,

ich verstehe beim Besten Willen nicht warum nur bei DDR Ausgaben von Gefälligkeitsstempel gesprochen wird, die ja auch extra bewertet werden. Gefälligkeitsstempelung besagt ja, dass Postwertzeichen, ohne das damit eine Postbeförderung verbunden ist, abgestempelt werden. Die gibt es auf der ganzen Welt wo Abo Ware verkauft wird, oder auf Sammlerschaltern bei der Post die Marken gleich gestempelt werden. Wie gesagt, Katalogpreise darüber gibts nur bei der DDR. Würde mich mal interessieren wie Ihr darüber denkt.

Grüße aus Berlin
kauli
 
drmoeller_neuss Am: 08.03.2011 18:24:47 Gelesen: 11915# 34 @  
@ Algebra [#29]

Ich verstehe nicht, was an den "Wermsdorfstempeln" schlecht sein soll. Der "VEB Wermsdorf" hat seine Marken an den Schaltern in Oschatz, Mügeln, Wurzen und eben Wermsdorf abstempeln lassen wie jeder andere Sammler in der DDR das auch tun konnte. Ausserdem waren die Tagesstempel in normalem Gebrauch, ich habe z.B. ein paar Telegramme aus Mügeln, die sind garantiert nicht über den "VEB Philatelie Wermsdorf" verkauft worden, sondern privat aus dem Postamt ? (hier im Rheinland würde man sagen "gefringst") worden.

Das gleiche gab es in der BRD: Es gibt überdurchschnittlich viele Berlin-Marken mit Stempeln aus Lorch/Württemberg (Sieger) und Braunschweig (Borek).

Und Klischeestempel: die gab es im Westen genauso, siehe Bund/Berlin, Schweiz, Liechtenstein, Niederlande etc.

Gefälligkeitsstempel sind von postalisch gebrauchten Marken nicht zu unterscheiden (der Gummi lässt sich ja schliesslich ablösen). Klischeestempel sind dagegen nicht besonders beliebt.
 
tomato Am: 08.03.2011 20:33:11 Gelesen: 11885# 35 @  
Die letzten beiden Beiträge finde ich besonders zutreffend.

Auch das mit dem Gummiablösen bei Gefälligkeitsstempeln in Richtung aus Gefälligkeit einen Bedarf-Stempel machen ist richtig.

Die Klischeestempel - also die gedruckten Stempel- sind in der Tat nicht so beliebt, was sicherlich auch mit den häufigen Massenauflagen zu tun hat.
Trotzdem lassen sich auch bei den gedruckten Stempeln nicht alle gedruckten Stempel was die Häufigkeit angeht über einen Kamm scheren.

Es gibt durchaus gedruckte Stempel die nur selten zu finden sind. Ich möchte da als Beispiel mal die Zusammendruck-Kleinbögen nennen.

Da gibt es zwischen den gedruckten Berlin Erstagsstempeln und den gedruckten Erstags-Sonderstempeln bzgl. Häufigkeit große Unterschiede.

Zu Beitrag 5

Die Massenstempelungen bei der Aufbauserie sind übrigens auch alles gedruckte Stempel.

Selbst die FDCs der Versandstellen wurden so ab 1960 mit gedrucktem Stempel produziert.

Die Spalte im Michel mit dem gestrichelten Kreis (Gefälligkeitsstempel = echter Stempel aber keine Beförderung) - führt oft zu Missverständnssen - gilt nicht für die gedruckten Stempel. Lt Michel sind diese ca mit 50 % vom Gefälligkeitsstempel zu rechnen.

Gruß Thomas
 
Lumpus2000 Am: 08.03.2011 20:53:09 Gelesen: 11878# 36 @  
Hallo Stefan (petzlaff),

da reden wir alle schön im Kreis. :-)

Jürgen (JFK) hat es eigentlich schon erklärt. In deinem Beitrag [#26] sprichst du "nicht gerade nett" über die Kliescheeentwerungen / Gefälligkeitsstempel aus meinem Sammelgebiet und führst gleichzeitig die Stempel aus Beitrag [#23] als "saubere Beispiele dafür, dass es auch anders geht" auf.

Daraufhin kam mein Kommentar, der zugegebenermaßen ein wenig ironisch gemeint war.

Der Hintergrund: Die Stempel aus Beitrag [#23] sind "Wermsdorf-Stempel" und diese werten lt. Michel eben nur 25% vom gefälligkeitsstempel-Michelwert - also nach deiner Rechnung: 25% von wertlos. :-))

Viele Grüße
Swen
 
Pilatus Am: 08.03.2011 21:40:58 Gelesen: 11855# 37 @  
@ Lumpus2000 [#36]

Hallo Swen, warum lange drumherum reden ? Die Stempel in meinem Beitrag [#25] sind eindeutig "Klischeestempel" oder wie hier auch schon genannt "Wermsdorfstempel".

Die Stempel im Beitrag [#23] sind dagegen Stempel aus dem Gebrauch, ob als Gefälligkeit oder aus dem tatsächliche Gebrauch läßt sich zumindest, wenn die Gummierung weg ist, nicht nachweisen.

Beste Grüße Pilatus
 
tomato Am: 08.03.2011 21:51:02 Gelesen: 11853# 38 @  
Mir ist noch eingefallen zu erwähnen zum Beitrag [#34]:

Es gibt auch ungummierte Bögen mit Bogenabstempelungen von Hand zu philatelistischen Zwecken - diese zählen ebenso zu dem gestrichelten Michel-Kreis - daraus lässt sich dann kein Bedarf durch Gummiablösen zaubern.

Im übrigen gab es die Bogenabstempelungen früher nur mit Hand. Erst später wurden dann mittels Maschine die Stempel mittels Stempeldruckplatte zur Arbeitserleichterung in einem Arbeitsgang aufgedruckt.

Gruß Thomas
 
Lumpus2000 Am: 08.03.2011 22:13:13 Gelesen: 11844# 39 @  
@ Pilatus

Das hast du falsch verstanden, die Stempel aus Beitrag [#23] kommen nicht aus dem Bedarf - wenn doch, dann habe ich hier so ca. 50 Bögen die "echt auf Brief gelaufen sind". :-)

Die Stempel sind alle bekannt und glaube es bitte, es sind keine Bedarfstempel sondern die erwähnten "Wermsdorfstempel". Die Stempel aus deinem Beitrag [#25] haben mit den "Wermsdorfstempeln" nichts zu tun.

Viele Grüße
Swen
 
Algebra Am: 08.03.2011 22:53:06 Gelesen: 11831# 40 @  
Hallo an alle die sich um die Problematik der Gefälligkeitsstempel streiten. Unter Gefälligkeitsabstempelungen in der ehemaligen DDR versteht man Abstempelungen, die ausschließlich für Sammelzwecke während oder nach der Kurszeit von der Post oder mit deren Genehmigung mittels echter Stempel oder dazu besonders geschaffener Stempel erfolgte. Ein weiteres Hauptcharakteristikum ist, daß diese Marken sich nicht auf einer zur Beförderung bestimmten Postsendung befanden.

Ein Beispiel: Am Postschalter konnte ich meine 5 Sätze mit Sammlerausweis abholen. 4 wollte ich postfrisch aber 1 Satz sollte gestempelt werden. Der Schalterbeamte machte das ohne zu meckern. Die Marken die abgestempelt wurden hatten nun aber noch auf der Rückseite die Gummierung, welche klar machte, die sind nicht echt auf Brief gelaufen.

Nur durch Entfernen der Gummierung im Wasserbad wurde eine echte Marke zur echten gestempelten. Dass die Praktiken die in der DDR über 40 Jahre gut liefen nach so langer Zeit Kritik ernten, verstehe ich überhaupt nicht. Gerade die alte BRD hat doch ein Riesengeschäft mit DDR-Marken gemacht.

Algebra.
 
petzlaff Am: 09.03.2011 09:47:47 Gelesen: 11793# 41 @  
@ Algebra [#40]

Gerade die alte BRD hat doch ein Riesengeschäft mit DDR-Marken gemacht.

Das solltest du uns doch einmal näher erläutern. :-)

Gruß, Stefan
 
drmoeller_neuss Am: 09.03.2011 14:24:27 Gelesen: 11756# 42 @  
@ algebra [#40]
@ petzlaff [#41]

Im Westen war es in den 80ern auch nicht anders. 5 Sätze auf der Post gekauft, einen direkt abstempeln lassen, meistens mit Eckstempel. Natürlich brauchte man im Westen keinen Sammlerausweis als Lizens zum Geldvernichten. Die Post hat es auch so gemacht. :-)

Und Riesengeschäft mit DDR-Marken: Ja, ich bekenne mich dazu. Ich war damals Schüler und bekam aus der DDR zwei Sätze über Tauschkontrollstelle. Einen habe ich zum dreifachen Preis weiterverkauft. Der Michel-Katalog war damals mein Komplize, keine Ahnung, warum die Katalogpreise für die Sperrwerte derart hoch angesetzt wurden.

Zu meiner Ehrenrettung muss ich sagen, dass ich immer 1:1 getauscht habe, und die Schweizer Marken zum offiziellen Devisenkurs BRD-Schweiz. Zu meiner zweiten Ehrenrettung muss ich hinzufügen, dass mein DDR-Tauschpartner auch keinen Schaden hatte: Westeuropäisches postfrisches Material wurde in der DDR bis zum siebenfachen des amtlichen Devisen-Kurses gehandelt. Später habe ich studiert, und von den günstigen Preisen der DDR-Bücher profitiert. Eine (Sammler-)hand wusch die andere.

So Leute wie ich haben dazu beigetragen, dass der DDR 1989 die Devisen ausgegangen sind. :-)
 
JFK Am: 09.03.2011 14:42:30 Gelesen: 11747# 43 @  
@ drmoeller_neuss [#42]

Die Bundespost hat seit der Wiedervereinigung auch reichlich alte DDR-Markenbestände weiter veräussert.

Man erinnere die eine oder andere Sammler-Ausgabe zur Wiedervereinigung/Deutschen Einheit.

Selbst heute werden noch DDR - Marken in Themen-Paketen verkauft. Siehe 7. und 9. Angebot in der Philatelie aktuell 1. Quartal 2011



Lieben Gruss
Jürgen
 
Pilatus Am: 12.03.2011 22:51:40 Gelesen: 11542# 44 @  
Was haltet Ihr denn von diesen schönen Stempeln ?


 
Pilatus Am: 12.03.2011 22:54:02 Gelesen: 11541# 45 @  
In Ergänzung dazu folgendes.

Beste Grüße Pilatus


 
Richard Am: 29.06.2011 08:26:36 Gelesen: 10791# 46 @  
Vom BPP Prüfer Siegfried Paul habe ich eine PDF-Datei über philatelistische Abstempelungen der DDR gefunden.

Auch wenn sie schon 11 Jahre alt ist, könnte sie dem Einen oder Anderen nützlich sein:

http://www.paul-siegfried.de/pdf/phil_abstempelung.pdf

Schöne Grüsse, Richard
 

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