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Thema: Auktionen: Lose auf Wanderschaft
guy69 Am: 08.07.2013 06:51:20 Gelesen: 7730# 1 @  
Ich beobachte nun schon seit geraumer Zeit einen Beleg der wunderbar zu meiner Heimatsammlung "Hochheim am Main" passen würde. Ein schöner Thurn und Taxis Brief mit Destination Amerika und einem Attest aus 2012 von Herrn BPP Sem.

1.) Bei der Auktion in Wiesbaden war ich selbst vor Ort und steigerte kräftig mit. Leider ging mir bei 800,- Euro die Puste aus.
Heinrich Köhler
350. Auktion
26.09.2012 - 29.09.2012
Los 4664
Ausruf 400,- Euro
Zuschlag 1200,- Euro



2.) Sodann bei der Gärtner Auktion im Januar 2013 angeboten.
Christoph Gärtner
24. Auktion
21.01.2013 - 25.01.2013
Los 11539
Ausruf 2000,- Euro
Zuschlag 2100,- Euro



3.) Und gerade eben bei Ebay ausgelaufen.
Ebay Anbieter "vorphila"
30.06.2013 - 07.07.2013
Artikelnr. 231008012646
Ausruf 1,- Euro
Zuschlag 904,- Euro



Ich bitte um Meinungen und um eine rege Diskussion warum ein Los (Beleg) von 1200,- über 2100,- und letztendlich nur noch für 904,- Euro (ohne Aufgeld) versteigert wird.
 
22028 Am: 08.07.2013 07:06:09 Gelesen: 7720# 2 @  
Harald,

ohne dass ich es beweisen kann, aber seine Meinung darf man ja äußern zumal derzeit ja auch eine andere Diskussion bzgl. Auktionshäusern läuft.

Ich vermute dass das Los bei den normalen Auktionshäusern einen Mindestpreis hatte und „vom Auktionator“ zurück gekauft wurde. Dann wäre es interessant zu wissen ob dafür auch Kauf/Verkaufsprovisionen verbucht wurden. Und, wenn es viele solcher Lose gibt, stimmen dann noch die Auktionsverkaufsstatistiken?

Oder, es gibt eine Art von genehmigtem „Shill Bidding“ um den Preis hochzutreiben, manchmal bleibt das Auktionshaus/Verkäufer halt auf seinem Los sitzen. Solange dann aber keine Provision bezahlt werden muss gibt es kein finanziellen Verluste.

Ich mache mir ab und zu den Spaß und durchsuche die Auktionen von Cherrystone / USA, dabei nicht nur die aktuellen sondern auch die vergangen Auktionen. Cherrystone hat ja ne schöne Suchmaschine wo man die vergangen Auktionen sieht. Was da an angeblich verkauften Losen drin sind die in der nächsten und nächsten und nächsten Auktion wieder drin sind und wieder verkauft wurden?

Evtl. sollte man die betroffenen Auktionshäuser mal hier zur Diskussion einladen oder den BDB bitten die betroffenen Häuser anzuschreiben und um Stellungnahme bitten. Etwas mehr Transparenz wäre hier schon angebracht.
 
Wolffi Am: 08.07.2013 08:16:42 Gelesen: 7692# 3 @  
@ guy69 [#1]

Es wäre schon schön, zu wissen, was zwischen Schritt 2+3 passiert ist.

Nach einem Zuschlag von über 2.000 Euro wird es wohl kaum zu einem Preis abgegeben, der es rechtfertigt, dass ein Zuschlag von 900 Euro auf eBay jetzt akzeptabel wäre. Oder es wird Geld verbrannt, und nicht richtig gerechnet.

Da Du im ersten Durchgang schon 800 Euro geboten hast, hoffe ich, dass Du die damals fehlenden 100 Euro mittlerweile "gespart" hast und den Zuschlag auf Ebay erhalten hast.

Bis denne
Wolfgang
 
roteratte48 Am: 08.07.2013 08:57:13 Gelesen: 7670# 4 @  
@ Wolffi [#3]

Guy hätte gar nicht "ansparen" müssen - das ursprüngliche 800 EUR-Gebot hätte ihn letztlich (+ Aufgeld, + Losgebühr und + MwSt.) 1.030 EUR gekostet - der jetzt bei eBay realisierte Preis entspräche einem Zuschlag auf einer Realauktion von ca. 705 Euro!
 
Wolffi Am: 08.07.2013 09:54:56 Gelesen: 7634# 5 @  
Da hast du vollkommen recht.

Dann drücke ich die Daumen, aber dann müßte er jetzt eigentlich der Gewinner sein, wo er dieses Objekt seiner Begierde immer wieder gefunden hat. :-)
 
guy69 Am: 08.07.2013 11:17:44 Gelesen: 7605# 6 @  
Nein, ich bin nicht der Höchstbieter. Ich wurde mittlerweile auf einen Thread im stampsx Forum hingewiesen, der genau diese Problematik zum Inhalt hatte. Hier hat sich auch der Ebay Verkäufer persönlich zu Wort gemeldet.

http://www.stampsx.com/forum/topic.php?id=4173&highlight=ebay+vorphila&page=1&

Ich habe den Thread mehrfach gelesen. Das klingt alles sehr plausibel. Ich bitte die Admins diesen Thread als erledigt zu schließen.

[Redaktioneller Hinweis: Ohne zwingenden Grund - der hier nicht zu sehen ist - wird keine Information oder Diskussion beendet. Bitte die 5 anderen Themen unterhalb des letzten Beitrags beachten.]
 
Wolffi Am: 08.07.2013 12:23:30 Gelesen: 7579# 7 @  
Die Vorstellung, so viel Geld zu haben, dass ich es "verbrennen" kann, hat einen gewissen Reiz. Es mag auch Menschen geben, die sich das erlauben können. Es ist auch jedem freigestellt. Ich hatte die falschen Eltern, schmunzel.

Persönlich versuche ich immer, Verluste zu vermeiden.

Was mich etwas wundert, ist der Umstand, dass ich etwas teu(r)er kaufe, um es dann nach relativ kurzer Zeit wieder zu verkaufen. So schnell die Lust an einem schönen Stück verloren. Naja.

Über Umsätze, Volumina etc. mag ich nicht spekulieren, da verweise auf den Anfang dieses Beitrags. Ärmlich bin ich nun nicht, aber das ist wie Kreisliga gegen Championsleague. :-)
 
guy69 Am: 11.01.2014 08:45:55 Gelesen: 7101# 8 @  
Tja, was soll ich sagen? Ich führe mal die Nummerierung fort:

4.) Wiederum bei Gärtner im Herbst 2013
Christoph Gärtner
26. Auktion
14.10.2013 - 18.10.2013
Los 12629
Ausruf 1800,- Euro
Zuschlag nicht verkauft


 
T1000er Am: 11.01.2014 10:35:55 Gelesen: 7063# 9 @  
@ guy69 [#8]

Schreib' den Auktionator doch mal direkt an und sage, dass Du den Betrag X bereit wärst zu zahlen.

Wenn Du Pech hast, wirst Du natürlich keine Reaktion erhalten.

Für mich ist hier klar; da wird ein "Dummer" gesucht, den es möglichst kräftig zu melken gilt.

Beste Grüße,
T1000er
 
guy69 Am: 17.02.2014 19:01:35 Gelesen: 6869# 10 @  
So der nächste Verkauf

5.) Wiederum bei Gärtner im Februar 2014
Christoph Gärtner
27. Auktion
10.02.2013 - 14.12.2014
Los 10982
Ausruf 1600,- Euro
Zuschlag 1700,- Euro


 
marc123 Am: 20.08.2020 20:28:57 Gelesen: 2024# 11 @  
Zu diesem interessanten Thema wurde lange nichts mehr geschrieben.



Ein Los dass am 23. Juni 2020 bei Heinrich Köhler (Los 882) bei einem Ausruf von 300 Euro für 400 Euro zugeschlagen wurde (ich war Zweitbieter als Sammler).

https://www.heinrich-koehler.de/de/373-heinrich-köhler-auktion-882

Am 12.9.2020 wird der Brief wieder versteigert. Diesmal zum Ausruf von 600 Euro bei Dr. Derichs unter Los 9013.

https://www.philasearch.com/de/i_9500_20872/4210_Luxemburg/9500-A1001-9013.html?set_sprache=de&treeparent=COSUBGRP-20360&postype=PH&page=3&row_nr=59&breadcrumbId=1597947834.1473

Lustig ist, wenn man aktuell bei Philasearch unter "Luxemburg" sucht stehen beide Lose aktuell direkt nebeneinander.

https://www.philasearch.com/de/dosearch.php?treeparent=COSUBGRP-20360&set_sprache=de&postype=PH&page=3

Ich gespannt auf den Zuschlag

Beste Sammlergrüße
Marc
 
guy69 Am: 18.10.2020 15:53:46 Gelesen: 1572# 12 @  
@ guy69 [#10]

Mittlerweile sind über 6 Jahre ins Land gegangen.

6.) Diesmal bei Peter Feuser Auktionen im November 2020
Peter Feuser Auktionen
93. Auktion Thurn und Taxis
13.11.2020 - 14.11.2020
Los 1130
Ausruf 1500,- Euro
Zuschlag ??? ,- Euro


 
marc123 Am: 06.06.2021 15:41:17 Gelesen: 639# 13 @  
@ marc123 [#11]

ein vergleichbarer Brief war 2019 in einem Sammellos bei David Feldman

https://www.davidfeldman.com/de/dfsa-auktionen/june-2019-summer-auction-series/europe/42749/collections-and-lots-all-world-1852-1949-selection/



Zwei Briefe möchte ich hier hervorheben, der Luxemburg-Brief mit der 30 Centimes und der Turn und Taxis Brief. Ich glaube das sind die besseren Stücke.

Verkauft wurde das Los für 1100 Euro (Ausruf 1000). Ich weiß nicht was der Taxis-Brief in etwa wert ist, dazu kann sich vielleicht jemand äußern. Den Luxemburg-Brief würde ich mit 500 Euro bewerten.

Jetzt sind beide bei Ebay. Der Taxis-Brief kostet etwas über 3000 Euro, Sofort-Kauf oder Preisvorschlag.

https://www.ebay.de/itm/402757785746

Der aus Luxemburg soll über 2200 Euro oder Preisvorschlag kosten.

https://www.ebay.de/itm/124644984196

Natürlich kommen nach Angaben des Verkäufers noch 20% Ebay und PayPal hinzu und die Auktionskosten. Der Verkäufer will noch etwas verdienen. Bei einem realistischen, dem Marktwert entsprechendem Gebot von 500 Dollar für den Luxemburg-Brief fühlt sich der Verkäufer beleidigt. Was ist das Fazit, die Briefe werden wohl für sehr lange Zeit in keiner Sammlung mehr zu sehen sein. Schade. Ich beobachte seit einiger Zeit, dass interessante Briefe von Händler/Auktionen zu Händler/Auktionen weiterverkauft werden und immer teurer werden. Sammler die den wirklichen Wert kennen und bedeutende Stücke registrieren können nur den Kopf schütteln.

Liebe Grüße
Marc
 
22028 Am: 06.06.2021 16:01:26 Gelesen: 629# 14 @  
@ marc123 [#13]

Auf den Brief von Sukani (ein Name der zumindest in gewissen Kreisen recht bekannt ist) kommen keine 10 % mehr, er schreibt nur dass das die Kosten sind die ebay / Paypal und Währungsverluste sind. Daher gibt kann er keinen Rabatt auf die Postkosten geben.

Was aber das Verpackungsmaterial das (nach Singapur ?) importiert ist für einen Preiseinfluss hat ist mir schleierhaft.

Trotz allem war und ist seine Preisgestaltung schon immer recht seltsam, trotzdem hat er über 18.000 Bewertungen.
 
marc123 Am: 06.06.2021 16:19:46 Gelesen: 614# 15 @  
@ marc123 [#13]



Anbei noch zur Dokumentation die Angebote als Screenshot.

Marc
 
LK Am: 06.06.2021 17:17:03 Gelesen: 572# 16 @  
@ marc123 [#13]

Ich weiß nicht was der Taxis-Brief in etwa wert ist

In diesem verfälschten Zustand wenig.

Das Porto für einen einfachen Brief nach Frankreich betrug nach den Postverträgen von 1862 von den Hansestädten 4 1/2 Silbergroschen.

Das waagerechte Paar der 1/4 Sgr. wurde als Blender nachträglich dazugefügt, also verfälscht.

Briefe von Hamburg nach Frankreich sind zwar keine Massenware und erzielen je nach Zustand und evtl. besserer Frankatur gute Erlöse von 800 Euro und aufwärts.

Solche Blender lassen sich in Lots gut verkaufen.

Die Kenner der Materie haben die Verfälschung auch erkannt und entsprechend das Los nicht hoch gesteigert.

Es ist ja sicherlich gegen Untergebot verkauft worden.

Sieger bei solchen Losen ist immer der, der die wenigste Ahnung hat.

Beste Grüße
 
drmoeller_neuss Am: 06.06.2021 17:38:04 Gelesen: 556# 17 @  
@ 22028 [#14]

Wenn man sich das Angebot von asianstamp genauer anschaut, ist die Hälfte davon Massenware. Ich möchte das nicht schlecht reden, Heimatsammler kommen hier sicher auf ihre Kosten, wenn sie einen bestimmten Belege oder Stempel suchen. Viele Lose fangen bei 0.01 USD an. In den letzten 3 Monaten sind über 3.000 Lose für wenige Cents verkauft worden.

Da muss sich der Händler über die Versandkosten absichern, um nicht darauf zu legen, wenn nur ein Gebot abgegeben wurde. Insofern kann ich die neue Gebührenstruktur von ebay verstehen, die so etwas vermeiden möchte.

Beliebt macht man sich als Verkäufer bei seinen Kunden damit nicht, daher resultieren auch die 71 negativen und 14 neutralen Bewertungen alleine im letzten Monat.

Möglicherweise handelt es sich bei den teuren Losen um Kommissionsware.
 
marc123 Am: 07.06.2021 16:58:19 Gelesen: 457# 18 @  
@ LK [#16]

Danke für Deine Einschätzung. Dann hat sich der Händler wohl verspekuliert, außer er findet jemanden der das nicht bemerkt. Dies ist bei der hohen Preisvorstellung eher unwahrscheinlich.

Beim Luxemburg-Brief hat er sich wohl auch verschätzt. Er schreibt in der Losbeschreibung "REDIRECTED FROM HOLLAND". Deshalb hält er den Brief wohl für so bedeutend. Das wäre sicher ein interessanter Beleg, allerdings verwechselt er hier wohl etwas. Der Brief wurde an die Adresse " rue d'Amsterdam" nach Paris geschickt. Für den Portogerechten Brief spricht das die Marke breitrandig ist.

Liebe Grüße
Marc
 
LK Am: 07.06.2021 17:17:49 Gelesen: 436# 19 @  
@ marc123 [#18]

Hier ein Brief aus Hamburg nach Frankreich aus der gleichen Korrespondenz mit seltener Frankatur der farbig
durchstochenen letzten Ausgabe.

Der Absender kannte die Taxe genau und hätte wohl kaum Überfrankiert, wozu auch.

Ein Taxiskenner wird sofort die Manipulation erkennen.

Die Verfälschung kann man natürlich rückgängig machen, dann liegt der Brief in dem mittelmäßigen Zustand mit Glück bei 600 Euro.



Bildquelle: Heinrich Köhler 376. Auktion

https://www.philasearch.com/de/i_9117_60674/95_Altdeutschland_Thurn_und_Taxis/35-A376-301.html?set_sprache=de&page=45&set_gesetz_bestaetigt_jn=J&gesetz_bestaetigt_neu=J&treeparent=COSUBGRP-10280%2CCO-95&postype=PH&row_nr=1111&breadcrumbId=1622990990.0888

Beste Grüße
 
Lars Boettger Am: 08.06.2021 19:25:22 Gelesen: 320# 20 @  
@ marc123 [#13]

Der aus Luxemburg soll über 2200 Euro oder Preisvorschlag kosten.

Lieber Marc,

ob der Brief die USD 2.750 wert ist oder nicht - auf jeden Fall wurde das Angebot mittlerweile beendet und der Brief könnte verkauft worden sein. Ich hätte für das Stück deutlich mehr als die von Dir angesetzten 500 Euro ausgegeben:

1. Der Brief war unterfrankiert, das Porto bis zum 31.3.1868 für Briefe der 1. Gewichtsstufe außerhalb des Grenzrayons betrug 40 Centimes, hier sind nur 30 Centimes verklebt - und sie wurden nicht beanstandet!

2. Eine möglicher Erklärung für die Frankatur von 30 Centimes könnte im Absender liegen, der wohl einer Regierungskommission angehörte und eventuell im Inland portobefreit war -> Luxemburg und Frankreich teilten sich das Porto, 10 Centimes behielt Luxemburg, 30 Centimes erhielt Frankreich und die 30 Centimes sind verklebt.

3. Der Brief wurde innerhalb Frankreichs weitergeleitet, er hätte gut ein mein Exponat "Retour, Parti, Inconnu" gepasst.

Postgeschichtlich ein äußerst spannender Beleg! Olivier und Du, Ihr habt die umfangreichste Registratur von luxemburgischen Briefen, kennst Du ein zweites Stück?

Beste Grüße!

Lars
 
Olivier Nosbaum Am: 08.06.2021 21:11:40 Gelesen: 281# 21 @  
@ Lars Boettger [#20]

Hallo Lars,

einen zweiten Brief zu diesem Tarif mit einer 30 Centimes-Marke ist mir bekannt.
Siehe unter "Luxemburg bis 1900" [#218].

In Punkt 2 liegst Du richtig.

phila-Grüsse

Olivier
 
Lars Boettger Am: 09.06.2021 08:57:33 Gelesen: 191# 22 @  
@ Olivier Nosbaum [#21]

Salut Olivier,

der Brief mit der Luxemburg MiNr. 9 ist (wie es @bayern_klassisch" so schön nennt, eine "postgeschichtliche Granate". Ob das der Verkäufer erkannt hat, wahrscheinlich nicht. Aber dem Käufer könnte die postgeschichtliche Bedeutung klar gewesen sein.

Beste Grüße!

Lars
 
marc123 Am: 09.06.2021 11:26:57 Gelesen: 157# 23 @  
@ Lars Boettger [#20]

Hallo Lars,

Olivier hat Dir ja schon die wichtigste Frage (Porto) und Registratur beantwortet. Bezieht sich Deine Frage zu unserer Registratur nur auf die Wappenmarken, oder auch auf die Michel Nr. 1?

Zum Wert. Darüber lässt sich streiten. Ich würde den Wert in zwei teilen. 1. Ein Brief mit einer breitrandigen 30 Centimes und den Wert des seltenen Portos. Da der Händler diese Seltenheit nicht kannte war er das auch nicht wert. Verkauft man ihn zusammen mit dem Wissen ist er natürlich wesentlich mehr wert. Ich vergleiche es mit einer römischen Münze. Ist sie von einem Experten bestimmt und datiert, wird sie teurer gehandelt als eine die es nicht ist. Wissen kostet Zeit und Geld.

Der Verkäufer hat einen Fehler gemacht. Er hat den Brief nicht prüfen lassen. Stell dir ein Attest mit der Portobeschreibung und nur 2 Briefe bekannt vor.

Dann kommt noch der Empfänger, der Archäologe Anatole de Barthélemy hinzu. Das Wertet den Brief noch einmal auf.

https://fr.wikipedia.org/wiki/Anatole_de_Barth%C3%A9lemy


@ Lars Boettger [#22]

eine "postgeschichtliche Granate".

Da kann ich Dir nur zustimmen

Liebe Grüße
Marc
 
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