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Thema: Landpoststempel / Poststellenstempel
Das Thema hat 1427 Beiträge:
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Silesia-Archiv Am: 30.06.2021 07:52:14 Gelesen: 30994# 1403 @  
Ich bin jetzt etwas irritiert, gehe aber davon aus dass der abgebildete Beleg (Postkarte) weder ein Landpost noch ein Poststellenstempel ist.



Beste Sammlergrüße
Michael
 
filunski Am: 30.06.2021 11:01:03 Gelesen: 30966# 1404 @  
@ Silesia-Archiv [#1403]

Hallo Michael,

du zeigst mal wieder sehr interessante und seltene Stempel, super!

Diesmal ist auf deiner Postkarte der Stempel MÄRZDORF / a / über / LÖWENBERG (SCHLES) abgeschlagen. Es dürfte dies der heutige Ort Marczów, früher Märzdorf am Bober im Landkreis Löwenberg, Niederschlesien sein.

Jetzt zu deiner Frage um was für einen Stempel es sich hier nun wohl wieder handelt. Hast du dir mal Beitrag [#1378] durchgelesen? Dort habe ich, wie ich eigentlich dachte, recht ausführlich diese Stempel erklärt.

Jetzt also die " 1.000.000 Dollar Frage" dazu:

Was ist das für ein Stempel?

a) Schiffspoststempel
b) Maschinenstempel
c) Gelegenheitsstempel
d) Poststellenstempel (in Stahlausführung)

Und bitte den Begriff "Landpoststempel" am besten wieder vergessen. ;-)

Viele Grüße,
Peter
 
Silesia-Archiv Am: 30.06.2021 12:16:59 Gelesen: 30938# 1405 @  
@ filunski [#1404]

Hallo Peter,

Deinen Beitrag [#1378] hatte ich gelesen und gehofft endlich alles verstanden zu haben, bis ich dann diesen Beleg / Postkarte MÄRZDORF / a / über / LÖWENBERG (SCHLES) hatte, da traten bei mir wieder Unsicherheiten auf. Den Beleg hatte ich schon unter [#1379] gezeigt. Da keiner dazu was kommentierte, kam erneut meine Frage auf.

Für ich ist, es sei denn Du widersprichst, das jetzt ein Poststellenstempel.

Und wenn ich den Begriff "Landpoststempel" wieder vergessen soll, dann sollte man den Begriff auch aus der Überschrift dieser Rubrik nehmen, damit nicht wieder Unsicherheiten auftreten.

Beste Sammlergrüße
Michael
 
Silesia-Archiv Am: 30.06.2021 12:37:16 Gelesen: 30933# 1406 @  
Und damit alle Sammlerfreunde davon was haben lege ich mal nach:



Reppersdorf (Kreis Jauer) über Liegnitz Schlesien

Sammlergrüße
Michael
 
wheilmann Am: 30.06.2021 13:48:43 Gelesen: 30916# 1407 @  
@ filunski [#1404]

Hallo Peter,

die Bezeichnung

d) Poststellenstempel (in Stahlausführung) ist mir völlig unbekannt.

Ich kann mich nicht erinnern, diese Bezeichnung in meiner Ausbildung je gehört zu haben - ok die Zeit 1962 bis 1964 ist schon ein wenig her.

In der PTZ_Norm 1341.03_ Tagesstempel_Juni 1957 wird der besagte Stempel auch unter Tagesstempel geführt, so habe ich das gelernt.

Wer hat die wo eingeführt?

Gruß Wolfgang


 
filunski Am: 30.06.2021 15:20:47 Gelesen: 30898# 1408 @  
@ Silesia-Archiv [#1405]

"Für mich ist, es sei denn Du widersprichst, das jetzt ein Poststellenstempel."

Hallo Michael,

100 % und nein ich widerspreche nicht! ;-)

@ wheilmann [#1407]

"Poststellenstempel (in Stahlausführung) ist mir völlig unbekannt."

Den Zusatz "in Stahlausführung" habe ich, sozusagen als Wink mit dem Zaunpfahl hinzugefügt.

Dann zu deinem Einwand und der PTZ Norm.

Wir müssen unterscheiden zwischen den "Fachausdrücken" der Post und denen in der philatelistischen Sprache gebräuchlichen, insbesondere denen die wir auch in der Datenbank verwenden. Tagesstempel ist grundsätzlich sehr oft richtig für bestimmte Stempel, auch der in Frage stehende aus [#1403] MÄRZDORF / a / über / LÖWENBERG (SCHLES), kann als "Tagesstempel einer Poststelle" bezeichnet werden, ist aber "richtiger" ein Poststellenstempel. Gerade dieser Stempeltyp "ORT A / UB / über / ORT B" kann da manchmal heimtückisch sein.

Schauen wir uns mal das Beispiel aus der PTZ Norm an (17a) DIEDELSHEIM / c / über / BRETTEN (BADEN). In der PTZ Norm als Beispiel für einen Tagesstempel gezeigt. Es ist aber, Diedelsheim war damals Poststelle I, für uns ein Poststellenstempel da wir genauer unterscheiden.

Solche Stempel sind manchmal aber auch tatsächlich Tagesstempel. Hier ein Beispiel aus Beitrag [#1394]:



(13a) BEILNGIES / c / über / NEUMARKT (OBERPF)

Hier handelt es sich tatsächlich NICHT um einen Poststellenstempel, sondern um einen Tagesstempel. Beilngries war nie Poststelle sondern damals Zweigpostamt (ZdA) von Neumarkt.

Ich weiß, nicht immer ganz einfach! ;-)

Viele Grüße,
Peter
 
Cantus Am: 30.06.2021 18:36:35 Gelesen: 30843# 1409 @  
@ filunski [#1408]

Hallo Peter,

meine Antwort gilt natürlich auch Christoph und anderen Interessierten. Zunächst einmal etwas zum Begriff "Landpoststempel". Das ist die Formulierung, die ich privat seit 1970 und seit meinem damaligen Wohnen in einem 150-Seelendorf in der Oberpfalz für derartige dort verwendete Stempel gebrauche. Das war auch der dort benutzte Begriff, den sowohl die Postfrau des Ortes als auch der zuständige Landbriefträger verwendeten. Ich verbinde mit diesem Begriff mit einer bestimmten Vorstellung von Postsituationen in kleinen Gemeinden oder unselbständigen Kleinstpostämtern bzw. Poststellen, die nicht die Befugnis haben, Tagesstempel auf Postbelegen abzuschlagen.

Wenn ihr den Begriff hier unbedingt weghaben wollt, werde zumindest ich ihn nicht mehr in Überschriften verwenden, ich glaube aber nicht, dass Richard nach all der langen Zeit die Überschrift dieses Themas hier noch verändern wird. Und das von mir gegründete Thema "Landpoststempel Niedersachsen auf kompletten Belegen" hatte bisher 22.354 Zugriffe, für mich ein Beleg, dass auch viele andere Sammler sich dem Begriff Landpoststempel verbunden fühlen.

Der Vorschlag von Christoph und dir zur Gliederung des Themas nach wissenschaftlichen Kriterien, die ein intensives Fachwissen und auch die Möglichkeit des Zugriffes auf entsprechende Fachliteratur voraussetzt, halte ich für verfehlt. Es mag ja sein, dass ihr, die ihr euer Hauptinteresse der Stempelkunde gewidmet habt, so eine Gliederung in den Datenbanken der Poststempelgilde bevorzugt, das hier ist aber ein Sammlerforum und die wenigsten hier dürften ihre eigenen Sammlungen nach so abstrakten Festlegungen sortiert haben.

Wenn ich die Formulierung "auf kompletten Belegen" gewählt habe, dann war das Ziel, solche Stempel stets zusammen mit den Stempeln der jeweiligen Leitpostämtern zu zeigen, denn ich weiß aus unserer Region, dass manche Stempel aus kleinen Dörfern zwar grundsätzlich lange Zeit genutzt wurden, die Leitpostämter aber immer wieder gewechselt haben. Wenn man nun nur einen Briefausschnitt zeigt, dann fehlt der Zusammenhang mit dem Leitpostamt, was ich bedauerlich finde, denn bestimmte Formen von Poststellenstempeln gibt es für einzelne Orte nur und ausschließlich in Verbindung mit bestimmten Leitpostämtern. Diese Information aber sollte ein Teil der Beschreibung jedes Poststellenstempel sein, jedenfalls so weit als möglich.

Wenn nun in einem Thema "auf kompletten Belegen" auch Stempel als Briefausschnitt oder sogar nur auf Briefmarke gezeigt werden, dann ist das natürlich zu tolerieren, aber, wie gesagt, die weiteren Informationen dazu fehlen.

Als Richard im April 2008 das Thema hier gegründet und ihm auch seine Überschrift gegeben hat, da bestand die Forengemeinde überwiegend aus Sammlern mit vielerlei Sammelschwerpunkten, inzwischen hat sich das etwas hin zu Stempelthemen verlagert. Dennoch sind wir immer noch ein Forum mit vielfältigen Interessen und jeder sollte seine Beiträge so hochladen und beschreiben können, wie es seinen Neigungen entspricht, ohne sich dabei den Vorgaben von Stempelspezialisten unterwerfen zu müssen. Wenn dabei Falsches publiziert wird oder Fehler passieren, könnt ihr das gerne berichtigen.

Die zusätzlich installierte Stempeldatenbank sollte grundsätzlich von jedem mit den formatierten Stempeln aus einem Beitrag ergänzt werden, soweit die Stempel deutlich lesbar und identifizierbar sind, ich bezweifle aber, dass das passiert, denn das setzt ja bereits beim Scannen voraus, dass die Stempelgröße vermessen wird, und das Hochladen in die Datenbank erfordert zusätzlich einen deutlichen Zeitaufwand, insbesondere, wenn Hintergrundinformationen erforscht werden müssen. Auch ich bin da nicht auf dem Laufenden, aber immerhin habe ich solche Stempel noch in einem internen Verzeichnis zwischengeparkt, denn in der großen Weite meiner Festplatten wären sie nicht mehr aufzufinden.

Ich persönlich halte die regionale Gliederung von Poststellenstempeln weiterhin für sinnvoll, denn ich will ja nicht wissen, welche Poststempelformen es wann und zu welchem Ort einmal gab, sondern ich suche zum Beispiel nach Informationen, welche Leitpostämter es zwischen Stade und Bremen gab und in welchen Orten Poststellenstempel verwendet worden sind. Dazu möchte ich hier im Forum ohne stundenlanges Suchen Informationen finden können, was derzeit hier im Thema nicht möglich ist, dazu ist es inzwischen viel zu umfangreich. Nach meinen bisherigen Erfahrungen mit Poststellenstempeln sind besonders viele entsprechende Belege für die Gebiete der heutigen Bundesländer Niedersachsen, Sachsen und Baden-Württemberg erhalten geblieben, wobei Niedersachsen in meiner Sammlung den größten Umfang einnimmt. Andere Bundesländer wie z.B. Brandenburg ziehen nach, aber obwohl ich gerade wieder einmal eine Auswahl mit etwa 200 Belegen mit mehr oder weniger gut lesbaren brandenburgischen Poststellenstempeln hier habe, dürfte Niedersachsen weiterhin seine Spitzenposition behalten.

Ich werde also weiterhin das Thema Niedersachsen mit passenden Stempeln füllen, Kleinthemen wie das jetzt vom Saarland zwar zukünftig meiden, bei großem Stempelbestand in meiner Sammlung aber durchaus regionale Themenneugründungen vornehmen, denn nicht nur Stempelsammler schauen dort hinein, sondern auch Heimatsammler und andere, die bestimmte regionale Bezüge suchen.

Viele Grüße
Ingo
 
wheilmann Am: 30.06.2021 19:13:08 Gelesen: 30824# 1410 @  
@ filunski [#1408]

Hallo Peter,

mir steht das Ortsverzeichnis Post v. 1982 zur Verfügung:

8432 Beingries PA 8430 Neumarkt, Oberpf 1
8432 Beilngries über Neumarkt (Oberpf) aus dem Postleitzahlenbuch von 1961 kann auch eine Poststelle gewesen sein - ich schließe das nur aufgrund der vierten Stelle der Postleitzahl (2) aus.

(17a) Diedelsheim über Bretten (Baden) - Poststelle oder Postamt ?
7519 Diedelsheim über Bretten (Baden) - aus dem Postleitzahlenbuch von 1961 kann auch eine Poststelle oder ein Postamt gewesen sein.
Diedelsheim = 7518 Bretten, Baden - aus dem Ortsverzeichnis Post v. 1982 deutet auf eine Eingemeindung nach Bretten hin: Poststelle geschlossen?
oder postalische Umbenennung in 7518 Bretten 2 (Zweigpostamt ?) - habe hierzu bisher keine Information gefunden.

Wo finde ich deinen Hinweis "Diedelsheim war damals Poststelle I"?

Gruß Wolfgang
 
filunski Am: 30.06.2021 19:39:05 Gelesen: 30815# 1411 @  
@ wheilmann [#1410]

Hallo Wolfgang,

das PLZ Buch ist zur Bestimmung Postamt/-stelle nicht geeignet, dazu benötigt man, wie du selbst ja auch geschrieben hast, das Ortsverzeichnis (OV) der Post. Idealerweise vom Jahr des Stempeldatums. Man kann aber auch in vorher und nachher liegenden OV nachschlagen und die richtigen Schlüsse ziehen.

Meine Informationen habe ich aus den mir vorliegenden OV der Jahre 1953 und 1965. Danach war Diedelsheim immer Poststelle I und Beilngries immer schon PA (bzw. zeitweise Zweigpostamt). Zu Beilngries, ich wohne ganz in der Nähe, habe ich auch noch weitere Informationsquellen, u.a. aus persönlichen Gesprächen.

LG, Peter
 
Silesia-Archiv Am: 30.06.2021 21:14:50 Gelesen: 30772# 1412 @  
Damit keine Langeweile auf kommt, lege ich nach:

(leider nur ein Ausschnitt und der leider mit einer nicht einwandfreien Marke)



Droseheydau Grünberg (Schlesien) Land

Sammlergrüße
Michael
 
filunski Am: 30.06.2021 22:16:30 Gelesen: 30743# 1413 @  
@ Cantus [#1409]

Hallo Ingo,

so hat jeder seine Meinung und die muss ja auch nicht immer gleich sein. Wenn ich deine Meinung dazu auch in einigen Punkten (ohne darauf jetzt hier nochmals eingehen zu wollen) nicht teile, heißt das ja nicht, dass ich deine Meinung nicht trotzdem respektiere. Es macht ja gerade den Reiz unseres Forums aus, dass jeder hier seine Meinung und Erkenntnisse präsentieren kann, ohne Andere zwingender weise "bekehren" zu müssen. Verschiedene Blickwinkel auf das gleiche Thema fördern auch verschiedene Einzelheiten zutage und bereichern damit oft die Fakten und nicht zuletzt auch die Forschung.

Lange laufende Themen umzubenennen, nur weil gewisse Termini anders oder neu definiert werden, halte ich auch nicht für angebracht. Vielleicht entstehen auch so weitere Diskussionen und fruchtbare Dialoge dazu. ;-)

In diesem Sinne mit herzlichen Grüßen,
Peter
 
filunski Am: 30.06.2021 22:19:12 Gelesen: 30741# 1414 @  
@ Silesia-Archiv [#1412]

Hallo Michael,

leider eben erst (nachdem ich meinen obigen Beitrag geschrieben habe) entdeckt. Kann es sein, dass dein Bild nicht zu der Unterschrift (Stempelort) passt? Ich lese dort Lichtenberg / Görlitz Land.

Viele Grüße,
Peter
 
Silesia-Archiv Am: 30.06.2021 22:54:31 Gelesen: 30723# 1415 @  
@ filunski [#1414]

Hallo Peter,

ja richtig, da hat Philaseiten meine Änderung nicht angenommen, sorry, denn ich hatte es bemerkt. Hier den richtigen nachreiche:



Droseheydau Grünberg (Schlesien) Land

Sammlergrüße
Michael
 
filunski Am: 30.06.2021 23:50:13 Gelesen: 30691# 1416 @  
@ Silesia-Archiv [#1415]

Hallo Michael,

Jetzt passt's, super! ;-)

Ich nutze jetzt mal die Gelegenheit, da wir hier immer wieder mal über den Begriff "Landpoststempel" gestolpert sind, mal einen Poststempel vorzustellen, der noch am ehesten diese Bezeichnung verdient hat und der wohl kaum jemandem bekannt sein dürfte und auch nicht häufig zu finden sein wird.

Hier erst mal ein Beleg dazu (zur Verfügung gestellt von einem mir bekannten Heimatsammler):



Standardbrief aus dem Jahre 1988, aufgegeben in dem kleinen Örtchen Ramspau (Ortsteil von Regenstauf im Landkreis Regensburg) an einen Empfänger in Regenstauf.

In Ramspau gab es bis 1974 eine Poststelle 2, die im April 1974 aufgegeben wurde. Danach gab es nur noch einen Briefkasten und ab Mai 1974 einen Betriebsversuch der Bundespost. An der Posthaltestelle hielt werktäglich für einen Zeitraum von 20 Minuten ein Postauto (Bus) mit einem sogenannten fahrbaren Postschalter. Dort konnte Post aufgegeben werden. Die Post wurde noch im Postauto mit einem Tagesstempel des Postamtes Regensburg 1 abgestempelt (wie auf dem obigen Beleg) und erhielt einen Zusatzstempel. Auf dem Beleg links unten, leider schlecht abgeschlagen. Deshalb hier ein besserer Abschlag:



Postamt 8400 Regensburg 1 / Fahrbarer Postschalter-Land

Dieser Stempel war allgemein gehalten und hätte auch an weiteren Haltestellen des Postautos eingesetzt werden können. Ob es solche noch gab ist mir nicht bekannt. Es gab aber auch noch eine zweite Variante dieses Zusatzstempels, der nur für den Einsatz im Ramspau vorgesehen war, hier ein Abschlag:



Fahrbarer / Postschalter / Ramspau / Regensburg Land

Dieser "Betriebsversuch" mit dem fahrbaren Postschalter dauerte immerhin 20 Jahre und endete erst im August 1995!

Viele Grüße,
Peter
 
Silesia-Archiv Am: 02.07.2021 21:58:29 Gelesen: 29813# 1417 @  
Nachlege:



Heinersdorf (Grünberg ) Schlesien Land

Leider nur ein Ausschnitt.

Beste Sammlergrüße
Michael
 
JohannesM Am: 05.07.2021 22:09:41 Gelesen: 28720# 1418 @  
Heute mal wieder ein Spatelstempel, der Postler kannte wohl die Dienstanweisung nicht oder er ignorierte sie, denn der Stempel hatte auf dieser normalen Postkarte nichts zu suchen:

6051 Schleusinger-Neundorf hier durch die Nummer 13 dargestellt



Beste Grüße
Eckhard
 
Silesia-Archiv Am: 05.07.2021 22:19:44 Gelesen: 28713# 1419 @  
Einen Abendbeitrag leiste:



Fürstenau Grünberg (Schlesien) Land

Beste Sammlergrüße
Michael
 
Silesia-Archiv Am: 06.07.2021 08:27:42 Gelesen: 28562# 1420 @  
Einen Morgengruß einstelle: (leider wieder nur ein Ausschnitt)



Krampe über Grünberg (Schlesien)

Beste Sammlergrüße
Michael
 
dr31157 Am: 06.08.2021 16:20:39 Gelesen: 14017# 1421 @  
Hallo,

zeige hier einen Brief mit einem Landpoststempel.



Auf dem Gebiet der Landpoststempel bin ich nicht firm. Nunmehr interessiere ich mich dafür und habe für euch wahrscheinlich banale Frage:

Gab es für annehmende Postamter einen verpflichtenden Stempel wie hier BÜRGEL mit "LAND" im Stempelteil? Galt das für alle annehmenden Postämter und ab wann?

Über eine Erklärung würde ich mich freuen.

Gruß detlef
 
JohannesM Am: 06.08.2021 16:48:13 Gelesen: 14004# 1422 @  
@ dr31157 [#1421]

Hallo Detlef,

Ob der Stempel obligatorisch war weiß ich nicht, in meinem Sammelgebiet hatten alle Leitpostämter einen. Benutzt wurden die aber nicht immer, es wurde gestempelt mit allem was den Postlern in die Hände fiel.

Beste Grüße
Eckhard
 
dr31157 Am: 06.08.2021 17:04:56 Gelesen: 13987# 1423 @  
@ JohannesM [#1422]

Hallo Eckhard,

vielen Dank für den Hinweis.

Gruß Detlef
 
dr31157 Am: 24.08.2021 16:28:25 Gelesen: 8470# 1424 @  
Hallo,

ich zeige hier eine Postkarte mit einem violetten Landpoststempel / Poststellenstempel "Wolfenbüttel A".



Kann mir bitte etwas Genaueres über den Sinn und Zweck des Stempels sagen?

Gruß Detlef
 
JohannesM Am: 24.08.2021 18:16:42 Gelesen: 8443# 1425 @  
@ dr31157 [#1424]

Hallo Detlef,

Wolfenbüttel A war eine Stadtpoststelle in der Lindener Str., die Stadtpoststellen hatten im Unterschied zu den Landpoststellen keine Zustellung, sondern nur Annahme in begrenztem Umfang.

Beste Grüße
Eckhard
 
dr31157 Am: 24.08.2021 19:12:09 Gelesen: 8415# 1426 @  
@ JohannesM [#1425]

Hallo Eckhard,

vielen Dank für die ausführliche Erklärung.

Gruß Detlef
 
filunski Am: 13.09.2021 23:46:56 Gelesen: 576# 1427 @  
"Er ist wieder da!"

Verehrte Freunde, Forscher und Sammler der Poststellenstempel,

Ja, er ist wieder da (nicht der, den sie jetzt vielleicht meinen! ;-), das lang vergriffene Standardwerk zu dem Sammelgebiet, Band 175 der Neuen Schriftenreihe der Poststempelgilde, Poststellen-Stempel 1928 – 1988 von Peter Griese. Soeben erschienen als unveränderter Nachdruck (Neuauflage) des Originalwerks aus dem Jahre 2008.



Mit der Neustrukturierung der Reichspost 1928 wurde gleichzeitig die Neuorganisation des Landpostwesens, einhergehend mit der Einführung der Landpostverkraftung, durchgeführt. Dieses neue Leistungsangebot der Reichspost wurde positiv von der Bevölkerung angenommen und entwickelte sich innerhalb eines kurzen Zeitraums sehr rasant. Landkraftwagen fuhren jetzt auf festen Rundkursen, ausgehend von einem Leitpostamt, Landorte ab, um dort in den neu eingerichteten Postanstalten – den Poststellen - einen regelmäßigen Postaustausch durchzuführen. Diese Poststellen verwendeten zunächst Gummistempel mit der Inschrift „Ortsname/Leitpostamt Land“ und wurden neben den Wertzeichen abgeschlagen. Eine Entwertung der Postwertzeichen erfolgte erst im Leitpostamt mit den dort befindlichen Stahlstempeln. Ab 1933 wurden die Inschriften der Poststellen-Stempel geändert. Das hatte zur Folge, dass es neben weiteren Änderungen und Ergänzungen bis in die bundesrepublikanische Zeit eine Vielzahl von Stempeln gab, die, postalisch notwendig waren, aber zugleich auch ein neues und umfangreiches Sammelgebiet darstellen. Eine Übersicht über den Variantenreichtum dieser nicht genormten Poststellen-Stempel aufzuführen, ist Bestreben dieser Arbeit. Zusätzlich angereichert mit postgeschichtlichen Informationen, Beispielen der Landverkraftung und differenzierter Erweiterung der Formenbeschreibung nach Dr. Anderson.

Das Buch ist gegliedert nach den unterschiedlichen Zeiträumen, behandelt genauso die Einführung der Postleitgebietszuordnung und der Postleitzahl im Stempelbild sowie der Aptierungen nach Kriegsende sowohl auf westdeutschem und ostdeutschem Gebiet. Ein 10seitiges, zweispaltiges Ortsverzeichnis und die Gesamtseitenzahl (390 Seiten, 952 s/w Abbildungen) verdeutlichen den enormen Umfang dieser Arbeit.

Das folgende Inhaltsverzeichnis gibt einen Überblick zur Struktur der akribischen Arbeit des leider schon verstorbenen Autors.



Erhältlich über Poststempelgilde e.V. [1], Direktbestellung hier über Philabuch [2].

Viele Grüße,
Peter

[1] http://www.poststempelgilde.de/index.html
[2] https://www.philaseiten.de/philabuch/show/333
 

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