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Thema: (?) (17/19/20) BPP Prüfer ohne BPP im Prüfzeichen
Das Thema hat 27 Beiträge:
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Lars Boettger Am: 22.07.2013 15:50:17 Gelesen: 11380# 3 @  
@ Algebra [#2]

Wenn das Gebiet nicht durch einen BPP-Prüfer besetzt war, dann durfte ein BPP-Prüfer (ohne Zusatz BPP) diese Marken mit seinem Prüfstempel versehen. Das ist dann aber keine BPP-Prüfung gemäß Prüfordnung.

Die zweite Möglichkeit ist die missbräuchliche Verwendung des Signierstempels bzw. eine Signierstempelfälschung.

Beste Sammlergrüsse!

Lars
 
Kontrollratjunkie Am: 22.07.2013 16:13:41 Gelesen: 11360# 4 @  
Oder eine Händler-Kennzeichnung ? War Herr Herpichböhm auch als Händler tätig ? Ich weiß es nicht.

Ich habe z.B. Marken von Herrn Sturm, die er vor seiner Tätigkeit im BPP nur mit seinem Namensstempel signiert hat. Nach Aufnahme in den BPP lautete die Signatur dann Sturm BPP.

Gruß
KJ
 
hajo22 Am: 22.07.2013 16:22:18 Gelesen: 11346# 5 @  
@ Kontrollratjunkie [#4]

Ja, meines Wissens war Herr Herpichböhm auch als Händler tätig. Sein Spezialgebiet waren die Ausgaben Thüringens mit allen Besonderheiten 1945/1946.

Grüße
Jochen
 
Kontrollratjunkie Am: 22.07.2013 17:02:19 Gelesen: 11323# 6 @  
Danke für die Info, Jochen. Die OPD Erfurt war ja auch später dann sein Prüfgebiet.

Also könnte es sich m.E. um eine solche Signatur handeln.

Gruß
KJ
 
Detlev0405 Am: 04.12.2017 11:31:19 Gelesen: 8077# 7 @  
Ich stehe heute auch vor der Frage - Prüfstempel echt oder nicht ?

Herr Jungjohann war für dieses Sammelgebiet auch BPP Prüfer, ab wann entzieht sich meiner Kenntnis.

Nun kommt mir ein Beleg unter die Finger, der als geprüft mit Prüfstempel versehen wurde, aber nicht als BPP. Kann mir jemand zu dem Prüfstempel eine Auskunft erteilen oder wo muss ich mich dazu hinwenden ?



Vielen Dank im vorab
Detlev
 
Richard Am: 04.12.2017 15:11:25 Gelesen: 8013# 8 @  
@ Detlev0405 [#7]

Hallo Detlev,

Heinz Erwin Jungjohann aus St. Peter-Ording, geboren 1929, war von 1968 bis 2004 Prüfer BPP für Generalgouvernement, Polen und Mittellitauen.

Vielleicht liest und meldet sich dazu der Generalgouvernement Prüfer Michael Schweizer, BPP.

Schöne Grüsse, Richard
 
Ron Alexander Am: 04.12.2017 15:13:54 Gelesen: 8009# 9 @  
Hallo zusammen,

Prüfer kann man hier sehr gut suchen:

https://briefmarken-pruefer.de/de/

Grüße,
Ron
 
Detlev0405 Am: 04.12.2017 17:33:55 Gelesen: 7952# 10 @  
@ Ron Alexander [#9]

Hallo Ron,

genau wegen dieser Listung bin ich ja hellhörig geworden und habe meinen Beitrag an alle gerichtet. Es fehlt beim Prüfstempel das BPP wie dort gelistet.

Grüße Detlev
 
Generalgouvernement Am: 05.12.2017 06:55:09 Gelesen: 7885# 11 @  
Guten Morgen,

Herr Jungjohann war bis 2004 BPP Prüfer. Diesen Stempel auf dem Brief oben kenne ich von ihm nicht. Eigentumssignatur von ihm gibt es nicht. Sein BPP Prüfzeichen wurde meines Wissens nach einmal gefälscht, daraufhin hat er einen neuen Signaturstempel erhalten. Das hat aber nichts mit diesem Namensstempel oben zu tun.

VG
Michael Schweizer
BPP Generalgouvernement und Frank-Marke
 
Detlev0405 Am: 05.12.2017 09:01:02 Gelesen: 7864# 12 @  
@ Generalgouvernement [#11]

Erst einmal vielen Dank Herr Schweizer für Ihre Aussage.

Leider weiß ich nun immer noch nicht, womit ich es hier zu tun habe. Gibt es denn jemanden der diesen Beleg nachprüfen könnte ? In der Auflistung der BPP Prüfer finde ich das Sammelgebiet Polen nicht vertreten, wenn ich nicht allzu trottelig gesucht habe. Notfalls auch einen Prüfer aus Polen ?

Mit freundlichen Grüßen und einen schönen Tag noch,
Detlev
 
18609 Am: 05.12.2017 10:01:45 Gelesen: 7843# 13 @  
Schau mal hier:

https://www.vphev.de/pruefer

Gruß
18609
 
Detlev0405 Am: 05.12.2017 10:58:42 Gelesen: 7817# 14 @  
Ich bedanke mich bei allen, die mich auf die richtige Spur geschickt haben, sowohl hier als auch per persönlicher Mail.

Fündig bin ich geworden bei Herrn Stefan Petriuk, der Polen fast komplett prüft. Er hat mir nach erstem Augenschein auch bestätigt, dass der "Prüfstempel Jungjohann" nicht existent ist, die rückseitige handschriftliche Notiz neben dem Stempel "Stempel" auch nicht von Herrn Jungjohann stammt. Er wird den Beleg prüfen und dann kann ich ihn hier mit Ergebnis vorstellen.

Mit freundlichen Grüßen
Detlev
 
Detlev0405 Am: 20.12.2017 11:27:58 Gelesen: 7548# 15 @  
Heute kann ich euch eine endgültige Antwort zu dem ganzen Verwirrspiel auf meinem Luftpostbeleg geben.

Auf mein Bitten hat Herr Stefan Petriuk den Beleg begutachtet und ein ausführliches Attest (war mein Wunsch) dazu angefertigt [1].

1. Der auf der Rückseite angebrachte Prüfstempel "Jungjohann" ist privaten Ursprungs und hat nichts mit dem gleichnamigen BPP Prüfer zu tun. Das gleiche trifft auf den Vermerk zum Stempel zu.

2. Der links oben aufgebrachte Erstflugstempel auf der Vorderseite ist ein privat nachverwendeter Stempel mit veränderter Jahreszahl.



Im übrigen ist das ausgefertigte Attest für mich ein Beispiel für eine gelungene Kommunikation zwischen Sammler und Prüfer, es entspricht in allen Punkten meinen Vorstellungen an eine Belegprüfung.

Mit freundlichen Grüßen
Detlev

[1] http://www.briefmarken-atteste.de/atteste/suchen/ablage/55

[Redaktioneller Hinweis: War lassen das Attest, in welchem Petriuk als Prüfer des polnischen Verbandes attestiert, in diesem Thema, da der Prüfer auch von 1987 bis 2003 im BPP tätig war]
 
Ron Alexander Am: 20.12.2017 14:56:17 Gelesen: 7494# 16 @  
@ Detlev0405 [#15]

Hallo Detlev,

sehr schönes Attest und vor allem ausführlich beschrieben, gefällt mir auch sehr gut. Danke fürs zeigen!

Grüße,
Ron
 
spain01 Am: 30.06.2018 18:58:39 Gelesen: 5368# 17 @  
Vor vielen Jahren hat mir Herr Schmidl, BPP für Markenheftchen, mehrere Marken der Bund MiNr. 1388 als DD signiert, aber ohne den Zusatz BPP. Dies war wohl möglich, weil er die Marken in seiner Eigenschaft als Sachverständiger und nicht als Bundesprüfer signiert hat, da das ja nicht sein Prüfgebiet ist.

Es bleibt nachzuprüfen, ob andere Prüfer ebenfalls zusätzlich als Sachverständige tätig waren und somit im Rahmen dieser Tätigkeit Marken außerhalb ihres eigentlichen Prüfgebietes mit ihrem Stempel ohne Zusatz "BPP" gekennzeichnet haben.

Gruß
Michael


 
Markus Pichl Am: 01.07.2018 15:43:01 Gelesen: 5271# 18 @  
@ spain01 [#17]

Hallo Michael,

es ist sehr interessant zu sehen, was der einst sogen. "Bundesprüfer" Schmidl noch alles so zusätzlich unternahm, um Geld aus Dienstleistung zu vereinnahmen.

Wir werden uns doch bestimmt darauf einigen können, dass diese Marke keinen Doppeldruck im eigentlichen Sinne eines Doppeldrucks zeigt sondern nur einen sogen. Schmitzdruck und die von Herrn Schmidl angebrachte Signatur einem Philatelisten maximal nur ein Schmunzeln entlocken kann.

Beste Grüße
Markus
 
Richard Am: 12.07.2018 09:55:10 Gelesen: 4873# 19 @  
@ spain01 [#17]

Hallo Michael,

als Ergänzung zu Deinem Beitrag:

Horst Schmidl war BPP Prüfer von 1982 bis Ende 2013. Zu diesem Termin musste er seinen BPP Prüfstempel zurückgeben.

Die Frage ist, ob er ab 2014 weiter als Prüfer ohne Mitgliedschaft im BPP geprüft hat. Darauf habe ich bisher keine Antwort gefunden.

Das Begriffslexikon des BPP schreibt zum Doppeldruck und Doppelbilddruck [1]:

Ein Doppeldruck liegt stets vor, wenn sich zwei deutlich voneinander abgesetzte Druckbilder auf der Vorderseite eines Postwertzeichens zeigen. Doppeldrucke werden signiert und entsprechend gekennzeichnet.

Der Doppelbilddruck ist kein Doppeldruck, sondern eine Erscheinung, die ausschließlich bei Offsetdruck vorkommt. Er entsteht nicht durch ein zweimaliges Einlegen des Bogens, sondern durch doppelten Auftrag des Druckbildes auf den Gummituchzylinder, wenn die Maschine kurz angehalten worden war, beispielsweise um einen beschädigten Bogen herauszunehmen. Doppelbilddrucke sind Druckzufälligkeiten.


Mit diesen Begriffsbestimmungen, die auch im Michel nachzulesen sind (Deutschland Spezial Band 2 auf Seite 8) gab und gibt es keinen Grund, bei Doppeldrucken ohne BPP im Prüfzeichen zu prüfen.

Schöne Grüsse, Richard

[1] https://www.bpp.de/de/Begriffslexikon.html#Doppeldruck_und_Schmitzdruck
 
Michael 1969 Am: 22.05.2020 11:00:10 Gelesen: 1407# 20 @  
Hallo zusammen,

kann mir bitte jemand sagen, ob das abgebildete Zeichen S.D. (oder S.B.??) ein Prüfer war, oder ob es sich hier (Bizone, Überdruck auf Ziffer) "nur" um ein Händler- oder Besitzerzeichen handelt?

Für jede Hilfe sehr dankbar.



eBay 183785221658

Gruss
Michael
 
Michael 1969 Am: 22.05.2020 15:05:07 Gelesen: 1336# 21 @  
Weil ich eben von Richard wegen Scan und Auflösung angefragt wurde: Das ist das Beste, was ich dazu anbieten kann. Ist von ebay, die Marken sind nicht in meinem Besitz.

Gruss

[Link auf das ebay Angebot um 18:45 Uhr redaktionell hinzugefügt]
 
Lars Boettger Am: 22.05.2020 19:36:11 Gelesen: 1226# 22 @  
@ Michael 1969 [#20]

Hallo Michael,

auf Filatelia findet sich ein Hinweis [1]:

"SB (in purple in SE corner) / Seen on genuine stamps"

Mein Bauchgefühl tendiert zu einem privaten Zeichen. Aber sicher ist das nicht. Auch die Bleistiftsignatur rechts unten auf der Markenrückseite kann ich im ersten Augenblick nicht zuordnen.

Ich würde den Satz bei diesem Preis mit einem aktuellen Attest kaufen. Der Hinweis auf der Webseite und das Prüfzeichen von Schlegel würde ich nicht ignorieren, aber das ist mir persönlich etwas zu lange her.

Beste Grüße!

Lars

[1] https://www.filatelia.fi/experts/areasf.html
 
Michael 1969 Am: 23.05.2020 07:23:27 Gelesen: 1124# 23 @  
Danke für die Einschätzung.

Ich mache mit kommerziellen Anbietern bei ebay momentan eh schlechte Erfahrungen: Keine Reaktion auf Anfragen zu weiteren Auskünften/Abbildungen und vor allem absoluten Mondpreise. Momentan geht die Tendenz, bei Alliierter Besetzung mehr als 40% Michel zu fordern. Da will ich nicht mitmachen.
 
Lars Boettger Am: 23.05.2020 09:19:37 Gelesen: 1096# 24 @  
@ Michael 1969 [#23]

Hallo Michael,

wahrscheinlich ist meine Antwort zu weit weg vom Thread-Thema: Du hast aus meiner Sicht mehrere Möglichkeiten:

- Bei einem Kauf über Ebay würde ich darauf achten, dass der Anbieter Mitglied im APHV ist. Wenn etwas mit den Marken sein sollte, dann ist der Verband reaktiv.

- Du kannst versuchen, die Marken bei einem Auktionshaus billiger zu bekommen. Achte darauf, dass das Auktionshaus Mitglied im BDB ist, falls es Probleme gibt. Aber auch hier gilt, dass das Attest bzw. der Prüfbefund aus den letzten Jahren stammt. Meine Einschätzung wäre, dass die Preise dann ungefähr auf dem Ebay-Niveau liegen.

- Kauf bei einem privaten Anbieter über Ebay: Gleicher Anspruch wie bei einem gewerblichen Anbietern - nur mit Attest oder aktueller Prüfung. Möglicherweise ist dann der Preis günstiger, aber ich kann mir vorstellen, dass solche Angebote nicht häufig bei Ebay auftauchen.

- Kauf bei einem privaten Anbieter über Ebay: Ungeprüft ist die Ware deutlich billiger. Aber Du gehst voll in das Risiko, hier Fälschungen für ein paar Prozent vom Michel-Wert zu erwerben. Du musst die Marken prüfen lassen. Nach meiner Erfahrung sind viele Ebay-Käufe ein bunter Mix aus "nicht prüfbar", "Qualität nicht wie beschrieben" und "Stempel, Marke oder Aufdruck falsch". Der private Anbieter wird sich nach meiner Erfahrung nur unter massiven Drohungen von seinem hart ergaunerten Geld trennen.

Für mich ist es kein Widerspruch, echte Marken bei Ebay für 40% Michel oder mehr angeboten zu bekommen. Der Ebay-Nutzer hat sich daran gewöhnt, im Internet vieles für kleines Geld angeboten zu bekommen. Aber bei seltenen und gefragten Marken stimmt m.E. die Relation Michelwert und Verkaufspreis noch.

Ich habe mal eine Meldung von falschen Aufdrucken angehängt.

Beste Grüße!

Lars


 
TeeKay Am: 23.05.2020 12:02:31 Gelesen: 1050# 25 @  
Der APHV ist reaktiv, wenn Verbandsmitglieder Fälschungen verticken? Oder Marken am Fließband falsch beschreiben. Guter Witz. Was bringt dem Kunden ein Verbandsausschluss nach Jahren der Verfehlungen?
 
Wolfgang Lang Am: 23.05.2020 13:49:31 Gelesen: 1003# 26 @  
Hallo TeeKay,

ist heute Auswärtsspiel ? Alleine die Ausdrucksweise offenbart schon die Provinienz.

Lars will damit sagen, dass der APHV sich bei Reklamationen von Kunden durchaus den Fall ansieht und sich um eine Regelung für den Kunden bemüht, zumal die wettbewerbsrechtlichen Vorgaben z. B. bei falschen Prüfzeichen recht eindeutig sind und der Kunde das Recht hat, zu bekommen, was er bezahlt hat.

Voraussetzung hierfür ist aber, dass sich jemand an uns wendet, und zwar nicht über Dritte, irgendwelche Blogs oder indem er es Sonntags in den Wald ruft.

Wenn Dir also persönlich Unrecht widerfahren ist (nicht: wenn irgend jemandem irgendwo Unrecht widerfahren könnte, hierfür gibt es tatsächlich zu viele Möglichkeiten), lass es mich wissen; wir werden uns der Sache annehmen. Und falls Du zu schlau sein solltest, um einem Betrüger aufzusitzen, ist dies eine gute Voraussetzung für dieses Hobby.

Wolfgang Lang
 
bovi11 Am: 23.05.2020 14:00:10 Gelesen: 991# 27 @  
@ TeeKay [#25]

Ich kann die Ausführungen von Wolfgang Lang aus eigenen zahlreichen Erfahrungen bestätigen.

Konkrete Meldungen werden ausnahmslos innerhalb kürzester Frist erledigt.

Die stumpfe Behauptung

"Der APHV ist reaktiv, wenn Verbandsmitglieder Fälschungen verticken? Oder Marken am Fließband falsch beschreiben. Guter Witz. Was bringt dem Kunden ein Verbandsausschluss nach Jahren der Verfehlungen?"

ist ungeeignet, ernst genommen zu werden. Nur konkrete Vorwürfe mit Benennung von Roß und Reiter können sinnvoll bearbeitet werden. Das kann, wenn es nicht hier im Forum veröffentlicht werden soll, per Mail oder auf sonstige Art und Weise erfolgen.

Aber nur hupend durch die Stadt fahren, macht weder auf einen Mißstand aufmerksam, noch ist dies geeignet, einen solchen abzustellen.
 

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