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Thema: Alliierte Besetzung Französische Zone: Walter Prell Briefe
Brigitte Am: 22.09.2013 09:11:59 Gelesen: 6344# 1 @  
Einer von vielen Briefen der im Internet so genannten "Belege Manufactur" Walter Prell aus Chemnitz.



Kann ein Mitglied genauere Informationen zu Walter Prell und seinen Briefen beitragen oder solche zeigen - auch für andere Sammelgebiete ?

Schöne Grüsse, Richard
 
sachsen-teufel Am: 02.10.2013 20:41:56 Gelesen: 6265# 2 @  
Guten Abend,

hier ein weiterer "Prell-Brief" vom 26.11.1946, mit Absenderfreistempel und Tagesstempeln auf Marken der I. Kontrollratsausgabe.



Bezüglich des Wirkens dieses Herrn Walter Prell habe ich mal eine Anfrage an den Chemnitzer Briefmarken Club 1990 e.V. [1] gestartet und dazu vom 1. Vorsitzenden, Herrn Ismer, folgende Informationen per Mail erhalten, die ich hier wiedergebe:

"Der Herr Walter Prell war kein Händler. Es war Privatperson und übte bis 1945 den Beruf eines Lehrers in Chemnitz aus. Nach 1945 hatte er Berufsverbot.
Über den Zeitraum von ca. 1918 bis ca. 1949 fertigte er philatelistische Belege an. Belege über diesen Zeitraum sind bei Vereinsmitgliedern vorhanden. Die Belege sind gemacht aber alle portogerecht.

Auf Auktionen werden sie des öfteren angeboten und erzielen teils anspruchsvolle Preise.

Die Belege können zum Teil als Zeitdokumente eingestuft werden, welche in der Form sonst nicht vorhanden wären."


Gruß
Michael

[1] http://www.cbc-chemnitz.de
 
8049home Am: 20.12.2014 08:26:54 Gelesen: 5787# 3 @  
Walter Prell war ein fleissiger Belegmacher. Ich habe eine ganze Anzahl von internationalen Antwortkarten - auch von exotischen Destinationen. Hier ein Beispiel aus Sevilla aus der Zeit des spanischen Bürgerkriegs.


 
HWS-NRW Am: 24.03.2017 13:11:17 Gelesen: 4254# 4 @  
Ich habe da auch noch einen Beleg entdeckt:



Firmenbrief der "St. Wendeler Tabakfabriken" mit nachverwendetem Maschinenfreistempel der Reichspost, der Wertstempel wurde "entnazifiziert" (aptiert) und es kam noch ein Freimarkenwert zur Verwendung.

mit Sammlergruß
Werner

[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Alliierte Besetzung Französische Zone Bedarfsbelege"]
 
hajo22 Am: 24.03.2017 13:36:17 Gelesen: 4248# 5 @  
@ HWS-NRW

Ja, die "Prell"-Briefe geistern wohl in vielen Sammlungen herum. Die Postbelege sind i.d.R. portorichtig frankiert und auch echt gelaufen. Herr Prell nutzte die Zeit der nahezu wertlosen RM um alle möglichen und unmöglichen Mischfrankaturen zu fabrizieren. Mit der neuen Währung hörte das dann wohl schlagartig auf.

Aber er hat Weitsicht bewiesen, denn so manche ungewöhnliche Mischfrankatur gäbe es sonst heute nicht.

Hier ein Einschreibbrief zu insgesamt 84 Pf. (portorichtig und echt gelaufen), gestempelt Balingen 28./29.5.1948, Ankunft 1.6.



BG, hajo22

[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Alliierte Besetzung Französische Zone Bedarfsbelege"]
 
Ron Alexander Am: 24.03.2017 14:11:33 Gelesen: 4231# 6 @  
An Herrn Prell scheiden sich so die Geister, aber wie hajo22 schon sagt, ohne ihn hätten wir heute nicht so schöne Belege. So einer befindet sich natürlich auch in meiner Sammlung.

Gute Frage, ich würde sagen das ist dennoch eine Einzelfrankatur mit Barausgleich?

Philatelistisches gemachtes Werk, Postkarte die per Einschreiben von Waldsee nach Chemnitz versandt wurde an einen Herrn Walter Prelt. Die Postkarte wurde am 25.3.1948 aufgegeben und erreichte 6 Tage später, am 31.03.1948 ihr Ziel. Der Gebühr bezahlt Stempel (roter Stempel, Typ T2), mit 12 Pf Vermerk bezieht sich auf das Postkarten Porto, 60 Pf für das Einschreiben. Somit wurden gesamt 72 Pfennig entrichtet.

Briefmarke: MiNr. 10, Besonderheit: -;



Grüße,
Ron

[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Alliierte Besetzung Französische Zone Bedarfsbelege"]
 
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