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Thema: Belege bekannter Sammler, Händler, Prüfer und Auktionatoren
Das Thema hat 351 Beiträge:
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filunski Am: 29.09.2019 00:24:00 Gelesen: 6727# 327 @  
Hallo zusammen,

diesen Beleg hatte ich gekauft weil mich der rückseitige Aufagbestempel interessierte, die Vorderseite kannte ich da noch gar nicht:



Der Adressat ist mal wieder einer der berühmt-berüchtigten Szekula Brüder. Hier Eugen Szekula, damals (1924) wohnhaft in der Villa Hemmerli in Luzern. Absender war ein Lajos Böhm aus Budapest.

So, nun aber noch die eigentlich interessantere Rückseite:



Die Frankatur entwertet mit einem Gelegenheitsstempel/Werbesonderstempel zur Budapester Mustermesse im Jahre 1924. Dieser Stempel ist ein Handrollstempel! Mehr dazu später im Thema zu den Handrollstempeln. ;-)

Viele Grüße,
Peter
 
Heinz 7 Am: 30.09.2019 13:47:21 Gelesen: 6545# 328 @  
@ Thomas S. [#310]

Lieber Thomas,

Dein Fund ist sehr interessant und deutet darauf hin, dass "mein" Carl May eventuell früher in Nürnberg lebte. Vielleicht war es aber auch sein Vater, denn 44 Jahre Unterschied ist doch recht viel. Und früher war es oft üblich, dass der Sohn denselben Namen erhielt, wie der Vater. Und gerade im Briefmarken-Handel gibt es viele "Familien-Dynastien".

Es wäre sehr hübsch, wenn wir darüber noch mehr herausfinden könnten. Es ist möglich, dass in den alten philatelistischen Zeitschriften darüber etwas zu finden ist. Z.B. Anzeige: "Geschäftsaufgabe / Umzug nach Stuttgart!" - das wäre dann ein "Volltreffer".

Vielen Dank für das Zeigen Deines interessanten Verweises auf das Verzeichnis 1873!

Heinz
 
Thomas S. Am: 01.10.2019 21:54:11 Gelesen: 6376# 329 @  
@ Heinz 7 [#328]

Hallo Heinz,

ich halte die Augen weiter offen. Derzeit arbeite ich mich durch viele Zeitschriften aus der Zeit Ende 19 Jh. / Anfang 20 Jh., vielleicht haben wir ja Glück. Meine Neugier ist auf jeden Fall geweckt..

Herzliche Grüße
aus Nürnberg
Thomas
 
Heinz 7 Am: 01.10.2019 22:02:09 Gelesen: 6366# 330 @  
@ Heinz 7 [#93]

Wenn ich mich nicht irre, habe ich das Handelshaus Kottelat hier noch nicht gezeigt.



Kottelat war ein wichtiger Händler in der Mitte des letzten Jahrhunderts. Der Briefumschlag des Handelshauses weist aus, dass er sich dem Briefmarkenhandel widmete, und hinten, als Verschlussmarke, klebt noch eine Marke, die Kottelat als Mitglied des Händlerverbandes ausweist.



Möglicherweise ist E. Kottelat der Vater (oder Grossvater?) des bekannten Sammlers Kottelat, der in späteren Jahren hervorragende Sammlungen aufbaute.

Heinz
 
mausbach1 Am: 12.10.2019 09:56:07 Gelesen: 5422# 331 @  


R-Brief 02.07.1946 von Bad Tölz nach (14) Reutlingen am 05.07.1946 Marken Schneider
 
hannibal Am: 16.10.2019 22:51:53 Gelesen: 4592# 332 @  
Hallo,

nachfolgend ein Beleg passend zum Thema.

Postkarte zur WIBRA 1953 DV II/20/1 Cr 3046 53 1000 als Drucksache frankiert mit DDR 328vbXII

Stempel SCHWERIN (MECKL) g 31.10.53.-10 daneben anlaßbezogener SST 31.10.53.-18 sowie Bestätigungsstempel befördert mit der Postkutsche - in lila und rotem Wappen-Stempel.



Adressiert an Max Nickl Leipzig - einen bekannten Briefmarkenhändler der damaligen Zeit.

Viele Grüße
Peter

[Beitrag redaktionell kopiert aus dem Thema "Belege zum Tag der Briefmarke, Philatelistenkongresse, Ausstellungen "]
 
hannibal Am: 17.10.2019 21:57:27 Gelesen: 4622# 333 @  
Heute ein Beleg des KA-BE BRIEMARKENALBEN-VERLAG Aschersleben nach Braunschweig

Frankatur SBZ 213 auf portogerechter Drucksache (19b) ASCHERSLEBEN h -2.6.50.-17



Viele Grüße
Peter
 
London-Dieter Am: 18.10.2019 07:40:51 Gelesen: 4585# 334 @  
Wenn auch nur ein Erinnerungsblatt, so ist es doch für mich die Erinnerung an einen guten Freund und Nachbarn, von dem ich viel gelernt habe. Ein Sammler und Philatelist aller erster Klasse.



Autogramm von Heinrich Türk (auch mit Spitznamen "der deutsche Einschreib-Papst"), Ehrenmitglied der ARGE R+V-Zettel, neben den Reproduktionen der weltweit ersten Einschreibzettel. Oben rechts ein Ausschnitt aus seiner Visitenkarte= ein R-Zettel mit dem UB "ht", welches ihn als Selbstbucher identifizierte.

R.I.P. Heinrich!
 
GSFreak Am: 20.10.2019 12:12:49 Gelesen: 4402# 335 @  
Hier ist eine P B01II. Der Oldenburger Freistempel "12" Rpf. findet sich auf der Behelfsganzsache P 783 II, wobei nicht der Wertstempel dieser Urkarte sondern allein der Freistempel als Freimachung zählt (2. Portoperiode ab dem 01.03.1946).



Wertrahmen des Freistempels kopfstehend, Wertziffer Grotesk, gelaufen WESERMÜNDE, UB k, 29.09.1946 nach Baden-Baden.

Von der Oldenburg P B01 liegen bereits aus dem April 1946 Verwendungsdaten vor, also etwa drei Monate früher als die ähnlichen Karten aus Bremen (siehe [#35]).

Gruß Ulrich

[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Alliierte Besetzung Britische Zone: Notausgaben ab 1945" / Briefmarkenhändler Werner Griese aus Gestemünde fragt bei seinem Händlerkollegen Hans von Scholl aus Baden-Baden nach Listen mit Angeboten zu Händlerpreisen]
 
GSFreak Am: 27.10.2019 08:36:43 Gelesen: 3798# 336 @  
Hallo zusammen,

diese Ganzsache mit der ausgeprägten Quetschfalte durch den 6 Pf. Wertstempel habe ich aus Sindelfingen mitgebracht.

Es handelt sich um eine P 951 (Gemeinschaftsausgabe Alliierte Besetzung), die portogerecht in der zweiten Portoperiode als Drucksache verwendet worden ist. Maschinenstempel BERLIN-CHARLOTTENBURG 2, UB ap, "Achtet / auf den / Kartoffelkäfer" vom 17.07.1946.



Gruß Ulrich

[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Quetschfalten bei Ganzsachen" / Absender ware der Briefmarkenhändler Alfred Seppelt aus Berlin-Brandenburg, der ein Angebot auf der Rückseite der Ganzsache unterbreitete. Da die Preise für Angebote von 10 oder 100 Marken je Sorte erfolgten, dürfte der Empfänger Werner Knöchel aus Berlin-Friedenau ebenfalls Händler gewesen sein]
 
TeeKay Am: 03.11.2019 23:09:27 Gelesen: 3208# 337 @  
Ein Brief vom Prüfer Emil Dub wurde diese Woche bei Schlegel versteigert.


 
axelotto Am: 08.11.2019 10:32:35 Gelesen: 2905# 338 @  
Eine wunderschöne Drucksache aus Leipzig, von einer Briefmarken Großhandlung nach Wien mit einer 3 Pfennig Krone/Adler Marke (ohne Plattenfehler, sonst hatte ich den Beleg nicht so günstig bekommen).



Gruß Axel

[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Deutsches Reich: Bebilderte Werbung auf Briefumschlägen und Postkarten"]
 
GSFreak Am: 12.11.2019 11:40:53 Gelesen: 2614# 339 @  
Hier ein Rechteckstempel aus Berlin: "Beim Postamt O17 / nachträglich entwertet" auf einer Ganzsache P 962. Der Eingangsstempel der Briefmarkenhandlung datiert vom 11.05.1948.



Gruß Ulrich

[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Nachträglich entwertet" / Karte an die Briefmarkenhandlung Morgenbesser in Berlin]
 
GSFreak Am: 12.11.2019 12:57:15 Gelesen: 2606# 340 @  
Hier eine vom bekannten Philatelisten Dr. Franz Kalckhoff am 17.03.1947 innerhalb seines Wohnortes Einbeck versandte Postkarte (Ganzsache P 952) mit der Einladung zu einem philatelistischen Stammtisch. Viel wichtiger als philatel. Tauschmaterial war das: " Ich bitte Sie, ein Stück Holz mitzubringen" (zwecks Heizung des Clubzimmers). Ein aussagekräftiges Dokument der Nachkriegszeit.



Gruß Ulrich
 
rumburak Am: 15.11.2019 11:34:42 Gelesen: 2330# 341 @  
Hallo,

hier ein Handroller mit Zusatz (der UB ist wohl ein "n")

IDAR-OBERSTEIN 1 / n / ENTKARTUNG



Als Ankunftstempel auf einem Wertbrief aus Teterow an den unter Philatelisten als Prüfer bekannten Dr. Dub.



Viele Grüße

[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Handrollstempel, ungewöhnliche und seltene Beispiele"]
 
Richard Am: 17.11.2019 18:16:10 Gelesen: 1979# 342 @  
@ TeeKay [#337]

Der 1953 verschickte Brief ging an Ernst Overmann in Duisburg.

Dieser war, wenn ich Dr. Walter Kohlhaas alias tuffi richtig verstehe, Reichssammlerwart und damit Deutschlands "führender" Philatelist im Deutschen Reich:

Das Geschehen um die neuen Sammlervereine wird im August 1940 aus nationalsozialistischer Sicht vom Reichssammlerwart Ernst Overmann in der Sammlerschau beschrieben:

Als im Jahre 1935 in vielen Orten von Parteigenossen der Wunsch laut wurde, auch die deutsche Sammlerschaft durch die hierfür zuständige Gliederung der Partei erfassen und betreuen zu lassen, gab man diesen sich schnell bildenden Gruppen den Namen »Deutsche Sammler-Gemeinschaft der NSG. Kraft durch Freude«.

In der folgenden Zeit entwickelte sich diese Organisation zu einer alle Gebiete des Sammelns umfassenden Einrichtung, die auch schnell in allen Gauen des Reichs Eingang fand.

Im Laufe des planmäßigen Aufbaus der Sammlergruppen ergab sich die Notwendigkeit, den überaus lockeren Aufbau den sonst üblichen Organisationsformen der »NSG.-Kraft durch Freude« enger anzugleichen. Die Deutsche Sammler-Gemeinschaft trat daher mit dem 1. August 1938 in Liquidation und ihre Gruppen wurden vom gleichen Zeitpunkt ab als »KdF.-Sammlergruppen« als selbständiges Sachgebiet in das Amt Feierabend der NSG. »Kraft durch Freude« eingegliedert.


Schöne Grüsse, Richard
 
philapit Am: 17.11.2019 19:57:33 Gelesen: 1961# 343 @  
@ Richard [#342]

Schöne saubere Drucksache des ehemaligen Prüers ZIERER von 1978.

Netter Beleg.

Mit freundlichem Gruß Philapit


 
GSFreak Am: 18.11.2019 08:51:39 Gelesen: 1868# 344 @  
@ philapit [#343]

Die unterste Zeile auf dem Briefumschlag hat Herr Zierer offenbar nicht "geprüft".

Gruß Ulrich
 
filunski Am: 20.11.2019 00:09:09 Gelesen: 1767# 345 @  
@ Nordluchs

Guten Abend Hajo,

bin wieder spät dran und sehe mit leuchtenden Augen deinen neuen "roten Handroller".

Super, wo du die nur immer wieder aufs Neue hervor holst? Im Original habe ich bis heute noch nicht Einen gefunden, und so ein, zwei Belege habe ich manchmal schon in der Hand. ;-)

Dann gleich von mir noch ein "Schwarzer":



FRANKFURT / (MAIN) / * GINNHEIM * vom 26.10.1945

Spätestens auf den zweiten und dritten Blick weist der Beleg doch ein paar Besonderheiten auf.

Da ist erst mal der Handroller, abgerollt im Okt. 1945 und der hat noch die UZ, die Sterne. Diese hätten eigentlich schon längst zu "großdeutschen" Zeiten aptiert werden sollen. Diese Aktion und wohl auch den Rest des Krieges hat dieser Stempel anscheinend in irgendeiner dunklen Schublade verbracht. Mag vielleicht auch daran gelegen haben, dass die Frankfurter Postämter alle mit den neuen Stempeln mit dem Zusatz "Stadt des deutschen Handwerks" ausgerüstet wurden. Nach Kriegsende wurden diese schnell aptiert oder entsorgt und da kam wohl auch dieser hier wieder zum Vorschein.

Der Beleg hat aber noch eine Besonderheit. Auf dem Einschreibezettel steht als Ortsangabe Flörsheim (Main) und der Brief war adressiert nach Frankfurt-Ginnheim. Die Marken sollten dann also auch mit einem Flörsheimer Stempel entwertet worden sein. Anscheinend wurde er aber erst nach Ankunft in Ginnheim abgestempelt, der Handroller also zur nachträglichen Entwertung verwendet.

Viele Grüße,
Peter
 
Jürgen Zalaszewski Am: 20.11.2019 01:36:55 Gelesen: 1745# 346 @  
@ filunski

Hallo Peter,

der Brief weist noch eine Besonderheit auf, zumindest für die, die sich für die Geschichte des BDPh e. V. Interessieren. Der Empfänger, Herr Carlo Buerose war später in den 1960er Jahren Vizepräsident des BDPh.

Beste Grüße
Jürgen

[Beiträge [#345] und [#346] redaktionell kopiert aus dem Thema "Handrollstempel, ungewöhnliche und seltene Beispiele"]
 
epem7081 Am: 20.11.2019 21:36:04 Gelesen: 1583# 347 @  
Hallo zusammen,

unter den kürzlich erworbenen Belegen findet sich auch dieses Einschreiben eines Briefmarkenversandes J. Bernhard & P. Würger in 78 Freiburg-St. Georgen.



Der Brief wurde mit Marken aus dem Olympiablock (MiNr. 723/6) von 1972 und einer Umweltschutzmarke (MiNr. 774) von 1973 frankiert und am 17.10.1973 vom Postamt FREIBURG IM BREISGAU 22 / b / 78 nach 62 Wiesbaden-Schiersten geschickt.

Zu diesem Briefmarkenversand konnte ich im Internet keine Informationen entdecken, somit wohl aktuell keine Präsenz mehr. Vielleicht können sich lokale Sammler noch erinnern?

Mit freundlichen Grüßen
Edwin
 
10Parale Am: 21.11.2019 12:45:10 Gelesen: 1535# 348 @  
Ein mit 60 Pfennig Gesamtporto freigemachtes Einschreiben von Augsburg nach Amsterdam vom 10. Dezember 1892. Freigemacht mit 2 waagrechten Paaren der 10 Pfennig und 20 Pfennig Staatswappen-Ausgabe von 1888 (Michel Nr. 56 und 57)

Interessant finde ich den Empfänger. "Ronings´s Phatelistischer Bockhandel". Das beweist wie sehr Literatur damals schon nachgefragt wurde.

Über die Buchhandlung konnte ich bislang jedoch nichts weiter in Erfahrung bringen und ob der Beleg portogerecht frankiert ist, davon gehe ich mal aus. Das Siegel auf der Rückseite und der Ankunftsstempel von Amsterdam machen den Beleg authentisch.

Liebe Grüße

10Parale



[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Altdeutschland Bayern Auslandspost" / Händler: Ronings philatelistischer Buchhandel]
 
mausbach1 Am: 24.11.2019 08:14:55 Gelesen: 1297# 349 @  


Briefmarken-Schreyer Berlin
 
axelotto Am: 26.11.2019 14:58:40 Gelesen: 1070# 350 @  
Briefmarkenhändler Franz Becker aus Berlin: "Verlangen Sie das Sie interessierende Land unverbindlich zur Ansicht" - nichts passierte, keine Antwort, existiert nicht mehr, wie so viele in Berlin.



Gruß Axel

[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Deutsches Reich: Bebilderte Werbung auf Briefumschlägen und Postkarten"]
 
epem7081 Am: 06.12.2019 21:13:15 Gelesen: 365# 351 @  
Hallo zusammen,



aus einem Fundus des ehemaligen Briefmarkenhändlers Valentin Pflüger aus 7080 Aalen tauchte dieser Beleg der Peter Sem GmbH, Klassik-Philatelie + Auktionen aus 8600 Bamberg auf. Während Ersterer aktuell nicht mehr am Markt ist, zeigt sich Letzterer höchst aktiv [1]?



Bei diesem Beleg aus 8600 BAMBERG 1 vom 9.9.1991 überrascht mich (als Unwissender) die Angabe im Datumsstempel. Anstelle einer Uhrzeitangabe hier die vierstellige Jahreszahl. Bei mir bisher ein bemerkenswerter Einzelfall. Was können mir die Experten zu dieser Stempelform verraten?

Ich bin gespannt.

Mit freundlichen Grüßen
Edwin

[1] http://www.peter-sem.de
 

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