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Thema: Altdeutschland Bayern: Briefe bewerten
Manne Am: 05.10.2013 18:29:02 Gelesen: 14689# 1 @  
Hallo zusammen,

habe einen Brief von Schweinfurt bekommen, gestempelt 3.2. mit Ziel Nürnberg, Ankunftstempel 4.Feb. Laut Inhalt am 1.2.1858 geschrieben. Die Marke müsste die Mi. Nr. 3 sein. Kann mir jemand den Brief bewerten?

Gruß
Manne



 
bayern klassisch Am: 05.10.2013 18:59:01 Gelesen: 14681# 2 @  
Hallo Manne,

in dem desolaten Zustand ist das eine 15 Euro Drucksache. Wenn es ein Brief wäre, hätte er nicht nur 1 Kr. gekostet. Hier wird gerechnet: Lose Marke plus Stempelzuschlag.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
Manne Am: 05.10.2013 19:09:55 Gelesen: 14677# 3 @  
@ bayern klassisch [#13]

Danke Bayern klassisch. Ist die Bewertung wegen der Schwärzung so schlecht?

Gruß
Manne
 
bayern klassisch Am: 05.10.2013 19:47:13 Gelesen: 14671# 4 @  
@ Manne [#14]

Hallo Manne,

ja, das ist ein Todschlagargument gegen das Stück. Vielleicht nimmt die Drucksache nur jeder 50. Sammler in dem Zustand, aber auch dann nur, wenn der Preis sehr, sehr günstig ist. Für mich ist das kein sammelnswerter Zustand.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
Manne Am: 06.10.2013 18:07:31 Gelesen: 14558# 5 @  
@ bayern klassisch [#15]

Hallo bayern klassisch,

der Brief war ein Geschenk, zum wegwerfen zu schade. Danke nochmals.

Gruß
Manne
 
bayern klassisch Am: 06.10.2013 18:13:08 Gelesen: 14551# 6 @  
@ Manne [#16]

Hallo Manne,

wegwerfen darf man nichts - aber vielleicht gibt es jemanden, der die Verschmierung entfernen kann, so dass sie wieder in altem Glanz erstrahlt? Je länger man das lässt, um so schwieriger wird es werden, das zu entfernen.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
Manne Am: 06.10.2013 18:32:42 Gelesen: 14539# 7 @  
@ bayern klassisch [#17]

Hallo Bayern klassisch,

danke für den Hinweis, ich werde mal schauen. Der Inhalt des Briefes ist vielleicht interessant. Hier hat ein Herr Friedrich Walther ein Angebot erstellt, dreieinhalb Seiten. Ich hänge mal eine Seite an, in zwei Teilen, weil die Seite größer ist als DIN A4.

Gruß
Manne



 
bayern klassisch Am: 06.10.2013 19:17:16 Gelesen: 14528# 8 @  
@ Manne [#18]

Hallo Manne,

es ist keine BRIEF, es ist und war eine DRUCKSACHE, daher auch nur mit einem Kreuzer, dem Drucksachentarif, frankiert. Fernbriefe kosteten in Bayern immer 3 oder 6 Kreuzer bzw. ein Vielfaches davon.

Hier ist ein Text hektographiert, also vervielfältigt worden. Das ist nicht geschrieben, sondern gedruckt, daher auch kein Brief, sondern eine Drucksache.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
Heinz 7 Am: 06.10.2013 22:53:47 Gelesen: 14489# 9 @  
@ bayern klassisch [#17]

Liebe Kollegen,

dass eine solche Einfärbung rückgängig gemacht werden kann, denke ich nicht. Man muss sich also mit dem Stück so abfinden, wie es ist. Aber man sollte es ganz lassen (Begründung unten).

Es ist offenbar eine Preisliste (als Drucksache) über chemische Substanzen.

Da der Ankunftsort nicht eingefärbt wurde, nur der Name, ist die Drucksache immerhin "ergiebig": Frankatur, Abgangssort, Ankunftsort, und alle Daten (Schreiben, Postabgang, Postankunft, Briefinhalt) sind erkennbar. Das macht das Ganze wieder etwas wertvoller. Aus optischen Gründen könnte man das violette Feld mit einem Papier zudecken, doch ein Nachzeichnen der Adresse (evtl. mit Phantasieangabe), wie man es manchmal antrifft, würde ich sicher nicht empfehlen.

Herzliche Grüsse - Heinz
 
bayern klassisch Am: 07.10.2013 06:38:43 Gelesen: 14466# 10 @  
@ Heinz 7 [#20]

Hallo Heinz,

es gibt mehrere Briefe (diesmal keine Drucksachen), bei denen dieser Unfug so stark abgeschwächt wurde, dass man die ursprüngliche Adresse wieder erkennen kann. Völlig entfernen ließe sich das nur mit eigenem Papier des Belegs, in dem man die betroffene Stelle ausschneidet, das Eigenpapier einsetzt und den Adressaten darauf in typischer Schrift vermerkt. Das würde den Wert der Drucksache jedoch um ein mehrfaches überschreiten, aber in der Taunusklinik (Zieme in Oberursel) wurde das zigfach gemacht, weil es halt auch teure Belege gibt, bei denen sich das optisch und finanziell gelohnt hat.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
Manne Am: 07.10.2013 10:06:03 Gelesen: 14444# 11 @  
@ bayern klassisch [#21]

Heinz 7

Hallo ihr zwei,

vielen Dank. Hier noch der Rest des Angebots.

Gruß
Manne








 
eswareinmal Am: 26.01.2015 14:25:38 Gelesen: 14016# 12 @  
Bayern Brief 1860 Fragen zu den Stempeln und Weg

Hallo Sammler,

ich habe hier einen Brief mit einer Bayern Mi. Nr. 4 II Stempelnr. 356 Nürnberg.

Er ging an die Porzellanfabrik Swain Hüttensteinach.

Der Brief ging von COBURG über SONNEBERG nach HÜTTENSTEINACH, hat vorne den Abschlag von NÜRNBERG.

Hier die Vorderseite des Briefes:



Die Rückseite:



Nach erstem aufklappen:



Hier meine Fragen:

Warum lief der Brief über Nürnberg ? Sonnenberg liegt doch direkt neben Hüttensteinach.

Warum wurden die Stempel von Sonneberg und Coburg innenliegend und nicht auf der Rückseite abgestempelt ?

Um welche Stempelform handelt es sich auf der Vorderseite ?

Nette Grüße
Mike
 
LK Am: 26.01.2015 15:34:37 Gelesen: 13988# 13 @  
@ eswareinmal [#12]

Hallo,

Aufgabeort Nürnberg (Bayern), Zielort Hüttensteinach bei Sonneberg (Sachsen -Meiningen)

Porto je angefangenes Loth, über 10 - 20 Meilen DÖPV 6 Kreuzer, dargestellt durch Mi 4 II

Entwertet OMR 356 Nürnberg, Aufgabestempel K2 Nürnberg.

Die innenliegenden Stempel sind auf eine nachträgliche andere Faltung zurückzuführen.

Warum ist nicht Coburg der Aufgabeort?

1. Coburg lag zu diesem Zeitpunkt im Herzogtum Coburg - Gotha

2. Für Coburg - Gotha war die Taxische Post zuständig

3. Das Porto hätte nur 4 Kreuzer betragen (Briefe unter 1 Loth 3- 15 Meilen), dargestellt durch Marken von T&T

Coburg gehört erst seit 1920 zu Bayern.

Gruß
 
eswareinmal Am: 26.01.2015 16:46:30 Gelesen: 13959# 14 @  
@ LK [#13]

Vielen Dank für die sehr detailierte Aufschlüsselung.

Egal, wie (vorsichtig) ich den Brief jedoch falte sind die Stempel von Coburg und Sonneberg immer innenliegend.

Siehe Scan:



Vollständig geöffnet:



2 offene Fragen hab ich nun noch:

Wenn ich bei google maps schaue, beträgt die Entfernung von Nürnberg nach Hüttensteinach ca 130 km. OMR 356 Nürnberg habe ich bei StampsX nur in rot gefunden.

Nette Grüße Mike
 
filunski Am: 26.01.2015 17:04:29 Gelesen: 13946# 15 @  
@ eswareinmal [#14]

"OMR 356 Nürnberg hab ich bei StampsX nur in rot gefunden"

Hallo Mike,

die vorgeschriebene Stempelfarbe war Schwarz, ganz so wie auf deinem Beleg.

Es sind aber aus der Zeit der Mühlradstempel ein paar Postämter bekannt bei denen sogenannte "Farbsünder" stempelten (u.a. in Kürn, Neuötting, Ochsenfurt u.a.). Diese verwendeten auch schon mal die Farben Blau, Blaugrün oder auch Rot. Dies war aber die absolute Ausnahme. Der von dir gezeigte Abschlag ist sicher authentisch! :-)

Beste Grüße,
Peter
 
eswareinmal Am: 26.01.2015 17:10:50 Gelesen: 13941# 16 @  
@ filunski [#15]

Hallo Peter,

die vorgeschriebene Stempelfarbe war Schwarz, ganz so wie auf deinem Beleg.

Und wo ist eine Bewertung dafür zu finden (OMR 356) schwarz ?

Nette Grüße Mike
 
LK Am: 26.01.2015 17:12:52 Gelesen: 13939# 17 @  
@ eswareinmal [#14]

Hallo,

die gängige Farbe für OMR 356 ist schwarz (Bewertung sehr häufig 0), rot wäre eine Besonderheit.

Die Portoberechnung Entfernung 10 - 20 Meilen

Berechnung erfolgte in Landmeilen (geographische) 7,420 Km, also passt.

Und mit der Faltung, noch etwas üben, dann passt auch das.

Gruß
 
filunski Am: 26.01.2015 17:22:07 Gelesen: 13932# 18 @  
@ eswareinmal [#16]

"und wo ist eine Bewertung dafür zu finden (OMR 356) schwarz ?"

Hallo Mike,

es gibt das sogenannte SEM-Handbuch von dem Bayernkenner und Auktionator Peter Sem. Darin werden die Mühlradstempel auf Marken und Briefen bewertet. Aber aus der einzelnen Bewertung dieses Mühlradstempels eine Bewertung für den Brief herzuleiten wäre sicher nicht ganz richtig, dazu muss man den kompletten Beleg betrachten.

Auch dürfte die Bewertung des Nürnberger Mühlrads nicht hoch ausfallen, da es relativ häufig vorkommt.

Beste Grüße,
Peter
 
eswareinmal Am: 26.01.2015 17:46:40 Gelesen: 13911# 19 @  
@ LK [#17]
@ filunski [#18]

Danke für die Hilfe.

Glaube ich weiß jetzt wie er gefaltet wurde. Aber das Papier ist mir einfach zu dünn, um ihn in den ursprünglichen Zustand zurück zu falten.

Was ich nun immer noch nicht verstehe ist warum es von Nürnberg nur mit 6 Kr frankiert ist.
 
LK Am: 26.01.2015 17:53:55 Gelesen: 13904# 20 @  
@ eswareinmal [#19]

Hallo,

aber jetzt zu letzten Mal.

Eine Meile geografisch 7,420 Km

10 Meilen 74 Km

20 Meilen 148 Km

Deine Berechnung 130 Km, also nach Adam Riese in der Entfernungsstufe 10 - 20 Meilen.

In dieser Entfernungsstufe betrug das Porto im DÖPV 6 Kreuzer.
 
Michael D Am: 26.01.2015 17:59:14 Gelesen: 13899# 21 @  
@ eswareinmal [#19]

Hallo,

die Entfernung (Luftlinie) beträgt 102 km.

Damals wurde in Meilen gemessen (1 Meile = 7,42 km).

Für die Entfernungsstufe zwischen 10 (74,2 km) und 20 Meilen (148,4 km) fielen 6 Kreuzer Franko an.

Gruß
Michael
 
eswareinmal Am: 26.01.2015 18:12:55 Gelesen: 13889# 22 @  
@ LK [#20]
@ Michael D [#21]

Jetzt hab ichs verstanden.

Vielen Dank auch an allen anderen bei den Erläuterungen und Hilfe.

Nette Grüße
Mike
 
bignell Am: 08.03.2015 15:08:36 Gelesen: 13744# 23 @  
Hallo,

bitte um Eure Einschätzung: Echt und portogerecht?

3KR+6KR Mi 2+4II OR Bamberg - Frankfurt




Danke, harald
 
bayern klassisch Am: 08.03.2015 15:37:21 Gelesen: 13731# 24 @  
@ bignell [#23]

Lieber Harald,

sowohl echt, als auch portogerecht.

Brief aus der Zeit um 1855. 9 Kr. für einen einfachen Brief über 20 Meilen in den Postverein (Frankfurt am Main = Thurn und Taxis).

Geschlossener Mühlradstempel 20 = Bamberg passt auch.

Wert m. E. 30 - 35 Euro.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
bignell Am: 08.03.2015 15:45:26 Gelesen: 13727# 25 @  
@ bayern klassisch [#24]

Hallo BK,

vielen Dank für Deine Einschätzung.

Lg, harald
 
bignell Am: 09.03.2015 21:01:00 Gelesen: 13676# 26 @  
Hallo BK & Freunde der bayrischen Philatelie,

Rechnung 1866 Langstempel LINDAU 10 (? Januar) und Mühlradstempel schwer zu entziffern (683? bitte um Info) in die Schweiz, Ankunftsstempel Romanshorn / 11 / JAN. 66 / 6 A von einem Opticus an seinen "Freund", der offenbar nicht der schnellste Zahler ist ("Saldo-Vortrag" von 1864):



"Es liegen noch 2 Brillen bei mir, deren Repratur betrifft -.48. Willst Du solche durch Freund abholen lassen, ihrmit sie nicht ganz vergeßen werden."

Lg, harald
 
bayern klassisch Am: 10.03.2015 06:28:16 Gelesen: 13647# 27 @  
@ bignell [#26]

Hallo Harald,

da hast du einen sog. Grenzrayon - Brief, der nur 3 Kr. kostete bis 1 Loth (Postvertrag Bayern - Schweiz vom 1.10.1852 bis 31.8.1868), die allein Bayern zustanden.

Der offene Mühlradstempel hat die Nr. 289 und Lindau hatte einen Zweizeiler - Stempel.

Wenn die Marke vollrandig und fehlerfrei ist, kostet der 70 Euro. Wenn nicht, dann die Hälfte.

Dein Brief wurde übrigens über den Bodensee verfrachtet und nicht über Land in die Schweiz geschickt.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
bignell Am: 10.03.2015 18:17:32 Gelesen: 13605# 28 @  
@ bayern klassisch [#27]

Hallo BK,

danke für Deine Info, 289 passt gut, ist nur verkehrt herum aufgesetzt. Die Marke wäre an sich vollrandig, hat aber rechts oben einen Vortrennschnitt der in den Rand reingeht.

Woran erkennt man dass der Brief über den Seeweg und nicht über den Landweg befördert wurde? Oder war das allgemein so?

Danke, harald
 
bayern klassisch Am: 10.03.2015 18:26:29 Gelesen: 13603# 29 @  
@ bignell [#28]

Hallo Harald,

aus der Hüfte - es gab seit 1836 meine ich eine Schiffsverbindung zwischen beiden Orten. Über Land hätte ja geheißen, über Österreich und mit weitem Umweg. Der See war immer schneller zu überqueren, als um den See herum zu leiten. Das könnte heute noch so sein - du hast also einen Überseebrief! :-)

Liebe Grüsse,
Ralph
 
bignell Am: 10.03.2015 18:31:07 Gelesen: 13601# 30 @  
@ bayern klassisch [#29]

Ui - einen Überseebrief aus der Kreuzerzeit. *freu*
 
Manne Am: 26.01.2016 09:46:33 Gelesen: 12092# 31 @  
Hallo zusammen,

ein Amtsbrief aus Pocking vom 16.01.1871 - Stempel auf der Rückseite nicht mehr lesbar. Bewertung?

Gruß
Manne


 
bayern klassisch Am: 26.01.2016 12:21:20 Gelesen: 12071# 32 @  
@ Manne [#31]

Hallo Manne,

reiner Dienstbrief - evtl. mit Inhalt? Wenn dieser wider Erwarten interessant sein sollte, 5 Euro; wenn nicht, dann ist es ein 1 - Euro - Los in der Bucht.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Manne Am: 26.01.2016 13:24:04 Gelesen: 12049# 33 @  
@ bayern klassisch [#32]

Hallo Ralph,

vielen Dank.

Gruß
Manne

Hier der Inhalt:


 
bayern klassisch Am: 26.01.2016 16:22:39 Gelesen: 12028# 34 @  
@ Manne [#33]

Hallo Manne,

vielen Dank - die Anzeige eines illegal geborenen Kindes war in Bayern sehr häufig, von daher ist der Inhalt nicht atemberaubend. Aber wenn einer vlt. genealogisch seinen Stammbaum damit abfedern kann, wäre dein Brief für den ein Goldstück!

Aber rein postalisch - sammlerisch ist er halt wertmäßig eher im 1 - Euro - Bereich anzusiedeln, wie dies bei fast allen Dienstbriefen der Fall ist, wenn sie keine Spezialitäten (Expreß, Chargé gegen Rückschein usw.) aufweisen.

Danke fürs Zeigen und liebe Grüsse,
Ralph
 
Manne Am: 26.01.2016 22:40:09 Gelesen: 11985# 35 @  
@ bayern klassisch [#34]

Hallo Ralph,

vielen Dank für Deine Ausführungen. Ich habe 2 € dafür gegeben.

Hier noch ein Brief aus Passau mit Inhalt.

Gruß
Manne




 
bayern klassisch Am: 27.01.2016 16:10:22 Gelesen: 11945# 36 @  
@ Manne [#35]

Hallo Manne,

dann ist dein rechnerischer Verlust relativ schlimmer, als absolut und damit zu verschmerzen.

Von diesen Dienstbriefen aus dem 19. Jahrhundert gibt es heute noch viele Millionen - wenn keine Besonderheiten vorhanden sind, bekommt man sie sehr günstig, oft unter einem Euro, wenn man geschickt verhandelt. Aber sie sollten schon ihren Inhalt noch haben, weil sie sonst recht informationsarm sein können.

Der aus Passau zeigt innen einen "Circular - Verkehr" - es wurden also mehrere Individuen oder Stellen mit ihm "abgelaufen" und jeder hatte die Kenntnis der Sache zu quittieren. Für den darf man auch mal 2 Euro bezahlen, wenn man die Verfahrensweise aus alter Zeit heute noch zeigen können will. Mittlerweile macht das ja unser E-Mail - Programm mit einer Rundmail, aber damals war es doch noch ein wenig aufwändiger.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Manne Am: 27.01.2016 17:16:19 Gelesen: 11934# 37 @  
@ Manne [#35]

Hallo Ralph,

nochmal herzlichen Dank.

Alte Briefe sind trotzdem interessant, in der Regel bezahle ich nicht mehr als 2 €. Wenn es um Heimatgeschichte geht auch mal etwas mehr.

Heute geht vieles per E-Mail, sehr schnell und praktisch, so wie hier im Forum. Eine wunderbare Sache, wenn man so schnell eine Antwort bekommt!

Gruß
Manne
 
10Parale Am: 15.10.2017 16:19:21 Gelesen: 6633# 38 @  
@ bignell [#26]

Einen ähnlichen Brief (was die Marke betrifft, Michel Nr. 9) ging von Neustadt an der Haardt nach Deidesheim.

Mühlradstempel könnte 329 lauten, abgeschlagen am 27.7.1866, rückseitiger AK-Stempel von Deidesheim am 29. Für 5 Markl am Flohmarkt erstanden.

Liebe Grüße

10Parale


 
Markus Pichl Am: 15.10.2017 16:34:37 Gelesen: 6625# 39 @  
@ 10Parale [#38]

Hallo 10Parale,

der offene Mühlradstempel auf Deinem Brief aus Neustadt a.H. trägt die Nummer "349".

Beste Grüße
Markus
 
bayern klassisch Am: 15.10.2017 16:53:29 Gelesen: 6616# 40 @  
@ 10Parale [#38]

Hallo 10Parale,

eine typische Farbe für diese Zeit (1866er Krieg, hier ohne Auswirkung auf den Postlauf) und für 5 Euro kann man wenig falsch machen.

Zum Stempel hat Markus alles geschrieben.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
Franz88 Am: 12.02.2019 15:21:16 Gelesen: 1635# 41 @  
Hallo Sammlerfreunde,

ein Brief von München nach St. Gallen (Schweiz). In München am 20.12.1867 aufgegeben. Die Stempel haben alle die Nummer 325. Auf der Siegelseite Weiterleitungsstempel ?ZWYL 21 DEC 67 und Ankunftsstempel ST.GALLEN 21 DEC 67. Auf der Vorderseite ist Franco vermerkt. Ich nehme an Franco bedeutet, dass der Absender die Briefgebühr bezahlt hat.

Sind die frankierten 9 Kreuzer die normale Gebühr, für einen Auslandsbrief der ersten Gewichtsstufe, gewesen?

Wie hoch wird so ein Brief bewertet?

Bitte um eure Hilfe.



Liebe Grüße
Franz
 
bayern klassisch Am: 12.02.2019 16:02:59 Gelesen: 1627# 42 @  
@ Franz88 [#41]

Hallo Franz,

nach dem Vertrag Bayern - Schweiz vom 1.10.1852 kosteten Briefe von München in die Schweiz 9 Kreuzer für Bayern und 3 oder 6 Kreuzer für die Schweiz.

Der Zielort lag hier im 1. Rayon, also wären 12 Kreuzer zu frankieren gewesen. Offenbar hat ein Rüpel eine weitere 3 Kreuzermarke unterhalb der linken Marke abgenonmmen, wodurch der Brief seinen Wert nach unten korrigieren musste.

So, wie er sich heute präsentiert, würde er 30 Euro kosten. Alternativ kauft man eine Nr. 15 mit gleichem Stempel nach und fügt sie unten an. Nicht authentisch, aber dann weiß man wenigstens, wofür die 3 Kreuzer Weiterfranko notiert worden waren.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
SH-Sammler Am: 12.02.2019 16:17:30 Gelesen: 1622# 43 @  
@ Franz88 [#41]

Hallo Franz,

der knapp lesbare Stempel auf der Rückseite ist der Ankunftstempel von UZWYL, auf der Adresse vorne mit Utzwyl angeschrieben.

Gruss
SH-Sammler
 
Franz88 Am: 12.02.2019 17:40:50 Gelesen: 1606# 44 @  
Hallo Ralph, hallo SH-Sammler,

vielen Dank für eure Antwort. Also wurde der unterfrankierte Brief normal zugestellt, und die fehlenden 3 Kreuzer vom Empfänger eingehoben. Ich habe noch einige Briefe aus Bayern, die ich euch in den nächsten Tagen zwecks Bewertung gerne zeigen möchte.

Liebe Grüße
Franz
 
bayern klassisch Am: 12.02.2019 18:33:07 Gelesen: 1600# 45 @  
@ Franz88 [#44]

Hallo Franz,

lies dir bitte nochmals durch, was ich geschrieben habe. Dein Beleg ist nicht authentisch, so wie er jetzt aussieht. Mit damals (1867) hat das nichts zu tun - damals hatte er 4 Marken vorne drauf.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Franz88 Am: 12.02.2019 22:38:20 Gelesen: 1573# 46 @  
Hallo Ralph,

jetzt habe ich es endlich kapiert. Herzlichen Dank.

Mein nächster Brief ist vom 10.1.1899. Frankiert mit 30 Pfennig. Eingeschrieben. Aufgabestempel Stadtamhof ? (Regensburg). Gesendet nach Waldmünchen.

Ich vermute der Absender des Briefes "Die Administration des kath. Krankenhauses in Regensburg" war vom Porto befreit. Die 30 Pfennige dürften für die Rekogebühr gewesen sein. Bitte um Bewertung des Briefes.

Liebe Grüße
Franz


 
bayern klassisch Am: 12.02.2019 22:41:16 Gelesen: 1571# 47 @  
@ Franz88 [#46]

Hallo Franz,

prima!

Nein, hier war 10 Pfg. das Franko bis 15 g und 20 Pfg. die Recogebühr.

Stadtamhof ist richtig.

Wert: Ca. 10 Euro.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Franz88 Am: 13.02.2019 21:55:28 Gelesen: 1508# 48 @  
Hallo Ralph,

vielen Dank für Deine Info.

Mein nächster Brief aus dem schönen Bayernland: Aufgegeben in München am 19.10.1906. Stempel München 2.B.P (steht B.P für Briefpost?).

Ankunft in Bern (Schweiz) am 20.10.1906. Frankiert mit 20 Pfennige. Auf der Briefrückseite ist eine dekorative Abbildung eines Gebäudes aufgedruckt.
Im Stempel von München ist a6-7 N zu lesen. Steht dabei das N für Nachmittag?
Wurde der Brief portorichtig frankiert? Wie wurde der Brief transportiert (Bahn)?

Der Brief war weniger als 24 Stunden unterwegs, eine tolle Leistung.

Bitte um eine Bewertung des Beleges.

Liebe Grüße
Franz


 
bayern klassisch Am: 13.02.2019 22:14:16 Gelesen: 1505# 49 @  
@ Franz88 [#48]

Hallo Franz,

alle deine 4 Fragen kann ich mit - ja - beantworten.

Weil du ja gerne Bayern sammelst: Magst du nicht Mitglied werden?

http://www.arge-bayern.net

Das ist die zuständige ARGE im BDPh für Bayerns Post- und Markengeschichte.

Da wird dir sicher immer geholfen.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Franz88 Am: 14.02.2019 18:43:26 Gelesen: 1456# 50 @  
Hallo Ralph,

vielen Dank für Deine Antwort.

Das ist ein sehr interessanter Link, aber meine Anzahl an bayrischen Belegen liegt doch eher im unteren zweistelligen Bereich. Zu den von mir gezeigten Briefen bin ich eher durch Zufall gekommen. Aber ich möchte die Briefe auf jeden Fall in meine Sammlung integrieren und richtig dokumentieren.

Liebe Grüße
Franz
 
Parachana Am: 21.04.2019 12:52:59 Gelesen: 959# 51 @  
Hallo,

bin vor Kurzem in den Besitz dieses Briefes gekommen. Da ich keine Erfahrung mit bayerischen Briefen habe, würde es mich interessieren ob er echt ist. Zusätzlich hätte ich gerne Informationen zu dem Stempel auf der Rückseite.





Kann mir jemand eine ungefähre Bewertung geben?

Wünsche ein schönes Osterfest
Uwe
 
bayern klassisch Am: 21.04.2019 14:10:03 Gelesen: 947# 52 @  
@ Parachana [#51]

Hallo Uwe,

dein 3 Kreuzerbrief aus 1868 ist in allen Teilen echt.

Ihn ziert ein waagrechter Dreierstreifen der Nr. 14a - 1 Kreuzer grün/hellgrün mit offenem Mühlradstempel 28 von Augsburg Bahnhof. Das war tarifgerecht (portogerecht) für Briefe bis 1 Loth (16,66 g) in die Postvertragsstaaten (hier: Norddeutscher Bund).

Siegelseitig ist der Ausgabestempel von Dresden zu sehen, der das Datum 30.10.1868 anzeigt und den 2. Bestellgang an diesem Tag. Auf Deutsch: Bis zum Mittagessen war der Brief seinem Empfänger zugestellt worden.

Wert realistisch: Ca. 40 bis 50 Euro. Wert Kataloge: Uninteressant.

Ich würde die obere, rechte Ecke der rechten Marke wieder gerade biegen.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Parachana Am: 21.04.2019 14:26:02 Gelesen: 943# 53 @  
Hallo Ralph,

danke für die Erklärung und die Bewertung. Das mit dem Katalogwert ist mir schon lange klar. Dafür sammle ich schon zu lange die verschiedensten Dinge. Daher ja auch die Frage nach der Bewertung von einem der sich damit beschäftigt.

Liebe Grüße
Uwe
 
Parachana Am: 21.04.2019 14:29:54 Gelesen: 940# 54 @  
@ bayern klassisch [#52]

Da ich keine E-Mail Adresse von Dir finde, hier die Frage ob Du Interesse an dem Brief hättest. Am Besten im Tausch.

MfG
Uwe
 
bayern klassisch Am: 21.04.2019 14:32:12 Gelesen: 938# 55 @  
@ Parachana [#54]

Hallo Uwe,

danke für dein Angebot - nein, habe kein Interesse. Bin etwas sehr spezialisiert.

Aber du kannst ihn doch hier in der Forums - Auktion anbieten. Ich bin sicher, dass er verkauft werden wird.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Parachana Am: 21.04.2019 15:39:01 Gelesen: 924# 56 @  
@ bayern klassisch [#55]

Hallo Ralph,

danke, werde ich dann wohl machen. Jetzt wo ich einen ungefähren Preis weiss.

Deshalb Dir einen besonderen Dank.

Liebe Grüsse,
Uwe
 
bayern klassisch Am: 21.04.2019 16:04:17 Gelesen: 917# 57 @  
@ Parachana [#56]

Hallo Uwe,

nichts zu danken - dieses Forum ist service-orientiert und hier hilft jeder jedem.

Viel Glück beim Verkauf!

Liebe Grüsse,
Ralph
 
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