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Thema: Altdeutschland Bayern: Briefe bewerten
Das Thema hat 50 Beiträge:
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bignell Am: 09.03.2015 21:01:00 Gelesen: 12708# 26 @  
Hallo BK & Freunde der bayrischen Philatelie,

Rechnung 1866 Langstempel LINDAU 10 (? Januar) und Mühlradstempel schwer zu entziffern (683? bitte um Info) in die Schweiz, Ankunftsstempel Romanshorn / 11 / JAN. 66 / 6 A von einem Opticus an seinen "Freund", der offenbar nicht der schnellste Zahler ist ("Saldo-Vortrag" von 1864):



"Es liegen noch 2 Brillen bei mir, deren Repratur betrifft -.48. Willst Du solche durch Freund abholen lassen, ihrmit sie nicht ganz vergeßen werden."

Lg, harald
 
bayern klassisch Am: 10.03.2015 06:28:16 Gelesen: 12679# 27 @  
@ bignell [#26]

Hallo Harald,

da hast du einen sog. Grenzrayon - Brief, der nur 3 Kr. kostete bis 1 Loth (Postvertrag Bayern - Schweiz vom 1.10.1852 bis 31.8.1868), die allein Bayern zustanden.

Der offene Mühlradstempel hat die Nr. 289 und Lindau hatte einen Zweizeiler - Stempel.

Wenn die Marke vollrandig und fehlerfrei ist, kostet der 70 Euro. Wenn nicht, dann die Hälfte.

Dein Brief wurde übrigens über den Bodensee verfrachtet und nicht über Land in die Schweiz geschickt.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
bignell Am: 10.03.2015 18:17:32 Gelesen: 12637# 28 @  
@ bayern klassisch [#27]

Hallo BK,

danke für Deine Info, 289 passt gut, ist nur verkehrt herum aufgesetzt. Die Marke wäre an sich vollrandig, hat aber rechts oben einen Vortrennschnitt der in den Rand reingeht.

Woran erkennt man dass der Brief über den Seeweg und nicht über den Landweg befördert wurde? Oder war das allgemein so?

Danke, harald
 
bayern klassisch Am: 10.03.2015 18:26:29 Gelesen: 12635# 29 @  
@ bignell [#28]

Hallo Harald,

aus der Hüfte - es gab seit 1836 meine ich eine Schiffsverbindung zwischen beiden Orten. Über Land hätte ja geheißen, über Österreich und mit weitem Umweg. Der See war immer schneller zu überqueren, als um den See herum zu leiten. Das könnte heute noch so sein - du hast also einen Überseebrief! :-)

Liebe Grüsse,
Ralph
 
bignell Am: 10.03.2015 18:31:07 Gelesen: 12633# 30 @  
@ bayern klassisch [#29]

Ui - einen Überseebrief aus der Kreuzerzeit. *freu*
 
Manne Am: 26.01.2016 09:46:33 Gelesen: 11124# 31 @  
Hallo zusammen,

ein Amtsbrief aus Pocking vom 16.01.1871 - Stempel auf der Rückseite nicht mehr lesbar. Bewertung?

Gruß
Manne


 
bayern klassisch Am: 26.01.2016 12:21:20 Gelesen: 11103# 32 @  
@ Manne [#31]

Hallo Manne,

reiner Dienstbrief - evtl. mit Inhalt? Wenn dieser wider Erwarten interessant sein sollte, 5 Euro; wenn nicht, dann ist es ein 1 - Euro - Los in der Bucht.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Manne Am: 26.01.2016 13:24:04 Gelesen: 11081# 33 @  
@ bayern klassisch [#32]

Hallo Ralph,

vielen Dank.

Gruß
Manne

Hier der Inhalt:


 
bayern klassisch Am: 26.01.2016 16:22:39 Gelesen: 11060# 34 @  
@ Manne [#33]

Hallo Manne,

vielen Dank - die Anzeige eines illegal geborenen Kindes war in Bayern sehr häufig, von daher ist der Inhalt nicht atemberaubend. Aber wenn einer vlt. genealogisch seinen Stammbaum damit abfedern kann, wäre dein Brief für den ein Goldstück!

Aber rein postalisch - sammlerisch ist er halt wertmäßig eher im 1 - Euro - Bereich anzusiedeln, wie dies bei fast allen Dienstbriefen der Fall ist, wenn sie keine Spezialitäten (Expreß, Chargé gegen Rückschein usw.) aufweisen.

Danke fürs Zeigen und liebe Grüsse,
Ralph
 
Manne Am: 26.01.2016 22:40:09 Gelesen: 11017# 35 @  
@ bayern klassisch [#34]

Hallo Ralph,

vielen Dank für Deine Ausführungen. Ich habe 2 € dafür gegeben.

Hier noch ein Brief aus Passau mit Inhalt.

Gruß
Manne




 
bayern klassisch Am: 27.01.2016 16:10:22 Gelesen: 10977# 36 @  
@ Manne [#35]

Hallo Manne,

dann ist dein rechnerischer Verlust relativ schlimmer, als absolut und damit zu verschmerzen.

Von diesen Dienstbriefen aus dem 19. Jahrhundert gibt es heute noch viele Millionen - wenn keine Besonderheiten vorhanden sind, bekommt man sie sehr günstig, oft unter einem Euro, wenn man geschickt verhandelt. Aber sie sollten schon ihren Inhalt noch haben, weil sie sonst recht informationsarm sein können.

Der aus Passau zeigt innen einen "Circular - Verkehr" - es wurden also mehrere Individuen oder Stellen mit ihm "abgelaufen" und jeder hatte die Kenntnis der Sache zu quittieren. Für den darf man auch mal 2 Euro bezahlen, wenn man die Verfahrensweise aus alter Zeit heute noch zeigen können will. Mittlerweile macht das ja unser E-Mail - Programm mit einer Rundmail, aber damals war es doch noch ein wenig aufwändiger.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Manne Am: 27.01.2016 17:16:19 Gelesen: 10966# 37 @  
@ Manne [#35]

Hallo Ralph,

nochmal herzlichen Dank.

Alte Briefe sind trotzdem interessant, in der Regel bezahle ich nicht mehr als 2 €. Wenn es um Heimatgeschichte geht auch mal etwas mehr.

Heute geht vieles per E-Mail, sehr schnell und praktisch, so wie hier im Forum. Eine wunderbare Sache, wenn man so schnell eine Antwort bekommt!

Gruß
Manne
 
10Parale Am: 15.10.2017 16:19:21 Gelesen: 5665# 38 @  
@ bignell [#26]

Einen ähnlichen Brief (was die Marke betrifft, Michel Nr. 9) ging von Neustadt an der Haardt nach Deidesheim.

Mühlradstempel könnte 329 lauten, abgeschlagen am 27.7.1866, rückseitiger AK-Stempel von Deidesheim am 29. Für 5 Markl am Flohmarkt erstanden.

Liebe Grüße

10Parale


 
Markus Pichl Am: 15.10.2017 16:34:37 Gelesen: 5657# 39 @  
@ 10Parale [#38]

Hallo 10Parale,

der offene Mühlradstempel auf Deinem Brief aus Neustadt a.H. trägt die Nummer "349".

Beste Grüße
Markus
 
bayern klassisch Am: 15.10.2017 16:53:29 Gelesen: 5648# 40 @  
@ 10Parale [#38]

Hallo 10Parale,

eine typische Farbe für diese Zeit (1866er Krieg, hier ohne Auswirkung auf den Postlauf) und für 5 Euro kann man wenig falsch machen.

Zum Stempel hat Markus alles geschrieben.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
Franz88 Am: 12.02.2019 15:21:16 Gelesen: 667# 41 @  
Hallo Sammlerfreunde,

ein Brief von München nach St. Gallen (Schweiz). In München am 20.12.1867 aufgegeben. Die Stempel haben alle die Nummer 325. Auf der Siegelseite Weiterleitungsstempel ?ZWYL 21 DEC 67 und Ankunftsstempel ST.GALLEN 21 DEC 67. Auf der Vorderseite ist Franco vermerkt. Ich nehme an Franco bedeutet, dass der Absender die Briefgebühr bezahlt hat.

Sind die frankierten 9 Kreuzer die normale Gebühr, für einen Auslandsbrief der ersten Gewichtsstufe, gewesen?

Wie hoch wird so ein Brief bewertet?

Bitte um eure Hilfe.



Liebe Grüße
Franz
 
bayern klassisch Am: 12.02.2019 16:02:59 Gelesen: 659# 42 @  
@ Franz88 [#41]

Hallo Franz,

nach dem Vertrag Bayern - Schweiz vom 1.10.1852 kosteten Briefe von München in die Schweiz 9 Kreuzer für Bayern und 3 oder 6 Kreuzer für die Schweiz.

Der Zielort lag hier im 1. Rayon, also wären 12 Kreuzer zu frankieren gewesen. Offenbar hat ein Rüpel eine weitere 3 Kreuzermarke unterhalb der linken Marke abgenonmmen, wodurch der Brief seinen Wert nach unten korrigieren musste.

So, wie er sich heute präsentiert, würde er 30 Euro kosten. Alternativ kauft man eine Nr. 15 mit gleichem Stempel nach und fügt sie unten an. Nicht authentisch, aber dann weiß man wenigstens, wofür die 3 Kreuzer Weiterfranko notiert worden waren.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
SH-Sammler Am: 12.02.2019 16:17:30 Gelesen: 654# 43 @  
@ Franz88 [#41]

Hallo Franz,

der knapp lesbare Stempel auf der Rückseite ist der Ankunftstempel von UZWYL, auf der Adresse vorne mit Utzwyl angeschrieben.

Gruss
SH-Sammler
 
Franz88 Am: 12.02.2019 17:40:50 Gelesen: 638# 44 @  
Hallo Ralph, hallo SH-Sammler,

vielen Dank für eure Antwort. Also wurde der unterfrankierte Brief normal zugestellt, und die fehlenden 3 Kreuzer vom Empfänger eingehoben. Ich habe noch einige Briefe aus Bayern, die ich euch in den nächsten Tagen zwecks Bewertung gerne zeigen möchte.

Liebe Grüße
Franz
 
bayern klassisch Am: 12.02.2019 18:33:07 Gelesen: 632# 45 @  
@ Franz88 [#44]

Hallo Franz,

lies dir bitte nochmals durch, was ich geschrieben habe. Dein Beleg ist nicht authentisch, so wie er jetzt aussieht. Mit damals (1867) hat das nichts zu tun - damals hatte er 4 Marken vorne drauf.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Franz88 Am: 12.02.2019 22:38:20 Gelesen: 605# 46 @  
Hallo Ralph,

jetzt habe ich es endlich kapiert. Herzlichen Dank.

Mein nächster Brief ist vom 10.1.1899. Frankiert mit 30 Pfennig. Eingeschrieben. Aufgabestempel Stadtamhof ? (Regensburg). Gesendet nach Waldmünchen.

Ich vermute der Absender des Briefes "Die Administration des kath. Krankenhauses in Regensburg" war vom Porto befreit. Die 30 Pfennige dürften für die Rekogebühr gewesen sein. Bitte um Bewertung des Briefes.

Liebe Grüße
Franz


 
bayern klassisch Am: 12.02.2019 22:41:16 Gelesen: 603# 47 @  
@ Franz88 [#46]

Hallo Franz,

prima!

Nein, hier war 10 Pfg. das Franko bis 15 g und 20 Pfg. die Recogebühr.

Stadtamhof ist richtig.

Wert: Ca. 10 Euro.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Franz88 Am: 13.02.2019 21:55:28 Gelesen: 540# 48 @  
Hallo Ralph,

vielen Dank für Deine Info.

Mein nächster Brief aus dem schönen Bayernland: Aufgegeben in München am 19.10.1906. Stempel München 2.B.P (steht B.P für Briefpost?).

Ankunft in Bern (Schweiz) am 20.10.1906. Frankiert mit 20 Pfennige. Auf der Briefrückseite ist eine dekorative Abbildung eines Gebäudes aufgedruckt.
Im Stempel von München ist a6-7 N zu lesen. Steht dabei das N für Nachmittag?
Wurde der Brief portorichtig frankiert? Wie wurde der Brief transportiert (Bahn)?

Der Brief war weniger als 24 Stunden unterwegs, eine tolle Leistung.

Bitte um eine Bewertung des Beleges.

Liebe Grüße
Franz


 
bayern klassisch Am: 13.02.2019 22:14:16 Gelesen: 537# 49 @  
@ Franz88 [#48]

Hallo Franz,

alle deine 4 Fragen kann ich mit - ja - beantworten.

Weil du ja gerne Bayern sammelst: Magst du nicht Mitglied werden?

http://www.arge-bayern.net

Das ist die zuständige ARGE im BDPh für Bayerns Post- und Markengeschichte.

Da wird dir sicher immer geholfen.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Franz88 Am: 14.02.2019 18:43:26 Gelesen: 488# 50 @  
Hallo Ralph,

vielen Dank für Deine Antwort.

Das ist ein sehr interessanter Link, aber meine Anzahl an bayrischen Belegen liegt doch eher im unteren zweistelligen Bereich. Zu den von mir gezeigten Briefen bin ich eher durch Zufall gekommen. Aber ich möchte die Briefe auf jeden Fall in meine Sammlung integrieren und richtig dokumentieren.

Liebe Grüße
Franz
 

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