Neues Thema schreiben   Antworten     zurück Suche   Druckansicht  
Thema: Weissrussland / Belarus ab 1992: Interessante Belege
KaraBenNemsi Am: 02.11.2013 22:02:10 Gelesen: 8813# 1 @  
An dieser Stelle möchte ich in loser Folge interessante Belege aus Weissrussland/Belarus zeigen, die man vielleicht nicht alle Tage zu sehen bekommt. Alle sind eingeladen, auch interessante Belege seit 1992 zu zeigen.

Beginnen möchte ich mit einer Postsache in Form eines vorgedruckten Umschlags der weißrussischen Post aus dem Jahr 2006. Er trägt rechts oben statt eines Wertzeichens die Inschrift "sluschbowae" (dt.: "dienstlich") und links unten das Signet der Post ("Belposchta"). Solche Postsacheumschläge gibt es aus verschiedenen Jahren, mit und ohne rückseitige Druckvermerke, mit Unterschieden beim Schriftzug "sluschbowae" und der Postbezeichnung, mit und ohne Innendruckmuster, in mehreren Formaten etc. - gleichwohl ähneln sich die Umschläge sehr stark aufgrund des einheitlichen Grundmusters und der blauen Druckfarbe.

Diese Umschläge sind in meinen Augen durchaus sammelwürdig, auch wenn es keine Ganzsachen sind (sie sind als Postsachen portofrei). In der aktuellen Ausgabe des Michel Ganzsachenkataloges Osteuropa ab 1960, Band 2, haben wir beispielhaft einen dieser Postsacheumschläge abgebildet.

Die weißrussische Post verwendet die Umschläge z.B. für Benachrichtigungen von Postkunden. So auch im hier gezeigten Beispiel. Der Umschlag enthielt eine Nachricht der Filiale in Gomel (Postamt 48) an einen Bewohner der Stadt.


 
KaraBenNemsi Am: 23.11.2013 19:38:30 Gelesen: 8701# 2 @  
2001 ließ die weißrussische Post einen ganz speziellen Briefumschlag herstellen für elektronische Post. Gedacht war das Ganze so: Jemand schreibt in Estland eine Email an einen weißrussischen Empfänger, der aber keine Emailadresse hat. Der Absender schickt den elektronischen Brief daher an die weißrussische Post. Diese druckt ihn aus, steckt ihn in den speziellen Umschlag und stellt ihn in der Hauptstadt Minsk zu. Der Freimachungsvermerk des Umschlags ist mit einem lustigen, einzahnigen Briefumschlaggesicht versehen - wie man sich das Aussehen einer verkörperten Email halt so vorstellen kann. :-)

Besonders erfolgreich war diese Idee aber offenbar nicht, denn ich habe bis heute nicht einen bestimmungsgemäß gelaufenen Umschlag der elektronischen Post auch nur gesehen. Das ist auch deshalb schade, weil mir so der auf diesen Umschlägen angeblich abgeschlagene besondere Tagesstempel in meiner Stempelsammlung fehlt. Hier ein ungebrauchter Umschlag:



In den Jahren 2009 und 2010 erinnerte sich die weißrussische Post an diese ungenutzten Umschläge und brauchte sie auf zum Versand von Dienstbriefen (teilweise mit und teilweise ohne den Vermerk "dienstlich"). Hier so ein Aufbrauchumschlag, abgesandt am 20.8.2009 von der Buchhaltung der weißrussischen Post und eingegangen am 21.8. bei einer Firma im kleinen Städtchen Bjarosa (russ.: Berjosa).


 
KaraBenNemsi Am: 10.01.2014 22:30:33 Gelesen: 8579# 3 @  
Hier zeige ich einen typischen Dauerganzsachenumschlag aus Belarus. Der Wertstempel ist - inflationssicher - mit einer Buchstabennominale versehen. Das "A" deckt das Inlandsporto für einen Brief bis 20 g ab. Anders als in Deutschland werden Ganzsachen in Belarus vergleichsweise häufig verwendet und lassen sich auch ohne weiteres in Geschäftspost finden.

Der Ganzsachenumschlag besteht auf der Vorderseite aus dem:

- Dauerwertstempel "A",
- Absenderfeld links oben,
- Postleitzahlfeld (maschinenlesbar) links unten,
- Adressfeld rechts unten.

Der Umschlag wurde 2008 als Einschreiben innerhalb der Stadt Brest verschickt (R-Aufkleber in der Mitte links) und bedurfte deshalb der zusätzlichen Frankatur in Höhe von 340 weißrussischen Rubeln für die Einschreibegebühr. Abgedeckt wird die Gebühr durch Blaumeise, Klappergrasmücke und Tulpe aus den Dauermarkenserien "Singvögel" (2006) und "Blumen" (2008). Einen Blick wert sind die beiden Blaumeisen. Bei der rechten Marke fehlt der Zweig über dem Vogel. Diese seltene Abart ist im Michelkatalog unter der Nummer 623 v I katalogisiert. Sie kam nur in einer Teilauflage auf 4 von 21 Feldern des Markenbogens vor.


 
Wim Ehlers Am: 30.04.2014 13:55:13 Gelesen: 8404# 4 @  
Heute bekam ich Post von meinem Tauschfreund aus Minsk mit Ostergrüßen, die am 15.04.2014 dort auf die lange Reise nach Bochum geschickt wurde.

Umschlag und Briefmarke zeigen die Rote Kirche von Minsk [1].



MiNr 898 aus Belarus zeigt die Rote Kirche von Minsk

Beste Grüße
Wim

[1] http://www.poezdka.de/193/minsk-foto-main-ru/churches-minsk-pic/red-cathedral-minsk.html
 
Francysk Skaryna Am: 30.04.2014 16:08:40 Gelesen: 8388# 5 @  
Moin,

Umschlag und Briefmarke zeigen die Rote Kirche von Minsk ...

... schräg gegenüber der Hauptpost.

Die den Umschlag druckende Druckerei Бобруйская укрупненная типография им. А. Т. Непогодина - heute ein dem Министерству информации unterstellter Staatsbetrieb - gehört zu den ältesten Druckereien in Belarus.



Gruss
 
KaraBenNemsi Am: 02.09.2014 21:31:28 Gelesen: 8179# 6 @  
@ Wim Ehlers [#4]

Noch zur "Roten Kirche", die offiziell Kirche des Heiligen Simon und der Heiligen Helena (Aljona) heißt: Man könnte fast schon wieder vergessen, dass die Kirche in sowjetischer Zeit als Kino genutzt wurde. Als Beleg folgt hier ein sowjetischer Ganzsachenbildumschlag mit Abbildung der Kirche und einem Filmabspielgerät sowie der Bildunterschrift "Haus des Kinos" in Russisch und Weißrussisch. Der Umschlag trägt im rückseitigen Druckvermerk das Datum 10.05.82.



Viele Grüße

Carsten
 
Francysk Skaryna Am: 12.09.2014 19:03:39 Gelesen: 8101# 7 @  
@ KaraBenNemsi [#6]

Moin.

man könnte fast schon wieder vergessen, dass die Kirche in sowjetischer Zeit als Kino genutzt wurde.

In der Tat widerfuhr der Kirche das selbe Schicksal so vieler Kirchen in der stalinistischen Zeit. Zunächst sollte sie nach iher Schliessung 1932 abgerissen werden, bevor man sie Ende der 1960er Jahre restaurierte und in das schon erwähnte Kino umfunktionierte. Erst nach der Wende wurde sie wieder den katholischen Gläubigen zugänglich.

Die Glocken auf dem Vorplatz kamen als Geschenk einer japanischen katholischen Gemeinde im Jahr 2000 hinzu. Sie sind eine Kopie der Glocken von Nagasaki.

Gruss
 
Francysk Skaryna Am: 13.09.2014 13:53:53 Gelesen: 8066# 8 @  
Moin,

seit 1994 wird am ersten Sonntag im September in Belarus der Tag der belarussischen Schriftsprache - День белорусской письменности genannt - an einem historisch / kulturell bedeutenden Ort im Lande begangen. Dieses Jahr wurde dieser Tag in Заславль / Zaslavl - belarussisch Заслаўе ausgetragen. Die kleine Stadt nördlich von Minsk gehört zu den ältesten Orten im Lande. Ihre Ursprünge reichen in das Jahr 983 zurück. Der Ort bildete im Frühmittelalter den Sitz eines Fürstentums, das im 14. Jahrhundert in das litauische Fürstentum aufging. Konzeptionnell sieht der Tag die Verbindung der belarussischen Schriftsprache mit der Geschichte und der Kultur von Land und Volk vor.

Zu diesem Anlaß verausgabte die Белпочта / Belpotschta bereits am 25. August eine Ganzsache, die in analogie zu bereits vorangegangenen Ausgaben zu diesem Anlaß steht. Der selbstklebende DIN C6 - Umschlag zeigt die beiden für die Stadt prägnanten Kirchen sowie eine Schreibfeder. Abgebildet ist unten rechts im Umschlag die katholische Костел Рождества Пресвятой Девы Марии / Mariae - Geburts - Kirche und im Markenfeld die Verklärungskirche. Die Nominale"A" decky das Porto für einen Standartbrief bis 20 Gramm / national ab. Gestaltet wurden Ganzsache und Sonderstempel von Евгения Бедоник / Ewgenia Bedonik. Die Auftragsnummer des in einer Auflage von 30.000 Stück vom der Папяровая фабрыка Дзяржзнака in Barysaŭ gedruckten Umschlages lautet № 11294-2014. Der Sonderstempel wurde allerdings nicht im Postamt Заслаўе-1 sondern in einem Zelt der belarussischen Post auf dem Festgelände abgeschlagen. Die Post nutzte die Gelegenheit und bot zudem auch weitere Produkte aus ihrem Sortiment an.



Ganzsache zum Tag der belarussischen Schriftsprache



Sonderstempel zum Tag der belarussischen Schriftsprache



Mariae - Geburts - Kirche



Verklärungskirche



Stand der Belpotschta



Schreibfeder - Deko im Post - Zelt

Eine kurze Geschichte der Sprache:

Die belarussische Sprache - беларуская мова - gehört zur Gruppe der ostslawischen Sprachen. Sie ist eng mit dem Ukainischen verwandt, etwas entfernter mit der Gruppe der westslawischen Sprachen wie dem polnischen. Russisch und belarussisch stehen einander sehr nahe. Die wesentlichen Unterschiede bestehen in der Aussprache sowie dem Wortschatz, während die tiefere grammatische Struktur ähnlich ist. Wie auch im russischen ist die Aussprache im belarussischen phonetisch. Belarussisch wird in Kyrillischer Schrift geschrieben, sein Inventar unterscheidet sich jedoch vom russischen Alphabet dahingehend, daß es die Buchstaben "Ў" (wird wie ein englisches "w" gelesen, wie in wood) und "І" (wird wie das russische И gelesen,) sowie die Digraphe "ДЖ" und "ДЗ" gibt, aber nicht die Buchstaben "Щ", "И" und "Ъ".
Ein Großteil des mittelalterlichen belarussischen Schifttums bestand - wie auch anderorts üblich - aus religiösen Texten. Dise Texte waren in Kirchenslawisch verfaßt, einer Kunstsprache auf südslawischer Basis. Francysk Skaryna, der als der erste Drucker Belarus` gilt, ließ als erster Bücher in dieser Sprachform drucken. Bekannt ist hier vor allem seine Библия руска / Biblija Ruska aus dem Jahr 1517. Durch seine Bibelübersetzungen leistete er einen entscheidenden Beitrag zur Entwicklung sowohl des ostslawischen volkssprachlichen Schrifttums im Allgemeinen wie auch der weißrussischen Sprache im speziellen.

Im Großfürstentum Litauen diente - wie auch im Litauischen Statut von 1566 festgehalten - belarussisch ab dem 14. Jahrhundert als Verwaltungssprache. In dieser Zeit entstanden auch Chroniken und Fachprosa. Diese Tradition endete jedoch 1696 mit dem Verbot der belarussischen Sprache im öffendlichen Bereich durch den Warschauer Reichstag. Die Rolle der polnischen Sprache im Staat war bereits durch die Union von Lublin 1589 stetig gewachsen. Diese Dominanz des polnischen wirkte sich auch auf die belarussische Sprache aus. Die Vielzahl polnischer Lehnwörter prägen den Wortschatz bis heute und unterscheiden ihn vom russischen. Die Teilung Polens im 18. Jahrhundert hinterließ ebenfalls ihre Spuren in der Sprache. Russisch löste die polnische Amtssprache ab und nach dem antirussischen Aufstand unter Kastus Kalinouski 1863 wurden die belarussische Sprache an den Schulen sowie der der Druck belarussischer Bücher wurde verboten. Dieses Publikationsverbot wurde erst 1905 aufgehoben, was zu einer Wiederbelebung der Sprache führte.

Während der deutschen Besatzung 1915 bis 1918 gewann das belarussische wieder den Status einer Staatssprache im westlichen Belarus, im weiteren dann auch in der Belarussischen Volksrepublik. In den 1920er Jahren erhielt belarussisch in öffentlichen Bereichen immer mehr Einzug und Verwendung.

In der Rechtschreibreform von 1933 wurde die belarussisch Orthographie dem russischen angeglichen. Dies führte zu zwei konkurrierenden Normen in der Schriftsprache - der sowjetischen einerseits und der traditionellen andererseits. Weitere Bestrebungen insbesondere in den 1960er bis in die 1980er Jahre hinein standen der Entwicklung der belarussischen Sprache entgegen. Nikita Sergejewitsch Chruschtschow forderte in einer Rede in Minsk die Belarussen dazu auf, zur russischen Sprache zu wechseln. In den 1970er Jahren besuchte nur noch ein fünftel der Schüler belarussischsprachige Schulen und ein drittel war vom Unterrichtsfach Belarussisch befreit. Erst im Zuge der Perestrojka setze eine Bewegung nach kultureller und sprachlicher Autonomie ein, die 1990 in das "Gesetz über die Sprachen in der Belarussischen SSR" mündeten, gefolgt von einem 1989 vom Ministerrat aufgelegten Programm zur Förderung der belarussischen Sprache. Im weiteren zeigte sich jedoch, daß der breite Rückhalt für eine rasche und durchgreifende Belarussifizierung in der Bevölkerung fehlte. Dieser Umstand spiegelte sich in einem 1995 durchgeführten Referendum wieder. Damit kam der Prozess einer gelenkten Belarussifizierung erst einmal zum Stillstand.

Heute ist die Zweisprachigkeit im Lande stark verbreitet. In einer 1999 durchgeführten Befragung gaben 37 % der befragten an, belarussisch von Haus aus zu sprechen. Dagegen gaben 59 % der befragten an, für die tägliche Kommunikation russisch zu verwenden. In der Praxis wird der belarussischen Sprache heute eher eine emotionale als praktische Bedeutung beigemessen. Auch wenn sie als Muttersprache nicht verwendet wird, so ist sie doch Bestandteil der Identität. Die Sprache existiert einerseits als Schriftsprache, aber auch in Form von Dialekten. Auf dem Lande ist belarussisch durchaus verbreitet. Es zeigt sich aber auch ein russischer Einfluß im Wortschatz. Als Schriftsprache wird belarussisch meist nicht von Kind an in natürlicher Kommunikation erworben sondern erst in der Schule. Verbreitet ist eine Tрасянка / Trasjanka genannte Mischform der belarussischen und russischen Sprache. Der belarussische Begriff bezeichnet ein aus Heu und Stroh gemischtes Viehfutter und seine Bedeutung für eine minderwertige Mischung würde auf den sprachlichen Bereich übertragen. Diese Sprachform entstand nach dem Zweiten Weltkrieg, als viele Menschen vom Lande in die Stadt umsiedelten und sich ihre Dialekte mit dem in der Stadt vorherrschenden russisch vermengten.

Gruß
 
Francysk Skaryna Am: 22.11.2014 15:38:09 Gelesen: 7884# 9 @  
Moin,

etwas leise aber nicht unerwartet verabschiedet sich die Белпочта / Belpotschta von ihrer 2012 aufgelegten 14. Dauerserie Памятники архитектуры /Architekturdenkmäler.

Für Dezember kündigt man die nun 15. Dauerserie Tiere an. Die Serie besteht aus derzeit fünf selbstklebenden Marken der Nominale "A", "N", "M", "H" und "P". Die Nominale "B" fehlt derzeit. Die Motive sind nicht neu, entstammen sie doch der 11. Dauerserie von 2008 [1]. Im Unterschied dazu erscheinen die nun angedachten Marken jedoch wie schon bei der Architekturdenkmäler - Serie als Selbstkleber (was dem hiesigen Schalterbetrieb entgegen kommt) geschnitten zu 21 Marken (sieben Marken in drei Reihen) in Kleinbögen.



Gruss

[1] http://belpost.by/download_files/marka/newsletter/rus/2008/10-2008-05-27.pdf
 
Francysk Skaryna Am: 26.02.2015 22:25:19 Gelesen: 7633# 10 @  
Moin,

in Form eines DIN Lang - Umschlages verausgabte die Белпочта / Belpotschta heute eine Motiv - Ganzsache mit Werteindruck in der Nominale "A" [Standartbrief Inland bis 20 Gramm]zum Thema 20 лет белорусской почте / 20 Jahre weisrussische Post.



Die Ganzsache zeigt die am 28. März 1955 eröffnete Minsker Hauptpost, in der 20% aller Postsendungen im Lande abgefertigt oder bearbeitet werden. Der Круглый зал / Runde Saal mit seinem Stuck, den berühmten Glasmalereien, Säulen und seiner Kuppel wie auch den vielen anderen historischen Objekten, die seinerzeit nach Plänen von Vladimir Korolev ohne Einsatz von Kränen und Spezialbaumaschinen gebaut wurden, wurde 2013 / 2014 einer umfangreichen Renovierung unterzogen.





Belarus ist übrigens das erste Land in der GUS, dessen Post im Jahr 2013 vom Weltpostverein UPU mit dem Zertifikat S42 für die Sicherung der internationalen Standard - Adressierung ausgezeichnet wurde.

Gruss
 
skribent Am: 24.05.2017 07:54:42 Gelesen: 5368# 11 @  
Guten Morgen Zusammen,

eigentlich muss ich meine Frage an Francysk Skaryna richten, denn er hat bestimmt die Antworten parat.



Mit dem Ganzsachenumschlag von Belarus wird wohl ein Mann geehrt, der im II. WK als Partisan aktiv gewesen sein muss.

Wo finde ich Hinweise auf diesen Menschen?

Welche Örtlichkeiten des Partisaneneinsatzes sind da aufgeführt (Zudruck bzw. Wertstempel)?

Wo steht das Denkmal?

MfG >Franz<
 
KaraBenNemsi Am: 24.05.2017 20:46:22 Gelesen: 5333# 12 @  
Hallo Franz,

der Umschlag ist Konstantin Saslonow [1] gewidmet: Partisan, Held der Sowjetunion. Das Denkmal steht in Orscha.

"Onkel Kostja" ist auch auf Marken und weiteren Ganzsachen abgebildet wenn mich nicht alles täuscht. Kann ich nachsehen wenn Du magst.

Wenn Du mehr Infos brauchst, dann melde Dich bitte.

Viele Grüße

Carsten

[1] https://de.m.wikipedia.org/wiki/Konstantin_Sergejewitsch_Saslonow
 
skribent Am: 25.05.2017 10:02:14 Gelesen: 5306# 13 @  
@ KaraBenNemsi [#12]

Hallo Carsten,

vielen Dank für die Aufklärung.

Jetzt weiß ich, dass die Wertzeichen und Ganzsachen von ihm in unseren Katalog aufgenommen werden müssen. Er ist ja nicht nur Partisan gewesen, sondern auch ein gestandener Eisenbahner.

Wenn Du Zeit und Muße hast, suche mir doch bitte die Wertzeichen und Ganzsachen von "Onkel Kostja" heraus.

Schon jetzt meinen herzlichsten Dank!

MfG >Franz<
 
KaraBenNemsi Am: 28.05.2017 14:45:40 Gelesen: 5247# 14 @  
Hallo Franz,

hier mal eine Aufstellung ohne Anspruch auf Vollständigkeit:

Sowjetunion

Bildumschläge vom 14.3.1957 (siehe Abbildung) und 4.9.1986 zeigen jeweils das Saslonow-Denkmal in Orscha
Briefmarke MiNr. 2884 aus dem Jahr 1964 - Saslonow in seiner Eisenbahneruniform [1]

Belarus

Ganzsachen mit Sonderwertstempel
MiNr. USo 94 (6.1.2010): 100. Geburtstag Saslonows - siehe oben Dein Beitrag [# 11]

Etwas schwieriger zu finden waren:

USo 82 (17.1.2008) : 100. Geburtstag des Malers Ewgenij Alekseewitsch Sajzew - mit Ausschnitt aus dem Gemälde "Konstantin Saslonow"
PSo 10 (11.5.1999): 100. Geburtstag des Schauspielers Glebow - mit Szene aus dem Theaterstück "Konstantin Saslonow"

Viele Grüße

Carsten



[1] Da ich mich mit Uniformen nicht auskenne habe ich die Angabe übernommen von Lew Kolosow, Filatelija o Belorussii, Minsk, 1984, S. 47. Lew Kolosow schreibt "Vorkriegseisenbahneruniform".
 
skribent Am: 28.05.2017 16:40:25 Gelesen: 5235# 15 @  
@ KaraBenNemsi [#14]

Hallo Carsten,

vielen Dank für die Mühe, die Du Dir meinetwegen gemacht hast. Deine Angaben runden das Bild, das ich mir jetzt machen kann, ganz schön ab.

MfG >Franz<
 
  Antworten    zurück Suche    Druckansicht  
 
Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.