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Thema: Einschreiben: Belege und Informationen
Das Thema hat 176 Beiträge:
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reichswolf Am: 10.09.2010 22:46:13 Gelesen: 145987# 77 @  
@ Hawoklei [#75]

Heute habe ich einen weiteren Beleg bekommen, der gut zu unserem letzten Thema, den Notmaßnahmen, passt. Es handelt sich dabei um einen eingeschriebenen Brief der zweiten Gewichtsstufe vom 26.06.1946, frankiert mit einer MiNr. 925W (= Walzendruck, erkennbar an den Walzenstrichen auf dem Unterrand) und einer 936 der Gemeinschaftsausgaben der Alliierten Besetzung. Die verklebten 108 Pfennig setzen sich zusammen aus 48 Pfennig für den Brief und 60 Pfennig für die Einschreibung.

Die Marken wurden entwertet mit dem wiederverwendeten Vorkriegsstempel AACHEN 4 d. Bei diesem Stempel wurde der Stern vor der 4 aptiert. Er wurde nach Kriegsende wiederverwendet, weil ein Mangel an neuen Stempel herrschte. Ebenso fehlte es an Einschreibezetteln, weswegen das Postamt Aachen 4 einen Gummistempel mit der Inschrift R Aachen 4a anschaffte, in den die Einschreibenummer handschriftlich eingetragen wurde.

Der Brief lief nach Hofheim am Taunus, wo er rückseitig ebenfalls einen wiederverwendeten Vorkriegsstempel als Ankunftstempel bekam. Leider ist dieser schlecht abgeschlagen und kaum mehr lesbar.



Beste Grüße,
Christoph
 
DL8AAM Am: 03.08.2011 19:08:25 Gelesen: 137511# 78 @  
Ich wollte dieses Thema wieder reaktivieren, da ich gestern einen schönen passenden Einschreibebrief aus Chile bekommen habe, der rückseitig auch ein Benachrichtigungslabel der DPAG zeigt:



Einschreibebrief der Gemeindeverwaltung von Juan Fernández, mit Sitz im kleinen 600 Einwohnerort San Juan Bautista auf der Insel Robinsón Crusoe (bis 1966 "Isla Más a Tierra"), einer Inselgruppe etwa 600-700 Kilometer westlich vor dem chilenischen Festland sehr isoliert und einsam im Südpazifik gelegen. Interessanterweise finde ich keinerlei Frankierhinweis auf dem Umschlag (sind Gemeindeverwaltungen in Chile portofrei > Dienststempel?), es wurde lediglich ein Tagesstempel der Filiale ("Sucursal") "Isla Robinsón Crusoe" vom 8. Juli 2011 abgeschlagen. Das ursprüngliches Einschreibelabel (mit gleicher RR...CL-Sendungssummer) wurde 10 Tage später am 18. Juli überklebt ("Sucursal Admission Grandes Usuarios", ich glaube das heisst sowie "Eingang bei der Hauptpostfiliale"? in Santiago?).

Interessanterweise steht hier auch wieder "$0", ggf. ein weiterer Hinweis auf eine portofreie Behandlung? In Deutschland von der DPAG erneut gelabelt und später mit einem Lagerungsablaufstempel 9.8.2011 versehen. Das dazugehörige Benachrichtigungslabel vom 01.08.2011 findet sich rückseitig, d.h. der Brief brauchte von dieser Südseeidylle knapp 1 Monat bis zu mir. ;-)

Die Insel Robinsón Crusoe ist übrigens wirklich der Schauplatz des gleichnamigen Romans von Daniel Defoe ("kürzlich" haben Archäologen auch passende Artefakte ausgraben können), nur das der echte Robinson eigentlich Alexander Selkirk hiess, ein schottischer Seemannder der Anfang des 18. Jahrhunderts (um ca. 1705) hier einige Jahre verbringen durfte. Nach ihm selbst wurde Ende der 1960er Jahre eine Nachbarinsel benannt. Im ersten Weltkrieg erlangte die Insel wieder etwas Berühmtheit, da sich 1915 hier der deutsche Kreuzer Dresden nach einem Gefecht selbst in die Luft sprengte, aber erst nachdem sich die gesamte Mannschaft inklusive Bordhund und Bordpapagei auf die Robinsón Crusoe-Insel retten konnte, mit dabei auch ein junger Leutnant namens Canaris.

Der Handstempel ist gerade auch in die Stempeldatenbank, als erster chilenischer Stempel, hochgeladen. ;-)

Gruß
Thomas
 
Manne Am: 06.08.2011 16:13:44 Gelesen: 137396# 79 @  
Hallo zusammen,

hier ein Einschreiben von Schwenningen vom 9.9.1893.

Gruß
Manne


 
westfale1953 Am: 07.08.2011 09:01:42 Gelesen: 137344# 80 @  
Hallo,

ich hätte da einen Brief aus den USA nach Deutschland, frankiert mit $ 4,65 (Einschreiben, Rückschein, Luftpost).

Schönen Sonntag noch

Bernhard


 
EdgarR Am: 15.04.2012 20:21:30 Gelesen: 125189# 81 @  
Hier ein Einschreiben, das der Deutschen Bundespost Extraarbeit gebracht hat. Vorderseite:



und Rückseite:



Mit diesem Beispiel, denke ich, dürften sich auch die Fragen von Walter: "Sind normale Einschreiben es wert sie aufzuheben ? Normale Briefe aus der Tagespost haben mehr oder weniger Gebrauchsspuren, hebt man die auf oder weg damit ?" aus dem Strang 'Sieger Briefe, Ganzsachen, Einschreiben - aufheben oder weg damit ?' beantwortet haben. Seht Euch die beiden Marken auf dem Beleg an: An Gewöhnlichkeit nicht zu überbieten, oder? Aber so, auf diesem Beleg (einschließlich seiner Gebrauchsspuren) da sind sie meiner Meinung nach deutlich mehr wert.

Phile Grüße
EdgarR
 
EdgarR Am: 15.04.2012 20:48:11 Gelesen: 125177# 82 @  
Und zur Abwechslung mal einer mit einem deutlich längeren Beförderungsweg aber - nicht zuletzt wegen des anderen Materials (der gesmte Umschlag besteht aus einer recht robusten PVC-Folie) - praktisch OHNE Gebrauchsspuren. Sogar der Preisbäpper vom Post Shop klebt noch drauf: 7,50 NZ-$.


 
EdgarR Am: 15.04.2012 21:00:21 Gelesen: 125172# 83 @  
Und noch einer, diesmal aus Grossbritannien:


 
EdgarR Am: 15.04.2012 21:10:48 Gelesen: 125167# 84 @  
Und noch einer, diesmal ein eingeschriebener Experessbrief, ab in ZIELONA GÓRA (ehemals: Grünberg/Niederschlesien) am 3.1.77, an in Bergisch Gladbach am 8.(!)1.77.



Nur die Durchlaufstempel der Bundespost auf der Rückseite sind lesbar, diejenigen aus Polen nur fragmentarisch:


 
EdgarR Am: 15.04.2012 21:25:19 Gelesen: 125164# 85 @  
Und ein eingeschriebener Luftpostbrief aus Spanien:

Die speziellen sechseckigen Stempel sind nur für eingeschriebene Sendungen ('Certificado', unten). Oben zusätzlich: 'Correo Aero', also Luftpost.

Deshalb: Bei der Aufgabe in Madrid kein R-Zettel erforderlich, der Stempel genügt. Dementsprechend von der Deutschen Bundespost der spezielle R-Zettel 'Einschreiben aus dem Ausland' und die dazu gestempelte R-Nummer (R-736).



Aufgegeben 7.5.87
 
Georgius Am: 16.04.2012 17:31:04 Gelesen: 125087# 86 @  
Ein Einschreiben aus Krakow (Polen) nach Berlin mit Benachrichtigungsvermerk und Aufbewahrungsfrist. Das Schöne daran ist für mich die Einzelfrankatur, die sich von ansonsten vielen Mischfrankaturen positiv abhebt.



Abgesendet am 7.10.2011, Zustellversuch am 18.10.2011, Lagerfrist bis 28.10.2011.

Viele Grüße
Georgius
 
reichswolf Am: 21.04.2012 19:24:20 Gelesen: 124662# 87 @  
Ein Einschreiben der zweiten Gewichtsstufe vom 19.09.1946, gelaufen von AACHEN 1 c nach Berlin-Zehlendorf bzw. eigentlich nach Kleinmachnow, das scheinbar postalisch über Zehlendorf versorgt wurde. Der Tschaikowskiweg liegt jedenfalls nur ca 200 m außerhalb der Berliner Stadtgrenze. Der Beleg zeigt gleich zwei Notmaßnahmen, die durch den Rohstoffmangel der Nachkriegszeit nötig waren. Erstens wurde ein alter Tagesstempel verwendet, obwohl dieser in einem erbärmlichen Zustand war (beide Sehnen sind fast vollständig herausgebrochen). Zweitens wurde ein Noteinschreibezettel verwendet. Diese Blanko-Einschreibezettel wurden mittels Handstempel, hier Aachen 1 in Fraktur, "ihrem" Postamt zugeordnet. Mich hat an dem Beleg gereizt, daß hier ein Randstück dieser Zettel verklebt wurde.

Rückseitig findet sich dann noch der Ankunftstempel (1) BERLIN-ZEHLENDORF 1 d vom 22.09.1946.

Beste Grüße,
Christoph


 
westfale1953 Am: 21.04.2012 19:56:42 Gelesen: 124651# 88 @  
Hier ein ungewöhnlich frankierter Einschreibebrief mit Rückschein per Luftpost aus den USA nach Deutschland.

Einen schönen Abend noch wünscht

Bernhard


 
DL8AAM Am: 11.09.2012 18:14:21 Gelesen: 118658# 89 @  
Hier ein für mich interessantes neueres Einschreibelabel.



Scheinbar bietet die DPAG Großeinlieferern hier it die Möglichkeit ihre Einschreibelabels selbst zu drucken, inkl. der Empfängeranschrift:



Hat jemand nähere Informationen zu diesen selbst erzeugten Einschreibelabel?

Es gibt inzwischen auch Einschreibe-Internetmarken.

Gruß
Thomas



http://www.philaseiten.de/beitrag/54140
 
Nachtreter Am: 11.09.2012 19:09:38 Gelesen: 118636# 90 @  
@ DL8AAM [#89]

Das obere Label müßte mit der kostenlosen Versandsoftware "PostKIT" der Deutschen Post AG erstellt worden sein (unabhängig von der Freimachung wie Internetmarke/Stampit oder Frankit). Auf der Internetseite der Deutschen Post AG findest Du in der Suche unter dem Begriff "PostKIT" mehr Infos, ich glaube man auch die ganze Software runterladen.

Einen schönen Abend noch,

Nachtreter
 
DL8AAM Am: 12.09.2012 15:35:03 Gelesen: 118554# 91 @  
@ Nachtreter [#90]

Besten Dank. Ich habe mir das Handbuch [1] auf der DPAG Seite mal angeschaut und das dort gezeigte Beispiel entspricht in der Form (bis auf die Unterstreichung des Absenders) "meinem" Label und wieder eine neue Einschreibevariante in der Sammlung. ;-)



Beste Grüße
Thomas

[1]: "PostKIT 7.1: Die Versandsoftware für EINSCHREIBEN und NACHNAHME für Gewerbe- und Geschäftskunden" - http://www.deutschepost.de//mlm.nf/dpag/images/p/postkit/postkit_handbuch_v7_1.pdf
 
Martinus Am: 28.01.2013 20:36:38 Gelesen: 114502# 92 @  
Als die Post noch schnell war - "Kölner Dom"

Wir schreiben den 1. April 1949 und betreten ein Postamt in Solingen Wald, weil wir noch schnell einen Brief aufgeben möchten. So stelle ich mir die Scene vor. Bitte, ich hab es eilig. Der Brief muss schnell beim Empfänger sein und bitte am besten noch heute?

Nicht möglich?

Ich kann hiermit belegen, dass es geht:



Wenn man sich also das Datum anschaut, dann ist es der 1.4.1949 16 - 17 Uhr (kurz vor Torschluss).



Heute noch, nicht möglich - aber morgen wird man als Antwort gehört haben. Dennoch war der Beleg schon heute im Empfänger Postamt - naja, von einem Stadtteil zum nächsten.

Der 1.4.1949 8 - 9N

Der Brief wurde vermutlich am 02.4.1949 zugestellt und das nach noch nicht mal 24 Stunden!

mit Sammlergruß martinus

P.S.: Wenn ich heute etwas schnell verschicken möchte, dann per express - dieser Hinweis fehlt hier aber!
 
Heinrich3 Am: 17.02.2013 18:23:37 Gelesen: 113826# 93 @  
Bevor der Beleg in die Tonne wandert, zeige ich hier den einfachen, mit der Hand ausgefüllten Einschreibe-Zettel aus Encarnacion in Paraguay.


 
Gerhard Am: 18.02.2013 12:12:58 Gelesen: 113760# 94 @  
@ am1937a [#93]

Warum in die Tonne, so etwas ist doch sammelwürdig, auch wenn die linke Marke eindeutig ein Knochen ist.

Gerhard
 
Heinrich3 Am: 18.02.2013 15:21:45 Gelesen: 113747# 95 @  
Beide Marken sind oben beschädigt, auf der Rückseite sind noch 2 weitere beschädigte Marken (alle der gleiche Markentyp), außerdem wurde sowohl vorne wie hinten je eine Marke (vom Vorbesitzer?) ausgeschnitten.
 
DL8AAM Am: 28.02.2013 21:19:57 Gelesen: 113301# 96 @  
Hier ein echtes Bedarfsbeispiel für das neuere Layout der Einschreibenmarke "Zusatzentgelt bezahlt"-Label der DPAG:



Einschreibelabel mit Briefmarkeneigenschaft (Barcode und zusätzlichem 2D-Matrixdatenkode), Text in Großbuchstaben "ZUSATZENTGELT BEZAHLT". Bei der direkten, älteren Vorgängerform dieser Briefmarke wurde der Schriftzug 'normal großklein' geschrieben, d.h. "Zusatzentgelt bezahlt" [1].

Diese Labels werden wie Briefmarken verkauft und sind wie diese "jederzeit später, von jedermann und von überall" verwendbar. Sie decken den Portoanteil für das Zusatzentgelt EINSCHREIBEN ab, d.h. das normale Briefporto (hier 58 Cent) muss vom Kunden in sonstiger Form (hier als Briefmarke, entwertet per Handstempel "LAATZEN 3 / b / 30880" am 27.02.2013) zusätzlich aufgebracht werden.



Nicht so häufig.

Gruß
Thomas

[1]: http://www.jolschimke.de/label/das-neue-layout-der-einschreibenmarke.html
 
Lothar Schrapp Am: 01.03.2013 18:29:02 Gelesen: 113222# 97 @  
Jetzt ein älteres Einschreiben, das am 12.07.1882 vom Königlichen Amtsgericht Burgsteinfurt als Zwangsversteigerungs-Patent, so die Bezeichnung durch das Gericht, nach Münster geschickt wurde. Der Stempelabschlag in Burgsteinfurt erfolgte am 26.07.1882; noch am selben Tag die Ankunft in Münster i. W. / 1. - nachmittags zwischen 3 und 4 Uhr. Burgsteinfurt liegt ja auch fast vor der Haustür von Münster.



Die Rückseite des Faltbriefes habe ich nicht eingescant, da ich nicht ausschließen kann, dass noch Nachfahren des Schuldners leben.

Mit Sammlergruß
Lothar Schrapp
 
drmoeller_neuss Am: 10.03.2013 21:10:09 Gelesen: 112627# 98 @  


Einschreibebrief aus Salimiyah aus Kuwait vom 03. August 1988 an die Deutsche Bank in Duisburg.
 
baerandre Am: 28.01.2014 00:03:17 Gelesen: 103615# 99 @  
Hallo zusammen,

damit der Thread nicht vollkommen in Vergessenheit gerät, habe ich auch noch einen Beleg, der hier hin passen könnte.



Aus 1924 vom Postrechnungsamt ein Einschreiben nach Falkenberg in Schweden.

Vielleicht sammelt ja der ein oder andere auch Einschreibebelege und kann hier den einen oder anderen einstellen.

Gruß

Andre
 
Sachsendreier53 Am: 12.02.2014 09:24:14 Gelesen: 103275# 100 @  
Einschreiben/Postauftrag mit R-Zettel Görlitz 3 964 c vom 12.7.1934 nach Großröhrsdorf in Sachsen.

Vorder- und rückseitig ist das Kuvert mit dem Ankunftstempel/Werbestempel versehen, Großröhrsdorf 13.7.34. 5-6 Hauptsitz der Band-Industrie Sachsens



mit Sammlergruß,
Claus
 
Altmerker Am: 20.04.2014 17:50:55 Gelesen: 102043# 101 @  
Als Kiew noch Hauptstadt der Ukrainischen Sowjetrepublik war, bekam ich dieses Einschreibpäckchen, das von Zoll und dem zuständigen Ministerium für Außenhandel in Kiew kontrolliert wurde. Aufkleber/Stempel rechts. Die Päckchen-Karte war vorgedruckt. Eingetragen wurden Aufgabepostamt Kiew-86 und Nummer per Hand, dazu das Porto 3 Rubel 25 Kopeken, also der Gegenwert von 10 DDR-Mark.

Gruß
Uwe


 

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