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Thema: Einschreiben: Belege und Informationen
Das Thema hat 176 Beiträge:
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DL8AAM Am: 14.06.2016 15:54:33 Gelesen: 78034# 127 @  
Hier ein aktuelles, recht schönes Einschreiben aus Indien



Einschreiben aus Lucknow (Indien), frankiert per Neopost Absenderfreistempel (Gerät N203405) vom 04.05.2016 zu ₹108.00. Bei dem Code ASLPSMOCER könnte/sollte es sich um eine postinterne Kennung für die Sendungsart sein? Wer weiss hierzu näheres? Indisches Einschreibelabel mit Sendungenummer "RU...IN" und linearem Barcode, das - wie üblich - im Bereich der DPAG (trotz des genormten UPU-Formats) nicht verarbeitet wird. Deshalb wurde - wie üblich - ein neues Label mit einer neuen deutschen Sendungsnummer "RN...DE" verklebt.

Rückseitig findet sich eine kopierte, gefaltete 'DIN A4' CN22-Zollerklärung und ein zusätzlicher Ausdruck der Schalter(erfassungs-)quittung. Diese "Kassenbons" (des Hersteller "Postal Training Centre of Mysore", Typ "Meghdoot") werden in Indien auch als Postfreistempel-Label, ähnlich unserer Digitalmarken, verwendet [1]. Da das Porto aber bereits vom Absender per AFS entrichtet wurde, wurde in der Portozeile "PreFM:Rs108.00", statt bei direkter Schalterzahlung "Amount:RS108.00", gesetzt. "Pre" bedeutet Voraus/Im Vorfeld, das "F" steht dabei für frank [Franco/Frankatur] und das "M" für machine [Maschine/Gerät], das heisst 'Porto wurde durch den Kunden per Frankiermaschine vor der Einlieferung bereits entrichtet'. Passt also. ;-)



fgn (foreign: Ausland), AIR-RL (Air Registered Letter: Luftpost-Einschreibe-Brief), HAL <226016> (Postamt HAL in Lucknow Taluk, "Pincode" / Postleitzahl 226016).

Bei dem Postamt "HAL" handelt es sich um ein Sub Office des Lucknow G.P.O., mit Sitz in der Neighborhood "H.A.L. Colony". HAL (Hindustan Aeronautics Limited), gleichzeitig der Absender dieses Briefes, ist eines der wichtigsten Luft- und Raumfahrtunternehmen des indischen Verteidigungsministeriums [2].

Gruß
Thomas

[1] https://en.wikibooks.org/wiki/International_Postage_Meter_Stamp_Catalog/India#Sub-group_PO-B:_Stamps_without_outer_borders
[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Hindustan_Aeronautics
 
DL8AAM Am: 09.08.2016 17:18:04 Gelesen: 75583# 128 @  
Nur kurz gemeldet - seit einiger Zeit gibt es neue (Schalter-) Einschreibelabel:



Einschreibesendung aus Burgdorf bei Hannover vom 08.08.2016 nach Göttingen, 'schalterfrankiert' mit Briefmarken und 'schalterentwertet' in der dortigen Postfiliale (Schüler & Asnet GmbH, Marktstr. 28, 31303 Burgdorf) per Handstempel BURGDORF, KR. HANNOVER 1 b 31303. Hinzugeklebt wurde ein Einschreibelabel (mit 90°-Ecken) mit der hierfür üblichen Formularnummer 912-671-000; mit einer Sendungsnummer aus der RE-Serie.



Wenn man sich aber das Label aber etwas genauer anschaut, bemerkt man, dass zusätzlich zur Formularnummer in diesem Fall die Herstellerangabe "enve" hinzugedruckt wurde. Bei "enve" handelt es sich um die Firma "enve print services GmbH" aus 86356 Neusäß (Oskar-von-Miller-Straße 1) [1].

Hier zum Vergleich eine Einschreibesendung vom 04.08.2016 (privater Absender aus 36448 Bairoda), ebenfalls 'schalterfreigemacht', hier aber durch eine [vom Schaltermitarbeiter passgenau zurecht geschnittene] neue Digitalmarke mit der Gerätenummer F101049247, ebenfalls mit zusätzlichem Einschreibelabel mit gleicher Formularnummer 912-671-000 (aber gerundete Ecken) mit RE-Seriennummer - und ohne Kennzeichnung der Druckerei.



Gruß
Thomas

[1]: http://www.enve-print.de
 
Uwe Seif Am: 10.09.2016 18:07:12 Gelesen: 74546# 129 @  
@ Concordia CA [#19]

Hallo,

kann ich so bestätigen. Die früheren Euroschecks (wenn ich mich richtig erinnere garatierten die Banken einen Einlösebetrag von 300.-DM) konnten ab den 80iger Jahren an den Postschaltern bis zum Höchstbetrag von 2000.-DM (je vorgelegtem Scheck) eingelöst werden. Hier gab es eine besondere Vereinbarung zwischen den Sparda-Banken und der Bundespost, da an den Fahrkartenschaltern manchmal nicht genügend Bargeld vorhanden war und das "Sterben" der besetzten Fahrkartenschalter war zu diesem Zeitpunkt ja voll im Gange.

Bei dem gezeigten Beleg handelt es sich um eine EDS-Sendung (= Eisenbahndienstsache). Einschreib-EDS -Sendungen wurden einzeln nachgewiesen und ähnlich behandelt wie Wertsendungen bei der Bundespost. EDS-Sendungen gab es bis Angang der 90iger Jahre. Teilnehmer am EDS-Verkehr mit großem Einschreibebedarf verfügten über eigene "R-Zettel", ansonsten wurden Blanko-Einschreibzettel verwendet und die Absendestelle eingestempelt.

Die Sparda-Bank hat mit dem Brief vermutlich Scheckvordrucke versandt.

Schönes Wochenende
Uwe
 
Uwe Seif Am: 11.09.2016 14:25:33 Gelesen: 74493# 130 @  
@ Concordia CA [#19]

Hallo,

zu den EDS-Sendungen habe ich folgendes gefunden: daß die Bahn zum 31.12.1996 den Expreßgut-Verkehr, mit dem die EDS befördert wurden, einstellte Seit 01. Jan.1997 gibt´s also keine Eisenbahndienstsachen mehr!

Fundstelle: Arbeitsgemeinschft Forschung Deutsche Bundespost, AGF-Rundschau Nr. 91 - I/1998, Seite 35

Übrigens: Die Sparda-Banken bzw. deren Vorgängerorganisationen sind keine/waren keine Sparkassen (=juristische Person des öffentlichen Rechts; Träger der Sparkassen sind insbesondere Städte und Kreise) sondern waren/sind genossenschaftlich organisiert.

Gruß
Uwe
 
DL8AAM Am: 06.10.2016 21:11:08 Gelesen: 73476# 131 @  
@ Uwe Seif [#130]

Nur zur Ergänzung: Zum Thema Eisenbahndienstsachen "EDS", inklusive deren Einschreibesendungen haben wir bereits hier auch ein zusammengefasstes Thema unter http://www.philaseiten.de/thema/1327 ;-)

Und zur optischen Auflockerung, hier ein älteres Einschreiben aus Italien, genauer vom Post- und Fermeldeministerium in Rom aus dem Jahr 1983:



Einschreiben des Absenders Ministero delle Poste e delle Telecomunicazioni (Direzione Centrale dei Servizi Radioelettrici), frankiert mit 1600 Lire und entwertet per Handstempel ROMA 139 VIALE EUROPA am 27.05.1983. Numerierter Blankoeinschreibezettel mit nachträglich angebrachtem Handstempel ROMA 139.

Gruß
Thomas
 
volkimal Am: 20.10.2016 17:18:29 Gelesen: 72785# 132 @  
Hallo zusammen,

für meine Kalender-Sammlung kaufe ich häufiger Belege in Übersee. Dieser Brief aus Israel wurde aber leider nicht direkt zugestellt:



Ich musste den Brief beim Zoll in Münster abholen. Also 80 km Fahrt für einen Warenwert von knapp über 10 Euro.

Dass ich einen Brief beim Zoll abholen musste, ist bisher noch nicht vorgekommen. Wovon hängt das ab? Ich habe wie gesagt schon viele Briefe aus Übersee bekommen - häufig auch als Einschreiben. Kann es daran gelegen haben, dass es ein gefütterter Umschlag mit zusätzlich eingelegter Wellpappe war?

Viele Grüße
Volkmar
 
Mondorff Am: 03.11.2016 20:02:54 Gelesen: 72040# 133 @  
Dienstbrief der Direction Générale des Postes et Télécommunication der Volksrepublik Benin an den damaligen FIP-Präsidenten Dr. Léon Pütz in Luxemburg.



R-Brief vom 27.3.1978 ab Cotonou RP mit rückseitig angebrachtem Ankunftstempel Luxembourg 1 vom 1.4.1978

Freundlichen Gruß
DiDi
 
eifelsammler Am: 10.11.2016 10:06:32 Gelesen: 71724# 134 @  
Hallo!

Habe eben gerade in einem Einschreibebrief eines Briefmarkenhändlers nach Tonga folgendes Schreiben gefunden:

Wie zu vermuten war gab es auch schon früher Menschen die Probleme mit "Mein" und "Dein" hatten! Im Forum finden sich ja leider auch immer wieder Mitteilungen über verloren gegangene Sendungen!?



Viele Grüße

Carsten
 
Totalo-Flauti Am: 19.03.2017 15:17:11 Gelesen: 65683# 135 @  
Liebe Sammlerfreunde,

in der Vorphilazeit gab es noch keine Zettel, um eingeschriebene bzw. recommandierte Briefe zu kennzeichnen. In der Regel wurden die Briefe mit Rötelkreuzen gekennzeichnet. Die eingeschriebenen Briefe wurden auch lange Zeit als Chargé-Briefe bezeichnet. In verschiedenen Ländern gab es nach 1800 auch teilweise entsprechende Chargé-Stempel, die auf den Briefen abgeschlagen wurden. Auch war für die besondere Leistung ein entsprechend höheres Entgelt von Nöten.

Mein abgebildeter Brief vom 19.8.1780 stammt aus Hamburg. Die Art der Zahlung der Taxe für die Strecke Hamburg Leipzig war zwischen franco (Absender zahlt die Taxe) oder porto (Absender zahlt die Taxe) wählbar. Hier als Porto-Brief musste der Adressat 10 Groschen zahlen. Statt einer Gewichtsangabe lagen lt. Angabe dem Brief 5 Dokumente bei. Die Taxierung ist für diese Zeit leider nicht ganz so einfach. Insbesondere die Berücksichtigung der Gewichtsprogression ist nicht einfach nachzuvollziehen.

Lt. eines mir vorliegenden Postberichtes aus Leipzig vom Mai 1784 kostete der einfache unbeschwerte Brief nach Hamburg 3 Groschen mit der fahrenden Post und 2 Groschen mit der reitenden Post. Mit den 5 Dokumente wird der Brief schwerer gewesen sein als ein einfacher Brief. Aus sächsischer Sicht wurde damals bei der Gewichtsprogression anfangs sogar nach Anzahl der im Brief enthaltenen Foliobogen gezahlt. Davon würde ich hier fast ausgehen, da keine Gewichtsangabe in Loth angegeben wurde. Weiterhin bestand die Möglichkeit, dass die Charge-Gebühr bereits vom Absender übernommen wurde. So hat der Absender "nur noch" die reine Portotaxe zu zahlen. Leider gibt der Brief diesbezüglich nichts weiter her.

Mit lieben Sammlergrüßen

Totalo-Flauti.


 
formel1 Am: 20.03.2017 19:16:21 Gelesen: 65590# 136 @  
Seit 01.03.2017 werden von der DP AG die eingehenden Einschreiben aus dem Ausland nicht mehr "umgelabelt", sondern die Schalter-Terminals können nun dank neuer Software die ausländischen Labels einscannen.

Für die Zusteller wurde ein Projekt mit Smartphones zum Abscannen eingerichet, ob und wann diese allgemein eingeführt werden, ist nicht bekannt.

Sollte das Scannen der ausländischen Labels nicht funktionieren, müssen die Einschreibe-Nummern von Hand im Scanner bzw. am Schalter-Terminal eingegeben werden.

Grüße,

formel1
 
Gerhard Am: 21.03.2017 19:17:34 Gelesen: 65494# 137 @  
@ Pete [#1]
und alle Interessierten

Österreichischer Einschreibebrief mit Barfreimachung, oder wie würdet Ihr das bezeichnen mit 2.04 € frankiert und aus dem Rest werde ich nicht ganz schlau.

Sieht aber ganz gut aus, oder?

MphG
Gerhard


 
Totalo-Flauti Am: 01.04.2017 21:15:53 Gelesen: 64757# 138 @  
Liebe Sammlerfreunde,

heute kam dieses Einschreiben. Ich staune, dass der Brief am Schalter überhaupt angenommen wurde. Jedenfalls scheinen die Marken nicht erkannt worden zu sein oder der Postler ist ein Bekannter von Herrn Nahues (....) oder Herr Nahues hat selber eine Postagentur. Ich brauchte jedenfalls kein Nachentgelt zahlen, obwohl der Brief oben auf der Post lag und es auch kein Einwurf-Einschreiben war.

Mit lieben Sammlergrüßen

Totalo-Flauti.


 
18609 Am: 01.04.2017 22:13:06 Gelesen: 64742# 139 @  
@ Totalo-Flauti [#138]

Das sollte der Herr Nahues nicht so oft versuchen, sonst hat er ein Einziehungsentgelt von 30 Euro an der Backe.

Natürlich ist es auch doppelt peinlich für die Post, schade das man den Auslieferungsbeleg nicht einsehen kann.

Gruß
18609
 
Journalist Am: 02.04.2017 14:08:07 Gelesen: 64660# 140 @  
@ 18609 [#139]
@ Totalo-Flauti [#138]

Hallo ihr beiden,

dass das Einschreiben erst jetzt ankam, kann ich nicht recht glauben, den die speziellen blauen Nachentgeltaufkleber wurden im Frühjahr 2014 benutzt - das davon nun noch Aufkleber übrig sein sollten, halte ich für sehr unwahrscheinlich.

Auch die von Tosten genannten 30,00 Euro als Einziehungsentgelt habe ich bisher noch nie richtig gelaufen gesehen - zwar wurden hier an anderer Stelle auch schon mal solche Belege abgebildet, aber dort wurde das entsprechende Entgelt falsch angesetzt. Für dieses muss laut Gerüchten eine schriftliche Genehmigung vorliegen, bevor es eingesetzt werden darf.

Viele Grüße Jürgen
 
18609 Am: 02.04.2017 14:20:19 Gelesen: 64654# 141 @  
@ Journalist [#140]

Schau mal die Sendungsverfolgung, Angabe stimmt.
 
Christoph 1 Am: 02.04.2017 20:01:06 Gelesen: 64615# 142 @  
@ Journalist [#140]

Hallo Jürgen,

nicht nur die Sendungsverfolgung liefert eine Bestätigung, auch das Stempeldatum 30.3.17 lässt sich entziffern. Wird wohl schon so sein, wie totalo-flauti geschrieben hat. Offenbar gibt es an manchen Stellen bei der Post eben doch noch ganz akribische Mitarbeiter.

Gruß, Christoph
 
Journalist Am: 03.04.2017 11:53:36 Gelesen: 64535# 143 @  
@ 18609 [#141]

Hallo 18609,

ich muss zugeben, bei der Sendungsverfolgung habe ich nicht nachgeschaut

und

@ csjc13187 [#142]

Bezüglich des Stempeldatums habe ich erst beim zweiten Mal dann in der einen Ecke doch noch etwas lesbares gefunden - da hast Du Recht Christoph.

Unabhängig davon, bleibt aber festzuhalten, dass der dort benutzte blaue Nachentgeltaufkleber für einen Versuch im Frühjahr 2014 für 3 Monate befristeten Versuch vorgesehen war und nun scheinbar doch nach so langer Zeit auftaucht - vermutlich ein Restbestand (damit hatte ich nicht gerechnet bzw. war von den Annahme ausgegangen, das alle diese Aufkleber damals zeitnah verbraucht wurden) - denn von einer neuen Ausstattung bezüglich dieser postalischen Aufkleber habe ich bis heute nichts gehört.

Weiter bleibt die Aussage bestehen, das das spezielle Einziehungsentgelt in Höhe von 30,00 Euro nur mit schriftlicher Zustimmung von oben benutzt werden darf. In der Praxis ist mir hier bisher noch kein Fall bekannt, wo diese Regelung angewandt worden ist.

viele Grüße Jürgen
 
wajdz Am: 07.04.2017 16:56:00 Gelesen: 64144# 144 @  
Innerhalb Bielefeld:

Briefporto 20 g -Standard- 30 mit Zusatzleistung Einschreiben 80 = 110



MischF MiNr 506(10), 457(40), 459(30) = 110

TSt 48 BIELEFELD 4 d 11.11.68 R-Zettel 088/48 Bielefeld 4, vermutlich Lagerfriststempel

MfG Jürgen
 
cilderich Am: 08.04.2017 12:33:04 Gelesen: 64050# 145 @  
Hier zeige ich einen Beleg aus Österreich per Einschreiben aus der quasi Gegenwart. Das Interessante besteht einerseits natürlich in der gestempelten Verwendung der "Trachtenmarke", aber auch hier handelt es sich eben um ein postgültiges Wertzeichen, aber andererseits hat Österreich auch zwei Portostufen für das Einschreiben, im Inland 2,20 Euro und 2,85 für das Ausland.

Beste Grüße cilderich


 
Totalo-Flauti Am: 30.08.2018 09:50:19 Gelesen: 23577# 146 @  
Liebe Sammlerfreunde,

im Anhang zeige ich Euch einen rekommandierten = eingeschriebenen Brief aus dem sächsischen Postbezirk von Leipzig nach Altenburg vom 23.3.1861. Für die Kennzeichnung eingeschriebener Briefe wurden bei vielen Postämter der Zackenrechteckstempel "Recomandirt" angeschafft. Er wurde regelmäßig in Rot abgeschlagen.

Der Brief wurde porto versandt. Der Absender hatte das Porto zu bezahlen. Entgegen den Verhältnissen im DÖPV wurde im sächsischen Postbezirk kein "Strafporto" in Form eines zusätzlichen Neugroschen bei Portobriefen gefordert. Da auch der Inhalt vorliegt, kann ich den Brief wiegen. Mit 29 Gramm wog er fast 2 Loth. Altenburg lag mit 5 Meilen Entfernung von Leipzig aus noch im ersten Entfernungsrayon. Mit der Gewichts- und Entfernungsprogression kostete der Brief 1 Neugroschen. Die Rekommandation kostete zusätzlich 2 Neugroschen. Zusammen mußte der Empfänger die in Blau ausgezeichneten 3 Neugroschen zahlen. Der Brief wurde in Altenburg im ersten Bestellgang ausgetragen.

Im Leipziger Oberpostamt gab es wahrscheinlich einen eigenen Schalter für eingeschriebene Briefe. Der Postbeamte hatte zur Unterscheidung einen eigenen Stempel. Dieser ist an der Schriftart (Grotesk) zu erkennen. Dieser Grotesk-Stempel kommt bisher nur auf eingeschriebene Briefen vor. Nach Sammlerfreund Klaus Fritzsche "Die Entwicklung der Leipziger Poststempel" Band I wurde der Stempel von 1860 bis 1867 verwandt.

Mit lieben Sammlergrüßen

Totalo-Flauti.


 
Totalo-Flauti Am: 31.08.2018 21:27:03 Gelesen: 23408# 147 @  
Liebe Sammlerfreunde,

ich hab noch ein paar nette Einschreiben aus Leipzig. Diese wurden vom Postkunden mit den entsprechenden Marken frei gemacht und dann durch einen sogenannten Einschreibe-Automaten der Post zum Versand gegeben. Dieser hat dann auf dem Brief einen unübersehbaren Stempel in rot hinterlassen. Der Postkunde hat im Anschluß auch eine Quittung vom Automaten erhalten. In der Zeit von 1909 bis 1931 wurden im Deutschen Reich an 23 Standorten entsprechende Automaten der Deutschen Post- und Eisenbahn- Verkehrswesen- Aktiengesellschaft in Staaken bei Berlin aufgestellt. In Leipzig selbst gab es im Postamt 5 und Postamt 13 jeweils ein Automat. der aus dem Postamt 13 wurde später 1925 zum Postamt 1 umgesetzt. Einen Brief vom Postamt 1 und eine Quittung konnte ich bisher noch nicht für meine Sammlung finden. Aus Leipzig gibt es ca 50 bis 60 bekannte Belege (Briefe und Quittungen). Weiter Ausführungen zu den Einschreibe-Automaten findet Ihr auf der Seite von Sammlerfreund Dr. Edo-Meino Eden [1].

Mit lieben Sammlergrüßen

Totalo-Flauti.



Brief vom 28.101929 im Fernverkehr 15 Pfennige und Einschreibegebühr 30 Pfennige



Brief vom 30.11.1921 im Fernverkehr 80 Pfennige und Einschreibegebühr 1,00 Mark (5 Pfennige überfrankiert)



Brief vom 12.09.1922 im Fernverkehr 12,00 Mark und Einschreibegebühr 8,00 Mark



Brief vom 09.10.1923 im Ortsverkehr 0,8 Mill.Mark, Einschreibegebühr 2 Mill.Mark und Eil-Zustellgebühr 4 Mill.Mark, verklebt wurden hier aber 3,6 Mill Mark. Da fehlt noch was und ich kann's nicht entdecken. Selbst bei einer Drucksache mit 0,4 Mill.Mark fehlt noch einiges an Porto.

[1] https://www.postautomation.de/briefannahme/einschreibautomaten-1909-bis-1931/
 
Totalo-Flauti Am: 16.11.2018 17:22:22 Gelesen: 17701# 148 @  
@ [#146]

Liebe Sammlerfreunde,

in Kaiserreich wurde der "Recomandirt"-Stempel unter anderen in schwarz abgeschlagen. Hier auf einem Einschreiben aus Leipzig nach Frankfurt a.M. vom 31.07.1874. Der R-Stempel ist schon deutlich ramponiert.

Mit lieben Sammlergrüßen

Totalo-FLauti


 
10Parale Am: 04.02.2019 20:54:11 Gelesen: 13453# 149 @  
Ich war heute auf der Post und wollte ein Einschreiben mit Rückschein nach Dänemark aufgeben.

Die freundliche Postangestellte gab mir einen rosafarbenen Zettel zum Ausfüllen. Als ich fertig war, sagte sie plötzlich, dass es für Dänemark diese Versendungsform nicht gäbe, lediglich ein ganz normales Einschreiben. Also hatte ich den rosa Schein umsonst ausgefüllt.

Ich liess das Einschreiben dann wenigstens noch versichern.

Frage:

Was ist das für ein Europa, wo solch eine Versendungsform nicht möglich ist, was aber vor 100 Jahren noch funktionierte?

Liebe Grüße

10Parale
 
Heinrich3 Am: 05.02.2019 09:53:20 Gelesen: 13389# 150 @  
Hallo,

die dänische Post fährt ja derzeit auf Sparflamme zu Höchstpreisen und steuert nach meiner Meinung auf eine Art Konkurs hin. Also wird aller "Ballast" aufgegeben. Das hat aber mit Europa nichts zu tun, sondern mit der Privatisierung der Monopol-Postbetriebe.

Meint
Heinrich
 
DL8AAM Am: 05.02.2019 16:45:30 Gelesen: 13335# 151 @  
@ DL8AAM [#128]

Scheinbar gibt es zwischenzeitlich auch neue Versionen des Einschreibelabels der Deutschen Post, Formular- bzw. Material-Nummer 912-671-000 ("Universal-Label Rolle à 500 Stück zur manuellen Aufbringung" [durch den Kunden]).

Bisher kannte ich nur die "912-671-000" Einschreibelabels ohne "Herstellerkennung" und mit "envi" (Firma "enve print services GmbH" aus 86356 Neusäß) sowie das "912-657-650"-Label (Einschreiben aus dem Ausland) mit Zusatz "NP" (Firma "Nova Print" aus 55457 Gensingen) [1].

Hier nun ein Label (abgerundete Ecken unten, 90°-Ecken oben) mit dem Zusatz ET. Die DPAG hat also wohl eine neue/weitere (?) Druckerei mit der Herstellung der Labels beauftragt. Leider ist mir diese derzeit aber noch unbekannt.



ET 912-671-000

Gruß
Thomas

[1] https://www.philaseiten.de/beitrag/54344 & https://www.philaseiten.de/beitrag/54399
 

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