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Thema: Altdeutschland Preussen Belege
Das Thema hat 1027 Beiträge:
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Magdeburger Am: 20.04.2020 16:36:16 Gelesen: 11693# 1003 @  
@ volkimal [#1002]

Hallo Volkmar,

laut den Infos, welche ich gefunden habe, ist das Amtshaus von Bork heute Teil von Selm [1] und so ist die Luftlinie nach Nordkirchen nur 5,71 km[2] und damit unter einer Meile.

Eine preussische Meile waren 2000 Ruten, was wiederum 7,532 km sind.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Amt_Bork
[2] https://www.luftlinie.org/Selm,Nordrhein-Westfalen,DEU/Nordkirchen,Nordrhein-Westfalen,DEU
 
volkimal Am: 20.04.2020 16:50:19 Gelesen: 11688# 1004 @  
@ Magdeburger [#1003]

Hallo Ulf,

es stimmt zwar, dass Bork heute zu Selm gehört. Damals war Selm aber noch sehr winzig und unbedeutend. Es wurde postalisch so weit ich weiß von Lüdinghausen versorgt. Die erste Postagentur in Selm öffnete erst 1873, in Bork gab es dagegen schon seit 1825 eine Postexpedition. Das Amtshaus der Stadt Selm steht auch heute so wie früher in Bork.

Viele Grüße
Volkmar
 
Fips002 Am: 25.04.2020 17:16:11 Gelesen: 11258# 1005 @  
Brief von Verden, 30.3.1867, über London, 01.04.1867, nach Liverpool.

Freigemacht ist der Brief Mi.Nr. 17 und 18. Gebühr nach Liverpool 5 Silbergroschen.




Dieter
 
Magdeburger Am: 26.04.2020 12:46:24 Gelesen: 11177# 1006 @  
Liebe Sammelfreunde,

hier ein netter Beleg aus Rathenow:



Am 03.09.1867 wurde eine Kiste von 3 Pfund 20 Loth an den Uhrmacher Herrn C. Baumann (in) Magdeburg Neue Neustadt Breite Weg aufgegeben. Die Neue Neustadt war zu dieser Zeit kein Stadtteil von Magdeburg, sondern eine eigene Stadt. Allerdings wurde diese ursprünglich von den Landbriefträgern von Magdeburg aus versorgt. Mit der Aufnahme einer regelmäßigen Omnisbusverbindung wurde die Post auch zwischen den beiden Postämtern geregelt.

Der vorderseitige Stempel von Neustadt-Magdeburg resultiert von der Paketausgabe.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Magdeburger Am: 30.04.2020 16:22:09 Gelesen: 10782# 1007 @  
Liebe Sammelfreunde,

hier ein netter Beleg vom 25.08.1865:



Aufgegeben wurde er am Zug in Magdeburg, wo er von den Berliner Beamten des Eisenbahnpostamt Nr. 1 mit Sitz in Berlin, dem die Strecke Berlin-Magdeburg-Braunschweig-Minden zugeordnet war, bearbeitet wurde. Schon am Folgetag war er in Posen. Er ist mit 3 Sgr. tarifgerecht frankiert für einen einfach schweren Brief über 20 Meilen Entfernung.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Magdeburger Am: 10.05.2020 09:47:43 Gelesen: 9347# 1008 @  
Liebe Sammelfreunde,

heute mal drei Umschläge an Pauline Schoch:



Beide Umschläge sind aus Zerbst nach Dessau gesendet wurden - siegelseitig jeweils nur ein Ausgabestempel.



Diesmal stammt er aus Dessau und lief nach Königsaue bei Aschersleben.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
bayern klassisch Am: 10.05.2020 10:07:32 Gelesen: 9342# 1009 @  
@ Magdeburger [#1008]

Lieber Magdeburger,

eine schöne Stempelstudie, wie ich finde: Faul mit nur einem Stempel, dann waagrecht Zweie und senkrecht Zweie; tolle Sache und kann man so auf einer A4 - Seite zeigen (wenn man will).

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
Magdeburger Am: 13.06.2020 09:40:58 Gelesen: 5207# 1010 @  
Liebe Sammelfreunde,

hier ein Beleg um 1860 von Dessau in das ca. 9 Meilen entfernte Brandenburg an der Havel:



Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
bayern klassisch Am: 13.06.2020 09:49:19 Gelesen: 5202# 1011 @  
@ Magdeburger [#1010]

Lieber Magdeburger,

Scans verwechselt?

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
Magdeburger Am: 13.06.2020 10:08:51 Gelesen: 5198# 1012 @  
@ bayern klassisch [#1011]

Lieber Bayern Klassisch

leider ja.

Hier die richtige Vorderseite:



Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
bayern klassisch Am: 13.06.2020 11:43:01 Gelesen: 5191# 1013 @  
@ Magdeburger [#1012]

Na, das sieht doch schon viel besser aus. :-)

Danke fürs Zeigen, dir ein schönes WE und liebe Grüsse,
Ralph
 
Lars Boettger Am: 02.07.2020 22:40:57 Gelesen: 3923# 1014 @  
Köln - Diekirch, Abgangsstempel Coeln-Bahnhof, am 29.1.1866 abgestempelt, rückseitig Transitstempel Luxemburg vom 31.1.1866. Kein Ankunftsstempel in Diekirch. Mit 2 Groschen frankiert, 2. Rayon DÖPV, 1. Gewichtsstufe. Seltene Leitwegangabe "per St. Vith" - wahrscheinlich lief der Brief aber über Bonn - Koblenz - Bingerbrück - Trier. Das würde auch die Transitzeit von ca. 2 Tagen erklären.

Beste Grüße!

Lars


 
Olilux Am: 03.07.2020 19:38:14 Gelesen: 3845# 1015 @  
@ Lars Boettger [#1014]

Hallo Lars,

kannst du bitte auch die Rückseite zeigen, die vielleicht mehr Aufschluss gibt?

Wieso vermutest du, dass der Brief den Umweg über Koblenz - Trier nahm? Aus dem Raum Aachen - Coeln kamen doch die Briefe über St Vith, resp. über die Grenzübergangsposten Obersgegen (D) - Diekirch (L) (ab 1861 Vianden) nach Luxemburg. Deine Argumentation würde mich interessieren, da ich dies auch zur Zeit analysiere.

Olivier
 
Lars Boettger Am: 03.07.2020 20:22:09 Gelesen: 3829# 1016 @  
@ Olilux [#1015]

Salut Olivier,

ich kann mich nur auf den Transitstempel aus Luxemburg stützen. Es gibt weder einen Grenzübergangsstempel St. Vith, Troisvierges, Weiswampach, Obersgegen oder Trier. Ich kann nur das Argument ins Feld führen, dass der Weg über Luxemburg ein Umweg wäre, wenn er dann wieder zurück nach Diekirch gelaufen wäre. Ich habe noch etwa sechs weitere Belege Luxemburg-Preussen, die ich nach und nach vorstellen kann und die nachvollziehbar über Weiswampach - St. Vith gelaufen sind.

Beste Grüße!

Lars
 
Olilux Am: 03.07.2020 20:40:10 Gelesen: 3817# 1017 @  
@ Lars Boettger [#1016]

Danke Lars,

stimmt, der Transitstempel Luxemburg kam nur in Frage über Trier, kannst du bitte die Rückseite mit diesem Stempel zeigen? Die Grenzübergänge Preussen-Luxemburg sind ein interessantes noch weit unerforschtes Thema.

Olivier
 
Lars Boettger Am: 03.07.2020 23:40:15 Gelesen: 3787# 1018 @  
@ Olilux [#1017]

Salut Olivier,

ich habe den Beleg so gescannt, wie ich ihn erhalten habe. Die Faltung ist nicht original, aber man kann schön den Luxemburg-Stempel erkennen.

Beste Grüße!

Lars

(falls gewünscht, dann scanne ich nur die Rückseite, aber da ist viel blaues Papier um einen kleinen Stempel herum)


 
bayern klassisch Am: 04.07.2020 09:52:28 Gelesen: 3748# 1019 @  
@ Lars Boettger [#1018]

Liebe Freunde,

noch etwas Prinzipielles zu den Leitwegsvorgaben der Korrespondenten innerhalb des DÖPV: Diese waren sicher alle nett gemeint, hatten jedoch keinen Anweisungscharakter für die involvierten Postbehörden; diese spedierten ihre Sendungen so ab, wie sie es für richtig (= schnell) erachteten.

Eine Ausnahme bildeten Sendungen der Vormarkenzeit bzw. ins Postvereinsausland, die frankiert aufgegeben wurden, weil hier der Leitweg sehr wohl eine maßgebliche Rolle bzgl. des Frankos spielte. Es mag in den Beispielen Preussen - Luxemburg auch darauf angekommen sein, zu welcher Uhrzeit bzw. an welchem Tag die Aufgabe der Briefe erfolgte, um nach den Fahrplänen noch den einen Zug zu erreichen, oder wenn dieser weg war, noch eine "schnelle" Kutsche zu erwischen.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Lars Boettger Am: 04.07.2020 10:04:30 Gelesen: 3745# 1020 @  
@ bayern klassisch [#1019]

Hallo Ralph,

herzlichen Dank für Deine Anmerkung! Ich hatte mich bisher mit dem Thema "Leitweg über den Norden Luxemburgs" noch nicht intensiv beschäftigt. Für mich ist es bemerkenswert, dass ein Postnutzer eine Leitwegangabe überhaupt vermerkt hat. Dass die preußische Post das zu Gunsten einer schnellen Spedierung ignoriert hat, ist fast schon zweitrangig. Der Absender musste trotzdem nur 2 Silbergroschen bezahlen, auch wenn der zurückgelegte Weg weitaus länger war.

Anbei noch ein weiterer Beleg aus Luxemburg nach Preußen: Troisvierges nach St. Vith, aufgegeben am 20. Dezember 1867, frankiert mit 12 1/2 Centimes = 1 Silbergroschen für den 1. DÖPV-Rayon (wird bei Beschreibungen oft als "Grenztarif" beschrieben, was nicht richtig ist). Rückseitig Ausgabestempel St. Vith. Ich habe seit Jahren nach so einer Frankatur gesucht. Die farbig durchstochenen Marken von Luxemburg sind in der Verwendung in den DÖPV allesamt nicht häufig.

Beste Grüße!

Lars


 
bayern klassisch Am: 04.07.2020 10:54:21 Gelesen: 3735# 1021 @  
@ Lars Boettger [#1020]

Lieber Lars,

wenn man den DÖPV (und dann noch vor allem Luxemburg!) sammelt, stellt man schnell fest, was es alles nicht, oder kaum einmal gibt. Selbst simple Briefe wie der hier werden dann zu kleinen Kostbarkeiten.

Interessant ist für mich immer wieder, dass die Luxemburger bei Briefen in den DÖPV noch mit dem P.D. nachstempelten, obwohl das sonst im Postverein keine andere Postverwaltung tat; vlt. waren sie doch eher in ihrem Herzen Franzosen, die diese Stempel für Auslandsbriefe immer vorrätig hielten?

Liebe Grüsse,
Ralph
 
marc123 Am: 04.07.2020 11:38:13 Gelesen: 3720# 1022 @  
@ bayern klassisch [#1021]

Lieber Ralph,

dass die Luxemburger bei Briefen in den DÖPV noch mit dem P.D. nachstempelten, obwohl das sonst im Postverein keine andere Postverwaltung tat

Der PD Stempel wurde auch noch eine Zeit lang nach dem DÖPV benutzt (bis ca.1875).

Es gibt aber auch Ausnahmen für die Verwendung des PD-Stempels. Beim untersuchen der wenigen Auslandsbriefe vom kleinen Ort Mondorf kristallisierte sich heraus, dass der Ort für Briefe nach Frankreich den PD-Stempel benutzte, und nach Deutschland den FRANCO- Stempel. Dies taten wahrscheinlich auch die Orte Hosingen und Diekirch (das müsste man einmal genauer untersuchen) [1].

Liebe Grüße
Marc

[1] http://phila-dudelange.lu/cphd/index.php?option=com_content&view=article&id=670:ein-einzigartiger-mondorf-brief&catid=73&lang=de&Itemid=268 (Siehe Tabelle 1).
 
bayern klassisch Am: 04.07.2020 11:58:48 Gelesen: 3718# 1023 @  
@ marc123 [#1022]

Lieber Marc,

das ist natürlich außergewöhnlich, zumal der P.D. - Stempel eher französisch, der FRANCO - Stempel aber eher holländisch war, wenn ich mir so meine Auslandsbriefe anschaue.

Ob es da eine Korrelation gab, wo welcher Postbeamte ausgebildet wurde?

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Magdeburger Am: 12.07.2020 08:23:21 Gelesen: 2945# 1024 @  
Liebe Sammelfreunde,

hier ein netter Beleg vom Speditionsverein in Wallwitzhafen Dessau:



Wallwitzhafen liegt in der Mitte der Strecke zwischen Dessau und Rosslau. Gelaufen ist er an einem Tag, dem 31.08.1865 nach Jessnitz, richtig mit 1 Sgr. frankiert.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Magdeburger Am: 19.07.2020 09:16:53 Gelesen: 2301# 1025 @  
Liebe Sammelfreunde,

hier mal ein Brief vom 07.03.1859 von Magdeburg an Einen Wohllöblichen Administration der Messinghütte in Oker bei Goslar.



Für den einfach schweren Brief über 10 bis 20 Meilen reichte das Franco von 2 Sgr. natürlich. 3 Pfennige Bestellgeld wurde noch vorderseitig notiert.
Der Laufweg ist siegelseitig über Wolfenbüttel - Vienenburg? - Oker dokumentiert.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Lars Boettger Am: 19.07.2020 10:03:54 Gelesen: 2290# 1026 @  
@ Magdeburger [#1025]

Hallo Ulf,

der zweite Stempel auf der Rückseite könnte m.E. von "HARZBURG" (bei Oker) sein.

Beste Grüße!

Lars
 
Magdeburger Am: 08.08.2020 10:16:44 Gelesen: 383# 1027 @  
Liebe Sammelfreunde,

hier ein Umschlag mit 2 Sgr. der I. Ausgabe frankiert:



Es ging von Magdeburg "An den Lieutenant im II. Regiment Garde zu Fuß Herrn Udo von Alvensleben Berlin Kaserne in der Friedrichstrasse" wenn ich es richtig entziffere.

Marke sauber mit dem Nummerstempel 906 entwertet.

Eventuell war er der Empfänger:

https://www.familie-von-alvensleben.de/index.php/personen-von-historischem-interesse-mainmenu-34/1800-1850-mainmenu-192/udo-gebh-ferdinand-1814-1879-mainmenu-200

Mit freundlichem Sammlergruss
 

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