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Thema: Altdeutschland Preussen Belege
Das Thema hat 954 Beiträge:
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bayern klassisch Am: 20.05.2019 18:54:05 Gelesen: 13982# 930 @  
@ Stamps99 [#928]

Hallo Ralf,

weitergeleitete Porto - Recobriefe sind große Raritäten. Glückwunsch zu dieser "Bombshell". :-)

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Stamps99 Am: 20.05.2019 19:47:39 Gelesen: 13969# 931 @  
@ Magdeburger [#929]

Ich dachte, Weiterleitungen innerhalb eines Entfernungsrayons wären kostenfrei gewesen?

Zumindest waren sie es in Hannover und die preußische Post hat doch bei Übernahme die örtlichen Moderationen übernommen?



@ bayern klassisch

Dank für die Glückwünsche, da die frankierten Besonderheiten schnell meinen Rahmen überschreiten, versuche ich es bei den unfrankierten und freue mich, wenn ich da etwas hübsches statt einer Pizza Margherita kaufen kann.

Gruß Ralf
 
bayern klassisch Am: 20.05.2019 21:38:17 Gelesen: 13933# 932 @  
@ Stamps99 [#931]

Hallo Ralf,

Pizzapreise sind mir die Liebsten - so viele Briefe gibt es gar nicht, wie ich für den Preis gerne kaufen würde, wenn sie außergewöhnlich sind.

Wenn der Brief ausgeliefert worden war und erst später wieder eingeliefert wurde (also den Postlauf verlassen hatte), dann kostete die Weiterleitung schon Geld.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Stamps99 Am: 21.05.2019 10:43:23 Gelesen: 13809# 933 @  
@ bayern klassisch [#932]

Hallo Ralph,

Wenn der Brief ausgeliefert worden war und erst später wieder eingeliefert wurde (also den Postlauf verlassen hatte), dann kostete die Weiterleitung schon Geld.

Das ist genau der Punkt, wo meine Verständnisschwierigkeiten anfangen:

Bei dem in Post [#905] vorgestellten Brief war man sich noch einig, dass eine Weiterleitung eines nicht zugestellten Briefes kostenfrei war. Wenn also dieser Brief in Herzberg nicht zugestellt worden ist, fehlt ein Grund für die Erhöhung des Portos auf 6 Sgr.

Wenn der Brief aber in Herzberg erst zugestellt wurde und dann wieder eingeliefert, hätte dann der Empfänger in Herzberg nicht die 5 Sgr Porto beim Empfang zahlen müssen und bei einer Neuaufgabe wieder zurückbekommen müssen, damit die Portobelastung bestehen bleibt?

Das kommt mir nicht wie eine postalische Verfahrensweise vor, vielleicht verstehe ich da etwas grundfalsch.

Gruß Ralf
 
bayern klassisch Am: 21.05.2019 12:18:51 Gelesen: 13795# 934 @  
@ Stamps99 [#933]

Hallo Ralf,

aber so scheint es gewesen zu sein: Für 5 Groschen ausgeliefert, dann mit dem Brief zur Post und mit neuer Adresse versehen auf seine Reise geschickt. Dann die falschen 5 gestrichen, das Geld ersetzt und auf 6 Groschen upgegradet.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Magdeburger Am: 21.05.2019 13:50:02 Gelesen: 13743# 935 @  
@ Stamps99 [#931]

Hallo Ralf

was ist auf der Siegelseite?

Rein von der Taxierung sieht es nach einer kostenpflichtigen Weiterleitung auf, was auch auf Anweisung des Adressaten erfolgt sein konnte. Dazu hinterlegte man die neue Adresse beim Postamt.

Diesem Exponat - leicht verändert (verbessert) habe ich in Zörbig ausgestellt: Dort sind nur Retouren und Weiterleitungen, teilweise in Kombinationen zu sehen.

https://www.philaseiten.de/album/zeige/265

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Stamps99 Am: 22.05.2019 19:59:00 Gelesen: 13510# 936 @  
@ Magdeburger [#935]

Hallo Ulf,

auf meinem Brief sind rückseitig sind nur Ak-O von Herzberg und Osterode vom selben Tag. Dein hübsches Exponat kenne ich, schon erstaunlich, was man mit "Magdeburg" alles anfangen kann.

Leider bringt es mir keine Klarheit bezüglich der Frage, wann Weiterleitungen kostenpflichtig sind oder nicht - offenbar gibt es Beides.

Gruß Ralf
 
Stamps99 Am: 23.05.2019 16:31:38 Gelesen: 13382# 937 @  
Hallo,

das der nächste Brief einen Nachsendevermerk trägt, ist rein zufällig, erstaunlicherweise zeigt er trotzdem nur je einen Aufgabe- und Ausgabestempel.
Zeigen möchte ihn aus einem anderen Grund:

Der Deutsche Krieg vom Sommer 1866 hat in der Philatelie wenig Spuren hinterlassen, Feldpost ist im Vergleich zu späteren Kriegen selten und auch normale Post, die durch das Kriegsgeschehen verhindert, verzögert oder umgeleitet wurde, ist schwer zu finden. Der Krieg war ja auch schnell vorüber, die Kampfhandlungen beschränkten sich auf zwei Wochen im Juni/Juli und nach heutigen Maßstäben erforderte er wenig Opfer.

Auf preußischer Seite fielen 99 Offiziere, einer davon war der Premier-Leutnant Herrmann von Massenbach vom 5. Brandenburgischen Infanterieregiment 48. Er fiel in einer der größeren Auseinandersetzungen bei Gitschin in Böhmen.

In dem Schreiben an die Witwe des Leutnants wird ihr nebst dem Bezug ihrer Witwenrente in Höhe von 200 Thalern jährlich eine zusätzliche Beihilfe in gleicher Höhe bewilligt.



Gruß Ralf
 
bayern klassisch Am: 23.05.2019 18:20:28 Gelesen: 13358# 938 @  
@ Stamps99 [#937]

Hallo Ralf,

schönes Stück - Gratulation!

Aber mit der Dauer der Kampfhandlungen liegst du ein bisserl schief.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Stamps99 Am: 23.05.2019 20:07:52 Gelesen: 13345# 939 @  
@ bayern klassisch [#938]

Hallo Ralph,

soweit es Preußen betrifft, waren m.E. die großen Schlachten nach Königsgrätz geschlagen - die folgenden 3 Wochen mit Flucht und Verfolgung Richtung Brünn und Wien bis zum Waffenstillstand und Vorfrieden fielen da nicht sehr ins Gewicht.

Gruß Ralf
 
bayern klassisch Am: 23.05.2019 20:18:37 Gelesen: 13344# 940 @  
@ Stamps99 [#939]

Hallo Ralf,

na ja, in Bayern und Hessen ging der Kampf ja weiter - Österreich war ja nur ein Gegner, die süddeutschen Staaten waren die anderen Gegner.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Magdeburger Am: 25.05.2019 10:02:52 Gelesen: 12951# 941 @  
Liebe Sammelfreunde,

hier ein Postvorschußbrief aus Dessau vom 13.12.1865



über 25 Sgr. an den Mühlenbesitzer Herrn August Johns aus Beinde? z.Z. in Groß-Alsleben über Hadmersleben.

Das Porto berechnet sich wie folgt:

25 Sgr. Postvorschuß
1 Sgr. Procura
1 Sgr. Briefporto bei 0-10 Meilen = Gesamt 27 Sgr.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Magdeburger Am: 30.05.2019 10:28:02 Gelesen: 11990# 942 @  
Liebe Sammelfreunde,

heute mal dies:



Am 06.10.1861 wurde ein 19 Pfund 15 Loth schweres Paket von Raguhn nach Cönnern versendet. Das Porto berechnet sich wie folgt:

1 1/2 Pfennige * 20 Pfund * 1. Entfernungsstufe (0-5 Meilen) = 30 Pfennige = 2 1/2 Sgr.

Dies wurde sowohl vorder- als auch siegelseitig notiert. Alles, incl. der Paketausgabe, geschah an diesem einem Tag.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Magdeburger Am: 02.06.2019 07:44:09 Gelesen: 11670# 943 @  
Liebe Sammelfreunde,

heute mal zwei Belege, welche nicht aus meiner Sammlung sind. Ich danke dem Sammler dafür, dass seine "Bilder" veröffentlicht werden dürfen.



Als erstes eine Ganzsache, welche in Gernrode entwertet wurde und nach Bad Wildungen gelaufen ist. Siegelseitig sehen wir, dass der Brief nach Sachsa am Harz nachgesendet werden sollte.

Ausserdem erkennen wir noch eine "2", welche von einem Landbriefkasten aus der Umgebung von Gernrode stammt.



als zweites ein Brief, welche in Coswig gestempelt wurde und nach Coswig adressiert wurde. Auch hier finden wir siegelseitig einen Landbriefkastenstempel mit der Nummer 289. Der Inhalt ist noch weitgehend erhalten, jedoch die Qualität ist grausam.



Trotzdem läßt sich erkennen, dass er in Buko am 3. April 1860 geschrieben wurde, so dass vermutet werden kann, dass auch dort der Landpostbriefkasten stand.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Magdeburger Am: 06.06.2019 11:17:14 Gelesen: 11198# 944 @  
Liebe Sammelfreunde,

hier ein Beleg, wie ich ihn schon lange suchte:



Aufgegeben wurde der zwar nicht perfekte Brief am (Magdeburg-) Neustädter Bahnhof am 14.11.1854, welcher adressiert nach St. Catharinenberg prest(iert?) Olberhau gelaufen ist.

Frankiert mit einer 3 Sgr.-Marke welche mit dem Nummerstempel 907 entwertet wurde. Der daneben abgeschlagen Ortsstempel mit dem Zusatz Bahnhof II ist diesmal recht ordentlich.

Siegelseitig erkennt man schwach die sächsischen Ausgabestempel.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Magdeburger Am: 08.06.2019 15:51:51 Gelesen: 11133# 945 @  
Liebe Sammelfreunde,

heute wieder was aus Magdeburg:



Brief vom 11.01.1859 nach Hoym - siegelseitig leider unkomplett, so dass ein eventuell vorhandener Ausgabestempel nicht vorhanden ist.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Magdeburger Am: 16.06.2019 13:51:50 Gelesen: 10473# 946 @  
Liebe Sammelfreunde,

heute geht von Magdeburg "An die Königliche Post-Expedition in Arendsee".



Der Brief war eingeschrieben und man bat um schnelle Erledigung. Die Portofreiheit war declariert als "Allerhöchste Reise-Sache". Leider ist siegelseitig nicht, jedoch vermute ich, dass das Schreiben von der Post selbst kam. Postbeamte wurden hin und wieder auch in andere Postämter eingesetzt. Die dafür nötige Anreise war natürlich frei.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
bayern klassisch Am: 16.06.2019 19:24:10 Gelesen: 10446# 947 @  
@ Magdeburger [#946]

Lieber Magdeburger,

bei Bayern habe ich ein Faible für solche Postinternbriefe, weil sie

a) kaum erhalten blieben und
b) oft, wenn auch nicht immer, im Inhalt Verhältnisse vermitteln, die wir sonst gar nicht erst kennen würden.

Der hier ist herrlich und alles andere als häufig - allerhöchste Reise - Sache, wer hat denn jemals von solch einer Franchise gehört? Ich jedenfalls nicht.

Danke, dass ich das mal sehen durfte.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
Magdeburger Am: 17.06.2019 16:57:36 Gelesen: 10406# 948 @  
@ bayern klassisch [#947]

Lieber Bayern Klassisch,

auch ich finde, wie sicher auch noch andere, postinterne Belege interessant. Durch die Anschrift und auch der Kenntnis aus Acten im Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt in Dessau, habe ich so auch meine Vermutung aufgestellt.

Die Franchise habe ich bis dahin auch noch nie (bewusst) gesehen.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Magdeburger Am: 22.06.2019 16:30:44 Gelesen: 10095# 949 @  
Liebe Sammelfreunde,

heute ein Brief der Zuckerfabrik Glauzig nach Schackenthal bey Bernburg.



Die Bearbeitung erfolgte handschriftlich im Zug in Richtung Bernburg am 24.09.1862 um 20 1/2 Uhr in Cöthen.

Eine Uhrzeitangabe war mir bisher komplett unbekannt. Siegelseitig nur der Ausgabestempel von Folgetag.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Baldersbrynd Am: 11.07.2019 16:01:20 Gelesen: 8848# 950 @  
Hallo Preussen Sammler,

Brief aus Halle an der Saale nach Berlin, gesendet am 19.2.1851, Porto 2 Groschen für Brief bis 1 Loth zwischen 10 und 20 Meilen.

Halle Stempel auf der Adressseite kann ich nur finden in F. W. Thalmann Zusammenstellung der Preussischen Poststempel Nr. 116a auf Seite 14. Auf der Siegelseite ein Zugstempel Berlin - Magdeburg 1 R, gestempelt in der Zug von Magdeburg nach Berlin?

Viele Grüße
Jørgen


 
Magdeburger Am: 11.07.2019 16:05:40 Gelesen: 8844# 951 @  
@ Baldersbrynd [#950]

Hallo Jørgen,

der Kursstempel Berlin - Magdeburg ist der der Rücktour, also alles im Lot und höchstwahrscheinlich auch in Magdeburg beim Beginn der Rückfahrt.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Baldersbrynd Am: 11.07.2019 16:32:43 Gelesen: 8834# 952 @  
@ Magdeburger [#951]

Hallo Ulf,

danke für Deine Antwort. Der Brief ist wahrscheinlich auch mit Zug von Halle bis Magdeburg.

Viele Grüße
Jørgen
 
Gernesammler Am: 19.08.2019 20:07:37 Gelesen: 443# 953 @  
Hallo Sammlerfreunde,

Rechnungs-Brief aus Berlin vom 8.6.1854 nach Gotha an Meister Jusatz, dort kam der Brief am 9.6.1854 an.

Für das Franko nahm man einen Dreierstreifen der Preussen Nr.2 und gestempelt wurde mit Ringnummernstempel 103 und Stadtpost Exp:I (KBHW Nr.121) sowie auf der Rückseite der Ankunftsstempel von Gotha (Feuser 1200-5).

Der Brief ist vielleicht nicht der schönste, aber ich fand diesen zu interessant um Ihn liegen zu lassen.

Gruß Rainer




 
bayern klassisch Am: 19.08.2019 20:27:58 Gelesen: 441# 954 @  
@ Gernesammler [#953]

Hallo Rainer,

der Empfänger war Hofschlossermeister, also eher handwerklich begabt.

Liebe Grüsse,
Ralph
 

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