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Thema: Alliierte Besetzung Zehnfachfrankaturen
Das Thema hat 240 Beiträge:
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sentawau Am: 29.07.2025 11:00:00 Gelesen: 20115# 216 @  
@ saeckingen [#215]

Der Absender ist Josef Bäumle. Burg (Baden). Rheinstr. 16.

Das Farbband der Schreibmaschine ist stark abgenutzt, sonst hätte ich kopiert.

Gruß Sentawau
 
saeckingen Am: 29.07.2025 11:25:24 Gelesen: 20107# 217 @  
@ sentawau [#216]

Murg, nicht Burg.

Ok, einen Josef Bäumle kannte ich bisher noch nicht als Sammler aus Murg.

Grüße
saeckingen (6 km rheinabwärts von Murg gelegen)
 
sentawau Am: 26.08.2025 18:30:35 Gelesen: 19107# 218 @  
SBZ Zehnfach-Mischfrankat

Eine schöne Mischfrankatur vom 21.7.1948 auf einem Geschäftsbrief der SBZ. Eine Vignette mit politischer Propaganda macht dieses zeitgeschichtliche Dokument noch interessanter.


 
Jürgen Witkowski Am: 22.09.2025 17:04:27 Gelesen: 17933# 219 @  
Wieder einmal eine einfach zu erkennende Zehnfachfrankatur für einen Ortsbrief innerhalb Berlins. Die Freimachung erfolgte mit 10x 16 Pf (MiNr. 949) aus der II. Kontrollratsausgabe, zusammen 160 Pf. Abgestempelt am 17.7.48 mit dem Tagessstempel Berlin-Pankow c. In Westberlin und der SBZ waren Zehnfachfrankaturen bis zum 31.7.1948 möglich.

Auf der Briefrückseite befindet sich noch ein sowjetischer Zensurstempel.



Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
 
Jürgen Witkowski Am: 23.09.2025 20:05:27 Gelesen: 17797# 220 @  
Leider nicht sonderlich schön gestempelt wurde diese Zehnfachfrankatur für einen Ortsbrief innerhalb von Hamburg, bestehend aus einem senkrechten Zweierstreifen der MiNr. 955 zu 50 Pf und einer MiNr. 956 zu 60 Pf aus der II. Kontrollratsausgabe. Die 160 Pf entsprachen 16 Pf. Die Abstempelung erfolgte am 22.6.48 mit dem Handrollstempel Hamburg 1 o.



Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
 
HWS-NRW Am: 24.10.2025 15:34:10 Gelesen: 16419# 221 @  
Hallo,

heute frisch eingetroffen:



Am 24.6.1948 ging dieser Fernbrief in Richtung Leipzig, aufgegeben von den Diamant-Werken im Postamt SIEGMAR-SCHÖNAU in Sachsen als Zehnfach-Frankatur in den Postverkehr.

Mit Sammlergruß
Werner
 
zonen-andy Am: 21.11.2025 18:26:00 Gelesen: 15476# 222 @  
Hallo,

Postscheckbrief von Mainz nach Berlin NW mit Stempeldatum 23.6.1948. Freigemacht von der 1.Kontrollratsausgabe mit 8x 2 Pf. Mi.Nr.912 und 2x 42 Pf. Mi.Nr.930 mit insgesamt 100 Pfennige.

Könnte dies vielleicht auch eine Zehnfachfrankatur sein? Für eine Antwort wäre ich dankbar.



Grüße
Andreas
 
Frankenjogger Am: 21.11.2025 19:58:23 Gelesen: 15462# 223 @  
@ zonen-andy [#222]

Wenn, dann wäre es eine 10-fach Frankatur, die Gebühr für Postscheckbriefe betrug 10 Pf.

Der Beleg erscheint mir jedoch etwas komisch.

1. Am 23.6.1948 nachmittags (16-17) waren in der Bizone keine 10fach-Frankaturen mehr gültig.
2. Der Stempel sieht komisch aus.
3. Meines Wissens gab es keine offiziellen Finanzdienste zwischen den Westzonen und Groß-Berlin, sowie mit der SBZ.

Ich kann mich aber auch irren.

Viele Grüße,
klemens
 
Dieter 66 Am: 21.11.2025 23:08:24 Gelesen: 15430# 224 @  
@ zonen-andy [#222]
@ Frankenjogger [#223]

Hallo Andreas,

da schließe ich mich durchaus Klemens Meinung an.

Der Stempel wurde vermutlich nachgemacht. Die Kreislinien sind zu fein. Die Abstände der Buchstaben liegen zu weit auseinander. Sehr auffällig ist die verkleinerte 3 hinter Mainz.

Auch die Zahlen für das Datum sind zu klein. Stempel aus der Zeit wurden tausendfach verwendet und zeigen daher selten einen so sauberen Abschlag.

Hier ein Stempelabschlag aus Stampx. Zweikreisbrückenstempel „MAINZ 3“ Kennbuchstabe „a“.


Quelle: stampsx.

Schönen Gruß Dieter
 
zonen-andy Am: 22.11.2025 08:29:46 Gelesen: 15379# 225 @  
@ Frankenjogger [#223]
@ Dieter 66 [#224]

Hallo,

vielen Dank für eure fachliche Beurteilung dieses Briefes. Mir kam der Stempel beim einscannen etwas seltsam vor, aber ohne zu ahnen, dass er falsch sein könnte. Was Ihr beurteilt habt, ist natürlich korrekt und nach zu vollziehen.

Grüße
Andreas
 
Bessie Am: 14.12.2025 16:12:05 Gelesen: 14488# 226 @  
Zwei Hingucker

Kein Zweifel, dass diese beiden Poststücke Philatelisten ihren Ursprung verdanken. Aber sie sind portogerecht echt gelaufen. Die Postkarte trägt auf der Rückseite einen hektographierten Text, mit dem zu einem Treffen eingeladen wird. Manches schöne Stück ist nur mit Sammlerhilfe möglich – denkt nur an die teuren Zeppelinbriefe! Eigentlich gehöre ich selber zu den Puristen. Aber in der Not …


 
zonen-andy Am: 18.12.2025 14:37:00 Gelesen: 14287# 227 @  
Hallo,

dieser Ortsbrief lief innerhalb von Halle an der Saale vom 25.6.1948 an den ehemaligen Prüfer Kurt Zirkenbach. Auch wenn der Stempeltag schwer zu entziffern ist, bin ich mir fast sicher eine "5" zuerkennen. Frankiert wurde mit I.Kontrollratsausgabe Mi.Nrn. 926 6x und 915 2x für die erforderlichen 160 Pfennige statt normal 16 Pfennige. Oder habe ich hier einen Denkfehler?



Grüße
Andreas
 
zonen-andy Am: 22.12.2025 16:25:44 Gelesen: 13951# 228 @  
Hallo,

heute eine ZF mit 9,90 Mark auf Großbrief von Rudolstadt (Thüringen) nach Homburg (Saar) vom 26.7.1948 mit Ankunftstempel auf Rückseite Homburg 5.8.48.



Gruß
Andreas
 
Totalo-Flauti Am: 30.12.2025 10:20:36 Gelesen: 13186# 229 @  
Liebe Sammlerfreunde,

ein Brief vom 05.07.1948 aus Leipzig nach Suhl. Die Marken wurden zu 240 alten Reichspfennig für das notwendige Porto aufgebraucht. Die acht Marken auf der Rückseite wurden im Eifer des Postdienstes nicht entwertet.

Mit lieben Sammlergrüßen
Totalo-Flauti.


 
Bessie Am: 19.01.2026 18:08:57 Gelesen: 12609# 230 @  
West- Berlin: Kopfrechnen schwach



Der auffällige Brief vom 3.7.1948 aus Berlin- Spandau lässt einen Sammler als Absender erkennen. In Westberlin waren Zehnfachfrankaturen bis zum 31.7. erlaubt. Die Mischfrankatur addiert sich auf 240 Reichspfennig. Ein Postbeamter der alten Schule, dem selbst ein fast wertloser Reichspfennig noch etwas bedeutete, rechnete nach, verrechnete sich und vermerkte 2 neue Pfennige bzw. 20 alte als am Porto fehlend. Ein anderer Kollege rechnete nach, fand den Fehler und strich das Nachporto.

Der Witz: Der Brief ging von Spandau nach Spandau, ist also ein kräftig überfrankierter Ortsbrief. 160 alte oder 16 neue Pfennige hätten genügt. Auch wenn der Rechenfehler bestanden hätte, wäre die Frankatur ausreichend gewesen.
 
hannibal Am: 16.02.2026 20:26:25 Gelesen: 11231# 231 @  
Hallo,

von mir auch mal ein Beleg zum Thema von Neuötting am Inn nach Villingen portorichtig frankiert mit 20x Alliierte Besetzung 947.



Dachziegelartig verklebt und mehrfach gestempelt NEUÖTTING 21.6.48.-15-16, also am ersten Tag der Übergangsfrist, in der Marken der Alliierten Besetzung nach der Währungsreform in den "Westzonen" noch verwendet werden durften (außer Westberlin).

Viele Grüße
Peter
 
Jürgen Zalaszewski Am: 17.02.2026 17:47:19 Gelesen: 11131# 232 @  
Hallo zusammen,

zum Thema kann ich auch einen Beleg zeigen, obwohl er nicht zu meinen Sammelgebieten gehört.

Ein Brief abgestempelt am 21.6.48 in München 53 (aptierter Stempel), frankiert mit 244 alten Reichspfennigen. Die Marken auf der Rückseite wurden nicht entwertet, waren aber auch nicht notwendig gewesen.



Viele Grüße
Jürgen
 
Bessie Am: 13.03.2026 14:37:24 Gelesen: 9969# 233 @  
Westberlin am 24. 6. 1948

An diesem Tag durfte in den Westsektoren von Berlin noch mit der Reichsmarkwährung zum vollen Nennwert frankiert werden, während in SBZ und Ostberlin schon die neue Währung eingeführt war und die Briefmarken der Reichsmarkzeit auf ein Zehntel abgewertet waren. Der russische Stadtkommandant befahl diese Regelung für ganz Berlin. Die Alliierten ignorierten diesen Befehl und trafen eine eigene Regelung.

Für den in Berlin-Steglitz (im Westen) aufgegebenen Brief hatte das Porto noch in Reichsmark entrichtet werden können. Weil er aber in die SBZ nach Bad Sülzhayn (jetzt Stadtteil von Ellrich/Harz) adressiert wurde, war in alter Währung eine Zehnfachfrankatur erforderlich.

Diese und viele andere Merkwürdigkeiten sind zu lesen in dem großartigen Buch von Klemens Nicklaus „Die Währungsreform in Berlin (West) 1948/49“. FG Berlin 2023.


 
Bessie Am: 13.03.2026 16:59:28 Gelesen: 9951# 234 @  
Ein Frankaturrätsel



Bei diesem Interzonenbrief, abgeschickt in Karlsruhe am 24.6.1948 und angekommen am 27.6. in Schwerin, ist mir die Frankatur ein Rätsel. Sicher ist, dass die Nachgebühr zu Unrecht erfolgte. In Karlsruhe wurden die vier Dreissigpfennigmarken abgestempelt (die rechte ganz schwach!), drei davon später zu Unrecht beanstandet, denn sie waren gültig. Die beiden Marken links wurden in Karlsruhe vermutlich vergessen zu stempeln.

Wer kann mir helfen
fragt Bessie alias Sentawau
und sagt sagt schon mal danke.
 
hubtheissen Am: 20.03.2026 11:23:12 Gelesen: 9462# 235 @  
Hallo,

Zehnfachfrankaturen waren in der französischen Zone nicht vorgesehen und wurden nur gelegentlich geduldet. In den westlichen Zonen war die Zehnfachfrankatur nur bis zum 23.06.48 erste Briekasten-Leerung gültig. >Nur in der SBZ waren sie noch bis zum 31.07.gültig.

Die unterschiedlichen Daten führten wohl zur Verwirrung. Tatsache ist, beim Aufgabepostamt waren alle Marken nicht mehr gültig und deshalb wurde für das gesamte fällige Porto von 24 Pfg. die 1,5-fache Nachgebühr von 36 Pfg. zu recht erhoben.

Gruß

Hubert
 
hubtheissen Am: 20.03.2026 11:32:38 Gelesen: 9457# 236 @  
Hallo,

ich will noch einen netten Beleg zeigen.

Es ist ein Auslandsbrief der ersten Gewichtsstufe von Hellerau nach Sydney vom 08.07.1948.

Frankiert ist der Brief mit einem 4er-Block Mi.948 = 60 RPfg. + einem 8er-Block Mi. 953 = 240 RPfg. und 4 x Mi. 955 = 200 RPfg., insgesamt 5,00 RM.

Das Porto betrug 50 Pfg. der neuen Währung.



Gruß

Hubert
 
Bessie Am: 03.04.2026 19:41:17 Gelesen: 8223# 237 @  
last-minute



Die beiden 1948 aus Anlass der Hannover-Messe ausgegebenen Briefmarken kamen am 22. Mai an die Schalter. Einen Monat später verkündeten die Westalliierten die überfällige Währungsreform, so dass ihre Gültigkeit in Westdeutschland bereits am 23. Juni mit der ersten Kastenleerung morgens endete. Ein solcher last-minute-Brief aus Köln liegt hier vor.
 
Eilean Am: 27.05.2026 20:34:15 Gelesen: 4187# 238 @  


@ Bessie [#237]

Diese selbst aus einem Stück Packpapier gestaltete Postkarte ist mit 200 Pfg bzw. 20 Pfg. als Postkarte im Fernverkehr von Rosenheim nach München um 8 Pfg. überfrankiert. 12 Pfg. war die Postkarte. Ein Sammlerstück vom 21. Juni 1948 und mit Oberrand.

Gruß
Andreas
 
loskochos Am: 03.06.2026 22:09:09 Gelesen: 3257# 239 @  
Hallo zusammen,

ich suche zum Satz

Die bisher in Deutschland (ohne französische Zone) gültigen Kontrollratausgaben durften vom 21. bis zum 23 Juni (erste Briefkastenleerung) zu 1/10 ihres Nennwertes aufgebraucht werden

eine offizielle Quelle (würde ich gerne in meine Sammlungsdokumentation aufnehmen).

Im Briefe-Michel finde ich nur einen Abschnitt zur SBZ, aber keinen Satz zum o.g. Datum.

Wer kann da helfen? Dankeschön!

Viele Grüße
loskochos
 
Richard Am: 03.06.2026 23:29:01 Gelesen: 3238# 240 @  
@ loskochos [#239]

Die bisher in Deutschland (ohne französische Zone) gültigen Kontrollratausgaben durften vom 21. bis zum 23 Juni (erste Briefkastenleerung) zu 1/10 ihres Nennwertes aufgebraucht werden.

Hallo,

es handelt sich um eine staqndardisierten Formulierung aus dem Michel Spezial im Gebiet Alliierte Besetzung Gemeinschaftsausgaben / Kontrollrat Zehnfachfrankaturen Bizone.

Wer sollte so einen " offiziellen " = amtlichen Satz schreiben ?

Schöne Grüsse, Richard
 

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