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Thema: Alliierte Besetzung: Zehnfachfrankaturen
Das Thema hat 108 Beiträge:
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Totalo-Flauti Am: 03.06.2018 11:34:43 Gelesen: 20740# 84 @  
Liebe Sammlerfreunde,

ab 24.06.1948 galten in der SBZ die "alten" Marken nur noch zum zehnfachen ihres Nennwertes. Bei meinem Ortsbrief (16 Pfennige für den einfachen Brief) vom 24.06.1948 wurde je eine MiNr. 921, 926, 931, 952 und eine 955 für zusammen 160 Pfennige verklebt. Ich denke, das sich hier ein Sammler ein kleines Souvenir gebastelt hat. Der verwendete Stempel ist mehrfach aptiert worden. 1944 kam die Postgebietsleitzahl hinzu und Ende 1945 wurden das Doppel M und "REICHSMESSESTADT" entfernt.

Mit lieben Sammlergrüßen

Totalo-Flauti.


 
Baldersbrynd Am: 22.11.2018 14:02:46 Gelesen: 16419# 85 @  
Hallo Alle

Brief aus Berlin Neukölln nach Stadthagen über Hannover, gesendet am 20.7.1948. Frankiert mit Zehnfach Briefmarken zusammen 248 Pf. = 24,8 DPf.

Warum wurde der Brief belastet mit Nachgebühr 36 Pf.?

Hatte BRD nicht diese Briefmarken akzeptiert, weil sie waren ungültig in BRD?
Ich meine nicht, dass das Brief in 2. Gewichtsklasse war.

Viele Grüße
Jørgen


 
StefanM Am: 22.11.2018 14:49:48 Gelesen: 16405# 86 @  
@ Baldersbrynd [#85]

Im Grunde ist der Brief gar nicht frankiert, denn die Zehnfachfrankaturen waren nur am 21. und 22. Juni 1948 gültig. Der Brief wurde jedoch im Juli 1948 mit ungültigen Marken verschickt.

Gruß
Stefan
 
Baldersbrynd Am: 22.11.2018 15:25:10 Gelesen: 16393# 87 @  
@ StefanM [#86]

Hallo Stefan,

der Brief geht von West-Berlin Neukölln und da hier die alte Reichsmark Währungs Briefmarken noch gültig waren bis 31.7.1948.

Viele Grüße
Jørgen
 
hajo22 Am: 22.11.2018 16:20:33 Gelesen: 16380# 88 @  
@ Baldersbrynd [#87]

Wie Du richtig schreibst, waren die RM-Marken bis 31.7.1948 zu 1/10 auch in den Westsektoren Berlins gültig wie im gesamten Gebiet der Sowjetzone einschließlich Ostberlins. Während die Währungsreform in Ostberlin und der SBZ am 24.6.1948 stattfand, wurde sie in den Westsektoren Berlins am 25.6.48 durchgeführt.

Das hat mit der BRD nichts zu tun, die gab es noch garnicht, sondern eine Trizone (frz., brit. und amerik. Zone). Außerdem hatte Groß-Berlin einen Sonderstatus als 4-Sektoren-Stadt.

Man sang den Schlager: Wir sind die Eingeborenen aus Trizonesien...

Eine Nachgebühr hatte deshalb auf Deinem Beleg nichts zu suchen. Das war Unwisssenheit.

hajo22
 
Baldersbrynd Am: 22.11.2018 23:15:44 Gelesen: 16349# 89 @  
@ hajo22 [#88]

Danke für Deine Beschreibung.

Die Trizone habe ich noch nicht gehört und das Lied kenne ich auch nicht.

Als es ein Unwissenheit war, ist auch ein möglichheit.

Viele Grüße
Jørgen
 
mumpipuck Am: 22.11.2018 23:26:15 Gelesen: 16346# 90 @  
@ hajo22 [#88]

Wenn ich die Markengröße ansehe scheint der Brief überformatig zu sein. Vielleicht war er auch einfach zu schwer (über 20 gr.). Dann hätte er 48 Pf. gekostet. Ich bin kein Nachgebührenexperte, aber ich meine mal gehört zu haben, dass 50% des Fehlbetrages als "Strafe" hinzukamen. Dann würden die 36 Pf. Nachgebühr stimmen.

Burkhard
 
hajo22 Am: 23.11.2018 12:57:23 Gelesen: 16302# 91 @  
@ mumpipuck [#90]

Ja, das könnte auch sein. Dann stimmen die 36 Pf. Nachgebühr: 24 Pf. fehlt + 12 Pf. Zusatzgebühr = 36 Pf.

Allerdings ist kein Vermerk > 20 gr vorhanden.

hajo22
 
Baldersbrynd Am: 24.11.2018 10:04:15 Gelesen: 16255# 92 @  
@ mumpipuck [#90]
@ hajo22 [#91]

Ich meine auch meist das ist ein Brief von 20 bis 40 Gramm.

Hier ist die Rückseite, sie ist ganz glatt, wenn ein Brief über 20 Gr. ist, dann kann man das meistens sehen in den Kanten. Ein Brief über 20 Gr. ist mit mindesten 4 A4 Seiten (80 Gr).

Viele Grüße

Jørgen


 
spain01 Am: 12.12.2018 11:53:09 Gelesen: 15640# 93 @  
Plattenfehler auf Brief

Hallo Allerseits,

ich bekam dieser Tage u.a. diese Zehnfachfrankatur mit 480 Pf, somit für einen Brief im Fernverkehr bis 50 g portogerecht frankiert.



Für mich nicht nachvollziehbar ist, warum die eine 20er über die Öffnungskante geklebt wurde. :(

Die Besonderheit dieses Briefes ist aber folgendes: die Alliierte Besetzung MiNr. 936 I ist als einziger Plattenfehler dieser Ausgabe in meinem 2017er Spezial auf Brief bisher unbekannt.

Hier ist er:



Somit sollte sich eine weitere Lücke im Spezial schließen, wenn auch nur mit -.-

Diesen und weitere Briefe werde ich natürlich bei der ARGE prüfen lassen.

Gruß
Michael
 
spain01 Am: 12.12.2018 12:54:52 Gelesen: 15629# 94 @  
Aus der selben Lieferung:



Mit 482 Pf ist er um 2 Pf bzw. 0,2 Pf überfrankiert.

Interessant könnten die beiden "hellen" 10er (MiNr. 946) sein, auf jeden Fall aber die vorhandene MiNr. 951 I:



Gruß
Michael
 
spain01 Am: 12.12.2018 13:19:25 Gelesen: 15619# 95 @  
Der folgende Brief wirft für mich Fragen auf:



Zunächst ist er mit 170 Pf für einen Ortsbrief um 10 Pf überfrankiert. Die Marken der französischen Zone wurden wohl zu Recht reklamiert, gekennzeichnet und nicht entwertet. Mannheim lag aber in der französischen Zone.

Die akzeptierten Marken haben einen Frankaturwert von 127 Pf, damit war/wäre der Brief um 33 Pf unterfrankiert. Durch die Nachgebühr von 6 Pf wurde der Brief dann wieder teurer als der eigentliche Tarif von 160 Pf bzw. der regulären 16 Pf.

Wurde hier eine "Strafgebühr" erhoben?

Wie ist ein solcher Brief zu bewerten? Im 2017er Mi-Spez auf Seite 813 steht "Beanstandete Zehnfachfrankaturen ... Zuschlag 150,-". Trifft das hier zu oder müssen andere Maßstäbe angelegt werden?

Gruß
Michael
 
guy69 Am: 12.12.2018 13:44:59 Gelesen: 15613# 96 @  
Ein ganzer Tag zu spät. Oder was ist hier passiert?


 
Frankenjogger Am: 12.12.2018 14:07:08 Gelesen: 15603# 97 @  
Hallo guy69,

ja die Marken waren nicht mehr gültig. Somit galt der Brief als nicht frankiert und es wurde die 1,5-fache Nachgebühr erhoben.

Hallo Michael,

Mannheim gehörte zur Amerikanischen Zone, auch wenn es zu Baden gehört. Dort waren die Marken der französischen Zone nicht gültig.

Bei deinem Brief fehlten, wie du schon festgestellt hast, 33 Pf, die als 3,3 Pf neue Währung gerechnet wurden. Dieser Wert wurde auf 4 Pf Fehlbetrag aufgerundet und dann wurde der 1,5-fache Betrag als Nachgebühr erhoben.

Über den Wert kann ich leider keine Auskunft geben.

Viele Grüße, Klemens
 
spain01 Am: 12.12.2018 14:16:52 Gelesen: 15599# 98 @  
Danke für die Info, Klemens!
 
spain01 Am: 20.05.2019 16:21:13 Gelesen: 12608# 99 @  
Hallo Allerseits,

heute bekam ich einen Brief, dessen Stempelung eine mir nicht nachvollziehbare Kuriosität zeigt:



Der Brief wurde in Bad Schwartau aufgegeben und mit Datum 21.6.48-18 gestempelt. Der auf der Rückseite lila markierte Stempel ist von Hamburg 21.6.48.9-10...



Wie kann es sein, dass der Stempel vom Ankunftsort vor dem Absendedatum liegt? Und dann auf der rückseitig einzigen nicht entwerteten Marke? Wurde hier "platz gelassen" für den Ankunftsstempel?

Es wäre doch sicherlich ein sehr großer Zufall, wenn eine nicht entwertete Briefmarke (gut, auf der Vorderseite sind genau genommen auch 2 Marken nicht entwertet) von einem nicht auf den nächsten Tag umgestellten Stempel entwertet worden wäre. Oder kam der Brief tatsächlich innerhalb von 3-4 Stunden in Hamburg an?

Die Marke links des markierten Stempels ist übrigens die All. Bes. MiNr. 951 I.

Gruß
Michael
 
sammler-ralph Am: 20.05.2019 16:36:14 Gelesen: 12599# 100 @  
@ spain01 [#99]

Viele Ämter haben Ihre Stempel nicht mehrmals am Tag umgestellt. Vermutlich hat Bad Schwartau den ganzen Tag über mit 18 Uhr gestempelt. Der Ankunftstempel zeigt übrigens die Uhrzeit 9-10 N, das N steht für nachmittags (also 21-22 Uhr). Somit könnten die Uhrzeiten sogar direkt stimmen, sind ja nur rund 70 Kilometer.

Gruß
Ralph
 
GSFreak Am: 12.11.2019 21:27:30 Gelesen: 9095# 101 @  
Hier eine portogerecht frankierte Postkarte aus Göttingen 2 nach Elberberg über Fritzlar vom 22.06.1948. Ergänzend zum 10 Rpf. Wertstempel der P 961 sind 1,10 RM zugeklebt (Mi.-Nrn. 937 und 946), das sind denn 120 Rpf = 12 Pf.



Gruß Ulrich
 
Fips002 Am: 30.06.2020 19:03:09 Gelesen: 4140# 102 @  
Ganzsachen Postkarte P 962 der II. Kontrollratsausgabe 1947-1948 mit Zehnfachfrankatur von Wittgendorf(Kreis Zittau) 26.7.1948 nach Hirschfelde/Sachsen. Die Karte ist mit 1 Pfennig überfrankiert.



Dieter
 
Fips002 Am: 04.07.2020 19:17:21 Gelesen: 3994# 103 @  
Brief mit Zehnfachfrankatur an das Finanzamt in Eutin. Entwertet wurde die Frankatur mit dem Bahnpoststempel Kiel-Lübeck am 21.6.1948.



Dieter
 
Franz-Karl Lindner Am: 04.10.2020 13:15:37 Gelesen: 1997# 104 @  
Hallo zusammen,

bilde einmal einen R-Brief aus Niendorf/Ostsee nach Bad Mergentheim vom 22.06.1948 ab, Vorder- und Rückseite. Was haltet ihr von der Frankatur? Gab es hier nicht einen Rechenfehler, oder stimmt die Frankatur doch? Wer hilft?

Danke Franz-Karl


 
hajo22 Am: 04.10.2020 13:30:28 Gelesen: 1989# 105 @  
@ Franz-Karl Lindner [#104]

Wenn ich richtig gerechnet habe, ergeben sich 810 Reichspf. = 81 "neue" DPf.

Frankatur: Einschreiben 60 Pf. (oder 600 Pf. alt) + 24 Pf. (oder 240 Pf. alt).

Der RBrief ist demnach um 3 neue Pf. oder 30 alte Pf. unterfrankiert.

Und keiner hat's gemerkt.

hajo22
 
Franz-Karl Lindner Am: 04.10.2020 14:35:47 Gelesen: 1972# 106 @  
Danke, da hat einer wohl nicht rechnen können!
 
alemannia Am: 04.10.2020 14:41:48 Gelesen: 1970# 107 @  
@ Franz-Karl Lindner [#104]

Hallo zusammen,
hallo Franz-Karl,

unbeanstandet gelaufene unterfrankierte Zehnfachfrankaturen kommen in der Bizone vor, wenn auch relativ selten.

Insbesondere findet man sie bei Mischfrankaturen mit mehreren Marken unterschiedlicher Wertstufe, die aufgrund fehlenden Platzes auf der Vorderseite, auch rückseitig verklebt werden mussten.

Zu dem gezeigten Beleg zeige ich ein weiteres Beispiel eines R-Briefes bis 20 g, der mit 4 alten RPf unterfrankiert war:



Um das rechnerisch ohne Taschenrechner festzustellen, musste ich schon etwas Zeit aufwenden.

Gruß

Guntram
 
GSFreak Am: 10.11.2020 12:06:28 Gelesen: 849# 108 @  
Eine Zehnfachfrankatur vom 08.07.1948 aus BERLIN-WEISSENSEE 1 (sowj. Sektor) nach Hann.Münden. Hier hat einer auch nicht richtig gerechnet, obwohl offenbar Leiter eines Briefmarken-Tausch-Zirkels. Einschließlich Wertstempel (P 962, in der SBZ noch gültig bis 31.07.1948) beträgt die Frankatur 130 Rpf.

120 Rpf. = 12 Pf. hätten gereicht. Immerhin soll eine sog. "Goldtaube" verklebt sein (Mi.-Nr. 959b) gemäß handschriftlicher Notierung eines Vorbesitzers der Karte. Konnte ich bisher aber nicht verifizieren.



Beste Grüße
Ulrich
 

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