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Thema: Deutsches Reich Dauerserie Krone/Adler Belege
Cantus Am: 15.02.2014 03:32:39 Gelesen: 9186# 1 @  
Mit diesen Marken gibt es allerlei reizvolle Belege, ein paar davon will ich hier zeigen.

Der folgende Brief lief am 13.3.1897 per Einschreiben von Bremen nach Chemnitz.



Mi. 47, 48

Viele Grüße
Ingo
 
Marcello Am: 15.02.2014 18:39:35 Gelesen: 9126# 2 @  
@ Cantus [#1]

Hallo,

damit dieser Thread etwas wächst, kommen hier meinen einzigen zwei Belege zu Krone/Adler.

Als erstes möchte ich zeigen einen Brief in der 1. Gewichtsstufe bis 15 g frankiert mit einer Mi.Nr. 47 d. Das Porto betrug 10 Pfg. Der Beleg ging von Marburg nach Allna.



Und als zweites eine Paketkarte von Karlsruhe nach New York/ USA. Die Paketkarte ging in das US-Staatsgefängnis "Sing Sing". Das Porto für die Paketkarte bis 5 kg und über 10 Meilen betrug 700 Pfg. 50 Pfg + 650 Pfg Seefrachtporto ab Bremen. Die Karte wurde vorderseitig mit einer Mi.Nr. 37 e und einem senkrechten Paar Mi.Nr. 50 d und rückseitig mit einem senkrechten Paar Mi.Nr. 37 e frankiert.



Schönen Abend.

Gruß
Marcel
 
lebenslauf Am: 16.02.2014 13:40:41 Gelesen: 9081# 3 @  
Zu Beginn dieses Threads auch von mir ein schöner Krone-Adler-Beleg:

Die auf der Vorderseite des Telegrammformulars verklebte 5-Pfennigmarke, Michel Nr. 40, ist das Bestellgeld im Landzustellbereich, die der Telegrammbote als Botenlohn vom Empfänger einzog.

Es ist ungewöhnlich, daß die Marke auf der Vorderseite verklebt ist, normal wurde der Botenlohn auf der Rückseite frankiert oder mit Rotstift vermerkt.

Stempel Rothau 12/12 81 6-7N

Adresse: Jaequel, Natzweiler bei Rothau (Elsaß).

Gruß
lebenslauf


 
lebenslauf Am: 17.02.2014 15:19:31 Gelesen: 9020# 4 @  
Eine mit Brandmalerei versehene Glückwunschkarte aus 0,7 mm starkem Birkenholz-Messerfurnier, von Bielefeld 23.1.98 10-11V. nach Kiel 24.1.98 1-2V., in einwandfreier Erhaltung, freigemacht mit einer 5-Pfennig-Marke der Michel-Nr. 46c.

Gruß
lebenslauf

 
stampmix Am: 26.04.2015 08:07:06 Gelesen: 8435# 5 @  
Hallo zusammen,

anbei ein Sommer-Sonne-Sonntags-Briefchen.

Auslandsbrief der 2. Gewichtstufe von Blankenburg nach New-York via England, am 26.10.1898 aufgegeben und mit 40 Pf. frankiert (2*Mi.48d). Rückseitig AKS "P.O.N.Y. / PAID ALL / A / 11-5-98 / 8A".



mit bestem Gruß
stampmix
 
hajo22 Am: 26.04.2015 18:37:07 Gelesen: 8388# 6 @  
Auslandsbrief der 3. Gewichtsstufe per Einschreiben mit 4x20 Pfg. (Nr. 48d, gepr. Zenker) aus Berlin SW 68 vom 3.4.1894 nach Detroit/USA. Rückseite Stempel New York 18.4. und Ankunft Detroit 20.4.1894.



VG, hajo22
 
hajo22 Am: 27.04.2015 17:41:37 Gelesen: 8333# 7 @  
Einschreibbrief, Porto 40 Pfg., aus Berlin SW 47 vom 22.9.1896 nach Bayreuth, Ankunft am nächsten Tag.

Dreifarbenfrankatur mit 5 Pfg. (Nr.46c), 10 Pfg. (47d) und 25 Pfg. (49b), geprüft Wiegand BPP.



VG, hajo22
 
hajo22 Am: 28.04.2015 10:46:24 Gelesen: 8277# 8 @  
Einschreibbrief vom Postamt Grunewald (damals noch Bezirk Berlin) nach Rom ins Grand-Hotel.

Gestempelt am 25.2.1897, frankiert mit 2x5 Pfg.(46c) und 2x25 Pfg.(49b) vorder- und rückseitig. Geprüft Wiegand BPP. Ankunftsstempel Rom (schlecht lesbar) vermutlich 1.3.



VG, hajo22
 
hajo22 Am: 29.04.2015 14:57:40 Gelesen: 8225# 9 @  
Geschäfts-Einschreibbrief aus Berlin C 45 nach Mailand. Gestempelt 30.11.1893, Ankunft Mailand 2.12.

Frankiert mit Krone/Adler 50 Pfg. (Nr.50c) und 10 Pfg. (Nr.47c), geprüft Wiegand BPP.

Portorichtig 60 Pfg.: 20 Pfg. Einschreibgebühr + 40 Pfg. Briefgebühr 2. Gewichtsklasse (bis 30 gr.).



VG, hajo22
 
hajo22 Am: 29.04.2015 15:17:15 Gelesen: 8219# 10 @  
Jetzt fehlt noch die 3 Pfge. (Nr.45) der Krone-/Adlerserie und der Satz ist 1x komplett in den Hauptnummern auf Belegen mit verschiedenen Berlinstempeln [#6] bis [#10].

Hier eine Drucksache zu 3 Pfg. aus Berlin SW 61 vom 7.10.1892 nach Küps/Bayern (Ankunftsstempel 8.10.) Keine Farbprüfung, vermutlich Type 45b.



VG, hajo22
 
volkimal Am: 01.05.2015 17:22:05 Gelesen: 8156# 11 @  
@ lebenslauf [#4]

Hallo Lebenslauf,

ergänzend zu Deiner schönen Karte ein zweites Beispiel mit Brandmalerei vom 15.06.1899 aus Villingen (Baden).



Meine Karte ist leider nicht ganz so gut erhalten. Links ist das Furnier eingerissen und irgendjemand hatte versucht, den Riss mit Tesafilm zu reparieren.

Viele Grüße
Volkmar
 
hajo22 Am: 01.05.2015 18:03:20 Gelesen: 8150# 12 @  
@ volkimal [#11]

Geht es hier jetzt mehr um Brandmalerei-Karten oder vielleicht eher doch um die Krone-/Adlerserie von 1889/1900, die man im Michel-Katalog unter Nr. 45-50 + Ergänzungswert Nr. 52 findet? Also um die Marken, Einheiten, Farben, Portostufen, Briefe, Mischfrankaturen, Destinationen, Vorläufern (Verwendung in den Deutschen Kolonien) und evtl. auch noch um die entsprechenden Ganzsachen mit diesen Wertzeichen?

Die Brandmalerei-Karten sind zweifellos sehr hübsch, doch sollte hier im thread das Schwergewicht auf den Marken liegen und nicht auf wie auch immer gestaltete (Ansichts-)Karten.

VG, hajo22
 
volkimal Am: 01.05.2015 19:48:10 Gelesen: 8136# 13 @  
@ hajo22 [#12]

Hallo hajo22,

für mich gehört ales dazu - das was Du beschreibst, aber auch so etwas wie interessante Texte bei Karten oder Briefen und damit natürlich auch die Brandmalerei. Das schöne an der Philatelie ist doch, dass jeder das sammeln und zeigen kann was ihm gefällt.

Da Du die Kolonien erwähnst hier ein Brief aus Kribi an Theodor Hentschel:



Als dieser Brief bei Ebay angeboten wurde, musste ihn ein Bekannter für mich ersteigern, da ich zu dem Zeitpunkt gerade in Kamerun und unter anderem auch in Kribi war. Weitere Beispiele von Krone/Adler Marken findest beim Thema "Belege aus der eigenen Familiengeschichte" ab Beitrag 19.



Diesen hier habe ich allerdings dort nicht gezeigt. Der Feldpoststempel der K.D. Feld-Poststation No. 7 wurde in Paotingfu (ca. 100 km südwestlich von Peking) verwendet.

Viele Grüße
Volkmar
 
hajo22 Am: 01.05.2015 20:39:23 Gelesen: 8128# 14 @  
@ volkimal [#13]

Natürlich kann jeder sammeln und - wenn's hineinpaßt - auch zeigen was er will. Es empfiehlt sich jedoch, die Marken im Fokus zu behalten.

Die 2 Pfg. Reichspostmarke (Ergänzungswert) ist nie in den Kolonien/Auslandspostämtern verkauft worden. Sie wurde aus dem Reich privat in die Kolonien/Auslandspostämtern zur Verwendung geschickt (natürlich aus philatelistischen Gründen, dagegen ist nichts zu sagen, sie war ja gültig).

Du zeigst 2 schöne Belege aus Afrika und China. Die Postkarte ist allerdings überfrankiert, 10 Pfg. hätten genügt, aber es sollte wohl unbedingt eine Mischfrankatur werden (mit einer China 1 Type II). Der Feldpoststempel Nr. 7=Paotingfu ist recht gut. Der Kamerunbrief ist unterfrankiert (20 Pfg. war das Briefporto nach Deutschland). Wahrscheinlich ist er offen als Drucksache gelaufen (dann um 5 Pfg. überfrankiert).

Ich zeige einen Einschreibbrief aus Shanghai vom 23.5.1896 nach Dillingen/Saar, Ankunft 1.7.96. Frankiert mit 2x50 Pfg. Krone/Adler (vermutlich Nr. 50d). Porto: 20 Pfg. Einschreibgebühr + 4x20 Pfg. Briefporto für eine Sendung bis 60 gr (je 15 gr.=20 Pfg.). Vom Format her könnte das passen.

Leitvermerk: "Over Amerika" (die Transsibirische Bahn war noch nicht gebaut). Der Brief lief also um die halbe Welt (Stiller Ozean/Nordamerika von West nach Ost/Nord-Atlantik/Deutschland).

Geprüft von "Altmeister" Pfenninger (Briefvorderseite rechts unten). Pfenninger war noch ein "Allgemeinprüfer".



VG, hajo22
 
volkimal Am: 02.05.2015 08:34:49 Gelesen: 8091# 15 @  
@ hajo22 [#14]

Hallo Hajo22,

nach meinen Informationen galt im Verkehr zwischen Deutschland und seinen Schutzgebieten ab dem 01.05.1899 der deutsche Inlandstarif. Für Briefe bis 20g waren nur 10 Pfg. Porto erforderlich. Insofern denke ich, dass der Kamerun-Brief vom 31.08.1901 portogerecht ist.

Darüber, dass die China-Karte um 3 Pfg. überfrankiert ist, stimme ich Dir zu.

Viele Grüße
 
hajo22 Am: 02.05.2015 10:35:21 Gelesen: 8071# 16 @  
@ volkimal [#15]

Sorry, völlig richtig. Da habe ich mich vertan. Der Brief ist mit 10 Pfg. richtig frankiert. Man sollte halt auf's Datum schauen.

VG, hajo22
 
hajo22 Am: 02.05.2015 12:15:25 Gelesen: 8062# 17 @  
Auch in Deutsch-Neuguinea wurden zunächst Reichspostmarken zur Frankierung verwendet.

Briefcouvert der "Neu Guinea Compagnie" aus Friedrich-Wilhelmshafen gestempelt 25.11.1893 an eine Speditionsfirma in Bremen (Ankunft 7.1.1894), Laufzeit des Briefes 43 Tage.

Frankiert mit waagrechtem Paar der 10 Pfg. Krone/Adlerserie, die in DNG verkauft wurde. Freimachung nach dem Weltposttarif (Auslandsbrief 20 Pfg.). Der Kolonialtarif war noch nicht eingeführt. Bedarfsbrief.



VG, hajo22
 
hajo22 Am: 04.05.2015 15:00:37 Gelesen: 8001# 18 @  
Viererblock mit Zwischenstegen der 5 Pfg. Krone/Adler (Nr. 46c) aus Friedrich-Wilhelmhafen (Deutsch-Neu-Guinea) vom 25.6.1900 auf Leinen-Briefstück geprüft Pauligk. In der Form ein seltener Mitläufer. Um den Stempel besser lesen zu können, habe ich einen 2. Scan hinzugefügt.



VG, hajo22
 
Totalo-Flauti Am: 17.11.2018 12:53:35 Gelesen: 971# 19 @  
Liebe Sammlerfreunde,

auf einer Paketkarte vom 9.9.1891 von Leipzig-Reudnitz nach Brüssel finden sich 2 x MiNr. 48a (Vorderseite) und 4 x MiNr. 50d (Rückseite). Wobei der Viererstreifen der 50-iger noch einen Zwischensteg hat. Das Paket nach Belgien kostete bis 5 kg 80 Pfennige. Die hier notierten 3 Pakete haben jeweils 4,5 kg. So mussten insgesamt 2,40 Mark bezahlt werden. Als Austauschpostamt mit Belgien wurde das Postamt Köln 2 bestimmt.

Mit lieben Sammlergrüßen

Totalo-Flauti.


 
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